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Detroit
Detroit [dɪˈtɹɔɪt] ist eine Großstadt im Südosten des US-Bundesstaates Michigan[wp]. Sie liegt direkt an der kanadischen Grenze, am Detroit River[wp] zwischen dem Lake St. Clair[wp] und dem Eriesee[wp]. Detroit ist 370,02 km² groß und hatte 2016 laut Schätzung des U.S. Census Bureau ca. 680.000 Einwohner und ist damit die größte Stadt in Michigan. 2010 waren 82,7 % der Bewohner Afroamerikaner, womit die Stadt eine der größten schwarzen Wohnbevölkerungen innerhalb der USA beherbergt. Detroit ist Sitz des Wayne County[wp] und wirtschaftlicher, politischer und kultureller Mittelpunkt der Metropolregion Detroit[wp], des nach Chicago und Toronto[wp] drittgrößten Ballungsraums in der Region der Großen Seen[wp] mit (2010) rund 5,2 Millionen Einwohnern.[1]
Hintergrund
| Der Zustand der Stadt Detroit ist nach seiner nun offiziellen Horrorpleite auch im deutschen Sprachraum bekannt, aber wie es soweit gekommen ist, erzählt man den Leuten nicht.
Die Stadt Detroit wurde seit 1962 durchgehend von Bürgermeistern (Mayor) der demokratischen Partei regiert. Die Demokratische Partei hat eine sozialdemokratische Agenda von Sozialstaat und sozialer Gerechtigkeit. Unter der Präsidentschaft von Lyndon B. Johnson[wp] wurden bundesweit mehrere Sozialreformen verabschiedet wie unter anderem Great Society Reform[wp], das Model Cities Program[wp]. Zudem traten mehrere Reformen, die noch unter seinem Vorgänger, dem ermordeten John F. Kennedy, verabschiedet wurden, in Kraft wie die Affirmative Action Quote für die Anstellung schwarzer Amerikaner. All dieser soziale Scheiß hatte zur Folge, dass nicht vom Staat geformte Gesellschaften entstanden, sondern vom Staat abhängige. Detroit war die Industriestadt der drei großen Automobilhersteller im Land: Ford, Chrysler und General Motors. Sie hatte zeitweise das größte Pro-Kopf-Einkommen in den USA. Heute gibt es keine Arbeitsplätze mehr, ein Drittel der Stadt ist verlassen und Kinder, die in Detroit zur Schule gehen, ungeachtet dessen, dass die Schulen hier pro Schüler mehr Zuschüsse erhalten als der Landesdurchschnitt, haben eine bessere Chance ins Gefängnis zu gehen als einen Abschluss zu machen. Die Prozentzahl der Schüler die einen Abschluss machen, liegt unter 25 Prozent. [...] Detroit hat keinen Bürgerkrieg gesehen, keine Umweltkatastrophe, keine Alieninvasion oder Zombiehorden. Es brauchte diese Katastrophenszenarien nicht, um eine ehemals blühende Industriestadt komplett zu ruinieren, es brauchte nur ein paar wahlberechtigte Vollidioten, die jeden sozialen Scheiß vergöttern, der ihnen vorgesetzt wird. [...] |
| – Post Collapse[2] |
| Detroit ist pleite und die Stadt kann die grundlegendsten öffentlichen Leistungen nicht mehr bereitstellen, weshalb die Bürger nun, auf sich alleine gestellt, das Beste aus ihrer Situation machen.
Das Bild der Stadt Als der Stadt das Geld ausging hörte sie auf, sich um die öffentlichen Grünanlagen zu kümmern. Davon gibt es viele in Detroit. Entweder überwucherte Parks oder Brachen die einfach liegengelassen wurden, nachdem die Häuser dort niedergebrannt und abgerissen wurden. [...] Scraping und Schrotthandel Der illegale Schrotthandel ist für viele Möglichkeit für Zuverdienst und für manche auch Lebensunterhalt. In einer Stadt mit derartig vielen verlassenen Gebäuden wird mitgenommen, was geht. Die Klassiker wie Kupferkabel und Aluminium-Kücheneinrichtung genauso wie Türklinken und die Ketten an den Schaukeln auf dem Spielplatz. Der Altmetall-Abenteurer zieht alleine mit Rucksack und Hammer durch die Nacht, größere Gruppen zerlegen am hellichten Tag ganze Hallen. [...] Nahrungsversorgung ist die Grundlage menschlicher Existenz. In Detroit bekommen 34,5 % der Bevölkerung Lebensmittelmarken nach dem Stand von 2012. Von Dezember 2013 bis März 2014 sind dazu die Lebensmittelpreise laut Reuters um 2,5 % gestiegen und für den Verlauf des Jahres wird ein Anstieg auf 3,5 % erwartet. [...] Urban Farming Nachdem ein Drittel der Stadt verlassen wurde, und leer stehende und ausgeplünderte Häuser oft niedergebrannt werden, entstehen Brachen und Gärten, um die sich niemand mehr kümmert und die nun überwuchern. Darauf reagierte man aus den Reihen der Lehrergewerkschaften und Sozialarbeitern mit romantisierten Ideen von Community-Projekten wie Urban Farming[wp], dass man Brachen in urbanes Farmland verwandelt, um Lebensmittel anzubauen. Jetzt arbeiten auf solchen Gemeinschaftsfarmen die Freiwilligen. Der Niedergang der Stadt führte von General Motors zu Steckrüben und Salatköpfen, die von Freiwilligen geerntet werden. Die Sozialdemokraten in Detroit versuchen das einem als Entwicklung zu verkaufen, obwohl es genau das Gegenteil ist. Es ist der Abstieg einer Industriegesellschaft zurück zur Agrargesellschaft. Pol Pots[wp] Fantasien leben in Detroit auf. [...] Sicherheit In Detroit kommt die Polizei mittlerweile nur noch bei Mord. Die Reaktionszeit liegt dabei über dem fünffachen des Landesdurchschnitts. Ist Sicherheit nicht vorhanden, so ist keine menschliche Gesellschaft vorhanden, die Investoren und Händlern einen Markt bieten kann. Niemand wird an einem Ort leben oder investieren, der nicht sicher ist. [...] Der Immobilienmarkt Der Immobilienmarkt ist total am Boden. Ein Drittel der Stadt ist verlassen und 7750 Häuser stehen zum Verkauf, die nach und nach geplündert und abgebrannt werden. In manchen Vierteln gibt es bereits Häuser, bzw. das, was mal ein Haus war, für einen Preis von einem Dollar. Ein Investor mag sich vielleicht im ersten Moment denken, dass es ja ein gutes Geschäft sei, diese Häuser für einen Dollar zu kaufen und dann alles abzureißen, um etwas neues darauf zu bauen. Die Stadtverwaltung und das Finanzamt bewertet diese Häuser aber typisch realitätsfremd immer noch mit einem Wert, den sie vor 20 Jahren vielleicht einmal hatten und dementsprechend fallen die Steuern darauf aus. Dazu quartieren sich überall Obdachlose und Drogensüchtige ein. In vielen der leer stehenden Häuser wird Meth gekocht und teilweise werden ganze Kartons voller Spritzen sowie große Mengen Frostschutzmittel entdeckt, wenn man leer stehende Häuser betritt. Die andere Seite der Hausbesetzer sind junge "Künstler" die dort eine Fantasiegesellschaft leben und eine Gegen-Wirtschaft aufbauen wollen, die an der von der Stadt und dem Finanzamt kontrollierten Wirtschaft vorbei operiert. Das Projekt Free Detroit ist eines davon, aber wahrscheinlich eher das einzige. Das Ganze ist aber ein Luftschloss von Anarcho-Kapitalisten und eher eine Woodstock-Hippie-Kommune mit Geld, oder zumindest dem Befürworten von Geld. Eine wirkliche Produktion oder irgendetwas zum Präsentieren gibt es nicht. Den ganzen Tag beschäftigt man sich eher mit der anarchistischen Rhetorik und wie schlecht doch die Regierung ist, anstatt selbst eine funktionierende Schattenwirtschaft aufzubauen. Künstler sind immer die selben wässerigen Charaktere. Man malt halt lieber Wände an und redet den ganzen Tag Dummfug. Die, die in der Theorie die größte Fresse haben, machen praktisch am wenigsten. Die Regierung Die Regierung klammert sich weiterhin an die Beherrschung der Post-Collapse-Landschaft und versucht damit weiterhin, den Leuten das Leben schwer zu machen. Viele Unternehmer scheißen einfach auf Lizenzen und Zulassungen, und eröffnen einfach einen Laden. Es macht keinen Sinn, wirtschaftlichen Schaden für den Segen des Paten hinzunehmen, wenn dieser sowieso zu fett und unfähig ist, einen dabei zu erwischen. Nun hat die Stadt eine eigene Sonderkommission eingesetzt, diese Leute aufzuspüren und abzukassieren.
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| – Post Collapse[3] |
Einzelnachweise
- ↑ Wikipedia: Detroit
- ↑ Detroit ist die Generalprobe für den Kollaps, Post Collapse am 4. April 2014
- Anreißer: Der Niedergang der Industriestadt Detroit ist die Generalprobe für den Kollaps der Industrieländer
- ↑ Post Collapse Detroit - Post Collapse Schattenwirtschaft, Post Collapse am 21. Mai 2014