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Ida-Marie Müller

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Ida-Marie Müller
Ida-Marie Müller beim Poetry-Slam-Wettbewerb in Speyer 2018
Geboren 2003/2004 (Jahre 22)
"Das Problem mit der Zivilcourage" -
Ida-Marie Müllers Poetry-Slam-Beitrag in Speyer 2018

Ida-Marie Müller ist eine deutsche Schülerin, die deutschlandweit Bekanntheit durch das Vortragen eines zuwanderungs­kritischen Gedichtes bei einer öffentlichen Veranstaltung erlangte.

Privates

Sie ist die Tochter der AfD-Politikerin und Bundestags­abgeordneten Nicole Höchst und lebt in Speyer.

Teilnahme an politisch korrekter Poetry-Slam-Veranstaltung

Müller beeindruckte und begeisterte als Teilnehmerin eines Poetry-Slam[wp]-Wettbewerbs das Publikum mit einem von ihr vorgetragenen und selbst verfassten, zuwanderungs­kritischen Gedicht. Sie erhielt den meisten Applaus und gewann die Wettbewerbs­veranstaltung. Doch die Veranstalter, der Jugend­stadtrat Speyer und eine "Anti-Rassismus"-Initiative intervenierten und vereitelten Müllers Sieger­ehrung mit der Begründung, dieselbe sei eine "geistige Brand­stifterin"[pp], und erklärten stattdessen eine andere Teilnehmerin zur Gewinnerin.

Ida-Marie Müller hatte die politische Korrektheit sowie angebliche Zivilcourage lächerlich gemacht und griff die Migrations­politik an: "Aus fernen Ländern kam der Mann an Menschen­händler ran, mit Handy und ohne Pass in unserem gelobten deutschen Land. Weil er kein Fräulein haben kann, hilft er schnell nach mit einem Messer." Ihren Auftritt beendete sie mit den Worten: "Und die Moral von der Geschicht': Steckt das Messer dir im Bauch, wie's im Orient der Brauch, kannst du lauthals nur noch schrei'n, mit Rückenwind von Links­parteien: 'Na-zis raus!'"

Die Zuschauer in der Postgalerie Speyer jubelten und schenkten der 14-Jährigen den meisten Beifall - das Kriterium für den Sieg. Auch Passagen wie: "Der Neger ist kein Neger mehr, Zigeuner kann man auch nicht sagen. Rassistisch ist das beides sehr, so hört man's an allen Tagen. Wer es trotzdem wagt, wird ausgebuht", trug sie in ihrem fünf Minuten langen Auftritt vor. Daraufhin schalteten die Veranstalter bereits zwischen­zeitlich die Laut­sprecher ab, worauf das Publikum seinerseits mit Buh-Rufen reagierte.

Die Herzen der Zuschauer hatte Ida-Marie Müller gewonnen, doch zur Preis­verleihung durfte die Jugendliche nicht. Die Veranstalter, zu denen auch die Initiative "Speyer ohne Rassismus - Speyer mit Courage"[ext] gehörte, schlossen sie aus. Eine andere Teilnehmerin erklärten sie stattdessen zur Gewinnerin. Dies quittierten Zuschauer laut einem Bericht der Rheinpfalz allerdings mit lautem Protest und kritisierten die Veranstalter. Einige Jugendliche hätten sogar angefangen zu weinen.

Die Sprecherin der Stadt rechtfertigte die Disqualifikation damit, dass das Gedicht nicht zum Wett­bewerbs­thema "Zivilcourage" passe. Vielmehr gehöre es unter die Überschrift "Geistige Brand­stifter schüren Ängste". Ziel der Veranstaltung sei es nämlich, ein "klares Bekenntnis für Speyer als weltoffene[wp], vielfältige und friedliche Stadt zu sein". Auch Speyers Bürger­meisterin Monika Kabs[ext] (CDU) warf der 14-Jährigen vor, den "Poetry-Slam" als Plattform für eine AfD-Provokation genutzt zu haben.

Doch damit war der Eklat noch nicht zu Ende. Der AfD-Kreis­vorsitzende Benjamin Haupt[ext] veröffentlichte einen Mitschnitt der Veranstaltung auf Facebook, woraufhin das Social-Media-Unter­nehmen das Video löschte und das Benutzerkonto des Politikers für 30 Tage sperrte.[1]

Interview

Einzelnachweise

  1. ↑ Gedicht über Messer-Migranten: 14-Jährige gewinnt Wettbewerb - und wird disqualifiziert, JournalistenWatch am 28. September 2018
  2. ↑ Mein Leben hat sich bisher nicht wirklich verändert. Ich bin bereits seit Jahren wegen meiner Mutter angefeindet worden. Das Ausmaß des Hasses erschreckt mich. Ich muss nun noch mehr auf mich aufpassen als vor dem Poetry Slam. - Ich finde, das war es wert. Schließlich setze ich mich für meine Zukunft in Deutschland ein. Ich habe viel Hass und Anfeindungen erhalten, aber zwei Drittel mehr positive Zuschriften. Ich habe sogar Rückmeldungen aus Australien erhalten.

Netzverweise