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Josef Schmid

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Hauptseite » Personen-Portal » Josef Schmid Bei Namensgleichheit siehe: Schmid

Josef Schmid
Prof. Dr. Josef Schmid
Geboren 1937
Beruf Soziologe, Zukunftsforscher
URL prof-josef-schmid.de

Josef Schmid (* 1937 in Linz), Bevölkerungswissenschaftler und Soziologe, zählt zu den profiliertesten Wissenschaftlern auf seinem Gebiet. Er studierte Volkswirtschaft, sowie Soziologie, Philosophie und Psychologie und hatte von 1980 bis 2007 den Lehrstuhl für Bevölkerungs­wissenschaft an der Universität Bamberg inne. Haupt­arbeits­gebiete sind Bevölkerungs­probleme der modernen Welt und der Entwicklungsländer, kulturelle Evolution und System­ökologie. Josef Schmid ist Ehren­mitglied der Deutschen Gesellschaft für Human­ökologie (DGH).

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • "Bevölkerung und Soziale Entwicklung" (1984)
  • "Bevölkerungsveränderungen - Eine Revolution auf leisen Sohlen" (1984)
  • "Das verlorene Gleichgewicht - Eine Kulturökologie der Gegenwart" (1992)
  • "Die Moralgesellschaft - Vom Elend der heutigen Politik" (Herbig 1999, ISBN 3-77662122-2)
  • "Sozialprognose - Die Belastung der nachwachsenden Generation" (2000 mit A. Heigl und R. Mai)
  • "Bevölkerungswissenschaft im Werden" (2007; mit P. Henssler), über Denkschulen in der deutschen Bevölkerungs- und Industrie­geschichte von Friedrich List bis Ludwig Erhard

Zitate

Zitat:

«Der Westen ist oberflächlich gewolltes Lebensmodell, doch der Preis für den Weg dahin wird auf anderen Kontinenten nicht bezahlt werden wollen oder können. Es ist kaum vorstellbar, dass in Megacitys der Dritten Welt das Persönlich­keits­recht und Eigentums­recht sich so Geltung verschaffen werden, wie in den europäischen Ursprungs­ländern. Der Analphabetismus wird nicht schnell genug beseitigt werden, um an eine partizipatorische Demokratie überhaupt denken zu können.
Sollte sich herausstellen, dass das westliche Lebensmodell nicht universell übertragbar ist, dann bleibt es eine Episode, eine Scheinblüte in der Menschheits­geschichte, die lokale Luxus­veranstaltung einer zur Zeit noch reichen und mächtigen Minderheit, der es an Nachhaltigkeit fehlt. Sowie der abend­ländische Geist an die Populationen gebunden bleibt, die ihn hervor­gebracht haben, bedeutet die Aufzehrung ihrer demographischen Substanz auch sein Ende.»[1]

Zitat:

«Europa kann nicht beides sein: die Wiege der Völker und Kulturen und zugleich Experimentierfeld für deren Auflösung zugunsten von etwas Unbekanntem, was da kommen soll.»[2]

Einzelnachweise

  1. Pdf-icon-extern.svg Das demographische Dilemma Deutschlands[ext] - In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31. Mai 2000
  2. "Integration" Oder: Der Fragebogen an uns selbst, Deutschlandradio am 5. Februar 2006

Querverweise

Netzverweise