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Nasenpiercing

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Nostril- und Septum-Piercing

Das Nasenpiercing gehört wohl mit zu einem der beliebtesten Piercings im Gesicht. Ich erkläre dir anhand meiner persönlichen Erfahrungen, was du alles wissen musst, über Schmerzen, Kosten, Heilung und Pflege des Piercing in der Nase[wp].

Nasenpiercing-Arten

Es gibt ganz unterschiedliche Stellen an der Nase, wo man sich ein Piercing stechen lassen kann. Welche Nasen­piercing-Arten es genau gibt, kannst du hier sehen:

  • Septum-Piercing[wp]
    Bei einem Septum erfolgt der Schmuckeinsatz in der Nasenscheidewand[wp].
  • Bridge-Piercing[wp]
    Hier wird ein Stecker mit zwei Kugeln am Nasenrücken zwischen den Augen angebracht.
  • Austin-Bar-Piercing[wp]
    Hier erfolgt der Einsatz des Steckers horizontal durch die Nasenspitze.
  • Nasallang-Piercing[wp]
    Diese Variante vereint das Nostril und das Septum in einem. Hier wird durch beide Nasen­flügel und die Nasen­scheide­wand gestochen.
  • Nostril-Piercing[wp]
    Hier wird das Piercing direkt durch den Nasenflügel gestochen.

Wie heißt das Piercing im Nasenflügel?

Natürlich hat jedes Piercing einen eigenen Namen bzw. eine spezielle Bezeichnung. Der Name für das Nasen­piercing ist "Nostril". Es kommt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt so viel wie Nasenloch, dementsprechend eigentlich ein sehr passender Name fürs Nasen­piercing.

Nasenpiercing stechen lassen

Du willst dir nun ein Nasenpiercing stechen lassen und bist verunsichert, weil du nicht weißt, was auf dich zukommt? Letztendlich ist es hier, wie bei jedem anderen Piercing auch. Der Piercer malt die Einstich­stelle an und lässt dich noch mal draufschauen, ob es dir so gefällt. Dann folgt auch schon das Durch­stechen mit einer sterilen Kanüle und der anschließende Einsatz von einem Stecker oder einem Ring, je nachdem was dir besser gefällt. Und schon ist der ganze Spuk vorüber und du hast deinen hübschen Nasen­schmuck.

Warum du dein Nostril nicht schießen lassen solltest

Für mich persönlich war das Nasenpiercing mein Allererstes, welches ich mir mit 16 stechen lassen durfte. Allerdings wollte meine Mama ihre Unterschrift nur auf den Zettel eines Schmuck­ladens setzen. Damals hatten Piercer noch einen Hinterhof-Ruf.

Heut weiß man, dass das Nasenpiercing-Schießen nicht ideal ist. Denn dabei hast du keinen klaren Stichkanal, sondern das Loch kann durch den starken Druck ausgefranst werden und dann Probleme beim Abheilen machen. Bei mir war das wohl nicht der Fall und auch abgeheilt ist das Nasen­piercing gut, obwohl es geschossen wurde.

Schmerzen beim Stechen

Auch wenn ich mir mein Nasenpiercing schießen lassen habe, so konnte ich meine Schwester damals zum Stechen beim Piercer begleiten. Letztendlich ist das Durch­stechen des Nasen­flügels kurz unangenehm, aber nicht wirklich schmerzhaft. Durch die Reizung der Nase kommt es nahezu automatisch dazu, dass du ein paar Tränchen verlierst, was aber nichts mit den Schmerzen beim Stechen zu tun hat.

Nasenpiercing selber stechen

Solltest nicht zu einem Piercer gehen wollen, sondern mit dem Gedanken spielen selbst Hand anzulegen, kann ich davon nur abraten. Wie bei jedem anderen Piercing auch, ist das Nasen­piercing selber Stechen ein No-Go. Du hast selber nicht die Erfahrung, die ein professioneller Piercer hat, dementsprechend ist die Gefahr ziemlich groß, dass dein Piercing durch das selber Stechen nicht richtig abheilt, sich entzündet oder auch schief sitzt.

Wie viel kostet ein Nasenpiercing?

Der Preis für ein Piercing unterscheidet sich natürlich je nach Studio und auch nach Region. Im Normalfall liegen die Kosten für ein Nasen­piercing bei 40-60 Euro. Darin enthalten sind meist die Beratung, das Stechen, der erste Schmuck und die Nach­unter­suchung. Selbst­verständlich sollte auch Hilfe während der Abheilzeit inkludiert sein, falls es Probleme geben sollte.

Die meisten Studios haben auf ihrer Internetseite eine Preisliste, wo du genau sehen kannst, wie viel ein Nasen­piercing kostet.

Das Mittel für die Pflege nach dem Stechen musst du im Normalfall noch obendrauf rechnen.

Nasenpiercing Heilung

Die Heilung beim Nasenpiercing ist an für sich sehr unkompliziert. Wenn du keine ausgeprägte Schnupfen­nase hast, dann solltest du auch keine größeren Probleme haben. Hier ist, wie bei jedem anderen Piercing, natürlich auch die Pflege ein wichtiger Faktor, womit du nicht nur die Abheildauer, sondern auch die Gefahr einer Entzündung minimieren kannst.

Abheildauer

Die Abheildauer beim Nasenpiercing ist im Vergleich zu anderen Piercing relativ kurz. Nach 4-6 Wochen sollte das Nostril abgeheilt sein und auch der Einsatz eines neuen Schmucks wäre dann möglich. Allerdings ist auch das bei jedem individuell, dementsprechend kann es auch kürzer oder länger dauern, bis dein Piercing durch den Nasen­flügel abgeheilt ist.

Pflege des Nostril

Das Nostril ist in der Pflege wirklich einfach, denn man kommt sowohl an die Ein-, als auch die Ausstich­stelle gut dran. Dementsprechend solltest du dich einfach an die Pflege­hinweise deines Piercers halten. Er wird dir sicherlich erklären, dass du die Stelle mit einem Desinfektions­spray 2x täglich reinigen solltest. Das die Nase anfangs empfindlich und ein wenig geschwollen ist und vielleicht auch leicht blutet, ist vollkommen normal.

Bei der Pflege des Nasenpiercings unbedingt drauf achten, dass du nur mit fussel­freien Watte­stäbchen oder Küchen­tüchern arbeitest, um keine zusätzliche Reizung der Wunde zu gewährleisten.

Nasenpiercing entzündet, was nun?

Hat sich dein Nasenpiercing entzündet? Dann solltest du sicherheits­halber deinen Piercer anrufen oder dort vorbeischauen. Er kann sich die entzündete Stelle ansehen und dir die weitere Vorgehens­weise erklären. Im schlimmsten Fall, müsstest du den Schmuck wieder entfernen, doch das solltest du nicht tun, bevor du nicht im Studio warst. Denn nur in ganz seltenen Fällen ist die Entzündung so schlimm, dass ein Entfernen des Schmucks der einzige Weg ist.

Wildfleisch beim Nasenpiercing

Ein Problem, welches sich bei jedem Piercing entwickeln kann, ist Wildfleisch. Das sind Wucherungen, die nicht gefährlich, aber unschön sind. Solltest du Wildfleisch beim Nasen­piercing entdecken, dann rate ich dir auch hier zu einem Gang zu deinem Piercer. Du solltest nicht alleine mit Wasser­stoff­peroxid oder Ähnlichem rumdoktern, sondern dich in erfahrene Hände begeben, um das Ganze nicht noch schlimmer zu machen. Dein Piercer wird dir dann sicherlich ein passendes Mittel zur Behandlung empfehlen, oder aber auch einen Schmuck­wechsel vorschlagen.

Ring oder Stecker?

Ob du einen Ring oder einen Stecker verwendest, kannst du individuell entscheiden. Beides ist möglich und je nachdem, was du schöner findest, kannst du auch direkt beim Stechen bereits wählen, welche der Varianten du möchtest. Ich persönlich habe einen Nasenring genommen, allerdings solltest du aufpassen, wenn du einen Ring nimmst, der normalerweise fürs Ohr­läppchen gedacht ist. Denn dieser ist meist wesentlich dünner als die klassischen Stecker. So kann sich auf Dauer dein Loch verkleinern und du bringst dann keinen Stecker mehr durch.

Risiken beim Nostril

Die Risiken beim Nasenpiercing fallen sehr gering aus. Es laufen zwar ein paar Nerven­bahnen durch den Nasen­flügel, allerdings ist das dann beim Stechen eher ein wenig unangenehm. Das größte Risiko ist wohl, dass es sich in entzünden könnte.

Nasenpiercing Narbe bzw. Loch

Solltest du irgendwann keine Lust mehr auf einen Ring oder Stecker in der Nase haben, dann kannst du den Schmuck einfach rausnehmen. Ein großer Vorteil vom Piercing, im Vergleich zu einer Tätowierung[wp]. Allerdings wird beim Nasen­piercing eine Narbe bzw. ein kleines Loch zurückbleiben, genau wie bei jedem anderen Körper­schmuck dieser Art. Beim Zungenpiercing sieht man es nicht, aber keine Sorge, das Loch ist wirklich klein und fällt kaum auf.

Beim Nostril wächst es auch nicht mehr wirklich zu, das heißt, du kannst selbst nach ein paar Monaten ohne Schmuck jederzeit wieder welchen einsetzen, ohne das Loch neu durch­stechen zu müssen. Ich trage oft fast ein Jahr lang keinen Nasenring und wenn es mich wieder überkommt, schieb ich ihn problemlos wieder durch.

Fake-Nasenpiercing

Natürlich kann man auch ein Fake-Nasenpiercing verwenden, wenn man sich die Nase nicht durch­löchern lassen möchte. Allerdings finde ich persönlich, dass die Fake-Piercings nie wirklich gut sitzen. Es ist allerdings eine tolle Möglichkeit, um festzustellen, ob einem das Nasen­piercing überhaupt steht und man es wirklich haben möchte.

Steht mir ein Piercing in der Nase?

Ich habe noch keinen Menschen gesehen, wo ich mir dachte, dass er sich besser hätte kein Nostril stechen lassen. Ob ein kleines Steinchen oder der auffällige Ring am Nasenflügel, ich finde beides sehr hübsch. Allerdings kannst du dir natürlich einen Fake-Ring kaufen und ihn einsetzen, um festzustellen, ob dir das Nasenpiercing steht, bzw. es dir gefällt.[1]

Einzelnachweise

  1. Nasenpiercing stechen lassen: Schmerzen, Pflege und Heilung, WOMZ, der Frauenblog am 13. August 2018

Querverweise

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Nasenpiercing stechen lassen: Schmerzen, Pflege und Heilung von WOMZ, der Frauenblog, 13. August 2018.