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Antifa Rostock - Und gleich wird die rechte Hetze beginnen.jpg

Die Antifa meldet einen Einzelfall:

"#Frankfurt Mann stößt #Kind auf die #Gleise und wird von #Schnellzug (#ICE) überrollt. Und gleich wird die rechte Hetze beginnen. Lasst die Flüchtlinge aus dem Spiel.
Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda!"
- Auf Twitter am 29. Juli 2019

Die Helferindustrie reagiert:

Carsten Baumann, Leiter der ökumenisch geführten Bahnhofsmission, äußerte die Befürchtung, dass die Tat "in Sozialen Netzwerken[wp] genutzt wird, um die Spaltung der Gesellschaft voranzutreiben". Feldmann sagte, er hoffe, "dass der Hass nicht verfängt, den einige bereits gestern Abend im Netz geäußert haben".
- Nord-Bayern am 30. Juli 2019[ext]

Der Qualitätsjournalismus meint:

"Kind von Eritreer vor Zug gestoßen - Danke, Merkel" - Was ist bloß los in den Hirnen all jener, die im Internet solche Sätze verbreiten, fragt sich unser Kommentator Matthias Koch. Seine Antwort: Dem Wahn des Einzelnen folgt der Wahn der Menge.
- Leipziger Volkszeitung am 2. August 2019[ext]

Die Pfarrerin predigt:

"Was muss jemand erlebt und erlitten haben, wenn er anderen so etwas Furchtbares antut?" [...] "Wir dürfen nicht zulassen, dass jetzt Gedanken von Hass um sich greifen."
- Hessenschau[ext]
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Rohstofffluch

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Hauptseite » Sprache » Wörterbuch » Rohstofffluch


Mit dem Begriff Rohstofffluch oder Ressourcenfluch (Englisch: resource curse) bzw. Ressourcenfalle[1] werden die verschiedenen negativen Folgen bezeichnet, die der Reichtum an natürlichen Ressourcen[wp] für ein Land und seine Bevölkerung haben kann, besonders das scheinbare Paradoxon, dass das Wirtschaftswachstum[wp] in Ländern, die viele mineralische und fossile Rohstoffe[wp] exportieren, in der Regel geringer ist als in rohstoff­armen Ländern. Der "Fluch"[wp] sei dabei durch das Fehlverhalten der betreffenden Markt­teilnehmer begründet. Daneben wird die Wirtschaft in Ländern mit Bürgerkriegen, hoher Korruption und bewaffneten Konflikten auf die lokalen Rohstoffe reduziert, was deren Rolle besonders hervorhebt.[2]

Zitat:

«Kennen Sie den Begriff "Rohstofffluch"? Rohstoffe scheinen ein Segen zu sein - doch oft sind sie es nicht. Warum? Weil sie ein "nicht­erarbeitetes Einkommen" darstellen. Was ist daran schlecht? Nun, der Marktpreis verarbeiteter Produkte besteht bekanntlich aus deren Produktions­kosten, den Kosten für ihren Handel und einem Gewinn. Bei Rohstoffen allerdings sind die Produktions­kosten vergleichsweise gering, die Marktpreise aber oft hoch. Folglich ist der Gewinn enorm. Nur: Wer bekommt den, da ihn ja keiner wirklich erarbeitet hat? Es kommt zu einem Verteilungs­wettkampf, der meist in Korruption und Zersetzung vormals halbwegs effektiver Strukturen mündet. Und was hat das mit Entwicklungs­hilfe zu tun? Nun, sie hat den gleichen Effekt, denn auch sie ist ein "nicht­erarbeitetes Einkommen". So kann auch Entwicklungs­hilfe korruptiv wirken. Korruption kann sich ja durchaus im Rahmen des entwicklungs­staatlichen Regelwerks abspielen. So spendierte die tansanische Regierung zu meiner Zeit zum Beispiel jedem Parlaments­abgeordneten erst mal einen Gelände­wagen für 80.000 Euro und zahlte absurd hohe Tage­gelder für Dienst­reisen. Bei Budgets, die teilweise zu einem beträchtlichen Anteil aus Direkt­zu­wendungen der Geber finanziert werden, bedeutet das eine Selbst­bedienung der Empfänger­regierungen, mit der ihre Klientel versorgt und ruhiggestellt wird.», im Gespräch mit Dr. Guido Herz[wp][3]

In vielen islamischen Ländern liegt das Grundproblem nicht im Koran oder dem Islam, sondern in dem Fluch des Rohstoffes Erdöl[wp]. Länder wie Saudi Arabien, Kuwait, Syrien, Irak und Iran sind ob des Erdöls bis ins Mark korrupt und das viele Geld, das nicht mit eigener Arbeit und Leistung zur Verfügung steht - und nur auf die "Umlenkung in die eigene Tasche" wartet - hat die Gesellschaften sehr weitgehend zersetzt.

Einzelnachweise

  1. So bezeichnet in der Rede von Minister Dirk Niebel vom 6. Oktober 2010
  2. Wikipedia: Ressourcenfluch
  3. Wir wollen die Wahrheit nicht sehen, im Gespräch mit Dr. Guido Herz, JF 7/17 (Dr. Guido Herz[wp] war zunächst Vize-Botschafter in Tunesien mit Schwerpunkt Entwicklungs­politik, ab 2008 Botschafter in Tansania und von 2011 bis 2016 in Kasachstan, zudem Generalkonsul in Königsberg und Inspekteur des Auswärtigen Amtes. Ab 1995 beriet er die CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, 1998 berief ihn Helmut Kohl zum Leiter des Büros für Außen­beziehungen und Internationalen Sekretär der CDU, was er zunächst auch unter dessen Nachfolgern Schäuble und Merkel blieb. Geboren wurde Herz 1950 in Halle, aufgewachsen ist er in Speyer.)

Netzverweise