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Heiko Klatt

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Hauptseite » Personen-Portal » Heiko Klatt

Heiko Klatt
Geboren 1. Juni 1972
Beruf Jurist

Heiko Klatt (* 1972) ist ein deutscher Rechtsanwalt mit Fachgebiet im Medienrecht[wp] und Presserecht.[1][2]

Er ist zudem Chefredakteur der im VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG erscheinenden Publikation "Rechtssicher Online".[3]

Leben

Akademischer Werdegang

Klatt studierte Rechtswissenschaften an der Universität zu Köln[wp] sowie der Freien Universität Berlin[wp]. Er ist Rechtsanwalt seit 1996.[4] An der Rheinischen Fachhochschule Köln[wp] ist er Dozent für Medienrecht.[5]

Tätigkeiten im Mediengeschäft

Klatt arbeitete von 1990 bis 1996 bei der RTL Television[wp] GmbH und der Magic Media Company[wp] GmbH sowie von 1994 bis 1998 zunächst als freier Mitarbeiter und später als geschäfts­führender Gesellschafter für die MAC musicmanagement & artist consulting GmbH, Köln, die u. a. für Marius Müller-Westernhagen[wp] tätig war.[6]

Klatt war als Musikmanager 1996 Preisträger des von dem TV-Sender VIVA[wp] vergebenen Medienpreises "Comet 1996" in der Kategorie "Beste Marketing­kampagne des Jahres".[7]

Daneben war er als Musikredakteur für die vom WDR produzierte TV-Kinder­sendung "Maus-Club" tätig.

2013 entwickelte und produzierte Klatt gemeinsam mit der Red Seven GmbH[wp] sowie der TVision GmbH die TV-Unterhaltungs­show "Die große Zeitreiseshow" moderiert von Johannes B. Kerner[wp] für das ZDF.[8]

Tätigkeit als Rechtsanwalt und Gutachter

Seit 1996 ist Klatt als Rechtsanwalt tätig und wurde durch Mandate in medial beachteten Verfahren auch öffentlich bekannt.

Unter anderem vertrat er den Moderator Stefan Raab[wp] in medien- und presse­rechtlichen Angelegenheiten und sorgte dafür, dass über den Moderator nahezu keine Informationen über sein Privatleben in der Öffentlichkeit bekannt sind.[9][10][11][12][13][14][15] Für Olympiasieger Christoph Harting[wp] setzte Klatt 2017 wegen der Verbreitung falscher Tatsachen­behauptungen eine Gegen­darstellung auf der Titelseite der Bild-Zeitung durch.[16] Klatt erwirkte für den Fußball­national­spieler und Weltmeister von 2014 Julian Draxler[wp] sowie seine Freundin Lena Stiffel zahlreiche einstweilige Verfügungen gegen nahezu alle relevanten deutschen Presseverlage wegen diverser unzulässiger Eingriffe in deren Privatsphäre.[17] Außerdem ging er rechtlich gegen die Aufführung des Theaterstücks über den Suizid des Torhüters Robert Enke[wp] am Berliner Maxim-Gorki-Theater[wp] vor.[18][19][20]

Er ist als Rechtsanwalt für zahlreiche weitere Prominente aufgetreten, darunter unter anderen den Rekord-Fußball­national­spieler Lothar Matthäus[wp], Miroslav Klose[wp], Ulf Kirsten[wp], Wladimir Klitschko[wp] und Vitali Klitschko[wp], Priscilla Presley[wp], Tic Tac Toe[wp], Die Toten Hosen[wp], Wolfgang Petry[wp], Heino[wp], den Rapper Sido[wp], Cro[wp], Lena Meyer-Landrut[wp], Die Atzen[wp], H-Blockx[wp]-Frontmann Henning Wehland[wp], Thomas Anders[wp], Dr. Eckart von Hirschhausen[wp], Matthias Opdenhövel[wp], Teresa Enke, Steven Gätjen[wp], Carolin Kebekus[wp], Charlotte Roche[wp] und die erste deutsche SIRI[wp] aka Heike Hagen[wp]. Er vertritt auch den ehemaligen, unter den Bundes­kanzlern Willy Brandt[wp] und Helmut Schmidt tätigen, Planungschef im Bundes­kanzler­amt Albrecht Müller in presse­rechtlichen Aus­einander­setzungen.[21] Ferner arbeitet er für diverse TV-Produktions­gesellschaften u. a. für die sämtliche Raab-Produktionen herstellende Brainpool[wp] TV GmbH und ehemals für die Lopavent[wp] (Love Parade GmbH).[13][14][15][22][23][24]

Klatt gehörte zu den Gutachtern, die im Auftrag der jeweiligen Rundfunkräte der öffentlich-rechtlichen Rundfunk­anstalten (Westdeutscher Rundfunk, Südwestrundfunk) bezüglich des gesetzlichen Funktionsauftrages gutachterliche Untersuchungen zu den marktlichen Auswirkungen von verschiedenen Telemedien­angeboten im Rahmen des mit dem 12. RÄndStV in Deutschland eingeführten "Drei-Stufen-Test"[wp] durchgeführt haben.[25]

Veröffentlichungen

  • mit Rolf Moser und Andreas Scheuermann: Das Plagiat in der Musik In: Handbuch der Musikwirtschaft. Josef Keller Verlag München, 2003, ISBN 3-7808-0188-4, S. 961-977
  • Zur Reichweite des Laufbildschutzes bei der Frage der freien Benutzung i.S. des § 24 Abs. 1 UrhG. In: Zeitschrift für Medien- und Kommunikationsrecht (AfP). Verlag Dr. Otto Schmidt Köln, 2008, ISSN 0949-2100
  • mit Carsten Markfort: Musik im Film, Die Rechtelizenzierung in Theorie und Praxis. In Festschrift für das Erich-Pommer-Institut[wp]. Schriftenreihe des Erich Pommer Instituts Potsdam, 2009, ISBN 978-3-89158-498-9, S. 151-164
  • Die Kerngleichheit als Grenze der Prüfungspflichten und der Haftung des Hostproviders. In: Zeitschrift für Urheber- und Medienrecht (ZUM). Nomos Verlag Baden-Baden, 2009, Frankfurter Allgem. Buch, 2010,{ISSN 0177-6762
  • Die urheberrechtliche Einordnung personalisierter Internet-Radios. In: Computer und Recht (CR). Verlag Dr. Otto Schmidt Köln, 2009, ISSN 0179-1990
  • Rechtssicher Online. VNR Verlag für die deutsche Wirtschaft Bonn, ISSN 2367-2129
  • mit Rolf Moser, Andreas Scheuermann und Florian Drücke: Das Plagiat in der Musik. In: Handbuch der Musikwirtschaft. Verlag C.H.BECK München, 7. Auflage 2018, ISBN 978-3-406-72028-4,7, S. 602-618.

Einzelnachweise

  1. Boelsen Jumpertz Brochhaus Klatt: Website der Anwaltskanzlei, abgerufen am 16. August 2016
  2. Markus Düppengiesser: Wenn plötzlich das Ego falsch spielt, Kölner Stadtanzeiger am 21. November 2002
  3. VNR Verlag: Rechtssicher Online[webarchiv], Fachinformationsportal wirtschaftswissen.de, archiviert am 22. April 2016
  4. SIGMA: Heiko Klatt, Referentenverzeichnis SIGMA, abgerufen am 23. April 2016
  5. Rheinische Fachhochschule Köln: Scheuermann Westerhoff Strittmatter, Dozentenverzeichnis der Rheinischen Fachhochschule Köln, abgerufen am 23. April 2016
  6. SIGMA: Heiko Klatt, Referentenverzeichnis SIGMA, abgerufen am 23. April 2016
  7. Heiko Klatt kressköpfe - Detail: kress.de, kress.de, abgerufen am 14. August 2016
  8. Redseven: Die grosse Zeitreise-Show, Website der Redseven Entertainment GmbH, abgerufen am 23. April 2016
  9. M. Engelberg: Samenspender zieht Klage gegen Stefan Raab zurück, bild.de, abgerufen am 23. April 2016
  10. Stefan Ruzas: Raab ist Anwalts Liebling, Focus am 12. September 2005 (Moderator Stefan Raab steht diese Woche vor Gericht. Der Rechtsanwalt der Klägerin verfolgt ihn seit Jahren.)
  11. Patrick Goldstein: Der Fall Stefan Raab, Die Welt am 1. April 2005 (TV-Entertainer gewinnt Prozeß: Kein Schmerzensgeld für junge Mutter.)
  12. Ärger für Stefan Raab: Bankkauffrau verklagt TV-Moderator wegen Nacktszene, Spiegel Online am 29. Oktober 2003 (Es scheint fast so, als könnte Stefan Raab seiner Show "TV Total" eine neue Rubrik hinzufügen: Nach "Raab in Gefahr" wäre der geeignete Titel vielleicht "Raab vor Gericht" - dem Entertainer droht nämlich erneut juristischer Ärger.)
  13. 13,0 13,1 Klaus Ott: Doppelrolle des Stefan Raab: Satireabschlag in Köln, Süddeutsche Zeitung am 19. Mai 2010 (Mit der ARD will er den Grand Prix gewinnen, gegen die ARD streitet er wegen TV Total: Weil dort Ausschnitte aus Fernseh­programmen verwurstet werden, verlangt das Erste einige hunderttausend Euro.)
  14. 14,0 14,1 NDR verklagt Stefan Raab auf 568.000 Euro, FAZ am 10. Juli 2008
  15. 15,0 15,1 NDR verklagt Stefan Raab, Tagesspiegel am 11. Juli 2008
  16. Marvin Schade: Laut Bild hatte er einen "Suff-Unfall": Olympia-Sieger Christoph Harting erwirkt Gegendarstellung, Meedia am 26. September 2017
  17. Marc Bartl: Heiko Klatt, Kressköpfe, abgerufen am 16. August 2018
  18. Teresa Enke und Gorki nähern sich an, Stern am 9. Januar 2013 (Was wiegt schwerer - künstlerische Freiheit oder die Persönlichkeitsrechte einer Witwe und eines toten Kindes? Das Maxim-Gorki-Theater stoppt die Aufführung des umstrittenen Stücks über Robert Enke.)
  19. Teresa Enke: Torwart-Witwe stoppt Theaterstück, Spiegel Online am 8. Januar 2013
  20. Teresa Enke stoppt umstrittenes Theaterstück[webarchiv], N24 am 8. Januar 2013
  21. Autor und NachDenkSeiten-Herausgeber Albrecht Müller hat über seinen Rechtsanwalt Heiko Klatt von der Kanzlei Scheuermann Westerhoff Strittmatter beim Landgericht Köln gegen den NDR wegen dessen Verknüpfung des Buches "Meinungs­mache" mit Hitlers "Mein Kampf" und rechtsradikalen Texten eine Einstweilige Verfügung erwirkt[webarchiv], Ad Hoc News am 22. Oktober 2015, archiviert am 16. September 2016
  22. Peter: Neuer Stress mit Bild[webarchiv], Prinz-Blog, archiviert am 22. April 2016
  23. Lukas Heinser: Lena von der Lippe, BILD-Blog am 26. April 2011
  24. Heiko Klatt: Hitzlsperger etc., Der Freitag (nicht mehr abrufbar)
  25. HPdf-icon-extern.svg Gutachten zu den marktlichen Auswirkungen des Telemdienangebots einsfestival.de[ext] - Prof. Dr. Hermann Rotermund, Prof. Dr. Jürgen Krob, Heiko Klatt, 30. September 2009

Netzverweise


Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Heiko Klatt (14. Oktober 2018) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Wikipedia-Artikel steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar, die vor Übernahme in WikiMANNia am Text mitgearbeitet haben.