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Koedukation

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Hauptseite » Erziehung » Koedukation


Die Koedukation (Gemeinschaftserziehung), also der gemeinsame Schulunterricht für Jungen und Mädchen, wurde in den 1950er und 1960er Jahren eingeführt und von Bildungspolitikern Deutschlands als Errungenschaft gefeiert. Aber auch schon früher, in den 1920er Jahren, forderten Feministinnen bereits die Einführung der Koedukation. Die Erfolge und Leistungen der Koedukation bleiben umstritten.

Umbau des Schulsystems

Nach der Aufhebung der Geschlechtertrennung im Bildungssystem folgte eine politische Kampagne zur Feststellung der Benachteiligung von Mädchen im koedukativen Schulsystem (1980er Jahre). Damit wurde der mädchengerechte Umbau des Lehrplans und der Unterrichtsmethoden in Verbindung mit einer "positiven Diskriminierung" der Jungs legitimiert. Als Folge ist heute das Bildungswesen weitgehend feminisiert und die Mädchen können auf den Rücken der Jungs qua Geschlecht bessere Noten erzielen.[1]

Gescheiterte Hoffnungen

Die Wikipedia kann als Indiz für die herrschende Meinung in Deutschland gelten.

Zitat:

«[In der] höheren Schulbildung [gab es] für Jungen Gymnasien, Oberrealschulen und Realgymnasien, den Mädchen war das Lyzeum[wp] vorbehalten. Der Schwerpunkt der Bildung im Lyzeum lag auf Handarbeit, Hauswirtschaft und Religion. Hier galt Sozialisation zur Weiblichkeit als heimlicher Lehrplan[wp]. Naturwissenschaften, Mathematik und Latein wurden nur am Rande unterrichtet, diese Fächer galten als für Mädchen zu schwierig. Außerdem befürchtete man, dass durch allzu viel Bildung das weibliche Wesen Schaden nehmen und die eigentliche Aufgabe der Frau als Hausfrau, Gattin und Mutter in den Hintergrund geraten könne.» - WikiPrawda[2]

Zitat:

«Mit der 'Neuen Frauenbewegung' wurden erstmals Forschungen zur Chancengleichheit von Mädchen und Jungen in der Koedukation thematisiert. Es zeigte sich, dass Mädchen im Allgemeinen bessere Schulleistungen aufweisen als gleichaltrige Jungen. Eine Ausnahme bilden hier nur die Naturwissenschaften.» - WikiPrawda[2]

Es tauchen da zwei Kritikpunkte an die Bildungspolitik vergangener Zeiten auf:

  1. Der Vorwurf, Naturwissenschaften würden Mädchen nicht zugetraut, diese Fächer hätten zu Unrecht für Mädchen als zu schwierig gegolten.
  2. Die Empörung, dass Mädchen auf ihre Rolle als Hausfrau und Mutter beschränkt würden, nach der beauvoir'schen These: Frauen würden nicht als Frau geboren, sondern erst dazu gemacht.

Erstaunlicherweise hat ausgerechnet die "Neue Frauenbewegung" festgestellt, dass Mädchen trotz massiver Förderung und Bevorzugung letztlich bei den Naturwissenschaften doch nicht mithalten. (Siehe auch Frauenschach)

Die Befürchtung hingegen, dass die eigentliche Aufgabe der Frau als Mutter in den Hintergrund geraten könne, hat sich zweifelsfrei als begründet erwiesen. Frauen in Deutschland "glänzen" seit nunmehr vier Jahrzehnten mit einem Geburtendefizit von satten 1/3. Das heißt, dass zehn Frauen statt der nötigen 21 Kinder nur 14 gebären. (Siehe auch Demographie)

Verzweifelte Hoffnungen

Besonders Vertreter des Genderismus klammern ihre Hoffnungen verzweifelt an staatliche Umerziehungsversuche:

Zitat:

«Der Perlonstrumpf an einem Jungenbein bringt Schwung in die Koedukation.» - Margot Wichniarz[3]

Kritische Betrachtung

Garantiert Ritalin freie Knabenschule aus dem 18. Jahrhundert (Jan Josef Horeman)
  1. Diverse Studien (beispielsweise PISA-Studien[wp]) haben gezeigt, dass insbesondere seit den späten 1970er Jahren der Unterricht auf die Bedürfnisse der Mädchen hin umgebaut wurde. Als Folge haben sich die Schulleistungen der Jungs massiv verschlechtert. Ob dies eine unterschwellige Racheaktion des Feminismus auf die Lehrbedingungen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist (wo Mädchen primär auf die Hausfrauenrolle hin geschult wurden) sei dahingestellt. Tatsache bleibt, dass der gemeinsame Unterricht zusammen mit der Fokussierung auf mädchen­gerechte Lehrinhalte die Jungen in ihrer Entwicklung behindert.
  2. Getrenntgeschlechtlicher Unterricht könnte es ermöglichen, dass wieder vermehrt Männer in den Schuldienst treten. Eine reine Jungen­grund­schul­klasse zu unterrichten, ist für einen Mann wesentlich attraktiver als einer Horde von aufgebrezelten Lolitas[wp] gegenüberzustehen, ständig unter dem permanenten Damoklesschwert[wp] des Pädophilie-Vorwurfs stehend.
  3. Sollen sich die Lehrerinnen mit den Girlies[wp] rumplagen, Jungen sollten von Männern unterrichtet werden. Das hat zudem noch den gesellschaftlichen Vorteil, dass die vielen Jungs, deren Väter von den Müttern entsorgt wurden und nicht mehr präsent sein dürfen, wenigstens in der Schule eine männliche Bezugsperson haben.
  4. Trotz (oder gerade wegen) einer nicht zu übersehbaren Bevorzugung, sind sich die Boulevard-Feministinnen nicht zu schade, der Koedukation die Schuld daran zu geben, dass Mädchen von sich aus im weiteren schulischen Verlauf ihren beruflichen Fokus auf die klassischen Frauenberufe zu richten. Getrennt­geschlechtlicher Unterricht nimmt ihnen dieses Argument. Sollen sie doch in den Mädchenschulen ganz ungestört versuchen, die Mädels zu zukünftigen Ingenieurinnen oder Elektrotechnikerinnen zu formen. Dann wird es sich schon zeigen, ob es klappt.[4]
  5. "Jungen und Mädchen haben besonders in der Pubertät das tiefe Bedürfnis, sich voneinander zu unterscheiden. Dies kann durch Gestik, Stimmlage, Ausdrucksweise oder eben durch die Fächerwahl geschehen. An einer Jungenschule nun befinden sich selbst im Häkelunterricht ausschließlich Jungs. Wo keine Mädchen sind, braucht ein Junge sich auch nicht abzugrenzen. An einer gemischten Schule hingegen sind typische Mädchenfächer bereits durch Mädchen besetzt und umgekehrt. Dadurch sind diese Fächer für Jungs nicht mehr wählbar, weil eine Abgrenzung erforderlich ist. Natürlich geschieht diese Abgrenzung kaum bewusst, sondern geschieht ganz automatisch. Die Präferenzen sind zwar weitgehend angeboren, aber sie werden in einer gemischten Gruppe verstärkt.
  6. Eine Parallele findet sich im Berufsleben. In einer Gesellschaft, in der Frauen gar nicht berufstätig sind, ist jeder Beruf ein Männerberuf und es finden sich noch für den 'weiblichsten' Beruf genügend Männer, die diesen Beruf ergreifen. Wenn nun Frauen beginnen, in großer Zahl in die Erwerbsarbeit einzutreten, bevorzugen sie bestimmte Berufe aus Gründen, die an dieser Stelle keine Rolle spielen. Dadurch werden diese Berufe zu Frauenberufen 'umfunktioniert' und fallen für Männer weg. Sehr gut hat dies Esther Vilar beschrieben."[5]

Einzelnachweise

  1. WGvdL-Forum (Archiv 2): Koedukation, Ökonom am 22. Oktober 2007 - 23:08 Uhr
  2. 2,0 2,1 Wikipedia: Koedukation
  3. Pdf-icon-extern.svg Der Perlonstrumpf an einem Jungenbein bringt Schwung in die Koedukation[ext] - Margot Wichniarz, aus: unterrichten/erziehen, Heft 5/99, S. 254-258
  4. WGvdL-Forum (Archiv 2): Für die Abschaffung der Koedukation, Peter am 23. April 2007 - 10:29 Uhr
  5. WGvdL-Forum (Archiv 2): Für die Abschaffung der Koedukation, Gismatis am 25. April 2007 - 16:56 Uhr

Querverweise

Netzverweise