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Kommunistische Partei Deutschlands

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Kommunistische Partei Deutschlands
Beschreibung Deutsche Partei
Sprachen deutsch
Gründung 1. Januar 1919
Status in BRD zunächst verboten,
in DDR in SED aufgegangen,
als Die Linke wieder­auf­erstanden
Weitere Infos

Die Kommunistische Partei Deutschlands (Kurz­bezeichnung KPD) entstand am Jahres­ende 1918 aus einem Zusammen­schluss des Spartakus­bundes[wp] mit kleineren links­radikalen Gruppen. Ihr Ziel war die Errichtung des Kommunismus in Deutschland. Der im Zeichen links­radikaler Strömungen stehende Gründungs­partei­tag vom 30. Dezember 1918 bis zum 1. Januar 1919 lehnte die Beteiligung der KPD an den Wahlen zur deutschen National­versammlung[wp] ab. Ihr Verhältnis zum Parlamentarismus[wp] und zur Demokratie war gespalten, da sie die "bürgerliche Demokratie" durch eine sozialistische Räterepublik[wp] unter Führung der Partei ersetzen wollte. Nach dem Spartakus­aufstand[wp] 1919 wurden die KPD-Führer Karl Liebknecht[wp] und Rosa Luxemburg und kurz darauf das Gründungs­mitglied Leo Jogiches[wp] ermordet.

Faschismusthese

Zur Diskreditierung der Sozialdemokratie[wp] wurde die SPD ab 1928 als "sozial­faschistisch" diffamiert und zum Hauptfeind erklärt, was eine gemeinsame Abwehr des Nationalsozialismus verhinderte. Nach dem VII. Kongress der Komintern 1935[wp] wurde die Sozial­faschismus­these[wp] zugunsten der Volks­front­politik[wp] aufgegeben.

Im Februar 2020 hat Bodo Ramelow die Faschismusthese in Thüringen neu belebt und durch die Liberal­faschismus­these erweitert.[1]

Nachkriegsgeschichte

Bei der 1. Bundestagswahl 1949 erhielt die KPD 5,7 % der Stimmen, 1953 scheiterte sie mit 2,2 % an der Fünf­prozent­klausel. 1950 erließ die Regierung Adenauer ein Berufsverbot für KPD-Mitglieder im Öffentlichen Dienst. Am 17. August 1956 wurde die KPD auf Antrag der Bundesregierung vom Bundesverfassungsgericht in der Bundesrepublik Deutschland verboten[wp]. Bei den übrigen im Bundestag vertretenen Parteien galt sie als mitschuldig am Untergang der Weimarer Republik[wp], der Sowjetunion[wp] hörig und verfassungs­feindlich.

1968 wurde eine neue kommunistische Partei in der Bundesrepublik gegründet, die DKP[wp]. Weiterhin bildeten in den Jahren nach 1968 verschiedene, oft maoistische, kommunistische Splitter­gruppen Partei­aufbau­organisationen, Bünde oder Parteien, die die Nachfolge der KPD für sich beanspruchten. Im Januar 1990 wurde in der Endphase der DDR die namens­gleiche Kommunistische Partei Deutschlands gegründet.

Aus der Zwangs­vereinigung der SPD mit der KPD[wp] ging im April 1946 die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (Kurz­bezeichnung SED) hervor. Im Freistaat Thüringen[wp] wartet die Rest-SPD seit Februar 2020 auf ihre "Wieder­vereinigung" zu einem Wiedergänger der SED.

Einzelnachweise

  1. Der liberale Thüringer Ministerpräsident Thomas Kemmerich wurde als "Faschist" diffamiert und seine Familie von links­extremistischen Pöbel­truppen mit Gewalt bedroht.

Querverweise

Netzverweise