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Faschismus

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Faschistisch
Faschistisch ist ein soziales System genau dann, wenn es sich selbst zum höchsten (ethischen, politischen, ökonomischen, sozialen, kulturellem) Gut macht.[1]
Faschistisches System
Ein politisches System ist faschistisch, wenn es sich aufgrund seiner Strukturen selbst zum höchsten zu schützenden Rechtsgut macht.[1]
Führen, faschistisch
Faschistische Führung ist gekennzeichnet durch die Unmöglichkeit der Geführten, den Führer auf legalem Wege loszuwerden.[1]
Ignazio Silone[wp]: "Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: 'Ich bin der Faschismus.' Nein, er wird sagen: 'Ich bin der Antifaschismus.'" [2]
Ein Definitionsansatz und eine Bestandsaufnahme.

Definitionen: Was ist Faschismus?

Ich habe viel darüber geschrieben, was Faschismus etymologisch ist, wo der Begriff herkam. Wie er missbraucht wird. Dass es ursprünglich darum ging, die italienischen inner­sozialistischen Abtrünnigen zu bekämpfen, die an der Auflösung der Staaten nicht teilnehmen wollten. Faschisten sind die, die am Weltkommunismus und der Schaffung einer weltweiten kommunistischen Räterepublik[wp] nicht teilnehmen wollen und sich wehren, und Antifaschisten sind die, die sie dafür verprügeln sollen. Und weil man dabei eine Dummen­armee namens Antifa(schisten) schuf, die nicht fragte, was Faschisten sind oder warum man sie verprügeln soll, der aber kein zweites Feindbild zumuten konnte und wollte, dehnte man den Begriff dann auch gleich auf alles aus, was stört, Nationalsozialismus, Kapitalismus, alles, was anderer Meinung ist. Und sie prügeln noch heute auf alles, was mit "Faschist!" als Ziel markiert wird, ohne dass jemals jemand fragen würde, was ein Faschist ist und warum.

Ich habe schon oft Leute, die sich mit Wonne als Antifaschisten oder Antifa bezeichnen, gefragt, was Faschisten sind, wie sie das definieren. Meist bekommt man gar keine Antwort, und wenn, dann dass es irgendwie sowas mit Rechten und Nazis sei. Egal, man ist mit Leib, Herz und Seele überzeugter Antifaschist und tritt mit voller Energie dafür ein, ohne zu wissen, wofür.

Insofern ist es nicht einfach, den Begriff "Faschismus" zu erkunden, der nie verbindlich und greifbar definiert, aber längst für alles und jeden missbraucht wurde.

Leser haben mich nun auf verschiedene Definitionen von Faschismus aufmerksam gemacht, die ich hier aufgreifen möchte. Bemerkenswert daran ist, dass sie zwar von meinem bisherigen Verständnis von "Faschismus" abweichen, ansonsten aber genau das wiedergeben, was ich im Blog schon oft - aber ohne Oberbegriff - beschrieben habe. Im Prinzip stützen sie meine Auffassung, nur mit dem wesentlichen Unterschied, dass sie das unter "Faschismus" subsumieren, was ich bisher als verschiedene Entitäten angesehen habe.

Aber man kann ja seine Begriffs­auffassungen auch revidieren und iterativ erarbeiten.

Mir sagen die Namen der Autoren nichts. Keine Ahnung, in welchen Fettnapf ich da nun wieder blind greife, es ist mir inzwischen aber auch sowas von schnuppe, wenn mir wieder so­und­so­viele Leser schreiben "wie kannst Du nur..." und "hast Du nicht vorher...". Nein, ich habe nicht vorher. Denn wenn ich jedesmal vorher und das so komplett, dann käme ich gar nicht mehr dazu, einen Blogartikel fertig zu bringen. Qualitäts­anforderungen sind schön, aber kontra­produktiv, wenn sie dazu führen, dass hinterher dann gar nichts mehr zustande kommt, weil man nur noch in Qualitäts­prüfungen feststeckt. Außerdem verweise ich wieder einmal darauf, dass an Meinungs­äußerungen viel niedrigere Anforderungen zu stellen sind als an wissenschaftliche Ausarbeitungen, weil wissenschaftliche Ausarbeitungen halt dann fertig sind, wenn sie fertig sind, während Meinungs­äußerungen nicht an Hürden gebunden sein dürfen und vor allem auch zum aktuellen Zeitpunkt geäußert werden können müssen, also nicht an Aufwand oder längliche Vorarbeiten gebunden sein dürfen. Viele Leser können wissen­schaftliche und meinungs­freiheitliche Äußerungen nicht unterscheiden.

Außerdem spielt es für die Meinungsfreiheit eine nur untergeordnete Rolle, wie "seriös" (ohnehin hier nicht definiert) jemand ist, weil es schlussendlich nichts daran ändert, dass der Sprechende sich nach deren Kenntnis­nahme seine Meinung gebildet hat. Den umgekehrten Denkfehler machen übrigens durchweg die Geistes- und vor allem Sozialwissenschaften. Die betreiben Meinungs­äußerung und halten das dann für Wissenschaft.

Es ist mir also schnurzpiepegal, wenn mir jetzt irgendwer schreibt, dass der X ein Schuft oder konservativ oder rechts sei, ich kenne diese Leute da alle nicht. Wer sich daran stört, ist herzlich eingeladen, mir bessere Quellen und Definitionen herein­zu­reichen. Das ist nämlich genau der Punkt: Bessere Quellen und Definitionen habe ich nicht gefunden. Wer sich daran stört, möge bessere Angaben machen.

Jason F. Muller

Das ist nur ein Audio-Podcast, also prima auch mal unterwegs zu hören.

Zentraler Dreh- und Angelpunkt ist, dass Faschismus eine Methode und keine Ideologie ist, der Inhalt beliebig austauschbar ist. Dass es darum geht, eine Art Wahrheit zu verkünden und dann jeden zu bekämpfen und zu unterdrücken, der da nicht mitspielt und gehorcht. Die DDR sei faschistisch gewesen und die Unterdrückung der Meinungsfreiheit im heutigen Deutschland ernstes Anzeichen, in einen neuen Faschismus zu galoppieren.

Valeriy Pyakin

Etwas hakelig wegen der nicht ganz so eleganten Übersetzung.

Läuft aber in dieselbe Richtung. Es werden Ideale vorgegeben und dann jeder unterdrückt, der auch nur in den Verdacht gerät, an diesen Idealen zu zweifeln. Ideologisch gesehen sei der Faschismus ein Allesfresser. Er könne sich jede Ideologie zu eigen machen und sie umsetzen. Der moderne europäische Faschismus sei durch die LGBT-Ideologie und den Multi­kulturalismus realisiert. Beispielsweise fänden in Cannes die Film­festspiele statt, Alain Delon[wp] sei ausgezeichnet worden, und dann haben sich Leute beschwert, wie so einer denn ausgezeichnet werden kann, als Mann und noch dazu einer, der Frauen mag. Die LGBT-Bewegung sei ein Faschismus, weil sie jedem ihren Willen aufzwingt. Unrechtschaffenheit, die als Recht­schaffenheit dargestellt werde. (Was mich gerade frappierend daran erinnert, dass Manuela Schwesig und Bodo Ramelow gerade finden, dass man die DDR nicht als Unrechtsstaat bezeichnen darf.)

Der Machtmissbrauch einer Elite wird als Selbst­verständlich­keit hingenommen, gestützt. Dabei wird der Machtmissbrauch von den Eliten als etwas Gutes hingestellt. Unrecht­schaffenheit werde damit aufgezwungen.

George Orwell

George Orwell beklagte sich schon 1944 darüber, dass Begriffe wie Faschist oder Nazi völlig inhaltsleer sind, siehe diesen Essay:

Zitat:

«OF ALL the unanswered questions of our time, perhaps the most important is: 'What is Fascism?'

One of the social survey organizations in America recently asked this question of a hundred different people, and got answers ranging from 'pure democracy' to 'pure diabolism'. In this country if you ask the average thinking person to define Fascism, he usually answers by pointing to the German and Italian régimes. But this is very unsatisfactory, because even the major Fascist states differ from one another a good deal in structure and ideology.»[3][4]

Und dann über die Beliebigkeit und Willkürlichkeit des Begriffs (Ich verkürze es mal stark, man lese es an der angegeben Quelle):

Zitat:

«Here I am not speaking of the verbal use of the term 'Fascist'. I am speaking of what I have seen in print. I have seen the words 'Fascist in sympathy', or 'of Fascist tendency', or just plain 'Fascist', applied in all seriousness to the following bodies of people:

Conservatives ... Socialists ... Communists ... Trotskyists ... Catholics ... War resisters ... Supporters of the war ... Nationalists ...

It will be seen that, as used, the word 'Fascism' is almost entirely meaningless. In conversation, of course, it is used even more wildly than in print. I have heard it applied to farmers, shopkeepers, Social Credit, corporal punishment, fox-hunting, bull-fighting, the 1922 Committee, the 1941 Committee, Kipling, Gandhi, Chiang Kai-Shek, homosexuality, Priestley's broadcasts, Youth Hostels, astrology, women, dogs and I do not know what else.

Yet underneath all this mess there does lie a kind of buried meaning. To begin with, it is clear that there are very great differences, some of them easy to point out and not easy to explain away, between the régimes called Fascist and those called democratic. Secondly, if 'Fascist' means 'in sympathy with Hitler', some of the accusations I have listed above are obviously very much more justified than others. Thirdly, even the people who recklessly fling the word 'Fascist' in every direction attach at any rate an emotional significance to it. By 'Fascism' they mean, roughly speaking, something cruel, unscrupulous, arrogant, obscurantist, anti-liberal and anti-working-class. Except for the relatively small number of Fascist sympathizers, almost any English person would accept 'bully' as a synonym for 'Fascist'. That is about as near to a definition as this much-abused word has come.

But Fascism is also a political and economic system. Why, then, cannot we have a clear and generally accepted definition of it? Alas! we shall not get one - not yet, anyway. To say why would take too long, but basically it is because it is impossible to define Fascism satisfactorily without making admissions which neither the Fascists themselves, nor the Conservatives, nor Socialists of any colour, are willing to make. All one can do for the moment is to use the word with a certain amount of circumspection and not, as is usually done, degrade it to the level of a swearword.»[3]

Faschimusmus als bedeutungsleeres, beliebiges Schimpfwort auf alles, was einem nicht passt.

Eine Definition kann es nicht geben, weil sich damit jeder, der auf Faschismus schimpft, damit ja festlegen würde, dass er das, worauf er schimpft, nicht auch selbst verwenden würde. Zu sagen, was Faschismus sein soll, käme einer Verzichts­erklärung gleich, die keiner abgeben will. Und es würde sich auf ein bestimmtes Feindbild verengen, was die Erfordernis mit sich brächte, für andere Feinde einen neuen Begriff zu finden. Und es obendrein erschweren würde, sich selbst zu widersprechen und willkürlich zu beschuldigen. Man merkt das nicht nur daran, dass sowohl Kriegs­gegener wie Kriegs­befürworter als Faschisten bezeichnet werden, sondern auch in den Erläuterungen, die ich oben zur Kürzung weggelassen habe, von denen ich aber eine mal heraus­greifen möchte:

Zitat:

«Conservatives: All Conservatives, appeasers or anti-appeasers, are held to be subjectively pro-Fascist. British rule in India and the Colonies is held to be indistinguishable from Nazism. Organizations of what one might call a patriotic and traditional type are labelled crypto-Fascist or 'Fascist-minded'. Examples are the Boy Scouts, the Metropolitan Police, M.I.5, the British Legion. Key phrase: 'The public schools are breeding-grounds of Fascism'.»[3]

Die Antifa

Die Antifa gibt sich zwar als den großen Bewahrer vor dem Faschismus, einer Erläuterung, was das eigentlich sein soll, darf man von denen aber nicht erwarten. Das bewegt sich alles im Bereich der Selbst­gerechtigkeit und moralischen Selbst­überhöhung, irgendwo zwischen narzisstischer Selbst­zufriedenheit und pseudo­moralischer Hau-Drauf-Legitimation. Es spielt eigentlich keine Rolle, was Faschismus ist, solange man sich selbst für die einzig Guten hält und sich antifaschistisch fühlt, weil es heute generell darum geht, sich von irgendwas zu distanzieren, ob nun Fleisch, CO2 oder was auch immer. Es ist die verbindliche Charakter­eigenschaft, gegen irgendwas zu sein.

Noch am ehesten aufschlussreich ist die Selbstgratulationsschrift "80 Jahre Antifaschistische Aktion" von Bernd Langer[wp], in der es heißt:

Zitat:

«Antifaschismus stellt eher eine Strategie als eine Ideologie dar. Ins Spiel gebracht wurde er in Deutschland in den 1920er Jahren von der KPD als anti­kapitalistischer Kampfbegriff. Es gehört zum grundlegenden Verständnis sich zu vergegenwärtigen, dass wir, aufgrund der historischen Erfahrungen, heute unter Anti­faschismus etwas anderes verstehen, bzw. sich diverse Anti­faschismus-Begriffe heraus­gebildet haben. Doch die Konzentration auf Wesentliches bedingt, dass in diesem Papier einige wichtige historische Phasen weniger beschrieben sind als andere. Da wäre beispielsweise die Entstehung der Volksfront in Frankreich 1934 bis hin zum spanischen Bürgerkrieg[wp] 1936 - 1939, der große Verrat am Anti­faschismus durch den Hitler-Stalin-Pakt[wp] oder der Kriegs­antifaschismus ab 1941. Der Kriegs­antifaschismus lieferte die Grundlage für den heutigen staats­tragenden Anti­faschismus. Es geht in diesem Papier aber nicht um eine Aus­einander­setzung mit solchen Antifaschismus-Definitionen, sondern vor allem um die links­radikale Interpretation dieses Begriffs. Und es geht um die Antifaschistische Aktion, d. h. um die Entwicklung des Antifaschismus in Deutschland.»

Man braucht keinen Faschismus und folglich auch keine Definition dafür, um "Antifaschist" zu sein. Man prügelt und gibt sich dafür einen moralisierend positiv geladenen Begriff quasi als Legitimation. Man kann ein Buch über 80 Jahre Anti­faschismus schreiben, ohne genau zu sagen, was Faschismus ist, einfach weil es keine wesentliche Rolle spielt.

Der Grund dürfte darin liegen:

Zitat:

«Die Frontstellung der Kommunisten gegenüber der Sozialdemokratie[wp] war keine spezifisch deutsche Angelegenheit. 1924 war von Grigori Sinowjew[wp] die These vom "Sozialfaschismus"[wp] kreiert worden, nach der die Sozialdemokratie lediglich eine Variante des Faschismus darstellte. Dieser Grundsatz wurde auf dem VI. Weltkongress 1928 von allen der Komintern angeschlossenen kommunistischen Parteien verbindlich beschlossen. Fortan war es ihnen verboten, Bündnisse mit sozial­demokratischen Parteien und Organisationen einzugehen. Dies galt ohne Abstriche bis 1934. Dass die Sozial­faschismus-Politik zur weltweiten Richtschnur der Kommunisten wurde, hatte seine Gründe in der Sowjetunion. Dort hatte sich Josef Stalin[wp] 1927 endgültig als unumschränkter Allein­herrscher durchgesetzt. Hinsichtlich Deutschlands hatte der Diktator aufgrund eines geheimen Rüstungs­abkommens ein besonderes Interesse. Die Reichswehr[wp] half, die Rote Armee aufzubauen. Im Gegenzug konnten sich deutsche Soldaten auf russischem Gebiet an Waffen ausbilden, die ihnen der Versailler Vertrag[wp] in Deutschland verbot. Dieses Geheim­abkommen gefährdete die SPD, denn sie propagierte einen gegen die Sowjetunion gerichteten Kurs und strebte eine Annäherung mit Frankreich an. Bei der Analyse der Faktoren, welche KPD und SPD zu erbitterten Gegnern machte, darf nicht übersehen werden, dass nicht nur vordergründig politische Gründe die beiden Parteien trennte. Dies zeigte sich bereits mit den Revolutions­kämpfen zwischen 1918 - 1921 im Deutschen Reich, in denen die SPD zusammen mit Freikorps[wp] und Polizei gegen die Revolutionäre vorgegangen war. Viele Tote, Verwundete und Verhaftete gingen auf das Konto der SPD, deren Politiker auch in den folgenden Jahren maßgeblich an Repressions­maßnahmen gegen die KPD beteiligt blieben. Der Hass vieler Kommunisten auf die Sozialdemokraten basierte also durchaus auf konkreten Erfahrungen. Darüber hinaus waren KPD- und SPD-Mitglieder durch ihren sozialen Status getrennt. Während sich in der KPD mit ihrer aggressiven Propaganda vor allem Arbeitslose und Verarmte wiederfanden, war die SPD die Partei der besser situierten Industrie­arbeiter­schaft. Diese soziale Spaltung führte zu einer grundlegend unterschiedlichen politischen Ausrichtung. Deshalb stellten für die KPD-Basis vor allem der "Verrat" der SPD an der Sache der Revolution und ihr "Bonzentum" die wesentlichen Trennungs­striche zur Sozialdemokratie dar. Die Sozial­faschismus­these[wp] hingegen blieb ein eher umstrittenes Konstrukt, was auch daran lag, dass Konfrontationen mit den Nazis zunahmen.»

"Faschismus" als innerkommunistisches Schimpfwort für abtrünnige Sozialisten. In Italien Mussolini[wp], ein Sozialist, der am Nationalstaat festhalten wollte, in Deutschland die SPD, dann die "Nationalsozialisten". Die historischen Faschisten sind hier die SPD.

Zitat:

«Die KPD reagierte auf diese Entwicklungen mit dem Aufruf zur "Einheitsfront Aktion", die kurz darauf in "Anti­faschistische Aktion" umbenannt wurde. Den Grund lieferte eine Schlägerei zwischen Angehörigen der Nazi-Partei und kommunistischen Abgeordneten am 25. Mai 1932 im preußischen Landtag, die acht Schwerverletzte zur Folge hatte. Am nächsten Tag titelte die Rote Fahne: "Feiger Überfall der Nazis im Landtag auf Kommunisten - Anti­faschistische Aktion - Aufruf des Zentral­komitees der KPD an die deutsche Arbeiterklasse". In den nächsten Wochen fanden überall im Reich Bezirkskongresse der Anti­faschistischen Aktion statt. Dies traf sich mit Entwicklungen an der Basis. Es waren die Nazis welche KPD, SPD und andere Linke quasi in eine Front prügelten. Auf der Straße stand man oft ohne Acht auf die Partei­zugehörigkeit zusammen, einfach aus der Situation heraus. KPD-Mitglieder, die zum großen Teil arbeitslos waren, organisierten mit Häuser­schutz­staffeln 27 antifaschistische Selbsthilfe, an der sich natürlich alle Betroffenen beteiligten. Die Praxis war also oft etwas anderes als die Parteilinie. Allerdings gehen die Annahmen, dass sich in der KPD der Druck der Basis durchgesetzt hätte - was dann mit zur Gründung der Anti­faschistischen Aktion beigetragen haben soll - an der Realität vorbei. 1932 war die KPD eine durch und durch stalinistische Partei, eine Einflussnahme der Basis auf die Parteiführung war ausgeschlossen. Die Entstehung der Anti­faschistischen Aktion vollzog sich vielmehr im bekannten inhaltlich/strategischen Konzept der "Einheitsfront­politik" nach Vorgabe der Komintern und markierte keinen Bruch mit der anti­sozial­demokratischen Linie. Offensichtlich handelte es sich bei der Anti­faschistischen Aktion um die kommunistische Gegen­gründung zur Eisernen Front[wp]

Antifaschisten waren nie etwas anderes als die Prügeltruppen der Kommunisten.

Was Faschisten sind, darauf kommt es nicht so an.

Bemerkenswerterweise outet sich der Antifaschismus damit als reiner Faschismus: Alles prügeln, was nicht dem vorgegebenen Ideal huldigt.

Dr. Nathan Warszawski

Auch auf der jüdisch-israelischen Seite haolam findet man einen beachtlichen Artikel zu der Frage, auch wenn der seinerseits im wesentlichen ein Buch zitiert. (Ich kürze es etwas, wer will, kann es ja am angegebenen Link lesen.)

Zitat:

«Ist "Faschismus" definierbar? Was unterscheidet den Faschismus vom Kommunismus, Sozialismus und von der Demokratie?

Von Dr. Nathan Warszawski

Sind Demokratien gegen Faschismus gefeit? Ist die Verbreitung unbeweisbarer Ansichten im Brustton der Überzeugung ein Schritt hin zum Faschismus? Gilt Greta Thunbergs Bewegung als Wegbereiterin des Faschismus? Was soll man tun, um den Faschismus zu bekämpfen? Wie erkennt man Faschisten und Faschismus?

Zeev Sternhell[wp], ein Jude, Holocaustüberlebender[wikt] und Israeli hat ein solches Buch vor Jahrzehnten geschrieben und mehrfach überarbeitet. Er ist mit dem Ergebnis weiterhin nicht zufrieden. Deshalb sind zusätzliche Quellen eingefügt worden.

Faschistische Ideologie
von Zeev Sternhell
Verlag Verbrecher August 2019
ISBN-13: 978-3957323125
136 Seiten 15,00 €

Zunächst: Hier wird der Faschismus abgehandelt, nicht der Nationalsozialismus. [...]

Obwohl der gewöhnliche Faschismus zum Rassismus und zum Antisemitismus neigt, beruht die Ideologie des Faschismus nicht auf dem biologischen Determinismus. Deshalb wird hier entsprechend Zeev Sternhell der Nazismus nicht unter dem Faschismus abgehandelt. Die Übernahme des National­sozialismus in den Faschismus würde der Übersichtlichkeit derart schaden, dass keine Systematik erkennbar wäre.

Die Zahl der seriösen, nachvollziehbaren Erklärungen des Faschismus ist "überschaubar", ganz im Gegensatz zur Sinnflut(sic!)[wikt] der Abhandlungen über Sozialismus und Marxismus. Der Marxismus beruht auf angenommenen historischen und gesellschaftlichen Fakten, die gewöhnlich unzutreffend sind, weshalb sein Untergang à priori feststeht. Der Faschismus hingegen stützt sich auf Gefühle, die schwer oder gar nicht zu widerlegen sind.

Mussolini ist der erste Faschist, dessen Politik sich halbwegs durchsetzt. Er übernimmt 1922 die Macht in Italien, die er zwei Jahre später als faschistischer Diktator festigt. Nach Mussolini ist der Faschismus die Lehre der Einheit von Denken und Handeln. Sinnloses Geschwätz wie unter Kommunisten/Sozialisten und manchen Demokraten ist verpönt und wird nicht toleriert. Nationalismus ist die Liebe zum Land, Sozialismus die Liebe zum Volk. Der Faschismus ist sowohl Nationalismus, als auch ein nicht-marxistischer Sozialismus. Daraus wird verständlich, warum viele enttäuschte Sozialisten (Kommunisten) - nicht nur in Deutschland nach der "Machtergreifung" - zum Faschismus wechseln und überzeugte Faschisten werden. Die meisten zum Faschismus konvertierte Sozialisten kommen aus Frankreich und Großbritannien. [...]

Faschistische Ideologie, Ansichten und Tatsachen:

Der Klassenkampf wird zum Kampf der Nationen uminterpretiert. Viele Sozialisten werden Faschisten, darunter Mussolini. Der Faschismus ist totalitär und Resultat des Versagens der liberalen Staatskunst, eine Revolte der jungen Generation: Niemand opfert sein Leben für 30 Sitze im Parlament! Faschisten und Kommunisten kämpfen gemeinsam gegen Bürgerliche. Ein Monarchist ist kein Faschist, da konservativ, statt brutal. Der Faschismus ist die erste Umwelt­schutz­bewegung des 20. Jahrhunderts! Der Faschismus ist eine Bewegung und keine Partei! Im Faschismus ist der Mensch integraler Teil eines organischen Ganzen. Der Staat ist alles, der Einzelne ist nichts (Nordkorea, SU unter Stalin, Hitler­deutschland).

In einer Demokratie werden laut faschistischer Lehre die Menschen nicht überzeugt, sondern manipuliert. Die bürgerliche Gesellschaft ist die Folge der mittelalterlichen Ständeordnung. Empathie hat Vorrang vor dem Denken. Intellektualismus erzeugt Individualismus und verdrängt die Urinstinkte des Menschen. Faschismus ist die Überwindung der Banalität der bürgerlichen Welt. Die politischen und wirtschaftlichen Misserfolge des Marxismus führen zwischen beiden Weltkriegen zur Verbreitung des Faschismus. Die Planwirtschaft wird im Faschismus nicht aus ideologischen Gründen, sondern aus praktischen Erwägungen eingeführt. Die Legislative dient im Faschismus nur der Überwachung der Exekutive. Der Faschismus kennt keine Gewaltenteilung. (Bis heute gibt es im post­faschistischen Deutschland keine echte Gewalten­teilung!)

Nation statt Proletariat[wp]! Folge: kein Proletariat ⇒ keine Klassen ⇒ kein Marxismus ⇒ keine Revolution ⇒ keine Klassenkämpfe mehr! Der moderner Sozialismus führt zum Faschismus. Faschismus versteht sich als autoritäre Demokratie, totalitär, jedoch nicht notwendigerweise rassistisch.»[5]

Etwas hektisch und schwer zu lesen, zu verfolgen.

Die Schlussfolgerung:

Zitat:

«Die Schwäche der bürgerlichen Rechten führt in Spanien zum Faschismus. Die Wiege des Faschismus ist Frankreich. Faschismus entsteht in Frankreich durch eine links-rechts Querfront. Neue Ökologie: Antirationalismus mit Kultur­pessimismus und Gewalt mündet in Faschismus!

Zusammenfassung:

Wir leben in Europa nicht in einer post­faschistischen, sondern in eine prä­faschistischen Ära. Die Übergänge von Demokratie zum Faschismus sind fließend. Der sich ausbreitende Ökologismus[wp] kennt viele Eigenschaften, die zum Faschismus führen werden. Vielleicht ist es schon zu spät.

Wer nicht aus der Geschichte lernen will, wird gezwungen, sie zu wiederholen.»[5]

Überlegungen und Folgerungen

So unterschiedlich die Definitionen sind, ich finde, sie passen zusammen, auch wenn es etwas Mühe macht.

Muller und Pyakin, beide konservativ, beschreiben den Faschismus als eigentlich inhaltslos, als ein Methoden-Framework, einen Diktatur­werkzeug­koffer, der eigentlich mit jedem beliebigen Inhalt funktioniert.

Warszawski/Sternhell schränkt das etwas ein und sagt, dass es nicht um (nachprüfbare, widerlegliche) Fakten, sondern um Gefühle geht, die schwer oder gar nicht zu widerlegen sind. Also darum, irgendetwas zu fühlen, und das dann zur alleinigen Wahrheit zu erheben.

Orwell schreibt, dass der Begriff Faschismus inhaltslos und willkürlich ist und auch bleibt, um ihn als Schimpfwort und Feindbild nutzen zu können, und die Antifa macht genau das, nämlich gibt sich als den großen Faschismus-Bekämpfer aus, ohne jemals festzulegen, was das ist. Nach dem Motto: Faschismus ist immer das, was gerade von einem Antifaschisten die Keule auf den Kopf bekommt, damit der als Antifaschist moralisch im Recht ist.

Übereinstimmungen mit meinem Blog

Das stimmt mit vielem genau überein, was ich in meinem Blog geschrieben habe, wenn auch nicht unter dem Stichwort Faschismus.

Ich habe öfters beschrieben, dass ich in unzähligen Holocaust-Ausstellungen, -Museen, -Mahnmälern in Europa, in Amerika, in Australien und Neuseeland war[6], und mir dabei immer wieder auffiel, dass sie einen zentralen Fehler machen. Sie heben auf die konkrete Symbolik ab, auf den Hitler-Bart und die Hitler-Schmalztolle, auf braune Uniformen und Hakenkreuze, auf die schnarrende Sprechweise Hitlers, um das als singuläres Weltereignis von grenzenloser Absurdität hinzustellen. Ich habe aber gezeigt, dass praktisch alle Symbole, alle diese typischen Nazi-Eigenschaften, auf die man so abhebt, eben nicht singulär waren, nicht nazitypisch, nicht mal deren Rassen- und Erb­vorstellungen, sondern das aus dem damaligen Zeitgeist und anderen Teilen der Welt zusammen­plagiiert war, wie beim Casting einer Boy-Band, wenn's schnell gehen muss.[7]

Das hat mir nicht nur viele Leserzuschriften mit Hinweisen auf Quellen und Bücher über die Verwicklung der Briten und Amerikaner in die Entstehung und den Aufstieg Hitlers eingebracht, sondern auch einen kuriosen Hinweis zu einem Symbol, das ich bisher noch nicht vertieft betrachtet habe: Der hässliche Hitler-Bart, der Rotzfänger. Ich hatte dazu nur erwähnt, dass das damals so eine Mode war, dass man auf Fotos von damals viele Menschen mit solchen Bärten sieht (man denke auch an Charlie Chaplin[wp]).

Ein Leser schrieb mir nun, dass das einen sachlichen Grund habe: Die Gasmasken des ersten Weltkrieges. Bekanntlich war Hitler Soldat im ersten Weltkrieg, und der wurde mit chemischen Kampf­stoffen und Gasmasken ausgetragen. Die damaligen Gasmasken hätten aber mit dem damals üblichen Schnurrbart (wenn man etwas per Google oder in der Literatur nach Bildern des jungen Hitlers sucht, hatte der auch tatsächlich den bis in die 1910er Jahre üblichen ausladenden Schnurrbart) nicht dichtet. [...] Sie haben ihn aber auch nicht ganz abrasiert, weil sie ihn noch als Pro-Forma-Bart und wohl auch als Rotzfänger, wenn man sich die Nase nicht putzen kann, gebraucht. Danach ist daraus wohl so eine Art Veteranen­kennzeichen geworden. Man fragt sich ja auch, warum die US-amerikanischen Straßengangs und Rapper so gerne mit herunter­gelassenen Hosen rumlaufen. Veteranen- und Tribe-Kennzeichen der Knast-Gangs, weil man den Leuten im Knast dort die Gürtel abnahm, damit die damit keinen Unfug anstellen, und denen dann die Hosen rutschten. Auch der Hitler-Sound war bei genauer Betrachtung keine Hitler-Marotte, sondern der damaligen Rhetorik, Schauspiel­kunst (die bis dahin ganz ohne Lautsprecher auskommen musste) und dem Stand der damaligen frühen Mikrofon-, Aufnahme- und Wiedergabe­technik geschuldet. Der hat das geübt.[8]

Wie aber kommt es, dass man in Ausstellungen, Darstellungen, Aufklärungen über das dritte Reich so oft eben Hitlerbart und Hitler­schnarr präsentiert bekommt, braune Uniformen, die auch gerne ausgestellt werden, Hakenkreuze rauf und runter, obwohl es in der Sache eigentlich völlig wurscht ist, ob die braune oder grüne Uniformen hatten, ob die nun ein Hakenkreuz oder ein Dreieck drauf hatten.

Ich habe oft geschrieben, dass das Wichtige eigentlich deren Methoden wären, man gerade das aber nicht darstellt, weil das der Werkzeug­kasten ist, den die Linken gerne selbst verwenden. Die Verbindung aus Linken, Kommunismus und Soziologie, die bevorzugt Nazis studiert, kann nicht so blind sein, dass sie das nicht bemerkt. Ich habe den Eindruck, dass Soziologie, vor allem dann, wenn sie sich mit Nazis beschäftigt, mehr Werks­spionage als Antifa ist, und die Methoden übernimmt, obwohl selbst Hitler und die Nazis ihre Methoden ihrerseits von den russischen Kommunisten plagiiert haben. Im Prinzip arbeitet jeder mit den gleichen Mitteln, und deshalb sieht man in den Museen nicht die Methoden, sondern das, was damit durchgesetzt wurde, was man wegen der - auch das war eine der Methoden - ins Auge fallenden Symbolik leicht darstellen und in Vitrinen hängen kann: Braune Uniformen, Hakenkreuze, Judensterne, KZ-Uniformen und so weiter.

Nehmen wir jetzt aber genau die Definitionen zum Faschismus von oben her, vor allem die ersten zwei, dann passt das genau: Der Werkzeug­kasten ist der Faschismus, wie bringt man Leute dazu, einer x-beliebigen Ideologie zu folgen, was auch die Kommunisten im Prinzip so machen, während man in den Museen nur die Ideologie, als das, was man in das Werkzeug eingesetzt hat, sieht. Also im Prinzip alles außer Faschismus. Der fehlt, weil sonst auffallen würde, dass man es heute weiter verwendet.

Und damit kommen wir dann bei Orwell und der Antifa wieder raus: Nur nicht definieren, was Faschismus ist, damit man damit keinen Verzicht erklärt und sich nicht selbst ins Knie schießt. "Antifaschismus" richtete sich gegen Hakenkreuze und Hitlerbärte, weil man sich mit einer solchen Verzichts­erklärung nichts vergibt.

Die sieben Faschismen

Wendet man diese Erkenntnis auf heutige Zustände an, dann findet man (naja, ich) aktuell sieben Faschismen. Was gewisse Ähnlichkeiten damit hat, wie ich die Versuche der Frankfurter Schule beschrieben habe, dem siechen Kommunismus durch verschiedene Klassenkampf­konzepte doch noch zum Durchbruch zu verhelfen, mal Kapitalismus, mal Feminismus, Genderismus und so weiter. Es ist nicht ganz deckungsgleich, aber es kommt sich nahe.

Faschismus 1: Der Kommunismus-Sozialismus-Faschismus

Sozialismus gut, solidarisch handeln gut, Kapitalismus schlecht. Wer nicht bereitwillig arbeitet und Steuern zahlt, bekommt auf's Maul.

Hakenkreuz-Symbol: Erhobene Honecker-Faust, RAF-Stern[ext]

Faschismus 2: Der LBGT-Faschismus

Wer sich dem Gender-Diktat und dem Lesben-Schwulen-Transen-Zirkus nicht beugt, und sich nicht der Ansicht unterwirft, dass weiße Männer Patriarchen, Sexisten und Vergewaltiger sind, und deshalb überall rausgedrängt werden müssen, ist ein Schuft und bekommt aufs Maul.

Hakenkreuz-Symbol: Regenbogenfahne

Weiterführende Information: Die Geschichte des Genderismus, CIBA-Symposium, Geschlechtsumwandlung bei Kindern

Faschismus 3: Der Migrations-Faschismus

Das gleiche nochmal mit Migration.

Hakenkreuz-Symbol: Refugees-Welcome-Logo

Weiterführende Information: Flüchtlingshilfe

Faschismus 4: Der Antifa-Faschismus

Eine der übelsten faschistischen Organisationen ist dann die Antifa. Denn die duldet ja auch keine Abweichung von einem diktierten Ideal.

Jemanden als Faschist zu beschuldigen und zu bekämpfen ist selbst eine faschistische Methode.

Hakenkreuz-Symbol: Antifa-Fahne[ext]

Faschismus 5: Der Islam-Faschismus

Selbes Strickmuster. Man erklärt eine willkürliche, nicht nachprüfbare Gefühlslage zur höchsten Instanz und schlägt auf jeden ein, der nicht mitmacht.

Hakenkreuz-Symbol: Kopftuch, IS-Fahne

Faschismus 6: Der EU-Faschismus

Wir beobachten das gleiche beim EU-Wahn. Ich habe neulich schon geschrieben, dass die EU-Flagge quasi das neue Hakenkreuz ist, dazu noch als Kapuzenpulli dem FDJ-Design verblüffend nahe kommt. Und wieder wird jeder platt

Hakenkreuz-Symbol: EU-Flagge

Faschismus 7: Der Klima-Faschismus

Erleben wir gerade in Reinform, es wird der gefühlte Weltuntergang verkündet und dann auf jeden eingeprügelt, der nicht mitmacht.

Hakenkreuz-Symbol: Greta, Extinction-Rebellion-Symbol

Die Aktionen der Extinction Rebellion[wp] haben faschismus-technisch eine ähnliche Funktion wie damals die Nazi-Aufmärsche.

Schlussbemerkung

Verschiedene der Autoren der oben genannten Definitionen sind ja der Meinung, dass wir gerade wieder in eine Diktatur und in den Faschismus galoppieren, dass wir nicht in einer post­faschistischen, sondern in einer prä­faschistischen Periode leben.

Und danach sieht's wirklich aus. Und die schlimmsten Faschismus-Dienstleister sind die Antifa, die Gender-Studies und die Klima-Heinis. Obwohl Gender-Studies eigentlich schon wieder überholt sind, Migration und Islam sind stärker, vertragen sich damit aber nicht.

War der Nationalsozialismus links?

Zitat:

«Wenn der Konsens, auf dem Gesellschaft beruht, erst einmal an so vielen entscheidenden Punkten zerbrochen ist, kann er mit diskursiven, demokratischen Mitteln nicht wiederhergestellt werden, einfach deshalb, weil Wert- und Solidaritäts­entscheidungen nur begrenzt auf rationalem Wege ermittelt werden können. Die Zersplitterung der Gesellschaft und die Auflösung des sie tragenden Konsenses, verwandelt sie in ein Haifisch­becken aus einander bekämpfenden Teilgemeinschaften.»[10]

Zitat:

«Das Schicksal der Weimarer Republik[wp] enthält erstklassiges Anschauungs­material, wohin es führen muß, wenn bestehende Konsense zerstört, Regeln und Normen abgeschafft, existierende Homogenität verteufelt und beseitigt und die Gesellschaft systematisch in (heute ethnische) Gruppen zersplittert wird.»[10]

Zitat:

«Der "Kampf gegen Rechts", mitsamt seinen begleitenden Sprach­regelungen, Hexenjagden[wp], Geßlerhüten[wp] und Blockwarten[wp], seiner Gesinnungs­justiz, seinen Meinungs­paragraphen und den SA-Methoden seiner Protagonisten, erweckt nicht zufällig Assoziationen zum Dritten Reich, und es zeigen sich nicht zufällig in ihm die bereits deutlichen Umrisse eines Umerziehungs­staates, der seine Kritiker mundtot macht.»[10]

Faschismus und die Frauen

Zitat:

«[Hitlers] Ehelosigkeit, die Goebbels[wp] als Opfer des persönlichen Glücks für das Wohl der Nation darstellte, wurde von Hitler ebenfalls als funktionelle Notwendigkeit angesehen, um seine Popularität bei den deutschen Frauen zu erhalten, deren Unterstützung er als wesentlich für seinen Wahlerfolg betrachtete. (...) Der manipulative Zweck hinter dem "Hitler-Mythos" bestand von Anfang an. Er wurde von den Angehörigen der herrschenden Klassen, die zur aktiven Unterstützung der NSDAP bereit waren, in recht zynischen Worten als "Verdummung der Massen" begrüßt und gefördert.»[11]

Faschismus und die Gleichschaltung

Zitat:

«Eines der Markenzeichen faschistischer und totalitärer Systeme ist die Zerstörung des Pluralismus[wp]. Pluralismus in Lebens­weisen, Verhaltens­weisen und Meinungen gefährdet faschistische und totalitäre Systeme, deren Basis eine Heilslehre, ein Kern der als unumstößlich angesehenen Wahrheiten ist, ein Kern, der indes so fragil ist, dass er einen Pluralismus in Lebens­weisen, Verhaltens­weisen und Meinungen nicht ertragen kann. Entsprechend wichtig ist es für faschistische und totalitäre Systeme für Uniformität zu sorgen, ihre Bürger in Denken und Handeln gleichzuschalten oder ihnen doch zumindest so viel Angst einzuimpfen, dass sie sich in der Öffentlichkeit nicht trauen, sich andes als vorgegeben zu verhalten.»[12]

Inflation des Begriffs "Faschismus"

Deutsche Übersetzung
Es erscheint, dass das Wort "Faschismus", so wie es benutzt wird, fast völlig bedeutungslos ist. Im Gespräch wird es natürlich noch beliebiger als im Druck verwendet. Ich habe schon gehört, wie Leute es für Landwirte, Ladenbesitzer, Social Credit[wp], die Prügelstrafe, die Fuchsjagd, den Stierkampf, das [konservative britische] Komitee von 1922, das [links-liberale britische] Komitee von 1941, Kipling[wp], Gandhi, Tschiang Kai-schek[wp], Homosexualität, Priestleys[wp] Radio­sendungen, Jugend­herbergen, Astrologie, Frauen, Hunde und ich weiß nicht was noch alles verwendet haben. [13]
Englisches Original
It would seem that, as used, the word "Fascism" is almost entirely meaningless. In conversation, of course, it is used even more wildly than in print. I have heard it applied to farmers, shopkeepers, Social Credit[wp], corporal punishment, fox-hunting, bull-fighting, the 1922 Committee[wp], the 1941 Committee[wp], Kipling[wp], Gandhi[wp], Chiang Kai-shek[wp], homosexuality, Priestley's[wp] broadcasts, youth hostels, astrology, women, dogs and I don't know what else.  - George Orwell [14]

Faschismus und Antifaschismus

Zitat:

«Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: "Ich bin der Faschismus." Nein, er wird sagen: "Ich bin der Antifaschismus."» - Ignazio Silone[wp][15]

Zitat:

«Antifa ist die linke Ausprägung des Faschismus. Sie ist also selbst das, was sie vorgibt zu bekämpfen.»[16]

Zitat:

«Es gibt hier besonders bei der Linken eine Tendenz, dass alles, was nur ein bisschen rechts vom linken Denken ist, schon der Beginn des Faschismus ist.» - Joachim Gauck[wp][17]

Vom Wesen des Faschisten

Der Begriff "Faschisten" hat in seiner Wortbedeutung zwei (nach meinem derzeitigen Wissensstand) nicht ganz zu trennenden Herkunftspfade hat, beide von italienisch fascio oder fascia', was u.a. soviel wie Bund oder Bündel heißt, nämlich einmal die aus dem römischen stamenden Rutenbündel mit dem Beil als eine Art Machtsymbol und als Bedeutung von "Kampfverbände", die sich als kleine, anscheinend marodierende Kampf­gruppen aus Veteranen des ersten Weltkrieges gebildet hatten in der Aus­einander­setzung der Sozialisten/Kommunisten Italiens, die aber ein eigenes Land bleiben wollte (national) und russischen Kommunisten, die alles zu einer Suppe verarbeiten wollten.

Und dass die Entstehungs­reihenfolge Kommunisten - italienische Faschisten - kommunistische Antifaschisten als Gegen­kampf­gruppen - deutsche National­sozialisten war, es sich also eigentlich durchgehend um intra­sozialistische Bruderkämpfe handelt, die aus dem Streit um das Detail entstanden sind, ob man die National­staaten erhalten soll oder nicht. Der Streit zwischen Faschisten und Antifaschisten erinnert mich immer an Aldi Nord und Aldi Süd, das waren ja auch Brüder, die ursprünglich zusammen­gehörten und sich dann über den Detailstreit zerstritten und entzweiten, ob man an der Kasse Zigaretten anbieten solle oder nicht. Oder der Streit der Brüder Dassler, der zur Trennung in Adidas und Puma führte.

Ursprünglich war das eine rein interne Streiterei, aber weil man schon so viele Leute hatten, die unter der Bezeichnung "Anti­faschisten" gegen die "Faschisten" kämpften, ohne so genau verstanden zu haben, was sie da eigentlich tun, und es für deren Gemüter als zu schwierig erschien, sie auf ein neues Feindbild umzuprogrammieren, erklärte man ihnen einfach, dass die neuen Gegner USA = Kapitalisten und Deutsche = National­sozialisten auch alles "Faschisten" sind, obwohl zumindest im Allgemeinen nicht (schon in Bezug auf die SA, die wie so vieles kopiert war) stimmte. Auch seither ist der Antifa kein Licht mehr aufgegangen und noch heute kämpft sie nach dem Befehl von damals gegen alles, was man als "Faschisten" bezeichnet, egal, was es ist - Kapitalisten, Nazis, Amerikaner, Deutsche und so weiter und so fort. Programmierte Kampfroboter, die nie einer abgeschaltet hat.

Ein Leser hat mir dazu einen Link auf diesen Wikipedia-Artikel über "Schwarzhemden" mit einem einordnenden Zitat geschickt. Daraus nehme ich mal etwas mehr her:

Zitat:

«Als Schwarzhemden (italienisch: camicie nere) wurden inoffiziell die Mitglieder paramilitärischer Milizen der italienischen Faschisten bezeichnet. Offiziell formierten sich die Schwarzhemden von 1919 bis 1923 als Squadristen (italienisch: squadristi), danach von 1923 bis 1943 als faschistische Miliz (Milizia Volontaria per La Sicurezza Nazionale, kurz MVSN). [...]

Mussolini war wegen seiner Befürwortung eines Eintritts Italiens in den Ersten Weltkrieg an der Seite der Entente aus der Sozialistischen Partei Italiens (Partito Socialista Italiano, PSI) ausgeschlossen worden und hatte mit seiner Tageszeitung Il Popolo d'Italia weiter für den Kriegs­eintritt geworben. Um diesen Bestrebungen Nachdruck zu verleihen, hatte er 1914 die Fasci d'Azione Rivoluzionaria (FAR) gegründet, die sich nach Kriegseintritt auflösten.

Nach Kriegsende kam es in den Jahren 1919 und 1920 (Biennio rosso) besonders im industrialisierten Norditalien unter dem Eindruck der russischen Oktoberrevolution und der Agitation der Dritten Internationale zu Versuchen der Sozialisten und Syndikalisten, die herrschende Ordnung durch Fabrik­besetzungen, Land­besetzungen und Streiks zu stürzen und damit die Vor­aus­setzungen für den Übergang zu einer sozialistischen Gesellschafts­ordnung zu schaffen. Die Arbeiter organisierten sich teilweise in bewaffneten Kampfbünden.

Gegen diese revolutionären Kräfte formierte sich zunächst nur lokaler Widerstand von Kampf­gruppen aus arbeitslosen Soldaten bzw. Abenteurern, die Schutzgelder von Grundbesitzern erhielten bzw. mit der Industrie Werkschutz-Verträge schlossen. [...]

Am 23. März 1919 fasste Mussolini die lokalen Gruppen in Absprache mit deren Kommandanten unter der organisatorischen Leitung von Roberto Farinacci zusammen und gab ihnen den Namen "Fasci italiani di combattimento" (wörtlich: "Italienische Kampf­verbände"). Auf der Piazza San Sepolcro in Mailand verkündete er das Ziel der Gründung:

"[Heute] gründen wir eine Gegenpartei, die Fasci di Combattimento, sie wendet sich gegen zwei Gefahren. Erstens gegen den Hass der Linken und zweitens gegen deren Zerstörungswut."»[18]

Das heißt, dass zuerst, ausgehend von Russland, deren kommunistische "Revolution" ausbrach und die dann auch versuchten, sich in Italien auszubreiten und per Streik, Besetzungen und so weiter versuchten, das alles in eine sozialistische Gesellschafts­ordnung zu konvertieren.

Dagegen bildeten sich eben diese Fasci italiani di combattimento, gesteuert von Mussolini, finanziert von Industriellen und Grund­besitzern, die dem paramilitärisch entgegenwirkten.

Und gegen diesen Widerstand der "Faschisten" bildeten sich Gegen­kampf­einheiten der Kommunisten, eben die "Antifaschisten".

Ich hatte mal geschrieben, dass Hitler und seine Gang im Prinzip nur abgerissene Schießbuden­figuren waren, die vom ersten Weltkrieg übrig geblieben sind, da dann aber ein ominöser Geldkoffer auftauchte und sie von der Gattin eines Groß­industriellen erst mal gekämmt, gewaschen und eingekleidet worden waren, dass die da alle wirkten wie eine gecastete Boy-Band, und dass eigentlich alles, was diese Nazis symbolisch ausmachte, Uniformen, Hakenkreuz, Hitler-Gruß, "Heil Hitler", Rassen- und Erblehre, wild zusammenkopiert, geklaut, Zeitgeist war, nichts davon echt, das meiste aber von Mussolini kopiert.

Letzlich ist damit auch die ganze Situation, nämlich dass die, die durch den Kommunismus am meisten zu verlieren haben, die "Kapitalisten" im marxistischen Sprachgebrauch, schlicht die Gegner, sich damit kampf­erfahrene arbeitslose Soldaten des ersten Weltkrieges heranholten, um gegen den sich ausbreitenden Kommunismus zu kämpfen.

Interessant ist dabei besonders der im Text oben auftauchende Begriff der Entente, ich bringe den Satz nochmal:

Zitat:

«Mussolini war wegen seiner Befürwortung eines Eintritts Italiens in den Ersten Weltkrieg an der Seite der Entente aus der Sozialistischen Partei Italiens (Partito Socialista Italiano, PSI) ausgeschlossen worden und hatte mit seiner Tageszeitung Il Popolo d'Italia weiter für den Kriegs­eintritt geworben.»

Il Popolo d'Italia - eine Zeitung, die sich dem Weltkommunismus entgegenstellt - "Populisten".

Was ist Entente? Obwohl die Wikipedia längst links durchseucht und propagandistisch durchverlogen ist, findet man auch dazu eine paar interessante Zeilen:

Zitat:

«Die Triple Entente (kurz nur: Entente, von französisch entente "Einvernehmen", "Vereinbarung", "Absprache") war ein informelles Bündnis zwischen dem Vereinigten Königreich, Frankreich und Russland. Sie entstand auf Basis der Französisch-Russischen Allianz von 1894. Großbritannien (damals unter Premier­minister Arthur Balfour) und Frankreich (damals unter Staats­präsident Émile Loubet) legten 1904 ihre Interessen­gegensätze bei (Entente cordiale); Großbritannien (damals unter Premier­minister Henry Campbell-Bannerman) und das Kaiserreich Russland (unter Nikolaus II.) schlossen 1907 den Vertrag von Sankt Petersburg.

Da außer dem französisch-russischen Bündnis keine weitergehenden bindenden Verpflichtungen bestanden, war die Wirkmächtigkeit der Triple Entente zunächst eher beschränkt. Vielmehr entstand durch informelle Militär­absprachen das Gespenst einer "Einkreisung", was die politische Entwicklung in Deutschland bis zum Ersten Weltkrieg beeinflusste.

In der Geschichte verankert ist die Bedeutung der Triple Entente als kriegs­entscheidende Koalition im Ersten Weltkrieg. Ihre Gegner waren die Mittelmächte, von denen das Deutsche Kaiserreich und die Habsburger­monarchie Österreich-Ungarn die wichtigsten Verbündeten waren. Das Militärbündnis der Triple Entente basierte auf dem Pakt von London, der am 5. September 1914 (etwa einen Monat nach Kriegsbeginn) geschlossen wurde. [...]

Die USA (Kriegserklärung an Deutschland am 6. April 1917) legten Wert darauf, nur eine assoziierte Macht zu sein. Präsident Woodrow Wilson[wp] wollte so eine Sonderrolle der USA begründen, die ihm potentiell eine Vermittler­rolle ermöglichen sollte. Ausdruck dieser Rolle war auch, dass die USA zunächst nur Deutschland den Krieg erklärten, nicht Deutschlands Verbündeten.[3] Erst am 7. Dezember 1917 folgte, nach dem Zusammenbruch der italienischen Front am Isonzo, auch die Kriegserklärung an Österreich-Ungarn. [...]

Nach der Oktoberrevolution[wp] 1917 wurde zwischen Deutschland und Sowjetrussland zunächst im Dezember 1917 ein Waffen­stillstand und am 3. März 1918 der Friedens­vertrag von Brest-Litowsk geschlossen. Damit war der Erste Weltkrieg an der Ostfront beendet und die Situation veränderte sich: Aus Verbündeten wurden Feinde. So landeten bereits drei Tage später britische Truppen auf russischem Territorium. Es folgten weitere Invasionen französischer, amerikanischer, japanischer und griechischer Truppen in verschiedenen Regionen des ehemaligen Russlands zur Unterstützung der Weißen Armee bei der Restauration und zur Wahrung bzw. Erweiterung von Einfluss­sphären.

Wichtiger für die Fortdauer des Russischen Bürgerkriegs waren allerdings die massiven Lieferungen und Hilfs­leistungen der Entente an die weißen Truppen in Sibirien und Südrussland (Ukraine). Winston Churchill[wp] schrieb in einem Memorandum vom 15. September 1919, England hätte 1919 für die weißen Truppen in Russland die enorme Summe von 100 Millionen Pfund ausgegeben und Frankreich im selben Jahr zwischen 30 und 40 Millionen Pfund.[4] Die militärische Unterstützung erfolgte bis 1922 und endete mit einem Debakel.

Siehe dazu auch: Intervention der Entente-Mächte im Russischen Bürgerkrieg[wp]

[Begriffserklärung: Als Weiße Armee (russisch Белая армия Belaja armija; Original­schreibweise: Бѣлая армія), auch Weiße Garde (russisch Белая гвардия Belaja gwardija), bezeichnet man die Truppen der russischen Weißen Bewegung, die im Russischen Bürgerkrieg (1918-1922) gegen die Bolschewiki kämpften und deren Haupt­kontrahenten waren. Keimzelle der Weißen Armee war die Freiwilligen­armee.]»[19]

Das war also eine Verbindung aus Frankreich, England, dem Zarenreich Russland und etwas entfernter den USA, also im Prinzip fast dieselbe Kombination, die später als die West­aliierten im zweiten Weltkrieg auftraten.

Und das wiederholte sich im Prinzip dreimal, eigentlich vier- oder fünfmal:

  • Im russischen Bürgerkrieg, Weiße Armee (Zarenanhänger) gegen Rote Armee (Bolschewisten)
  • Italien, Faschisten gegen Kommunistischen Umbau, Mussolini will in den ersten Weltkrieg gegen die Kommunisten eintreten
  • Hitler-Deutschland
  • Zweiter Weltkrieg
  • Und eigentlich muss man den von der DDR gedeckten und geförderten Terror der Rote Armee Fraktion[wp] (RAF) gegen die BRD genau darin einordnen - Rote Armee-Fraktion eben

Beachtlicherweise gab es die Erkenntnis, dass Hitler­deutschland und der Nationalsozialismus eine Abwehr­reaktion gegen den sich aggressiv ausbreitenden Kommunismus in Russland (bis zum ersten Weltkrieg direkt angrenzender Nachbar des Deutschen Reiches und auch danach noch gefühlter Nachbar) war, was ja schließlich und letztendlich auch nachgelesen werden kann, schon einmal, führte aber zum "Historikerstreit"[wp] ab 1986, hauptsächlich zwischen Ernst Nolte[wp] und Jürgen Habermas[wp].

Wikipedia über Nolte:

Zitat:

«Ernst Nolte (* 11. Januar 1923 in Witten; † 18. August 2016 in Berlin) war ein deutscher Historiker und Philosoph. Insbesondere seine Studien zum europäischen Faschismus, die er in den 1960er Jahren vorlegte, waren einflussreich. Seine These von einem "kausalen Nexus" zwischen den Verbrechen des Gulag[wp]-Systems in der Sowjetunion und dem Holocaust, der Vernichtung der europäischen Juden im Nationalsozialismus, löste 1986 den Historikerstreit[wp] aus.»[20]

Und:

Zitat:

«Am 11. Juli 1986 veröffentlichte die Wochenzeitung Die Zeit den Artikel Eine Art Schadensabwicklung, den sie auf Seite 1 als "Kampfansage" vorstellte. Darin kritisierte Jürgen Habermas "die apologetischen Tendenzen in der deutschen Zeit­geschichts­schreibung" (Untertitel), namentlich in Aufsätzen von Michael Stürmer, Andreas Hillgruber, Klaus Hildebrand und vor allem Ernst Nolte. Er stellte seinem Artikel ein Zitat Noltes voran, wonach Hitler eine "asiatische" Tat - den Holocaust - als Reaktion auf bekannte stalinistische Verbrechen begangen und die Forschung diesen Zusammenhang bislang ignoriert habe.»[21]

Ich halte Habermas für einen demagogischen Schwätzer und kommunistischen Idioten, schon wegen dessen Beteiligung an der kommunistischen Frankfurter Schule, zumal die von in die USA geflohenen gegründet war, die ihre zentrale Aufgabe darin sahen, Geschichte so zu bügeln, dass sie ihnen passt. Mir schaudert's, wenn ich sehe, wieviele Neodeppen Habermas hinterherlaufen [...]

Es wiederholt sich

Ich habe schon oft geschrieben, dass wir in einer um 100 Jahre verschobenen Wiederholung der Vorgänge ab 1917 stecken. Schon das damalige kommunistische Reich war darauf ausgelegt und angewiesen, das russische und das deutsche Reich zusammenzulegen und zu einem großen kommunistischen Europa zu verbinden - zum Grausen von England und Frankreich.
- Hadmut Danisch[22]

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 Wörterbuch Redlichkeit für Führungskräfte (A-G), abgelesen am 1. August 2011 (Webseite existiert nicht mehr, es wird ins Webarchiv verlinkt)
  2. Francois Bondy: Pfade der Neugier: Portraits. Benziger: Einsiedeln, 1988. S. 84 (Mit diesen Worten wird Silone von Francois Bondy zitiert - das Zitat selbst kommt in Silones eigenen Werken nicht vor.)
  3. 3,0 3,1 3,2 George Orwell in Tribune 24 March 1944
  4. Deutsche Übersetzung und Kommentar dazu: Was ist eigentlich ein "Nazi"? Schon George Orwell beklagte sich über die hohle Phrase, Mannikos Blog am 5. Oktober 2019
  5. 5,0 5,1 Dr. Nathan Warszawski: Ist "Faschismus" definierbar? Was unterscheidet den Faschismus vom Kommunismus, Sozialismus und von der Demokratie?, haolam.de am 16. September 2019
  6. Hadmut Danisch: Zwei ganz unterschiedliche Museen, Ansichten eines Informatikers am 16. Juni 2019
  7. Hadmut Danisch: Das verbotene Buch, Ansichten eines Informatikers am 24. Februar 2018
  8. Hadmut Danisch: Die Rhetorikübungen des Adolf Spiderman, Ansichten eines Informatikers am 14. September 2019
  9. Hadmut Danisch: Die sieben Faschismen unserer Zeit, Ansichten eines Informatikers am 8. Oktober 2019
  10. Pdf-icon-extern.svg Der Hitler-Mythos[ext] - Ian Kershaw, DVA (394 Seiten, S. 15f.)
  11. Dr. habil. Heike Diefenbach und Michael Klein: Gleichschaltung beginnt in den Schulen, Kritische Wissenschaft - critical science am 21. Januar 2013
  12. Übersetzung M. C. Henrich
  13. "As I Please" von George Orwell, 24. März 1944, Tribune
  14. Bondy, Francois: Pfade der Neugier: Portraits. Benziger: Einsiedeln, 1988. S. 84 (Mit diesen Worten wird Silone von Francois Bondy zitiert - das Zitat selbst kommt in Silones eigenen Werken nicht vor.)
  15. Twitter: fj_strauss - 6. Sep. 2014 - 06:43
  16. Giovanni Deriu: Bei Lanz: Gauck in einsamer Mission, Tichys Einblick am 21. Juni 2019
  17. Wikipedia: Schwarzhemden
  18. Wikipedia: Triple Entente
  19. Wikipedia: Ernst Nolte
  20. Wikipedia: Jürgen Habermas
  21. Hadmut Danisch: Vom Wesen des Faschisten, Ansichten eines Informatikers 11. August 2019

Querverweise

Netzverweise