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Feminismus basiert auf der Verschwörungstheorie, Männer auf der gesamten Welt hätten sich kollektiv gegen die Weiber verschworen, um sie zu unterdrücken, zu schlagen, zu vergewaltigen und auszubeuten. Feministinnen bekämpfen Ehe und Familie, weil die bürgerliche Familie das Feindbild ist. Frauen werden kollektiv als Opfer inszeniert und Männer als Täter denunziert. So manifestiert sich ein Ressentiment gegen alles Männliche bis hin zum offenen Männerhass. Dies bewirkt eine tiefgreifende Spaltung der Gesellschaft, die es zu überwinden gilt.

Michael Blume

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Michael Blume
Michael Blume.jpg
Geboren 1976
Beruf Religionswissenschaftler
URL blume-religionswissenschaft.de
Twitter @BlumeEvolution

Michael Blume (* 1976 in Filderstadt) ist ein deutscher Religionswissenschaftler und Referatsleiter für nicht­christliche Religionen im Staats­ministerium Baden-Württemberg sowie Beauftragter der Landes­regierung gegen Antisemitismus. Er forscht, lehrt und veröffentlicht zu Fragen des christlich-islamischen Dialoges in Deutschland, zum Zusammenhang von Religion und Demographie sowie zur Entwicklung der Neuro­theologie.

Zitat:

«Dr. Michael Blume ist Religions- und Politik­wissenschaftler. Der evangelische Christ ist mit einer Muslimin verheiratet und leitet das Referat "Nicht­christliche Religionen, Werte, Minderheiten und Projekte Nordirak" im Staats­ministerium Baden-Württem­berg. 2015/16 verantwortete er das Sonder­kontingent des Landes für schutz­bedürftige Frauen und Kinder aus dem Nordirak. Er hat über Religion und Hirn­forschung ("Neuro­theologie") promoviert. Für seinen Blog wurde er 2009 von den führenden Wissenschafts­bloggern mit dem Scilogs-Preis ausgezeichnet; als erster Deutscher wurde er in das internationale Forscher­netzwerk der "Evolutionary Religious Studies" berufen. Er forscht und publiziert u. a. zu Religion und Demographie, Identitäten und Kulturen, Religions­psychologie und Hirnforschung, Evolution der Religionen sowie Medien- und Netzkultur[1]

Kritik

Vermehrt seit 2019 wird Blumes Äquidistanz und Gleichmacherei kritisiert. Antisemitismus-Beauftragte würden installiert, um Aktivitäten vorzutäuschen, in Wahrheit aber jede wirksame Maßnahme zu unterlassen und gleichzeitig politisch unliebsame Mitbürger, insbesondere jüdische Bürger, die nicht ins Schema passten, zu beschimpfen und anzugreifen.[2][3][4] Die Kritik gipfelte, nachdem Blume dem Simon-Wiesenthal-Zentrum indirekt mangelnde Seriosität unterstellt hatte, in Rücktrittsforderungen an Michael Blume seitens des Wiesenthal-Zentrums sowie sogar seitens der Jerusalem Post.[5][6]

Literatur

Islam in der Krise (2017)
  • Islam in der Krise. Eine Weltreligion zwischen Radikalisierung und stillem Rückzug. Patmos 2017, ISBN 3-8436-0956-X[7]
  • Religion und Demographie. Warum es ohne Glauben an Kindern mangelt. ScieBooks 2014, ASIN B00JAM212E[8]
  • Rüdiger Vaas, Michael Blume: Gott, Gene und Gehirn. Warum Glaube nützt. Zur Evolution der Religiosität, Hirzel 2009
  • Michael Blume: Neurotheologie. Hirnforscher erkunden den Glauben., Erweiterte Neuauflage, Tectum 2009
  • Fachbereich Religionsbiologie / Evolutionsforschung im Handbuch der Religionen (Olzog)

Artikel

  • Pdf-icon-extern.svg Der (r)evolutionäre Erfolg von Religion. Folgen für Säkularisierungstheorien und Theologie(n)[ext] - Michael Blume, 2009 (31)
  • Pdf-icon-extern.svg Der übersehene Wettbewerb der Religionen - Glauben und Demografie[ext] - Michael Blume, April 2008 (5)
  • Pdf-icon-extern.svg Evolutionsgeschichte der Religion - Glauben stärkt Kooperation und Reproduktion[ext] - Michael Blume, Mitteilungen der Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte Bd. 29, 2008, S. 21-38 (18)
  • Pdf-icon-extern.svg Wird Deutschland islamisch?[ext] - Michael Blume, Bad Boll, 24. November 2007 (24)
  • Pdf-icon-extern.svg Religion und Demografie - Vom biologischen Erfolg des Glaubens[ext] - Michael Blume, Universität Leipzig, 8. Mai 2007 (22)
  • Pdf-icon-extern.svg Religiosität als demographischer Faktor - Ein unterschätzter Zusammenhang?[ext] - Michael Blume, Marburg Journal of Religion: Volume 11, No. 1, June 2006 (24) (ALLBUS-Auswertung, Universität Tübingen 2006)
  • Pdf-icon-extern.svg Islam in Deutschland 2030 - Erstellung einer begründeten Prognose[ext] - Michael Blume, Seminarbericht Universität Tübingen, Sommersemester 2006 (13)

Interview

Einzelnachweise

  1. Michael Blume im Patmos Verlag
  2. Chaim Noll: Gern auf der schwarzen Liste, AchGut-Blog am 1. April 2019
  3. Gerd Buurmann: Bei Michael Blume sind wir alle Opfer, AchGut-Blog am 7. April 2019
  4. Gerfried Pongratz: Warum Antisemitismus uns alle bedroht, Humanistischer Pressedienst am 5. April 2019
  5. Vgl. Blumes Twitter-Nachricht: @BlumeEvolution - 19. März 2019 - 10:30
  6. Sprachkasse, Blog Chajm Guski am 25. März 2019
  7. Der Islam scheint selbstbewusst zu expandieren. Doch das Gegenteil ist der Fall. Der Religions­wissen­schaftler Michael Blume erklärt das Szenario als Symptom einer weltweiten tiefen Krise des Islams. Er zeigt: Es ist nicht einmal mehr klar, wie viele Muslime es tatsächlich noch gibt.
    Blume verweist auf massive Säkularisierungs­prozesse[wp] in der islamischen Welt. Er benennt, was die einstige Hochkultur in Krisen und Kriege stürzen ließ. Die bis heute reichende Bildungs­krise der islamischen Zivilisation wurde im 15. Jahrhundert eingeleitet. Faktisch werden viele arabisch-islamische Staaten nur am Leben erhalten durch den Ölverkauf, der demokratische Entwicklungen erstickt. Mangels einer schlüssigen Erklärung für den Niedergang übernehmen zahlreiche Muslime Verschwörungs­mythen aus dem Westen und befördern damit weitere Akte terroristischer Gewalt.
    Das Buch bietet eine Chance, die Krise des Islams und die Konflikte zwischen den Kulturen besser zu verstehen und gemeinsam zu neuen Lösungswegen zu kommen. - Patmos: Islam in der Krise
  8. ScieBooks: Relligion und Demographie
  9. Anreißer: Entgegen der Angst vor einer Islamisierung ist der Islam weltweit auf dem Rückzug. Immer weniger Muslime leben ihren Glauben aktiv aus. Das belegen Zahlen, die der Religionswissenschaftler Michael Blume für sein aktuelles Buch gesammelt hat.
  10. Meines Erachtens werden Atheisten in absehbarer Zeit nicht aussterben, weil unter den Bedingungen von Wohlstand, Bildung und existentieller Sicherheit viele Menschen ihre religiösen Identitäten zunehmend aufgeben. Durch Säkularisierungs­prozesse können Anzahl und Bevölkerungs­anteil von Nicht­religiösen sogar zeitweise wachsen! Zumindest in freiheitlichen Gesellschaften rechne ich mit einer zunehmenden, religiösen und welt­anschaulichen Vielfalt, wobei streng-religiöse, durch­schnittlich kinder­reiche Gemeinschaften und durch­schnittlich kinder­arme Atheisten die beiden Extrem­positionen bilden, zwischen denen sich viele liberal-religiöse, spirituelle und auch esoterische Traditionen bewegen. Da stirbt keine Seite aus - Homo religiosus war und wird kein eindimensionales Wesen sein.
  11. Anreißer: Der Religionswissenschaftler Michael Blume beobachtet einen "stillen Rückzug" der Muslime. Viele hätten Glaubenszweifel und mit der Religion wenig oder gar nichts mehr zu tun, sagte er im Dlf. "Der Islam ist eigentlich in einer Krise - auch zahlenmäßig".
  12. Der Religionswissenschaftler Michael Blume sieht den Islam vor großen Veränderungen. Eine seiner Thesen: Immer mehr Gläubige der jüngeren Generationen lösten sich von der Religion. Viele andere hätten Probleme, den Islam, wie er heute ist, mit ihrem Leben in Einklang zu bringen. Im Interview mit FOCUS Online erläutert Blume seine wichtigsten Thesen.

Netzverweise