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Feminismus basiert auf der Verschwörungstheorie, Männer auf der gesamten Welt hätten sich kollektiv gegen die Weiber verschworen, um sie zu unterdrücken, zu schlagen, zu vergewaltigen und auszubeuten. Feministinnen bekämpfen Ehe und Familie, weil die bürgerliche Familie das Feindbild ist. Frauen werden kollektiv als Opfer inszeniert und Männer als Täter denunziert. So manifestiert sich ein Ressentiment gegen alles Männliche bis hin zum offenen Männerhass. Dies bewirkt eine tiefgreifende Spaltung der Gesellschaft, die es zu überwinden gilt.

Sporno

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Hauptseite » Sport » Sporno

Die Wortschöpfung Sporno basiert auf dem Ausdruck "when sport meets porn" und bezeichnet die Orientierung am Sportler als Sexsymbol.[1]

Ursprung

Die Bezeichnung sporno geht auf den britischen Journalisten Mark Simpson[wp] zurück. Er veröffentlichte den Essay "The metro­sexual is dead. Long live the 'sporno­sexual'" in der englischen Zeitung Telegraph [2] und diskutierte dort den Einfluss von Selfies, sozialen Netzwerken[wp] und Pornos auf das Geltungs­bedürfnis von Männern.

Simpson gilt auch als (Mit-)Erfinder des Begriffs "Metrosexualität"[wp]. Sporno­sexuelle sieht er jedoch noch als Steigerung von Metro­sexuellen: "Der Sporno­sexuelle ist die extremere, über­sexualisierte und körper­fokussierte Version des 'Metros'."[3]

Definition

Zitat:

«Der Sporno liebt seinen Körper und seine Muckis. Heißt: Sein Zuhause ist nicht mehr die Herren-Boutique, sondern das Gym. Sein Geld gibt er nicht mehr vorrangig für die neueste Mode aus, sondern für die Ertüchtigung seines Körpers. Dem Sporno kommt es nicht allein darauf an, was er trägt, sondern wie der Körper unterm Designer-Outfit aussieht. Und: Der gestählte Leib wird bei jeder sich bietenden Gelegenheit entblößt und präsentiert.

Simpson: "Männer wollen heute für ihren Körper begehrt werden, nicht für ihre Garderobe." Der eitle Mann galt laut Simpson lange als pervers. Die plötzliche Lust der Männer an der eigenen, nackten Erscheinung ist für den Journalisten eine ganz natürliche Entwicklung im Paarungs­verhalten mit seinen emanzipierten Genossinnen. Sporno­sexualität macht den Narziss[wp] endlich gesellschafts­fähig.»[4]

Zitat:

«Spornosexueller

Wir befinden uns mitten in der Fußball-Welt­meister­schaft, am Beginn der zweiten, entscheidenden Halbzeit. Seit Wochen prägt dieses Großereignis das Tages­gespräch. Unter anderem wird in der großen Schar der Fußballer der ideale Männer­körper gesucht. Es geht nicht um den schönsten Spieler(körper), sondern um einen Körpertyp, um den Mann, und besonders den Sportler, als Sexsymbol. Dabei heraus­gekommen ist der Sporno­sexuelle. Der Wortteil "Sporno" wird dabei auf das englische "when sport meets porn" zurückgeführt. Geprägt wurde dieser Begriff von dem britischen Journalisten Mark Simpson, auf den auch das kulturelle Kunstgebilde des metro­sexuellen Mannes zurückgeht. Die Presse feiert den Sporno­sexuellen als stärker körper­fokussierte Version des Metro­sexuellen. Wenn Sie unbedingt Namen hören wollen: Ronaldo[wp] ist ein typisches Exemplar dieses Männertyps, und James Rodríguez[wp], der kolumbianische Mittelfeldspieler, wohl auch.»[5]

Kritik

Das feministische Hassblatt EMMA mokiert sich über eine "Porno­graphisierung im Sport".
Sportlerinnen oder Pornostars?

Sex sells. Auch im Frauensport. Sport­wissen­schaftler analysieren fünf Stufen der Porno­graphisierung im aktuellen Sport. Ziehen sich unsere WM-Mädels auch noch aus?

Das Stadion ist restlos ausverkauft, 40000 Zuschauer fiebern dem Einlauf der Footballerinnen entgegen, das heutige Match verspricht besonders aufregend zu werden. Es treten an: "San Diego Seduction" gegen "Dallas Desire". Es ist soweit: Die Spielerinnen rennen aufs Feld und das Gejohle wird bei ihrem Anblick noch lauter, denn: Die 14 Football-Ladies tragen Helm und Schulterschutz und ansonsten - fast nichts.

Ihre knappen Höschen enden haarscharf an der Schamhaar­grenze, ihre Bustiers werden von über­dimensionierten Silikon-Brüsten gesprengt. Ihren Oberschenkel umfasst ein schwarzes Band, das nicht zufällig an ein Strapsen-Strumpfband erinnert. Die Fans sind begeistert. Welcome bei der amerikanischen Lingerie-League! - der Damen-Football-Unterwäschen-Liga.

Das Phänomen hat einen Namen: "Sporno" - die Kombination aus Sport und Porno. Zwei Wissenschaftler an der Deutschen Sport­hoch­schule Köln erforschen es. "Die zunehmende Sexualisierung des Sports ist ja schon länger offensichtlich und auch wissen­schaftlich belegt", erklären Jörg-Uwe Nieland und Daniela Schaaf. So hatte die Sport­wissen­schaftlerin Gertrud Pfister bereits vor zehn Jahren das "Kournikova-Syndrom" ausgemacht, benannt nach der russischen Tennis­spielerin Anna Kurnikova[wp], die es dank lolita­hafter Inszenierung trotz mäßiger Leistung zur größten Medien­auf­merksamkeit der Tenniswelt und hoch­dotierten Werbe­verträgen brachte.

Sozialwissenschaftler Nieland und Kommunikations­wissen­schaftlerin Schaaf war aufgefallen, dass es "inzwischen eine deutliche Steigerung dieser Sexualisierungs­tendenzen gibt, die man schon als Porno­graphisierung bezeichnen muss." Dem gingen die beiden nach. Und waren überrascht "von Quantität und Qualität dieser Porno­graphisierung".

Zum Beispiel von der Fotostrecke mit der brasilianischen Fußballerin Laísa Andrioli, die 2008 im Magazin Sexy, dem brasilianischen Playboy-Pendant, posierte. Die National­spielerin und Team-Kollegin von Weltfußballerin Marta[wp], die im selben Jahr mit ihrem Team im Olympia-Finale in Peking triumphierte, bespielte in Sexy die ganze Palette weiblicher Unterwürfigkeit: Mit Strick und Sprossenwand oder in einem laufstall­artigen Holzgitter-Bett, auf dem sich die 20-jährige Fußballerin mit einer Pinzette die letzten Schamhaare auszupfte. "Wir haben nicht erwartet, dass aktive Sportlerinnen solche Bilder von sich präsentieren", sagen Schaaf und Nieland.

Dabei sind wir hier erst auf Stufe eins der "Sporno-Treppe", die das Wissenschafts-Duo aufgestellt hat: der "Porno­graphisierung der medialen Kommunikation mit Sportlern". Die ist auch hierzu­lande zu beobachten. Mehr als 30 deutsche Sportlerinnen haben sich seit 1995 - übrigens das Geburtsjahr des "Sport­managements", das es bis dahin als Berufsbild nicht gab - für den Playboy oder ein anderes einschlägiges Männermagazin ausgezogen, von Eiskunst­läuferin Tanja Szewczenko[wp] über Fechterin Britta Heidemann[wp] bis Boxerin Regina Halmich[wp]. Allerdings gilt, im Gegensatz zur brasilianischen Sexy, für Promis die "Boobs and Butt-Regel": Brüste und Po müssen gezeigt werden, das Geschlechtsteil nicht. Aber schon das gereicht der Sportlerin (und ihrem Manager) zum finanziellen Vorteil, wie Schaaf bei ihrer Untersuchung von über 72000 Werbeanzeigen in zehn Jahren herausfand: Acht der zehn Sportlerinnen, die zwischen 1995 und 2005 am häufigsten als Werbe-Testimonials vorkamen, "hatten vorher eine erotische Medienpräsenz". Wie Tennis-Genie Steffi Graf[wp], die sich auf dem Höhepunkt der Steueraffäre ihres Vaters im Bikini in der amerikanischen Sports Illustrated zeigte. Manchmal sind Werbung und erotische Medien­präsenz auch dasselbe. Zum Beispiel bei Biathlon-Queen Magdalena Neuner, die in "heißen Dessous" (Bild) für Mey-Unter­wäsche wirbt.

Stufe zwei auf der Sporno-Skala: Die "Sexualisierung von etablierten Sport­arten". Als Parade­beispiel gilt hier der Beach­volley­ball: Der Weltverband FIVB wollte die Sportart für Zuschauer "attraktiver" machen und änderte die Trikot­ordnung - nur für weibliche Spieler, versteht sich. Denen schrieb er Badeanzug oder Bikini vor. Und die Rechnung geht auf: Bezeichnender­weise sehen sich so viele Herren mit Begeisterung die verschwitzten knapp bekleideten Damen an, dass Beach­volley­ball eine der raren Sportarten ist, bei denen die Sportlerinnen die Sportler in Sachen Sponsoren­verträge und Preis­gelder überholten.

Der Deutsche Basketball-Bund (DBB) hingegen lehnte eine Änderung der Kleider­ordnung der Damen laut, die DBB-Präsident Ingo Weiss jedoch hart konterte: "Wir wollen auf keinen Fall, dass die Mädels demnächst im String-Tanga herum­hüpfen, nur um drei Zuschauer mehr in die Halle zu locken!" Sportkleidung, so Weiss, müsse nur eins sein: "athleten­gerecht". Wenn man sich auf Stufe drei der Sporno-Treppe befindet, der "Neuschaffung von porno­graphisierten Sportarten", spielt Athleten­gerechtigkeit ohnehin keine Rolle mehr. Die Bustiers der Lingerie-Football-League-Damen schützen die Spielerinnen wohl nur äußerst dürftig, wenn ihre Körper mit voller Wucht aufeinander­knallen.

Zumal die Ladies nur über rudimentäre Football-Kenntnisse verfügen: Ihre Schlüssel­qualifikation besteht in ihrer üppigen Oberweite. "Deshalb überrascht es kaum, dass zahlreiche Spielerinnen der Lingerie-League aus der Sex- und Porno-Branche kommen", erklären Schaaf und Nieland. "Sowohl bei den öffentlichen Trainings als auch ihren Auftritten in Nachtclubs werden Merchandising-Artikel en masse verkauft."

Die Geburtsstunde der Lingerie-Football-League ist die Halbzeitpause des Superbowls 2003, also des Endspiels der Männer-Football-Liga. Damals traten die Porno-Ladies zum ersten Mal an. Was als Pausen­füller für das Pay-TV gedacht war, lockte Millionen Zuschauer vor die Fernseh­bild­schirme, seit 2009 spielt die Lingerie-Football-League als Profi-Liga vor ausverkauften Stadien.

Stufe vier der Sporno-Treppe nennen Schaaf und Nieland: die "Adaption von Riten der Rotlicht­branche als neue Sportart". Für ähnliche Zuschauer­zahlen wie die Lingerie-League könnte womöglich das Pole-Dancing[wp] sorgen, wenn es im Jahr 2016 olympische Disziplin wird. Pole-Dancing olympisch? Ja, kein Witz. Wenn es nach dem Pole-Dance-Weltverband gegangen wäre, hätte der Stangen-Tanz aus dem Rotlicht­milieu schon 2012 in London zum Sportarten-Repertoire gehört. Aber das Internationale Olympische Komitee befand die Strukturen der Sportart für "noch nicht ausreichend", stellte allerdings eine Zustimmung für Rio de Janeiro 2016 in Aussicht.

Was im Alltag längst gelaufen ist - Pole-Dancing-Kurse für die "fitness­bewusste Frau" werden heute in jeder Kleinstadt angeboten - findet nun auch seinen Weg in die große Sport-Arena mit ihrem Millionen­publikum.

Und schließlich Stufe fünf: "Sport als Motiv in Sex- und Pornofilmen". "Sport" firmiert als feste Kategorie auf vielen Porno-Websites, aber nackte Frauen, die sich an Golfschlägern räkeln, kann man auch per Knopfdruck auf die Fernbedienung sehen: Die "Sexy Sport Clips", die ab Mitternacht auf SPORT1 (früher: Deutsches Sport­fernsehen) laufen, zeigen, was Frauen nicht können (einen Ball werfen oder ihn per Tennisschläger über ein Netz schlagen) und was sie können (sich ausziehen und am Schläger reiben).

Wie praktisch, dass sich der geneigte Zuschauer nach einem Frauenfußball-Bundes­liga­spiel oder der Übertragung der Leicht­athletik-WM inclusive Diskus­werferinnen und Gewicht­heberinnen mit Hilfe der "Sexy Sport Clips" davon überzeugen kann, dass die (Geschlechter)Welt doch noch in Ordnung ist.

Womöglich gerät aber die Welt der Sportlerinnen langsam aber sicher aus den Fugen. "Wir kommen an einen Punkt, wo die sportliche Leistung und die Authentizität des Sports hinter der Attraktivität der Sportlerin zurücktritt", befürchten die Wissenschaftler. Da stellen sich weitere Fragen, zum Beispiel die: "Wird demnächst von Sportlerinnen erwartet, dass in ihrer Präsentations­mappe auch erotische Fotos sind? Drängt womöglich ihr Management Sportverband dazu?" Nicht nur Spitzen­sportlerinnen sind betroffen.

"Auch bei der Mädchen-Handball-Mannschaft in der Kreisklasse könnte leicht jemand auf die Idee kommen zu sagen: Wir machen jetzt mal einen Nackt-Kalender, damit was in die Mannschafts­kasse kommt oder ein lokaler Sponsor anbeißt. Und da kann ganz schnell ein Gruppenzwang entstehen", fürchtet Jörg-Uwe Nieland.

A propos: Vielleicht sehen wir ja pünktlich zur Frauen-Fußball-WM die erste National­spielerin im Playboy. Doris Fitschen, Ex-Nationalspielerin und Marketing-Managerin der National­mannschaft jedenfalls, hätte nichts dagegen. "Wenn eine Spielerin das möchte, kann sie das machen. Wir legen ihr keine Steine in den Weg." Ist der DFB auch schon spornifiziert?
- EMMA[6]

Einzelnachweise

  1. Violetta Simon: Männertyp "Spornosexual": Seht! Mich! An!, Süddeutsche Zeitung am 11. Juni 2014 (Ein neuer Männertyp wurde gesichtet - der "Spornosexual". Er gilt als Nachkomme des metrosexuellen Mannes, präsentiert seinen gemeißelten Körper auf dem Marktplatz der Eitelkeiten und will vor allem eines: begehrt werden.)
  2. Mark Simpson[wp]: Fashion and style: The metrosexual is dead. Long live the 'spornosexual', Telegraph am 10. Juni 2014 (20 years ago, Mark Simpson coined the term 'metrosexual'. But now a new, more extreme, sex- and body-obsessed version has emerged, he explains.)
  3. Metrosexualität war gestern: Mann von heute ist "sporno", n-tv am 19. Juni 2014 (Früher wurden Frauen mit Geld und Garderobe beeindruckt. Heute setzen Männer auf ihren Körper. Ein britischer Wissenschaftlicher beschreibt den neuesten Trend beim starken Geschlecht.)
  4. Thomas Helbing: Metrosexualität ist out: Männer sind jetzt spornosexuell, Stylebook am 16. Juni 2014 (Der metrosexuelle Mann hat einen Nachfolger: der Spornosexuelle! Bei ihm kommt es weniger darauf an wie die Klamotte, sondern der Körper des Typs darunter aussieht.)
  5. Lothar Lemnitzer: Neue Wörter des Juni: Stehen Spornosexuelle auf Wiederholungsbeißer?, Die Welt am 1. Juli 2014 (Tag für Tag wird die deutsche Sprache um neue Wörter bereichert. Ein Berliner Linguist fischt sie aus dem Internet. Jeden Monat stellt er für die "Welt" die schönsten und interessantesten davon vor.)
  6. Sportlerinnen oder Pornostars?, EMMA Frühling 2011

Netzverweise