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Wertewandel
Der Begriff Wertewandel bezeichnet die Veränderung von tradierten und gesellschaftlich maßgeblichen Wertevorstellungen in ihrer Eigenschaft als moralischer Orientierungsgrundlage eines Gemeinwesens.
Verwendungszitate
| Zitat: | «Durch "Wertewandel“ zum Orwell'schen Weltstaat
Seit den 1980er Jahren ist die Rede vom "Wertewandel" allgegenwärtig. Inwieweit dieser objektiven Gegebenheiten oder subjektiven Agenden folgt, vermag niemand zu sagen. Schon in Goethes Faust[wp] bemerkt Mephisto[wp] auf dem Maifest: "Man weiß nicht: Schiebt man oder wird man geschoben?" Ein Sinnbild für die Funktionsweise allen Zeitgeistes. Der "Strukturwandel" in Permanenz hat aber einen tieferen Sinn und ideologischen Kern: Er besteht darin, die Bevölkerung unter dem Mimikry[wp] von "Demokratie und Menschenrechten" mit dem "aufgeklärten" Geist des atheistischen[wp] Materialismus (oder nonchalanter religiöser Indifferenz) zu infizieren. Wie unter anderen Erzbischof Viganò seit seinen offenen Briefen an Donald Trump herausarbeitet, geht es dabei letztlich um die Infiltrierung von Jung und Alt mit einer freimaurerischen Weltanschauung, die ewigen "Frieden auf Erden" verspricht. Doch der Kaiser ist nackt wie im deutschen Märchen: Im erdumspannenden Ameisenstaat würde der "Weltbürger" totalüberwacht und jede Opposition in orwell'scher Manier unwideruflich verunmöglicht werden. Jeder "Fortschritt" wird primär an diesem Ziel bemessen. Endstation Sehnsucht sind die transhumanistischen Visionen des Weltwirtschaftsforums[wp] (WEF): Mittels Gen-, Bio- und Nanotechnoloigie sollen die Grenzen zwischen Tier, Mensch und Maschine verschwimmen.[1] Dafür gibt es immer mehr Anzeichen. Als politisch "korrekt" gelten nur noch die universalistischen Werte der französischen und amerikanischen Revolution ("Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit"), die als "europäische Werte" auch in den EU-Verträgen ihren Niederschlag fanden.[2] Absolute Priorität hat die "Toleranz" gegenüber allem kulturell Fremden - je fremder, desto besser. Allgegenwärtig ist die gebieterische "Respekt!"-Forderung, im Sport, in der Kunst und den Mainstream-Medien. "Gleichberechtigung" und "Antidiskriminierung" verkommen in der Praxis zu Radikalfeminismus und zur Quotenherrschaft ethnischer, religiöser und sexueller Minderheiten über die Mehrheit. Während traditionelle Werte wie "Gott, Familie, Vaterland" in einem schleichenden Prozeß "wissenschaftlich" "dekonstruiert" werden. Plötzlich hat nationale Souveränität wieder Konjunktur Ja, auch nationale Souveränität und territoriale "Unabhängigkeit" haben derzeit wieder Konjunktur. Aber nur, weil das der "nationalen Sicherheit" der USA dient. Man vergleiche die momentane "Haltung" zur Ukraine, die das legitime Selbstbestimmungsrecht der Krim- und Donbass-Bevölkerung glatt übergeht, mit der seinerzeitigen antinationalen Rhetorik beim NATO-Angriffskrieg gegen Serbien[wp] zugunsten der muslimischen Kosovo-Bevölkerung (1999)! Gerade der - im Grunde schon seit 2014 andauernde - Krieg in der Ukraine offenbart deutlicher denn je die Doppelzüngigkeit "westlicher Werte". Es spricht also nicht nur die realpolitische, sondern auch die idealistische Weltsicht dafür, die Kooperation mit Russland, insbesondere den Gas-Handel, nicht abzubrechen - auch wenn das für viele wegen des unbestreitbar "völkerrechtswidrigen Angriffskriegs" derzeit nur schwer nachvollziehbar ist.» - Alexander Heumann[3] |
Einzelnachweise
- ↑ Siehe auch: Transhumanismus, CIBA-Symposium
- ↑ "Die Werte, auf die sich die Union gründet, sind die Achtung der Menschenwürde, Freiheit, Demokratie, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit und die Wahrung der Menschenrechte einschließlich der Rechte der Personen, die Minderheiten angehören. Diese Werte sind allen Mitgliedstaaten in einer Gesellschaft gemeinsam, die sich durch Pluralismus, Nichtdiskriminierung, Toleranz, Gerechtigkeit, Solidarität und die Gleichheit von Frauen und Männern auszeichnet." (Artikel 2 des EU-Vertrages)
- ↑ Alexander Heumann: Kleine Kulturphilosophie zum russisch-ukrainischen Krieg, JournalistenWatch am 21. April 2022