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Pride Month
Der englischsprachige Begriff Pride Month bezeichnet einen Anfang der 2000er Jahre entstandenen Feiermonat, der vorgeblich dem Stolz von Buchstabenmenschen auf ihre jeweilige erotische Präferenz oder Geschlechtsidentitätsstörung gewidmet sein soll, realiter aber der dauerhaften Instrumentalisierung und Vereinnahmung der Partikularinteressen derselben durch die Politik dient und aus dem ursprünglich eine politische Protestkundgebung von homoerotisch veranlagten Männern gewesenen und später zu einer stark kommerzialisierten Unterhaltsveranstaltung umfunktionierten Christopher-Street-Day hervorgegangen ist. Der Pride Month selbst hat objektiv gar keinen Bezug zur Gemeinschaft der LGBTTIQ-Personen und deren aktivistisch operierenden und in Vereinen organisierten Vertretern.
Hintergrund
Ich hatte doch geschrieben[1], und noch ergänzt[2], dass der Verfassungsschutz Niedersachsen einen ziemlichen Unsinn erzählt, den aber mit Mitteln des Verfassungsschutzes durchsetzen will. Ein Leser setzt noch einen drauf:
Ach, gar. Das heißt, der Verfassungsschutz Niedersachen interpretiert nicht nur die Verfassung aus Unkenntnis falsch, um den Schutz von LGBTQIA+ als Verfassungsschutz auszugeben - es stimmt noch nicht einmal, was sie über LGBTQIA+ sagen und was sie da schützen wollen. Oder anders gesagt: Wer solche Verfassungsschützer hat ... der braucht keine Verfassung mehr. | ||
| – Hadmut Danisch[3] |
Selbstdarstellung
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| Die Regenbogenflagge entwarf der amerikanische Künstler Gilbert Baker[wp] für den Gay Freedom Day 1978, dem Vorläufer späterer Gay Prides. Sie gilt als Symbol für lesbischen und schwulen Stolz sowie für die Vielfalt der Lebensweise von Lesben und Schwulen.[4] Noch heute ist sie die wohl am häufigsten verwendete Pride-Flagge. Allerdings trugen bereits neun Jahre zuvor, beim Begräbnis der in Schwulenkreisen sehr beliebten Schauspielerin Judy Garland[wp] im Jahre 1969, einige Schwule Regenbogenflaggen. Diese waren eine Anspielung auf eines der bekanntesten Lieder von Garland, Over the Rainbow[wp] aus dem Film Der Zauberer von Oz[wp] (The Wizard of Oz), ein Lied über einen Ort, "an dem alles besser und gerechter ist". Ob die Regenbogenflagge daraus hervorging, ist umstritten.
Im November 1978 wurde Harvey Milk[wp], als Mitglied des Stadtrates von San Francisco der erste offen schwul lebende Politiker der Vereinigten Staaten, ermordet. Zu seinen Ehren und zum Zeichen der Solidarität beschlossen die Organisatoren der Schwulenparade von 1979, Bakers Flagge bei dem Protest- und Trauermarsch als Symbol zu verwenden. 2014 etablierte die City of San Francisco an der Hauptkreuzung inmitten der Castro Street Regenbogenstreifen anstatt der üblichen Zebrastreifen als Fußgängerübergang. Die ursprüngliche Version der Fahne bestand aus acht Farbstreifen. Für die Massenproduktion und den Verkauf seiner "Gay Flag" wandte sich Gilbert Baker an die in San Francisco ansässige Paramount Flag Company. Da das von Baker selbst gefärbte grelle Pink ("Hot Pink") damals industriell nicht herstellbar war, musste sie auf sieben Streifen reduziert werden. Als die Fahne im November 1979 am Protest- und Trauermarsch verwendet wurde, entfernte das Komitee den türkisfarbenen Streifen, um die Farben gleichmäßig entlang der Paraden-Route aufteilen zu können: drei Farben auf jeder Straßenseite. Gleichzeitig wurde statt Indigoblau Königsblau verwendet.
Vereinzelt wird ein schwarzer Streifen hinzugefügt, er soll an die AIDS-Problematik erinnern. Zunächst wurde die Regenbogenflagge andersherum, nämlich von Violett nach Rot abgebildet. Nachdem die Feministinnen Violett als "ihre Farbe" kürten, wurde der Regenbogen gedreht, Rot stand ab sofort oben. Inzwischen gibt es Bestrebungen wieder die originale achtstreifige Fahne zu etablieren, da Hot Pink inzwischen gefertigt werden kann und kein Bereich ausgeschlossen werden soll. Zu diesem Zwecke wurde am 15. Juni 2004 die größte Regenbogenflagge der Welt (2 km × 5 m, 3 t) längs der Duval Street[wp] in Key West[wp] gespannt.[5] In Deutschland wurde die Regenbogenflagge erstmals 1996 an einem öffentlichen Gebäude gehisst. Auf Vorschlag des damaligen Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg SVD (heute LSVD) wurde die Fahne anlässlich des Lesbisch-schwulen Stadtfestes und des Christopher-Street-Days in Berlin an den Rathäusern von Schöneberg, Tiergarten und Kreuzberg gehisst. Dies zog den so genannten "Berliner Flaggenkrieg"[wp] nach sich, in dem der damalige Berliner Innensenator Jörg Schönbohm[wp] über mehrere Jahre hinweg erfolglos versuchte, die Fahnenhissungen in den Berliner Bezirken unter Verweis auf die Berliner Flaggenverordnung zu verhindern. Seit dem Amtsantritt von Klaus Wowereit[wp] als Regierender Bürgermeister 2001 werden die Regenbogenflaggen von diesem gemeinsam mit Vertretern des LSVD jährlich zum Christopher-Street-Day am Roten Rathaus[wp] gehisst. LSVD-Geschäftsführer Jörg Steinert[wp] spricht inzwischen von einer Berliner "Tradition".[6] Während der Bauarbeiten am Roten Rathaus fand die zentrale Flaggenhissung mit Regierendem Bürgermeister, LSVD Berlin-Brandenburg und einer (jährlich wechselnden) prominenten Person am U-Bahnhof Nollendorfplatz statt. Vom 1. bis zum 30. Juni 2001 hing am Wiener Donauturm[wp] anlässlich der Veranstaltungen um den Europride[wp] 2001 die bis dahin größte Regenbogenflagge Europas (60 m × 6 m), welche vom Verein Austrian Gay Professionals[wp] gespendet worden war. Die "Eröffnungsveranstaltung" fand im Beisein von Gilbert Baker statt.[7] Danach ging die Fahne in die nächste Europride-Stadt Köln. 2017 kombinierte der Grafikdesigner Daniel Quasar die Regenbogenflagge mit einem Keil auf der linken Seite in Farben der Trans-Pride-Flagge von Monica Helms[8] und in braun und schwarz, den Farben der marginalisierten PoC-Communitys. Dieser Keil, der in die Richtung, auf die Regenbogenflagge zeigt, symbolisiert die Richtung des Fortschritts, der noch erreicht werden soll. "Durch die Farben soll ein besonderes Augenmerk auf Transmenschen und Schwarze und andere Personen of Color gelegt werden. Außerdem soll der schwarze Streifen diejenigen repräsentieren, die mit AIDS und dem dazugehörigen Stigma leben oder daran gestorben sind."[9] 2021 hat der Intersex[wp]-Aktivist Valentino Vecchietti die von Daniel Quasar entworfene Flagge weiterentwickelt, um Elemente der Intersex-Flagge einzubinden.[10][11] Im Design wurde ein violetter Ring auf gelbem Grund in den weißen Winkel eingefügt. Des Weiteren wurde die grüne Farbe angepasst und aufgehellt, was keine symbolische Bedeutung hat. Die Organisation Intersex Equality Rights UK[wp], für die Valentino Vecchietti tätig ist, hat die Flagge auf Instagram und Twitter veröffentlicht.[12] |
| – Wikipedia[13] |
So stellen sich Buchstaben-Menschen die Vielfalt vor und ihre verzerrte Wahrnehmung der Wirklichkeit.
Statistisch korrigierte Regenbogenflagge
Einzelnachweise
- ↑ Hadmut Danisch: Die Bullshit-Story von der Menschenwürde, Ansichten eines Informatikers am 9. Juli 2024
- ↑ Hadmut Danisch: Noch mehr Fake-News vom Verfassungsschutz Niedersachsen, Ansichten eines Informatikers am 9. Juli 2024
- ↑ Hadmut Danisch: Mehr zum Geschwätz des Verfassungsschutzes Niedersachsen, Ansichten eines Informatikers am 10. Juli 2024
- ↑ Erin Allday: Gilbert Baker, designer of gay pride rainbow flag, dies, sfgate.com am 1. April 2017
- ↑ Axel Schock, Karin Schupp: Out-Takes, Querverlag, März 2005, ISBN 3-89656-116-2, S. 177, Stichwort: "Regenbogenfahne"
- ↑ Regenbogen-Flagge seltener am Rathaus, bz-berlin.de am 3. Juni 2010
- ↑ Presseaussendung: AGPRO befestigen die größte Regenbogenflagge Europas am Donauturm[archiviert am 21. Juli 2009], mund.at am 1. Juni 2001.
- ↑ Progress Initiative[archiviert am 9. Juli 2021], quasar.digital
- ↑ Pride Flags, Queer Lexikon
- ↑ Vic Parsons: Progress Pride flag gets 2021 redesign to better represent intersex people, PinkNews (Latest lesbian, gay, bi and trans news - LGBTQ+ news) am 7. Juni 2021
- ↑ Valerie Eiseler: Geschichte der Pride Flag: Stolz und Fortschritt, Frankfurter Rundschau am 23. Juni 2023
- ↑ Condé Nast: This Pride Flag is Designed For Intersex Inclusion, them.us am 8. Juni 2021
- ↑ Wikipedia: Regenbogenfahne - "Symbol der Lesben- und Schwulenbewegung" (Stand: 18. Juni 2024)