Information icon.svg WikiMANNia hat in 141 Tagen seinen 18. Geburtstag.
"Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du." - Mahatma Gandhi
Jugendschutz Die Bericht­erstattung WikiMANNias über Vorgänge des Zeitgeschehens dient der staats­bürgerlichen Aufklärung. Unterstützen Sie eine einzig­artige Webpräsenz, die in Deutschland vom Frauen­ministerium als "jugend­gefährdend" indiziert wurde. Donate Button.gif

Faustrecht

Aus WikiMANNia
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Hauptseite » Staat » Recht » Faustrecht

Der Begriff Faustrecht war eine seit dem 16. Jahrhundert gebräuchliche Bezeichnung für die unter Verstoß gegen den Ewigen Landfrieden[wp] von 1495 ausgeübte Fehde.[1]

Der Weg zur Ächtung des Faustrechts

Bereits das altgermanische Recht[wp] kannte das Fehderecht. Es konnte durch ein gerichtlich festgesetztes Sühngeld (compositio) an den Verletzten abgewendet werden.

Im späten Mittelalter entwickelte sich das Fehderecht zu einer im Verhältnis zum gerichtlichen Rechtsschutz nur noch subsidiär erlaubten Selbsthilfe[wp]. Es wurde durch bestimmte Förmlichkeiten wie die besondere vorherige Ankündigung sowie das Verbot der Fehde an bestimmten Wochentagen und gegenüber bestimmten Personen weiter eingeschränkt. Der Klagspiegel[wp] als wichtigstes Rechtsbuch[wp] des ausgehenden Mittelalters verpönte bereits jegliche Form des Faustrechts auf das Schärfste.

Mit dem Ewigen Landfrieden auf dem Reichstag zu Worms[wp] von 1495 wurde die Fehde verboten. Das Faustrecht bezeichnete seitdem insbesondere die durch den Adel[wp] verübten Verstöße gegen das Fehdeverbot durch Raubzüge. In seiner Novelle Michael Kohlhaas[wp] thematisiert Heinrich von Kleist[wp] die Problematik, das Faustrecht zivilisatorisch zu überwinden.

In modernen Rechtsstaaten gilt das Gewaltmonopol des Staates[wp]. Das Faustrecht bezeichnet dort umgangs­sprachlich eine Form der Selbstjustiz unter Umgehung der staatlichen Gerichtsbarkeit[wp].[2][3]

Der Ewige Landfriede

Mit dem Ewigen Landfrieden vom 7. August 1495 wurde unter dem deutschen König[wp] und späteren Kaiser Maximilian I.[wp] im Heiligen Römischen Reich[wp] das definitive und unbefristete Verbot des mittel­alterlichen Fehderechts auf dem Reichstag zu Worms verkündet. Eine Begründung, die zum allgemeinen Landfrieden führte, war, dass er notwendige Voraussetzung für einen Kreuzzug gegen das Osmanische Reich[wp] sei. Tatsächlich wurden aber im Reichsgebiet noch bis weit ins 16. Jahrhundert hinein ungeachtet des formalen Verbotes weiterhin Fehden geführt.[4]

Der Weg zurück zum Faustrecht

Seit der Massen­zuwanderung, zu der die Bürger - der eigentliche Souverän eines demokratischen Landes - keine Zustimmung gegeben haben, ist der Ewige Landfrieden 520 Jahre später (spätestens seit 2015) dahin und so wurde das Faustrecht in Deutschland wieder eingeführt, gerne verbal eingeleitet mit "Isch mach disch Messer".

Blogger Hadmut Danisch berichtet häufiger über die Entwicklungen in den USA, besonders in Kalifornien.

Wie sich Kalifornien verändert, weil die Polizei nicht mehr kommt.

Geht gerade viral, und viele stimmen dort zu:

Youtube-link-icon.svg California 7-Eleven workers beat robber with stick until suspect starts crying - FOX 11 Los Angeles (4. August 2023) (Länge: 4:32 Min.)
Deutsch: Zwei 7-Eleven[wp]-Mitarbeiter drehten den Spieß um und schlugen den Verdächtigen mit einem Stock, bis er zu weinen begann.

Was aber eben auch heißt, dass der Staat das Gewaltmonopol[wp] verloren hat.

Und das wird eben nicht mehr lange mit einem Stock funktionieren. Dort sind genügend Waffen im Umlauf und Räuber, zumal wenn auf Droge, werden bewaffnet kommen oder gleich um sich schießen.

Mal sehen, wie das dann in 5 oder 10 Jahren dort aussieht.

Hadmut Danisch[5]
WikiMANNia-Kommentar
Zum Hintergrund: In Kalifornien hat die linke Politik beschlossen, Ladendiebstahl nicht mehr strafrechtlich zu verfolgen oder gar zu ahnden. Im Gegenteil führen Strafanzeigen wegen Ladendiebstahl zu Gegenanzeigen wegen Rassismus, inklusive Verurteilungen. Weil Ladendiebe keinerlei Konsequenzen mehr zu befürchten haben, wurde Ladendiebstahl in Kalifornien zu einer Plage. Die Ladendiebe kommen immer häufiger und werden immer dreister. In dem gezeigen Video ist so ein dreister Ladendieb zu sehen. Die Ladenbetreiber, beziehungsweise deren Mitarbeiter, haben die Wahl, die Ladendieben tatenlos gewähren zu lassen bis ihr Geschäft Pleite ist, oder sie reagieren mit dem Faustrecht.

Danisch hat insofern Unrecht, als der Staat Kalifornien das Gewaltmonopol verloren habe, denn niemand hat es ihm gewaltsam entrissen. Vielmehr hat der Staat Kalifornien das Gewaltmonopol aus freien Stücken selbst aufgegeben. Das wirft für die Steuer zahlenden Bürger natürlich die Frage auf, wozu sie dann noch einen Staat brauchen.

Mit der Einschätzung, dass das nicht mehr lange mit einem Stock funktionieren werde, dürfte Danisch recht behalten. Aber auch die Ladenbesitzer, beziehungsweise deren Mitarbeiter, werden auch aufrüsten und dann kehrt in den USA der "Wilde Westen"[wp] zurück. Wilde Schießereien sieht man dann nicht mehr im Westernfilm[wp], sondern authentisch auf der Straße.

Einzelnachweise

  1. Faustrecht und Fehderecht, in: E. Götzinger: Reallexicon der Deutschen Altertümer, Leipzig 1885
  2. Hellmuth Karasek[wp]: Die Rückkehr des Faustrechts, Hamburger Abendblatt am 17. Januar 2015
  3. WikipediaFaustrecht
  4. Wikipedia: Ewiger Landfriede
  5. Hadmut Danisch: Defund the police, Ansichten eines Informatikers am 5. August 2023

Querverweise

Netzverweise


Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Faustrecht (15. Oktober 2018) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Wikipedia-Artikel steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar, die vor Übernahme in WikiMANNia am Text mitgearbeitet haben.