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Dollification

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Dollification ist die Fähigkeit oder der Prozess, einen Menschen in eine lebende Puppe zu verwandeln.

Anhänger dieser speziellen BDSM-Unterart ziehen ihre Befriedigung daraus, ihre Selbstbestimmung komplett aufzugeben - und sich so ganz neu kennenzulernen. Wir haben mit ihnen und ihren "Puppen­machern“ gesprochen.

Einer der ansprechendsten Aspekte am BDSM ist die Eindeutigkeit. Im BDSM-Universum können Menschen immer schön in zwei Gruppen eingeteilt werden: die Dominanten und die Unterwürfigen, Masochisten und Sadisten, Meister und ihre Sklaven, Daddys und ihre Prinzessinnen, Herren und ihre Kreaturen, Puppen und ihre Macher.

Ein neuer Fetisch, der in der BDSM-Community immer beliebter wird, heißt Dollification. Dabei ziehen sich Menschen wie Puppen an, um anschließend zu "spielen" - was nicht immer unbedingt sexuell sein muss. Diejenigen, die sich verkleiden, nennen sich Puppen und diejenigen, die den anderen zurecht­machen, sind die Puppen­macher. Das Aussehen einer Puppe kann recht simpel gestaltet sein, zum Beispiel mit einem Babydoll-Kleid à la Courtney Love[ext]. Es kann aber auch soweit gehen, dass sich Leute für die großen Augen und Brüste von Barbie unter's Messer legen - die Geschmäcker sind verschieden.

Eine Sache spielt bei diesem Fetisch allerdings immer eine große Rolle: Macht. Dollification ist ein Machtspiel, bei dem die Puppen entweder den dominanten Part übernehmen und ihren Machern beispielsweise sagen, wie sie angezogen werden wollen, oder aber sie unter­werfen sich dem anderen - was öfter der Fall ist - und werden so gelenkt, wie es ihrem Macher gefällt.

"Was ich an Dollification so liebe", sagt Danarama, Dekan der Fetisch­universität, "ist, dass es eine einzigartige Verbindung zwischen dir und deinem Partner herstellt, wenn du ihn anziehst, mit ihm spielst und ihn lenkst. Das lässt sich nur schwer mit irgendetwas anderem, was man in einer Beziehung so macht, vergleichen."

Danarama ist ein Puppenmacher: Er zieht seine Partner an und spielt mit ihnen. Er ist bereits seit Längerem in der Bondage-Szene aktiv und stieß auf Dollification als Freunde und Partner ihn baten, sie in Marionetten[wp] zu verwandeln - was Danarama zu einer Art perversen, dominanten Geppetto[wp] macht. Er stellte fest, dass ihn der Fetisch nicht nur künstlerisch, sondern auch sexuell erfüllte. "Ich bin sehr empathisch und zudem auch künstlerisch veranlagt", sagt er. "Dollification befriedigt mich künstlerisch, weil es mir die Möglichkeit gibt, meinen Partner als Leinwand oder Skulptur zu nutzen - es ist wie eine Performance, die nur zwischen uns beiden aufgeführt wird.

Marionetten (was mich persönlich immer sofort an Bye Bye Bye von *NSYNC denken lässt) sind nur eine Variante des Puppen­fetischs. Hier sind einige andere verbreitete Vorlieben:

  • Stoffpuppen: Stoffpuppen malen sich falsche Sommer­sprossen und ein schmales Puppen­mündchen auf, tragen Woll­perücken und liegen bewegungslos da, während ihr Meister mit ihnen macht, was immer er will. Ein Video­turotial des Dollification-Einmaleins[ext] der Fetisch­universität erklärt, wie man eine Stoff­puppe zurecht­macht und ihr dann den Hintern versohlt, weil sie unartig war.
  • Gliederpuppen/Zierpuppen: Diese Puppen können in provokante Posen gebracht werden und müssen dann lange Zeit bewegungslos in dieser Position ausharren. Zierpuppen können unter anderem Ballarinas (wie in Schmuck­schatullen) oder Action-Figuren sein.
  • Barbies: Puppen, die wie Barbie sein wollen, indentifizieren sich selbst oft eher mit dem Bimbofizierungs­fetisch. Häufig lassen die Frauen Fett­absaugungen, Brust­ver­größerungen und andere Körperveränderungen vornehmen, um wie Barbie auszusehen.
  • Gummipuppen: Puppen in Ganz­körper­latex­anzügen.
  • Kätzchen-/Hündchenpuppen: Manchmal setzen sich diese Frauen einfach nur Katzen­ohren auf, manchmal tragen sie aber auch ein komplettes Ganz­körper­hunde­kostüm[ext]. In der Fetisch-Welt mangelt es nicht an Vielfalt.
  • Fuckbot: Die Puppe, die fähig ist, Emotionen zu empfinden und darauf programmiert ist, zu lieben (und Sex zu haben).

Despoena Calypso bevorzugt den Fuckbot. "Ich kann sprechen. Ich kann dem anderen einen blasen", sagt sie. "Du musst mir nur sagen, was du willst."

Calypso möchte keine perfekte blonde Barbie sein, trotzdem bewundert sie ihre Vielseitigkeit. "Barbie ist nicht nur eine Puppe", sagt sie, "sie ist ein Modell und eine Anwältin, fährt ihren eigenen Wagen und arbeitet als Ärztin. Man muss sie nur entsprechend anziehen."

Calypso verkleidet sich auch im normalen Leben gern, deswegen scheint Dollification eine natürliche Erweiterung ihrer Vorliebe für Kostüme zu sein. Calypso hat Puppen­kostüme für jede nur erdenkliche Rolle: das Cowgirl, Alice im Wunderland, das Schulmädchen, der kleine Matrose ... Während dem Rollenspiel kann die Puppe jeden Charakter, jeden Beruf und jedes Geschlecht annehmen.

Nachdem Einvernehmlichkeit wie bei allen BDSM-Beziehungen auch hier eine entscheidende Rolle spielt, müssen die Beteiligten kreativ werden, um ihre persönlichen Grenzen[sm] auszudrücken, während sie in die Rolle eines leblosen Objekts schlüpfen. "Ich habe gerade einen Dollification-Kurs gegeben und in dem Kurs haben wir unter anderem auch eine Puppe gemacht", sagt Calypso. Sie haben ihrer menschlichen Puppe mit Edding Knöpfe aufgemalt. Jeder Knopf war für einen anderen Satz. Wenn sie den einen Knopf drückte, sagte die Puppe: "Ich liebe dich!" Bei dem anderen, sagte sie: "Versohl mir den Hintern, Daddy!" Und beim Dritten sagte sie: "Ich finde mich hübsch!" Der "Ich finde mich hübsch!"-Knopf diente auch dazu, sich nach dem emotionalen Wohlbefinden der Puppe zu erkundigen, ohne dass er oder sie aus der Rolle fallen muss. "Wenn sie statt 'Ich finde mich hübsch!' sagen würde 'Ich bin traurig!', wüsste ich, dass ihr nicht gefällt, was ich tue. Dann kann ich einen Schritt zurück machen und mir die Frage stellen, ob ich sie zu sehr objektifiziert habe."

Für Calypso geht es nicht darum, seinen freien Willen aufzugeben, wenn man eine Puppe ist. "Es kann auch Spaß machen, gefesselt und wie eine Sexpuppe genommen zu werden", sagt sie, "aber was ich an meiner Arbeit als Puppe mag, ist, dass ich beim Rollenspiel ein Gefühl der Kontrolle entwickle."

Die Künstlerin Kat Toronto interessiert sich ebenfalls für die Ästhetik von Dollification. Ihre Fotoserie Dolls in the House of Venus wird zur Zeit in der Resistance Gallery in London ausgestellt. Torontos Fotographien stellen Weiblichkeit als eine Art Maske dar, die man aufsetzen oder ablegen kann. "Ein Freund von mir hat mir vor ungefähr fünf Monaten von Dollification erzählt. Er ist ein Latex­fetischist und steht auch auf Dollification", sagt sie. "Er hat eine riesige Sammlung an Vinyl- und Latex-Puppen­masken sowie mehrere Outfits, die er mir großzügigerweise zur Verfügung gestellt hat, um damit herum­zu­experimentieren und zu spielen."

Aufgrund von gesundheitlichen Problemen musste bei Toronto eine vollständige Hysterektomie (die vollständige Entfernung der Gebärmutter) vorgenommen werden. Seither hat sie ihre eigene Weiblichkeit immer wieder hinterfragt. "Die Operation hat mich komplett aus der Bahn geworfen. Von außen sehe ich zwar noch immer aus wie jede andere Frau, aber im Inneren fehlen mir die Organe", sagt Toronto. "Bin ich noch immer eine Frau, auch wenn ich keinen Uterus mehr habe?"

Als Miss Meatface - eine menschliche Puppe im Latexkostüm - begann sie, Selbst­portraits zu machen. "Die Dollification-Masken gaben mir die Möglichkeit, Geschlechterrollen und Identitäten in meiner Arbeit als Fotografin zu hinterfragen, da sie die kulturelle Vorstellung der 'perfekten' puppen­haften Barbie visuell versinn­bildlichen", sagt sie.

Für die Sexarbeiterin Odette Delacroix liegt das Vergnügen darin, die Kontrolle abzugeben. "Jemand hat mich über meine Website kontaktiert und gefragt, ob ich ein Video in einem Kostüm machen könnte", sagt sie. "Sie haben mir ein puppenhaftes Kleid und eine Perücke geschickt und wollten, dass ich so tue, als wäre ich eine leblose Puppe, die bestimmte Posen einnimmt und gesteuert werden kann." Am Ende hat Delacroix ein Jahr lang jeden Monat ein solches Video für den Kunden gemacht. "Ich war noch nie der weiblich-dominante Part, deswegen hat es mir gefallen, hübsch gemacht zu werden und gesagt zu kriegen, was ich tun soll. Das Ganze hat etwas unter­würfiges und das hat ziemlich viel Spaß gemacht", sagt Delacroix.

Warum aber möchte jemand so tun, als wäre er ein lebloses Objekt - vor allem wenn er dabei auch noch gebumst wird? "Man muss sich vor Augen halten, wie Leute ihre Puppe behandeln", sagt Danarama. "Umsorgt und zurecht­gemacht zu werden ist eine schöne Erfahrung für jemanden, der im wahren Leben sehr viel Verantwortung trägt."

Auf ähnliche Antworten stößt man auch auf Tumblr, der Fetisch­bibliothek unserer modernen Generation. Der Tumblr-Nutzer Maker-of-Dolls[ext] hat eine Slam-Poetry-artige Ode an ihren Puppen­fetisch geschrieben:

Vorbei ... sind die alltäglichen Entscheidungen über Ernährung, Kleidung, Finanzen, Political Correctness und soziale gesellschaftliche Erwartungen.
Spürbar ... der Sinn des Lebens, die Gelassenheit, das ruhige Hochgefühl eines flachen, geradlinigen Geistes.
Spürbar ... die Durchblutung der unteren Regionen, der natürliche Serotonin[wp]-Ausstoß, die haptischen Berührungen[wp] und die sensorische Resonanz jedes einzelnen Quadrat­zentimeters ... jeder Pore ... jeder Regung und jeder erogenen Zone deines Körpers.
Wie wunderschön muss es sein, still dazuliegen und zu warten, bis sich dein Macher neben dich legt und dir mit den süßesten Worten Anweisungen in deinen leeren ... weichen ... gefügigen Kopf flüstert.

Der leere, gefügige Kopf ist eine Vorliebe, die sich Puppen­fetischisten mit den Bimbos teilen. Bimbofizierung heißt im Grunde, dass man sich von einer selbst­ständig denkenden Frau in eine sex­verrückte, großbusige Fick­maschine mit einer schmalen Taille und einem riesigen Hintern verwandelt. Man könnte jetzt meinen, dass es sich dabei bestimmt nur um eine Fantasie handelt, die Frauen erfüllen, um Männern zu gefallen, aber tatsächlich ist Bimbo­fizierung seit mehreren Jahren ein beliebtes Genre unter Erotika-Leserinnen. Außerdem geht es darum, die Kontrolle abzugeben, entmenschlicht zu werden und sich in ein Objekt der Begierde zu verwandeln.

Natürlich gibt es auch hier - wie bei jedem anderen Fetisch - besondere Extreme: Beispielsweise lassen sich Bimbos und Puppen oft operieren. Zum Beispiel schreibt auch die Tumblr-Userin Make Me a Perfect Girl: "Ich liiiebe die Vorstellung, dass jemand jeden Teil meines Körpers und meines Gesichts aus­einander­nimmt und mir sagt, welche Eingriffe und Behandlungen ich brauche und was mit mir nicht stimmt. Einfach nur dazustehen, während mich jemand vermisst und untersucht und dabei herumschubst und kneift, als wäre ich nicht mehr als eine mangelhafte Ware."

Websites wie Dollification.com und FetLife bieten Puppen die Möglichkeit, einen Puppen­macher zu treffen, um brav nach den Regeln zu spielen. Wenn du also auch das Gefühl hast, das Leben würde dich nur quälen - online gibt es eine Community aus Leuten, die nur darauf warten, dich zurecht­zu­machen und dich zu ihrer Teeparty einzuladen.

Und vielleicht noch ein bisschen Sex zu haben.[1]



Dollification ist der Prozess sich, sowohl geistig als auch körperlich, in einen puppen­haften Zustand zu entwickeln, gleich einer lebenden Puppe.

Der Unterwürfige würde die Rolle der Puppe übernehmen und der Dominante die Rolle des Puppen­besitzers. Die Puppe wäre dem Besitzer völlig untergeordnet.

Die physischen Elemente dieser Art von Spiel würde die Puppe als eine Art von Puppe gekleidet, ob eine traditionelle Puppe (das wäre ähnlich dem Sissy-Fetisch), oder wie eine Barbie-Puppe, beispielsweise.

Bimbofizierung ist in der Natur ähnlich.[2]

Einzelnachweise

  1. Dollification: wenn Menschen zu Puppen werden, Vice-Magazin am 29. Juli 2016
  2. Kinkipedia: Dollification, Version vom 11. September 2013

Querverweise

Netzverweise

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Dollification: wenn Menschen zu Puppen werden.