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Alice Sebold

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Alice Sebold
Alice Sebold 3 by David Shankbone.jpg
Geboren 6. September 1963
Beruf Schriftsteller

Alice Sebold (* 1963) ist eine US-amerikanische Schriftstellerin.

Falschbeschuldigung

Nach eigenen Angaben wurde sie 1981 als achtzehn­jährige Studien­anfängerin in einem Park angegriffen, zusammen­geschlagen und brutal vergewaltigt. Als sie zu ihrem Schlafsaal im College zurückkehrte, alarmierte ein Sicherheits­wachmann den medizinischen Notdienst. Sebold musste sich mehrere Monate zu Hause erholen, bevor sie es wieder wagte, an die Universität zurückzukehren und weiter zu studieren.

Einige Monate später erkannte sie beim Spaziergang auf dem Campus ihren vermeintlichen Vergewaltiger und veranlasste seine Verhaftung. Der von ihr identifizierte Mann wurde durch ihre Zeugenaussage zu 6-25 Jahren Gefängnis verurteilt und verbrachte bis 1999 letztendlich 16 Jahre im Gefängnis, u. a. weil er weiterhin seine Unschuld beteuerte. Im November 2021 wurde er dann aufgrund von neuen Beweisen nachträglich rehabilitiert.

Über Sebold

Die ganze Dreckigkeit und Verlogenheit des Feminismus.

Die WELT hat gerade einen Artikel über einen Fall, in dem ein Mann nach einem falschen Vergewaltigungs­vorwurf 16 Jahre im Gefängnis saß.

Beschuldigerin war die US-Autorin Alice Sebold, die die erfundene Vergewaltigung für ihre Memoiren brauchte.

Zitat: «16 Jahre verbüßte ein Mann für eine Tat, die er nicht beging. Die Schrift­stellerin Alice Sebold zeigt sich erschüttert, wohlwissend, dass sie nichts wieder gut machen kann. Die Tat von 1981 bildete die Grundlage für ihre Memoiren.

Die amerikanische Schriftstellerin Alice Sebold hat sich am Dienstag öffentlich bei dem Mann entschuldigt, den sie fälschlicherweise als ihren Vergewaltiger identifizierte. Sie kämpfe mit ihrer Rolle in einem System, das einen unschuldigen Mann ins Gefängnis geschickt habe, schrieb die 58-Jährige.

Die Tat von 1981 bildete die Grundlage für ihre Memoiren "Glück gehabt". Der dafür verurteilte Mann wurde in der vergangenen Woche von dem Vorwurf freigesprochen.»[1]

Übrigens ein Schwarzer. Sie ist weiß.

Zitat: «Der heute 61-jährige Anthony Broadwater wurde 1982 wegen der Vergewaltigung Sebolds schuldig gesprochen und verbrachte 16 Jahre in Haft. Seine Verurteilung wurde am 22. November aufgehoben, nachdem die Staatsanwaltschaft den Fall erneut geprüft und festgestellt hatte, dass bei seiner Verhaftung und seinem Prozess schwerwiegende Fehler gemacht wurden.»[1]

Demnach wurde er nicht jetzt erst entlassen, sondern die Verurteilung nach Jahren aufgehoben. Weiter unten heißt es, er sei 1998 entlassen worden. Das heißt, der saß nicht nur 16 Jahre in Haft, sondern hat danach wohl auch noch 20 Jahre chancenlos als Vorbestrafter gelebt. Und jetzt, fast 40 Jahre später, fällt der das plötzlich ein.

Zitat: «Die Autorin von "In meinem Himmel" und "Das Gesicht des Mondes" beschrieb sich als ein damals 18 Jahre altes traumatisiertes Vergewaltigungs­opfer. [...]

Sebold beschrieb 1999 in "Glück gehabt", wie sie vergewaltigt wurde und einige Monate später auf der Straße einen schwarzen Mann sah, von dem sie glaubte, er sei ihr Angreifer. Ein Beamter sagte ihr, der Mann müsse Broadwater gewesen sein, der in der Gegend gesehen worden sei. Bei einer Gegenüberstellung identifizierte Sebold einen anderen Mann, aber die Staats­anwalt­schaft klagte dennoch Broadwater an.

Er wurde vor allem deshalb verurteilt, weil Sebold ihn im Zeugenstand als ihren Vergewaltiger identifizierte. Hinzu kam eine Aussage, dass eine mikroskopische Haaranalyse ihn mit dem Verbrechen in Verbindung bringe. Diese Art der Analyse wurde vom US-Justiz­ministerium inzwischen aus dem Verkehr gezogen.»[1]

Wie kommt sowas?

Ich halte es für äußerst wichtig, das auszuführen und darauf hinzuweisen, dass das kein Einzelfall, sondern eine systematische Folge des Feminismus ist.

Ich habe das vor Jahren ja mal im Blog beschrieben, wie ich auf einer Feministen­konferenz der Piraten war[2], und die sich da wie - eigentlich ziemlich ähnlich wie die Scientologen - in willkürlich zusammen­gestellten Dreier­gruppen gegenseitig auditierten, dass gefälligst jede ihr Gewalterlebnis gehabt zu haben und zu berichten, und die wenigen anwesenden Männer Gewalt zu beichten und gestehen hatten. Die wurden fuchs­teufels­wild, als ich da nicht mitgemacht und mich nur still an den Rand gesetzt hatte, um zuzugucken und Notizen zu machen. Hatte ja nichts zu beichten, habe ja niemanden vergewaltigt. Ging dort gar nicht.

Die haben nicht gefragt, ob man vergewaltigt hat oder wurde, die haben mit massiven Psycho­methoden dafür gesorgt, dass man vergewaltigt hat oder wurde.

Ich habe auch immer wieder von Frauen gehört, gelesen, erzählt bekommen, dass man dort regelrecht angegriffen, ausgegrenzt, als Männer­kolaborateurin gemobbt und diffamiert wird, wenn man als Frau sagen würde, noch nicht vergewaltigt worden zu sein. (Ich kannte an der Uni eine Kampf­sport­trainerin, die erzählte, bei ihr habe es mal einer versucht, den habe sie gründlich verdroschen. Und sei hinterher eigentlich recht froh gewesen, das Zeug, was sie seit Jahren lernte, lehrte und trainierte, mal konkret austesten zu können, ob's auch wirkt. Ja. Wirkt. Seitdem sei sie viel überzeugter davon, dass das in der Praxis auch funktioniert. Wäre mal interessant, ob die nach feministischer Lesart als Gewaltopfer oder Gewalttäter zählen würde.)

Das war schon lange bei Feministen so, dass nicht dazu gehört und sogar als Verräter oder Feindkollaborateurin gilt, wer keine Vergewaltigung vorzuweisen hat. Das war das Tribe-Zeichen, und in den USA ist ja an einer Uni sogar wochenlang eine mit der Matratze rumgelaufen, auf der sie vergewaltigt worden sein wollte.

Dazu kommt, dass natürlich keine zugeben will, dass andere sexuell belästigt werden und sie nicht. Das wäre ja ein weiblicher Offenbarungs­eid. Bekanntlich ist ja das allerschlimmste an der sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz, dabei übergangen zu werden. Ist mir in der Schule schon aufgefallen. Wird einer übergriffig, kommen sofort zwei oder drei und stellen sich auch zum Angebot auf. Sozialneid. "MeToo".

Und nimmt man dann einen als Sittenstrolch hops, kommt selbst die zerknautschteste Schachtel daher und will vor 40 Jahren so begehrenswert gewesen sein, dass er ihr wenigstens mal den Hintern getätschelt habe. Seit 40 Jahren die Stelle nicht mehr gewaschen.

Und ob das alles stimmt, hat auch nie jemanden interessiert, man hat ja sogar explizit durchgesetzt, dass den "Opfern" ungeprüft zu glauben ist, und die Beschuldigten nicht nur keine Verteidigung und kein Gehör bekommen, sondern - gerade an den Unis - oft nicht mal erfahren dürfen, wessen sie überhaupt beschuldigt werden, was ihnen vorgeworfen wird.

Es ging da nie um echte Vergewaltigungen, sondern allein darum, dieses Opfer-Narrativ zu verbreiten, diesen Diskurs zu konstruieren, nach deren geistes­wissen­schaftlich-philosophisch-schwachsinniger Diskurstheorie, wonach es keine objektive Wahrheit gibt, sondern nur der Sprechakt die Realität macht. Da geht es gar nicht um die Frage, ob jemand die Wahrheit sagt, sondern die Überzeugung, dass die Wahrheit dem Gesprochenen folgt. Deshalb musste man den "Opferinnen" glauben und die Beschuldigten erst gar nicht zu Wort kommen lassen, weil man das als Gegendiskurs aufgefasst hätte.

Kurz:

Die Geistes- und Sozialwissenschaften im Allgemeinen und der Feminismus im Besonderen sind eine Art Lügensekte, die der Überzeugung ist, dass die Realität durch das geformt wird, was man sagt. Feministische Theorien haben ja an den Unis auch nichts mit Wahrheit oder Wissenschaft zu tun, sondern nur damit, sich in eine bequeme Opfer­situation zu parken und möglichst viel Geld durch Betrug zu kassieren.

Und deshalb kam und kommt es zu dieser Lawine von Falschbeschuldigungen. Das ist deren Sekten­verständnis, dass Wahrheit ist, was man behauptet, und man dazu anderen verbieten muss, Abweichendes zu sagen. Einen inneren Wahrheitsbegriff haben die nicht.

Und natürlich gleichzeitig der massive Druck, dass man vergewaltigt worden zu sein, von seiner Vergewaltigung zu berichten und einen Mann zu beschuldigen habe. Sonst gehört man nicht dazu, sonst ist man Verräterin und gehört zum Feind.

Die Folge war eine regelrechte Epidemie von falschen, frei erfundenen Beschuldigungen. Es gab ja mal diese Fall, der sogar von irgendeiner Rock-Zeitschrift[wp] publiziert wurde, in dem eine Studentin behauptete, im Haus einer Studenten­verbindung gleich einer Massen­vergewaltigung zum Opfer gefallen zu sein. Man glaubte ihr das unbesehen und ungeprüft. Das ist nur deshalb aufgeflogen, weil sie das falsche Datum gewählt hatte und an dem Tag das Haus geschlossen und gar niemand drin gewesen war, insbesondere nicht die von ihr beschriebene Feier stattgefunden haben konnte. Wenn ich mich jetzt recht erinnere, gab es in der Verbindung auch niemanden, auf den ihre Beschreibung gepasst hätte, sonst hätte man den gleich verhaftet. Flog dann als von vorne bis hinten frei erfunden auf, wie so viele Fälle.

Es gab da ganze Epidemien von Falsch­beschudigungen. Sogar in Deutschland gibt es Polizeien in verschiedenen Bundesländer, nach deren Einschätzung mindestens 80% der Vergewaltigungs­anzeigen frei erfunden sind. Im Prinzip der Giftmord des 21. Jahrhunderts. Es gehört zum Feminismus, einige Männer als Jagdtrophäe erledigt zu haben, um in der feministischen Rudel­hierarchie aufzusteigen. Und Frauen sind bekanntlich sehr, sehr sozial- und rudel­stellungs­orientiert. Viele machen wirklich alles, um aufzusteigen. Und gerade da findet dann eine solche Sekte wie die der Geistes­wissen­schaftler, die darauf beruht, beliebige, frei erfundene Behauptungen für Wahrheit zu halten - so funktionieren sie ja, nennen es Wissenschaft und bekommen Professuren dafür - den idealen Nährboden. Besonders Frauen sind wegen ihrer starken Sozial­orientierung besonders empfänglich und anfällig dafür, über die Belohnung des sozialen Aufstiegs und die Bestrafung des sozialen Abstiegs zum Lügen abgerichtet zu werden.

Ich hatte doch berichtet, wie man mich am Arbeitsplatz und in der Nachbarschaft diffamierte und verleumdete, stets mit Bezug darauf, dass ich es wagte, den Feminismus zu kritisieren. Systematisch betrachtet ist das ein typischer Frauen-gegen-Frauen-Angriff, weil er auf die soziale Stellung abzielt und diese angreift. Es geht da quasi um eine soziale Degradierung. Auf Frauen kann man mit sowas wahnsinnigen Druck ausüben, sie in Depressionen und Selbstmord treiben. Und sie zu wirklich allem erpressen.

Die Tage schrieb mir ein Leser, dass ihn beeindruckt habe, dass mich dieses Messer im Rücken nicht etwa zum Aufgeben gebracht, sondern eher noch angespornt habe. Ich vermute, das liegt daran, dass wir Männer als Männchen noch über das Reserve­verhaltens­programm "Einsamer Wolf" verfügen, weil bei uns nicht alle das Alpha-Männchen sein können und typischerweise zwar alle Weibchen im Rudel leben, aber nur einige wenige Männchen, und die übrigen sich als Vagabunden alleine durchschlagen müssen. Vermutlich sind wir Männer deshalb nicht in derselben Weise durch Sozial­verbannung unter Druck zu setzen wie Frauen. Es wäre mal sehr interessant, das Phänomen der mittel­alterlichen Hexen in diesem Lichte zu untersuchen, die ja in Wirklichkeit ausgestoßene Frauen waren, die im Wald hausen und sich dort irgendwie über Wasser halten mussten.

Man könnte sogar überlegen, ob dieses krankhaft erscheinende feministische Beschuldigen, Diffamiere und Verstoßen von Männern auf das evolutionäre Rudelverhalten zurückgeht, dem stärksten Alpha-Rüden zu folgen und die anderen zu meiden. Oder zumindest gegenüber anderen so zu tun, als ob. (Die einsamen Einzelgänger kommen ja mitunter auch zum Stich, nur halt eher abseits und unauffällig, und das Fremdgehen liegt bisweilen in der Natur, unterliegt aber der Ächtung.)

Man könnte schließlich sogar überlegen, ob die ganze Frauenquote und der ganze Frauen­zauber nicht einfach nur ein Ausbruch der archaischen Rudel­struktur oder deren Anstreben ist, viele Weiber und nur einen Alpha-Rüden zu haben. Einen Hahn auf 30 bis 50 Hühner. Seit dem Wegbrechen der Familie und damit des Hausrudels muss ja der Arbeitsplatz an diese Stelle treten und den Frauen das Rudel machen.

Man sollte sich überlegen, ob Feminismus vieleicht einfach das Zusammentreffen archaischen evolutionären Rudelverhaltens mit der geistes­wissen­schaftlichen Lügensekte ist, und diese damit einhergehende Bereitschaft, sich die Welt zusammenzulügen, solche eigentlich durch Zivilisation überdeckten Verhaltens­programme wieder freigelegt hat.

Woher kommt sowas?

Da muss man eigentlich nur den radikal­feministischen Spuren in den USA folgen, wie etwa der an ausufernder Hässlichkeit verstorbenen Andrea Dworkin, die ihre Osteoarthritis als Folge einer Vergewaltigung ausgab, obwohl man schon Steigeisen und Bergausrüstung gebraucht hätte, um sie zu besteigen. Die Reise nach Mordor war erfreulicher.

Es kam aber in Mode, dass selbst die hässlichste Katastrophe sich noch selbst erhöhte, indem sie sich als Vergewaltigungs­opfer adelte.

Das Problem ist nämlich, dass man dann, wenn man vergewaltigt worden zu sein zum sozialen Aufstiegs­kriterium macht, sich damit auch wieder Betrug und Hochstapelei einhandelt. Der eine erschwindelt seine Dissertation oder fälscht die Promtions­urkunde, die andere erfindet halt die Vergewaltigung. Das alte Schema: Rudel­konformität schlägt Verstand und Anstand.

Dann kommen solche Typen wie Catharine MacKinnon und akademisieren den Wahnsinn - eigentlich eher Rudelsinn. Als sei es eine intellektuelle Leistung, sie wie in der Frühzeit der Säugetiere aufzuführen.

Und Leute wie MacKinnon haben daraus dann auch die Ausbildung zum Rudeltier an die Universitäten gebracht und zum Studiengang gemacht. Sich zu benehmen wie ein Tier als akademischer Grad.

Und von da führt die Verbindung direkt ins Bundesverfassungsgericht und zu dessen "Rechtsprechung", die längst zum Rudelverhalten degeneriert ist.

Die Frage, was Alice Sebold eigentlich dazu gebracht hat, eine Vergewaltigung frei zu erfinden und einen völlig unschuldigen Mann für 16 Jahre ins Gefängnis zu bringen und weitere 20 Jahre sozial zu ruinieren, wird nicht erörtert. Aber ihre Bücher hat sie damit verkauft.

Zitat: «Der Verlag Simon & Schuster gaben am Dienstag bekannt, der Vertrieb von "Lucky" sei eingestellt worden. Mit der Autorin solle überlegt werden, wie das Buch überarbeitet werden könne.»[1]

Sie als Autorin einfach rauszuschmeißen und stattdessen dem Mann einen Buchvertrag zu geben und zu entschädigen, weil der Verlag damit ja Mittäter war und sie letztlich sogar für die Falsch­beschuldigung bezahlt hat, kommt nicht in Betracht.

Eigentlich gibt es ja so etwas wie eine Vermögens­abschöpfung für mit Straftaten erwirtschaftete Gewinne. Das gilt aber nicht für Feministen. Buch­einkünfte, Professoren­gehälter und so weiter dürfen die behalten.

Und eine "Gerechtigkeit" wird auch nicht gefordert. Ein kurzes "T'schuldigung, ist halt so passiert" muss da reichen.

Jemanden drei Minuten zu vergewaltigen führt zu 16 Jahren Knast. Jemanden 16 Jahre fälschlich ins Gefängnis zu schicken hat keine Folgen.

Hadmut Danisch[3]
Eine Verfilmung des Buches "Lucky" (deutsch: "Glück gehabt"), verfasst von der international bekannten und mehrfach preisgekrönten Autorin Alice Sebold, muss abgebrochen werden, nachdem der Mann, den Sebold dort als ihren Vergewaltiger benannte und den sie für dieses Verbrechen 16 Jahre lang unschuldig ins Gefängnis gebracht hatte, jetzt entlastet wurde.
Zitat: «"Ich werde dieses Verfahren nicht mit den Worten 'Es tut mir leid' besudeln. Das reicht nicht aus", sagte der Bezirks­staatsanwalt von Onondaga, William Fitzpatrick. "Das hätte nie passieren dürfen."»[4]


Alice Sebold plane keine Überarbeitung ihres Buches und schweigt zu der Haft­entlassung ihres angeblichen Vergewaltigers. Darüber berichtet unter anderem das US-Nachrichten­magazin Newsweek, das auch einige Hintergründe schildert:

Zitat: «Sebolds Buch "Lucky" war gerade dabei, verfilmt zu werden, als der ausführende Produzent Tim Mucciante skeptisch wurde, weil es Unstimmigkeiten zwischen dem Buch und dem Drehbuch gab.

"Ich fing an, herumzu­stochern und heraus­zu­finden, was hier wirklich passiert ist", sagte Mucciante am Dienstag gegenüber The Associated Press. Nachdem er aus dem Projekt ausgestiegen war, beauftragte er einen Privatdetektiv, was dazu führte, dass der Staatsanwalt ein persönliches Interesse an dem Fall zeigte.

(...) In ihren 1999 erschienenen Memoiren "Lucky" erzählte die weiße Sebold, wie sie 1981 von einem unbekannten Schwarzen vergewaltigt wurde und Monate später auf der Straße einem Mann begegnete, von dem sie sicher war, dass er ihr Angreifer war.

"Er lächelte, als er sich näherte. Er erkannte mich. Für ihn war es ein Spaziergang im Park; er hatte einen Bekannten auf der Straße getroffen", schrieb Sebold. "'Hey, Mädchen', sagte er. Kenne ich dich nicht von irgendwoher?' Ich sah ihn direkt an. Ich wusste, dass sein Gesicht das Gesicht über mir im Tunnel gewesen war."

Anthony Broadwater wurde schließlich verhaftet, nachdem Sebold nach dieser Interaktion zur Polizei gegangen war.

Obwohl Sebold ihn bei einer polizeilichen Gegenüber­stellung nicht identifizieren konnte und einen anderen Mann als ihren Angreifer auswählte, weil "der Ausdruck in seinen Augen mir sagte, dass er mich, wenn wir allein wären und keine Mauer zwischen uns stünde, beim Namen nennen und mich dann töten würde".

Trotzdem wurde Broadwater 1982 vor Gericht gestellt und verurteilt, hauptsächlich aufgrund von zwei Beweisen - Sebold, die ihn im Zeugenstand identifizierte, und ein mikroskopisch kleines Haar, von dem ein Experte sagte, dass es ihn damals mit dem Fall in Verbindung brachte, was inzwischen vom US-Justiz­ministerium verworfen wurde.

Nach dem Freispruch sagte Broadwaters Anwalt, David Hammond: "Streuen Sie ein wenig Junk-Wissenschaft auf eine fehlerhafte Identifizierung, und es ist das perfekte Rezept für eine ungerechtfertigte Verurteilung".»[5]


Auch die britische Daily Mail berichtet über den Fall. Demnach habe Sebold Broadwater in ihren Memoiren als jemanden mit krimineller Vergangenheit dargestellt, was nicht den Tatsachen entspreche. Auch sonst gab es bizarre Unstimmigkeiten in Sebolds Memoiren, wie Tim Mucciante berichtet:

Zitat: «Er sagte, er sei auch überrascht gewesen, als er einen Teil des Buches las, in dem Alice beschreibt, wie sie sich mitten im Prozess mit dem Richter zusammensetzt.

"In realen Gerichtssälen passiert so etwas nicht. Kein Richter würde sich mitten in der Verhandlung mit dem Opfer eines Verbrechens allein treffen. Das ist einfach absurd. Ich weiß nicht, ob es passiert ist oder nicht, aber diese ganze Beschreibung des Prozesses ist, wenn sie stimmt, der verrückteste Prozess, den man sich vorstellen kann."»[6]


Mucciante war von der Produktion des geplanten Films gefeuert worden, als er angefangen hatte, über solche Unstimmigkeiten zu sprechen: "Es gab große Angst vor diesen Themen."

Sebold hat sich inzwischen für den Vergewaltigungs­vorwurf entschuldigt.[1] Der Verlag Simon & Schuster gaben am Dienstag bekannt, der Vertrieb von "Lucky" sei eingestellt worden. Mit der Autorin solle überlegt werden, wie das Buch überarbeitet werden könne.

(Schwarze) Männer werrden es sich jetzt jedenfalls zweimal überlegen, einfach so (weiße) Frauen anzulächeln und sie zu fragen, ob sie sie nicht irgendwoher kennen. Offenbar kann das ungeahnte Konsequenzen haben.

Genderama[7]

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 Unschuldiger freigesprochen: US-Autorin Alice Sebold entschuldigt sich für Vergewaltigungsvorwurf, Die Welt am 1. Dezember 2021
  2. Hadmut Danisch: Mein Bericht von der #PiratinnenKon, Ansichten eines Informatikers am 7. April 2014
  3. Hadmut Danisch: Frei erfundener Vergewaltigungsvorwurf: Unschuldiger nach 16 Jahren freigesprochen, Ansichten eines Informatikers am 1. Dezember 2021
  4. Film version of Alice Sebold book scrapped after rape conviction overturned, The Guardian am 30. November 2021
  5. Alice Sebold Stays Silent as Man Wrongly Convicted for Her Rape Is Exonerated, Newsweek am 26. November 2021
  6. Jennifer Smith: EXCLUSIVE: How dogged movie producer proved the wrong man went to prison for raping Lovely Bones author Alice Sebold after questioning film adaptation of her memoir Lucky which 'glossed over' the truth, Daily Mail Online am 25. November 2021, aktualisiert am 30. November 2021
    • A film adaptation of Alice Sebold's 1999 memoir Lucky was in the works earlier this year with Timothy Mucciante as Executive Producer
    • He became suspicious because he says the script did not closely resemble Alice Sebold's memoir
    • You star Victoria Pedretti had been cast to play Sebold and 13 Reasons Why Director Karen Moncrieff was on board too
    • Mucciante says she wanted to re-cast the black rapist as a white man to avoid a racist stereotype
    • He refused, based on the facts of the case, then claims he was fired; he then started looking into the case files
    • Mucciante claims Sebold told the crew that the rapist's real name was Gregory Madison, the name in the book
    • He couldn't find anything when he started researching because he was looking for that name
    • Anthony Broadwater was the man convicted - he was found living quietly in the town of Syracuse in September
    • He had been jailed for 16 years, always maintaining his innocence, living in squalor with his wife
    • On Monday, he had his conviction exonerated and he is now demanding an apology from Sebold
    • No one from the movie production or Sebold or her agents have released a public comment yet
  7. Genderama: News vom 1. Dezember 2021

Netzverweise