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Dirk Adams

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Dirk Adams
Dirk Adams (2016)
Geboren 25. Mai 1968
Parteibuch Bündnis 90/Die Grünen
AbgeordnetenWatch Dirk Adams
URL dirkadams.de

Dirk Adams (* 1968) ist ein deutscher Politiker und war von 2009 bis 2020 Mitglied des Thüringer Landtags und ab 2014 Fraktions­vorsitzender seiner Partei. Von März 2020 bis Januar 2023 war Dirk Adams im Kabinett Ramelow II[wp] Minister des Thüringer Ministeriums für Migration, Justiz und Verbraucherschutz.

Berufliches

Adams absolvierte zunächst von 1984 bis 1985 eine Ausbildung zum Ofensetzer, danach bis 1987 eine Ausbildung zum Gas-Wasser-Installateur, die er jeweils als Facharbeiter abschloss. Von 1988 bis 1992 studierte er Versorgungs­technik an der Ingenieur­schule für Bauwesen Erfurt (ab 1991 Fachhochschule Erfurt) mit dem Abschluss Diplomingenieur (FH). 1989 war er an der Bildung des ersten freien Studentenrates an der Hochschule beteiligt. Im März 1990 beteiligte er sich an einem Hungerstreik der Erfurter Bürgerwache, die Einsicht in Unterlagen des MfS und die Überprüfung von ehemaligen Volkskammer-Abgeordneten forderte. Nach seinem Studienabschluss war Adams bis 1996 in einem Ingenieurbüro tätig, unterbrochen von der Ableistung des Zivildienstes in Hessen.

Von 1997 bis 1998 war Adams Bildungsreferent der Heinrich-Böll-Stiftung in Thüringen, 1998/99 kommunalpolitischer Referent von Bündnis 90/Die Grünen in Thüringen, 2000/01 Mitarbeiter der Grünen-Landes­geschäfts­stelle und von 2001 bis 2005 Mitarbeiter der Bundestagsabgeordneten Katrin Göring-Eckardt. 2005 erwarb er an der Universität Erfurt einen Bachelor-Abschluss in Staatswissenschaften. Von 2005 bis 2009 arbeitete er als Projektleiter bei der Naturstiftung David sowie von 2008 bis 2009 in Elternzeit­vertretung als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Büro der Bundestags­abgeordneten Katrin Göring-Eckardt.

Privates

Adams ist verheiratet und hat zwei Kinder. Er ist Mitglied des Stiftungs­beirats der katholischen Schulstiftung im Bistum Erfurt.

Politisches

Von 2004 bis 2009 gehörte Adams dem Erfurter Stadtrat an und war von 2006 bis 2012 Kreisvorsitzender in Erfurt.

Adams wurde auf Platz 2 der Landesliste in den Thüringer Landtag gewählt. In der Fraktion war Adams der fachpolitische Sprecher für die Themen Wirtschaft, Arbeit, Tourismus und Energie sowie Inneres und Kommunales. Adams war Mitglied des Ausschusses für Wirtschaft, Arbeit und Technologie sowie des Innen­ausschusses. Weiterhin war Adams in der 5. Legislaturperiode Mitglied im Untersuchungs­ausschuss 5/1 (Rechtsterrorismus und Behörden­handeln), stellvertretender Vorsitzender des Untersuchungs­ausschusses 5/2 (Aufklärung über die V-Mann-Tätigkeit des früheren NPD-Funktionärs Kai-Uwe Trinkaus für das Thüringer Landesamt für den Verfassungsschutz) sowie Mitglied der parlamentarischen Kontroll­kommission.

Bei der Wahl der Kandidatenliste zur Landtagswahl in Thüringen 2014 wurde Adams von der Landes­delegierten­konferenz am 29. November 2013 in Erfurt auf Platz 2 gewählt. Als Direktkandidat zur Landtagswahl in Thüringen 2014 trat Adams im Wahlkreis 26 (Erfurt III) erfolglos an und erlangte über die Landesliste ein Mandat für den 6. Thüringer Landtag. Nach der Ernennung von Anja Siegesmund zur Umweltministerin im Kabinett Ramelow I wurde er am 10. Dezember 2014 zum Vorsitzenden der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen gewählt.

Bei der Landtagswahl in Thüringen 2019 trat Adams erneut an der Seite von Anja Siegesmund als Spitzenkandidat an. Die Grünen verloren einen geringen Stimmenanteil und sind aufgrund des Einzuges der FDP nunmehr nur noch mit fünf Parlamentariern im Landtag vertreten. Adams zog erneut über die Landesliste ein und wurde am 8. November 2019 von seiner Fraktion einstimmig erneut in das Amt des Fraktions­vorsitzenden gewählt. Am 17. März 2020 legte er sein Landtagsmandat nieder und der Nachfolger in seinem Amt als Landtags­abgeordneter wurde die für ihn nachgerückte Babett Pfefferlein. Zu seiner Nachfolgerin im Amt des Fraktions­vorsitzenden wurde Astrid Rothe-Beinlich gewählt.

Am 4. März 2020 wurde Dirk Adams im Kabinett Ramelow II zum Minister des Thüringer Ministeriums für Migration, Justiz und Verbraucherschutz ernannt. Am 9. Januar 2023 wurde er von Ministerpräsident Ramelow gegen seinen Willen entlassen. Die grüne Parteiführung wollte den Rückzug von Umwelt­ministerin Siegesmund für eine personelle Neu­aufstellung nutzen. Außerdem wurde Adams vorgeworfen, ohne inhaltliche Handlungs­grundlage und zu zögerlich agiert zu haben. Ihm folgte Doreen Denstädt nach.

Juristisches

Die verdiente Strafe für Juristen.

Weil doch manche Juristen meinen und mir neulich noch einer schrieb, dass man sich nur als Jurist mit den Staatsexamen und der Befähigung zum Richteramt zu juristischen Fragen äußern, überhaupt nur so die richtige Lösung zu einer Rechtsfrage finden könne.

Nun, so könnte der juristische Laie meinen, ob es nicht möglich wäre, dass auch ein noch so blindes Huhn vielleicht dann und wann ein Körnchen der Wahrheit und Rechts­erkenntnis finde, wenn auch nur so zufällig.

Nein, so die Antwort der Juristen. Die nicht wohlgesonnenen schließen das kategorisch aus. Die Wohlgesonnenen dagegen sehen das auch so, erklären aber, warum das so ist: In der Juristerei gäbe es nämlich gar kein richtig oder falsch. Sondern nur die vertretbare und die unvertretbare Meinung. Vertreten kann man sie aber nur als Volljurist. Das heiße, es käme eigentlich nicht oder kaum darauf an, was man meine oder sage, sondern in erster Linie wer man ist. Deshalb sei es von vornherein ausgeschlossen, dass ein Nichtjurist juristisch recht haben könne, weil er seine Meinung ja gar nicht vertreten und damit nicht in den Hain der Vertretbarkeit eintreten kann. Was er dann konkret sagt, könne dahinstehen, um eine typische Urteils­floskel zu verwenden.

In Thüringen erhalten Juristen nun die gerechte Strafe dafür. Ohne Bewährung.

Zitat: «Hier ist euer neuer Justizminister, Thüringen.
Dreifachquote? Grün - frau - schwarz!

» - Siegvarg[1]

Kein Witz.

Also nein, doch, natürlich ist das ein Witz. Aber keiner von mir, sondern von den Grünen in Thüringen.

Es fing damit an, dass die Grünen in Thüringen ihren eigenen Justizminister Dirk Adams absägten. Das war so komisch, dass selbst der erzlinke Tagesspiegel das für "Chaos" hielt.[2]

Das wichtige Detail daran ist, dass sich die Grünen für Justiz eigentlich nur insoweit interessieren, wie sie sie ideologisch missbrauchen können, aber in Thüringen ist der Ministerposten eben gleichzeitig der für Justiz und Migration. Und Dirk Adams ein alter weißer Mann. Geht natürlich gar nicht.

Zitat: «[...]»[2]

[...]

Aha.

Ein Theaterschauspieler und Regisseur als Umwelt- und Energieminister.

Und eine Rugbyspielerin und Polizistin mit Verwaltungs­erfahrung, die in der Vertrauensstelle im Ministerium arbeitete, als Justiz- und Migrationsministerin.

Wäre Thüringen die Titanic, hätten sie das Sinken wegen Wassermangels absagen müssen.

Die Junge Freiheit meint dazu, dass sie noch gar keine Politikerfahrung habe.

Zitat: «[...]»[3]

Der Minister Dirk Adams hat also nichts falsch gemacht, außer eben versäumt zu haben, rechtzeitig das Geschlecht zu wechseln.

Doreen Denstädt

Nun könnte man sich fragen, was Doreen Denstädt denn - über Hautfarbe und Geschlecht hinaus - für diesen Job qualifiziert. Wikipedia ist da etwas dünn, die Seite gibt es ja schon länger, aber ereignislos, und wurde erst seit dem 9. Januar hektisch aufgemöbelt.

Zitat: «Denstädt ist gelernte Diplom-Verwaltungswirtin. Sie arbeitete als Polizei­haupt­kommissarin und Sachbearbeiterin in der Polizei­vertrauens­stelle im Thüringer Ministerium für Inneres und Kommunales. Nach Angaben der Thüringischen Landeszeitung ist sie die einzige schwarze Polizistin in Thüringen und habe Rassismus im Alltag erlebt.

Sie war in jüngeren Jahren Profi-Rugby­spielerin und als Teenager Punk.»[4]

Was kann man mehr von einer Justizministerin verlangen?

Was arbeitet man überhaupt in einer "Polizei­vertrauens­stelle"?

Hat man sie als Quotenschwarze eingestellt, damit man wenigstens eine hat, und sie dann irgendwo in irgendein Büro gesetzt, damit sie nicht im Weg rumsteht? Als professionelle Rugby-Spielerin mit diesem Körperbau dürfte sie ziemlich gut darin sein, anderen im Weg rumzustehen, das gehört da zum Geschäft. Sitzt die da einfach ihre Stunden hab und ist Polizei­haupt­kommissarin, um die quoten­gerechte Gehaltsstufe zu haben?

Wieviel Arbeit ist es etwa, für die Rechte diskriminierter Schwarzer in der Thüringer Polizei einzutreten, wenn man die einzige Schwarze dort ist?

Anders gefragt: Hat sie überhaupt schon mal als Polizistin im eigentlichen Sinne gearbeitet? Oder war sie nur die Quoten­kartei­leiche, nach dem Motto "setz dich dahin und halt dich einfach aus allem raus"?

Will sagen: Zu meiner Zeit damals war "Polizist" der Berufsweg, den Punker am allerwenigsten im Sinn hatten. Da sie aber 1977 in Saalfeld/Saale geboren ist, fällt das wohl unter Ost-Punk.

Wie kommt man an eine solche Karriere? Wikipedia:

Zitat: «Seit 2021 ist sie nach eigenen Angaben Mitglied der Partei Bündnis 90/Die Grünen[6] und seit Mai 2022 ist sie Sprecherin des Kreisverbandes Erfurt. Sie ist sachkundige Bürgerin im Ausschuss für Ordnung, Sicherheit, Ehrenamt und Ortsteile der Stadt Erfurt.

Im Jahr 2022 war sie Mitglied der 17. Bundesversammlung für die Landtags­fraktion Bündnis 90/Die Grünen Thüringen.[10]

Sie wurde am 9. Januar 2023 von Bündnis 90/Die Grünen in Thüringen als Ministerin für das Thüringer Ministerium für Migration, Justiz und Verbraucherschutz nominiert und soll die Nachfolge von Dirk Adams antreten.»[4]

Die richtige Hautfarbe, das richtige Geschlecht und eine per Wikipedia bescheinigte Alltag­erfahrung in Rassismus. Dann geht das schnell mit der Karriere.

Das Rätsel löst der MDR mit seinem Zwei-Minuten-Beitrag "Wer ist die neue Justizministerin?". Darin nämlich legt sie ihren bei GrünInnen durchweg anerkannte Universal­kompetenz­nachweis vor, nämlich indem sie erklärt "Ich traue mir die Aufgabe zu". Der Rest ist bekanntlich unbeachtlich und nur Diskurs, im Genderraum gilt schließlich "quality is a myth" und von Frauen darf nichts verlangt werden.

Und, so erklärt sie weiter, es sei ja da in diesem Ministerien auch fast egal, ob man Polizistin oder Referats­leiter und Jurist sei, man scheitere ja schließlich an denselben Problemen. Und das wissen, dass das so sei, helfe ihr beim Verständnis.

Was also will man mehr als jemanden, der Verständnis für sein kommendes Scheitern hat?

Juristen

Ach, ist das schön.

Die Erfordernis, Jurist zu sein, das Ablegen der Staatsexamen, die Befähigung zum Richteramt zu haben, wird nun einfach durch die medial beglaubigte Abgabe der Erklärung ersetzt, sich das Amt selbst zuzutrauen. Das war ja bei unserer Elite­juristin, der Völkerrechtlerin der Herzen, auch schon so, dass die Erklärung, sich das Amt (eigentlich ausnahmslos alle Ämter) pauschal zuzutrauen alle Qualifikations­erfordernisse ersetzte. Ob es einem andere zutrauen, spielt keine Rolle.

Diese neue Praxis, dass jegliche Qualifikationen durch die Selbst­zutrauens­erklärungs­abgabe ersetzt werden, gilt selbst­verfreilich nur für Frauen (was auch immer das tagesaktuell gerade sein mag).

Für Männer ist das komplizierter.

Die müssen sich vorher zur Frau erklären, um damit durchzukommen.

Und das haben sich die Juristen redlich verdient.

Hähähä.

[Und falls jemand kommt, das hier sei frauen- oder migrantenfeindlich: Falsch. Dieser Artikel ist juristenfeindlich.]

Hadmut Danisch[5]


Einzelnachweise

  1. Twitter: @Kranzschwinger - 11. Jan. 2023 - 22:30 Uhr
  2. 2,0 2,1 Felix Hackenbruch: Chaos in Thüringen: Wieso die Grünen ihren eigenen Minister absägten, Der Tagesspiegel am 10. Januar 2023
    Zwei Jahre war Dirk Adams Migrationsminister in Thüringen, dann servierte ihn seine eigene Partei ab. Nun folgt ihm die einzige schwarze Polizistin des Landes.
    Auszug: Am Montagvormittag veröffentlicht der Justiz- und Migrations­minister von Thüringen, Dirk Adams, eine Presseerklärung, in der er öffentlich macht, dass die beiden Landes­vorsitzenden der Grünen, Ann-Sophie Bomm[wp] und Bernhard Stengele[wp], ihn zum Rücktritt aufgefordert hätten. Adams lehnt ab: "In der derzeitigen Situation kann ich, aus Verantwortung gegenüber meinem Ministerium, dieser Aufforderung nicht nachkommen", schrieb er. Er werde nur eine Entlassung durch den Linken-Minister­präsidenten Bodo Ramelow akzeptieren.
  3. Quote: Grüne machen Sachbearbeiterin zur Justizministerin, Junge Freiheit am 10. Januar 2023
    Weil er als weißer Mann keine Quote erfüllt, erzwingen die Grünen die Entlassung ihres thüringischen Justizministers. Nachfolgerin wird eine afrodeutsche Frau ohne Politik-Erfahrung.
  4. 4,0 4,1 WikipediaDoreen Denstädt (Stand: 13. Januar 2023)
  5. Hadmut Danisch: Die neue Justizministerin von Thüringen, Ansichten eines Informatikers am 13. Januar 2023

Netzverweise