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Antifa Rostock - Und gleich wird die rechte Hetze beginnen.jpg

Die Antifa meldet einen Einzelfall:

"#Frankfurt Mann stößt #Kind auf die #Gleise und wird von #Schnellzug (#ICE) überrollt. Und gleich wird die rechte Hetze beginnen. Lasst die Flüchtlinge aus dem Spiel.
Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda!"
- Auf Twitter am 29. Juli 2019

Die Helferindustrie reagiert:

Carsten Baumann, Leiter der ökumenisch geführten Bahnhofsmission, äußerte die Befürchtung, dass die Tat "in Sozialen Netzwerken[wp] genutzt wird, um die Spaltung der Gesellschaft voranzutreiben". Feldmann sagte, er hoffe, "dass der Hass nicht verfängt, den einige bereits gestern Abend im Netz geäußert haben".
- Nord-Bayern am 30. Juli 2019[ext]

Der Qualitätsjournalismus meint:

"Kind von Eritreer vor Zug gestoßen - Danke, Merkel" - Was ist bloß los in den Hirnen all jener, die im Internet solche Sätze verbreiten, fragt sich unser Kommentator Matthias Koch. Seine Antwort: Dem Wahn des Einzelnen folgt der Wahn der Menge.
- Leipziger Volkszeitung am 2. August 2019[ext]

Die Pfarrerin predigt:

"Was muss jemand erlebt und erlitten haben, wenn er anderen so etwas Furchtbares antut?" [...] "Wir dürfen nicht zulassen, dass jetzt Gedanken von Hass um sich greifen."
- Hessenschau[ext]
Politik in Deutschland: Willkommenskultur für Migranten, Abtreibungs­kultur für Ungeborene, Zerstörungs­kultur für Familien
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Sansibar-Massaker

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Das Sansibar-Massaker fand vom 12. bis zum 19. Januar 1964 auf der damals Sansibar genannten Insel Unguja[wp] statt.

Sansibar-Massaker

Am 10. Dezember 1963 erlangten die Hauptinsel Unguja[wp] (mit damals 444.000 Einwohnern) und Pemba[wp] (314.000 Einwohner) die Unabhängigkeit von der britischen Kolonial­herrschaft[wp]. Sansibar[wp] wurde als konstitutionelle Monarchie aus der Kolonial­herrschaft entlassen. Die politisch-ökonomische Führung des Landes hatten der Sultan[wp] und die arabische Minderheit sowie eine indische Hindu-Minderheit inne.[1] Die afrikanische Mehrheits­bevölkerung aus Banutu und Schirasi bildeten das Agrar­proletariat.

Bereits am 12. Januar 1964 kam es zu einem durch John Okello[wp] angeführten erfolgreichen Staatsstreich[wp], dem Sansibar-Massaker. Der selbsternannte Feldmarschall und ehemalige Maurergeselle John Okello führte eine Gruppe von etwa 600 schwarz­afrikanischen Aufständischen an. Sie sollen im kommunistischen Ausland ausgebildet und mit Waffen tschechoslowakischen Ursprungs ausgerüstet gewesen sein. Die völlig überraschte Regierung hoffte vergeblich auf die Hilfe der Briten, die aber keine Missstimmung mit den anderen jungen afrikanischen Staaten wegen einer arabisch dominierten Regierung riskieren wollten. Sultan Jamsheed bin Abdullah, der Sohn des 1963 verstorbenen Abdullah bin Khalifa, floh während der Revolutions­wirren von der Insel. Okello gründete noch am gleichen Tag den Revolutionsrat, der Abeid Karume zum Präsidenten der neuen Volksrepublik von Sansibar und Pemba[wp] ernannte. Die Angaben über die Anzahl der Opfer in der Woche zwischen dem 12. und dem 19. Januar 1964 gehen weit auseinander. Nach britischen Schätzungen wurden 15.000 Menschen ermordet. Andere Studien kommen auf geringere Zahlen. Außerdem kam es zu ungezählten Übergriffen wie Vergewaltigungen, Plünderungen und Folterungen. Nach dem Blutrausch wurden die Leichen mit LKWs zur Kaimauer im heutigen Forodhani Garden gebracht und in das Meer gekippt. Die offizielle Version stellt die Revolution wesentlich weniger dramatisch dar. Babu, der erste Außenminister des Revolutionsrates, behauptet, dass nur einige wenige Menschen ums Leben kamen, weil einige die Gunst der Stunde nutzten, um alte Rechnungen zu begleichen. Die dafür Verantwortlichen seien vor ein Gericht gestellt und verurteilt worden. Das Trauma der Ausschreitungen wirkt bis in die Gegenwart nach, da das Thema bis heute tabu ist und es zu keiner Aufarbeitung oder Aussöhnung gekommen ist. Noch heute begegnen sich die Täter und Opfer auf der Straße. Besonders dramatisch an den Ereignissen war, dass die Grenzen zwischen den Parteien nicht eindeutig ethnisch oder religiös definierbar waren, sondern mitten durch Familien und Bekanntschaften liefen.[2][3]

Sansibar-Revolution

Infolge der Sansibar-Revolution, bei der das Sultanat[wp] gestürzt wurde, übernahm ein Revolutionsrat der muslimischen Afro-Shirazi Party[wp] (ASP) und der linksradikalen Umma Party[wp] die Rolle einer Interimsregierung und rief die Volksrepublik Sansibar und Pemba[wp] aus. Sultan Dschamschid ibn Abdullah[wp] war in den Revolutions­wirren aus dem Land geflohen. Die Leitung des Rats übernahm ASP-Chef Abeid Amani Karume[wp] als Präsident. Abdulrahman Mohamed Babu[wp] von der Umma Party wurde Außenminister. Beide waren vom Putsch durch Revolutions­führer John Okello[wp] überrascht worden und befanden sich zu dem Zeitpunkt in Tanganjika.[4][5] Als erstes verbannte die neue Regierung den Sultan und verbot die alten Regierungs­parteien Zanzibar Nationalist Party[wp] (ZNP) und Zanzibar and Pemba People's Party[wp] (ZPPP).[6]

Um sich vom unberechenbaren Okello zu distanzieren, stellte Karume ihn in aller Stille ins politische Abseits. Immerhin behielt Okello den sich selbst verliehen Titel des Feldmarschalls.[4][5] Allerdings begannen Okellos Revolutionäre bald mit Vergeltungs­maßnahmen gegen die arabische und asiatische Bevölkerung von der Hauptinsel Unguja[wp]. Die Opfer wurden verprügelt, beraubt, vergewaltigt und ermordet.[4][5] Okello selbst erklärte in Radio­ansprachen, er habe Zehntausende "Feinde und Handlanger"[5] getötet oder inhaftiert, doch Schätzungen über die tatsächliche Opferzahlen schwanken zwischen einigen Hundert und 20.000. Einige westliche Zeitungen schrieben von 2.000 bis 4.000 Toten.[7][8] Die höheren Zahlen könnten ihren Ursprung in Okellos Äußerungen und Meldungen einiger westlicher und arabischer Medien haben, die reichlich aufgebauscht wurden.[5][9][10] Die Ermordung Gefangener arabischer Abstammung und ihre Beerdigung in einem Massengrab wurde durch ein italienisches Filmteam dokumentiert, das für den Film Africa Addio[wp] von einem Hubschrauber aus die Szene drehte. Es ist das einzige Bilddokument dieser Tötungen.[11] Viele Araber flohen in den Oman[wp]. Europäer wurden auf Befehl Okellos nicht angegriffen.[4] Vor 1964 lebten auf Sansibar 230.000 "Festland-Afrikaner" und Schirazis[wp][12], 50.000 Araber und 20.000 Asiaten.[13][14]



Deutsche Übersetzung
Am 10. Dezember 1963 erhielt Sansibar[wp] seine Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich als konstitutionelle Monarchie unter dem Sultan. Dieser Zustand war von kurzer Dauer, da der Sultan und die demokratisch gewählte Regierung am 12. Januar 1964 in der Sansibar-Revolution unter der Führung von John Okello, einem ugandischen Bürger, der die Revolution mit seinen Anhängern auf der Insel organisiert und geleitet hat, gestürzt wurden. Scheich Abeid Amani Karume wurde zum Präsidenten der neu gegründeten Volksrepublik Sansibar und Pemba[wp] ernannt. Mehrere tausend ethnische Araber (5.000-12.000 Sansibars arabischer Abstammung) und indische Zivilisten wurden ermordet und Tausende weitere festgenommen oder ausgewiesen, ihr Eigentum entweder beschlagnahmt oder zerstört. Der Film Africa Addio[wp] dokumentiert die Gewalt und das Massaker an unbewaffneten ethnischen arabischen Zivilisten.
Englisches Original
On 10 December 1963, Zanzibar received its independence from the United Kingdom as a constitutional monarchy under the Sultan. This state of affairs was short-lived, as the Sultan and the democratically elected government were overthrown on 12 January 1964 in the Zanzibar Revolution led by John Okello, a Ugandan citizen who organized and led the revolution with his followers on the island. Sheikh Abeid Amani Karume was named president of the newly created People's Republic of Zanzibar and Pemba. Several thousand ethnic Arab (5,000-12,000 Zanzibaris of Arabic descent) and Indian civilians were murdered and thousands more detained or expelled, their property either confiscated or destroyed. The film Africa Addio documents the violence and massacre of unarmed ethnic Arab civilians.  - Englischsprachige Wikipedia [15]

Einzelnachweise

  1. Frank R. Pfetsch (Hrsg.): Konflikte seit 1945, Schwarzafrika. S. 96-97
  2. O. R. Mapuri: Zanzibar The 1964 Revolution: Achievements and Prospects. Nairobi 1996.
    A. M. Babu: The 1964 Revolution: Lumpen or Vanguard? Zanzibar under Colonial Rule. E. Ferguson und A. Sheriff (Hrsg.). London 1991, S. 220–247.
    D. Petterson: Revolution in Zanzibar. Boulder, 2002.
  3. Wikipedia: Sansibar-Archipel - Abschnitt "Erlangung der Unabhängigkeit und Revolution"
  4. 4,0 4,1 4,2 4,3 Speller S. 7.
  5. 5,0 5,1 5,2 5,3 5,4 Parsons S. 107.
  6. Conley, Robert: Regime Banishes Sultan, New York Times, S. 4, 14. Januar 1964, abgerufen am 16. November 2008.
  7. Conley, Robert: Nationalism Is Viewed as Camouflage for Reds, New York Times, 19. Januar 1964, S. 1, abgerufen am 16. November 2008.
  8. Los Angeles Times: Slaughter in Zanzibar of Asians, Arabs Told, 20. Januar 1965, S. 4, abgerufen am 16. April 2009
  9. Plekhanov S. 91.
  10. Sheriff S. 241.
  11. Daly S. 42.
  12. Teile der ostafrikanischen Küsten­bevölkerung nennen sich "Schirazi".
  13. Speller S. 4.
  14. Wikipedia: Volksrepublik Sansibar und Pemba - Abschnitt "Geschichte"
  15. Wikipedia: History of Zanzibar - Abschnitt "Independence and revolution"

Netzverweise