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Feminismus basiert auf der Verschwörungstheorie, Männer auf der gesamten Welt hätten sich kollektiv gegen die Weiber verschworen, um sie zu unterdrücken, zu schlagen, zu vergewaltigen und auszubeuten. Feministinnen bekämpfen Ehe und Familie, weil die bürgerliche Familie das Feindbild ist. Frauen werden kollektiv als Opfer inszeniert und Männer als Täter denunziert. So manifestiert sich ein Ressentiment gegen alles Männliche bis hin zum offenen Männerhass. Dies bewirkt eine tiefgreifende Spaltung der Gesellschaft, die es zu überwinden gilt.

Friedensdividende

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Die Friedensdividende bezeichnet den sich aus dem Frieden ergebenden materiellen oder immateriellen Nutzen, wobei in erster Linie an die Situation ohne Krieg gedacht wird.

Zur vordergründigen Sicht kommt die ergänzende Erkenntnis, dass auch für eine friedliche Ordnung im Innern eines Staates, einer Gesellschaft, von arbeitenden Gemeinschaften, auch der einzelnen Menschen - intraindividuell - gesorgt werden muss, also für eine "Ruhe der Ordnung" (Augustinus[wp]). Diese ist eine Voraussetzung für Friedens­nutzen. Allerdings befinden sich Friede und Freiheit in einem beständigen Wettstreit: Einerseits wird Freiheit unter zeitweiliger Preisgabe des Friedens verteidigt, andererseits aber Friede unter zeitweiliger Opferung von Freiheitsspielräumen begehrt. Je stärker ein Freiheits­raum als eingeschränkt empfunden wird, desto wertvoller erscheint der Rest an Freiheit und desto intensiver ist dann dessen Verteidigung - auch unter Opferung des Friedens. Der Friede um jeden Preis (utopischer Gesinnungs­pazifismus - Ockenfels[wp]) wirft jedoch keine Friedensdividende ab. Damit werden ökonomische Dimensionen von Friede und Freiheit offenbar. Das ökonomische Anliegen auch jedes einzelnen Menschen, Frieden in Freiheit zu erhalten oder wieder­zu­erlangen, führt zu Investitionen, die man als Friedensaktien verstehen kann. Dazu gehören jegliche angemessene Rüstung eines Staates (Militär­ökonomik), aber auch das Schaffen und Erhalten einer in Werten beruhenden Ordnung der Lebens- und Arbeits­verhältnisse, Abwesenheit von Existenz­angst, Chancen zu beruflichem und materiellem Aufstieg und zur Bewahrung der Ergebnisse, Erhalt und Stärkung der Lebens­qualität, dann auch Zuversicht hinsichtlich des Bestandes garantierter Grund­freiheiten dem Staat gegenüber und der Schutz­bereit­schaft und -fähigkeit des Staates für kulturelle Werte, selbst wenn diese nur einer sog. Minderheit werthaltig erscheinen. Diese immateriellen Investitionen in Friedens­aktien führen zu Vertrauen in Rechts- und Sozial­staatlichkeit und wecken zugleich eigene Kräfte für menschen­würdiges Mit­einander­leben. Allerdings hat Friedens­dividende erhebliche intangible Anteile, die einer weitgehend subjektiven Beurteilung unterliegen. Damit eine solche überhaupt möglich wird, ist personale Bildung mit ihren viel­dimensionalen Zusammen­hängen erforderlich (Bildungspolitik). Es steigt die individuelle Befähigung, Konflikte ohne Gewalt - jedoch nicht um jeden Preis - auszutragen und damit in den erforderlichen Opfern (Kosten) weitgehend berechenbar zu halten.

Literatur: Zsifkovits, V., Der Friede als Wert, München, Wien 1973. Ockenfels, W, Frieden, in: Kirchhoff, G. (Hrsg.), Handbuch zur Ökonomie der Verteidigungspolitik, Regensburg 1986, S. 287ff. Kirchhoff, G., Friedensdividende, in: WiSt, 20. Jg. (1991), S. 463 f.

Netzverweise

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Friedensdividende von Wirtschaftslexikon24.