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Christl Ruth Vonholdt

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Christl Ruth Vonholdt
Christl Ruth Vonholdt (2011)
Geboren 1954
Beruf Autor, Mediziner

Christl Ruth Vonholdt (* 1954) ist eine deutsche Autorin, Ärztin für Kinder- und Jugendmedizin[1] sowie Leiterin des Arbeitsbereichs Deutsches Institut für Jugend und Gesellschaft[wp] (DIJG) der ökumenischen Kommunität Offensive Junger Christen[wp] (OJC). Ihre Arbeitsschwerpunkte sind: Christliche Anthropologie, Identitäts­entwicklung, Bindungstheorien, Sexualität, Homosexualität, Ehe und Familie, Auseinandersetzung mit den Gender-Theorien. In der öffentlichen Diskussion steht sie besonders durch ihre Veröffentlichungen zu Homosexualität und Genderismus.

Leben

Im Jahr 2000 war Christl Vonholdt Beraterin des American Anglican Council (AAC) zum Thema Sexualethik, Ehe und Familie.[2] Seit 2001 verantwortet sie die Herausgabe des Bulletins des DIJG.[3]

Am 18. Oktober 2004 nahm sie auf Einladung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion an einer öffentlichen Anhörung des Rechtsausschusses des Deutschen Bundestages zum Gesetzentwurf zur Überarbeitung des Lebenspartnerschaftsgesetzes teil.[4][5] 2007 schrieb sie auf Anfrage der CDU eine Stellungnahme für den Rechtsausschuss des Hessischen Landtages zum Gesetzentwurf für ein Gesetz zur Anerkennung eingetragener Lebenspartnerschaften im Landesrecht.[6]

2009 war sie Referentin beim Internationalen Kongress der "Akademie für Psychotherapie und Seelsorge".[7] 2011 erhielt sie den "Förderpreis der Christlichen Bildungsstiftung" für ihre Forschungen zu Identität, Entwicklung und Homosexualität.[8]

Positionen

Mann und Frau MITeinander

In ihren christlich-anthropologischen Texten führt Vonholdt aus: Jeder einzelne Mensch - Mann und Frau - ist Träger der Ebenbildlichkeit Gottes, doch darüber hinaus ist "der ganze Mensch nach Gottes Ebenbild erst im Zusammen von Mann und Frau gegeben."[9] Durch seine Geschlechtlichkeit ist der Mensch von Anfang an auf den anderen, das andere Geschlecht, verwiesen. Ziel menschlicher Beziehungen ist - über die Suche nach dem eigenen Selbst hinaus - das Hinüberreichen zum Du.[10] "Die unbedingte Bezogenheit jeder Person auf das hin, was sie nicht ist - der Mann auf die Frau, die Frau auf den Mann und beide gemeinsam auf den ganz anderen, auf Gott - ist konstitutives Merkmal christlichen Menschenbildes."[9] In Anlehnung an Jean Vanier bezeichnet Vonholdt die Ehe als die "Ikone Gottes".[10] Sexualität sei dem Menschen als "schöpferische Lebens- und Beziehungsenergie" gegeben, um zum anderen Geschlecht hinüberzureichen.[10] Homosexueller Geschlechtsverkehr widerspreche dem "'Bauplan' des menschlichen Körpers".[11] Homosexuelles Verhalten stehe nicht im Einklang mit der Leiblichkeit des Menschen und sei deshalb zu Recht im Judentum und Christentum immer als zielverfehlt angesehen und damit als Sünde abgelehnt worden, letztlich sei es auch eine Form der Selbstverletzung.[12]

Wie keine andere Gemeinschaft verbinde die Ehe die Geschlechter und Generationen miteinander und trage dadurch in einmaliger Weise zum Zusammenhalt und zum Frieden einer Gesellschaft bei. Mit Rosenstock-Huessy[wp] ist Vonholdt der Auffassung, dass in der monogamen Ehe eine einzigartige Kulturleistung vollzogen und weitergegeben wird: der Friedensschluss der Geschlechter, und dieser Friedensschluss "wird die Weltanschauung der Kinder bestimmen."[11][13]

Homosexualität

Aus Vonholdts Sicht gibt es bis heute keinen schlüssigen Beweis dafür, dass Homosexualität angeboren wäre. Dagegen weise eine Fülle von Studien darauf hin, "dass in vielen Fällen homosexuelle Gefühle ihre Wurzeln in frühkindlichen, seelischen Verletzungen haben. Dabei spielen Bindungs­verletzungen in der Beziehung zum gleich­geschlechtlichen Elternteil eine wichtige Rolle."[11][14] Homosexuelle Gefühle sind ein Symptom und weisen oft auf ein "ungestilltes Bedürfnis nach Liebe und Zuwendung durch den gleich­geschlechtlichen Elternteil" hin.[15] In Übereinstimmung mit Anna Freud[wp] und der psychoanalytischen Schule stellt nach Vonholdt homosexuelles Verhalten in vielen Fällen eine Abwehr gegen ein frühes Trauma dar, das die Identität verletzt hat.[11][14][16]

Die Entscheidung der American Psychiatric Association[wp] von 1973, Homosexualität aus der Liste der psychischen Krankheiten zu streichen, sei eine politische Entscheidung gewesen, die nicht aus einem wissenschaftlichen Konsens heraus, sondern unter politischem Druck gefällt worden sei.[17] Wissenschaftliche Untersuchungen, die eine Veränderung in der Einschätzung der Homosexualität aus psychologischer Sicht gerechtfertigt hätten, lagen, so Vonholdt, nicht vor.[17] Der Diagnoseschlüssel wurde damals auf ichdystone Homosexualität[wp] eingeschränkt.

Christl Vonholdt setzt sich insbesondere für die vergessene Minderheit[18] derjenigen Männer und Frauen ein, die sich nicht mit einem homosexuellen Lebensstil identifizieren wollen oder können und sich eine Abnahme ihrer homosexuellen Gefühle wünschen.

Gesellschaftlich setzt sie sich für Selbstbestimmung, Forschungs­freiheit und Therapie­freiheit ein: "Das DIJG respektiert die Würde, Autonomie und den freien Willen eines jeden Menschen. Homosexuell empfindende Menschen haben das Recht, eine homosexuelle Identität anzunehmen; sie haben aber ebenso das Recht, einen Weg der Veränderung zu gehen mit dem Ziel der Abnahme ihrer homosexuellen Impulse. Das Recht, eine Therapie mit dem Ziel der Abnahme homosexueller Impulse einzugehen, sollte unveräußerliches Recht sein; es gehört zur Selbstbestimmung und Freiheit eines jeden Menschen."[19]

Homo-Ehe

Politisch fordert Christl Vonholdt, auf gesetzliche Regelungen, die Homosexualität fördern, zu verzichten, insbesondere auf die rechtliche Einführung gleichgeschlechtlicher Ehen.[11]

Vonholdt ist der Auffassung: "Zwei Merkmale unterscheiden die Mann-Frau-Beziehung von jeder homosexuellen Partnerschaft: Die leiblich-körperliche Vereinigung und das Potenzial zur Weitergabe des Lebens. Beides gehört zusammen."[11]

Die Einführung einer "Homo-Ehe" sei komplette Umdeutung der Ehe und der Versuch, "die männlich-weibliche Struktur als Grundpolarität allen Lebens aufzulösen".[11] Auf die nächste Generation würde sich das zerstörerisch auswirken. "Ist die 'Homo-Ehe' eingeführt, wird sie auch in Schulen vermittelt werden. In der Folge werden verunsicherte Jugendliche homosexuell experimentieren, um zu sehen, ob sie 'schwul' sind. Teenagern, die fragen, woher ihre homosexuellen Gefühle kommen, wird man keine Antwort mehr geben. Das Angebot zur konstruktiven Auseinandersetzung mit frühen Bindungstraumata - der wichtigste Schlüssel für Menschen, die sich eine Abnahme ihrer homosexuellen Gefühle wünschen - wird es kaum noch geben."[11]

Entschieden wendet sich Vonholdt auch gegen ein Adoptionsrecht für homosexuell lebende Paare. Das dient nicht dem Wohl des Kindes.[20] Solches Adoptionsrecht mute Kindern u. a. vorsätzlich eine Mutter- oder Vaterentbehrung zu. Mutter- oder Vaterentbehrung habe aber nachweislich negative, oft lebenslange Folgen für die Kinder.[11] Bisher vorgelegte Studien, die zeigen würden, dass homosexuelle Paare Kinder mit ebenso guten Ergebnissen aufziehen könnten wie Vater und Mutter, seien methodisch unzureichend und daher nicht aussagekräftig.[21]

Kritik

Melanie Steffens und Christoph Wagner monieren, dass unter Vonholdts Leitung das DIJG die Forschungen zur sexuellen Orientierung verzerrt darstelle und Positionen vertrete, die angeblich nicht im Einklang mit nicht näher genannten berufsethischen Prinzipien von akademischen Heilberufen auf nationaler und internationaler Ebene stünden.[22] Indirekt fordern sie, Therapien mit dem Ziel der Abnahme homosexueller Gefühle dürften nicht mehr angeboten werden, weil sie gesundheitsschädigend seien. Vonholdt hält dem entgegen: Therapien mit dem Ziel der Veränderung homosexueller Gefühle und Verhaltens seien "allgemein anerkannte verhaltenstherapeutische, tiefenpsychologische und andere gebräuchliche Therapieverfahren. Ihnen eine Gefährlichkeit zu unterstellen, ist abwegig und durch nichts zu belegen."[23]

Werke

Bücher

  • Christl Ruth Vonholdt: Rezidivhäufigkeit und Komplikationen nach operativer Therapie der primären Varikosis. Dissertation an der Medizinischen Hochschule Hannover, Hannover 1981.
  • Christl Ruth Vonholdt (Ed.): Striving for Gender Identity: Homosexuals and Christian Counseling. A workbook for the Church. Selbstverlag, Reichelsheim 1996, 2000.
  • Christl Ruth Vonholdt, Gerhard Besier und Hermann Klenk: Christliche Hoffnung, Weltoffenheit, Gemeinsames Leben. Gelbe Mammuts auf dem Berg. Festschrift für Horst-Klaus Hofmann, Brunnen-Verlag, Gießen 1998, ISBN 3-7655-6326-9
  • Christl Ruth Vonholdt, Andreas Laun, Norbert Geis et al. (Hrsg.): Homo-Ehe. Nein zum Ja-Wort aus christlicher Sicht. Bernardus-Verlag Langwaden, Grevenbroich 2001, ISBN 3-934551-34-3
  • Christl Ruth Vonholdt (Hrsg.): Verwundete Weiblichkeit: homosexuell empfindende Frauen verstehen. Brunnen-Verlag, Gießen 2005, ISBN 3-7655-1348-2

Artikel

Einzelnachweise

  1. idea: Fachärztin: Nichts ist stärker als Beziehung zur Mutter, AdventEcho online (Advent-Verlag Lüneburg), 29. Mai 2009 (Originallink zugangsbeschränkt).
  2. Entstehen und Entwicklung der OJC
  3. DIJG-Bulletin
  4. Öffentliche Anhörung: Entwurf eines Gesetzes zur Überarbeitung des Lebenspartnerschaftsrechts, 5. Februar 2010
  5. Pdf-icon-extern.png Stellungnahme für den Rechtsausschuss des Deutschen Bundestages[ext], 5. Februar 2010
  6. Pdf-icon-extern.png Stellungnahme für den Rechtsausschuss des Hessischen Landtags zum Gesetzentwurf für ein Gesetz zur Anerkennung eingetragener Lebenspartnerschaften im hessischen Landesrecht (Drucksache 16/7331)[ext] - Christl Vonholdt, 17. Februar 2010
  7. Pdf-icon-extern.png Programmheft[ext] - Akademie für Psychotherapie und Seelsorge, 2006, abgelesen am 11. Mai 2009
  8. Auszeichnungen für Forschungen zur Homosexualität, kath.net am 24. Oktober 2011
  9. 9,0 9,1 Anthropologische Herausforderungen des Christentums, Interview des Bistums Regensburg mit Christl R. Vonholdt (zuerst veröffentlicht Frühjahr 2012 im Newsletter des Bistums Regensburg)
  10. 10,0 10,1 10,2 Christl R. Vonholdt: Ehe - Die Ikone Gottes in der Welt
  11. 11,0 11,1 11,2 11,3 11,4 11,5 11,6 11,7 11,8 Christl R. Vonholdt: Die Leiblichkeit steht dem im Weg - Warum die homosexuelle Partnerschaft keine Ehe ist (Zuerst veröffentlicht in Die Tagespost unter dem Titel: "Die kollektive Illusion der Homo-'Ehe'", September 2012)
  12. Christl R. Vonholdt: Christlicher Glaube und Homosexualität - eine Frage nach dem Menschenbild (Zuerst veröffentlicht in Zeitzeichen 6 (2005), S. 33-34 unter dem Titel: Frage des Menschenbildes - Warum Homosexualität Sünde ist.)
  13. Eugen Rosenstock-Huessy: Soziologie I, Kohlhammer, Stuttgart 1956, S. 251
  14. 14,0 14,1 Christl R. Vonholdt: Anmerkungen zur Homosexualität, Bulletin des Deutschen Instituts für Jugend und Gesellschaft, 2011. Siehe ausführlich dazu: Homosexualität verstehen, Weibliche Homosexualität, ein tiefenpsychologischer Zugang
  15. Broschüre des DIJG: Homosexualität verstehen
  16. Anna Freud: Das Ich und die Abwehrmechanismen, Kindler, München 1980
  17. 17,0 17,1 Eine homosexuelle Identität ist nicht natürlich oder gegeben, Interview mit Christl Vonholdt am 30. Juni 2012
  18. Für eine vergessene Minderheit: Eine Initiative des Deutschen Instituts für Jugend und Gesellschaft
  19. Christl R. Vonholdt: Stellungnahme des DIJG zu Anfragen bezüglich unserer Arbeit und unseres Engagements zum Thema Homosexualität
  20. Christl R. Vonholdt: Das Recht des Kindes auf Vater und Mutter
  21. Christl R. Vonholdt: Das Kindeswohl nicht im Blick
  22. Melanie Caroline Steffens; Christoph Wagner: Diskriminierung von Lesben, Schwulen und Bisexuellen., in: Andreas Beelmann: Diskriminierung und Toleranz: Psychologische Grundlagen und Anwendungsperspektiven. Wiesbaden: VS Verlag 2009, ISBN 3531157329, ISBN 9783531157320, S. 241-262. (online)
  23. Christl R. Vonholdt: Für Selbstbestimmung und Therapiefreiheit. Pressemitteilung vom 29.11.2011

Netzverweise