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Feminismus basiert auf der Verschwörungstheorie, Männer auf der gesamten Welt hätten sich kollektiv gegen die Weiber verschworen, um sie zu unterdrücken, zu schlagen, zu vergewaltigen und auszubeuten. Feministinnen bekämpfen Ehe und Familie, weil die bürgerliche Familie das Feindbild ist. Frauen werden kollektiv als Opfer inszeniert und Männer als Täter denunziert. So manifestiert sich ein Ressentiment gegen alles Männliche bis hin zum offenen Männerhass. Dies bewirkt eine tiefgreifende Spaltung der Gesellschaft, die es zu überwinden gilt.

Emma Sulkowicz

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Emma Sulkowicz
Emma Sulkowicz im September 2014
Geboren 1992[1]

Emma Sulkowicz (* 1992) (auch das Matratzen-Mädel) ist Kunststudentin an der Columbia University[wp] und eine mutmaßliche Falschbeschuldigerin.

Matratzen-Aktion und Vergewaltigungsvorwurf

Wochenlang trug die Kunststudentin Emma Sulkowicz eine blaue Matratze über den Campus der Columbia University - ein deutscher Mitstudent soll sie auf einer solchen Matratze zum Sex gezwungen haben. Die Protestaktion brachte ihr weltweit Aufmerksamkeit.

Nun sind Details aus der Klage des deutschen Studenten gegen die Columbia-Universität bekannt geworden, die Zweifel an den Vorwürfen Emma Sulkowiczs aufkommen lassen. Der Student wirft der Columbia University, dem Kuratorium der Hochschule, dem Uni-Präsidenten und dem Kunst­dozenten von Sulkowicz vor, sie hätten ihn nicht vor den öffentlichen Anschuldigungen und der Protest­aktion geschützt.

Die "Bild"-Zeitung und die Wochenzeitung "Die Zeit" zitieren SMS und Facebook-Nachrichten, die in der Anklageschrift dokumentiert sind und die den Vergewaltigungs­vorwurf offenbar infrage stellen. "Ich liebe dich so sehr, ich vermisse dich mehr als alles andere", soll Sulkowicz ihrem Mitstudenten nach der Tat geschrieben haben. Es gab offenbar noch weitere Nachrichten dieser Art im Anschluss an die angebliche Vergewaltigung.

Vor einem Treffen soll sie ihren Mitstudenten gefragt haben, ob er Lust auf Analsex[wp] habe. Später sagte sie aus, dass ihr Kommilitone sie anal vergewaltigt habe, obwohl sie vor Schmerzen geschrien habe.

Dies alles soll sich im August 2012 ereignet haben. Erst 2013 zeigte Sulkowicz den Studenten an, auch zwei weitere Studentinnen warfen dem jungen Mann sexuellen Missbrauch vor. Die Uni befand den Studenten jedoch in allen drei Fällen für unschuldig. Im Herbst 2014 begann die Sulkowicz schließlich ihre Matratzen-Aktion. Bei der Abschluss­feier der Universität vor wenigen Wochen trug Sulkowicz die Matratze auf die Bühne.

Emma Sulkowicz hatte ihre Anzeige gegen den Kommilitonen in Kopie an die Studenten­zeitschrift "Columbia Spectator" weitergeleitet. Das Magazin hatte damals den Namen des Studenten öffentlich gemacht und ihn als "mutmaßlichen Vergewaltiger" bezeichnet. Daraufhin wurde der Name im Internet weiter verbreitet und an der Uni an die Wände mehrerer öffentlicher Toiletten geschrieben.
- Spiegel Online[2]
Emma Sulkowicz is yet another in the long line of fine, upstanding young women who claimed to have been raped at college. After filing a complaint against her assailant and being ignored, Sulkowicz decided to instead use her "crippling trauma" to get an easy A in her liberal arts class and started walking everywhere on campus carrying around a mattress, prompting various media appearances and an online protest where college sex bloggers posted their nudes online in what they thought was feminist solidarity but will most likely just be used as blackmail material by future coworkers. The mattress shtick was described as "performance art" and was dubbed "Carry that Weight" in what was meant to symbolize the burden of being a rape victim, but instead now symbolizes the fact that Emma is ready to go any place, any time.

Yes, in a (not so) shocking twist it turned out that, like 98.5% of all rape accusations, it was false. Her alleged abuser is now suing the school, its board of trustees and her art teacher, but sadly not her. Still, the court documents have revealed some interesting things about Emma, like her having herpes, her contacting her "rapist" the day after the "rape" to ask him for more dick, and the fact that the reason she claimed she was raped by him was because he broke up with her after he realized that she's an obsessive stalker that wouldn't stop texting him and literally begging him to fuck her in the ass.

For all this and more, Emma was affectionately dubbed "Mattress Girl".

- Encyclopedia Dramatica[3]
Keine Frage, es war ein starkes Bild, das die Studentin Emma Sulkowicz mit ihrer Kunst-Performance "Carry That Weight" im September 2014 erschaffen hat. Gut ein Jahr lang trug die junge Frau eine blaue Matratze über den Campus der Columbia University in New York. Wo immer sie auch war.

Sulkowicz wollte damit auf ihre vermeintliche Vergewaltigung durch den deutschen Kommilitonen Paul Nungeßer aufmerksam machen. Ihr angeblicher Peiniger dürfe sich nicht sicher fühlen, sagte die Studentin.

Die Aktion zog weite Kreise. Sulkowicz schaffte es auf den Titel des "New York Magazine", ein Rezensent in der "New York Times" lobte die Performance als "einfach und rigide". Sogar die Grande Dame der Performance-Kunst, Marina Abramović[wp], sagte, dass sie Sulkowicz "unbedingt treffen" wolle. Frauengruppen machten mobil und riefen zu Demonstrationen auf. Und die jetzige Präsidentschafts­kandidatin Hillary Clinton sagte im Herbst 2014, dass "dieses Bild (von Sulkowicz, d. R.) uns alle verfolgen" sollte.

Rein rechtlich ist Nungeßer unschuldig

Der Haken an der Geschichte ist jedoch, dass Nungeßer von der Universität von allen Vorwürfen freigesprochen wurde. Mehr noch: Die Justiz nahm sich des Falles gar nicht erst an. Trotz einer Anzeige, die Sulkowicz am Ende wieder zurückzog, weil ihr das Verfahren angeblich zu lange dauere. Rein rechtlich ist der junge Mann immer noch ein unbescholtener Bürger. Die soziale Ächtung jedoch, die Nungeßer erfuhr, sie bleibt.

Deshalb geht der gebürtige Berliner mit seiner Geschichte nun an die Öffentlichkeit. Er hatte bereits mit der "Süddeutschen Zeitung" darüber gesprochen, nun auch mit der "Zeit". Nungeßer lässt es bewusst zu, dass sein voller Name genannt wird. Er will seine Version der Geschichte erzählen. Seitdem Sulkowicz Anzeige erstattet hatte, durfte sein Name nach amerikanischem Recht veröffentlicht werden.

Wer nach "Paul Nungeßer" googelt, erhält auf den ersten Seiten ausschließlich Treffer zu dem vermeintlichen Vergewaltigungsfall. Der ambitionierte Student findet bei den Suchmaschinen nicht mehr statt. So sieht im 21. Jahrhundert ein umfassender Rufmord aus. Bei jeder Bewerbung, ja sogar bei jedem privaten Kennenlernen, werden die Vorwürfe künftig für ihn eine Rolle spielen.

Öffentliche Diskussion um sexuelle Gewalt ist wichtig

Auch deswegen hat Nungeßer nun Klage gegen die Universität eingereicht. Er will seine Unschuld unter anderem mit Facebook-Nachrichten belegen, in denen Sulkowicz ihm unter anderem nach der angeblichen Tat noch schreibt, dass sie ihn lieben und dass sie sich nach einem weiteren gemeinsamen Treffen sehnen würde.

Nungeßer wollte nie auf diese Weise in die Öffentlichkeit gezerrt werden. In seinem alten Leben standen ihm alle Wege offen. Doch er wurde Opfer von öffentlichen Reflexen, die in vielen publik gewordenen, angeblichen Vergewaltigungsfällen ablaufen.

Statistiken belegen, dass meist Frauen Opfer von Vergewaltigung werden. Und natürlich ist die öffentliche Diskussion darüber wichtig. Die Öffentlichkeit muss ein Bewusstsein dafür entwickeln, wann sexuelle Gewalt gegen Frauen anfängt, und dass sie in keinem Fall zu tolerieren ist. Zum Glück ist die Diskussion darüber schon weiter als etwa noch vor 20 Jahren, als etwa die Vergewaltigung in der Ehe noch legal war.

Identifizierung von Opern und Tätern folgt Stereotypen

Und eigentlich ist es auch richtig, dass in öffentlichen Debatten um das Thema schnell Partei für die Opfer ergriffen wird. Allerdings folgt die Identifizierung der "Opfer" allzu schnell alten, überkommen Stereotypen. Viele Menschen lassen sich dabei von Instinkten und Emotionen leiten. Das zeigt auch die Auseinandersetzung um das "Matratzen-Mädchen", wie Sulkowicz in den USA oft genannt wird.

Das Bild der jungen Frau, die mit leidendem Gesichtsausdruck eine Matratze mit sich herum trug, weckte Schutzbedürfnisse bei Männern und Frauen. Offenbar meinten viele, dass Sulkowicz von der "Last" befreit werden musste, die sie mit sich "herumtrug". Carry That Weight. Auch deshalb war es so stark und wirkte, wie Hillary Clinton wohl meinte, als "Anklage". Dass Sulkowicz womöglich selbst Täterin in Sachen Rufmord[wp] ist, und dass zum Zeitpunkt der Performance bereits alle Ermittlungen gegen Nungeßer zu dessen Gunsten abgeschlossen waren, kümmerte offenbar kaum jemanden so recht.

Auch aus Deutschland sind ähnliche Fälle bekannt.

Falsche Vorwürfe, schlimme Folgen

Etwa der von Andreas Türck. Der Fernsehmoderator galt lange Zeit als unterhaltsamer TV-Plauderer mit eigener Mittags-Talkshow bei Pro7 und war, auch aufgrund seines guten Aussehens, ein Star im Privatfernsehen. Das Frauenmagazin "Amica" wählte ihn im Jahr 2000 zum "erotischsten TV-Unterhalter". Dieses Image wurde ihm offenbar zum Verhängnis, als 2003 Vergewaltigungs­vorwürfe gegen ihn laut wurden.

Die Staatsanwaltschaft erhob Anklage, weil er angeblich eine junge Frau zum Geschlechtsverkehr gezwungen haben soll. Plötzlich wurde über ihn als "arroganten Aufreißer" und "zynischen Frauenverachter" geschrieben. Viele Boulevardmedien zeichneten nun ein Zerrbild von Türck, das offenbar auf viel Resonanz in der Öffentlichkeit stieß. Der Moderator passte nun sehr gut in ein herbei­phantasiertes Täterschema.

Doch im Laufe des Verfahrens stellte sich heraus, dass das angebliche Opfer "psychisch labil" war, unter "Wahrnehmungs­störungen" litt und dazu geneigt habe, sich als "sozial erwünscht zu präsentieren". Türck wurde freigesprochen. Seine Fernseh­karriere war zu diesem Zeitpunkt allerdings schon zerstört.

Ähnliches gilt für den ARD-Wetterexperten Jörg Kachelmann. Auch er war enorm populär, und auch gegen ihn wurde seine Popularität von seriösen und weniger seriösen Medien instrumentalisiert, nachdem der Vorwurf einer angeblichen Vergewaltigung publik wurde. Am Ende wurde Kachelmann freigesprochen, seine berufliche Laufbahn war zu diesem Zeitpunkt jedoch schon zerstört.

Männerfeindliche Vorurteile

Nungeßer war zwar kein Prominenter. Doch auch er gab offenbar als Mann ein gutes Täterschema ab. Erfolgreicher Student, bewunderter Sportler. Ein Überflieger. Man hört den Boulevard förmlich raunen: Glaubt so ein Kerl am Ende vielleicht, dass er sich alles nehmen kann? Dahinter stecken männerfeindliche Stereotypen.

Der Stil der Debatte ist auch für Vergewaltigungsopfer ein Problem

Auch für die tatsächlichen Opfer von sexuellen Missbrauch ist der Stil ist diese Debatte ein Problem. Denn neben den bereits entstandenen psychischen und körperlichen Verletzungen müssten Vergewaltigungs­opfer künftig noch stärker als früher die Zweifel an ihrer eigenen Glaubwürdigkeit ertragen. Bereits jetzt überlegen sich viele Frauen gut, ob sie vor Gericht gehen wollen, denn sie fürchten, dort ein zweites Mal durch Fragen zur Tat und zu ihrer Glaubwürdigkeit traumatisiert zu werden.

Dazu trägt jeder falsche Vorwurf, der als solcher entlarvt wird, aufs Neue bei.

Gerade deswegen wäre es wünschenswert, die Diskussion zu versachlichen. So schwierig es auch deswegen ist, weil das Gericht im Falle von vermeintlichen Vergewaltigungen oft nicht Schuld oder Unschuld beweisen kann, sondern es Angeklagte aus Mangel an Beweisen freisprechen muss. Es ist ein Dilemma, aber alternativlos in einem Rechtsstaat.

In einem Rechtsstaat mit funktionierenden Gerichten ist es der Justiz vorbehalten, über Schuld und Unschuld zu entscheiden, und eben nicht der Öffentlichkeit.

Vielleicht war die junge Frau, die ihre blaue Matratze anklagend über den Campus trug, auch das falsche Symbol für einen Feminismus, der Gleichberechtigung erreichen will. Keine Frage, sexuelle Gewalt ist und bleibt ein Problem. Doch die vorschnelle Verurteilung von vermeintlichen Tätern schafft neue Opfer. Das kann nicht im Sinne einer Emanzipations­bewegung sein.
- The Huffington Post[4]

Einzelnachweise

  1. Youtube-link-icon.svg Carry That Weight - Emma Sulkowicz im Interview mit Roberta Smith[wp] (Elizabeth A. Sackler Center for Feminist Art am 14. Dezember 2014) (Länge: ab 48:50 Min.)
  2. Performance mit Matratze: Künstlerischer Protest - oder Rache am Ex?, Spiegel Online am 22. Mai 2015
  3. Encyclopedia Dramatica: Emma Sulkowicz, Version am 24. Mai 2015
  4. Sebastian Christ: Vergewaltigung: Warum gilt für Männer so selten die Unschuldsvermutung?, The Huffington Post am 5. Juni 2015
  5. Maura Jean Barry-Garland: Emma Sulkowicz responds to Daily Beast piece, new alleged victim revealed in Jezebel article, Columbia Spectator am 6. Februar 2015
  6. Youtube-link-icon.svg Carry That Weight - Emma Sulkowicz im Interview mit Roberta Smith[wp] (Elizabeth A. Sackler Center for Feminist Art am 14. Dezember 2014) (Länge: 95:31 Min.) (Es wird viel gelacht, gekichert und geklatscht. Ob nun echte Vergewaltigung oder doch "nur" Falschbeschuldigung: Die Frauen scheinen sehr viel Spaß dabei zu haben.)
  7. Teo Armus: Posters calling Emma Sulkowicz and Lena Dunham liars pop up around Morningside, Columbia Spectator am 20. Mai 2015
  8. Blake Neff: 5 More Bizarre Facts About The Mattress Girl Sex Tape, The Daily Caller am 5. Juni 2015

Netzverweise