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Martin Haase

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Martin Haase (* 1962) ist ein deutscher Romanist, Linguist und Podcaster. Im Jahre 2001 wurde er auf eine Professur an der Universität Bremen berufen. Schon im folgenden Jahr wechselte er auf einen Lehrstuhl für romanische Sprachwissenschaft an der Universität Bamberg, wo er seitdem lehrt.

Wikimedia

Haase engagiert sich für Open-Source[wp]- und Open-Content[wp]-Projekte. 2005 und 2006 war Haase Beisitzer im Vorstand von Wikimedia Deutschland[wp]. In späteren öffentlichen Stellungnahmen hat er Entwicklungen in der deutschen Wikipedia kritisiert, wie beispielsweise die Tendenz zu Sammelartikeln, die die Verwendung von Interwiki-Links erschweren oder die Übernahme von Relevanz­kriterien, wie sie der Brockhaus verwendet.[1]

CCC

Martin Haase ist Mitglied im Chaos-Computer-Club (CCC). Seit dem 18. Januar 2009 ist Haase ERFA-Repräsentant[wp] im Vorstand des Chaos Computer Clubs.[2] Er hat auf mehreren CCC-Kongressen Vorträge gehalten, unter anderem zum Thema Sprache.[3]

Piratenpartei

Seit 2009 ist Haase Mitglied der Piratenpartei[4][5], wo er sich an vielen erfolgreichen Liquid Feedback[wp] Anträgen beteiligt hat und Inhaber einer dreistelligen Anzahl von Stimm­delegationen ist. In der medialen Bericht­erstattung wurde er deshalb als einflussreicher Basispirat bezeichnet.[6]

Autor

In einem eigenen Blog schreibt Haase seit 2005 über verschiedene Themen.

Seit 2010 betreibt er mit dem Journalisten Kai Biermann[wp] den Blog neusprech.org[7], der 2011 mit dem Grimme Online Award[wp] in der Kategorie Wissen und Bildung ausgezeichnet wurde.[8] Zu den Themen des Blogs haben die Autoren 2012 das Buch Sprachlügen. Unworte und Neusprech von "Atomruine" bis "zeitnah" im Fischer Verlag veröffentlicht.

Podcaster

Zu den Themen Wikipedia, Rhetorik und Sprachen war Haase mehrmals zwischen 2007 und 2012 Gast im Podcast Chaosradio Express. [9] [10] [11] [12] [13]

Seit 2010 berichtet Haase über die Piratenpartei bzw. Themen der Piratenpartei in seinem Podcast Klabautercast[14], der unabhängig von der Piratenpartei ist. Ein häufiges Thema des Podcasts sind Kontroversen beim Einsatz von Liquid Democracy[wp] in der Piratenpartei. Mehrfacher Interview­partner war Christopher Lauer.

In seinem Podcast Leet-Kultur[15] behandelt Martin Haase mit wechselnden Interview­partnern kulturelle Themen. Der Namensteil Leet (bzw. 1337) bezieht sich auf den Netz-Jargon Leetspeak[wp] - passend zum Subtitel Kultur aus der Nerd-Perspektive. Die einzelnen Episoden­titel enthalten oft Wörter, die selten benutzt und deshalb am Anfang aus sprach­wissen­schaftlicher Sicht erläutert werden.

Liquid Democracy

Neben seinem parteilichen Engagement im Liquid Feedback System der Berliner Piratenpartei und dem Einsatz für eine Ausweitung solcher direkten Beteiligungs­möglichkeiten in der Piratenpartei ist Haase seit 2009 auch Mitglied im über­parteilichen Verein Liquid Democracy e.V.[wp][16], der unabhängig von konkreten Software-Implementationen agiert.

Weitere Vereinsmitgliedschaften

Haase ist Mitglied im Verein FoeBuD[wp][17], der sich mit digitalen Bürgerrechten, wie beispielsweise Datenschutz beschäftigt.

Werke

  • Martin Haase und Kai Biermann[wp]: Sprachlügen. Unworte und Neusprech von "Atomruine" bis "zeitnah"., Fischer Taschenbuch 2012, ISBN 3-596-19497-0
  • Respekt: die Grammatikalisierung von Höflichkeit. LINCOM Europa, München/Newcastle 1994, ISBN 3-929075-17-2
  • Sprachtypologie. Eine Einführung in die Erforschung der Vielfalt der Sprachen. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2007, ISBN 3-525-26521-2
  • Italienische Sprachwissenschaft. Eine Einführung. Narr, Tübingen 2007, ISBN 3-8233-6290-9

Einzelnachweise

Netzverweise

Querverweise

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Martin Haase (25. August 2013) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Wikipedia-Artikel steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar, die vor Übernahme in WikiMANNia am Text mitgearbeitet haben.