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Antifa Rostock - Und gleich wird die rechte Hetze beginnen.jpg

Die Antifa meldet einen Einzelfall:

"#Frankfurt Mann stößt #Kind auf die #Gleise und wird von #Schnellzug (#ICE) überrollt. Und gleich wird die rechte Hetze beginnen. Lasst die Flüchtlinge aus dem Spiel.
Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda!"
- Auf Twitter am 29. Juli 2019

Die Helferindustrie reagiert:

Carsten Baumann, Leiter der ökumenisch geführten Bahnhofsmission, äußerte die Befürchtung, dass die Tat "in Sozialen Netzwerken[wp] genutzt wird, um die Spaltung der Gesellschaft voranzutreiben". Feldmann sagte, er hoffe, "dass der Hass nicht verfängt, den einige bereits gestern Abend im Netz geäußert haben".
- Nord-Bayern am 30. Juli 2019[ext]

Der Qualitätsjournalismus meint:

"Kind von Eritreer vor Zug gestoßen - Danke, Merkel" - Was ist bloß los in den Hirnen all jener, die im Internet solche Sätze verbreiten, fragt sich unser Kommentator Matthias Koch. Seine Antwort: Dem Wahn des Einzelnen folgt der Wahn der Menge.
- Leipziger Volkszeitung am 2. August 2019[ext]

Die Pfarrerin predigt:

"Was muss jemand erlebt und erlitten haben, wenn er anderen so etwas Furchtbares antut?" [...] "Wir dürfen nicht zulassen, dass jetzt Gedanken von Hass um sich greifen."
- Hessenschau[ext]
Politik in Deutschland: Willkommenskultur für Migranten, Abtreibungs­kultur für Ungeborene, Zerstörungs­kultur für Familien
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Peter Scholl-Latour

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Peter Scholl-Latour
Peter Scholl-Latour.jpg
Gelebt 9. März 1924–16. August 2014
Beruf Journalist, Autor

Peter Roman Scholl-Latour (1924-2014) war ein deutsch-französischer Journalist und Publizist. Mit seinen Sachbüchern erreichte er höchste Auflagen.

1944 wollte er sich den Truppen De Gaulles und den Tito-Partisanen anschließen, wurde aber abgefangen. Nach 1945 Berater der Regierung des - damals mit Frankreich assoziierten - Saarlandes. Ab Mitte der 1950er Jahre Kriegs­korrespondent, zuerst in Indochina, dann an allen anderen Fronten auf der Welt. Chef­redakteur des Stern. Im COMPACT-Interview äußerte er sich zum Thema unserer Konferenz so: "Die NATO ist obsolet. Damit meine ich nicht das politische Bündnis mit den USA. Aber die militärische Einbindung hat keinen Sinn mehr. Ich erinnere an Staatspräsident Charles de Gaulle[wp]. Er hat eine klare Unter­scheidung gemacht: In der Aus­einander­setzung mit Moskau war er immer an der Seite der USA, in der Berlin-Krise etwa stand er für einen ganz harten Kurs. Aber unter seiner Führung ist Frankreich 1966/67 aus der integrierten Militär­struktur des Bündnisses ausgeschert, ohne die Mitgliedschaft in der NATO insgesamt aufzukündigen." (COMPACT 1/2010)[1]

Nachruf

Zitat:

«Seine Neugierde war größer als alle anderen Dinge, die Menschen ausmachen. Neugierde größer als Angst, so dass er immer wieder, bis kurz vor seinem Tod in Kriegsgebiete zog. Neugierde größer als Bequemlichkeit, so dass er sich nie widrigen Umständen ergab. Neugierde größer als Eitelkeit, so dass er nie glaubte, schon alles zu wissen.

Peter Scholl-Latour glaubte nur, was er mit eigenen Augen gesehen hatte und zwar mindestens zwei Mal.

Man konnte ihn zu jeder Tages- und Nachtzeit anrufen, wenn wieder irgendwo auf der Welt ein Konflikt losbrach, der erklärt werden wollte. Meist antwortete er erst mit einem abfälligen "Pah!", um deutlich zu machen, dass dieser Konflikt vorhersehbar war, genau so kommen musste.

Dann konnte er in konzentrierten 15 Minuten erklären, welcher Stammesführer, welche Weltmacht wie Einfluss nehmen würde in jener Region und wie die Ereignisse sich nun entwickeln würden. Da er die Stammesführer meist seit Jahrzehnten kannte, behielt er oft Recht. "Ich habe mich nie geirrt", sagte er gern und meinte das nicht überheblich, sondern "matter of factly", wie es auf Englisch heißt.

Er liebte die großen Linien, die Verläufe und Zusammenhänge der Welt. Er war wohl kein Idealist und sicher oft zynisch, aber er glaubte daran, dass Erklären die Welt besser machen würde.» - Julian Reichelt[2]

Zitat:

«Fast ein Vierteljahrhundert habe ich Peter Scholl-Latour gekannt. Wenn mich einer in meinem Journalisten­leben tief geprägt hat, dann war er es. Ich verdanke ihm unendlich viel. Vor allem den Mut, gegen den Mainstream und die gleich­geschaltete Propaganda anzuschwimmen. [...]

Scholl-Latour [...] hatte ein Gedächtnis, wie ich es nie wieder bei einem Menschen erlebt habe. Er hatte - wie ich auch - Politik und Islamkunde studiert - und sprach im Gegensatz zu fast allen anderen deutschen Korrespondenten, die später im Nahen Osten eingesetzt waren, die Landes­sprache, kannte die Sitten und vor allem die Geschichte der Länder.

Von dem Abend in Amman, unserer ersten Begegnung, ist mir ein Satz bis heute in Erinnerung geblieben: "Das erste, was im Krieg auf der Strecke bleibt, ist die Wahrheit." Ich weiß, dass dieser Satz im Original nicht von Scholl-Latour ist. Aber der Mann, der wahrscheinlich mehr Kriege als jeder andere Journalist mit eigenen Augen erlebt hat, hat ihn mir mit auf den Weg gegeben. [...]

Wir hatten eine Gemeinsamkeit, die uns verband: Wir schwammen gegen den Mainstream. Bis vor etwa einem Jahrzehnt verachteten viele deutsche Medien Scholl-Latour, weil er nicht wie die anderen deutschen Journalisten reflexartig die sabbernden Propaganda­thesen und Wasch­mittel­parolen der Leitmedien von sich gab, sondern es wagte, eine eigene Meinung zu haben.

Inzwischen laufen den Leitmedien die Leser weg. Und der früher skeptisch beobachtete Peter Scholl-Latour ist längst Kult geworden. [...]» - Udo Ulfkotte[3]

Botschaft

"Wir leben in einem Zeitalter der Massenverblödung, besonders der medialen Massenverblödung."
"Wer halb Kalkutta aufnimmt, rettet nicht Kalkutta, sondern der wird selbst Kalkutta."
Botschaft:

«Wenn Sie sich einmal anschauen, wie einseitig die hiesigen Medien, von TAZ bis Welt, über die Ereignisse in der Ukraine berichten, dann kann man von einer Desinformation im großen Stil berichten, flankiert von den technischen Möglichkeiten des digitalen Zeitalters, dann kann man nur feststellen, die Globalisierung hat in der Medienwelt zu einer betrüblichen Provinzialisierung geführt.»

Zitate

Zitat:

«Wer halb Kalkutta aufnimmt, hilft nicht etwa Kalkutta, sondern wird selbst zu Kalkutta!»[4]

Zitat:

«Die wahabitische Lehre, eine eigentliche Sekte, ist das Intoleranteste, was es überhaupt gibt. Da die Saudi sehr viel Geld haben, können sie diese extreme Form des Islam verbreiten, die mit dem Koran gar nicht vereinbar ist. Sie finanzieren die Moscheen in Westeuropa, in Bosnien, in Afrika. Das wäre an sich nicht schlimm. Aber von hier aus wird diese extreme Form des Islam verbreitet.»[5]

Zitat:

«Pakistan hat 170 Millionen Einwohner und neigt zu religiöser Hysterie, weit mehr als etwa die Perser. General Pervez Musharraf[wp] ist zwar kein Genie, im Grunde aber ein ganz redlicher Mann. Nun aber hat er seine Schwierigkeiten mit den Islamisten. Und man wirft ihm vor, er sei nicht demokratisch legitimiert. Dafür holt man Schreckens­gestalten wie Benazir Bhutto[wp] (das Interview wurde vor Bhuttos Ermordung am 27. Dezember 2007 geführt, die Red.) und Nawaz Sharif aus der Schublade heraus. Bhutto und Sharif sind die korruptesten Figuren, die es gibt. Das ist ein Rückfall ins tiefste Feudal­zeitalter. Sie haben natürlich ihre Anhänger. Aber das sind brutale Leute, und Musharraf wird geschwächt. Die Armee ist das Rückgrat dieses Staates. Wenn sie gespalten wird, was jetzt droht, bricht der Staat auseinander. [...] Das ganze Gerede um Demokratie ist doch die reinste Heuchelei.»[5]

Zitat:

«Ich fürchte nicht die Stärke des Islam, sondern die Schwäche des Abendlandes. Das Christentum hat teilweise schon abgedankt. Es hat keine verpflichtende Sittenlehre, keine Dogmen mehr. Das ist in den Augen der Muslime auch das Verächtliche am Abendland.»[6]

Zitat:

«Der Krieg im Irak ist verloren, und ein geeinter Irak ist nur schwer vorstellbar. Im Moment läuft wieder eine gezielte Desinformations­kampagne, wonach sich die Lage beruhigt habe. Dies wird auch bereit­willig aufgenommen. Aus Ignoranz, es geht ja kein Journalist an Ort und Stelle. In der Provinz Anbar aber, dem grossen Zentrum des sunnitischen Aufstands, arbeiten die Sunniten sehr eng mit den Saudi zusammen. Die Stämme sind grenz­über­greifend, und beide Seiten fürchten, dass die Schiiten in Bagdad die Macht ergreifen und die Sunniten verdrängen.

Die sunnitischen Nationalisten sagen sich, dass die Amerikaner noch zwei, drei Jahre da sind. Wenn danach aber die Schiiten erstmals in der Geschichte den Ton angeben, dann ist es aus für die Sunniten. Dann sind sie höchstens noch eine geduldete Minderheit. Deshalb nähern sie sich den Amerikanern an. So kommt es wieder zum alten Bündnis zwischen den saudischen Kräften um Osama bin Laden[wp] und den Amerikanern, um gegen die Schiiten zu kämpfen. Das ist natürlich nicht Bin Laden in Person. Das geht nicht. Aber es ist seine Anhänger­schaft. Bin Laden war ja früher ein Rekrutierungs­agent der Amerikaner. Aber die haben nichts dazugelernt.»[5]

Zitat:

«Der Iran ist ein relativ stabiles und auch relativ tolerantes Land. Die Frauen sind in führenden Stellungen. Präsident Mahmoud Ahmadinejad ist nicht der einzige Herr im Staat, wie man hier meint. Er hat noch Khamenei über sich, Rafsanjani ist sein innen­politischer Gegner, sein Vorgänger Khatami spielt auch noch eine Rolle. Es gibt eine Vielfalt an politischen Richtungen, im Parlament wird heftig gestritten. Der Iran ist ein relativ liberales Land im Vergleich zu andern islamischen Staaten.

[...] Die Iraner wollten die Bombe nie, um Amerika anzugreifen. Das wäre völlig blödsinnig, sie würden von den USA ja ausgelöscht. Zudem haben sie die dazu notwendigen Raketen gar nicht. Zurückschlagen würde auch Israel, das heute etwa 100 Atombomben hat, u. a. auf U-Booten im Indischen Ozean. Von dort aus könnten sie den Iran verwüsten. Jedes Land, das Atomwaffen besitzt, hat sie zur Abschreckung.»[5]

Zitat:

«Abgesehen davon sind die Übersetzungen nicht über alle Zweifel erhaben. Er hat nicht gesagt: "Ich will Israel auslöschen." Er hat gesagt: "Israel hat keine Existenz­berechtigung." Das hat Khatami auch schon gesagt. Wie alles werden auch die Über­setzungen manipuliert. Ich sympathisiere nicht mit Ahmadinejad. Aber man muss die Kirche, besser die Moschee, im Dorf lassen.»[5]

Zitat:

«Früher war die Welt viel sicherer. Sie war auch irgendwie zivilisierter, so komisch das auch klingt. 1956 fuhr ich per Autostopp durch die Sahara. Da gab es keine Strassen, nur Pisten. Gegen Bezahlung konnte ich auf Lastwagen mitfahren. Die Chauffeure waren Schwarze oder Araber. Nie kam ich auf den Gedanken, dass mir etwas zustossen könnte. Ich war im Iran zur Zeit von Mossadegh, der Ölfirmen verstaatlicht hatte. Der Aufruhr war gross. Aber ich bekam von den freundlichen Leuten immer zu essen und den besten Platz im Bus. Oder in Lagos, Nigeria, bin ich nachts stundenlang spazieren gegangen. Heute schaffen Sie keine zehn Minuten, ohne überfallen zu werden. Wenn Sie Glück haben, stehen Sie danach noch in der Unterhose da.

[...] 1956 bin ich mit dem Schaufelboot den ganzen Kongo hochgefahren. Heute wäre das extrem gefährlich.»[5]

Teilen Sie die Einschätzung, dass es heute einen Krieg der Kulturen gibt?:

Zitat:

«Selbst im kleinen Land Osttimor tobt zwischen Katholiken und Muslimen ein solcher Kampf. Es gibt keine Gemein­sam­keiten. Dasselbe Problem besteht auf den Philippinen.»[5]

Zitat:

«Ich habe die Türkei 1951 mit dem Bus kennen gelernt. Damals gab es keine Moschee, die offen war, keine Koran­schulen, Sie sahen in der Stadt keine Frau mit einem Kopftuch. Die Armee wachte darüber, dass der Laizismus[wp] eingehalten wurde. Es durfte kein Muezzin zum Gebet rufen. Heute schießen in der Türkei dagegen die Minarette überall aus dem Boden. Man kann den Türken jedoch nicht vorwerfen, dass sie zum Islam zurückfinden. Aber da werden noch viele Konzessionen gemacht werden.

Die türkische Armee stellte früher die europäische Ausrichtung der Türkei sicher. Wenn ein Offizier in der Moschee gesehen wurde, flog er aus der Armee. Ebenso ein Offizier, dessen Frau ein Kopftuch trug. Der Einfluss der türkischen Generäle im Nationalen Sicherheitsrat entspricht aber nicht unseren demokratischen Vorstellungen. Also fordert die EU immer wieder, dass die Militärs entmachtet werden. Dabei sind sie der letzte Widerstand gegen die Re-Islamisierung der Türkei.»[5]

Zitat:

«Ich bin ein deklarierter Gegner des türkischen Beitritts in die EU. Heute gibt es 70 Millionen Türken, und bald werden es 100 Millionen sein. Damit wäre die Türkei mit Abstand der stärkste Staat Europas. Dabei gehört die Türkei gar nicht zu Europa. Ich habe nie Schwierigkeiten gehabt, wenn ich dies den Türken sagte. Man muss nur nicht so besser­wisserisch auftreten wie die Amerikaner und die Europäer. Frau Merkel zeichnet sich da besonders aus. Mit erhobenem Finger weist sie immer auf die Menschenrechte hin.»[5]

Sind die USA in der Lage, all die erwähnten Brandherde zu löschen?

Zitat:

«Nein, sie versagen ja überall. Das liegt nicht daran, dass sie dumm wären. Aber sie sind dem asymmetrischen Krieg nicht gewachsen. Sie haben mit der Luftwaffe und der Navy technische Wunder vollbracht, zum Beispiel den Stealth-Bomber. Deswegen ist Amerika technisch auch immer noch führend, weil das Geld in die Rüstung fliesst, die ein Instrument der technischen Weiter­entwicklung ist. Aber militärische Erfolge können sie nicht mehr vorweisen.

Bereits der Koreakrieg hat mit einem Patt geendet, Vietnam verloren sie. Und seither ist jede Operation schief gegangen, sogar Somalia. Gut, sie haben den General Noriega in Panama stürzen können. Aber es war ein Riesen­durch­einander. Auch in Nicaragua haben sie mit ihren Contras ein USA-höriges Regime installiert. Aber inzwischen sind die Sandinisten wieder an der Macht. Dann der Hugo Chávez. Ich überschätze ihn nicht. Aber er vertritt eine neue Kategorie Führer, die in Lateinamerika an die Macht gekommen ist.»[5]

Bedauern Sie den Machtverlust der USA?

Zitat:

«Wir haben mit den Amerikanern gute Erfahrung gemacht. Sonst wären wir unter die Knute der Nazis oder der Sowjets gekommen. Harry Truman war ein grosser Präsident, der Marshall-Plan und der Atlantikpakt herausragende Leistungen. Ich bin auch heute noch für den Atlantikpakt. Nur die Organisation des Atlantikpakts, die Nato, entspricht überhaupt nicht mehr den Bedürfnissen der Zeit, auch nicht den Bedürfnissen der Europäer.»[5]

Zitat:

«... eines will ich noch sagen. Wir regen uns zu Recht über die NSA auf. Aber man musste schon sehr naiv sein, um nicht zu wissen, dass diese Überwachung stattfindet. Das größere Problem sind Fabriken der Desinformation, ob sie sich nun in North Carolina, London oder Israel befinden. Die zielen auf deutsche und europäische Medien. Und das klappt. Von der "taz" bis zur "Welt" - ein Unisono, was die Ukraine betrifft. Oder Syrien: Als man die Aufständischen als die Guten und die anderen als die Bösen dargestellt hat. Dabei waren weder die einen noch die anderen gut oder böse. Wir leben mit so vielen Lügen. Wenn es heißt, Indien sei die größte Demokratie der Welt. Ja, Scheiße! Das Kasten­system[wp] ist schlimmer als das Apartheid­system in Südafrika je gewesen ist. Indien ist das grauen­hafteste Land der Welt.»[7]

Zitat:

«Deutschland hat keine eigene Position, sondern rennt bloß den USA hinterher.»[8]

Zitat:

«Die UNO taugt nur als Instrument amerikanischer Politik.»[9]

Zitat:

«Die deutsche Presse ist nicht frei»[10]

Zitat:

«Wenn man ein Volk nicht mit Brot sättigen kann, füttert man es mit Zahlen.»[9]

Zitat:

«Deutschland und Frankreich sind die beiden Pfeiler Europas, sonst gibt es keine.»[9]

Einzelnachweise

  1. COMPACT-Konferenz: Kurzinfos zu den Referenten 2012
  2. Julian Reichelt: Scholl-Latour ist tot, aber seine Neugierde lebt weiter!, Bild-Zeitung am 16. August 2014
  3. Udo Ulfkotte: Der Wahrheitssucher: Zum Tode von Peter Scholl-Latour, Kopp Info am 18. August 2014
  4. Dieses Zitat oder in Abwandlungen ("Wer halb Kalkutta aufnimmt, rettet nicht Kalkutta, sondern der wird selbst zu Kalkutta!") wird Peter Scholl-Latour zugeschrieben.
  5. 5,00 5,01 5,02 5,03 5,04 5,05 5,06 5,07 5,08 5,09 5,10 Das ganze Gerede um Demokratie ist doch die reinste Heuchelei, Der Bund am 16. August 2014 (Interview mit Peter Scholl-Latour Ende 2007)
  6. zitiert bei Eduard Stäuble: Die Schweiz und die geistige Situation der Gegenwart. Schweizerzeit Schriftenreihe Nr. 34, 2000. Seite 39 Fußnote 12
  7. Andreas Austilat, Julia Prosinger und Björn Rosen: Interview mit Peter Scholl-Latour: Ich verstehe mich gut mit Ganoven, Tagesspiegel am 17. August 2014 (Im März hat Peter Scholl-Latour dem Tagesspiegel anlässlich seines 90. Geburtstags ein Interview gegeben, das großen Anklang bei den Lesern fand. Nun ist er gestorben. Lesen Sie hier noch einmal das Gespräch über Putin und die Krim, Martini Dry und durchgeschwitzte Matratzen.)
  8. Youtube-link-icon.svg Deutschland hat keine eigene Position, sondern rennt bloß den USA hinterher - Nikolai Alexander (Juli 2013) (Länge: 1:10 Min.) (In diesem Gespräch aus dem Juli 2013 äußert sich der Journalist Peter Scholl-Latour zur Position der deutschen Bundesregierung bzgl. Syrien. Diese sei schlicht nicht vorhanden: Entweder renne man den Amerikanern hinterher oder man starte ab und zu mal den verzweifelten Versuch, etwas anders zu machen - beides gehe meistens daneben.)
  9. 9,0 9,1 9,2 Peter Scholl-Latour: seine besten Zitate, The Huffington Post am 16. August 2014
  10. Youtube-link-icon.svg Die deutsche Presse ist nicht frei - Nikolai Alexander (Juli 2013) (Länge: 1:19 Min.) (In diesem Gespräch aus dem Juli 2013 äußert sich der Journalist Peter Scholl-Latour zur fehlenden Pressefreiheit in Deutschland.)

Netzverweise

Buch und Regie: Peter Scholl-Latour, Cornelia Laqua

Das umfangreiche Dokumentations-Projekt von Peter-Scholl-Latour wird eine Gesamtsicht vermitteln vom weltweiten Kampf gegen den Terrorismus bzw. "Kampf gegen das Böse" der USA. Da diese Auseinandersetzung mehr und mehr die Form einer Konfrontation zwischen den USA und den vielfältigen Formen des Islamismus annimmt, muss sie auch global geschildert werden. Innerhalb dieses vierteiligen Films werden viele Brennpunkte dieses Kampfes untersucht. Jeder der vier Teile wendet sich einem Thema und den jeweiligen Ländern zu.

In Teil I wird die Vermittlung der geschichtlichen Entwicklung des Islam im Vordergrund stehen. In diesem Zusammenhang ist zu überprüfen, ob es tatsächlich zu einem "Clash of Civilaziation" kommen könnte, wie immer wieder angekündigt wird. Der II. Teil versucht die Lage im Hindukusch zu schildern. Neben den dortigen Staatschefs sind auch die Amerikaner in dieser Region militärisch und wirt­schaft­lich stark engagiert. Schließlich geht es hier um die Kontrolle der reichen Vorräte an Erdöl und Erdgas, die zwischen dem Kaspischen Meer und dem Pamir-Gebirge gelagert sind. Teil III wendet sich der El-Aqsa-Intifada im Heiligen Land zu. Zum einen kann hier von einer Fortführung des Osloer Friedens­prozesses nicht mehr die Rede sein und zum anderen hat Präsident Bush durch seine bedingungslose Solidarisierung mit der israelischen Regierung auch die arabischen Staatschefs in eine schwierige Situation gebracht. Diese Entwicklungen müssen im Spiegel der Ereignisse auf der palästinensischen Westbank untersucht werden. Der letzte Teil der Dokumentation über den "Kampf gegen den Terror" konzentriert sich auf die südlichen Philippinen, Indonesien und Kaschmir. In diesem Zusammenhang soll auch auf die bahnbrechende Rolle eingegangen werden, die die schiitische Revolution des Ayatollah Khomeini für die gesamte islamische Welt besitzt. Am Ende wirft Peter Scholl-Latour noch einen Blick auf Nord-Afrika, insbesondere Algerien, da von diesem im Bürgerkrieg befindlichen Land die stärkste Bedrohung für Europa ausgehen könnte. (Peter Scholl-Latour: Kampf dem Terror - Kampf dem Islam? (ZDF), docstation.de)