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Infodemie

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Das Schlagwort Infodemie (Wortzusammen­ziehung aus Information und Pandemie[wp] im Sinne einer kontinental oder weltweit grassierenden Krankheit) ist ein von David Rothkopf[wp] (im Englischen als infodemic) geprägter und in Deutschland von Bernhard Pörksen[wp] popularisierter Kampfbegriff, mit dem die unkontrollierbare Verbreitung von Informationen in der Öffentlichkeit bezeichnet wird. Die verbreiteten Informationen sind nach dem Dafürhalten seiner Verwender entweder falsch oder ihnen wird aufgrund einer unterstellten Instrumentalisierbarkeit eine die Gesellschaft abträgliche oder destabilisierende Wirkung zugeschrieben.

Das Zeitalter der Aufklärung hat sein Ende erreicht, die Ermunterung Immanuel Kants[wp], sich seines eigenen Verstandes zu bedienen, wurde durch die Aufforderung ersetzt, dies zu unterlassen. Begriffe wie Denkpest und Infodemie sollen geistig selbstständige Bürger einschüchtern und davor warnen, die Desinformation der Geheimdienste, die von Politikern offiziell verlautbarten Losungen und die Narrative der Meinungswirtschaft gedanklich durchdringen und ganzheitlich verarbeiten zu wollen. Es ist der Kampf um die Deutungshoheit, die eine wichtige Voraussetzung zur Erringung der Diskurshoheit ist, die für die Durchsetzung grundsätzlicher politischer Entscheidungen unabdingbar ist.

Verwendung

David J. Rothkopf[wp], ehemals Staatssekretär unter US-Präsident Clinton und Geschäftsführer von Kissinger Associates[wp], der internationalen Beratungsfirma, die vom ehemaligen US-Außenminister Henry A. Kissinger[wp] gegründet wurde:[1] Invalid tag extension name: novgwort

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO), deren wichtigste Geldgeber Oligarchen wie Bill Gates[wp] sind, bekämpft weltweit Andersdenkende - besonders beobachtbar auf dem vom US-amerikanischen Digital-Konzern Google betriebenem Internet-Videoportal YouTube -, weil ihren die Wahrheit beanspruchenden Verlautbarungen unwidersprochen geglaubt werden muss:

"Wir kämpfen nicht nur gegen eine Epidemie, sondern auch gegen eine Infodemie", das sagte der Chef der Weltgesundheits­organisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus[wp], laut Medien während der Münchner Sicherheitskonferenz im Februar 2020. "Fake-News verbreiten sich schneller und einfacher als dieses Virus, und sie sind genauso gefährlich."[2][3][4]

Deutschlandfunk Kultur[wp] bezeichnete es als "Seuche der Zukunft":

Zitat: «Die Infodemie wurde erstmals 2003 im Umfeld der SARS-Epidemie diagnostiziert. Es handelt sich um eine höchst ungesunde, höchst ansteckende Mischung aus Fakten, Gerüchten, Ängsten, Bedürfnissen und Propaganda. Eine Mischung, die vorrangig durch die sozialen Medien befördert wird, als alternative Wahrheit zu dem, was die öffentlich-rechtlichen Medien, also der "Staatsfunk", verbreiten.

Das Ergebnis sind nicht selten Theorien, die hinter der offiziellen Sicht der Dinge weitverzweigte und tiefgreifende Verschwörungen aufdecken. Also ein bisschen wie investigativer Journalismus, wenn auch ohne dessen methodischen Rigorismus.»[5]

Der Südwestrundfunk[wp] (SWR) bietet Bernhard Pörksen[wp] als "Experten auf":

Zitat: «Die vierte Corona-Welle rollt. Über alle erdenklichen Kommunikationswege melden sich Mediziner, Statistiker, Politiker und viele selbsternannte Fachleute und Verschwörungs­theoretiker zu Wort. Die enorme und oft auch widersprüchliche Informationsflut in Zusammenhang mit dem Virus lässt sich treffend mit dem Begriff Infodemie umschreiben.» - SWR2[6]

Das vom WDR und vom SWR im Wechsel produzierte Informations- und Bildungs­programm Planet Wissen[wp] widmet dem "Kampf gegen Verschwörungs­ideologien und Fake-News" ebenfalls eine Sendung:

Einzelnachweise

  1. Anmerkung: Rothkopf ist also fest im Tiefen Staat der USA verankert.
  2. Coronavirus SARS-CoV-2 - Wider die "Infodemie" - Richtig umgehen mit Fake News, Hartmann Science Center am 1. Juni 2021 ("Falsche Informationen sind in der aktuellen Pandemie zu einem Problem geworden.")
  3. Covid-19:Forscher geißeln Gerüchte um das neue Coronavirus, Süddeutsche Zeitung am 19. Februar 2020
    "Wir kämpfen nicht nur gegen eine Epidemie, sondern auch gegen eine Infodemie", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Wochenende auf der Münchner Sicherheitskonferenz. "Fake-News verbreiten sich schneller und einfacher als dieses Virus, und sie sind genauso gefährlich."
  4. The WHO wants to fight the coronavirus 'infodemic.', Washington Post am 23. April 2020
  5. Infodemie als Seuche der Zukunft: Rebellische Halbbildung, Deutschlandfunk Kultur, Kommentar von Roberto Simanowski am 18. Januar 2021
  6. Infodemie - erklärt von Bernhard Pörksen[archiviert am 19. Mai 2022], SWR2 am Samstagnachmittag (SWR2) am 13. November 2021, 14:05 Uhr

Querverweise