Information icon.svg WikiMANNia hat in 115 Tagen seinen 18. Geburtstag.
"Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du." - Mahatma Gandhi
Jugendschutz Die Bericht­erstattung WikiMANNias über Vorgänge des Zeitgeschehens dient der staats­bürgerlichen Aufklärung. Unterstützen Sie eine einzig­artige Webpräsenz, die in Deutschland vom Frauen­ministerium als "jugend­gefährdend" indiziert wurde. Donate Button.gif

Infodemie

Aus WikiMANNia
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Das Schlagwort Infodemie (Wortzusammen­ziehung aus Information und Pandemie[wp] im Sinne einer kontinental oder weltweit grassierenden Krankheit) ist ein von David Rothkopf[wp] (im Englischen als infodemic) geprägter und in Deutschland von Bernhard Pörksen[wp] popularisierter Kampfbegriff, mit dem die unkontrollierbare Verbreitung von Informationen in der Öffentlichkeit bezeichnet wird. Die verbreiteten Informationen sind nach dem Dafürhalten seiner Verwender entweder falsch oder ihnen wird aufgrund einer unterstellten Instrumentalisierbarkeit eine die Gesellschaft abträgliche oder destabilisierende Wirkung zugeschrieben.

Das Zeitalter der Aufklärung hat sein Ende erreicht, die Ermunterung Immanuel Kants[wp], sich seines eigenen Verstandes zu bedienen, wurde durch die Aufforderung ersetzt, dies zu unterlassen. Begriffe wie Denkpest und Infodemie sollen geistig selbstständige Bürger einschüchtern und davor warnen, die Desinformation der Geheimdienste, die von Politikern offiziell verlautbarten Losungen und die Narrative der Meinungswirtschaft gedanklich durchdringen und ganzheitlich verarbeiten zu wollen. Es ist der Kampf um die Deutungshoheit, die eine wichtige Voraussetzung zur Erringung der Diskurshoheit ist, die für die Durchsetzung grundsätzlicher politischer Entscheidungen unabdingbar ist.

Verwendungsbeispiele

David J. Rothkopf[wp], ehemals Staatssekretär unter US-Präsident Clinton und Geschäftsführer von Kissinger Associates[wp], der internationalen Beratungsfirma, die vom ehemaligen US-Außenminister Henry A. Kissinger[wp] gegründet wurde:[anm 1]

Deutsche Übersetzung
SARS[wp] ist die Geschichte nicht nur einer, sondern zweier Epidemien, und die zweite Epidemie, die weitgehend aus den Schlagzeilen verschwunden ist, hat Auswirkungen, die weit über die Krankheit selbst hinausgehen. Denn es ist nicht die Virusepidemie, sondern eine "Informations­epidemie", die SARS, das schwere akute respiratorische Syndrom, von einer stümperhaften regionalen Gesundheitskrise in China zu einem globalen wirtschaftlichen und sozialen Debakel gemacht hat.

SARS hat bekanntlich mit weltweit mehr als 7.100 gemeldeten Opfern und bisher mehr als 500 gemeldeten Todesfällen einen hohen Tribut gefordert.[anm 2] Die Folgen der damit verbundenen "Epidemie" sind jedoch weitreichender als die zugrunde liegende Krankheit und möglicherweise auch kostspieliger, da sie das Leben von Millionen Menschen betreffen. Darüber hinaus hat die Informations­epidemie - oder "Infodemie" - die Kontrolle und Eindämmung der öffentlichen Gesundheitskrise erschwert.

Was genau meine ich mit der "Infodemie"? Einige wenige Fakten, vermischt mit Ängsten, Spekulationen und Gerüchten, die durch die modernen Informations­technologien verstärkt und schnell weltweit verbreitet werden, haben die nationale und internationale Wirtschaft, Politik und sogar die Sicherheit in einer Weise beeinflusst, die in keinem Verhältnis zu den eigentlichen Gegebenheiten steht. Ein Phänomen, das wir in den letzten Jahren immer häufiger beobachten konnten - nicht nur bei unserer Reaktion auf SARS, sondern auch bei unserer Reaktion auf Terrorismus und sogar auf relativ unbedeutende Ereignisse wie Haisichtungen.

Englisches Original
SARS is the story of not one epidemic but two, and the second epidemic, the one that has largely escaped the headlines, has implications that are far greater than the disease itself. That is because it is not the viral epidemic but rather an "information epidemic" that has transformed SARS, or severe acute respiratory syndrome, from a bungled Chinese regional health crisis into a global economic and social debacle.

SARS, as is well-known, has taken a heavy toll with more than 7,100 reported victims worldwide and more than 500 reported deaths so far. But the consequences of the related "epidemic" have been more far-reaching than the underlying disease and, quite possibly, more costly, affecting the lives of millions. What is more, the information epidemic -- or "infodemic" -- has made the public health crisis harder to control and contain.

What exactly do I mean by the "infodemic"? A few facts, mixed with fear, speculation and rumor, amplified and relayed swiftly worldwide by modern information technologies, have affected national and international economies, politics and even security in ways that are utterly disproportionate with the root realities. It is a phenomenon we have seen with greater frequency in recent years -- not only in our reaction to SARS, for example, but also in our response to terrorism and even to relatively minor occurrences such as shark sightings.  - David J. Rothkopf[wp] im Mai 2003 [1]

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO), deren wichtigste Geldgeber Oligarchen wie Bill Gates[wp] sind, bekämpft weltweit Andersdenkende - besonders beobachtbar auf dem vom US-amerikanischen Digital-Konzern Google betriebenem Internet-Videoportal YouTube -, weil ihren die Wahrheit beanspruchenden Verlautbarungen unwidersprochen geglaubt werden muss:

"Wir kämpfen nicht nur gegen eine Epidemie, sondern auch gegen eine Infodemie", das sagte der Chef der Weltgesundheits­organisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus[wp], laut Medien während der Münchner Sicherheitskonferenz im Februar 2020. "Fake-News verbreiten sich schneller und einfacher als dieses Virus, und sie sind genauso gefährlich."[2][3][4]

Deutschlandfunk Kultur[wp] bezeichnete es als "Seuche der Zukunft":

Zitat: «Die Infodemie wurde erstmals 2003 im Umfeld der SARS-Epidemie diagnostiziert. Es handelt sich um eine höchst ungesunde, höchst ansteckende Mischung aus Fakten, Gerüchten, Ängsten, Bedürfnissen und Propaganda. Eine Mischung, die vorrangig durch die sozialen Medien befördert wird, als alternative Wahrheit zu dem, was die öffentlich-rechtlichen Medien, also der "Staatsfunk", verbreiten.

Das Ergebnis sind nicht selten Theorien, die hinter der offiziellen Sicht der Dinge weitverzweigte und tiefgreifende Verschwörungen aufdecken. Also ein bisschen wie investigativer Journalismus, wenn auch ohne dessen methodischen Rigorismus.»[5]

Der Südwestrundfunk[wp] (SWR) bietet Bernhard Pörksen[wp] als "Experten auf":

Zitat: «Die vierte Corona-Welle rollt. Über alle erdenklichen Kommunikationswege melden sich Mediziner, Statistiker, Politiker und viele selbsternannte Fachleute und Verschwörungs­theoretiker zu Wort. Die enorme und oft auch widersprüchliche Informationsflut in Zusammenhang mit dem Virus lässt sich treffend mit dem Begriff Infodemie umschreiben.» - SWR2[6]

Das vom WDR und vom SWR im Wechsel produzierte Informations- und Bildungs­programm Planet Wissen[wp] widmet dem "Kampf gegen Verschwörungs­ideologien und Fake-News" ebenfalls eine Sendung:

Anmerkungen

  1. ↑ Anmerkung: Rothkopf ist also fest im Tiefen Staat der USA verankert.
  2. ↑ Merke: Dieser Staatsvertreter nennt "weltweit mehr als 7.100 gemeldeten Opfer" einen "hohen Tribut", und das bei einer Weltbevölkerung von über sieben Milliarden. Das soll eine gefährliche, epidemische Krankheit sein, die legitimieren soll, dass der gesamten Weltbevölkerung das Denken untersagt wird. Die Wahrscheinlichkeit, am Messer eines Zuwanderers oder der Abtreibung eines Weibes zu sterben, ist um ein Vielfaches höher. Allein in Deutschland gibt es 100.000 Abtreibungen jährlich.

Einzelnachweise

  1. ↑ David J. Rothkopf[wp]: When the Buzz Bites Back, Washington Post am 11. Mai 2003
  2. ↑ Coronavirus SARS-CoV-2 - Wider die "Infodemie" - Richtig umgehen mit Fake News, Hartmann Science Center am 1. Juni 2021 ("Falsche Informationen sind in der aktuellen Pandemie zu einem Problem geworden.")
  3. ↑ Covid-19:Forscher geißeln Gerüchte um das neue Coronavirus, Süddeutsche Zeitung am 19. Februar 2020
    "Wir kämpfen nicht nur gegen eine Epidemie, sondern auch gegen eine Infodemie", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Wochenende auf der Münchner Sicherheitskonferenz. "Fake-News verbreiten sich schneller und einfacher als dieses Virus, und sie sind genauso gefährlich."
  4. ↑ The WHO wants to fight the coronavirus 'infodemic.', Washington Post am 23. April 2020
  5. ↑ Infodemie als Seuche der Zukunft: Rebellische Halbbildung, Deutschlandfunk Kultur, Kommentar von Roberto Simanowski am 18. Januar 2021
  6. ↑ Infodemie - erklärt von Bernhard Pörksen[archiviert am 19. Mai 2022], SWR2 am Samstagnachmittag (SWR2) am 13. November 2021, 14:05 Uhr

Querverweise