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Feminismus basiert auf der Verschwörungstheorie, Männer auf der gesamten Welt hätten sich kollektiv gegen die Weiber verschworen, um sie zu unterdrücken, zu schlagen, zu vergewaltigen und auszubeuten. Feministinnen bekämpfen Ehe und Familie, weil die bürgerliche Familie das Feindbild ist. Frauen werden kollektiv als Opfer inszeniert und Männer als Täter denunziert. So manifestiert sich ein Ressentiment gegen Männer bis hin zum offenen Männerhass. Dies bewirkt eine tiefgreifende Spaltung der Gesellschaft, die es zu überwinden gilt.

Franziska Schutzbach

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Hauptseite » Personen-Portal » Franziska Schutzbach

Franziska Schutzbach
Franziska Schutzbach.jpg
Geboren 1978
URL franziskaschutzbach.wordpress.com
Twitter @f_schutzbach

Franziska Schutzbach (* 1978) ist Soziologin in Basel, Mutter von zwei Kindern und in verschiedenen feministischen Zusammenhängen aktiv.[1]

Über Schutzbach

Zitat:

«Franziska Schutzbach kam als Kind aus Deutschland in die Schweiz, als eingebürgerte weisse Schweizerin lebt sie seit kurzem in Biel. Sie forscht und unterrichtet als Geschlechter­forscherin an der Universität Basel und forscht zum Thema Fort­pflanzungs- und Sexual­politiken. Während eines mehr­jährigen Forschungs­aufenthalts in Berlin begann sie, sich mit der Schnittstelle von race/gender zu beschäftigen und "Critical Whiteness", post­koloniale Perspektiven und Migrations­forschung in ihre Forschung zu integrieren. Der intensive Austausch mit Myriam Diarra[ext] und Fork Burke[ext], aber auch andere Begegnungen mit women of color[wp] haben sie geprägt und für die Arbeit an diesen Themen begeistert. Franziska Schutzbach lebt mit ihrem Partner und ihren beiden Kindern in Biel.»[2]

Positionen

Zitat:

«Der Siegeszug des Gutmenschen-Bashing hat dazu geführt, dass Fragen der sozialen Gerechtigkeit oder der Diskriminierung heute als moralistisch abgetan werden.»[3]

Ihr ideologisches Weltbild macht Franziska Schutzbach in einem Artikel der Schweizer Tageswoche deutlich, in dem sie die Männerbewegung als Feindbild aufbaut und Ideologiekritik in Sachen Feminismus durch rabiate Dämonisierungen abwehrt.

Arne Hoffmann kommentiert dazu:

Zitat:

«Wer in diesem Stil anderen Menschen "abgrundtiefen Hass" unterstellt, leistet in Sachen Projektionsarbeit Beachtliches.»[4]

In einer Haudrauf-Rhetorik wird jedem Hass und Aggressivität unterstellt, der es wagt sich kritisch zur feministischen Ideologie zu äußern:

Zitat:

«Wer sich heute feministisch äussert, erntet nicht nur Gegenwind, sondern oft auch Hass. Ob im Internet, beim Nachtessen, an Universitäten oder im Parlament - die deutschen Soziologen Hinrich Rosenbrock und Andreas Kemper zeigen in Untersuchungen, dass der Antifeminismus offensiver geworden ist, bissiger, organisierter. Die Player reichen von Abtreibungs­gegnern über Parteien, die Antifeminismus als Wahlprogramm entdeckt haben (zum Beispiel die AfD in Deutschland), Bürgerbewegungen (wie Pegida), christliche Organisationen (wie zukunft.ch), Kirchenvertreter (in der Schweiz Bischof Huonder) über Männerrechts­organisationen und Journalisten bis hin zur besonders aggressiven Maskulisten­szene im Internet (zum Beispiel Agens, MANNdat, WikiMANNia, WGvdL).»[5]

Worin nun der "abgrundtiefen Hass" und das "besonders aggressiv" bestehen soll, wird nicht belegt. Stattdessen konstruiert Schutzbach Verbindungen, wo keine sind:

Zitat:

«Aber was ist Antifeminismus? Ein extremes Beispiel ist der rechtsradikale Attentäter Anders Breivik, der 2011 in Norwegen 72 Menschen ermordete.»[5]

Schutzbach stört sich auch nicht daran, sich in logische Widersprüche zu verwickeln:

Zitat:

«Dabei bringt die neue Opfer­position für die Männerrechtler einige Schwierigkeiten, denn das Eingeständnis von Schwäche ist mit ihrem meist traditionellen Männlichkeits­ideal nicht kompatibel.»[5]

Arne Hoffmann kontert:

Zitat:

«Hier bekommt Franziska Schutzbach bei Ihrer Argumentation das logische Problem, dass sich die von ihr unterstellte Rechtslastigkeit der Männerbewegung nicht damit in Einklang bringen lässt, dass Männerrechtler über Erfahrungen von Benachteiligungen sprechen und eben nicht das für Rechte typische Bild des unerschütterlichen starken Mannes präsentieren. Wer mit der Vorstellung von Männern als Opfer massive Probleme hat, sind ja in Wahrheit die beiden "Soziologen" Kemper und Rosenbrock, die damit tatsächlich ein reaktionäres Männerbild vertreten. Schutzbach umgeht diese fehlende Logik in ihrer Argumentation damit, dass sie so tut, als sei dies ein Problem der Männerrechtler und nicht ihr eigenes, Feminismuskritik anders als "rechts" wahrzunehmen.»[4]

Schutzbach weiter in ihrer Hassrede:

Zitat:

«Der Schweizer Männerforscher Walter Hollstein schreibt vom "männlichen Niedergang" durch die Frauenbewegung. Meistens wird dabei das Bild einer Weltverschwörung lesbischer Akademikerinnen und Frauenbeauftragter suggeriert, die mit dem "Gender-Prinzip" an der Zerstörung der traditionellen Geschlechterrollen arbeiten, an der Schaffung eines "Frankenstein ohne Geschlecht" (BaZ) oder an einer Quote, die nichts anderes als eine "staatliche Umverteilung zulasten der Männer" sei (NZZ). Solche antifeministischen Parolen sind nicht neu. Bereits im europäischen Mittelalter veröffentlichte Christine de Pizan[wp] "Das Buch von der Stadt der Frauen", mit dem sie gegen antifeministische Haltungen schrieb.»[5]

Arne Hoffmann:

Zitat:

«Die Nerven liegen inzwischen bloß im feministischen Lager. So einen herrlichen Rappel muss man erst mal hinbekommen, bei dem man den Professor für Soziologie und Gutachter des Europarates Walter Hollstein mit "einer Weltverschwörung lesbischer Akademikerinnen" in Verbindung bringt und Kritik an Menschen­rechts­verletzungen[ext] wie der sexistisch diskriminierenden Frauenquote mit einer Schrift aus dem europäischen Mitelalter. Eine sachliche Diskussion scheint mit Vertretern der Genderstudien nach wie vor unmöglich zu sein. Jetzt wartet man nur noch auf einen Beitrag, der das Desinteresse eines Spice Girls am Feminismus[ext] mit den Hexen­verbrennungen vor einigen hundert Jahren vergleicht.»[4]

Schutzbach in der WOZ Die Wochenzeitung[wp]:

Zitat:

«Die Geschlechterforschung wird heftig attackiert und als "Genderismus" diskreditiert. Dahinter verbirgt sich ein gefährlicher Anti­intellektualismus[wp][6]

Wolle Pelz widersprich: Nicht die Geschlechterforschung per se werde "heftig attackiert", sondern das, was an den Universitäten als Gender Studies gelehrt wird, beziehungsweise, was dort als "Forschung" ausgegeben wird. Die Gender Studies, die an den Unis gelehrt werden, gingen aus der Frauenforschung hervor und seien dementsprechend feministisch.[7]

Zitat:

«Die Gender Studies sind der verlängerte Arm des Feminismus.»[7]

Schutzbach etikettiert zunächst Andersdenkende:

Zitat:

«Genderforschung ist nicht wissenschaftlich, denn sie verleugnet die biologischen Fakten: Das behauptet eine lose Allianz aus Rechtskonservativen, fundamentalistischen Christen und auch Liberal­gesinnten mit zunehmender Resonanz in den Medien[6]

Dann legt sie ihr Verständnis von Wissenschaft dar:

Zitat:

«Bei genauer Betrachtung wird klar, dass es nicht nur um Geschlechterfragen geht. Beansprucht wird auch die Definitionsmacht über Wissenschaft. Anti­genderisten reklamieren das Comeback einer Position, die von Wissenschaft erwartet, ein für alle Mal zu beweisen, was wahr ist und was falsch. Darin spiegelt sich eine zunehmend anti­intellektuelle, ja autoritäre Geistes­haltung, die sich weigert, Wissen und damit auch Gesellschaft als immer­währenden Prozess von Aushandlungen zu verstehen. Geworben wird für positivistische Ideale und eine Allein­gültigkeit bestimmter natur­wissen­schaftlicher Methoden. Nach diesem Verständnis ist Wissenschaft nur dann richtig, wenn sie universell gültige Aussagen trifft.»[6]

Spätestens an dieser Stelle entlarvt sie selbst die Gender Studies als unwissenschaftlich. Das Selbstverständnis der Wissenschaft lässt keinerlei (feministische oder andere) Definitionsmacht zu:

Zitat:

«Wissenschaft ist

zum einen die Gesamtheit des begründeten und überprüfbaren Wissens, das zu einer bestimmten Zeit in der Menschen­gemein­schaft als gesichert und irrtumsfrei gilt,
zum anderen die Tätigkeit des Menschen, begründetes, überprüfbares, irrtumsfreies, nach­vollziehbares Wissen zu erarbeiten und wieder infrage zu stellen (Forschung), dieses Wissen einschließlich seiner Grundlagen sowie den Weg zu diesem festzuhalten (Dokumentation) und es an Studierende zu vermitteln (Lehre).

Forschung, Dokumentation und Lehre erfolgen geplant, zielgerichtet und systematisch.»[7]

Die von Schutzbach für Geschlechter­fragen eingeforderte (feministische) Definitionsmacht steht somit in völligem Gegensatz zur Definition dessen, was Wissenschaft ausmacht. Gender Studies, so macht es Schutzbach klar, wollen gar kein "begründetes, überprüfbares, irrtumsfreies, nach­vollzieh­bares Wissen" für die Menschen­gemein­schaft erarbeiten, sondern sie erhebt einen sehr weit­reichenden Anspruch auf die Definitionsmacht und die Deutungshoheit, auf alles, was Geschlechter­fragen angeht und darüber hinaus. Das allerdings ist Machtpolitik und keinesfalls Wissenschaft. Wissen kann immer nur sein, was begründet, überprüfbar und nach­vollzieh­bar ist, und nicht was via Machtpolitik und Deutungs­anspruch ausgehandelt, oder gar von oben herab aufnötigt wird.

Unter Schutzbachs Artikel findet sich noch folgende Begriffsbestimmung:

Zitat:

«Die Genderstudies sind aus der Frauenforschung entstanden und befassen sich mit der Bedeutung von Geschlecht in Wissenschaft und Gesellschaft. Der englische Begriff "gender" meint die soziale Dimension von Geschlecht - im Unterschied zur biologischen ("sex").»[6]

Wolle Pelz meint dazu:

Zitat:

«Ich deute den ersten Satz einmal korrekt. Frauenforschung hat einen neuen Namen bekommen. Dieser lautet: Gender Studies.

Es wird lediglich die soziale Dimension der hypothetischen Gender in den Gender Studies - per definitionem - betrachtet. Warum also erlauben sich Personen, die die Frauen­forschung betreiben und die sich lediglich auf (subjektive) soziale Phänomene beschränken, richtige Wissenschaftler zu kritisieren? Gender Studies sind keine Wissenschaft, erlauben sich aber, begründete, überprüfbare, irrtumsfreie und nach­voll­ziehbare Wissenschaften zu kritisieren.»[7]

Franziska Schutzbach schreibt in ihrem Blog:

Zitat:

«Bitte berücksichtigen Sie auch, dass die Seite "Wikimannia", die ein Profil über mich führt, keine neutrale Seite ist, sondern ein von Antifeministen angelegtes Pranger-Lexikon, mit dem Frauen/Feministinnen im Internet diskreditiert werden.»[8]

Antwort der WikiMANNia-Redaktion:

«Dieses "Profil" besteht in seiner Einleitung in einen einzigen, sehr neutralen Satz. Dem folgt mit "Über mich" eine feministische Eigendarstellung. Wo ist da die behauptete Diskreditierung? Es folgt eine argumentive Aus­einander­setzung mit ihrer feministischen Ideologie und ihrem Männerhass. Eine kritische Aus­einander­setzung wird von ihr nicht erwünscht. Die Tatsache, dass es Männer gibt, die ihr männerhassendes Geschwurbel nicht schweigend und teilnahmslos hinnehmen, will Franziska Schutzbach als "Diskreditierung" gedeutet wissen. Dabei fühlt sie nicht nur sich selbst, sondern gleich Frauen und Feministinnen in ihrer Gesamtheit diskreditiert. Mit kleinerer Münze kann Franziska Schutzbach offenbar nicht zahlen.

Man mag sich gar nicht vorstellen, wie es sich um die Qualität und Freiheit der universitären Lehre bestellt ist, wenn derartig verstiegene und ideologisierte Laberwissenschaftler die Universitäten beherrschen. Nun lehrt Franziska Schutzbach nach eigener Aussage in Berlin. Über die genderismus- und feminismus-verseuchten Berliner Universitäten hat Blogger Hadmut Danisch so einiges Erhellendes berichtet...»

Geschwurbel à la Schutzbach

Mark Smith nimmt für MANNdat einen geschwurbelten Text von Franziska Schutzbach auseinander:

Franziska Schutzbach schreibt:
Zitat:

«Warum brauchen wir eigentlich Feminismus? Ist das Patriarchat nicht längst zu Ende? Seit der Wahl von Donald Trump stellt sich diese Frage wieder neu.»[9]

Hier wäre es wieder einmal interessant zu wissen, was unter dem Begriff bzw. Konzept "Patriarchat" verstanden wird (Definition, Operationalisierung und fundierte repräsentativ empirische Untersuchungen). Gibt es überhaupt ein Patriarchat in den westlichen Industrie- und Dienst­leistungs­gesellschaften? Und wie würde eine Gesellschaft aussehen ohne Patriarchat (ideal­typisch)?

Franziska Schutzbach schreibt:

Zitat:

«Millionen Menschen haben sich an globalen Frauen­märschen beteiligt, weil - unter anderem - deutlich wurde: Wir leben in einer Welt, in der einer Präsident werden kann, der Frauen abwertet. Für viele schien so etwas bis vor kurzem undenkbar. Waren wir nicht gleichgestellt? Ja. Das sind wir. Zumindest gesetzlich. Allerdings spricht sich gerade herum, dass das vielleicht nicht ausreicht. Dass Sexismus vor Gesetzen nicht haltmacht. Und dass die Freiheit der Frauen vielleicht nicht so umfassend war, wie manche glauben wollten. Denn was bedeutete gleich­gestellt eigentlich? Bedeutete es nicht vor allem, dass Frauen in den vergangenen Jahrzehnten "wie Männer" werden sollten? Zum Beispiel, indem Berufs­tätigkeit und Erfolg zum alles bestimmenden Massstab weiblicher Emanzipation wurden?»[9]

Der Mann (vermutlich Trump) wurde übrigens zu einem großen Teil ebenfalls von Frauen gewählt, zudem: Dieser Mann hat nicht "nur" Frauen abgewertet, sondern noch viele andere Menschen: Männer, Weiße, Schwarze, Medienleute, Politiker etc., usw. usf. Aber es ist interessant, dass Schutzbach dies einfach negiert und wiederum bloß Frauen zu Opfer oder Betroffenen macht? Also: Hier Mann = ganz, ganz böse und hier Frau = Opfer und noch einmal ein Opfer? Übrigens: Auch die Präsidentschafts­kandidatin Hillary Clinton hat einen großen Teil der potenziellen Wählerschaft von Trump pauschal abgewertet, indem sie sagte:

Zitat:

«Krass verallgemeinert: Man kann die Hälfte der Trump-Unterstützer da hinein­stecken, was ich einen Sack von Kläglichen (basket of deplorables) nenne.»

Macht eigentlich Terrorismus, Krieg, Rassismus, Kriminalität etc. vor den Gesetzen halt? Nicht? Weshalb sollte es bei der Gleichstellung, ein Begriff, der übrigens immer wieder hinterfragt werden sollte (insbesondere, wie er sich von Gleichberechtigung unterscheidet), anders sein?

Franziska Schutzbach schreibt:

Zitat:

«Wir haben übersehen, dass die Prämissen der Freiheit zunehmend dem System entsprachen, aus dem Frauen sich einst befreien wollten. Die Freiheit der Frauen bedeutete eine Angleichung an eine von Männern vorgegebene Welt. Frauen wurden fit gemacht, um in der Männerwelt erfolgreich zu sein - wie zum Beispiel Sheryl Sandbergs Frauenprogramm "Lean In" zeigt.»[9]

Aus welchem System wollten sich denn die Frauen befreien? Und wollten alle Frauen das Gleiche? Und wollten sich alle Frauen aus dem Gleichen befreien oder wollten sich überhaupt alle Frauen befreien? Von wem wurden die Frauen fit gemacht? Demnach, wer stand da dahinter? Das Patriarchat? Oder wer? Und welche Welt ist von den Männern vorgegeben? Und da sind sämtliche Männer mit daran beteiligt, zumal sie alle die gleiche Männerwelt wollen?

Franziska Schutzbach schreibt:

Zitat:

«Die Literaturwissenschaftlerin Hélène Cixous[wp] bemerkte schon in den 1970er-Jahren, dass Frauen sich oft an Männern oder männlichen Prämissen orientieren. Sie selbst habe anfangs für "den Vater" geschrieben. Nicht für ihren realen Vater, sondern für den symbolischen - das heisst für das "väterliche System". Sie wollte diesem System gefallen, es "bedienen", um erfolgreich zu sein, an die Orte der Macht zu gelangen, dort aufgenommen zu werden.»[9]

Soll nun Hélène Cixous als exemplarisches Beispiel für alle Frauen herhalten? Für wie viele Frauen ist sie repräsentativ? Gibt es hierzu empirische Studien oder ist das einfach mal ein "gefühlter" Eindruck? Und wie viele Frauen orientieren sich wohl an den Müttern und somit am "mütterlichen System"? Was ist übrigens das "väterliche System" genau (Definition, Operationalisierung, empirische Befunde)?

Gibt es das traditionelle Patriarchat noch oder Aus­differenzierung der phallo­zentrischen Ordnung

Franziska Schutzbach schreibt:

Zitat:

«Aber trifft das heute noch zu? Ist das traditionelle Patriarchat nicht längst vom Thron gestürzt? Erleben wir nicht eine Aufweichung geschlechterstereotyper Verhaltens­weisen, eine Gender-Flexibilisierung? Wir haben heute Frauen in Führungs­positionen, wir haben Lady Gaga[wp], Transgender-Models und lesbische Politikerinnen.»[9]

Wie gesagt: Was ist das "traditionelle Patriarchat" (Definition, Operationalisierung, empirische Befunde)?

Franziska Schutzbach schreibt:

Zitat:

«Gleichzeitig bedeutete all das aber nicht das Ende der phallo­zentrischen Ordnung, sondern ihre Aus­differenzierung durch eine marktliberale Logik: Die Erschliessung immer neuer Märkte führte dazu, dass auch ausgefallene Queer-Köpfe von der Mode­industrie als "subversive Chic "vereinnahmt wurden (die letzte H&M-Kampagne zeigte erstmals eine Transfrau).»[9]

Ja, was ist denn nun wieder einmal eine "phallo­zentrische Ordnung"? Demnach, was muss man sich dabei vorstellen (Definition, Operationalisierung, empirische Befunde)? Die phallo­zentrische Ordnung wird demzufolge mithilfe einer markt­liberalen Logik aus­differenziert? Soll vermutlich so viel heissen wie: Der Markt hat auch Transgender als neuen "Hip" bzw. Trend entdeckt und als verkaufs­fördernd; und somit ist er ebenfalls auf die Diversity-Schiene aufgesprungen. Der Markt hat das vermutlich mit sämtlichen Subkulturen gemacht: wie Hip-Hop, Rap, Grunge, Hippies, Punk, New Wave, Techno, Psy-Trans etc., usw., usf. Also nix Neues auf der Welt. Aber weswegen sollte der Markt genuin "phallokratisch" sein? Ich könnte mir gut vorstellen, das ist dem Markt bzw. dem digitalen Kapitalismus so ziemlich egal, ob männlich, weiß, schwarz, weiblich, intersexuell, transgender etc.

Franziska Schutzbach schreibt:

Zitat:

«Nicht zuletzt war der gender­flexibilisierte Mensch dem Markt auch deshalb zuträglich, weil damit das "Modell Arbeiter" - das heisst die Einbindung in den Prozess der monetären Wertschöpfung - auf alle ausgedehnt werden konnte. Globale Unternehmen setzen seither auf Diversity-Programme und versuchen, Frauen in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Eine solche Inszenierung von Vielfalt legt nahe, es gäbe keine Ungleichheits­strukturen mehr.»[9]

Das dürfte möglichenfalls mit ein Grund sein, weshalb die Frauenemanzipation so rasch voran­getrieben wurde, zumal der digitale Kapitalismus gut ausgebildete Frauen brauchen konnte und dieses potenzielle "Humankapital" keinesfalls einfach brach liegen, sondern genutzt werden sollte. Aber was ist nun erneut nicht richtig, wenn globale Unternehmen vielfältiger werden? Neee, wenn die Hierarchien und die Aus­beutungs­verhältnisse gleich bleiben und bloß die Menschen darin viel­fältiger werden, dann wird die Menschheit nicht viel gerechter, weil die Ungleichheits- und Macht­strukturen verschieben sich nur marginal. Wir haben dann ev. 100 Frauen mehr als vorher in den Führungs­etagen der DAX-notierten Unternehmen, aber für die restlichen 99,9 % der Frauen wird das keine Veränderung bewirken.

Die männlich konnotierten Maßstäbe und das Patriarchat ohne Patriarch

Franziska Schutzbach schreibt:

Zitat:

«Konstruiert wurde der Traum vom "uncumbered self", einem unbelasteten, freien und erfolgreichen Selbst jenseits von Geschlechter-, Klassen- und Migrations­verhältnissen. Anders ausgedrückt: Im neoliberalen Diversitäts­versprechen durften die anderen zur Norm gehören und mitmachen - sofern sie den männlich konnotierten Mass­stäben entsprachen.»[9]

Was sind denn nun die "männlich konnotierten Maßstäbe"? Und weshalb sollten diese männlich konnotiert sein oder nur männlich konnotiert? Und was wären weiblich konnotierte Maßstäbe? Und wer genau soll diese "männlich konnotierten Maßstäbe" so geschaffen haben?

Franziska Schutzbach schreibt:

Zitat:

«Auf diese Weise ist ein "Patriarchat ohne Patriarchen" entstanden, eine Welt der Vielfalt, deren Massstab phallokratisch blieb. Das Männliche - aber auch das Weisse - repräsentierte weiterhin das Allgemeine. Partikular waren nur die anderen. Männer spielen Fussball, Frauen spielen Frauenfussball. Der Punkt ist, dass es zur Aufrecht­erhaltung einer solchen Ordnung nicht einmal Patriarchen braucht.»[9]

Ein "Patriarchat ohne Patriarchen"? Was muss man sich denn nun darunter vorstellen? Folglich: Das Patriarchat funktioniert ausnahmslos auch ohne Männer? Aber dann wäre es doch eher ein Feminat bzw. Matriarchat - oder? Die Autorin hat offenbar bemerkt, dass es eigentlich keine Rolle spielt, wenn in wachsendem Maße Frauen Einzug in die Chefetagen des digitalen Kapitalismus erhalten, zumal sich die Prinzipien des Kapitalismus und des Neo­liberalismus nicht verändern, ob dieser nun von Frauen oder von Männern betrieben wird. Da bedient man sich eben nun eines Kunstgriffs und aus dem digitalen Kapitalismus und dem Neoliberalismus wird eine phallo­zentrische Ordnung oder ein Patriarchat ohne Patriarchen und - oh Wunder: Die Frauen bzw. symbolisch das Weibliche sind wieder die Guten und vermutlich jetzt die Opfer eines Patriarchats ohne einen Patriarchaten als Mann und trotzdem ist das männliche Prinzip der Dämon und die Frauen real oder symbolisch die Guten und die Opfer. Eine Gesellschaft wird vermutlich erst dann als Matriarchat bezeichnet werden, wenn Friede, Freude, Eierkuchen herrscht und Honig und Milch fließt und bis zu diesem Zeitpunkt wird alles, was in der Gesellschaft nicht so läuft, wie es sollte, männlich konnotiert sein; Christoph Kucklick lässt grüssen.[ext]

Und immer wissen wir noch nicht, was ein "phallo­kratischer Maßstab" ist und weshalb dieser Maßstab so heißt. Und wie er sich von einem "vagino­kratischen Maßstab" unterscheidet. Und dieses Fußball­spielen machen die Frauen oder die Männer nicht freiwillig? Sie werden demnach von einer solchen Ordnung dazu gezwungen?

Das bürgerliche Familienideal

Franziska Schutzbach schreibt:

Zitat:

«Es ist wie mit dem bürgerlichen Familienideal: Statistisch gesehen leben mehr Menschen längst in Patchwork-Konstellationen, Einelternfamilien oder gleichgeschlechtlicher Elternschaft, gleichwohl ist die vorherrschende Beziehungs­kultur die bürgerliche Kleinfamilie. Die Wirklichkeit ist seit Jahrzehnten pluralisiert, dennoch orientieren sich die meiste Menschen - oft unbewusst - an einem ganz bestimmten Familienmodell.»[9]

Nun weiß ich ja nicht, auf welche Grundgesamtheit sich die Autorin bezieht (Deutschland, Schweiz, Europa?), wenn sie behauptet, dass Patchwork-Konstellationen, Ein­eltern­familien und gleich­geschlechtliche Elternschaft statistisch die Mehrheit ausmachen. Wenn ich mir mal so die Zahlen aus der Schweiz anschaue, die im Jahre 2016 vom Bundesamt für Statistik veröffentlicht wurden, dann heisst es dort:

Zitat:

«Obwohl sich die Familienformen durch die Zunahme von Eineltern- und Fortsetzungs­familien gewandelt haben, lebte die grosse Mehrheit (80,4 %) der Kinder unter 25 Jahren nach wie vor in einer Erstfamilie.»[10]>

Ein bisschen eine polemische Frage an die Autorin: Betreibt man eigentlich in den Gender Studies auch quantitative Forschungs­methoden und hier insbesondere das Studienfach Statistik? Oder ist Statistik doch ein wenig zu phallokratisch? [...]
- Mark Smith[11]

Veröffentlichungen (Auswahl)

Werke

Artikel

Interview

Einzelnachweise

  1. Franziska Schutzbach, beziehungsweise - weiterdenken am 25. Oktober 2008
  2. Franziska Schutzbach, Back Biel am 2. Oktober 2014
  3. Franziska Schutzbach: Political Correctness. Geschichte einer Konstruktion, beziehungsweise - weiterdenken am 2. September 2008
  4. 4,0 4,1 4,2 Arne Hoffmann: Der abgrundtiefe Hass der Antifeministen, Genderama am 20. Februar 2015
  5. 5,0 5,1 5,2 5,3 Franziska Schutzbach: Kein Tag ohne Beschimpfung: Der abgrundtiefe Hass der Antifeministen, Tageswoche am 19. Februar 2015
  6. 6,0 6,1 6,2 6,3 Genderstudies: Die Vielfalt zum Schweigen bringen, WOZ Die Wochenzeitung, Nr. 38/2015 am 17. September 2015
  7. 7,0 7,1 7,2 7,3 Wolle Pelz: [Gender Studies] Die Objektivität zum Schweigen bringen, Nicht-Feminist am 12. Oktober 2015
  8. Franziska Schutzbach-Blog: Franziska Schutzbach
  9. 9,0 9,1 9,2 9,3 9,4 9,5 9,6 9,7 9,8 9,9 Leitartikel: Die männliche Herrschaft, Aargauer Kulturmagazin am 30. Juni 2017
  10. Bundesamt für Statistik: Formen des Familienlebens
  11. Mark Smith: Feindbild Mann: Franziska Schutzbach und die männliche Herrschaft, Man Tau am 7. März 2017
  12. Anreißer: Der aktuell erstarkende Antifeminismus und die zunehmende Gender-Kritik sind Ausdruck einer wachsenden Polarisierung. Gerungen wird um die Definitionsmacht über Geschlecht, Sexualität und Familie sowie um die Bedeutung von Gerechtigkeit, Freiheit und Gleichheit.
  13. Anreißer: In der Pick-Up-Artist-Szene lernen Männer nicht nur, wie sie Frauen verführen können. Die Hyper-Männlichkeits-Community ist längst auch zur Brutstätte rechtsnationaler Weltanschauungen geworden.
  14. Kommentar: In einem phantasie­vollen Artikel verknüpfen die Gender­forscherinnen Michelle Lanwer und Franziska Schutzbach Pick-up-Artists, Männer­rechtler, Rechts­nationale und Massen­mörder.
  15. Wolf-Dieter Busch: Omertà bei Gender Studies?, WOZ am 21. Oktober 2015 (Das Verteidigungsprinzip - Schmähen statt Argumentieren - ist vertraut und keine Überraschung.)

Netzverweise