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Feminismus basiert auf der Verschwörungstheorie, Männer auf der gesamten Welt hätten sich kollektiv gegen die Weiber verschworen, um sie zu unterdrücken, zu schlagen, zu vergewaltigen und auszubeuten. Feministinnen bekämpfen Ehe und Familie, weil die bürgerliche Familie das Feindbild ist. Frauen werden kollektiv als Opfer inszeniert und Männer als Täter denunziert. So manifestiert sich ein Ressentiment gegen alles Männliche bis hin zum offenen Männerhass. Dies bewirkt eine tiefgreifende Spaltung der Gesellschaft, die es zu überwinden gilt.

Michael Kühntopf

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Michael Kühntopf
Michael Kuehntopf.jpg
Geboren 11. August 1957
Beruf Publizist, Religionswissenschaftler
Ehegatte Edith Rey Kühntopf
URL kuehntopf.ch

Michael Kühntopf, Dr. phil. M. A. (* 1957) ist ein deutsch-schweizerischer Kultur­wissen­schaftler, Autor und Publizist, der vor allem auf dem Gebiet Judentum und Jüdische Geschichte arbeitet. In den Jahren 2005 bis 2011 hatte er sich überdies dem Thema Kultur- und Sprach­unter­schiede Schweiz / Deutschland gewidmet. Seit März 2011 ist er Betreiber des ersten und einzigen Wikis zum Judentum namens Jewiki. Er lebt mit seiner Familie in der Nähe von Biel[wp] in der Schweiz.

Zitat:

«Jüdische Menschen, das Judentum insgesamt, haben Unglaubliches geleistet, der Menschheit Unschätzbares geschenkt. Gestern, heute und morgen auch noch.» - Michael Kühntopf in Jewiki[1][2]

Leben

Michael Kühntopf hat als studierter Religions­wissen­schaftler[wp] lange Jahre bei der Telekom[wp] im Marketing und dann in verschiedenen leitenden Funktionen in der Werbung als Konzeptioner, strategischer Planer und Berater gearbeitet, unter anderem für die Deutsche und slowakische Telekom, für die Audi AG[wp] und den Staat Tunesien[wp]. Parallel dazu war er mehrere Jahre Inhaber einer Foto­model­lagentur und als Galerist und Immobilien­makler mit eigenem Büro unter­nehmerisch tätig. Nach einem Sabbatical in Paris fand er 2005 in der Schweiz seine zweite Ehefrau, lebt gemeinsam mit ihr und der Tochter Eva (* 2006) im Seeland im Kanton Bern[wp] und genießt dort den Luxus, als freier Schriftsteller und Publizist seine beiden Hauptthemen beackern zu können: die Schweiz und die jüdische Geschichte.

Im November 2010 wurde er zum bad guy und ugly German gestempelt, als ihn die Schweizer Medien fast einhellig kritisierten wegen einiger umstrittener Äußerungen über die Mentalität der Schweizer in seinem Ratgeber-Buch Alltag in der Schweiz. Im März 2011 gründete er - nach langjähriger Mitarbeit in der Wikipedia, wo er in immer stärkerem Ausmaß seitens zahlreicher Benutzer und Administratoren gemobbt wurde - gemeinsam mit einem weiteren Ex-Wikipedianer Jewiki. Im September 2017 rief er auf der Hauptseite des Jewiki dazu auf, bei der Bundestagswahl die Alternative für Deutschland zu wählen. Im Sommer/Herbst 2018 gehörte er zu den Gründer­vätern der Juden in der Alternative für Deutschland, ohne selbst AfD-Mitglied zu sein. In deren Anfangszeit war er als Berater des Vorstandes und als JAfD-Chefredakteur tätig (bis Februar 2019).

Werke (Auswahl)

  • Nathan Birnbaum[jw]. Biographie, Dissertation, Tübingen 1990
  • Schweiz-Lexikon. Sach- und Sprachlexikon zur Schweiz, Norderstedt 2008 (4. Auflage)
  • Juden, Juden, Juden. Jüdische Chronik zu Juden, Judentum, jüdischer Geschichte und Geschichte des Heiligen Landes, der Heiligen Schrift(en) sowie zur Geschichte Israels, des Antijudaismus, Antisemitismus, der Shoah und des Zionismus von den Anfängen bis in die Gegenwart, vermehrt um allerlei Wissenswertes und Kurioses aus der jüdischen (und nichtjüdischen) Welt - teilweise ergänzt um Angaben zu geschichtlichen Ereignissen von allgemeiner Bedeutung, 3 Bände, Norderstedt 2008
  • Rabbiner und Rabbinerinnen - von den ältesten Zeiten bis in die Gegenwart, Norderstedt 2009
  • Alltag in der Schweiz: Leben und Arbeiten in der Eidgenossenschaft, Meerbusch 2010
  • "Wir stellen 0,2 % der Menschheit, aber die Hälfte aller Weltmeister" - Juden im Schach[jw], Norderstedt 2010
  • Lesefrüchte. Gesammelte Rezensionen aus den Jahren 2008 - 2011, Norderstedt 2011
  • Gedanken eines nicht mehr ganz jungen Mannes bei Betrachtung der Brüchigkeit dieser Welt sowie der Fragwürdigkeit der eigenen Existenz, Norderstedt 2012
  • Als Jude bist du in der deutschsprachigen Wikipedia verflucht allein ... Oder: Warum ich 2011 Jewiki gründete, die mittlerweile größte Online-Enzyklopädie zum Judentum[jw], 2014 (unveröffentlicht)

Artikel (Dezember 2018)

  • Der Denunziation Einhalt gebieten![jw] (Über Philipp Ruch und sein Zentrum für politische Schönheit[wp])[3]

Ausgewählte Besprechungen und Zitate in zeitlicher Folge

Zitat:

«2005: Vorwort zur ersten Auflage des Schweizer Wörterbuchs, 2005.

Die Gegenüberstellung der Spracheigentümlichkeiten des in der Schweiz gebräuchlichen Deutsch dem in Deutschland gebräuchlichen Deutsch nahm ihren Anfang aufgrund meiner Übersiedlung von Düsseldorf in die Schweiz im Mai 2005 und verfolgte zunächst den rein praktischen Zweck, eine Verstehenshilfe zu sein, mir selbst und dann auch anderen interessierten Deutschen oder auch Schweizern oder anderen Deutsch Sprechenden Rechenschaft darüber abzulegen, wie unterschiedlich doch die "hochdeutsche" Sprache - in der Schweiz sagt man "Schriftdeutsch", "Schriftsprache" oder "Standardsprache" - in beiden Ländern benutzt wird. Es begann ganz harmlos mit dem Sammeln einiger "Vokabeln", doch bald zeigte sich, dass die anfangs kurze Liste von Wörtern wuchs und wuchs und nun kontinuierlich mit Entdeckerfreude ergänzt wird.

Mein Fokus war dabei nicht das Erklären und Verstehen von Dialektwörtern, also Ausdrücken und Wendungen des so genannten Schwyzer Dütsch (das es ja gar nicht gibt: Hingegen gibt es Züri-Dütsch, Bern-Dütsch usw.), sondern das Verstehen des in der Schweiz gebräuchlichen Hochdeutschen im Unterschied zum Hochdeutschen, wie es in Deutschland benutzt (oder benützt?) wird. Selbstverständlich sind hier auch Begriffe aufgeführt, die sich nicht vom in Deutschland üblichen Gebrauch unterscheiden, denn auch das ist eine nützliche Information: zu wissen, dass es sich nicht oder kaum unterscheidet.

An Helvetismen mangelt es nicht, an Wörtern und Wendungen, die aus Schweizer Sicht Hochdeutsch darstellen, die aber kein Deutscher in Deutschland je gehört hat. Demgemäss hinterlassen sie bei Deutschen grosses Rätselraten, bewirken auch zuweilen Desinformation oder Verwirrung oder Belustigung, oft können sie allerdings auch intuitiv erschlossen werden und werden unbewusst verstanden.

Besonders "kurlig" zu sehen ist, dass der Durchschnitts­schweizer das, was zum Beispiel in der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ)[wp] steht, für brillantes Hochdeutsch hält, während ein Durch­schnitts­deutscher bei der Lektüre einer beliebigen Ausgabe der NZZ sich hinter dem Ohr kratzt und zuweilen denkt: "Liest sich wie Deutsch, ist es aber nicht ...".

Meine Feststellung ist, dass hier in der Schweiz alles ähnlich wie in Deutschland, aber letztlich doch oft anders oder sogar ganz anders ist. Und da man nie weiss, wo (dieses universal einsetzbare Relativ­pronomen "wo" hätte auch eine ausführliche Behandlung verdient!) es ähnlich und wo es anders ist, muss man aus Vorsichts­gründen zunächst davon ausgehen, dass es anders ist, um sich dann manchmal damit zu beruhigen, dass es doch ähnlich oder fast gleich war. Tatsache ist, man muss als Deutscher in der Schweiz wie ein Kind anfangen zu lernen, wie die Schweiz funktioniert. Und weil die Schweiz doch ein wenig "speziell", ein wenig anders ist, zeigen die Wörter eben nicht nur den unterschiedlichen Gebrauch der Sprache, sondern sind ein Spiegelbild der Wirklichkeit, die hier eben oft anders ist (erwähnte ich es nicht schon?) - manchmal nur ein wenig anders, aber dennoch entscheidend anders. Deshalb entstand mit dieser anfangs harmlosen Auflistung von Wörtern auch im Ansatz ein kleines Reallexikon der Schweiz - natürlich ohne jeden Anspruch (es gibt nur kurze Erklärungen für ein grundsätzliches Verständnis; wer mehr wissen will, muss sich aus anderer Quelle unterrichten) und ohne alle Wissenschaftlichkeit. Und eigentlich doch vornehmlich mit Blick auf die Unterschiede: Dort, wo der Schweizer (oder die Schweizerin) die deutsche Sprache so benutzt wie es auch der Deutsche (oder die Deutschin, bitte nicht auch noch diese Diskussion ...) tut, braucht ja nicht zwingend etwas erklärt zu werden ...

Dies ist ein ("1" als Zahlwort, nicht der unbestimmte Artikel) "Wörterbuch" - nicht zwei. Es ist also nicht bidirektional ("Schweizerisch" → Deutsch / Deutsch → "Schweizerisch", wobei ich mit "Schweizerisch" das in der Schweiz verwendete Deutsche meine). Als "Zielgruppe" stehen also die Deutschen im Vordergrund. Das ist nahe liegend, denn ein Wörterbuch in die umgekehrte Richtung ist nicht erforderlich, hätte keinen praktischen, eher sprach­wissen­schaftlichen Wert, weil die Schweizer die Deutschen annähernd verstehen, umgekehrt ist es nicht so.

Übrigens sind trotz Fokussierung auf die Schriftsprache auch Dialekt­wörter, an denen man einfach nicht vorbei kommt, aufgenommen und erklärt; manchmal ist das auch gar nicht so genau voneinander abzugrenzen. Ebenso haben Gebrauchs- oder Handels­namen typischer Schweizer Produkte Aufnahme gefunden sowie vielerlei andere, auch geographische Begriffe. Die Frage war immer: Versteht ein Durchschnitts­deutscher, worum es geht und was und wo es ist? Was hilft ihm? Was würde ihm nützlich sein? Was will er schnell noch einmal wissen, was er schon wusste, aber bereits wieder vergessen hat oder wo er sich ein wenig unsicher ist. Auch gehen die Sprach­ebenen durcheinander, nicht alles ist hochsprachlich, es "hat" Wörter aus Fachsprachen oder Wörter, die dem Volk auf der Strasse abgelauscht sind. Sicher sind auch Fehler enthalten, und Vollständigkeit wird weder erreicht noch auch bloss angestrebt.

"In dem Fall" bin ich für jede Mitteilung einer Verbesserung oder für jedes neue Wort, für jede neue Wendung dankbar und werde diese Hinweise, falls nicht gleich toute la Suisse gleichzeitig mich glücklich macht, künftig berücksichtigen und einbauen.

Insbesondere will sich dieses Glossar nicht in das unerfreuliche Gebiet der "Rechtschreibreform" verirren, vermag also nicht als Referenz zu dienen in dieser Hinsicht, dazu habe ich weder konsequent einheitlich noch "recht" geschrieben, was man am "übungs­gemässen" Gebrauch des "ss" auch in der "deutschen Spalte" z. B ablesen kann. Für das Thema "Recht­schreibung" ist mir meine Zeit zu schade, das vorliegende Glossar soll ein kleiner Beitrag zum Erklären, zum Verstehen, sein, nichts weiter. Und da es mir schliesslich auf den Inhalt und nicht so sehr auf die Form der Darbietung ankommt, bitte ich, mir Unschönheiten beim Layout, beim Seiten­umbruch, der äusseren Form dieses Buches usw., zu verzeihen.

In dem Fall! Widen AG, im Dezember 2005, Michael Kühntopf

PS: Da das, was im PS steht, nach der Einschätzung aller Direkt­marketing-Gurus besondere Beachtung findet, möchte ich an dieser Stelle der lieben Frau an meiner Seite, Edith Rey, ein ganz grosses Dankeschön sagen: Ohne dich und deine sprachlichen Aufklärungen und deine immer­währende Geduld, auch blödeste Fragen zu beantworten, wäre dieses Wörterbuch nicht das, was es ist. Merci Danke vielmal!»[4]

Zitat:

«Oktober 2008: Sehr subjektiv, sehr authentisch. Rezension zu: Antje Eiger, Ich bin Jüdin geworden. Begegnungen mit deutschen Konvertiten in Israel, Hamburg 1994.

Als dieses Buch 1994 erschien, war die Situation noch eine andere als heute. Ein Übertritt zum Judentum[jw] - ausgerechnet von Deutschen - ist und bleibt aber immer noch etwas sehr Spezielles. Damals hingegen kam so etwas noch einem Skandal gleich - so bewertet auf Seiten der "Abgebenden" als auch auf Seiten der "Aufnehmenden". Es gehörte ein ungeheurer Mut, ja fast eine zwangs­neurotische Persönlichkeits­störung dazu, diesen Schritt wirklich zu gehen. Im Unterschied zu Versuchen einer objektiven Darstellung des Themas Gijur (wie z. B. bei Homolka[jw]/Seidel - zu diesem Thema gibt es, anders als in Amerika, kaum Bücher), haben wir es hier mit einem unglaublich subjektiven Buch zu tun. Jedes einzelne Schicksal macht auf eine immer wieder andere Art betroffen.

Einige und einiges in diesem Buch macht auch Angst: Ablehnung, faschistoide Denke, Rassismus. Sehr schnell wird auch klar: Es gibt keinen typischen Konvertiten, man ist beinahe geneigt zu sagen, jeder ist auf seine Art meschugge. Das Buch ist so etwas wie der Warnhinweis auf der Zigaretten­schachtel: Jeder Nichtjude, der vom Judentum als seiner heimlichen Liebe nicht lassen kann, sollte es gelesen haben. Fern aller Yentl-Romantik[jw] und Klezmer-Seligkeit[jw] wird hier - ausschnittsweise - gezeigt, was einen "danach" im wirklichen Leben erwartet.»[5]

Zitat:

«Dezember 2008: Die Autobiographie eines unglücklich Liebenden. Rezension zu: Julius H. Schoeps[jw], Mein Weg als deutscher Jude. Auto­biographische Notizen, Zürich 2003.

Der Judaist Julius H. Schoeps blickt zurück auf sein Leben und lässt seine Leser teilhaben an seinen Erinnerungen, Gedanken, Überzeugungen und inneren Kämpfen. Er präsentiert damit zugleich ein Stück deutscher Geschichte - der alten Bundesrepublik und des wieder­vereinigten Deutschlands. Die Frage, die man sich bei der Lektüre dieses merkwürdigen Buches immer wieder stellen muss, ist die, wen ausser den persönlich Betroffenen, ausser Leuten des engeren Umfelds, aus der judaistischen, der Universitäts-Szene dieser Zeit, das Buch wirklich interessieren könnte und sollte. Jedenfalls stellt sich Schoeps mit der Wahl des Buchtitels "Mein Weg als deutscher Jude" zugleich in die Tradition Jakob Wassermanns[jw] ("Mein Weg als Deutscher und Jude", 1921) oder auch Nahum Goldmanns[jw] ("Mein Leben als deutscher Jude", 1979), steht aber mit dieser Selbst­stilisierung am Rande der Peinlichkeit eher in der trotteligen Tradition seines noch peinlicheren Vaters[jw] (den er wohl doch ein wenig verharmlost) oder der eines Michael Wolffsohn[jw] - so sehr diese sich alle unterscheiden und obwohl alle auch ihre unbestreitbaren Verdienste haben, im Grad der Peinlichkeit stehen sie sich in nichts nach.

Schoeps' Wirken verdient Anerkennung, seine Motive sind lauter, seine entwaffnende Ehrlichkeit und Offenheit sympathisch, seine moralische Entrüstung berechtigt und sein Schmerz nachvollziehbar. Und dennoch berührt es unangenehm, diesem unglücklich Liebenden zuzuschauen, wie er sich abarbeitet bei seinem vergeblichen Bemühen, eine deutsch-jüdische Synthese herzustellen, die es nie gab und nie geben wird, bei seiner glühenden Liebe zu einem Deutschland oder gar zu einem im Ozean der Geschichte versunkenen Preussen, die beide seine Liebe weder verstehen noch erwidern; bei seinem schrulligen Festklammern an den letzten Resten einer jeckischen Vergangenheit, das blind ist für die lebendige Vielfalt einer bunten, vitalen jüdischen Gegenwart in Israel und in der Diaspora. Man mag gar nicht glauben, dass Schoeps einer der Hauptmotoren bei der erneuten und erstmals umfassenden Herausgabe der Herzl-Schriften war, dass er sich derart intensiv mit Herzl[jw] beschäftigt und dennoch so wenig von Herzl gelernt, so wenig ihn verstanden hat.

Was auch nervt, ist das Altfränkisch-Oberlehrer­hafte, das gebets­mühlen­artig altbekanntes Zeugs und Belang­losig­keiten so erzählt, als hätte man noch nie etwas darüber gelesen, und wenn man sich für seine Art des Erlebens und seine innere Verarbeitung historisch-politischer Sachverhalte, Ereignisse interessiert - kommen stattdessen total seichte, zum Teil unangemessen lange (was hat das mit einer Autobiographie zu tun?) Referate darüber, was 1968 in Deutschland geschah oder was ein Wiener Kaffeehaus ist.

Von der formalen Qualität her ist das Buch auch kein Ruhmesblatt, keines für den Autor, der vielleicht zu schnell seine Texte herunter­geschrieben hat (auch sprachlich so ein­dimensional-schablonenhaft: Alles ist "legendär" oder "spektakulär", gibt es keine weiteren Adjektive?), und auch keines für den Pendo-Verlag (schlampige Editions­qualität, ständig gibt es Rechtschreib- und/oder Grammatik­fehler, früher gab es mal Lektoren und Korrektoren ..., nicht einmal die Namen von Professoren­kollegen sind richtig geschrieben).

Leider kann man sich auch auf sein wissenschaftliches oder menschliches Urteil nicht immer verlassen.

Nochmals: Für jemanden, der sich so lange mit Herzl aus­einander­gesetzt hat, erstaunt schon die Grandiosität seines Fehlurteils über Herzl, der angeblich nichts getan habe, um die Wirkung auf seine Anhänger abzuschwächen und der ungekrönte König der Bewegung habe sein wollen: Nichts ist falscher als das. Überhaupt ist Schoeps ein total unphilosophisch-biederer Kopf, der z. B. allen Ernstes Hegel[jw] 1:1 zitiert, er ist eher ein Anreger, Organisator und Strippen­zieher, ein fleissig-rastloser Arbeiter und Wissenschafts-"Produzent", aber sicher kein grosser Denker, eher ein Freund der Anekdote, der sich von einer Anekdote zur nächsten hangelt und dabei an keinem Fett­näpfchen wirklich vorbeikommt, dabei auch die Lebens­leistung anderer Wissenschaftler durch vorgeblich lustige Geschichtchen in ein merkwürdiges Licht rückt, ohne es vielleicht zu wollen.

Wenigstens erfährt man so einige amüsante Details, z. B. dass er mal der Lover von Katja Ebstein[wp] war oder dass er den damaligen Erfolg von Heintje[wp] wider Willen durch ein von ihm geleitetes Buchprojekt vergrösserte.

Fazit: interessant zu lesen allemal, aber: siehe oben.»[6]

Zitat:

«März 2010: Nur für Schöngeister zu empfehlen. Rezension zu: Iso Camartin[wp], Schweiz, aus der Reihe: Die Deutschen und ihre Nachbarn, Hrsg. von Helmut Schmidt und Richard von Weizsäcker[jw], C. H. Beck, München 2008.

Das schmale Bändchen hat es in sich. Eine schier unglaubliche Fülle an Namen, Daten, Ereignissen wurde hier in die wenigen Seiten hineingestopft, dass es einem schwindelig wird. Und das in Kombination mit einem altväterlich-behäbigen Schreibstil, den man zuletzt bei Thomas Mann[jw], aber dort irgendwie klarer und weniger verquast, gesehen hat. Man braucht Zeit, Musse und eine heutzutage sehr rar gewordene Seelenruhe, um sich auf diese langen Sätze wirklich einzulassen. Im Sinne eines geplanten Informations­konsums nur ein Ärgernis - aber es gibt ja auch noch die Schöngeister, die so etwas mögen mögen.

Trotz der Fülle muss man bei dem geringen Umfang des Büchleins doch eine Auswahl treffen. Mehr als man gesund verdauen kann bleibt aber immer noch übrig, und man hat den Eindruck, hier wurde - auch Thomas Mann hat so gearbeitet - aus einem alten Zettelkasten, der über Jahrzehnte gewachsen und verstaubt ist, alles, was man irgendwie wichtig und/oder kurios fand, konsequent abgearbeitet. Die Folge davon kann ja nur sein, dass kaum etwas erklärt, sondern beinahe alles vorausgesetzt wird. Teilweise handelt es sich um blosses Name-Dropping. Und dann glaubt man eben doch, das Buch sei eher für Schweizer als Selbstreflexion und Selbst­vergewisserung oder für sonst irgendwie Eingeweihte geschrieben - was ja klar der Aufgaben­stellung der Reihe, innerhalb derer dieses Buch erschienen ist, widerspricht.

Das Abarbeiten der Stichwortliste hat dann als weitere Konsequenz den Mangel an innerem Zusammenhang. So wirkt das Buch insgesamt sehr "konstruiert" und unausgewogen. Die einzelnen Teile sind sehr disparat und von unterschiedlicher Qualität. Die Auswahl der Zitate über das Frauenbild in der Schweiz z. B. zeigt eine nicht mehr zu überbietende Beliebigkeit. Das Schlusskapitel über den Filmregisseur Daniel Schmid[jw] ist ganz klar ein Fremdkörper und hat - jedenfalls so - in diesem Buch nichts verloren. Vielleicht war der Lektor bestochen oder dieses Kapitel Teil des Deals, für das Buch überhaupt als Autor zur Verfügung zu stehen? Übersehen kann so etwas kein Lektor - oder er gehört gefeuert.

Bei allem ist die Tendenz des Buches ganz klar apologetisch: Das typisch Eidgenössische oder was man dafür hält, wird belobigt und beglaubigt. Das darf schon so sein. Dagegen ist ja gar nichts zu sagen. Iso Camartin ist dann aber andererseits offen und fair genug, auch die hässlichen Seiten der Schweiz und der Schweizer anzusprechen und nicht zu verstecken. Das lässt das ganze Buch dann in einem anderen Licht erstrahlen und macht es sogar sympathisch. Der Teil zur Schweizer Geschichte (Hauptkapitel 3) ist das Beste am ganzen Buch und eine hervorragende Darstellung, die zu lesen lohnt.»[7]

Zitat:

«August 2010: Interessantes, aber unverzichtbares Ärgernis. Rezension zu: Henryk M. Broder, Der Jüdische Kalender, Augsburg 2009.

Wie Broder selbst: Man kommt nicht vorbei an seinem Jüdischen Kalender, aber man ärgert sich. Jedenfalls geht es mir so, der ich mich als jüdischer Biograph professionell mit der Materie nun schon seit Jahren beschäftige und dabei auch den Kalender fleissig nutze. Mir fällt da gleich der bekannte Spottvers ein, den man über den bedauernswerten Schriftsteller Albert Ehrenstein[jw] verbreitete: "Hoch schätzt man den Ehrensteinen, nur seine Verse stören einen".

Zunächst einmal gibt es kein vergleichbares Produkt auf dem deutschsprachigen Markt, und der Kalender ist seit Jahren, wenn nicht seit Jahrzehnten, ein treuer und nicht mehr wegzudenkender Begleiter. Vom Kalendarium selbst, auf das ich gleich zu sprechen komme, einmal abgesehen, ist insbesondere auch der umfangreiche Anhang ein unverzichtbares, jeweils aktuell gehaltenes Informations­kompendium, sowohl der wichtige Adressteil für Deutschland, Österreich und die Schweiz, sodann aber auch für die religiösen oder religiöseren Leute die Angaben von Schabbatzeiten, Angaben zu den Feiertagen, zu den Paraschijot und Haftarot, die Angaben zu einschlägiger Literatur und Websites.

Dass der Hauptteil und der Anhang von einem nicht mehr zu ignorierenden Grundrauschen an mehr oder weniger belästigender, mehr oder weniger intelligenter Werbung begleitet wird, nun, daran hat man sich als ein in Westeuropa lebender und für Werbung schon weitgehend anästhesierter Mensch ein wenig gewöhnt. Der Hauptteil, das Kalendarium selbst, bringt (biographische) Informationen zu jüdischen Menschen, zur jüdischen Geschichte, zur Nahost-Problematik, zur wirklichen oder gefühlten Political Correctness in diesen Themenfeldern, die immer wieder erfrischend, spannend zu lesen sind und zum Nachdenken anregen. Dabei gab es eine Zeit lang für erfahrene Leser schon das Gefühl, Themen und Leute wiederholen sich erkennbar - daran wurde aber gearbeitet, immer wieder wird Überraschendes gebracht, Neues auch für "heavy user", die schon viel gesehen und gelesen haben.

Und dennoch wird man das Gefühl nicht los, ganze Bereiche der jüdischen Geschichte werden leider komplett ausgeblendet: Die Geschichte oder Vorgeschichte des Zionismus besteht nicht nur aus Herzl und Ben-Gurion. Die an Reichhaltigkeit nicht zu überbietende Welt des so genannten Ostjudentums, die jiddische Kultur und ihre Werke: komplett Fehlanzeige. Jüdische Kultur und Geschichte beginnt auch nicht erst im 18. Jahrhundert: Wo ist das rabbinische Judentum[jw]? Tannaim[jw], Amoräer[jw], Geonim[jw]? Mischna[jw], Talmud[jw], Midrasch[jw] - keine jüdischen Themen? Kein Bestandteil jüdischer Kultur? Nichts Berichtenswertes? Kabbala[jw] ist auch nicht Madonna oder Britney Spears, sorry.

Die jüdische Geschichte und Gegenwart ist derart lebendig und unerschöpflich, dass auch in zehn hoch zehn Jahren kein Mangel an Themen sich abzeichnen wird. Und dennoch gibt es auch in anderer Hinsicht gewisse Einseitigkeiten und Schieflagen, die auf Dauer unübersehbar werden: Eigentlich finde ich Broders Arbeit und Wirken sehr heilsam. Dass er aber nicht die Souveränität besitzt, jüdische Leute oder jüdisch-relevante Ereignisse ein wenig objektiver und umfassender darzustellen oder darstellen zu lassen in seinem seit Jahren herausgegebenen Jüdischen Kalender (die angeblich miefig-piefige "Jüdische Allgemeine"[jw] ist da schon viel, viel weiter), ist schade und bedauerlich. Abwehr von antisemitischer Kritik, o. k. Aber Unterdrücken und Ausblenden von weniger angenehmen Facts, bäh! Warum soll man nicht stolz sein auch auf Meyer Lansky[jw], warum nicht einmal auch an Lepkele Buchalter[jw] oder David Berkowitz[jw] erinnern - keine von uns?

Ein Beispiel von vielen: Fritz Haber[jw] (beschrieben 9. Dezember 2008) ist bei ihm nur der Nobelpreisträger und Erfinder der Ammoniak-Synthese, nicht der Führer des Giftgaskrieges, die krankhaft-ehrgeizige, rücksichtslose jüdisch-deutsch-patriotische Witzfigur, ein Unhold, der seine Frau Clara Immerwahr[jw], die es viel eher verdient hätte, dass man ihrer ehrend gedenkt, wie Dreck behandelt und in den Suizid getrieben hat.

Warum bringt Broder in seinem Kalender nicht auch mal berühmt-berüchtigte Juden[jw], die überall schamhaft verschwiegen werden (Namen auf Anfrage). Auch das noch eine Folge des Holocaust, obwohl Broder angeblich schon so chuzpedik-selbstbewusst über Jüdisches redet und so sehr Avantgarde ist: Da ist er gar nicht Avantgarde und zeigt, wie sehr man in Deutschland noch alten Denkweisen verhaftet ist, dass es noch vieler Generationen bedarf, bis man Tabus wirklich hinter sich lässt. Und noch eine Bemerkung am Rande zur Erklärung des Ärgernisses: Der Jüdische Kalender ist häufig extrem schlampig-schludrig zusammengeschustert. Über weite Strecken enthält fast jeder Eintrag Fehler (falsche Schreibung von Namen, falsche Daten und Fakten und Bewertungen ...), bloss nicht drauf verlassen ... Und ein Allerletztes, regelmässig für Ärgernis Sorgendes: Gad Granach[jw] mag ja ein toller Typ sein, mag ja auch Broders Freund sein - aber ihn deshalb so überproportional zu promoten ..., na ja, kein weiterer Kommentar.»[8]

Zitat:

«Januar 2011: Hirngespinste. Rezension zu: Hans Erler[jw], Judentum und Sozialdemokratie. Das antiautoritäre Fundament der SPD, Würzburg 2009.

Hans Erler, Sohn des 1967 verstorbenen Fraktions- und stell­vertretenden Partei­vorsitzenden Fritz Erler[jw], ist ein Mann der Gegensätze. Beinahe dreissig Jahre war er für die Konrad-Adenauer-Stiftung tätig, um dann 2007, unmittelbar nach seinem Eintritt in den Ruhestand, nichts Eiligeres zu tun zu haben, als der SPD beizutreten. Sein ganzes Leben hat er sich auf seine spezielle Weise mit dem Judentum aus­einander­gesetzt und nun eines seiner Herzensanliegen - das ausdrückliche Bekenntnis der SPD zu ihren jüdischen Wurzeln - in Erfüllung gehen sehen. Das vorliegende Buch "Judentum und Sozial­demokratie" legt Zeugnis ab von dieser, seiner Aus­einander­setzung und seinem Kampf zur Erreichung dieses Zieles. Das Ziel ist edel, es ist berechtigt und notwendig. Das Buch hingegen - obwohl immer interessant und nutzbringend zu lesen - ist es nicht, es hat keine Berechtigung und ist nicht umsonst ohne jede Resonanz geblieben, denn was Hans Erler schreibt und schlussfolgert, ist abenteuerlich und existiert nur in seinem Kopf.

Judentum und Sozialdemokratie beinahe identisch zu setzen (vgl. im Brief an Kurt Beck[wp], abgedruckt im Buch S. 163 ff.), ist einfach nur absurd. Sie bildeten (vielleicht!) temporäre strategische Partnerschaften, hatten - neben hunderten anderen - einige (je wechselnde) gemeinsame Ziele, das war es dann aber auch schon. Einmal ganz davon abgesehen, dass es "das Judentum" nie gab. O.k., bei stärkster Schematisierung: Sicher gibt es eine grosse Nähe von Judentum und Juden zu Sozialismus und Sozial­demokratie. Die Namen, die ich unten anführen werde, sind Legion und ihre Anzahl hat selbst mich, der ich mich intensiv mit jüdischen Biographien und jüdischer Chronologie befasse, erstaunt. Aber die Thesen, die Hans Erler formuliert, sind reines Wunschdenken. Kein ernst zu nehmender Mensch würde sie so apodiktisch und offensichtlich falsch in die Welt setzen. Überhaupt fühlt man sich über weite Passagen des Buches nicht an einen wissenschaftlichen oder philosophischen Text erinnert, sondern glaubt, eine moderne Übersetzung eines Midrasch-Textes zu lesen, so undistanziert oder unkritisch in die Materie vertieft kommen die Ausführungen daher - andererseits ein Zeichen für die grosse Vertrautheit, ja fast intime Kenntnis Erlers im Umgang mit spezifisch jüdischen Genres und Topoi.

Das Judentum als Wurzel und Grundlage der Sozialdemokratie ist Phantasmagorie und Fata Morgana, die "spezifisch hebräisch-jüdische Herkunft der Grundwerte der Sozialdemokratie" (S. 77) eine Erfindung. Ich weiss übrigens gar nicht, was das häufig angeführte "hebräisch-jüdisch" überhaupt bedeuten soll. Eine Konstruktion. Immer wieder versteigt sich Hans Erler zu solchen bombastischen Aussagen, die beinahe ans Lächerliche grenzen:

"Das Werk der jüdischen Mystik war die Geburt der Sozialdemokratie - aus dem Geist des Judentums" (S. 83). Oder hier: "Die Dialektik der jüdischen Sinngebung von Geschichte mündet ... in das gesellschaftspolitische Handeln der Sozialdemokratie" (S. 79). Oder hier: "Die Ausblendung des Charakters des Judentums aus dem Charakter der Sozialdemokratie ... macht die Sozialdemokratie sich selbst unverständlich, macht sie sich selbst zum Rätsel" (S. 86). "Jüdisch = demokratisch" (S. 151), "jüdisch = menschlich" (S. 156). "Sozialdemokratie ist ohne ihr jüdisches Fundament nicht zu verstehen" (S. 81). "Die Sozialdemokratie muss sich selbst neu erfinden - der Bezug auf das Judentum im Hamburger Programm hat hierzu den Grundstein gelegt" (S. 145). Als jüdische Grundkategorie sieht er den "Ungehorsam" (Erzählung vom Paradies) und damit den Eintritt des Menschen in die Geschichte. Der Ungehorsam, der Protest, mithin etwas Negatives, soll zur ethischen Grundlage und zum Fundament von Geschichte und moralisch verantwortetem Handeln werden, auf dem sich wahres Menschentum aufbauen soll. "Lebendig und menschlich ist der Mensch nur im Ungehorsam" (S. 160). "Die Sozialdemokratie hat ihre Wurzel in der hebräisch-jüdischen Religiosität der Thora, politisch bedeutet dies: Der Ort ihrer Herkunft ist der Ungehorsam" (S. 161).

Demgegenüber bleibt festzuhalten: Ein zentraler jüdischer Wert ist das Hören auf Gottes Wort, das Schma Jisrael[jw], also der Gehorsam; der Ungehorsam hingegen ist Abweichung vom Hören und Folgen und nicht umgekehrt. Aus der allgemein verbreiteten Tugend der Observanz folgt das Bedürfnis zum und die Lust am Ungehorsam - und nicht umgekehrt. Mit institutionalisiertem Protest als Grundhaltung lässt sich nichts aufbauen und nichts erhalten, eine fatale historische Fehleinschätzung des Am Jisrael Chai. Hans Erlers Fabulierlust und seine Neigung zu äusserst komplizierten, mehrfach verschachtelten Sätzen in Verbindung mit seiner (oder des schlampigen Lektorats) Freude an der Etablierung eigener Zeichen­setzungs­regeln (kein Komma vor Konjunktionen) machen die Lektüre häufig zur Qual, weil die Sätze nicht mehr eindeutig lesbar und ab einem gewissen Komplexitätsgrad einfach unverständlich werden - solange nicht jeder die Energie hat, den Sätzen den höchst­wahrscheinlichen Sinn durch ausgiebigste Analyse und Permutations­spielchen abzugewinnen. Die ewig aneinandergereihten Genitive nach dem Muster des Schattens des Körpers des Kutschers[wp] und die skurrilen, unberechenbar auftauchenden Kursive sind irgendwann nur noch ermüdend, und manchmal stimmt einfach die Gleichung "viel Worte - viel Murks" - ob vom Autor oder vom Lektorat zu verantworten, spielt da keine Rolle mehr. Beispiele für offensichtlich vom Zufalls­generator produzierte Sinnblasen:

"Ehe wir auf das Prinzip der jüdischen Erneuerung von Welt und Leben eingehen, soll hier ein kurzer Blick auf den Existentialismus[jw] in seiner radikalsten Formulierung geworfen werden, da er als splitterndes Rauschen wohl bis ans Ende der Tage der Menschheit die Bemühungen um die Gestaltung der Welt grundieren wird. Die durch die Barbarei aktualisierte Erfahrung der jüdischen Mystik des Lebens erfährt sich zukünftig als Existentialismus, jüdische Ethik und Sozial­demokratie" (S. 108 f.). Oder auf S. 162: "Es ist die jüdische Sozialdemokratie, die Zärtlichkeit als Abwesenheit barbarischer Gesinnungen zum Motiv und Stil ihres politischen Handelns gewählt hat. Bedingung der Zärtlichkeit ist, was Moses Mendelssohn[jw] als Credo jüdischer Aufklärung formuliert hat ...".

Eine Herausarbeitung der Bedeutung des Judentums sollte auch möglich sein, ohne das Christentum in Grund und Boden zu reden - daher ist die scharfe und schärfste Verurteilung des Christentums (siehe z. B. S. 54, 58, 59, 61, 62, 65; oder hier: "mehr als 60 Jahre haben nicht ausgereicht, das Christentum nach dem Holocaust zur Selbstkorrektur zu bewegen und sich im Judentum aufzulösen", S. 121) unnötig, empörend, aber auch rein sachlich nicht zutreffend und nicht nachvollziehbar, die Behauptung, "vom Christentum ... gäbe es keinen Zugang zur Sozialdemokratie" (S. 69), mit Verlaub, purer Blödsinn.

Wenn auch die einfachen Kinder-Gleichungen, die Hans Erler[jw] aufstellt, jeder wirklichen Grundlage entbehren, so verdankt das politisch-ideologische Umfeld von Kommunismus, Anarchismus[jw], Arbeiterbewegung[jw], Sozialismus, Sozialdemokratie[jw], Sozialer Arbeit, Sozialwissenschaft etc. dem Denken und Handeln von Juden und Jüdinnen ausser­gewöhnlich viel. Dazu wären dann aber nicht nur die bekannten Namen (Moses Hess[jw], Marx[jw], Lassalle[jw], Eduard Bernstein[jw], Rosa Luxemburg) heranzuziehen, sondern eine im Zweifel eher breit angelegte Bestands­aufnahme und Analyse jüdischer Literaten, Denker, Politiker, Revolutionäre oder revolutionär Gesinnter, die sich zeitweise, länger oder dauerhaft mit den hier in Frage stehenden historischen oder zeit­geschichtlichen Phänomenen berührten, zu beginnen, Entwicklungs­linien aufzuzeigen und der Anteil, den Juden an dieser Entwicklung hatten, herauszuarbeiten.

Folgende Persönlichkeiten unterschiedlichster Provenienz, in ihrer zeitlichen Abfolge kommentarlos hinter­einander­gestellt, könnten und sollten dabei für eine einigermassen umfassende Gesamtdarstellung mindestens (auch dies allerdings nur eine Auswahl!) berücksichtigt werden:

Moritz Heidenheim[jw] (1824-1898), Lina Morgenstern[jw] (1830-1909), Isaak Rülf[jw] (1831-1902), Max Hirsch[jw] (1832-1905), Jakob Dinesohn[jw] (1836-1919), Ludwig Gumplówicz[jw] (1838-1909), Joseph Popper-Lynkeus[jw] (1838-1921), Gustav Cohn[jw] (1840-1918), Hermann Cohen[jw] (1842-1918), Jakob Stern[jw] (1843-1911), Paul Singer[jw] (1844-1911), Aron Libermann[jw] (1845-1880), Theodor Hertzka[jw] (1845-1924), Juda Löb Lewin (1845-1925), Max Nordau[jw] (1849-1923), Jizchok Leib Perez[jw] (1852-1915), Victor Adler[jw] (1852-1918), Jeanette Schwerin[jw] (1852-1899), Jakob Gordin[jw] (1853-1909), Heinrich Braun[jw] (1854-1927), Emil Muensterberg (1855-1911), Aharon David Gordon[jw] (1856-1922), Achille Loria (1857-1943), Albert Kohn (1857-1926), Paul Nathan[jw] (1857-1927), Bertha Pappenheim[jw] (1859-1936), Hugo Heimann[jw] (1859-1950), Emma Braun (1859-1935), Leo Aron (1860-1919), Henrietta Szold[jw] (1860-1945), Carl Grünberg[jw] (1861-1940), Maximilian Harden[jw] (1861-1927), Otto Mugdan (1862-1925), Helene Simon (1862-1947), Morris Rosenfeld[jw] (1862-1923), Albert Levy[jw] (1862-1922), Adolf Braun[jw] (1862-1929), Eugen Caspary (1863-1931), Rebekka Kohut (1864-1951), Franz Oppenheimer[jw] (1864-1943), Alfred Nossig[jw] (1864-1943), Luise Kautsky[jw] (1864-1944), Ludo Hartmann[jw] (1865-1924), Chaim Schitlowsky[jw] (1865-1943), Edgar Jaffé[jw] (1866-1921), Kurt Eisner[jw] (1867-1919), Alexander Helphand (1867-1924), Simon Katzenstein[jw] (1868-1945), Paul Hirsch[jw] (1868-1940), Nachman Syrkin[jw] (1868-1924), David Farbstein[jw] (1868-1953), Emma Goldman[jw] (1869-1940), Gustav Landauer[jw] (1870-1919), Alfred Meissner[jw] (1871-1950), Gustav Mayer[jw] (1871-1948), David Pinski[jw] (1872-1959), Léon Blum[jw] (1872-1950), Alice Salomon[jw] (1872-1948), Theodor Zlocisti[jw] (1874-1943), Ludwig Frank[jw] (1874-1914), Hugo Sinzheimer[jw] (1875-1945), Leo Winter[jw] (1876-1935), Clara Israel[jw] (1876-1942), Rudolf Hilferding[jw] (1877-1941), Mordechaj Gebirtig[jw] (1877-1942), Martin Buber[jw] (1878-1965), Jakow Jurowski[jw] (1878-1938), Alfred Döblin[jw] (1878-1957), Robert Breuer[jw] (1878-1943), Pinchas Ruthenberg[jw] (1879-1942), Friedrich Adler[jw] (1879-1960), Leo Trotzki[jw] (1879-1940), David Koigen[jw] (1879-1933), Mania Schochat[jw] (1880-1961), Ber Borochov[jw] (1881-1917), Joseph Chaim Brenner[jw] (1881-1921), Ernst Heilmann[jw] (1881-1940), Emil Lederer[jw] (1882-1939), Leo Perutz[jw] (1882-1957), Leo Kestenberg[jw] (1882-1962), Paul Levi[jw] (1883-1930), Lew Kamenew[jw] (1883-1936), Samuel Niger[jw] (1883-1955), Julius Deutsch[jw] (1884-1968), Salomon Kaplansky[jw] (1884-1950), Der Nister[jw] (1884-1950), Frieda Wunderlich[jw] (1884-1965), Jitzchak Ben Zwi[jw] (1884-1963), Kurt Löwenstein[jw] (1885-1939), Jakob Swerdlow[jw] (1885-1919), Ernst Bloch[jw] (1885-1977), Karl Radek[jw] (1885-1939), Luitpold Stern[jw] (1886-1966), Arnold Zweig[jw] (1887-1968), Jitzchak Tabenkin[jw] (1888-1971), Toni Sender[jw] (1888-1964), Siegfried Marck[jw] (1889-1957), Arthur Rosenberg[jw] (1889-1943), Hermann Heller[jw] (1891-1933), Ana Pauker[jw] (1893-1960), Manfred George[jw] (1893-1965), Oscar Pollak[jw] (1893-1963), Felix Fechenbach[jw] (1894-1933), Alice Rühle-Gerstel[jw] (1894-1943), Salomon Adler-Rudel[jw] (1894-1975), Perez Markisch[jw] (1895-1952), Irma Fechenbach (1895-1973), Nora Platiel[jw] (1896-1979), Ernst Waldinger[jw] (1896-1970), Theodor Kramer[jw] (1897-1958), Otto Leichter[jw] (1897-1973), Jakow Bljumkin[jw] (1898-1929), Paul F. Lazarsfeld[jw] (1901-1976), Julian Stryjkowski[jw] (1905-1996), Enzo Sereni[jw] (1905-1944), Marie Jahoda[jw] (1907-2001), Richard Löwenthal[jw] (1908-1991), Bruno Kreisky[jw] (1911-1990), Peter Blachstein[jw] (1911-1977), Teddy Kollek[jw] (1911-2007), Jura Soyfer[jw] (1912-1939), Stefan Heym[jw] (1913-2001), Hilde Meisel[jw] (1914-1945), Stephan Hermlin[jw] (1915-1997), Eric Hobsbawm[jw] (geb. 1917).»[9]
Zitat:

«2011: Wer vieles bringt, wird manchem etwas bringen, ein andres ist's mit dem Gelingen ... Rezension des Buches "Alles über Wikipedia - und die Menschen hinter der grössten Enzyklopädie der Welt", Hoffmann und Campe, Hamburg 2011.

Jetzt, nachdem ich das Buch tatsächlich von vorne bis hinten gelesen habe - eine wirkliche Leistung angesichts der an vielen Stellen breit ausgewalzten Langeweile und angesichts der häufigen Wiederholungen -, versuche ich mir vorzustellen, wie das Buch auf Aussenstehende, also auf Nicht-Wikipedianer, wirken wird und was es diesen bringen dürfte.

Nicht ganz einfach, da ich selbst lange Jahre in der Wikipedia herumgefuhrwerkt habe, die Editierkriege, Partei-, Glaubens- und Grabenkämpfe bis in die hintersten Winkel kenne und auch einen kurzen Aufsatz zum Buch beigesteuert habe. Objektivität sieht anders aus.

Wikipedia ist so ähnlich wie Pornos schauen: Jeder macht es, keiner sagt es. Wikipedia ist eine Macht. Wikipedia verändert die Welt - und trotzdem wird es sein Schmuddelimage nicht los. Wikipedia zu benutzen hat etwas Anrüchiges, Zwielichtiges.

Und weil das so ist, will man gar nicht näher hinschauen, was da im Innersten dieser Hexenküche passiert. Das Buch interessiert also Niemanden - ausserhalb des Kreises der Wikipedianer selbst. Beweis: null Resonanz auf das Buch in der wirklichen Welt, kaum Rezensionen in bedeutenden überregionalen Zeitungen, fast nur Besprechungen in netzaffinen Parallelmedien, und auch diese sind absolut überschaubar.

Die Online-Enzyklopädie hat keinen allzu kleinen Anteil an der rasenden Veränderung der Medienwirklichkeit und ist auch hinsichtlich ihrer gesellschaftspolitischen Bedeutung nicht zu unterschätzen, trägt sie doch trotz ihrer hehren Zielsetzung bei zur tatsächlichen Entwertung von Wissen und Wissenden, zum Zusammenbruch von Verlagshäusern, zur Prekarisierung immer weiterer Kreise von Menschen, die eigentlich glaubten, einen Platz an der Sonne zu finden und an der Gesellschaft teilhaben zu dürfen.

Diese Umbrüche und ihre Folgen sowie die nicht zuletzt auch durch Wikipedia verursachten Revolutionen im Umgang mit Medien und Informationen allgemein gilt es zu untersuchen und zu beherrschen, DAS wäre ein Thema von allgemeingesellschaftlicher Relevanz. Die Aufsätze innerhalb des Buches, die sich mit dieser Thematik beschäftigen (Kapitel "Die Wissenschaft zu Wikipedia"), sind allesamt enttäuschend. Dort, wo die spannenden Fragen beginnen, enden diese Aufsätze. Da hat der Benutzer "Neon02"[wp] mit seiner hoch­interessanten - und leider zutreffenden - Analyse auf gerade einmal drei Seiten deutlich mehr geleistet. Dieser Aufsatz ist eine wahre Perle im Buch. Und solche Leute werden in der Wikipedia bevorzugt gesperrt. Ein Skandal und gleichzeitig auch ein deutlicher Hinweis auf die Probleme, die Wikipedia hat bei der Gewinnung seriöser Autoren.

Wikipedia ist ein Projekt, ein Experiment, niemand vermag vorauszusagen, wohin die Reise geht. Niemand vermag erst einmal zu sagen, warum das gigantische Ding überhaupt funktioniert. Und bei allen Schwierigkeiten, bei allem Geknirsche im System funktioniert die Kiste bisher erstaunlich gut.

Dennoch unterliegt Wikipedia den gleichen Gesetzmässigkeiten wie alle wachsenden Organisationen, z. B. Ausweitung der Klasse der Apparatschiks, Überformalisierung und Bürokratisierung, Geldgier, Beschäftigung ausschliesslich mit sich selbst, Aussperrung nicht-wikipedianischer Vernunft. Immer weniger immer aggressiver und selbstherrlicher werdende Platzhirsche administrieren lustlos eine immer grösser werdende Datenmenge, zerfleischen sich selbst oder vertreiben die Neulinge, auf die das Projekt doch so sehr angewiesen ist.

Der lange Schlussaufsatz des Buches ("Ausblick: Wikipedia im Jahr 2021") besticht durch seine Sachkompetenz und das hervorragende Einschätzungs­vermögen seines Autors (Marko Ternick), obwohl auch ihm zuweilen die Pferde durchgehen (Zitat: "Vielleicht wird man eine sich kontinuierlich aktualisierende Version von Wikipedia auf einem Chip ins Gehirn eingepflanzt bekommen, sodass man ständig darauf zugreifen kann. Man wird keinen grossen Unterschied mehr zwischen selbst Erlerntem und Wikipedia-Wissen machen ... ").

Noch zum Umfang des Buches: Für Nichtwikipedianer ist es eindeutig zu lang und zu viel, da hätte das Lektorat stärker eingreifen und Wiederholungen tilgen müssen. Wenn man sich die vielen Wiederholungen vergegenwärtigt, ist es absolut unverständlich, dass so interessante, wichtige und kenntnisreich geschriebene Aufsätze wie z. B. der des Benutzers "Holder"[wp] über Dialekt-Wikipedien den Sprung ins Buch nicht geschafft haben. Dafür hätte man gerne meinen Schmonzes[ext][10] weglassen können.

Überhaupt gibt es nur einen Weg und Zugang zu Wikipedia, nämlich den über Wikipedia selbst. Aber "Achtung: Wikipedia macht süchtig. Fangen Sie gar nicht erst damit an!"»

Zitat:

«2012: Überbevölkerung, Übermass und Gier. Also ... ob die Erde "überbevölkert" ist oder nicht, das ist ja längst nicht entschieden. Für wie viele Menschen könnte und sollte sie die Grundlagen für ein lebenswertes, gutes Leben bieten können und sollen? Klar und entschieden aber ist, was in den zurückliegenden Jahren passiert ist: Nun gibt es sieben Milliarden Menschen auf der Erde. Diese Sieben-Milliarden-Grenze wurde nur gerade zwölf Jahre nach Überschreiten der 6-Milliarden-Grenze überschritten. Noch vor 50 Jahren lebten "bloss" drei Milliarden Menschen auf der Erde, bis zum Jahr 1800 weniger als eine Milliarde! Die Weltbevölkerung wächst immer schneller und bald explosionsartig. Klar und entschieden ist auch, dass man drei Erden bräuchte, wollte man allen Menschen das an Ernährung, Energie und Lebens­standard bieten, was die Durch­schnitts­schweizer als Selbst­verständlichkeit für sich beanspruchen. Von daher ist die Welt (nach heutigen Maßstäben) schon jetzt zu klein für alle. Klar ist auch, dass das Wachstum besonders in den armen Ländern stattfindet, in erschreckendem Ausmass z. B. in Nigeria, Äthiopien, Indien usw. In weniger als zehn Jahren werden Jakarta, Delhi oder Mumbai über 20 Millionen Einwohner haben. Die nigerianische Metropole Lagos wächst derzeit zehn Mal schneller als z. B. New York. Und dabei ist die Bevölkerungs­dichte in Lagos schon heute dreieinhalb Mal höher als in Manhattan. Verrückte Produktions- und Wirtschafts­zwänge und ebenso verrückte Verteilungs­mechanismen in Verbindung mit der Unfähigkeit der Menschen sich zu organisieren bzw. sich zu einigen auf das, was vernünftigerweise zu passieren hat, führen dazu, dass täglich weit über eine Milliarde Tonnen Lebensmittel vernichtet werden, gleichzeitig aber täglich 30.000 Kinder an Unter­ernährung sterben. Wachstum ist ein Fetisch und das Symbol der moralischen Bankrott­erklärung der Menschheit. Der intellektuellen sowieso. Vernünftig wäre eine angemessene Rückführung auf ein angemessenes Maß. Und das gilt nicht nur für eine in jeder Hinsicht verträgliche Anzahl von Mitmenschen auf diesem Planeten, sondern auch im Hinblick auf die Lebens­führung eines jeden Einzelnen. Gier ist ein schlechter Ratgeber - obwohl allgegenwärtig. Besonders pervers ist das Gerede vom Wirtschafts­wachstum, das angeblich benötigt werde, um die Arbeits­losig­keit zu drücken. Notwendig ist die Befriedigung angemessener und gerechtfertigter menschlicher Bedürfnisse, nicht Wachstum um des Wachstums willen. Statt Tag und Nacht geistlos und teilnahmslos vor dem Fernseher zu hocken, reicht das noch nicht aus; nein, man muss in jedem Raum seines über­dimensionierten Hauses ein Gerät der neuesten Bauart haben, mit allem Schnickschnack. Und einige Flugstunden entfernt sterben die Menschen an Hunger, Krankheit oder weil sie sich, von allen vergessen und unbeachtet, die Köpfe einschlagen. - Weit haben wir es gebracht! Es ist übrigens auch keine Widerlegung des Gesagten, wenn man behauptet und bemängelt, hier werde nicht zugleich eine Lösung des Problems mitgeliefert oder zumindest gezeigt, in welcher Richtung man eine Lösung zu suchen habe. Aus der dauernden oder vorüber­gehenden Ratlosigkeit, wie man ein Problem zu lösen habe, folgt keineswegs, dass die falschen Fragen gestellt oder die Fragen falsch gestellt oder nicht doch die richtigen und entscheidenden Probleme aufgezeigt werden. Bei Betrachtung der Fakten müsste man das Kinder­bekommen eigentlich vollständig VERBIETEN oder so regulieren, dass die Welt­bevölkerung garantiert SCHRUMPFT und langfristig eine vorgegebene Richtzahl erreicht, z. B. 3 Milliarden. Das ist leicht gesagt. Es ist aber kaum auszumalen, was das konkret bedeutet - für einzelne Staaten und Gesellschaften, insbesondere aber für die Grundstruktur der Familie. Hat der Mensch nicht auch einen Anspruch auf Glücklichsein? Wie ist damit ein Verbot von Kindern bzw. die Vorschrift der kinderlosen Ehe oder überhaupt der Kinderlosigkeit in Einklang zu bringen? Welch trauriges Bild: Ehepaare mit Kinderwunsch, die gezwungen sind, kinderlos, nur ihren eigenen Tod vor Augen, durchs Leben zu gehen. Und dabei ist selbst die Wirksamkeit der Ein-Kind-Ehe umstritten bzw. noch zu lasch. Rein demographisch-technokratisch gesprochen sollte nur jede 10. oder 20. Ehe ein Kind hervorbringen, um sich tatsächlich dem angestrebten Ziel der vorgegebenen Reduzierung der Welt­bevölkerung wirksam zu nähern. Und wie wäre eine solche Zielsetzung den Menschen, dem einzelnen Ehepaar zu vermitteln, das um eines für es abstrakten und vollkommen uninteressanten und irrelevanten Zieles willen auf sein Lebensglück, auf seine Vorstellung von der Verwirklichung seines persönlichen Lebens­planes verzichten soll? Jedenfalls dürften religiöse Bekenntnisse, die ein Verbot der Empfängnis­verhütung beinhalten, zumindest dahingehend überholt sein und sollten auf eine Aufrecht­erhaltung dieser Forderung verzichten. Selbst wenn sie innerhalb der Religion stringent begründet werden kann und durchaus Argumente auf ihrer Seite hat, ist sie in sich selbst unlogisch: Ein Mensch, der entsteht und diese Welt betritt, hat RECHTE. Sollten diese absehbar nicht gewährleistet werden können, ist es nur pervers, diesen einzelnen Mensch zu erzwingen, um ihn dann verrecken und verkümmern zu lassen. Die Frage, ob Abtreibungen erlaubt sein sollen und in welchen Fällen, ist eine separate Frage und durch die obigen Erläuterungen nicht berührt.»[11]

Zitat:

«2012: Gelingt die Schaffung von Strukturen für die Lösung globaler Probleme? Sehr viele Probleme sind nur global zu lösen. Die Bekämpfung der Überbevölkerung ist eines davon. Benötigt würde dafür eine Art Weltregierung, die es nicht gibt. Oder Menschen oder ein wie auch immer geartetes Gremium, das entsprechende Pläne ausarbeitet, denen sich dann per Vereinbarung nach und nach alle Staaten und Staaten­verbünde anschliessen. Eine solche Weltregierung wäre überhaupt anzustreben. Das National­staats­denken ist ein Modell des Gestern und Vorgestern. Es gibt eine conditio humana, die für alle Menschen gleich ist, ohne die Unterschiede zwischen den Menschen zu leugnen. Aber woher soll diese Weltregierung ihre Legitimation beziehen? Was sollen die Grundlagen ihrer Ethik­begründung sein? Alle Menschen tappen doch im Dunkeln diesbezüglich. Es gibt tausende Erklärungs­modelle der Welt und der Aufgaben, die der Mensch in ihr haben soll. Die bestehenden und historisch gewachsenen Religionen sind ohne Frage sehr wertvoll, auch wenn sie im Einzelfall falsche Werte anstreben und zu begründen versuchen. Sie sind aber keineswegs in der Lage bzw. dürfen keinesfalls zur Richtschnur einer solch allgemein­menschlichen Ehtik werden. Sie können wichtige Beiträge liefern, Dinge und Denkmodelle ausdeuten oder im Idealfall sogar mit ihnen übereinstimmen, gebraucht wird aber ganz klar eine Letzt­begründung der Moral ohne Rekurs auf IRGENDEINE Religion. Eine solche allgemein­menschliche Ethik, ein solcher Grundkonsens über Werte und unverrückbare Maßstäbe für alle Menschen unabhängig von ihrer Religion und Kultur, deren Grundregeln in kurzer Zeit aufgestellt werden könnten, müsste für alle verbindlich gemacht, und in der Folge müssten die praktischen Ausführungs­bestimmungen deduktiv immer weiter ausdifferenziert werden, damit jeder weiss, wie es in der Praxis anzuwenden ist. Streitfälle und Ausdeutungs- und Bestimmungs­lücken wird es immer geben, aber die Richtung sollte klar sein. Diese Gedanken und Überlegungen sind ja beileibe auch nichts Neues und wurden von vernünftigen und an der Lösung der Menschheits­probleme wirklich interessierten Menschen schon oft gedacht und geäussert, auch wenn sie sich im Ansatz und in der Ausführung unterscheiden, z. B. die "Menschheits­lehre" Zamenhofs oder die "Weltethos-Lehre" Küngs. Nur leider funktioniert die Politik und das Mit- bzw. Gegen­einander der Menschen nicht so. Hat noch nie so funktioniert und wird auch nicht so funktionieren. Homo homini lupus. Jeder denkt nur an sich oder beinahe nur an sich. Die eine conditio humana besagt nicht nur, dass jedem Menschen als Mensch dieselbe Würde und dieselben Grundrechte zukommen, sie besagt u. a. auch, dass das Leben jedes einzelnen Menschen auf 60, 70 oder 80 oder im Glücksfall einige Jahre mehr begrenzt ist. Hätten die Menschen ein längeres Leben, könnten sie sich viel stärker damit arrangieren, dass es auch darum geht, allgemein­menschliche und globale Ziele zu verfolgen, sich Gedanken um das Wohlergehen der Menschheit zu machen - und nicht nur um das eigene. Da das aber nicht der Fall ist, versuchen die allermeisten, sich in dieser chaotischen Welt, innerhalb dieser verrückten Existenz, in der nichts klar ist, ausser dem künftigen Ableben, zu behaupten, ihren kleinen Winkel zu erwerben und zu beackern und fertig. Aus die Maus. Und das ist auch absolut verständlich. Wie viele werden schon ähnliche Gedanken und Einsichten gehabt haben - und haben allein bei dem Gedanken daran, die Welt in diese Richtung zu verändern, aufgegeben, weil ihnen klar war, sie würden sich 40, 50 oder 60 Jahre vollkommen aufreiben, um sich auch nur bemerkbar zu machen, - und dann wieder abtreten von der Bühne des Lebens. Und was haben sie erreicht? Und vor allem, wie sah ihr Leben aus? Wer ist schon so altruistisch, sein Leben wegzuwerfen für das Verfolgen einer allgemeinen Idee, deren Umsetzung man nicht erlebt und auch nicht bewirkt?»[12]

Zitat:

«2012: Schwarmintelligenz: die Diktatur des Ameisenstaats. Alles redet von "Schwarm­intelligenz". Der Begriff ist neu, die Sache nicht. Statt eines Fortschritts ein Rückschritt. Betonte man früher die Über­summen­haftigkeit des besprochenen Phänomens, verschweigt man heute den Verlust und den Verfall, der mit dieser Neuerung verbunden ist, die wie eine Dampfwalze über gewachsene Strukturen hinwegfährt und alles platt macht, was einmal Sinn hatte und vernünftig und gut war. Wer das nicht toll findet - tja, der ist eben dumm, altmodisch, von gestern und selbst ein Auslaufmodell. Zum Beispiel Wikipedia. Wikipedia ist so ähnlich wie Pornos schauen: Jeder macht es, keiner sagt es. Wikipedia ist eine Macht. Wikipedia verändert die Welt - und trotzdem wird es sein Schmuddel­image nicht los. Wikipedia zu benutzen hat etwas Anrüchiges, Zwielichtiges. Und das hat auch seinen Grund. Die Online-Enzyklopädie hat keinen allzu kleinen Anteil an der rasenden Veränderung der Medien­wirklichkeit und ist auch hinsichtlich ihrer gesellschafts­politischen Bedeutung nicht zu unterschätzen, trägt sie doch trotz ihrer hehren Zielsetzung bei zur tatsächlichen Entwertung von Wissen und Wissenden, zum Zusammenbruch von Verlags­häusern, zur Prekarisierung immer weiterer Kreise von Menschen, die eigentlich glaubten, einen Platz an der Sonne zu finden und an der Gesellschaft teilhaben zu dürfen. "Demokratisierung des Wissens", was soll das sein? Nehmen wir einen beliebigen Wikipedia-Artikel, z. B. über einen Politiker. Dann findet man dort keine Beschreibung dieses Politikers, sondern das, was sich jemand bemüssigt fühlte, über diese Person zu schreiben, auch wenn es das Unwichtigste, Neben­sächlichste, Unbedeutendste, Skurrilste über diese Person ist, während das Wichtigste, die Hauptsache und dessen Bedeutung überhaupt erst Ausmachende komplett fehlen können. Man findet dann einfach das, was irgendwer aus irgendwelchen Motiven heraus hingeschrieben hat. Das gilt besonders für abseitige, selten behandelte Themen. Bei solchen Themen hingegen, die ein grösseres Interesse der Allgemeinheit erwecken oder sogar im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit oder sich bekämpfender Partei­interessen stehen, was findet man dort? Die Macht des Mainstreams, die wirkliche Diktatur des Proletariats, ein getreues Abbild der herrschenden Machtverhältnisse. Reform­unfähig und unfähig zur Selbstkritik. Hatte man früher im Brockhaus oder den Erzeugnissen anderer Verlagshäuser eine aristokratisch-distinguierte Lesart der Wirklichkeit mit im Vorhinein bekannter Einfärbung, hat man heute einfach die Macht und die Dummheit der Strasse. Der Pöbel regiert. Wie viele Divisionen hat der Vatikan?»[13]

Zitat:

«2012: Über den Islam:

Dass der Islam aus dem Reigen seriöser Religionen und ernst zu nehmender Lebens­entwürfe von vornherein aus­zu­schliessen ist, muss nicht grossartig aus­einander­gesetzt, hergeleitet und demonstriert werden, sondern ist beim Blick auf zwei, drei Prämissen sofort klar.

Jede Religion begeht Grenzüberschreitungen, die aber begründbar sind, verstehbar, nachvollziehbar und in der Regel aus akzeptablen, wenn nicht gar edlen Motiven gespeist.

In Verbindung damit, dass diese Grenzüberschreitungen als Grenz­übers­chreitungen verstanden und bezeichnet werden, über die man sich Rechenschaft ablegt, in Verbindung damit, dass religiöse Texte, die Verbindlichkeit beanspruchen, einer sinnvollen Exegese unterzogen, im Blick auf die moderne Lebens­wirklichkeit interpretiert und in ihrer Zeit- und Situations­bedingtheit relativiert und angepasst werden, haben diese Religionen die Phase ihres Infantilismus überwunden und dürfen ihre Stimme im Konzert redlicher intellektueller Aus­einander­setzung erheben - als eine mögliche Weltanschauung unter anderen, deren Wahrheit zwar nicht bewiesen, aber auch nicht widerlegt werden kann.

Der Islam ist alles das nicht, sondern eher eine Menschheits-Psychose, ein Fossil, das sich aber in seinen fortdauernden und höchst virulenten Nachwirkungen als quicklebendig, kraftvoll und unbesiegbar erweist.

Der Islam ist unduldsam, nicht friedliebend, kann nichts ertragen, das dem Islam gegnerisch oder auch nur gleichgültig gegenübersteht.»[14]

Zitat:

«2012: Über das Judentum:

Was ist das Judentum? Es ist alles und nichts. Nicht umsonst wurden ganze Bibliotheken vollgeschrieben zu dem Thema. Und der Schwall an Literatur nimmt kein Ende und wird kein Ende nehmen. Das nicht fassbare Phänomen bewegt sich zwischen den beiden extremen Polen: a) nur Religion, b) nur Volk, zwischen Neturei Karta[jw], die den Staat Israel ablehnen, auf der einen, und den zionistischen Muskel­juden oder jüdischen Atheisten auf der anderen Seite. Beide Extreme sind Extreme und bleiben Antworten schuldig bzw. sind auf dem Irrweg. Zwischen den beiden Extremen finden sich alle Schattierungen und Zwischen­stufen. Hinzu kommt als dritte Komponente die Kultur als verbindendes Element und vielleicht die Schicksals­gemeinschaft, die gemeinsame Lebens- und Leidens­geschichte, als vierte Komponente, wie immer man dieses alles auch definieren mag. Judentum ist eine Gemengelage aus all dem.

Und das Verrückte ist: Sonst gibt es immer eine Anzahl von Kriterien, die erfüllt sein müssen, damit ein Objekt dem Begriff subsumiert wird. Hier ist es anders. Es kann alles fehlen, ausser einem unter allen diesen Kriterien, und trotzdem hat man es mit lebendigem Judentum zu tun. Das verunsichert und macht das Phänomen so wenig begreif- und beherrsch­bar.

Ein Auto hat ein Fahrgestell, einen Fahrzeugaufbau, Räder, Lenkrad, einen Motor, ein Getriebe und tausend andere Dinge. Niemand würde von Auto sprechen, falls alles fehlt und z. B. nur ein Lenkrad da ist. Dann hat man ein Lenkrad, aber kein Auto.

Beim Judentum ist es anders. Liegt nur eines der wesentlichen Merkmale vor, hat man es dennoch mit vollwertigem Judentum zu tun und nicht nur mit einem untergeordneten Merkmal, das Teil der Definition ist.

Der Auferstehungsglaube - obwohl mittlerweile Teil der Ideologie - ist dem Judentum absolut wesensfremd. Fremder geht gar nicht. Daher die Innerweltlichkeit des Judentums und der durch nichts überbrückbare Graben zum Christentum, das das Diesseits eigentlich als zu überwindendes, nur zeitliches Jammertal auffasst.

Das Judentum ist hier und nur hier. Deshalb die vollste Konzentration des Judentums aufs Inner­weltliche. Und die inner­weltlichen Erfolge sind unübersehbar, ein Gebirge, 10 cm vor der Nase aufragend - und mit ein Grund des ewigen Hasses, den sich die Juden seitens der Nichtjuden zuziehen. Die Anti-Antisemiten - z. B. Mommsen oder Nietzsche - waren grosse Menschen und hatten keinen Grund, neidisch zu sein.

Was aber ist das Verbindende zwischen all diesen aus­einander­driftenden Formen real existierenden Judentums? Was soll und wird das Verbindende sein? Denn das, was jetzt noch, aber künftig immer weniger das Verbindende ist und sein kann, ist erstens rückwärtsgewandt und zweitens rein negativ, anstatt positiv: die allen gemeinsame "Erfahrung" des Holocaust.»[15]

Zitat:

«2014: Wikipedia und "Urheberrecht". Insbesondere ein in Wikipedia-Kreisen zelebriertes vollkommen hysterisches Verständnis des Urheberrechts, das durch das reale Recht, wie es sich in Gesetzes­texten und Gerichts­entscheidungen niederschlägt, in keiner Weise gedeckt ist, führt dazu, dieses Instrument im Sinne eines General­verdachts gegenüber jedermann exzessiv über­zu­strapazieren und Personen, die sich diesen skurrilen Vorgaben nicht sofort und bedingungslos unterwerfen, als Urheber­rechts­verletzer und habituelle Plagiatoren an jeder möglichen und unmöglichen Stelle des Internets weltweit in Misskredit zu bringen.»[16]

Zitat:

«2016: Regime change. Wir brauchen einen Regime change in Deutschland (und Europa). Dieser kann und sollte spätestens bei der nächsten Bundes­tags­wahl im Herbst 17 erfolgen. Damit euch die Zeit nicht davon läuft, solltet ihr sofort beginnen, dafür zu arbeiten und den Wechsel sicher­zu­stellen. Auch deshalb, damit der Punkt einer Un­um­kehrbar­keit bei der Islamisierung und Domestizierung Deutschlands durch den Islam nicht erreicht wird. Dazu empfehle ich eine Zwei­zangen­strategie: Die AfD muss schnellstens ihr Schmuddel-Image loswerden und für breiteste Bevölkerungs­schichten wählbar sein. Dazu muss innerhalb der AfD programmatisch und faktisch vor Ort alles beseitigt werden, was in Richtung über­steigerter Nationalismus, in Richtung Antisemitismus und wirklicher Ausländer­feindlich­keit geht. Ausländer, denen Deutschland auf Basis einer noch zu entwickelnden Einwanderungs­politik Aufenthalts- oder Bürger­rechte verleiht, sind willkommen, wenn sie sich einem Grundkonsens gültiger Regeln im Aufnahmeland verpflichten, zuvorderst zur Einhaltung aller Gesetze und Verordnungen. Zweitens sind sukzessiv in stetiger Folge Prominente, Intellektuelle, Wissenschaftler, Showstars usw. als Testimonials[wp] zu gewinnen, die sich den politischen Forderungen der AfD anschließen und sich für deren Ziele, d. h. für die Ziele der deutschen Bevölkerung einsetzen. Die Programm­schriften der AfD sind in Kurz- und Lang­fassungen auf vielerlei Wegen bekannt zu machen und durch vielerlei Gutachten, Stellung­nahmen, Essays, moral­philosophische Abhandlungen renommierter Wissenschaftler und Philosophen zu untermauern bzw. ist darzulegen, dass die Ziele der AfD nicht in Widerspruch geraten zur Ethik, zu modernen Anschauungen der Anthropologie usw. usw. Überdies würde ich auch nochmals über einen Namens­wechsel der AfD dringend nachdenken. Die AfD muss eine wahre Volkspartei mit großer Spannweite werden und innerhalb der Partei viele verschiedene Schattierungen und Meinungen abdecken und integrieren und harmonisieren können. Eine staats­tragende Partei darf aber nicht als "Alternative" auftreten, sondern muss im Zentrum stehen. Die Zeit drängt.»[17]

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«2017: Facebook ist klinisch tot. Liebe Leute, merkt eigentlich jemand von euch, was hier bei facebook vor euer aller Augen passiert? Bis vor wenigen Monaten, mindestens noch bis 2016, war facebook ein Ort der Aufheiterung, ein Ort der unabhängigen, freien Information, ein Ort des Trostes. Ein Ort der Information, wo man das lesen, hören und sehen konnte, was Menschen aus aller Welt für mit­teilungs­würdig hielten. Ein getreues Abbild der Wirklichkeit, nicht die Scheinwelt, die einem offiziell präsentiert wird. Wenn man sich hinaus­gehend über das, was die system­treuen Massen­medien einem vorlogen, informieren wollte über die Dinge und Vorgänge, die ansonsten verschwiegen, verharmlost oder umgebogen wurden. Ein Ort des Trostes, wenn man sah und las, dass eine ungemein große Menge anderer Menschen sich ebenfalls Sorgen macht um das Schicksal Westeuropas, für Freiheit, Frieden, Wohlstand kämpft, gegen Unterdrückung, Bevormundung, Entrechtung, Enteignung, Entmündigung, gegen Verarscht-Werden. Ein Ort des Trostes ganz einfach auch deshalb, weil man sah, dass man noch ganz richtig tickt im Oberstübchen, dass man noch normal geblieben ist, dass man nicht alleine dasteht, sondern DIE ANDEREN diejenigen sind, die komplett verrückt geworden sind, die das Normale als verrückt erklären, als rassistisch, rechtsradikal und menschen­verachtend, und die andererseits das Verrückte als normal und normativ und alternativlos erklären. Ein Ort des Trostes, wenn man aufrechte Kämpfer sah, die sich vom Gesinnungs­terror und von beginnenden staatlichen Unterdrückungs- und Verfolgungs­maßnahmen in keiner Weise beeindrucken und einschüchtern lassen, sondern mutig weiterkämpften und -kämpfen und ihren Einsatz verdoppeln und verdreifachen. Z. B. Jörg Meuthen, Nicolaus Fest[wp], Albrecht Glaser[wp], Alice Weidel, Alexander Gauland, Imad Karim, Hamed Abdel-Samad, um nur einige wenige zu nennen. Auch ausserhalb der AfD gibt es viele mutige Zeitgenossen, die sich das Denken nicht verbieten lassen. DIESE ZEITEN SIND DEFINITV VORBEI. Zumindest augenblicklich, solange sich der Wind in der Politik nicht dreht und die Daumen­schrauben weiter angezogen werden. Die Stimmung in der Bevölkerung ist schon lange gekippt, doch in der praktischen Politik ist bisher wenig angekommen und wirksam geworden. Ein allererster Anfang wäre das Kassieren des unsäglichen Heiko-Maas-Zensur­gesetzes, das Zustande­kommen des Merkel-Unter­suchungs­aus­schusses. Facebook ist KEIN Ort mehr der Information, der Vernetzung, der moralischen Aufrichtung. Facebook ist ein Wrack. Eine Ruine. facebook ZEIGT NICHT MEHR, WAS DIE MENSCHEN POSTEN. Facebook ZEIGT NUR NOCH, WAS DIE ZENSURHORDEN ÜBRIGLASSEN. Begreift es endlich! Mal sehen, wie lange dieser Text stehen bleibt - und wer ihn überhaupt zu sehen bekommt. Durch Shadow-Banning und weitere fiese Tricks wird die Reichweite von Leuten, die sich nicht mundtot machen lassen wollen, stufenlos runter­reguliert. Mal sehen, wie lange ich ungesperrt bleibe. Während der letzten 30 Tage meiner wiederholten Sperre (die übrigens ALLE unbegründet waren) hat Facebook mir ca. 800 Abonnenten gestohlen. Die werden einfach abgeklemmt und merken es erst viel später. Man wird einfach virtuell getötet. Man steht hilflos davor und kann NICHTS machen. Was bleibt noch? Mainstream-Medien: Zeitungen, Magazine, Fernsehen, Rundfunk - kann man vergessen. Auslandspresse hilft auch nicht viel. Die oftmals gerühmte NZZ steckt auch im Sumpf der allgemeinen Verlotterung fest. Ich entdecke da nur wenige Unterschiede. Facebook ist eine Ruine. Es ist beinahe völlig uninteressant, ja geradezu abstossend geworden, sich dort umzuschauen. Eine einzige Anhäufung von Belanglosigkeiten. In diesen Zeiten hat niemand Lust, Zeit und Energie für seichte Witzchen, die tausende von Zensoren noch übriglassen. Deutschland fährt gegen die Wand. Barbaren übernehmen die Führung an öffentlichen Plätzen. Man ist des Lebens nicht mehr sicher. VK zensiert zwar nicht, aber dort erreicht man niemanden. VK ist überdies mit echten Nazis, die diesen Namen verdienen, verseucht. Aktiv zu suchen, z. B. über Google, ist sehr anstrengend. Und man muss erst einmal wissen, wonach man suchen muss. Darüber hinaus unterdrückt Google inzwischen auch sehr viel. Die Sachen sind zwar im Internet - aber man findet sie nicht, sie werden nicht angezeigt. Wie befreit man sich aus diesem Totalitarismus? Trostlose Zeiten, in denen man nicht aufgeben darf, sondern stark sein muss. Schönen Sonntag!»[18]

Zitat:

«2018: Das 48. WEF in Davos. Eine Rekordzahl an Staats- und Regierungs­chefs und Wirtschafts­führern wird erwartet. So viele wie nie zuvor. A. Merkel wird erneut nicht dabei sein, sondern die deutsche Delegation wird von v. d. Leyen angeführt werden. Das diesjährige Motto ist "Creating a Shared Future in a Fractured World". "Nach der Überwindung der Wirtschaftskrise während der vergangenen Jahre gehe es nun darum, dafür zu sorgen, dass die internationale Gemeinschaft die anstehenden Heraus­forderungen wie die globale Sicherheit, den Schutz der Umwelt oder die wirtschaftliche Entwicklung weiterhin gemeinsam angehe", betonte Schwab. Hallo? Ich glaube, ich spinne. Die wirklichen Probleme werden erst gar nicht ins Auge gefasst? Als da wären: Bevölkerungs­explosion, mörderische Steinzeit­ideologie Islam (über 200 Millionen Christen werden verfolgt), Durchsetzung von Aufklärung und Vernunft weltweit, Schutz vor totalitären Ideologien und Regimen, Schutz vor Versklavung der Menschen seitens des vollkommen moral- und skrupel­losen Grosskapitals.»[19]

Zitat:

«2018: Kurzes Statement zum Thema NZZ[jw].

NZZ: Immer wieder liest man, die NZZ wäre das neue Westfernsehen. Aus diesem Medium erführe man die in Deutschland unterdrückte Wahrheit.

Mag ja sein, dass die NZZ NICHT GANZ SO SCHLIMM ist wie das, was man sonst so in Deutschland über sich ergehen lassen muss. GRUNDSÄTZLICH ist die NZZ aber genauso verlogen und dem verbrecherischen Turbo-Kapitalismus und dem Islam ergeben und genauso antisemitisch wie die ganze übrige Systempresse in Deutschland. Hätte ich Zeit, würde ich das dokumentieren. Aber wer hat schon Zeit ...

Jüngstes Beispiel: Leitartikel auf Seite eins heute. "Die Verlegung der amerikanischen Botschaft nach Jerusalem ist eine Absage an einen gerechten Frieden"!!

PS: In einem weiteren grossen Leitartikel in der heutigen Ausgabe wird der Konversion zum Islam am Beispiel eines ehemaligen Katholiken und Messdieners das Wort geredet. Noch Fragen?»[20]

Zitat:

«September 2018: Öffentliche Erwiderung von Michael Kühntopf auf den Blog-Artikel von Daniel Killy[jw] "Alibijuden für Jesus und die AfD".

Lieber Daniel Killy

Deine Kritik an den Juden in der AfD ist unredlich und unwürdig.

Schon die Überschrift zeigt, dass du dich nicht mit der Sache an sich aus­einander­setzen magst, sondern lediglich Stimmung machen willst.

Es handelt sich weder um "Alibijuden" noch um einen Einsatz für "Jesus". Die Berechtigung und das Anliegen einer Gruppierung von Juden in der AfD mit der religiösen Überzeugung eines ihrer Mitgründer widerlegen zu wollen, ist albern, und das weisst du.

Nirgendwo hat Dimitri Schulz behauptet, für eine wie auch immer geartete Richtung des Judentums zu sprechen oder sich für eine solche zu engagieren, sondern sich für die Ziele der AfD einzusetzen, wie man sie in deren Programm nachlesen kann. Wenn ein geborener Jude gläubiger Christ wird, ist das zu akzeptieren und ganz seine Sache. Noch haben wir Religions- und Bekenntnis­freiheit in Deutschland (die ich allerdings modifizieren und einschränken würde, sobald eine "Religion" totalitär wird und sich gegen allgemeine Menschen- und Freiheits­rechte richtet, du weisst schon ...fängt mit "I" an und hört mit "m" auf).

Zu suggerieren, die AfD liege auf einer Linie mit den Vorstellungen Max Naumanns[jw] und seines Verbandes national­deutscher Juden[jw] oder werde und wolle sich in diese Richtung entwickeln, ist tendenziös und unwahr und kollidiert hart mit der Wirklichkeit.

Es gab ja noch einige andere, zum Teil hochgefährliche jüdische Wirrköpfe wie z. B. Arthur Trebitsch[jw], Georg Kareski[jw] oder Hans-Joachim Schoeps[jw]. Kommen die als Nächstes dran als vermeintliche Lichtgestalten, die die AfD anhimmelt, nur weil sie Juden waren und irgendwie meschugge und genial-gemein­gefährlich? Auf Anfrage nenne ich dir gerne weitere Verrückte. Wie wäre es z. B. mit Hermann Vámbéry[jw] oder Otto Weininger[jw]?

Die Tatsache, dass du, Daniel, Juden, die sich innerhalb der AfD für ein besseres und gerechteres Deutschland einsetzen, mit dummen Schafen gleichsetzt und ihre Äusserungen wörtlich als "Geblöke" zu diffamieren versuchst, spricht für sich und muss nicht weiter aus­einander­gesetzt werden. Sachliche Kritik sieht anders aus. Aber wenn die Argumente fehlen, muss wenigstens die Darbietung "witzisch" sein. Ich verstehe.

"Kontakte zu Neonazis" kann es geben, sie werden gewiss nicht gesucht, ganz im Gegenteil. Radikalinskis werden entmachtet und ruhiggestellt, sobald man ihrer gewahr wird. Ganz vermeiden lassen sich solche Kontakte nie, anfangs weiss man ja nicht, mit wem man es zu tun hat; und wie Menschen sich entwickeln, sieht man ihnen auch nicht an der Nasenspitze an.

Dimitri Schulz ist Mitgründer der JAfD (Arbeitstitel), viele weitere werden beteiligt sein, über deren Jüdischkeit du nichts weisst. Willst du die dann alle screenen? So nach Nürnberger Gesetz[jw] oder ggf. Nachweise für einen koscheren[jw] Gijur[jw] sehen, um dann deren Motivations­lage und Berechtigung zu überprüfen bzw. zu zerpflücken?

"Blöken" und "Alibijude" und "Kostümjude" ... die verwendeten Vokabeln zeigen, dass hier jemand keine Diskussion sucht, sondern nur verächtlich machen will. Diese Strategie verfängt schon lange nicht mehr, sie nutzt der AfD. Danke dafür.

Dass du behauptest, irgendjemand lasse sich "instrumentalisieren", anstatt einfach einmal davon auszugehen, dass sich jemand für ehrenwerte Ziele aus an­erkennens­werten Motiven einsetzt, gibt ein eindrucksvolles Bild davon, für wie verlottert und verkommen du die Menschen im Allgemeinen schon hältst. Aber sei ganz beruhigt, nicht alle sind so wie die, die man häufig bei SPD, CDU, Grünen und sonst so gewöhnlich antrifft.

Es wird sehr, sehr schwer werden, Deutschland wieder auf vernünftige Bahnen zurückzulenken und die massiven Versäumnisse und Fehlentwicklungen der letzten Jahre zu korrigieren. Aber halten wir es doch mit Rabbi Tarfon[jw] in den Sprüchen der Väter[jw]: "Nicht liegt es an dir, das Werk zu vollenden, aber du bist auch nicht frei, von ihm abzulassen" (Abot 2,21).»[21]

Zitat:

«September 2018: Öffentliche Erwiderung von Michael Kühntopf auf den Artikel in der "Welt" von Sergey Lagodinsky[jw] "Der schlechteste jüdische Witz seit Langem".[22] (Siehe auch die Erwiderung auf die Erwiderung.[23])

Lieber Sergey Lagodinsky

Ich kann es nun doch nicht lassen, anders als besprochen, kurz auf deinen in der "Welt" erschienenen Artikel über den "schlechtesten jüdischen Witz seit Langem", also über Juden in der AfD, zu antworten.

Auf zwei jüdische Persönlichkeiten, die im Zusammenhang mit jüdischem Humor immer wieder genannt werden, will ich da anspielen.

Zum einen auf Alexander Drozdzynski[jw]. Er war ein Witze­sammler, Witze­kenner und Witze­erzähler - ähnlich verrückt wie Ignatz Bernstein[jw] auf dem Gebiet der jüdischen Sprich­wörter oder wie Moritz Steinschneider[jw] auf dem Gebiet der hebräischen Bibliographie.

Dieser Alexander Drozdzynski kannte beinahe jeden Witz und alle seine Varianten und alle seine Interpretationen. Es gab immer jemanden, der wettete, ihm einen neuen Witz zu erzählen, aber Alexander Drozdzynski hat sie alle abserviert, kaum waren die ersten drei Sätze erzählt, übernahm er das Kommando und erzählte den Witz einschliesslich Pointe zu Ende und erklärte dann noch, wann und wo und wie dieser Witz entstanden war.

Ähnlich verhält es sich mit all den Stellungnahmen der Presse und von bekannten jüdischen Persönlichkeiten der letzten Tage zum Thema Juden in der AfD. Die ersten Zeilen genügen, manchmal sogar nur die Überschrift, und ich weiss schon, was jetzt kommt: wenig Argumente, viel Hetze und Diffamierung. Wenig Sachlichkeit und Ernsthaftigkeit in der Aus­ein­andersetzung, sondern hoch­dramatisch-moralische Aburteilung und Scharf­richtertum anhand von Denkfiguren und Sprachschablonen, die beim geschätzten Publikum die gewünschten Bilder und Schluss­folgerungen triggern. AfD identisch mit böse. AfD identisch mit Hetzer und geistig zurückgeblieben, da ohne Gender­anbetung und Schwulen­verehrung. Ohne wirkliches Verlangen nach noch mehr "Flüchtlingen". Und übrigens hat auch da wieder Putin seine schmutzigen Finger drin. Juden in der AfD identisch mit verwirrt und/oder Alibi und/oder instrumentalisiert. Falls es überhaupt "richtige Juden"[wp] sind.

Und das wird angemahnt in der Regel von Juden, die von den 613 Mitzwot[jw] weniger als zehn kennen und weniger als vier einhalten. Und ja, ich vergass: Die Chose an sich ist vollkommen bedeutungslos. Diese "Juden" kennt niemand, sie sind irrelevant, im Zweifel gar nicht jüdisch, sie sprechen vermutlich nur für sich selbst. - Merkwürdig nur, dass der Öffentlichkeit bisher nur zwei oder drei Namen von den Akteuren bekannt sind. Der Verein ist noch nicht gegründet, der Vorstand ist noch nicht gewählt, die Satzung unbekannt und noch nicht beschlossen - aber ihr wisst schon, dass alles unbedeutend ist, die Leute unbedeutend und übrigens auch keine Frauen dabei sind. Aha. Seien wir ehrlich: Das ist reine Spekulation - und: Wunschdenken.

Die zweite Persönlichkeit im Umfeld des jüdischen Witzes, an die ich hier denke, ist Salcia Landmann[jw]. Auch sie hat jüdische Witze gesammelt, interpretiert und eingeordnet.Ihr Buch "Der jüdische Witz" hat dieses Thema erneut aufgegriffen, und dann war es in aller Munde. Allerdings hat sie bei ihrer Sammlung die Abgrenzung zwischen jüdischen Witzen und Judenwitzen nicht so ganz sauber hinbekommen, so dass sie - u. a. von Friedrich Torberg[jw] - dahingehend kritisiert wurde, sie würde antisemitische Vorurteile befördern und am Leben erhalten. Ganz schlimm kommt es also, wenn Juden Judenwitze erzählen, und dieses Gefühl beschleicht mich die letzten Tage immer öfter, wenn ich so sehe, was über die Juden in der AfD von Juden so alles gefaselt, spekuliert oder gar zusammengelogen wird. Die Juden in der AfD haben sich ein Denkmal der Schande gesetzt. Wunderbar. Keiner weiss nix Genaues, aber die Schande ist schon da. Leute! Sie beruht auf Annahmen, die weder begründet noch belegt, ja nicht einmal plausibel sind.

Antisemitismus in der AfD wird von den Juden in der AfD weder geleugnet noch kleingeredet, aber er ist kein Markenkern, wie behauptet wird, sondern ein schrilles Nebengeräusch, das man bisher nicht komplett rausfiltern konnte. Antisemitismus muss und wird bekämpft werden, überall, wo er auftritt. Sogar in der AfD. Wat sachste nu?

Die Äusserungen von Alexander Gauland oder Björn Höcke oder andere Äusserungen, die zu Zweifeln Anlass gaben, werden nicht bestritten, aber dazu wäre viel zu sagen, was hier an dieser Stelle nicht geleistet werden kann.

Der Vorwurf von Altparteien, Lückenpresse und jüdischem Establishment, dass die AfD antisemitisch sei, ist an Verlogenheit kaum noch zu überbieten. Die etablierten Parteien sind zwar stark im Kampf gegen den Antisemitismus engagiert, womit aber nur der Kampf gegen die wenigen durchgeknallten deutsch­stämmigen Neonazis gemeint ist. Der qualitativ und quantitativ viel gefährlichere islamische Antisemitismus dagegen wird systematisch verharmlost oder totgeschwiegen. Die AfD dagegen hat sich immer von jeglicher Form des Antisemitismus distanziert und auch das Problem des islamischen Antisemitismus thematisiert. Vertreter von SPD, Grünen und Linkspartei hofieren bei Besuchen in Israel terroristische Palästinenser, ehren diese mit Kranz­niederlegungen, fordern den Boykott israelischer Waren und treffen sich lieber mit fanatischen israelischen Selbsthassern als mit israelischen Politikern, die in der täglichen Verantwortung für dieses äusserst bedrohte und zugleich wundervolle Land stehen. Die Bundesregierung fördert israel­feindliche Gruppierungen finanziell und erkennt Jerusalem nicht als Hauptstadt Israels an. Die AfD dagegen war die einzige Partei, die sich sofort hinter die US-amerikanische Anerkennung von Jerusalem als Hauptstadt stellte, und hat damit ihre Solidarität mit jüdischen Menschen und dem Staat Israel eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Zur Kritik einiger in Deutschland aktiver jüdischer Vereinigungen an der AfD ist anzumerken, dass diese Organisationen ebenso wie die Kirchen in nicht unerheblichem Maße am Tropf finanzieller staatlicher Zuwendungen hängen. Hier gilt das alte Motto "Wes Brot ich ess', des Lied ich sing." Die AfD ist somit die einzige deutsche Partei, die man uneingeschränkt als Garant jüdischen Lebens in Deutschland bezeichnen kann. Somit ist die Gründung der Plattform Juden in der AfD ein logischer Schritt der Solidarität mit jüdischem Leben in Deutschland, in Israel und aller Welt.

Mehr ist zum Thema nicht zu sagen: Die verdrehten Pressemeldungen sind angesichts der Schwäche ihrer Argumente und der Vor­ein­genommenheit der Beteiligten ohne jede Bedeutung, angesichts ihrer Inhalte und Auswirkungen unappetitlich und verantwortungslos und angesichts ihrer ideologischen Verblendung politisch schädlich.Die Beteiligten haben aber sicherlich eines erreicht - sie haben sich medienwirksam ein bleibendes Denkmal ihrer Dummheit und ihrer Morallosigkeit gesetzt.

Amen.»

Einzelnachweise

  1. Jewiki: Über Jewiki - Abschnitt "Grundannahmen"
  2. Vgl. Liste jüdischer Erfinder[jw] und Liste jüdischer Nobelpreisträger[jw]
  3. Facebook: JAfD am 5. Dezember 2018
  4. Wenn es schmeckt, dann esse ich es nicht! Eigentümlichkeiten des Schweizerischen Deutsch und viele weitere nützliche Aufklärungen über die in der Schweiz praktizierte Sprache sowie über die Schweiz als solche für Zugereiste und vielleicht auch für Einheimische ( = Schweizer Wörterbuch, 1. Auflage), Eigenverlag, Widen, 2005. Anmerkung: Das Buch erlebte vier Auflagen und eroberte zeitweise die BoD-Bestsellerliste.
  5. M. Kühntopf, Lesefrüchte. Gesammelte Rezensionen aus den Jahren 2008 - 2011, Norderstedt 2011, S. 18
  6. M. Kühntopf, Lesefrüchte. Gesammelte Rezensionen aus den Jahren 2008 - 2011, Norderstedt 2011, S. 23
  7. M. Kühntopf, Lesefrüchte. Gesammelte Rezensionen aus den Jahren 2008 - 2011, Norderstedt 2011, S. 34
  8. M. Kühntopf, Lesefrüchte. Gesammelte Rezensionen aus den Jahren 2008 - 2011, Norderstedt 2011, S. 43
  9. M. Kühntopf, Lesefrüchte. Gesammelte Rezensionen aus den Jahren 2008 - 2011, Norderstedt 2011, S. 49
  10. Seite 141 ff. der gedruckten Fassung, das pdf hat eine leicht abweichende Zählung.
  11. M. Kühntopf, Gedanken eines nicht mehr ganz jungen Mannes bei Betrachtung der Brüchigkeit dieser Welt sowie der Fragwürdigkeit der eigenen Existenz, Norderstedt 2012, S. 20-24
  12. M. Kühntopf, Gedanken eines nicht mehr ganz jungen Mannes bei Betrachtung der Brüchigkeit dieser Welt sowie der Fragwürdigkeit der eigenen Existenz, Norderstedt 2012, S. 25-28
  13. M. Kühntopf, Gedanken eines nicht mehr ganz jungen Mannes bei Betrachtung der Brüchigkeit dieser Welt sowie der Fragwürdigkeit der eigenen Existenz, Norderstedt 2012, S. 28-30
  14. M. Kühntopf, Gedanken eines nicht mehr ganz jungen Mannes bei Betrachtung der Brüchigkeit dieser Welt sowie der Fragwürdigkeit der eigenen Existenz, Norderstedt 2012, S. 54ff.
  15. M. Kühntopf, Gedanken eines nicht mehr ganz jungen Mannes bei Betrachtung der Brüchigkeit dieser Welt sowie der Fragwürdigkeit der eigenen Existenz, Norderstedt 2012, S. 82ff.
  16. M. Kühntopf in Jewiki: Über Jewiki - Abschnitt "Verhältnis zu Wikipedia", 2014
  17. Von M. Kühntopf in facebook am 21. Dezember 2016 verfasster Kurztext
  18. M. Kühntopf, facebook-Statement, 5. November 2017
  19. M. Kühntopf, Jewiki-Hauptseite, Januar 2018
  20. M. Kühntopf, facebook-Statement zur NZZ, Mai 2018
  21. M. Kühntopf, Erwiderung auf Daniel Killy sowie ursprünglicher Blog-Beitrag von Daniel Killy, 27. Septemer 2018
  22. M. Kühntopf, Erwiderung auf Sergey Lagodinsky, Der schlechteste jüdische Witz seit Langem, in : Die Welt, 27. September 2018, sowie auch Wiedergabe des Weltartikels und Link zum ursprünglichen Artikel S. Lagodinskys
  23. S. Lagodinsky, Erwiderung auf Michael Kühntopfs Erwiderung

Querverweise

Netzverweise