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Feminismus basiert auf der Verschwörungstheorie, Männer auf der gesamten Welt hätten sich kollektiv gegen die Weiber verschworen, um sie zu unterdrücken, zu schlagen, zu vergewaltigen und auszubeuten. Feministinnen bekämpfen Ehe und Familie, weil die bürgerliche Familie das Feindbild ist. Frauen werden kollektiv als Opfer inszeniert und Männer als Täter denunziert. So manifestiert sich ein Ressentiment gegen Männer bis hin zum offenen Männerhass. Dies bewirkt eine tiefgreifende Spaltung der Gesellschaft, die es zu überwinden gilt.

Die Diktatur des Genderismus - Die Schaffung des neuen Menschen durch Gender

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Information icon.png Zum Thema Gender wurde ein ganzer Strauß an Begriffen erschaffen, ohne sie genau zu definieren. In WikiMANNia steht Genderismus für die Ideologie (wie etwa Feminismus oder Kommunismus), Gender Mainstreaming für die politische und Gender Studies für die (schein)wissenschaftliche Etablierung der Gender-Ideologie in der Gesellschaft, sowie Gendersprech für die Verankerung in der Sprache mit den damit verbundenen Sprachmanipulationen. (Siehe auch: Fachbegriffe des Genderismus)

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Die Die Diktatur des Genderismus - Die Schaffung des neuen Menschen durch Gender ist ein Vortrag von Inge M. Thürkauf, der im christlichen Magazin "Der Fels" abgedruckt wurde.


"Unser letztes Ziel ist jenes von Voltaire[wp][1] und der Französischen Revolution[wp]: Die vollkommene Vernichtung des Katholizismus und selbst der christlichen Idee"[2], heißt es in "Der ständigen Anweisung der Alta Vendita", einer italienischen Loge. Doch um die Kirche vernichten zu können, müssen zuerst die familiären Strukturen aufgelöst werden.

Das politische und gesellschaftliche Programm der neuen Ideologie Gender Mainstreaming, auf das sich sowohl die Europäische Union als auch die Vereinten Nationen[wp] verpflichtet haben, ist exakt dabei diese Auflösung vorzubereiten. "Durch Zersetzung der Familie, als dem Herd aller patriarchalischen Unterdrückung, vor allem der Versklavung der Frau" soll die Vater­gesell­schaft aufgelöst werden, damit wird der Weg freigemacht werden kann für den neuen Menschen, der dann im Paradies des Matriarchats seine neue und endgültige Herrschaft finden wird.[3]

Die klammheimliche Übernahme unserer Gesellschaft durch Gender Mainstreaming

Das Programm von Gender Mainstreaming scheint die ausgeklügelste Methode zu sein, das Ziel der "Denker" und "Kämpfer" des 18. Jahrhunderts zu erreichen. Die gegenwärtig aufgebrochene Diskussion um eine Gender gemäße Neu­orientierung sowohl der Geschlechter als auch von Ehe und Familie ist - menschlich gesehen - dazu geeignet, das "Christentum in seiner Gesamtheit"[4] auszulöschen. Gender Mainstreaming ist ein Projekt, das schleichend sich seit der 4. UN-Weltfrauenkonferenz[wp] 1995 in Peking nicht nur in unsere Gesellschaft, sondern auch in die Politik eingeschleust hat, und zwar weltweit, ohne dass sich die Bevölkerung der einzelnen Länder überhaupt darüber bewusst werden konnte. Im Laufe dieser Konferenz hat es sich gezeigt, dass der Begriff "Gender" eine neue Weltanschauung beinhaltet, die alle Unterschiede zwischen den Geschlechtern relativieren will, d. h. sie nicht als natur­gegeben, sondern als gesellschafts­bedingt versteht. "Gender" unterstellt, dass jede sexuelle Orientierung - heterosexuell, homosexuell, lesbisch, bisexuell und transsexuell - gleichwertig ist und gesellschaftliche Akzeptanz beanspruchen kann, ja sogar muss. Mit anderen Worten: jeder Mensch soll sein Geschlecht selbst wählen können, er soll selbst bestimmen, ob er Mann oder Frau sein will oder das, was immer gerade seinem augenblicklichen Empfinden entspricht, und niemand darf sich dieser freien Entscheidung entgegen­setzen, denn dies wäre eine Diskriminierung. "Mainstreaming" jedoch ist der "Hauptstrom", mit dem dieses neue Menschenbild durch Politik und Gesellschaft getrieben werden soll. Dieser beliebige Wandel des Geschlechts zielt auf das sensibelste Empfinden des Menschen, auf die Sexualität, und als Zielgruppe dieser Beliebigkeit wurde die Frau ins Visier genommen. Hinter allem steht der Gedanke, sie von jeglichen angeblich natur­gegebenen Verhaltens­weisen zu befreien. Den Gender-Ideologen war bewusst, dass das von allen überkommenen Vorstellungen befreite "ewig Weibliche" den Adam "hinanziehen"[5], ihn mitreißen wird in das, was die menschliche Psyche an Unordnung und Perversion in der Lage ist zu bieten.

Der Mensch sei, so das Diktum von Gender, nicht durch natürliche Anlagen festgelegt, sondern, durch das, was die Gesellschaft aus ihm macht, in Anlehnung an den oft zitierten Satz von Simone de Beauvoir: "Man kommt nicht als Frau zur Welt, man wird es".[6] Dieser Satz ist in seiner Absurdität kaum zu übertreffen und dem gesunden Menschenverstand völlig zuwiderlaufend. Dessen ungeachtet hat er Weltkarriere gemacht, und im radikalen Feminismus konkrete Formen angenommen. Nicht mehr das biologische Geschlecht, die Tatsache, dass der Mensch von Gott als Mann oder als Frau geschaffen wurde, ist von Belang. Die Gender-Ideologen reißen jegliche bisher geltende Normen ein und verwerfen die Differenzierung in Mann und Frau als eine Erfindung des "hetero-sexuellen Patriarchats", als ein soziales Konstrukt, da jedes Geschlechter­verhalten nicht angeboren, sondern erlernt sei. Was seit Anbeginn der Menschheit als "natürlich" und "normal" gegolten hat, die Zuordnung als Mann und Frau, soll nun von gesellschaftlichen Vorstellungen und Bestimmungen abhängen und - dies ist die Bedrohung für Ehe und Familie - durch Umerziehung geändert werden, um das zu kreieren, was zum Planziel materialistischer Biologen, Genetiker und Politiker gehört und schon seit Jahrzehnten vorbereitet wurde: den neuen Menschen, der reif werden soll für die neue Weltordnung, für die neue Welteinheits­religion. Die Umerziehung aber soll schon bei Kleinstkindern, spätestens aber im Kindergarten beginnen.

Die Realität "Gender"

  • Die "Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung", die dem Familienministerium von Frau Ursula von der Leyen untersteht, hat noch bis vor einem Jahr einen "Ratgeber für Eltern zur kindlichen Sexualerziehung" herausgebracht (er galt für die Altersgruppe vom 1. bis zum 3., und vom 4. bis zum 6. Lebensjahr[7]), der hundert­tausendfach kostenlos (finanziert mit Steuergeldern) verteilt wurde, in dem Eltern, Großeltern oder jene, denen die Pflege der Kinder anvertraut wurden, zur sexuellen Stimulation ihrer Kleinkinder aufgefordert wurden.[8]
  • In einer Schule in New York hat sich im Jahre 2006 ein Lehrer so sehr mit dem Wesen des Weiblichen identifiziert, dass er sich entschloss, eine Frau zu werden. Er ließ sich umoperieren und erschien in der Schule als Frau gekleidet mit der Aufforderung, ihn in Zukunft mit Missis und keinesfalls mehr mit Mister anzusprechen, er würde sich sonst sehr diskriminiert fühlen. Eltern, die ihren Kindern diese transsexuelle Erfahrung ersparen und sie in einer Parallelklasse unterbringen wollten, mussten sich sagen lassen, dass sie damit den ehemaligen Mister diskriminieren würden.[9]
  • Im Bundesstaat Colorado in den USA wurde durch Gesetz verfügt, dass an öffentlichen Orten nur noch gleichgeschlechtliche Toiletten existieren dürfen.[10]
  • Und in Kalifornien hat der dortige Gouverneur Arnold Schwarzenegger[wp] im Oktober 2007 ebenfalls ein Gesetz unterzeichnet, das den Jungen erlaubt, in den öffentlichen Schulen die Toiletten­räume der Mädchen zu benützen und die Mädchen jene der Jungen, wenn ihnen danach zumute ist. Sie dürfen keineswegs gehindert werden, dies zu tun. Der Präsident der "Kampagne für Kinder und Familie" bemerkt dazu: Damit hat Arnold Schwarzenegger uns jenen ausgeliefert, die unsere Kinder den alternativen sexuellen Lebensstil aufdrängen wollen. Es ist eine dreiste Attacke gegen die traditionellen Werte der Familie.[11]
  • Unter dem gleichen, von Schwarzenegger verabschiedeten Gesetz wird außerdem alles ausgeschlossen, was sich gegen Gender richten könnte, darunter gehören Homosexualität, Bisexualität und andere sexuelle Praktiken sowie das oben geschilderte Wechseln des Geschlechts und damit der Kleider von Mister zu Missis und umgekehrt, der "Fachausdruck" dafür heißt Cross-Dressing[wp]. Auch wird die Literatur in den Schulen durchforstet, ob sie nicht in irgendeiner Weise diskriminierende Vorgänge beschreibt, wie z. B. die Hochzeit zwischen einem Mann und einer Frau oder die Schilderung der Tatsache, dass der Mensch als Mann und als Frau geboren wird, und nicht als irgend etwas dazwischen. Wer sich gegen diese Selektierung der Lehrbücher wehrt, wird als "rassistisch" oder "sektiererisch" diffamiert.[12]
  • Das Oberste Gericht in Kalifornien hat einer lesbischen Frau Recht gegeben, die zwei Ärzte verklagte, weil diese sich geweigert haben, an ihr eine Fruchtbarkeits­behandlung vorzunehmen. Sie begründeten ihre Weigerung mit ihrer religiösen Überzeugung, die ihnen verwehre, einer Homosexuellen zu einem Kind zu verhelfen. Das Gericht befand, dass Religionsfreiheit wohl durch die Verfassung geschützt sei, dies jedoch die Diskriminierung einer Lesbierin nicht rechtfertigen dürfe. Ärzten ist es daher nicht länger erlaubt, homosexuellen Patienten aus religiösen Gründen eine Behandlung zu verwehren.[13]

Damit solche Szenarien wirksam werden können, bedarf es geistiger Umwälzungen, die Schritt für Schritt das Denken des Menschen - meist unbemerkt - verändern. Auch "Gender Mainstreaming" hat seine Geschichte, deren Kenntnis dazu beitragen kann, dessen Wesen besser zu erfassen. Die folgenden Ausführungen mögen helfen, die gegenwärtig aufgebrochene Diskussion um eine Entwicklung, die tief in das Wertefundament unserer Gesellschaft eingreift und dabei ist, dem Christentum - menschlich gesehen - den Todesstoß zu versetzen, in einem größeren Zusammenhang zu sehen.

Das umstrittene Experiment: der Mensch

1962 traten in London Genforscher vor die Öffentlichkeit der Welt, die Wegbereiter wurden für die von den meisten der heutigen Zeitgenossen noch kaum wahrgenommene Gender-Revolution. Was uns heute im Programm der Gender-Ideologen entgegentritt, wurde damals durch hochdotierte Wissenschaftler als "biologische Zukunft des Menschen" vor einer größtenteils unvorbereiteten Menschheit ausgebreitet. Mit dem als Ciba Foundation Conference bekannt gewordenen Symposium von 27 führenden Forschern der Biologie und Genetik, darunter auch Nobel­preis­trägern, wurde eine Tür aufgestoßen, die den Blick in die Laboratorien der Menschen­züchter freigab. Wir werden sehen, dass das scheinbar in Vergessenheit geratene CIBA-Symposium eine gespenstische Omnipräsenz besitzt.[14]

Ein zentrales Anliegen der anwesenden "Commis Voyageurs der Wissenschaft"[15] kam immer wieder zur Sprache: die Aufhebung der letzten intakt gebliebenen Institutionen Ehe und Familie. Keineswegs dürfen Maßstäbe, die gestern gültig waren, verewigt werden. Wer immer noch daran festhalte "macht aus unserem Dasein ein perfektes Museum. Oder ein Totenreich ohne Zukunft"[16], da die intellektuelle, wissenschaftliche und soziale Entwicklung des Menschen durch eine objektive Wahrheit (vor allem jene der katholischen Kirche) mit Gewalt unterdrückt würde.

Die ultima utopia der Wissenschaft

Wissenschaftler, die entscheidend dazu beigetragen haben, die eugenische und genetische Forschung voranzutreiben, sollen hier genannt werden:

Herman J. Muller

Hermann J. Muller[wp][17] hat schon 1927 auf einem Internationalen Genetiker-Kongreß davon gesprochen, die "Erb-Masse Mensch" zu ändern oder noch besser möglichst neu herzustellen, damit ein neuer Mensch geschaffen werden kann, um dadurch den Schöpfungsakt zu überbieten.[18]

Die künstliche Menscherschaffung, als die ultima utopia der Wissenschaft, die noch das naturwissenschaftliche Forschungsgebiet der Kernenergie und Weltraumfahrt übertreffen will, versteigt sich in den Wahn, den Menschen gentechnisch fit zu machen für die weitere technologische Entwicklung. Dies erst, so Muller, würde die Möglichkeit schaffen für eine Weltbeherrschung. Er gab der Genetik den Auftrag, durch die Erforschung der Gene die Evolution des Menschen, methodisch zu lenken und zu "beherrschen" und so radikal umzuformen, dass im Prinzip die Herstellung eines künstlichen Menschen damit gegeben sein würde."[19] Die Mittel, die dabei angewendet werden sollen, sind heute keine Utopien mehr. Muller verlangt nicht mehr und nicht weniger als die Aufhebung von Ehe und Familie, in dem er sie ihres Sinnes beraubt: der Zeugung und Aufzucht der Nachkommen. Damit ist die künstliche Zeugung durch In-vitro-Fertilisation[wp] angesprochen, die Befruchtung außerhalb des Mutterleibs, sie ist heute Routine geworden. Als Kurzformel könnte man zu dieser Art der Befruchtung sagen: Geschaffen, nicht gezeugt.[20] Aber es ist auch die Übernahme der Kinder durch den Staat angesprochen. Die heutige Sozialstaats­ideologie greift mit immer härteren Methoden nach den natürlichen Rechten der Eltern und Kinder.

Die wissenschaftliche Entwicklung, durch die der Mensch seine Evolution in die eigene Hand nehmen soll, muss, nach Muller, stufenweise intensiviert werden: von der Geburtenkontrolle über die Transplantation und Geschlechts­bestimmung des Eies zur totalen Kontrolle der "Kind-Produktion", die Austragung des künstlich befruchteten Eies, die Abtrennung der Zeugung vom Liebesleben (das wird heute vor allem durch die Sexualerziehung an der Schule vorangetrieben, dort wird, abgesehen von Ausnahmen, lediglich die Technik des sexuellen Aktes gelehrt, mit oft drastischem Anschauungs­material und nicht selten verheerenden Folgen für die weitere Entwicklung der Kinder). Die Ausschaltung und Zerstörung der Familie führt nach Muller über die Welteinheit aller Kulturen, Völker und Rassen (wir hören daraus schon den Plan zur Schaffung der einen Weltregierung). "Wenn der Mensch seine Evolution erst selber manipuliert, werden die höchsten Geister der Menschheit eine exakte Genetik entwickeln und damit ein gottgleiches Wesen erschaffen."[21] In den verschiedenen Vorträgen und Diskussionsforen des CIBA-Symposiums wurde diese Hybris des Sein-Wollen-wie-Gott beinahe von allen Rednern immer wieder hervorgehoben. In voller Überzeugung konnte daher Werner Arber[wp], Nobelpreisträger für Medizin 1978, in einer Presseinformation erklären: "Schließlich stellt sich die Frage, ob der Mensch genetisches Material verschiedenen Ursprungs nach seinem Belieben miteinander verknüpfen darf. Können dabei nicht vollkommen neue, bisher unbekannte Lebewesen entstehen? Der Forscher übernähme dabei die Rolle Gottes in der Schöpfungs­geschichte." [22]

"Hier sitze ich, forme Menschen nach meinem Bilde, ein Geschlecht, das mir gleich sei, zu leiden, zu weinen, zu genießen und zu freuen sich, und dein (Gott) nicht zu achten, wie ich!" - Johann Wolfgang von Goethe[23]

Es ist die alte Idee des Übermenschen von Prometheus[wp] über Nietzsche[wp] zu Hitler bis zur biologischen Utopie[wp] einer Züchtung des Übermenschen durch Kontrolle und Lenkung der menschlichen Evolution, damit der Mensch, dieses "schwächste Glied" diese "Fehlkonstruktion" dem Atomzeitalter besser gewachsen sei.

Sir Julian Huxley

Ein weiterer, nicht weniger bedeutender Wortführer des CIBA-Symposiums war Sir Julian Huxley[wp].[24] Er verwirft mit seinem "evolutiven Humanismus"[wp] konsequent alles Absolute, die absolute Wahrheit, die absolute Moral, die absolute Vollkommenheit, die absolute Autorität und propagiert eine Gentechnik, die alte Werte zerstört, ohne neue an ihre Stelle setzen zu können. "Darwin oder Gott", so Huxley, "denn die Welt (und das menschliche Hirn) habe nicht Platz genug für beide"[25] Wir müssen uns von der irrigen Annahme entfernen, zu glauben, dass es so etwas wie Wahrheit oder Tugend gibt.[26]

In seiner Vision über "Die Zukunft des Menschen" warnt er nicht nur vor der Gefahr der Bevölkerungs­explosion, die, um Heimat und Kultur zu retten, unbedingt einzudämmen ist, sondern auch vor einer ungünstigen Auswirkung der Genetik in unserer Zivilisation. Daher müssen eugenische Verbesserungen so "schnell als möglich" durchgeführt werden. Für die moderne psychosoziale Evolution ginge es viel zu langsam, wenn man nur die hoch­wertigen Individuen ermutigen würde, mehr Kinder zu zeugen. Die Eugenik wird schließlich Methoden wie orale Verhütungsmittel, künstliche Befruchtung und Vielfach­befruchtung durch tiefgekühlten Samen "von hoher genetische Qualität"[27] anwenden müssen. Wer jedoch wird die "hohe genetische Qualität" von der "minderen" trennen? Im Nationalsozialismus hat Huxleys Eugenik seine Vollstrecker gefunden.

Teilhard de Chardin

In diesem Zusammenhang ist es nicht unbedeutend, dass Huxley[wp] in seinen Visionen über die Zukunft des Menschen immer wieder seine Nähe zu Teilhard de Chardin[wp] bekundet. Nach Teilhard ist es wesentliche Aufgabe seines kosmischen Christus, die Evolution im Punkt Omega ans Ziel zu bringen, eine Evolution, der er, Christus, seiner Menschheit nach, selbst unterworfen sei. An Stelle der Auferstehung steht die Evolution, die Identifizierung von Materie und Geist. Anstatt der visio beatifica, der beseligenden Anschauung Gottes, erfahren wir das Eintauchen des individuellen Bewusstseins in das Allbewusstsein einer Übermenschheit. Ein Christus aber, der Anfang und Ende eines Prozesses der Evolution ist, und zur Weltenseele erkürt wird, hat aufgehört, Person zu sein.

Verhängnisvoll wird es, wenn diese sonderbare Logik im System Teilhards, welches das Fundament des menschlichen Lebens zerstört, nämlich die Person, in die Diskussion über die Abtreibung gerät. Etwas, das nicht Person ist, kann auch ohne weitere Skrupel abgetrieben werden. Teilhard hat hier einen zentralen Beitrag zur Tötung ungeborener Kinder geleistet.[28] Wolfgang Kuhn schreibt dazu: "Zu welch grauenhafter Entwürdigung des Menschen die Phantastereien Teilhards im Nationalsozialismus geführt haben, bedarf keiner besonderen Betonung mehr. Man versteht, dass es einem gerade bezüglich der Gedanken, die Teilhard zur Eugenik äußert, angst und bang wird. Teilhard ist schnell bereit, von wissenschaftlichen Tatsachen, ja Gesetzen zu sprechen wo es sich in Wirklichkeit nur um seine eigenen Konstruktionen und Wunsch­bilder handelt."[29]

Der in London erstellte Katalog von Forderungen und Visionen genetischer Utopien war die Einleitung eines Forschungs­prozesses, dem sich verblendete Wissenschaftler ohne Rücksicht und ohne Bedenken auf die sozialen, biologischen und politischen Auswirkungen verschrieben haben. Es ging ihnen dabei nicht um das Wohl des Menschen, sondern um die schrittweise "Verbesserung" des genetischen Fundaments im Dienst einer Neukonstruktion, um "Gott ähnlich zu werden". Teil dieser Neu­konstruktion müsse die Abschaffung der Zwei­geschlechtlichkeit sein (also die Tatsache, dass es Mann und Frau gibt). Mit der Abschaffung der Zwei­geschlechtlichkeit kann das neue Menschenbild Gender geschaffen werden, das jede sexuelle Orientierung als gleichwertig betrachtet.

Planned Parenthood - Pro Familia - Margaret Sanger

Nicht nur Huxleys[wp] "evolutiver Humanismus" war in London Bestandteil der Diskussion um den neuen Menschen, sondern auch seine eugenische Philosophie des wissen­schaftlichen Rassismus, der schon Jahre zuvor einen nachhaltigen Einfluss auf jene weltweite Geburten­kontroll-Bewegung genommen hat, die heute unter dem Begriff Planned Parenthood auf eine Gesellschaft hin arbeitet, in der so genannt archaische sexuelle Gesetze und irrationale Ängste vor Sex nicht mehr existieren.

Wie Jean-Paul Sartre[wp] in seiner Lebensgefährtin Simone de Beauvoir eine kongeniale Partnerin zur Ausbreitung seiner atheistischen Existenz­philosophie fand, so war für den Biologen Huxley die Gründerin von Planned Parenthood, Margaret Sanger, gewisser­maßen der verlängerte Arm seiner genetischen Denkmodelle, die bis heute unsere Gesellschaft prägen und die im Genderismus voll ausgelebt werden.

Die Aufgabe der Geburtenkontrolle, wie sie Margaret Sanger verstand, war zunächst die Bekämpfung der Gesetze, die Verhütungs­mittel verbieten. Sie gründete das nach ihr benannte "Margaret-Sanger-Forschungszentrum", das die Entwicklung der Pille und der Spirale finanzierte und hatte damit, in Verbindung mit Sterilisation und Abtreibung einer Verhütungs­revolution Vorschub geleistet, die im Begriff ist, die unaufhaltsame Selbst­aus­löschung der Industrie­nationen herbeizuführen. Das traditionelle Verständnis von Ehe war für sie ein zu bekämpfendes Übel. Nicht Gesetz oder Tradition heiligen die Ehe, sondern allein die individuelle sexuelle Befriedigung, denn "körperliche Liebe ist ein höheres Gebot als das bloße Gesetz".[30] Zur "Verbesserung" des genetischen Potentials forderte Margaret Sanger die Sterilisation der armen Bevölkerung, um - ganz im Sinne Darwins Überleben des Stärkeren und im Sinne der ihr bekannten Genetiker - eine Rasse von "Vollblütlern" hervorzubringen: "Mehr Kinder von Tüchtigen, weniger von Versagern."[31]

Margaret Sangers Gedankenkonstruktionen deckten sich völlig mit Hitlers Theorien zur Züchtung einer arischen, rassisch hochstehenden Elite. Massen­sterilisation und Euthanasie[wp] von angeblich untauglichen Menschen rechtfertigten die Nationalsozialisten mit der Rassenhygiene[wp], die nachweislich aus dem Programm der Geburten­kontroll­bewegung Margaret Sangers stammte. Nach Bekanntwerden der logischen Konsequenzen von Hitlers Herrenmenschentum wandelte man den Begriff "Geburten­kontroll­bewegung" um in die irre­führende und schön­färberische Bezeichnung "International Planned Parenthood Federation"[wp] (IPPF) (Verband für geplante Elternschaft), deren Strategie es war, in den folgenden Jahren mit Hilfe der Vereinten Nationen[wp] die radikalen Ideen über Familien­planung, verpflichtende Sexualerziehung an den Schulen, Abtreibung und Sterilisation durchzusetzen und sie in politische Programme zu integrieren. Der deutsche Zweig der IPPF ist das Gründungsmitglied Pro Familia ("für die Familie").

Feminismus und New Age als Vorreiter des Genderismus

Die Bewegung, die der Gender-Diskussion den Weg geebnet hat, ist der Feminismus. Vor allem der radikale oder Gender-Feminismus in Verbindung mit der Bewegung von New Age[wp] hat in den letzten Jahrzehnten die Umformung oder besser die Umerziehung der öffentlichen Meinung intensiviert, als eine die Gesellschaft verändernde Bewegung auf der Grundlage eines New-Age-Menschenbildes, das die Vorbereitung war zum Menschenbild des Genderismus. Es ging und geht den Gender-Feministinnen keineswegs um die Beseitigung von Ungerechtigkeit der Frau z. B. im Berufsleben. Im Gegenteil, die Forderung nach Gleichberechtigung ist ihnen ein Dorn im Auge, denn wo für die Gleich­berechtigung gekämpft wird, verlieren sie ihr eigentliches Ziel: die weibliche Macht in sämtlichen Bereichen der Gesellschaft - unter Ausschaltung der Männer - zur Geltung zu bringen. Gender Mainstreaming ist exakt das Kontroll­instrument zur Aufhebung der Männer­dominanz. Familie, Mutterschaft und Schwangerschaft werden von den radikalen Feministinnen als Diskriminierung der Frau angesehen. Die Schwangerschaft sei barbarisch, als gesund könne man sie auch nicht bezeichnen.[32] Es war dann auch die feministische Bewegung, die sich von Anfang an einig war im Kampf um die Freigabe der Abtreibung. Millionen Ungeborener wurden in den letzten Jahrzehnten abgetrieben. Wir sterben aus, die westlichen Länder leiden unter der so genannten demographischen Katastrophe und noch immer hat kein Umdenken stattgefunden. Auf der einen Seite wird für die Abtreibung gekämpft, auf der anderen Seite will man die künstliche Fortpflanzung in Anspruch nehmen. Wie dekadent muss eine Gesellschaft sein, um die Schizophrenie darin nicht zu erkennen. Es geht auch hier den Gender-Feministinnen unverblümt um die Zerstörung der Familie, um die Zerstörung des Männlichen und Weiblichen, denn, das Ende der biologischen Familie, so heißt es in einem Studien­programm, wird auch dem Bedürfnis für sexuelle Unterdrückung ein Ende bereiten. Es wird angestrebt, dass außereheliche, homosexuelle, lesbische Lebensweisen gesetzlich verankert und nicht lediglich toleriert werden. Die feministische Gleichheit bedeutet nicht nur Gleichheit vor dem Gesetz oder Gleichheit in der Befriedigung von Grund­bedürfnissen, sondern, dass Frauen keine Kinder austragen müssen. Die Zerstörung der biologischen Familie erlaubt das Emporkommen neuer Frauen und Männer, die sich von allen bisher existenten Menschen unterscheiden. "Solange menschliche Wesen nicht in der Retorte entstehen, sondern von Frauen zur Welt gebracht werden müssen, so lange bleibt die Frau dem Manne gegenüber von vornherein im Nachteil." Daher wird statt der natürlichen Kinder­zeugung die künstliche Befruchtung proklamiert, also In-vitro-Fertilisation[wp]. Außerdem verlangt die Strategie der Gender-Feministinnen, dass diese von ihnen geforderten Rechte als Weiter­entwicklung der von der UNO geschützten Menschenrechte akzeptiert werden und benutzt die UNO, um dieses Recht weltweit zu forcieren.

Die eugenische Praxis

Die in London als "Spiel der Möglichkeiten" angesteuerte "künstliche Befruchtung" hat im heutigen Wissenschaftsbetrieb konkrete Formen angenommen: Nach einem Bericht in der britischen Tageszeitung "Times" aus dem Jahre 2003 hat ein lesbisches Paar bei einem Unternehmen, das auf der Webseite "ManNotIncluded.com" (Mann nicht inbegriffen) abgerufen werden konnte, unter Angabe der Hautfarbe, Größe und Haarfarbe, beruflichen Qualifikationen und Hobbys das Sperma eines anonymen Spenders bestellt, der "sehr gesund war, braune Haare und blaue Augen" hatte. Das Sperma wurde per Post frei Haus geliefert. Die künstliche Befruchtung konnte das Paar somit selbst vornehmen. Da die Reproduktions­mediziner in Homosexuellen und Lesben zukunfts­trächtige Zielgruppen sehen, wurde mit dem in England praktizierten Verfahren eine wichtige Hürde genommen.[33]

1965, also drei Jahre nach dem Londoner Symposium, entwickelte John Money, Psychiater am Johns-Hopkins-Krankenhaus[wp] in Baltimore, USA, seine eigene Gottähnlichkeit und nahm auf seine Art sich konkret der "biologischen Zukunft des Menschen" an. Sexualität war - so könnte man sagen - sein Arbeitsgebiet und sein Spezialfach das Krankheitsbild von Trans-[wp] und Intersexuellen. Daraus entwickelte er, im Sinne von Simone de Beauvoir, die Theorie, dass ein Mädchen erfolgreich zu einen Mann und ein Junge ebenso erfolgreich zu einer Frau erzogen werden könne.

In einem aufsehenerregenden Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 7. September 2006[34] berichtete Volker Zastrow von einem Experiment Moneys mit den eineiigen Zwillings­brüdern Bruce und Brian Reimer aus Kanada. Bei der Beschneidung mit einem elektrischen Instrument durch den Arzt wurde der Penis des einen Zwillings so schwer verbrannt, dass "das Glied sich schwärzte und bald vollständig abfiel". Die verzweifelten Eltern hofften mit einer operativen Geschlechtsumwandlung, die ihnen von Money vorgeschlagen wurde, ihrem Sohn ein einigermaßen normales Leben bieten zu können.

Im Fall dieses Knaben Bruce glaubte nun der Psychiater Money seine Theorie erhärten zu können, dass man aus Männern ohne weiteres Frauen basteln könne. Es ging ihm letztlich darum, den Beweis zu erbringen, dass die Geschlechtsidentität durch Erziehung entsteht und mit der biologischen Geschlechtlichkeit nichts zu tun habe und unterzog den inzwischen 22 Monate alten Bruce einer operativen Geschlechts­umwandlung. Auf seine Anordnung hin war das Kind nun strikt als Mädchen zu erziehen. Doch mit beginnender Pubertät meldete sich der Mann in diesem umgestalteten Jungen, und er interessierte sich für Mädchen, da halfen weder die operative Geschlechts­umwandlung noch die Hormone, die diese bedauernswerte Kreatur schlucken musste. Der Psychiater Money diagnostizierte jedoch sein Verhalten als lesbische Veranlagung.

Als man ihm endlich die Wahrheit eröffnete, wollte er von da an nur noch als Junge leben. Statt weiblicher Hormone nahm er nun männliche, ließ sich wieder, soweit dies überhaupt möglich war, umoperieren und heiratete sogar. 26 Jahre lebte er sodann als Mann, doch im Frühjahr 2004 erschoss er sich mit einer Schrotflinte. Sein Zwillingsbruder Brian hatte sich schon ein Jahr zuvor mit Tabletten das Leben genommen.

Der Psychiater Money jedoch hat in all den Jahren, in denen er diesen unglücklichen Jungen behandelte, seine angeblich wissenschaftlichen Erfolge einer operativen Geschlechts­umwandlung an einem Kind, das eindeutig männliche Geschlechts­merkmale aufgewiesen hat, in populär-wissen­schaftlichen Lehrbüchern und Publikationen veröffentlicht. Seinem Hauptwerk, das 1973 herauskam, gab er den Titel "gender identity". Auch in der Presse wurde sein "Fall" aufgenommen und als Beweis für die Gender-Theorie herangezogen: In der New York Times Book Review konnte man lesen: "Wenn man einem Jungen sagt, er sei ein Mädchen und wenn man ihn als Mädchen erzieht, dann wird er sich weiblich verhalten".

Durch einen verantwortungslosen und ehrgeizigen Forscher und seine Helfer wurde die "Erbmasse" Mensch zum Gegenstand von Experimenten erniedrigt und die angeblichen Erfolge durch die Medien künstlich aufrecht erhalten. Ohne diese "Pionierarbeit" Moneys hätte jedoch die Gender-Theorie wohl kaum 1993 in die weltweite Frauenpolitik und in die bürokratische Alltagssprache der EU-Länder Eingang finden können. Die Wissenschafts­gläubigkeit der Medienleute und ihrer Konsumenten haben ein Übriges getan, dass die "Fehlkonstruktion" Mensch zum Gegenstand einer bejubelnden Manipulation werden konnte.

Gender als "Wissenschaft"

Jede Ideologie will sich mit dem Mantel der Wissenschaftlichkeit schmücken, so auch der Genderismus. Die meisten Universitäten weltweit unterhalten Institute für Gender Studies, wo Modelle entwickelt und gelehrt werden, bei denen die ganze Gender-Agenda Gegenstand des Studiums ist, inklusive die Möglichkeit, zwischen fünf verschiedenen Geschlechtern zu unterscheiden, statt zwischen biologisch zwei. An einigen Universitäten ist es sogar möglich geworden, einen Abschluss in Gender als Hauptfach zu erlangen.

Die Tatsache, dass das Gender-Prinzip vor allem auf der intellektuellen Ebene abgehandelt wird, macht es für den "Mann auf der Straße" so schwer zu erkennen, wo die Gefahr liegt. Doch die unmittelbaren Folgen einer universitären Ausbildung, die die Zerstörung moralisch-ethischer Werte zum Inhalt hat, bekommen wir alle zu spüren. "Von dem, was man heute an den Universitäten denkt, hängt ab, was morgen auf den Plätzen und Straßen gelebt wird!", schreibt der Philosoph José Ortega y Gasset[wp][35], oder - so kann man hinzufügen - von dem, was in die politischen Programme aufgenommen wird. Und dies ist nicht wenig!

Gender in der Politik

Die Pläne der in London versammelten Wissenschaftler enthielten auch die Forderung, ihre wissenschaftlichen Ergebnisse über die Schaffung des Neuen Menschen in politische Programme einzubinden. Dass dies schon seit über zehn Jahren erfolgreich durchgeführt wurde, beklagt der Biochemiker Erwin Chargaff[wp] in einem seiner letzten Bücher: Die Wissenschaftler würden alles unternehmen, um sich die Rechte ihrer Forschungsergebnisse zu sichern. "Sie beraten Regierungen und flüstern ihnen zu, welche Förderprogramme aufzulegen und welche Gesetze abzuschaffen sind. Sie sind Unternehmer und Lobbyisten in eigener Sache. Statt um pure Erkenntnis ringen sie heute vornehmlich um den größtmöglichen Profit."[36]

Seit 1996 ist Gender Mainstreaming als Strategie zur Durchsetzung von Chancengleichheit zwischen den Geschlechtern in allen EU-Staaten verbindlich. Sie beinhaltet für alle politisch-administrative Systeme die Verpflichtung, ihre eigenen Programme, Entscheidungen und Regelungen daraufhin zu prüfen, ob sie (etwa indirekt) ein Geschlecht benachteiligen. Gender Mainstreaming wurde zu einem politisches Konzept, mit dem in der Berufsarbeit systematisch geschlechts­bezogene Benachteiligungen aufgespürt werden können. 1999 hat die Bundesregierung "Gleichstellungspolitik mittels der politischen Strategie des Gender Mainstreaming als durchgängiges Leitprinzip und Querschnitts­aufgabe" festgelegt.[37]

Ziel der Gender-Ideologen ist eine klassenlose Gesellschaft, die sich vor allem von der grundlegendsten Klasse befreien will: von der Klasse des Geschlechts. Daher eine 50/50-Quotenregelung für Männer und Frauen für sämtliche Arbeits- und Lebens­bereiche. Manche sprechen sogar von 70/30, also 70 % Frauen, 30 % Männer. Die Männer jedoch sollen dazu bestimmt werden, 50 % der Säuglings- und Kinderpflege zu übernehmen. Alle Frauen müssen aber mit oder ohne Kinder jederzeit einer vollzeitigen Erwerbstätigkeit nachgehen. Die Kinderbetreuung und -pflege übernimmt der Staat.

Die Welt ist allerdings nicht besser geworden, seit Frauen sich Positionen in Wirtschaft und Politik erobert haben. Es sind Frauen, die die Abtreibungsgesetze in die Wege leiten und befürworten - bis kurz vor der Geburt. Es sind Frauen, die sich für das embryonale Stammzellengesetz stark gemacht haben. Damit soll jedoch nicht gesagt werden, dass Frauen an verantwortungs­vollen Posten nicht gute Arbeit leisten können, darum geht es hier nicht. Es ist der Zwang zur Quotenregelung um jeden Preis, gegen den wir uns wenden müssen, weil damit ganz gezielt die Zerstörung der Familie vorangetrieben wird.

Wie weit die Diktatur des Genderismus schon gediehen ist, zeigt ein Blick auf den "Entschließungsantrag" des Europäischen Parlaments vom 11. Januar 2006. Dort wird Homophobie, "die irrationale Furcht vor und Aversion gegen Homosexualität und schwule, lesbische, bisexuelle und transsexuelle Menschen", gleichgestellt mit Rassismus, Xenophobie und Antisemitismus.

Nach dem Programm der Gender-Ideologen soll das Konzept Gender in das gesamte Bildungswesen, vom Kindergarten über die Schule bis zur Hochschule und an das gesamte Aus- und Weiter­bildungs­system integriert werden. Am Ende soll das stehen, was in einem politischen Programm der SPD formuliert wurde: "Wer die menschliche Gesellschaft will, muss die männliche überwinden."[38][39][40] Die Ablehnung alles Männlichen scheint immer groteskere Formen anzunehmen. Anlässlich der 51. Session am Sitz der Vereinten Nationen in New York forderte die "Kommission für die Stellung der Frau" die Einstellung jeglicher Form von Diskriminierung gegenüber dem weiblichen Geschlecht - vor allem würde die Abtreibung eine lautlose Form der Diskriminierung darstellen. Es ging den Feministinnen jedoch nicht um die Ablehnung der Abtreibung im Allgemeinen. Wogegen sie sich wehrten ist der Kindermord (wie sie sich ausdrückten) des weiblichen Fötus. Der männliche Fötus hingegen kann ohne weiteres abgetrieben werden. Es ist eine Welt des absoluten Wahnsinns, die sich uns hier geöffnet hat.

Die Familie im sozialistischen Programm

Nach den Vorstellungen von Engels[wp] und Lenin[wp] sah das sozialistische Programm vor, die Privathaushalte möglichst aufzulösen, die Frauen zur Arbeit zu zwingen und die Kinder in Heimstätten unterzubringen. Für den Marxisten Wilhelm Reich[wp] war die monogame Dauerehe der Kern der Zwangsfamilie, sie müsse daher abgeschafft werden, da die sexuellen Bedürfnisse der Menschen die Fesseln traditioneller Normen sprengen. Darüberhinaus mache das Einspannen von Mann und Frau in den Produktionsprozess die Familie auf jeden Fall überflüssig. Um die Revolution erfolgreich durchführen zu können, müsse der Jugend sexuelle Freiheit gewährt werden. Durch die zu erwartende Eheunfähigkeit würden Ehe und Familie somit automatisch untergehen. Nach Wilhelm Reich muß die Neuordnung des geschlechtlichen Lebens mit der Umerziehung des Kindes beginnen. Es sieht tatsächlich danach aus, als ob wir die in der ehemaligen Sowjetunion durchgezogenen Praktiken mit Eifer nachholen möchten.

Zusammenfassung

  1. Drastische Reduzierung der Weltbevölkerung. Förderung homosexuellen Verhaltens wird ganz entschieden zur Reduzierung der Weltbevölkerung beitragen.
  2. Abschaffung der Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Für die rechtliche Bestimmung des Geschlechts der Menschen dürfen nicht mehr die äußeren Geschlechts­merkmale ausschlaggebend sein, sondern nur noch das subjektive Empfinden des Menschen.
  3. Abschaffung der Vollzeit-Mütter.
  4. Freier Zugang zu Verhütung für alle, auch für Jugendliche. Abtreibung (nach neuer Sprechweise "reproduktive Gesundheit") soll Menschenrecht werden.
  5. Sexualkundeunterricht für Kinder und Jugendliche, der zu sexuellem Experimentieren ermutigt. Es ist die Absicht der Gender-Ideologen, das sexuelle Empfinden der Jugend so zu manipulieren, besonders durch die verpflichtende Sexualerziehung in der Schule, durch den ganzen Einfluss der Medien, der Jugendliteratur, der Musik, dass ihre Haltung zu Ehe und Familie gestört, wenn nicht gar verunmöglicht wird. (1951 formulierte Bertrand Russell[wp], Philosoph, Mathematiker und Nobelpreis­träger für Literatur 1950, was heute offensichtlich geworden ist: Es steht zu hoffen, dass eines Tages jeder jeden zu allem überreden kann, wenn er seine Patienten (so bezeichnete er die Jugend) nur jung genug in die Hände bekommt und vom Staat mit genug Geld und dem erforderlichen Apparat versehen wird.)
  6. Abschaffung der Rechte der Eltern über ihre Kinder.
  7. Eine 50/50-Männer/Frauen-Quotenregelung für alle Arbeits- und Lebensbereiche. Unterschiedliche Begabungen sollen als "Geschlechterstereotype" gebrandmarkt werden.
  8. Alle Frauen müssen zu möglichst allen Zeiten einer Erwerbsarbeit nachgehen.
  9. Religionen, die diese Ideen nicht mittragen, sollen der Lächerlichkeit preisgegeben werden. Eine der perfidesten Methoden, um einen Menschen mundtot zu machen, ist, ihn dem Gespött auszuliefern. Wenige halten diesem Druck stand. Jene, die verstehen, dem Gelächter der Welt entgegen­zutreten, erfahren massive Bedrohungen, sie werden als Fundamentalisten, als Sektierer, als Rassisten diffamiert, ausgegrenzt oder strafrechtlich verfolgt.

Die Schaffung des "Neuen Menschen" durch Gender Mainstreaming ist der vorläufig letzte Angriff auf den christlichen Glauben, auf die christliche Familie. Es ist eine substantielle Entwürdigung des Geschöpfs und des Schöpfers, eine folgenschwere Missachtung der gottgegebenen Ordnung. Es scheint, dass wir nach dem "Mythos des 20. Jahrhunderts" mit seinem totalitären Regime des Nationalsozialismus in die "Neue Weltordnung der Sexualität"[41] als den Mythos des 21. Jahrhunderts eingetreten sind, in der ein von allen Bindungen befreiter, emanzipierter Mensch den neuen Totalitarismus in der Gestalt von Gender Mainstreaming vorbereitet.

Was ist über uns gekommen, dass wir im Begriff sind, die "Civitas Dei" mit einer "Civitas Gendri", d. h. mit einer "Civitas Diaboli" vertauschen wollen? "Wir haben Gott vergessen, und darum ist alles so gekommen", wäre auch heute wieder die Antwort von Alexander Solschenizyn[wp]. In seiner Londoner Rede 1983 sprach er vom mangelnden Bewusstsein für die Erhabenheit des Göttlichen und der dadurch hervorgerufenen allgemeinen Umnachtung der Völker, die zu den geistigen Erschütterungen im letzten Jahrhundert geführt haben. "Die Apokalypse unserer materialistischen Epoche, deren Wurzeln bis in die Tiefe der Geschichte hinabreichen, ist das letzte Stück des Kreuzweges der Menschheit ins verwirklichte Christentum."[42]

Einzelnachweise

  1. Voltaire[wp] prägte in seinem unversöhnlichen Hass gegen die Kirche das Wort: Ècrasez l'infâme! - Löscht sie aus, die Verruchte!
  2. John Vennari: Die ständige Anweisung der Alta Vendita, Rex Regum Verlag, 2000, S. 14
  3. Gottfried Künstlen: Der neue Mensch, Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen, 1982
  4. Marilyn Ferguson[wp]: Die sanfte Verschwörung, Basel, 1982
  5. Johann Wolfgang von Goethe[wp]: Faust, Gesammelte Werke, Bd. II, S. 362
  6. Simone de Beauvoir: Das andere Geschlecht, Hamburg TB, 1968
  7. "Körper, Liebe, Doktorspiele" - Ein Ratgeber für Eltern zur kindlichen Sexualentwicklung: Pdf-icon-intern.svg 1.-3. Lebensjahr, Pdf-icon-intern.svg 4.-6. Lebensjahr, Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
  8. Dank dem Mut der deutschen Wochenzeitung "Junge Freiheit" einen Artikel der ebenso mutigen Gabriele Kuby abzudrucken, die diesen widerwärtigen "Ratgeber" entlarvte, wurde die Öffentlichkeit auf diesen Skandal aufmerksam und Frau von der Leyen musste die Broschüre zurückziehen.
  9. Gabriele Kuby: Die Gender Revolution, Kißlegg 2006, S. 51
  10. dito
  11. Paul M. Weyrich in Newsmax.com vom 26. Oktober 2007
  12. dito
  13. Vision 2000, September 2008
  14. Unter dem Titel "Das umstrittene Experiment: der Mensch - Elemente einer biologischen Revolution" erschien in der Sammlung "Modelle für eine neue Welt" die deutsche Übersetzung des Tagungsberichts des CIBA-Symposiums, Verlag Kurt Desch, München 1966. Titel der engl. Ausgabe: "Man and his future". (Im Folgenden "Experiment" genannt.)
  15. Zitat von Erwin Chargaff[wp] in Max Thürkauf: "Endzeit des Marxismus", Stein am Rhein, 1987, S. 61
  16. Experiment S. 412
  17. Hermann J. Muller[wp], Zoologe, Leiter des Instituts für Genetik in Moskau 1933-37, Nobelpreis für Physiologie und Medizin 1946
  18. Friedrich Wagner[wp]: Die Wissenschaft und die gefährdete Welt. Eine Wissenschaftssoziologie der Atomphysik., 2. ergänzte Auflage, München, 1964, S. 227f.
  19. dito S. 230
  20. Bruno Hügel: Künstliche Befruchtung - ein Ausweg bei Unfruchtbarkeit?, Schriftenreihe der Aktion Leben e.V., Nr. 6
  21. Wagner S. 231
  22. Max Thürkauf: Endzeit des Marxismus, Stein am Rhein, 1987, S. 60
  23. Johann Wolfgang von Goethe[wp]: Gedichte, Gesammelte Werke, Bd. I, S. 69
  24. Sir Julian Huxley[wp] (1887-1976), engl. Biologe und Genetiker, 1. Generalsekretär der UNESCO, Vize-Präsident der Gesellschaft für die Reform der Abtreibung und Bruder von Aldous Huxley[wp], der durch seinen Welterfolg "Schöne, neue Welt" bekannt wurde. Aldous Huxley kannte die Forschungs­arbeiten seines Bruders Julian und war zeitweise auch sein Inspirator.
  25. Spiegel von 26. Dezember 1962, Nr. 52, S. 52
  26. Experiment S. 42
  27. dito S. 48
  28. Diese Gedanken sind entnommen aus: Hans-Eduard Hengstenberg: Mensch und Materie - Zur Problematik Teilhard de Chardins, W. Kohlhammer, 1965
  29. Max Thürkauf: Die Gottesanbeterin, Stein am Rhein, 1984, S. 191
  30. Elasah Drogin: Margaret Sanger - Gründerin der modernen Gesellschaft, Schriftenreihe der Aktion Leben e.V., Heft 1, S. 16
  31. dito S. 13
  32. Shulamith Firestone: Frauenbefreiung und sexuelle Revolution, Frankfurt 1975, S. 185
  33. Stefan Rehder: Unfruchtbarkeit für alle, Die Tagespost, Nr. 81 vom 10. Juli 2003, S. 9
  34. Volker Zastrow: "Gender Mainstreaming": Der kleine Unterschied, Frankfurter Allgemeinen Zeitung am 7. September 2006
  35. Gabriele Kuby, S. 33
  36. Stefan Rehder: Gott spielen - Im Supermarkt der Gentechnik, München 2007
  37. Frauen in der internationalen Forschung, Bundesministerium für Bildung und Forschung am 6. März 2012
  38. Zeitschrift für Frauenforschung, Geschlechterstudien, Heft 1 u. 2/2002, S. 31
  39. Nico Fried: SPD: Geschlechterkrampf, Süddeutsche Zeitung am 11. Mai 2010
  40. Pdf-icon-intern.svg SPD-Grundsatzprogramm, 28. Oktober 2007 Beschlossen auf dem Hamburger Bundesparteitag, Seite 41 letzter Absatz
  41. Alain Toulza: Le nouvel ordre mondial de la sexualité, Paris 2008
  42. Max Thürkauf: Wissen ist noch lange nicht Weisheit, Stein am Rhein, 2005, S. 73
Der Gerade Weg: "Diktatur des Genderismus - Die Erschaffung des Neuen Menschen durch Gender"
Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Zusammenfassung (im Mai 2010)

Querverweise