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Sascha Lobo

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Sascha Lobo
Sascha Lobo-0030.jpg
Geboren 11. Mai 1975
Beruf Journalist
URL saschalobo.com
Twitter @saschalobo

Sascha Lobo (* 1975) ist ein argentinisch-deutscher Autor, Publizist und Journalist, der für seine Redseligkeit und seinen Männerhass bekannt ist. Er betätigte sich sowohl während als auch nach der vermeintlichen Corona-Pandemie als Propagandist der staatlichen Corona-Politik.

Privates

Sascha Lobo ist der Sohn einer deutschen Mutter und eines argentinischen Vaters. Er ist in Berlin-Wilmersdorf aufgewachsen.

Beiträge

Lobo hat 2006 zusammen mit Holm Friebe die Verwendung des Begriffs "Digitale Bohème"[wp] im Deutschen geprägt und durch einen Vortrag auf der re:publica 2010 zur Etablierung des Anglizismus "Shitstorm" beigetragen.

In der Talkshow Maybrit Illner[wp] unter dem Titel "Worte, Wut, Widerspruch - Hass verbieten, Meinung aushalten?" im November 2019 sprach sich Lobo für eine Regulierung bestimmter Meinungen aus ("Ich glaube, dass wir eine bestimmte Form von Regulierung der Meinung brauchen").

Zitat: «Es handelt sich bei den meisten Trollereien um eine Fortsetzung des Klingel­streichs mit den Mitteln des 21. Jahrhunderts.»[1]
Zitat: «Das große Problem der Netzgeneration ist doch, dass es kein Zweitinternet gibt, wohin man umziehen könnte, wenn man hier alles verbockt.»[2]

Nazitheoretiker

Zitat: «Sascha Lobo ruft in einer Kolumne dazu auf, jeden, der anderer Meinung ist als er selbst, als Nazi zu kategorisieren. Und damit ist dann für jeden, der anderer Meinung ist, so eine Quasi-Rechtfertigung dafür geschaffen, ihm Rechner und Daten wegzunehmen. Die Denkweise: Jeder außer uns ist ein Nazi, und Nazis bestraft man. Wir sind die einzig Guten.»[3][4]

Lumpentheoretiker

Zitat: «Auf der anderen Seite steht ein substanzieller Teil der Friedensbewegung[wp], die ich den deutschen Lumpen-Pazifismus nennen möchte. Es handelt sich dabei um eine zutiefst egozentrische Ideologie, die den eigenen Befindlichkeitsstolz über das Leid anderer Menschen stellt.

Lumpen-Pazifisten mögen mit der Realität nicht besonders viel anfangen können, aber sie sind nicht in erster Linie naiv, wie ihnen oft vorgeworfen wird. Naivität ist unangenehm, aber keine Schande. Lumpen-Pazifisten sind zuvorderst selbstgerecht. Es sind Menschen, die sich eine Jacke anziehen und sofort vergessen, was es heißt zu frieren. Menschen, die ihren Stuhlkreis-Prinzipien auch um den Preis des Lebens Dritter folgen. Menschen, die im Angesicht des russischen Angriffshorrors in der Ukraine nichts tun wollen, genau: nichts. Kurz, es sind Menschen wie der Friedens­beauftragte der evangelischen Kirche in Deutschland, Bischof Friedrich Kramer. Er sagt auf die Frage, wie man auf die Kriegsverbrechen des Diktators Putin in der Ukraine reagieren solle: "Manchmal können wir alle nur hilflose Zuschauer sein. Und das ist vielleicht gut so." Es scheint mir kaum möglich, die eigene Ungerührtheit im Angesicht tot gebombter Kinder noch maliziöser zu feiern.»[5]

Pest-Experte

Sascha Lobo warnt davor, dass in Deutschland Millionen Menschen der "Denkpest" zum Opfer gefallen sind.[6][7][8]

Hetzer des Corona-Regimes

Spiegel-Kolumnist Sascha Lobo hat zu hoch gepokert: Während des Corona-Regimes gehörte er Kolumne um Kolumne zu den schlimmsten Hetzern des Landes gegen Ungeimpfte und Maßnahmen-Kritiker. Jetzt bleibt er dabei bis zum bitteren Ende.

Irgendwann in der letzten Zeit - vollkommen gleich wann - muss Lobo einen für ihn besonders schmerzhaften kurzen Moment geistiger Klarheit gehabt haben. Da hat der Pseudo­punker aus Berlin kapiert, dass er sich übel vergaloppiert hat.

Die Fragen nach Verantwortlichen und Tätern des Corona-Regimes werden immer lauter, sie sind längst bei den etablierten Medien angekommen. Aber wie wird Mitschuld in diesem Bereich gemessen? Möglicherweise nach Auflage und Klickzahlen. Der Spiegel hat immer noch besonders hohe Lesezahlen. Also auch Sascha Lobos Kolumne. Und deswegen muss ihm unwohl geworden sein.

Das kennt Lobo womöglich noch vom Berliner Schulhof: Wer auf dicken Maxe macht und austeilt, sollte sicher sein, dass das Gegenüber nicht mehr aufsteht. Aber noch viel mehr sollte er sich vergewissern, dass die Kumpel und Claqueure seiner Quälereien noch hinter ihm stehen und nicht das Weite gesucht haben, während man weiter die Backen unter der roten Bürste aufbläht.

Lauterbach vorneweg, aber auch Vertreter der Corona-Regime-Medien suchen ihr Heil bereits in der Flucht: Der gescheiterte Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) forderte jüngst schon einen Corona-Unter­suchungs­ausschuss. Dieser Wind of Change hat ein paar Wendehälsen tüchtig ins struppige Gefieder geblasen. Aber der Obergockel oben auf dem Mist bleibt, wo er ist. Hat er von all dem noch nichts mitbekommen?

Hämisch dreckig titelte Sascha Lobo gestern: "Pandemie-Verschwörungs­erzählungen - Die ewige Wut der Corona-Gekränkten".[9] Höhnisch trompetet Lobo, die Pandemie sei doch längst vorbei, das hätte doch auch Staatsvirologe Drosten[wp] gesagt.

Aber Lobo nennt ihn nicht so, bei ihm ist Drosten der "Deuter und Wissenschafts­kommunikator der Corona-Pandemie". Das klingt noch lustiger - vor allem deshalb, weil Lobo das ernst meint. Weil Drosten das Ende verkündet hatte, war es auch für den Kolumnisten "in der Wahrnehmung irgendwo zwischen Erkältung und Grippe angekommen".

Dummheit schützt vor Schuld nicht? Großkotzigkeit allerdings auch nicht. Lobo meint, dass Corona nur für zwei Gruppen nicht vorbei sei: Für Long-Covid-Patienten und ... nein, die mRNA-Geschädigten (PostVac) lässt der Hetzer natürlich weg. Er meint " ... die Menschen, die während der Pandemie umgezogen sind in eine düstere Fantasiewelt, also Querdenker*innen, Verschwörungs­theoretiker*innen, Esoteriker*innen".

Das muss man nicht mehr kommentieren, psychologisch entspricht das dem Bild des Ertappten, der jene noch lauter anbrüllt, die ihm auf die Schliche gekommen sind. Charakterlich ist das drei Etagen unter dem Gully. Aber wer hätte hier etwas anderes erwartet?

Geradezu lachhaft ist der Versuch einer reflexartigen Schuldumkehr, wenn Lobo über die Corona-Maßnahmen­kritiker schreibt:

Zitat: «Für sie wird die Pandemie tragischerweise mutmaßlich niemals vorbei sein, denn sie sind ausweislich der Drastik und der emotionalen Betroffenheit in ihrer Kommunikation in den tiefsten Sphären ihrer Persönlichkeit gekränkt: die Corona-Gekränkten.»[9]

Aber es kommt noch besser: Als einer der maßgeblichen Hetzer gegen Ungeimpfte und Maßnahmenkritiker meint Lobo, diesen Menschen fehle "vielleicht eine Kategorie wie 'Schicksal', was auch ihr derzeitiges Aufdrehen erklärt: Jemand muss schuld sein".

"Beugt euch eurem Schicksal" zieht sich allerdings durch alle totalitären Regime. Das ist der nahe Verwandte von Erich Mielkes[wp] "Ich liebe doch alle Menschen". Es ist - und das ist die Beruhigung - ein letztes Aufheulen an Gemeinheiten jenen gegenüber, an denen man sich schuldig gemacht hat.

Dabei ist es einerlei, ob es Sascha Lobo irgendwann aufgegangen ist, dass er die Ideale von Demokratie und Meinungsfreiheit verraten hat, als er zum Hetzer wurde. Nein, Recht kann man nicht beugen, indem man Unwissenheit vorschiebt. Und selten war der Vorsatz so deutlich wie bei den Hetzartikeln von Sascha Lobo während der Corona-Jahre.

Am Rande: Lobo titelt "Die ewige Wut der Corona-Gekränkten". Dass man Kombinationen mit "ewig" im besten Deutschland aller Zeiten historisch allerdings besser weggelassen hätte, wenn man sich in gruppen­spezifischer Menschen­feindlich­keit versucht - auch das ist dem waidwunden Hetzer Sascha Lobo in seinem düsteren Furor gegen jeden und alles schon vollkommen gleich.

Die Psychologisierung des Opfers aus der Täter­perspektive - Sascha Lobo hat Angst, er weiß, was er getan hat. Immerhin ist er schlau genug, zu kapieren, dass er - natürlich umgangs­sprachlich - den Kopf nicht mehr aus der Schlinge bekommt, also hetzt und hasst er einfach weiter, als wäre er der erste Barackenarzt im Gulag[wp]:

Zitat: «Jemand muss schuld sein. Irgendeine Person, irgendeine Gruppe muss die Schuld daran tragen, dass so viele Leute leiden mussten, nicht nur unter der Pandemie selbst, sondern natürlich auch unter den Maßnahmen. Alles andere, jede andere Erklärung als die Existenz von Schuldigen ist für sie unerträglich - übrigens typisch für Kränkungen, psychologisch definierbar als "Verwundung der seelisch-psychischen Integrität". Interessanterweise unterscheidet die Psychologie zunächst nicht, ob diese Verwundung "vermeintlich oder tatsächlich"[10] stattgefunden hat: Kränkung ist subjektiv.»[9]

Besonders verwerflich und endgültiger Hinweis auf den desolaten Charakter des Kolumnisten ist der Versuch, in seiner Kolumne noch einen Begriff zu prägen, der seinen Stempel trägt. Saskia Eskens "Covidioten" sind bei Lobo "Corona-Gekränkte", beide Begriffe beleidigen, indem sie den Gegenüber pathologisieren. [...]

Alexander-Wallasch-Blog[wp][11]

Männerfeindlichkeit

Am 9. Juni 2021 hat Sascha Lobo für den Spiegel ein männer­feindliches hit piece verfasst:

Zitat: «Bei Lobo gab es wieder Buchstabensuppe zum Frühstück. Der hat sich prima der gegenwärtigen Situation angepasst. Früher wäre er bestimmt bei der deutschen Wochenschau gewesen und hätte täglich aufs neue den Endsieg propagiert.»[12]

Im Internet ist eine neue digitale Dimension des Frauenhasses entstanden. Ein misogyner Mob erschwert es Frauen, sich frei und offen zu äußern. Dagegen hilft vor allem eines. - Eine Kolumne von Sascha Lobo

Zitat: «Richtig ist, daß jede Debatten- und Diskussions­kultur bei uns im Arsch ist. Argumente zählen nicht und werden auch kaum bewertet, stattdessen sind ad-hominem-Angriffe die Regel. Am Ende reicht eine unvorsichtige oder mißverständliche Äußerung, um einen Diskutanten als Nazi bloßstellen und abhaken zu können. Vernichtet.

Das trifft auch Frauen, aber keineswegs in besonderem Maße. Im allgemeinen werden die, soweit erkennbar, milder behandelt. Wenn sie sich "frei und offen" (also unverschämt und anmaßend?) äußern, wird ihnen frei und offen begegnet. Und das ist dann "Frauenhaß"?

Wer austeilt, muß auch einstecken können. Auch Frauen. Da bin ich ganz für Gleichheit[13]

Es gibt diesen besonderen Sound in sozialen Medien: vorsichtig tastend, manchmal beinahe fragend. Anflüge von Selbstironie mit einem Hauch Selbstzweifel. Fakten zitierend, keinesfalls behauptend. Ein paar "vielleicht", "oder?" und "glaube ich" einstreuend. Etwas Charme, ein wenig Emotionalität, aber von beidem nicht zu viel. Schließend mit einer Art Demutsgeste gegenüber dem Publikum, etwa "oder wie seht ihr das?", manchmal gar mit der Bitte um Hinweise auf eventuelle Fehler oder Vorab­entschuldigungen. Das mag sich interessant anhören, aber dieser Sound - oder präziser: der Grund für seine Existenz - ist eine Katastrophe. Und zwar eine menschen­gemachte, eine Männer-gemachte.

Zitat: «Nöö. Das ist seit undenklichen Zeiten weibliche Kommunikationsart. Mit diesem Argument werden sie uns doch als so dringend nötige neue Führungskräfte verkauft?»[13]

Denn es handelt sich um die Art, wie Frauen in den sozialen Medien zu Sachthemen kommunizieren, damit ihnen am wenigsten Hass entgegenschlägt. Es ist der Sound der Misogynie-Minimierung, eine Form von vorauseilender Notwehr, und dass Frauen sich gezwungen sehen - bewusst oder unbewusst - ihre Kommunikation derart zu verändern, ist ein Ausweis des gigantischen Problems Frauenhass im Netz.

In den sozialen Medien findet ein "sozialer Klimawandel" statt.

Eine zunehmend toxische Atmosphäre wird absichtsvoll erzeugt, die insbesondere Frauen davon abhalten soll, unbeschwert und offen zu kommunizieren. (Ähnliches lässt sich bei sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten beobachten.) Die Furcht vor Angriffen führt nicht nur zu dem oben beschriebenen Sound, sondern dient als neue Ausformung eines uralten patriarchalen Instruments.

Zitat: «Absichtsvoll. Was für pöhse, ja satanische Kräfte mögen da nur am Werk sein? :-D

Wenn andere solchen Bullshit schreiben, ist das VT.»[13]

Folge und Echo des Frauenhasses in den Köpfen

Schon 1792 schrieb die Frühfeministin Mary Wollstonecraft[wp]: "Warum müssen Frauen sich erniedrigen lassen, einen Grad an Respekt von Fremden zu erdulden, der sich völlig unterscheidet den Umgangsformen zwischen Männern, die vom Gebot der Menschlichkeit und Zivilisiertheit geprägt sind?" Meine Kolumnen­kollegin Margarete Stokowski schrieb 2019 in einem Aufsatz zum Stand der Feminismus­debatte darüber, wie selbstverständlich und aggressiv Kommunikation als Macht­instrument benutzt wird, und zitiert wiederum Mary Beard: "Die abendländische Kultur ist seit Jahr­tausenden geübt darin, Frauen den Mund zu verbieten."[14] Der frauen­feindliche soziale Klimawandel ist im Kern also eine Verschiebung alter, patriarchaler Mechanismen ins Netz, allerdings verbunden mit der netz­typischen Eskalation und Beschleunigung.

Der soziale und psychische Preis einer Äußerung im Netz wird für Frauen absichtsvoll hochgetrieben, "silencing" ist der aus der amerikanischen Rassismus- und Sexismus­debatte stammende Fachbegriff dafür. Frauenhass im Netz als Folge und Echo des Frauenhasses in den Köpfen, in der Gesellschaft, in den Strukturen, die schon sehr lange bestehen und von Generationen von Frauen­rechtlerinnen erforscht und bekämpft werden.

In den letzten Jahren ist im Netz zusätzlich eine neue digitale Dimension des Frauenhasses entstanden, begünstigt durch die Strukturen sozialer Medien einerseits und den Wandel der Gesellschaft andererseits. Rechtsextremismus und Islamismus, beide in den letzten Jahren auf dem Vormarsch, in der Welt wie im Netz, sind sich überaus einig in ihrer Frauen­verachtung.

Zitat: «Eigentlich nicht. Zumindest im Rechtsextremismus waren immer und sind Frauen ganz aktiv, und ihr Beitrag ist auch geschätzt. Erstaunlicherweise heute vor allem deshalb, weil Frauen einiges sagen können, was man Männern nicht durchgehen läßt.

Mittlerweile bedienen sich auch die Islamisten ganz gut der Weiblichkeit, aus gleichen Gründen.

Ob die dabei Frauen verachten, vermag ich nicht sicher zu sagen. Mir fällt dabei nur gerade die RAF[wp] mit Andreas Baader[wp] ein, der Frauen grundsätzlich nur als "Fotzen" bezeichnete. Nun ist das zweifellos nicht der schlechteste Teil an Frauen, aber sie darauf zu reduzieren finde, selbst ich unangemessen.

Ich weiß nicht, wie man in Sascha Lobos Kreisen intern spricht, ganz aus der linken Art geschlagen war der Baader aber wohl nicht.»[13]

Es kommen neue netz­originäre Frauen­verachtungen junger, westlich geprägter Männer hinzu. Etwa von Gruppierungen wie den Incels, eine englische Abkürzung für "unfreiwillig zölibatär", die getrieben sind von misogynem Hass und Verschwörungstheorien, über die Veronika Kracher ein so verstörendes wie lesenswertes Buch geschrieben hat. Aus diesen Zirkeln heraus sind bereits mehrere Attentate vornehmlich auf Frauen verübt worden, mit Dutzenden Toten: ja, es gibt inzwischen netzgeborenen Frauenhass-Terrorismus.

Tief sitzende Frauenfeindlichkeit aus der Mitte der Gesellschaft

Zitat: «Aber klar doch, "frauenhassender Terrorismus".

Scheiß auf die Moslem-Massenmörder, hier ist die wirkliche Gefahr!!»[13]

Ergänzt aber wird der Frauenhass dieser extremistischen Gruppen durch eine tief sitzende Frauen­feindlich­keit aus der Mitte der Gesellschaft. Diese wiederum erscheint am sichtbarsten in sozialen Medien, und zwar bei fast jedem irgendwie frauen­bezogenen Anlass.

Zitat: «"Frauenbezogene Anlässe" sind die Jammerarien über angeblichen Minderverdienst, die Haßkampagnen gegen Männer, die Forderungen nach Quoten und "Diversität" und das Gendersprech-Gaga. Wer da widerspricht, egal wie freundlich, egal wie sachlich, egal mit welche bgründeten Argumenten, ist sofort Frauenhasser. Und Extremist.

Lobo, Du bist ein dreckiger Hetzer und Spalter. Und hältst Dich dabei für einen Guten[13]

Es ist dieser Alltags­frauenhass, der sich tarnt mit einer Mischung aus grobem Humor, prinzipieller Abwertung und sexistischen Attacken. Der Social-Media-Klimawandel in Richtung Frauen­feind­lichkeit wird nicht nur von Extremisten aktiv betrieben, sondern auch von der Passivität und der unter­schwelligen Akzeptanz von Frauenhass aus der gesellschaftlichen Mitte. Wo Abwertungen achsel­zuckend oder schmunzelnd hingenommen werden, von Leuten, die sonst von ihrer eigenen Moral oder gar ihrem proklamierten Feminismus enorm überzeugt sind.

Deshalb kann man es als eine Art Fortschritt von geringem Niveau aus betrachten, dass das flächige Ignorieren von Frauenhass jüngst nicht mehr geschah. Die Grünen­politikerin Ricarda Lang war in der Talkshow "Hart aber fair"[wp][15] und hat dort zum emotions­geladenen Thema Benzinpreis den CSU-General­sekretär Markus Blume[wp] fachgerecht in mittel­große Diskurs­stücke zerlegt.

Zitat: «Hat sie natürlich nicht, man möge sich aber hier selbst ein Bild vom "Diskurs" machen:
Youtube-link-icon.svg Die Union kann noch gewinnen: Was heißt das für den Herbst? - hart aber fair (ARD) (7. Juni 2021) (Länge: ab 69:05 Min.)

Die labert in bester Baerbock-Manier in einem schnell gesprochenen Endlossatz den üblichen, auswendig gelernten Grünenrotz runter. Kernaussage: "Wir helfen armen Leuten durch die Benzin­preis­erhöhung". Derartig dreiste Lügerei kam dann wohl bei vielen Zuschauern nicht gut an.»[16]

In sozialen Medien, vor allem auf Twitter, schlug ihr daraufhin eine atem­beraubende Mischung aus giftigem Spott, Verachtung, Hass und Hetze entgegen. Sehr häufig in Form von Kommentaren und Abwertungen zu Langs Körper.

Zitat: «Eine fette Wachtel, die im TV Leute für dumm verkaufen möchte, ist nun mal leider, leider eine Steilvorlage. Vor allem, wenn man bereits vorher als unglaubwürdig aufgefallen ist.»[16]

Zwar waren die Haupttreiber der Angriffe auf Lang wahrscheinlich Trolle, die mit ihrer szene­typischen Mischung aus Memes[wp], Hohoho-Humor und Boshaftigkeit versuchen, absichtsvoll zu verletzen. Aber - und das zeigt das Ausmaß der Problematik - neben der Troll­kampagne gegen Ricarda Lang waren auch viele Reaktionen ganz gewöhnlicher Männer zu beobachten. Offensichtlich emotional sehr mitgenommen durch die Benzin­preis­diskussion, versprühten sie in Kommentar­spalten und sozialen Medien ebenfalls Abwertung und Hass auf die junge Grünen­politikerin.

Der misogyne Mob schaukelte sich derart hoch, dass die Gegenreaktion - Solidarität mit Ricarda Lang - weit politik- und partei­über­greifend stattfand, vom CDU-General­sekretär Paul Ziemiak[17] bis zum nicht gerade Vollzeit-grünen­begeisterten Chefredakteur der "Welt", Ulf Poschardt.[18] Nach meiner Einschätzung hat auf Twitter die Zahl der Solidaritäts­bekundungen inzwischen die Hass- und Häme-Tweets um den Faktor zehn übertroffen. Ricarda Lang hat sich mit folgenden Worten bedankt: "Danke. Wirklich. Es bedeutet mir viel, zu sehen, was für eine Solidarität möglich ist, auch und gerade über Partei­grenzen hinweg."[19]

Zitat: «Hmm, komisch, das ist doch das genaue Gegenteil von der Titelzeile? Faktor 10? Also keine neue Dimension, sondern eher ein verschwindendes Phänomen?

Ach Scheiß, was schert mich mein Geschwätz von eben. Irgendwie muß ich ja meine Kolumne vollkotzen, gell Sascha?»[13]

Genau das ist eines der wichtigsten Mittel, um den frauen­feindlichen Klimawandel in sozialen Medien aufzuhalten: Solidarität gerade von denjenigen, die sonst inhaltlich und politisch eher nicht als Avantgarde eines kämpferischen Feminismus auftreten. Solidarität gegen Frauenhass über die eigenen sozialen Umfelder hinaus und der Misogynie aktiv entgegentreten, wo immer sie stattfindet. Widersprechen, aufklären, wenn nötig und situativ sinnvoll, verbale Gegenangriffe starten. Denn - und das ist leider keine Übertreibung: Frauenhass tötet.

– Eine Kolumne von Sascha Lobo[20]

Abwertung des Weibes

Feministinnen beklagen in der von ihnen gepflegten Opferkultur, dass Weiber abgewertet würden und machen dafür als Penisträger und Maskus bezeichnete Männer verantwortlich.

Auf Spiegel Online behauptet nun Sascha Lobo: "Junge Mädchen regieren das Internet." und "Milliarden­schwere Unternehmen folgen deshalb dem Takt dieser einen Zielgruppe: Mädchen zwischen 13 und 20 Jahren."

Zitat: «Weibliche Teenager beherrschen die Welt, und zwar mit ihren Smartphones. Das ist nur ein ganz kleines bisschen übertrieben. Eigentlich schade, denn ihre Antipoden, die real­politisch herrschenden älteren Männer, machen ihren Job derzeit nicht unbedingt konkurrenzlos gut (Quelle: Zustand der Welt). Aber tatsächlich hat das Verhalten insbesondere amerikanischer, weiblicher Teenager großen Einfluss auf Netz- und Medien­konzerne.»[21]

Was kapitalistische Konzerne beeinflusst, ist das oben erwähnte weibliche Konsumverhalten und die Tatsache, dass das Weib über das Geld des Ehemannes (beziehungsweise des Vaters) verfügt und deshalb auch die Mehrheit der Kauf­ent­scheidung trifft.[22] Sascha Lobo will ganz offensichtlich Weiber aufwerten und Männer abwerten. Es bleibt jedoch die Frage, worin die bemerkenswerte Leistung liegt, das Geld auszugeben, das ein anderer erarbeitet hat.

Zitat: «Denn das Herz der Technologiewelt schlägt inzwischen "social", und junge Mädchen benutzen soziale Medien deutlich intensiver als alle anderen Gruppen.»[21]

Dieser Satz hat den Charme und die Überzeugungskraft von:

"Weil das Weib inzwischen gelernt hat, mit dem Auto zum Friseur zu fahren und dort auch unfallfrei einzuparken, hat das Weib die Führung in der Automobil­technologie übernommen."
Zitat: «Jüngstes Beispiel ist die Einführung von Stickern auf Facebook, also kleinen, meist niedlich gemeinten Bildchen, mit denen man Beiträge kommentieren kann.»[21]

Laut Wikipedia gilt Sascha Lobo als Internetexperte. Wer meint, Weiber würden das Internet mit "Stickern" verbessern, kommt vielleicht auch auf die Idee, dass man Autos durch das Anbringen von "Like-Buttons" verbessern kann.

Zitat: «Und weibliche Teenager versenden seit Jahren mit Abstand die meisten Textnachrichten, einen ständigen Strom von Buchstaben, Fotos und Links. Die Ver­echt­zeitung digitaler, privater Kommunikation haben junge Mädchen entscheidend vorangetrieben.»[21]

Wenn Männer etwas zur Verbesserung der Kommunikation beitragen, dann sieht das so aus:

Zitat: «Das WWW wurde unter Weiter­entwicklung bekannter ähnlicher Konzepte 1989 von Tim Berners-Lee[wp] und Robert Cailliau[wp] am europäischen Forschungs­zentrum CERN[wp] entwickelt. Berners-Lee entwickelte dazu das HTTP-Kommunikations­protokoll und die Seiten­beschreibungs-Sprache HTML. Zudem programmierte er den ersten Web-Browser und die erste Webserver-Software. Er betrieb auch den ersten Webserver der Welt auf seinem Entwicklungs­rechner vom Typ NeXTcube. Das Gesamtkonzept wurde der Öffentlichkeit 1991 unter Verzicht auf jegliche Patentierung oder Lizenz­zahlungen zur freien Verfügung gestellt, was erheblich zur heutigen Bedeutung beitrug.» - Wikipedia[23]

Es wird dabei nicht nur etwas erdacht, sondern auch technisch umgesetzt. Was Sascha Lobo nun aber als weltbewegenden weiblichen Beitrag verkaufen will, ist nur die weibliche Verwendung einer von Männern erdachten und umgesetzten Technik, um das Internet mit einem irrelevanten Strom aus Geschwafel vollzustopfen.

Zitat: «Die Einbindung einer vermeintlich infantilen, eigentlich aber alltags­kulturell komplexen, soziologisch hoch­spannenden Sticker­sprache wirkt auch prägend für die bald anderthalb Milliarden Nutzer.»[21]

Mit anderen Worten, junge Weiber treiben die Infantilisierung der Gesellschaft in einer Weise voran, dass man sich dem "prägenden" Einfluss des kindlichen Gebrabbels bald wohlmöglich nicht mehr entziehen kann. Sascha Lobo beschreibt hier mit hoch­trabenden Worten "alltags­kulturell komplex" und "soziologisch hoch­spannend" eine Rückwärts­entwicklung des Menschen. Denn für gewöhnlich lässt ein Baby auf seinem Weg des Erwachsen­werdens das kindliche Gebrabbel hinter sich und erlernt eine Sprache. Sascha Lobo zeigt bei seinem missglückten Versuch, Weiber groß und bedeutsam zu schreiben, unfreiwillig auf, dass Weiber im Grunde die infantile Phase nicht überwinden können und sich deshalb "Milliarden Nutzer" im Internet der weiblichen Infantilität anzupassen haben.

Zitat: «Als nächstes krempeln junge Mädchen die Finanzwirtschaft um.»[21]

Das erinnert an "das stärkste Mädchen der Welt", Pippi Langstrumpf, dessen Leistung darin besteht, nicht zur Schule gehen zu wollen (wozu lernen?) und die vom Vater zur Verfügung gestellten Goldstücke zu verprassen.

Zitat: «Und dann wird sich wieder ein Kreis geschlossen haben, wo zumeist weibliche Jugendliche einen Dienst so intensiv benutzen, dass die großen Netz­konzerne beginnen, dem Takt zu folgen, nur um schließlich eine ganze Branche in ihren Grundfesten zu erschüttern.

Weibliche Teenager verändern die Welt, und Ihr könnt nichts dagegen tun.»[21]

Pubertierende Mädchen, welche aller Voraussicht nach dank feministischer Einflussnahme vor­aus­sichtlich nie die infantile Entwicklungs­stufe überwinden werden, werden also Sascha Lobos Einsicht zufolge die Welt erschüttern, weil sie ihre Umwelt mit irrelevantem Sprach­rauschen und bunten Stickern voll­kleistern.

Sascha Lobos Kolumne macht beispielhaft anschaulich, wie der Versuch Weiber hochzuschreiben scheitert. Es mangelt einfach an belastbaren Beispielen und was dann vorgezeigt wird, bewirkt unfreiwillig das Gegenteil des Beabsichtigten und gibt die Weiber erst recht der Lächerlichkeit preis. In ähnlicher Weise ist schon früher der Versuch gescheitert, Weiber dadurch aufwerten zu wollen, indem man sie mit "Frau" (also "Herrin") anredete. Man kann in der Euphemismus-Tretmühle eben doch nicht gegen die unbestechliche Realität ankommen. Ebenso scheitert auch der Feminismus auf der ganzen Linie, weil er mit Opferkultur, Frauenquoten und Gleichstellungspolitik die Minder­wertigkeit des Weibes geradezu belegt und die Anerkennung des Weibes als dem Manne gleichwertig und ebenbürtig verhindert. Die Abwertung des Weibes geschieht also gerade durch die Feministinnen, welche vorgeben für Frauenbelange einzutreten.[24]

Sascha Lobo wollte ganz gewiss Weiber nicht abwerten und doch bestätigt er unfreiwillig, dass bei ernsten Themen Frauen kaum zu finden sind. Seine Lobesrede "Junge Mädchen regieren das Internet" wirkt deshalb auch erheiternd.[25]

– WGvdL-Forum

Artikel (Auswahl)

Fremdwahrnehmung

Zitat: «Die größte Leistung Sascha Lobos ist es, dass er es durch seinen hässlichen roten Irokesenschnitt geschafft hat, als Abweichler wahrgenommen zu werden - obwohl er den opportunistischsten, staatstragendsten, dümmsten und mitunter bellizistischsten Schrott der Republik schreibt.» - Ole Nymoen[26]

Einzelnachweise

  1. Coldmirror-Wiki: Hater
  2. Sascha Lobo: @saschalobo - 25. Sep. 2014 - 01:16 Uhr
  3. Sascha Lobo: Kommentare im Netz: Immer her mit der Nazikeule, Spiegel Online am 11. November 2015
    Anreißer: Ein aktueller Trend im Netz sieht so aus: Man möchte rechts­radikale Positionen vertreten, aber dafür bitteschön nicht als rechtsradikal bezeichnet werden. Das geht so nicht.
  4. Hadmut Danisch: Update zu Godwin's Law, Ansichten eines Informatikers am 1. April 2015
  5. Sascha Lobo: Putins Krieg gegen die Ukraine Der deutsche Lumpen-Pazifismus, Der Spiegel am 20. April 2022
    Anreißer: Ein substanzieller Teil der Friedensbewegung[wp] ist in seiner Selbstgerechtigkeit das Beste, was Putin passieren kann. Leider hat er in der Politik und besonders in der SPD mächtige Partner.
  6. Sascha Lobo: Corona und die Radikalisierung der Impfgegner: Die Denkpest, Der Spiegel am 5. Januar 2022
  7. Youtube-link-icon.svg Was ist bloß mit Sascha Lobo los? - Kaiser TV (19. Januar 2022) (Länge: 13:10-16:30 Min.)
  8. Glossar: # Denkpest, Härdöpfel in Mostindien am 16. Januar 2022
  9. 9,0 9,1 9,2 Pandemie-Verschwörungserzählungen: Die ewige Wut der Corona-Gekränkten, Der Spiegel am 29. März 2023
    Anreißer: Die Pandemie ist vorbei - oder auch nicht, je nachdem, wen man fragt. Doch auch im Rückblick läuft der Kampf um die Deutungshoheit zu Corona: mit ziemlich problematischen Kommunikations­mustern.
  10. Psychologie: So gehen Sie am besten mit Kränkungen um, Bayerische Rundfunk (BR) am 19. Oktober 2021
    Jeder von uns wurde schon mal mit Worten verletzt. So eine Kränkung fühlt sich meist an wie eine Ohrfeige oder ein Stich ins Herz. Doch nicht jeder Mensch reagiert gleich. Wie wir am besten mit Kränkungen umgehen können, erklärt Familientherapeutin Birgit Salewski.
  11. Hetzer des Corona-Regimes: Sascha Lobos Hassattacken werden immer schriller, Alexander-Wallasch-Blog am 30. März 2023
  12. WGvdL-Forum: In sozialen Medien wandelt sich das Klima - in Richtung Frauenfeindlichkeit, Ausschuss­quoten­mann am 13. Juni 2021 - 22:23 Uhr
  13. 13,0 13,1 13,2 13,3 13,4 13,5 13,6 WGvdL-Forum: In sozialen Medien wandelt sich das Klima - in Richtung Frauenfeindlichkeit, Nihilator am 13. Juni 2021 - 23:07 Uhr
  14. Margarete Stokowski zum Stand der Feminismus-Debatte, Madame am 20. August 2019
  15. Twitter: @hartaberfair - 8. Juni 2021 - 12:41 Uhr
  16. 16,0 16,1 WGvdL-Forum: Wahrnehmungsstörung, Cyrus V. Miller am 14. Juni 2021 - 11:46 Uhr
  17. Twitter: @PaulZiemiak - 8. Juni 2021 - 18:11 Uhr
  18. Twitter: @ulfposh - 8. Juni 2021 - 14:53 Uhr
  19. Twitter: @Ricarda_Lang - 9. Juni 2021 - 8:43 Uhr
  20. Hass im Netz: In sozialen Medien wandelt sich das Klima - in Richtung Frauenfeindlichkeit, Spiegel Online am 9. Juni 2021
  21. 21,0 21,1 21,2 21,3 21,4 21,5 21,6 Sascha Lobo: Die Mensch-Maschine: Junge Mädchen regieren das Internet, Spiegel Online am 15. Oktober 2014
  22. "Frauen fällen 80 Prozent der Kauf­entscheidungen.", zitiert aus: Pdf-icon-intern.svg "Frauen wollen keine Führungs­verantwortung übernehmen. Aber wen interessiert das?" HRM im Gespräch mit Avivah Wittenberg-Cox - Human Resource Management am 28. Juli 2010
  23. Auszug aus Wikipedia: World Wide Web in der Version vom 25. September 2013
  24. WGvdL-Forum: Wie Weiber entwertet werden und was Sascha Lobo damit zu tun hat, Mus Lim am 18. Oktober 2014 - 06:27 Uhr
  25. WGvdL-Forum: Junge Mädchen regieren das Internet, Peter am 18. Oktober 2014 - 02:00 Uhr
  26. Twitter: @nymoen_ole - 15. Febr. 2024 - 18:31 Uhr

Netzverweise