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Jan Fleischhauer

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Hauptseite » Personen-Portal » Jan Fleischhauer Bei Namensgleichheit siehe: Jan

Jan Fleischhauer
Jan Fleischhauer (2019)
Geboren 1962
Beruf Journalist, Autor
URL unterlinken.de
Twitter @janfleischhauer

Jan Fleischhauer (* 1962) ist ein deutscher Journalist und Autor.

Biographie

Jan Fleischhauer studierte an der Universität Hamburg Literaturwissenschaft und Philosophie, bevor er die Henri-Nannen-Schule[wp] besuchte. Seit 1989 ist er in wechselnden Funktionen Redakteur beim Nachrichten­magazin Der Spiegel, darunter stellvertretender Leiter des Wirtschafts­ressorts und stellvertretender Leiter des Hauptstadt­büros. Von 2001 bis 2005 war er Wirtschafts­korrespondent in New York. Seit 2008 ist er Autor des Spiegel in Berlin.

In seinem erstes Buch Unter Linken begründet er 2009 seine Entwicklung zum Konservativen mit dem politischen Dogmatismus seines sozial­demokratischen Elternhauses und ähnlicher linker Milieus. Es wurde zum "meist­verkauften politischen Sachbuch des Jahres".[1] Fleischhauer betreibt zum Buch ein Themen-Blog.[2] Der zugehörige Fernsehfilm verwendet einige Methoden des Filmemachers Michael Moore[wp] und zeigt unter anderem Interviews mit Frank Bsirske[wp] und Hans-Christian Ströbele.[3]

Seit Januar 2011 schreibt er für Spiegel Online die Kolumne S.P.O.N. - Der Schwarze Kanal.[4] Im Mai 2012 erschien Fleischhauers zweites Buch Der schwarze Kanal - Was Sie schon immer von Linken ahnten, aber nie zu sagen wagten, eine Sammlung leicht überarbeiteter Texte seiner Kolumne bei Spiegel Online.

Des Weiteren ist er Autor des Weblogs Die Achse des Guten und der Internet- und Blogzeitung Die Freie Welt.[5]

Veröffentlichungen (Auswahl)

Bücher

  • Unter Linken. Von einem, der aus Versehen konservativ wurde., Rowohlt 2009, ISBN 3-498-02125-7

Artikel

Zitate

Zitat: «In der Meinungswirtschaft, in der ich mein Geld verdiene, gibt es praktisch nur Linke. Und wer es nicht ist, behält das lieber für sich.»[6]
Zitat: «Die Parallelen zwischen Nationalsozialismus und Sozialismus beschränken sich nicht nur auf die Bezeichnung, nein, sie umfassen auch die politische Methodik und folgerichtig das mit Leichen gepflasterte Ergebnis.»[7]
Zitat: «Wer Politiker als "Volksverräter" bezeichnet, von den im Bundestag vertreten Parteien nur als "Systemparteien" spricht und den Kampfbegriff der "Lügenpresse" wiederaufleben lässt, ist nicht gleich ein Nazi, aber er benutzt Nazi-Sprache. Man muss deshalb nicht in Panik geraten. Die Demokratie hält auch wöchentliche Versammlungen aus, in denen die Bundeskanzlerin des Landesverrats bezichtigt wird, aber niemand, der an so etwas teilnimmt, sollte erwarten, dass man ihn noch ernst nimmt.»[8]
Zitat: «Nichts bringt Gender-Vertreter so auf die Palme wie der Vorwurf, ihre Arbeit entbehre der Wissenschaftlichkeit. Ich habe aufmerksam nach Gegen­argumenten gesucht, schließlich soll die Aufklärungs­broschüre der Böll-Stiftung ja all denjenigen helfen, "die sich im Rahmen der unterschiedlichen Gender-Diskurse abwertenden Angriffen ausgesetzt sehen".
Mich hätte zum Beispiel interessiert, was die Gendertheorie zu den neuen Erkenntnissen der Verhaltens­forschung sagt. Ich habe gelesen, dass schon neun Monate alte Babys bei der Auswahl von Spielzeug geschlechter­spezifische Vorlieben zeigen: Jungs krabbeln auf Autos zu, Mädchen auf Puppen, wie Labor­versuche ergeben haben. Der Psychologe Simon Baron-Cohen hat bei Neugeborenen festgestellt, dass Jungen eher auf mechanische Geräte reagieren, während Mädchen sich mehr zu Gesichtern hingezogen fühlen.
Aber wie ich bei der Lektüre gelernt habe, verrät schon die Frage nach der Wissenschaftlichkeit, wie sehr man dem alten, männlich zentrierten Denken verhaftet ist. Ein Merkmal der Geschlechter­forschung sei gerade, dass sie "spezifische Konzepte der epistemologischen Tradition" hinterfrage und dabei herausarbeite, wie "klassische Vorstellungen von Objektivität tatsächlich androzentrisch" seien, heißt es in der Böll-Schrift: "Dadurch stellt sie Wahrheits­ansprüche stark in Frage und verweist auf die Verbindung von Wissen und Macht." [...]
Tatsächlich erweist sich der Objektivitäts­anspruch der Wissenschaften nicht nur als männlicher Habitus, sondern schlimmer noch: als Bindeglied nach rechts. "Es wäre verzerrend, die Kritik eines SPIEGEL-Redakteurs[wp] mit der der FPÖ oder gar der NPD gleichzusetzen", steht zur Warnung in der Einleitung der Gender-Broschüre. "Es gibt jedoch durchaus argumentative Schnittstellen. Eine dieser Schnittstellen ist der Unwissen­schaftlichkeits-Vorwurf."»[9]
Zitat: «Die Suche nach den geistigen Hintermännern des Anschlags von Oslo ist bei den so genannten Islamkritikern angekommen. Vorgeblich geht es darum, Erklärungen zu finden. Tatsächlich zielen die Verdächtigungen darauf ab, festzulegen, was man schreiben darf und was nicht.»[10]
Zitat: «Wer demnächst vor den Traualtar tritt, kann unbekümmert das Eheversprechen ablegen - auch wenn der Pastor sagt, es gelte, "bis dass der Tod euch scheidet". Keine Sorge, das ist nicht länger wirklich ernst gemeint. Auch die EKD denkt die Ehe nun von ihrem Ende her, also der Trennung.»[11]
Zitat: «Es wäre zu kurz gegriffen, den familien­politischen Leitfaden als Kapitulation vor dem Wertewandel zu verstehen. Wir haben hier vielmehr das Dokument eines spektakulären Versuchs der Verweltlichung von innen, wie ihn so noch keine der großen Religionen unternommen hat.
Die Evangelische Kirche will nicht mehr urteilen, sondern nur noch verstehen. "Fühl dich wohl", heißt die frohe Botschaft ihrer Vertreter. Alle sind ihr gleichermaßen lieb: Das treusorgende Paar ebenso wie der Ehebrecher oder die Geschiedene, die vier Kinder von fünf Männern hat. Selbst der Taliban[wp] kann in dieser Stuhlkreis-Theologie noch auf Anteilnahme hoffen. Mit ein paar guten Worten beziehungsweise ein wenig mehr "Phantasie für den Frieden, für ganz andere Formen, Konflikte zu bewältigen", wird schließlich alles besser, wie es die unvergessene Margot Käßmann in heiliger Teestuben­einfalt schon vor Jahren verkündete.»[11]
Zitat: «Hinter dem Versprechen der Emanzipation steht nur noch die Vorteils­gewinnung, deshalb auch die Verkürzung jeder Diskussion auf die Quote. Gleichstellungs­politik funktioniert hier folgerichtig als Patronage der eigenen Anhängerschaft.»[12]
Zitat: «Die Grünen hingegen sind ganz und gar Partei des öffentlichen Dienstes, er bildet ihr eigentliches Rückgrat, daher auch die ausufernden Sozialprogramme in ihrem Forderungs­katalog, die ja nicht nur den Bedürftigen zugutekommen, sondern mindestens ebenso verlässlich den Agenten des Sozialstaats, die diese Programme exekutieren. Ihre treueste Anhängerschaft hat die Ökopartei traditionell neben der BAT[wp]-Bohème in den Betreuungs­berufen, also dem kaum noch zu über­schauenden Heer der Sozialarbeiter und psychologisch geschulten Fachkräfte, die von den sozialstaatlichen Reparatur­aufträgen leben.»[13]
Zitat: «Ich sage jedem jungen Menschen, der das Privileg hat, gegen das Establishment aufbegehren zu können: Wenn Du aufbegehren willst, dann musst du gegen die Linke sein! Denn die Linke ist zum Establishment geworden und stellt, jedenfalls in Deutschland, die kulturelle Hegemonialmacht dar.»[14]
Zitat: «Ich bin mit Jan Fleischhauer der Meinung, dass die Sexismus-Debatte auf die Durchsetzung der Frauenquote zielt. Männer werden schon seit langer Zeit in den Medien diskreditiert (sie sind gewalttätig, testosterongesteuert, machtgeil usw.), Frauen werden hingegen idealisiert (sie sind kommunikativer, bessere Chefs usw.), um die Einführung der Frauenquote zu rechtfertigen.» - Alexander Ulfig[15]
Zitat: «Aus feministischer Sicht ist die Transgender-Bewegung eine zwiespältige Sache. Ihr ganzes Leben habe ihr die Frauenbewegung eingetrichtert, so wie sie sei, sei sie schön, beklagte sich eine Bekannte von mir, nachdem sie die "Vanity Fair"-Fotos studiert hatte. Sie solle zu ihren Falten, ihrem Übergewicht und den Haaren an den falschen Stellen stehen, habe es geheißen: "Don't be ashamed of yourself."

Tapfer hat sie allen Anfechtungen widerstanden, der Natur mithilfe der Kosmetik­industrie oder der plastischen Medizin ein Schnippchen zu schlagen. Und nun? "Nun kommt ein Mann mit falschen Brüsten, künstlich verkleinerter Nase und abgesägtem Kinn, und alle bewundern seinen Mut." Was nach Ansicht meiner Freundin nur belegt, dass Männer sich eben immer noch mehr heraus­nehmen dürfen als Frauen.»[16]

Zitat: «Das Volk, das sich in Dresden und Bonn versammelt, hat kein Parteibuch mehr, das es zurückgeben könnte. Bei vielen liegt die Vermutung nahe, dass es kein Zeitungs­abonnement mehr gibt, das sie kündigen könnten, weil sie schon vor langer Zeit aufgehört haben, Tages­zeitungen zu lesen. Wahrscheinlich sehen sie auch keine "Tagesschau" und keine "Tagesthemen" oder eine andere Informations­sendung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, gegen den sie so eifrig ihre Plakate schwenken.»[17]
Zitat: «Die eigentliche Pointe des grün-roten Bildungsplans [in Baden-Württemberg] ist auch seinen Verfechtern bislang entgangen. Die Vorgaben zur "Akzeptanz sexueller Vielfalt" gehen davon aus, dass Sexualität ein soziales Konstrukt sei, wie es die Gender-Forschung lehrt, kein genetisches Schicksal. Das aber ist ziemlich genau das, was auch die Vertreter der Konversions­therapie behaupten, die Homosexualität für etwas halten, das nicht natürlich sei und das man deshalb auch wieder ändern könne.

Der Fehler der Schwulen­bewegung ist der Schulterschluss mit den Anhängern der Queer-Theorie. Wer die Biologie leugnet, eröffnet Fragen, die längst als beantwortet galten.»[18]

Zitat: «Wir werden in Berlin zu Zeugen eines aufregenden Psycho­experiments. Wie schaffe ich es, eine Bevölkerung so um den Verstand zu bringen, dass sie immer wieder das Unglück wählt, das sie kennt?»[19]
Zitat: «Deutsche wie ich sind dafür, sich Putin in den Weg zu stellen, weil wir unser Land hassen? Dieser Logik zufolge fände es der wahre deutsche Patriot also okay, ukrainische Kinder zu ertränken und ihre Mütter zu vergewaltigen?»[20]
Twitter-Kommentar dazu: «"Kinder zu ertränken", "Mütter zu vergewaltigen" - aus welcher "Stürmer"-Ausgabe haben Sie denn das abgeschrieben?» - Dr. Gunter Link[21]

Über Fleischhauer

Zitat: «Fleischhauer rebelliert seit Jahren gegen seine Sozi-Eltern und ist ganz lustig zu lesen, wenn er linke Lebenslügen demontiert. Er ist auch bekennender Feminismusgegner.

Andererseits ist er ein arroganter Kotzbrocken und ein Fanboy des trans­atlantischen Eliten­milieus. Da wird dann alles was staats- oder wirtschafts­kritisch ist und seinem Ansichten widerspricht schnell als Verschwörungstheorie hingestellt.»[22]

Fleischhauer über sich

Jan Fleischhauer schreibt über die Nöte eines feministisch erzogenen Mannes:

Zitat: «Worum geht es Alice Schwarzer und Sahra Wagenknecht mit ihrem Friedensaufruf? Um ein Überleben der Ukraine? Nichts könnte die beiden weniger interessieren. Nein, es geht den beiden zunächst einmal um sich selbst.

Ich habe länger überlegt, ob ich diese Kolumne schreiben soll. Ich schreibe normalerweise nicht schlecht über Leute, über die bereits halb Twitter-Deutschland hergefallen ist. Außerdem war Alice Schwarzer, um die es hier gehen wird, eine Heldin meiner Kindheit.

Ich war dreizehn Jahre alt, als sie in mein Leben trat. Als ich meiner Mutter wie jede Woche die Wäsche reichte, sah sie mich kurz an, gab mir dann das Wäschebündel zurück und sagte: "Ab jetzt bist du alt genug, für dich selbst zu sorgen." Damit hatte die Lektüre der "Emma" (meine Mutter war Abonnentin der ersten Stunde) auch in meinem Elternhaus die Verhältnisse umgekrempelt.

Anders als viele meiner Altersgenossen habe ich Alice Schwarzer immer bewundert

Ich verdanke Alice Schwarzer nicht nur eine ordentliche feministische Erziehung. Ich gehöre darüber hinaus zu einer Generation von Männern, die umstandslos mitemanzipiert wurden. Was Hausarbeit angeht, kann ich bis heute sehr pingelig sein. Expertentum und Pedanterie liegen nah beieinander.

Anders als viele meiner Altersgenossen habe ich Schwarzer immer bewundert - für ihren Mut, ihre Frechheit, auch ihren Starrsinn. Ohne Schwarzer hätte es den Feminismus so in Deutschland nicht gegeben, jedenfalls nicht so schnell. Sie hatte ja außerdem meist recht. Sie sehen, mich verbindet ein starkes sentimentales Band mit dieser Frau.

Aber dann stieß ich vor zwei Wochen beim Surfen im Netz auf ein Video, in dem sie neben Sahra Wagenknecht stand und ein "Manifest für den Frieden" vorstellte. Beide Frauen lachen in die Kamera. Sie knuffen und herzen sich. Vor allem Schwarzer scheint bester Stimmung. "Manche von euch sind vermutlich überrascht, mich hier mit Sahra Wagenknecht Schulter an Schulter zu sehen", sagt sie strahlend in die Kamera.

Zwei Supernovas des Ich-Geschäfts gegen die Waffendeppen der Bundesregierung

Mir geht das Bild der lachenden Alice seitdem nicht mehr aus dem Kopf. Immer wenn ich Meldungen aus der Ukraine lese, sehe ich diesen Ausbund an guter Laune. Es ist wie ein Fluch. Ich lese über gefallene Soldaten oder verschleppte Kinder - und zack ploppt das Bild der fröhlichen Alice vor meinem geistigen Auge auf.

Worüber lacht Frau Schwarzer? Was verschafft ihr so gute Laune? Sie selbst sagt, dass es einen sehr ernsten Grund für ihre Intervention gebe, nämlich das Sterben und die Zerstörung in der Ukraine. Das sind ihre Worte. Aber sie stehen in eigenartigem Kontrast zu ihrem sonnigen Auftritt.

Ich glaube, was sie in dem Moment mit einer Freude erfüllt, die den ganzen Raum erhellt, ist die Aussicht, endlich wieder im Zentrum des medialen Interesses zu stehen. Alice Schwarzer ist lange genug im Geschäft, um zu wissen, welchen Wert es hat, wenn sie sich mit Sahra Wagenknecht zusammentut. Zwei Supernovas des Ich-Geschäfts gegen die Waffendeppen der Bundesregierung - da kann selbst das Talkshow-Duo Welzer/Precht einpacken!

Der Punkt, an dem die Meinungen auseinandergehen, ist die Frage, wie man das Töten beendet

Wir sind alle gegen den Krieg. Ich kenne niemanden, der sich darüber freut, dass in der Ukraine das Sterben weitergeht. Selbst die sogenannten Kriegstreiber wünschen sich ein Ende des Leids. Ich will sogar doppelt so viel Frieden wie Wagenknecht und Schwarzer. Ich war schon Teil der deutschen Friedensbewegung, da ist Frau Wagenknecht noch mit dem FDJ-Holzgewehr um den Sandkasten gelaufen.

Ich verstehe auch, dass Leute Angst haben. Putin ist alles zuzutrauen. Wird er als Nächstes Dresden überfallen, falls sich Deutschland nicht raushält, wie seine Propagandisten verkünden? Niemand weiß es.

Der Punkt, an dem die Meinungen auseinandergehen, ist die Frage, wie man das Töten beendet. Leute wie ich sind der Meinung, dass es erst Aussicht auf Frieden gibt, wenn man die Einsatz­fähigkeit der russischen Armee so weit dezimiert hat, dass sie für die nächsten fünf, sechs Jahre keinen weiteren Angriffskrieg führen kann. Das deckt sich zufällig mit der amerikanischen Strategie in der Ukraine.

Die Friedensfreunde, die gegen mehr Waffen für die Ukraine sind, wollen es lieber nicht auf einen Showdown ankommen lassen. Sie glauben, dass man zu einem Waffenstillstand finden kann, wenn man die Hand nach Moskau ausstreckt. Was in fünf Jahren ist, sieht man dann, sagen sie. Ich halte beide Standpunkt für legitim, auch wenn ich nicht erkennen kann, dass der Mann im Kreml Interesse an Verhandlungen zeigt.

Ist von den Kinder-Verschleppungen an irgendeiner Stelle im "Manifest für den Frieden" die Rede? Nein!

Alice Schwarzer und Sahra Wagenknecht geht es aber gar nicht um den Krieg, das ist der Witz dabei. Sie sagen zwar, wie sehr ihnen die Ukraine am Herzen liege. Aber das ist Gerede. Ein paar Beileids­bekundungen, die man sich abquetscht, damit der Friedensappell nicht ganz so trostlos wirkt. Ihnen geht es darum, eine neue politische Bewegung zu formen. Endlich wieder ganz vorne in der ersten Reihe mitspielen: Das ist es, was ihr Herz höherschlagen lässt.

Ich habe vor ein paar Tagen einen Kurzfilm über die vielleicht größte Tragödie dieses Krieges, die massenhafte Deportation von Kindern, gesehen. Die Verschleppung ukrainischer Kinder in das russische Hinterland hat biblische Ausmaße genommen. Zehntausende wurden ihren Eltern entrissen und Adoptiveltern in Russland übergeben. Sie bekamen neue Namen und Pässe, und wie es aussieht, wird es für sie nie mehr einen Weg zurück zu ihren Familien geben.

In dem Film sieht man, wie vermummte Soldaten Kindergärten und Krankenhäuser durchkämmen. Sie gucken unter jedes Bett und in jeden Schrank, ob sich da jemand versteckt hält. Ist davon an irgendeiner Stelle im "Manifest für den Frieden" die Rede? Nein, natürlich nicht. Dann müsste man sich ja auf eine Diskussion über die Natur des Feindes einlassen, mit dem man es zu tun hat.»[23]

Anmerkung: «Fleischhauers Mutter hat von der ersten Stunde an die EMMA aboniert und trotzdem hat Fleischhauer Alice Schwarzer nicht verstanden. Das könnte man tragisch nennen. Alice Schwarzer kann man ja vieles vorwerfen, beispielsweise die jährlich hunderttausende vorgeburtlich getöteten deutschen Kinder. Schwarzer aber für die toten Soldaten in der Ukraine anzulasten, das ist schon sehr dreist. Vielleicht ist Fleischhauer auch nur ein transatlantischer Auftragsschreiber

Einzelnachweise

  1. Unter Linken. Autor
  2. Blog Unter Linken
  3. Dirk Benninghoff: "Unter Linken - der Film": Der Michael Moore der Bourgeoisie Sehenswert: "Spiegel"-Journalist Jan Fleischhauer geht durch Berlin und entlarvt auf amüsante Weise die Lügen humorloser Linker. Die Verfilmung seines Buches "Unter Linken" ist gelungen. Da war die Legenden­bildung vorab gar nicht nötig., Der Stern am 26. September 2010
  4. S.P.O.N. - Der Schwarze Kanal, Kolumne bei Spiegel Online
  5. Die Freie Welt: Jan Fleischhauer
  6. Jan Fleischhauer: Unter Linken. Von einem, der aus Versehen konservativ wurde. Rowohlt 2009, ISBN 3-498-02125-7, S. 15
  7. Jan Fleischhauer: Unter Linken, 2009
  8. Jan Fleischhauer: Der Schwarze Kanal: Aufmarsch der Netzverschwörer, Spiegel Online am 23. Dezember 2014
  9. Jan Fleischhauer: Geschlechterforschung: Vorsicht, Gender-Gegner!, Spiegel Online am 11. Juli 2013
    Anreißer: Die Heinrich-Böll-Stiftung hat eine Broschüre veröffentlicht, in der vor Leuten gewarnt wird, die im Streit um Geschlechtergerechtigkeit nur diffamieren wollen. Unter den Genannten ist auch der SPIEGEL-Redakteur René Pfister[wp].
  10. Jan Fleischhauer: S.P.O.N. - Der Schwarze Kanal: Scheinheilige Sympathisantenjagd, Spiegel Online am 1. August 2011
  11. 11,0 11,1 Jan Fleischhauer: S.P.O.N. - Der Schwarze Kanal: Scheidung leichtgemacht, Spiegel Online am 20. Juni 2013
    Anreißer: Gute Nachricht für alle, die bislang vor einer kirchlichen Trauung zurückschreckten. Der Satz "Bis dass der Tod euch scheidet" ist nicht mehr wirklich ernstgemeint, wie die Evangelische Kirche festgelegt hat. Die Selbst­säkularisierung der Protestanten strebt einem neuen Höhepunkt zu.
  12. Jan Fleischhauer: S.P.O.N. - Der Schwarze Kanal: Wer hat Angst vor Alice Schwarzer?, Spiegel Online am 6. Februar 2012
  13. Jan Fleischhauer: S.P.O.N. - Der Schwarze Kanal: Warum Grün nicht das neue Gelb ist, Spiegel Online am 17. Januar 2010
    Anreißer: Die Grünen empfehlen sich enttäuschten FDP-Wählern als politische Alternative. Dabei sind sie in Wahrheit das Gegenteil einer liberalen Partei: Statt Staatsskepsis ist bei ihnen die umfassende Staatsliebe Programm. Ein klarer Fall von Etiketten­schwindel.
  14. Political Correctness: Sprechen ist auch ein anarchistischer Akt (Interview mit Jan Fleischhauer), Novo-Argumente am 6. Januar 2014
  15. Gérard Bökenkamp: Was bleibt von der Sexismus-Debatte?, Freie Welt-Blog am 2. Februar 2012
  16. Jan Fleischhauer: Die Gender-Lüge, S.P.O.N. - Der Schwarze Kanal am 9. Juni 2015 (Genderismus)
  17. Jan Fleischhauer: Der Schwarze Kanal: Aufmarsch der Netzverschwörer, Spiegel Online am 23. Dezember 2014
  18. Jan Fleischhauer: Streit über Bildungsplan: Ist Homosexualität heilbar?, Spiegel Online am 16. November 2014
  19. Berliner Chaos - Ansichten aus der deutschen Hauptstadt vor der Wiederholungswahl, Neue Zürcher Zeitung am 24. Januar 2023
    Auszug: Realitätsverleugnung ist Programm. Lieber nimmt man Grundschulen in Kauf, an denen Deutsch zur Minderheiten­sprache geworden ist, und tröstet sich im Übrigen mit der Wahlkampfphrase "Niemand wird zurückgelassen!" Das ursozial­demokratische Versprechen "Aufstieg durch Bildung" ist von gestern.
  20. Twitter: @janfleischhauer - 26. Okt. 2022 - 19:16 Uhr
  21. Twitter: @mainstreamwatch - 26. Okt. 2022 - 20:02 Uhr
  22. Emil am 24. Dezember 2014 um 16:30 Uhr
  23. Die FOCUS-Kolumne von Jan Fleischhauer: Ich habe Schwarzer bewundert - jetzt sehe ich bei jedem toten Soldaten ihr Lachen, Focus am 27. Februar 2023

Netzverweise


Dieser Artikel basiert (biographische Daten) auf dem Artikel Jan Fleischhauer (13. September 2013) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Wikipedia-Artikel steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar, die vor Übernahme in WikiMANNia am Text mitgearbeitet haben.