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Politik in Deutschland: Willkommenskultur für Migranten, Abtreibungs­kultur für Ungeborene, Zerstörungs­kultur für Familien
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Feminismus basiert auf der Verschwörungstheorie, Männer auf der gesamten Welt hätten sich kollektiv gegen die Weiber verschworen, um sie zu unterdrücken, zu schlagen, zu vergewaltigen und auszubeuten. Feministinnen bekämpfen Ehe und Familie, weil die bürgerliche Familie das Feindbild ist. Frauen werden kollektiv als Opfer inszeniert und Männer als Täter denunziert. So manifestiert sich ein Ressentiment gegen alles Männliche bis hin zum offenen Männerhass. Dies bewirkt eine tiefgreifende Spaltung der Gesellschaft, die es zu überwinden gilt.

Migrantenbande

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Dieser Artikel ist Kriegsberichterstattung, insofern nichts für zarte Gemüter.

Der deutsche Staat ist in den Augen der Invasoren eine Beutegesellschaft. Plünderung[wp] ist nach Art. 28 sowie den Art. 47 und Art. 48 der Haager Landkriegsordnung (1907) im Krieg verboten.[1] Zivilokkupanten sind von diesem Verbot offenbar ausgenommen.[2] Im Mittelalter stärkte die Aussicht auf Plünderung, beispielsweise einer eroberten Stadt, die Kampfmoral der Söldnertruppen.[3] Besonders nach erfolgreichen Belagerungen war es üblich, die eroberte Stadt den Söldnern einige Tage zur Plünderung freizugeben. Deutsche Politiker paktieren offen mit den Invasoren und geben Deutschland zur allgemeinen Plünderung frei. Protestierende deutsche Bürger werden als "Dunkeldeutschland" (Joachim Gauck[wp][4]), "Pakt" (Sigmar Gabriel[5][6]), "Rechtspopulist" und "Nazi" denunziert.

Regierungssprecher Steffen Seibert[wp] und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), sowie die Ober­bürger­meisterin von Chemnitz Barbara Ludwig sprachen von "Hetzjagden und Zusammen­rottungen" gegen "Ausländer" am Nachmittag und Abend des 26. August 2018 in Chemnitz.[7][8] Sowohl die Chemnitzer Polizei, die zuständigen Staats­anwalt­schaften sowie Lokal­medien, die an diesem Tag in Chemnitz bei den Geschehnissen anwesend waren, bestätigten, dass es keine Hetzjagden auf Migranten gab. Der Chef des deutschen Verfassungsschutzes Hans-Georg Maaßen, der die Verunglimpfung der Chemnitzer Bürger nicht bestätigen mochte, wurde kurzerhand kaltgestellt.[9][10] Auf Anfrage der AfD[ext] hin, musste die Bundesregierung zwar einräumen, dass die Verunglimpfungen der Chemnitzer nur auf Hörensagen[11] fußte, einen Anlass für eine Entschuldigung sieht die Bundesregierung trotzdem nicht.[12][13]

Derweil geht die Plünderung Deutschlands fröhlich und ungebremst weiter.

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Deutschland

Er gilt als Experte in Sachen Clanfamilien in Berlin. Der Migrations­forscher Ralph Ghadban[wp] erklärt, wie die Clans nach Berlin kamen und warum sie sich hier so stark etablieren konnten.

Mit der Geschichte der arabischen Großfamilien in Deutschland ist kaum jemand so vertraut wie der Berliner Migrations­forscher Ralph Ghadban. Gerade ist sein Buch "Arabische Clans - Die unterschätzte Gefahr" erschienen. Im Gespräch mit unserer Zeitung erklärt er, dass die kriminellen Clans vor allem aus drei Gruppen stammen, die in den Wirren der zahlreichen Nahost-Konflikte zu Flüchtlingen wurden: Palästinenser, Libanesen und so genannte Mhallami[wp]-Kurden.

Clanstrukturen boten in Flüchtlingslagern Schutz

Meist seien sie zunächst in libanesischen Flüchtlings­lagern gestrandet. Nur die Clan­strukturen, so Ghadban, hätten in dieser Phase Schutz vor Über­griffen geboten. Doch die Abschottung wirkte weiter, nachdem die Clans nach Deutschland gelangten. Der Weg führt durch ein Schlupfloch im Eisernen Vorhang, das ab 1976 genutzt wird. Berlin steht damals unter Verwaltung der Alliierten. Die Westmächte Frankreich, Großbritannien und USA erkennen die Umwandlung Ostberlins in die Hauptstadt der DDR nicht an und führen deshalb keine Grenz­kontrollen durch.

Von Osten kann man also unbehelligt nach Westen gelangen. Ihre eigenen Bürger lässt die damalige DDR bekanntlich nicht ausreisen. Die Libanon-Flüchtlinge aber, die mit Maschinen der DDR-Flug­gesellschaft Interflug aus Beirut oder Damaskus nach Ostberlin einreisen, hält niemand auf. Sie können einfach den Grenz­übergang Friedrich­straße überqueren und in Westberlin Asyl beantragen. Das sie freilich in aller Regel nicht bekommen. Doch als Staatenlose[wp], die oft keine Papiere besitzen, auch weil diese massenhaft "verloren" gehen, können sie auch nicht ausgewiesen werden.

Das heutige Problem ist hausgemacht

Für Ghadban folgt ein Lehrstück für das, was passiert, wenn Integration scheitert. Oder vielmehr gar nicht erst versucht wird. Denn die Angehörigen der Familien dürfen nicht arbeiten, nicht studieren, für die Kinder wird sogar die Schul­pflicht aufgehoben. Leistungen werden ein­geschränkt, wohnen dürfen die Familien nur in Gemeinschafts­unterkünften. Immer mit dem Argument, sie müssten Deutschland ohnehin bald verlassen.

Wozu es freilich niemals kommt. So wächst eine Generation heran, die von Sozial­leistungen lebt, sich schnell alle denkbaren Felder der Kriminalität erschließt, staatliche Autorität nicht anerkennt. Aus einer "falsch verstandenen Multikulti-Ideologie", so Ghadban weiter, hätten die Behörden das Problem lange nicht wahrhaben wollen. Doch damit das Gemeinwesen keinen dauerhaften Schaden nehme, müssten die Clan­strukturen "gesprengt" werden. Zumal die Gefahr drohe, dass junge Flüchtlinge dem "Clan-Modell" nach­eiferten.
- Südkurier[14]
Kriminelle Clans aus arabischen Großfamilien beschäftigen mehr denn je Polizei, Politik und Presse. Spektakuläre Coups wie der Diebstahl der Goldmünze aus dem Berliner Bode-Museum[wp] oder der KaDeWe-Raub[wp] verschaffen den Tätern Legenden­status. Ehren­morde und Gruppen­gewalt stiften sozialen Unfrieden und schüren Angst. Oft genügt es, wenn die Clans mit ihren Namen drohen. Wer sind diese Familien? Wie genau sieht ihre abgeschottete Parallelwelt aus? Wo kommen sie her? Was denken die Clan­mitglieder über den deutschen Rechtsstaat? Antworten geben sie selbst in dieser exklusiven Reportage aus der Welt der Clans.

Anmoderation: Ob Dortmund, Essen, Bremen oder Berlin: Mittlerweile sind die Clanstrukturen in vielen deutschen Großstädten so verfestigt, dass das Bundes­kriminal­amt gestern einräumen musste: Die Bedrohung durch organisierte Kriminalität in Deutschland ist hoch. Schutz­geld­erpressung, Drogen­geschäfte, Raub und Mord. Sogar Polizisten und Staatsanwälte werden bedroht. Das Problem der Clan-Kriminalität ist so groß, dass wir, als Magazin aus Berlin, eine ganze Sendung dafür freigeräumt haben. Monatelang haben wir gemeinsam mit den Kollegen der Berliner Morgenpost in deutschen Großstädten recherchiert, Clan­mitglieder zum Reden gebracht, die Strukturen bis in die Türkei zurück­verfolgt. Unser Autor Olaf Sundermeyer nimmt sie mit in die Welt der Clans.

Berlin-Neukölln: Die Gegend um die Sonnenallee gilt als Clanland. Hier beansprucht ein halbes Dutzend arabischer Großfamilien die Hoheit und hat in weiten Teilen eine Parallel­welt errichtet. Mit eigenen Regeln und eigenen Werten. Um sie durch­zu­setzen gibt es immer wieder auch Gewalt. Wie bei diesem Friseur. Am helllichten Tag wurde er von 20 Vermummten überfallen.
Mit Äxten, mit Messern, mit Holz.
Friseur
"Mit Äxten, mit Messern, mit Holz. Mit einem Messer oder einer Axt, dann bist du tot."
Unter der Hand erfährt man, viele Geschäfts­leute zahlen Schutzgeld[wp]. Doch der Friseur weist es von sich.
Friseur
"Schutzgeld, nein. Schutzgeld, nein. Schutzgeld, nein."
Khaled Miri ist in Berlin geboren. Er gehört zu einem der größten Clans in Deutschland - dem Miri-Clan[wp]. Unter der Bedingung, über einige Dinge nicht zu sprechen, zeigt er seine Welt mitten in Berlin.
Khaled Miri
"Wenn du Sonnenallee aufgewachsen bist, dann fühlst du dich wie in der Heimat, weißt du was ich meine? In der alten Heimat von deinen Eltern und so. Da lernst du auch richtig gut Arabisch, jeden Dialekt. Weißt du was ich meine? Wenn ich dir jetzt sage, dass Gewalt bei uns nicht vorkommt, dann würde ich lügen. Kurz und knapp. Gewalt kommt überall vor. Auch bei uns. Aber das ist bei uns letzte Mittel."
Doch wegen ihrer Gewalttätigkeit geraten sie immer wieder in die Schlagzeilen.
Newsflash
Der geballte Hass der Familie entlädt sich auf Journalisten und den Richter. Es gibt Morddrohungen.
Fahnder berichten immer wieder, wie respektlos ihnen die kriminellen Clans im Duisburger Norden gegenüber auftreten.
Ein bewaffneter Raubüberfall mitten im Weihnachtsgetümmel. Wie hoch die Beute ist? Unklar.
Nordrhein-Westfalen hat den Kampf gegen die Clans zum politischen Ziel erklärt.
Thomas Jungbluth, Landeskriminalamt NRW
"Die arabischen Großfamilien sind zurzeit die Familien, die OK-Struktur, die uns am meisten auf den Nägeln brennt. Die ganze Situation ist sehr abgeschottet. Auch für die Polizei sehr abgeschottet. Man regelt seine Konflikte unter­einander, man trifft sich, versucht über Gespräche mit Familien­oberen Dinge zu regeln, die eigentlich der Staat regeln müsste, und schafft so eine Welt, die in der Tat teilweise einer Parallelwelt gleicht. Und wir versuchen genau das auf­zu­brechen im Moment."
Der muslimische Friedhof in Neukölln. Hier haben die arabischen Großfamilien einen eigenen Bereich. Sie gehören zu einer Sippe, sind also alle miteinander verwandt - auch die Miris. Abgrenzung nach außen und Zusammenhalt nach innen haben sie mächtig gemacht.
Khaled Miri
"Familie bedeutet für mich alles, ja. Familie ist das wichtigste was du hast in deinem Leben, ja. Die stehen jeden Tag hinter dir."
Was das heißt wird bei dieser Beerdigung deutlich. Ihre schiere Größe, ihre Loyalität zur Familie und die Verteidigung ihrer Ehre mit allen Mitteln - das zeichnet die Clan­mitglieder aus, macht sie schlag­kräftig.
Khaled Miri
"Wenn mir was passiert, kommen meine Cousins. Das ist selbstverständlich. Manche greifen zu Gewalt, manche greifen zu ... Keine Ahnung, holen ihre großen Brüder. Das würde ich auch für die machen, das ist Familie. Wir halten zusammen."
Khaled Miri
"Wir wollen das Unmögliche. Wir wollen nicht so leben, wie ... Wir wollen auch den Reichtum haben, den andere Menschen haben. Wir wollen auch die Anerkennung haben, die andere Menschen haben. Warum soll jemand anders diesen Reichtum haben?"
Ein erfolgreiches Geschäftsmodell. Es ließ aus Flüchtlingen, die in den 1980ern kamen, ein gefürchtetes Phänomen werden.
Khaled Miri
Die Menschen haben einen gewissen Respekt vor uns. Die Menschen wissen die können nicht mit uns umgehen wie die wollen. Die wissen, wenn die mit uns respektlos umgehen, dann wird es Konsequenzen haben. Ernsthafte Konsequenzen, weißt du was ich meine?
Clans machen sich nicht nur in der Hauptstadt breit
Thomas Jungbluth, Landeskriminalamt NRW
"In Nordrhein, in Berlin, Niedersachsen und in Bremen. Das sind auch die vier Bundes­länder oder die vier Länder in denen sich diese Gruppierungen Anfang der neunziger, Mitte der achtziger Jahre nieder­gelassen haben. Bürgerkrieg im Libanon war so das aus­schlag­gebende Kriterium und wir stellen schon fest, dass es Verbindungen gibt zwischen den Familien, innerhalb dieser Länder, das man sich austauscht, dass man sich besucht, das man Geschäfts­interessen miteinander austauscht."
Die Provinz Mardin[wp] im Südosten der Türkei. Von hier stammen die meisten Großfamilien in Deutschland. Viele Menschen hier haben arabische Wurzeln. Früher gab es häufig Konflikte mit dem türkischen Staat.
Das Dorf Rashdiye[wp] mit 700 Einwohnern. Ursprungsort für einen großen Teil der Mitglieder der Clans. Viele flohen einst von hier über Beirut nach Westeuropa. Deshalb gelten sie in Deutschland oft als Libanesen.
Wie stark die Verbindung noch immer ist, zeigt sich auf dem Friedhof: Hier soll eine Frau aus dem deutschen Miri-Clan beerdigt werden. Dieses Haus wird von einem Clan Mitglied aus Hannover gebaut. Er gehört auch zur Miri-Familie, und erzählt von seinen Verwandten in Bremen.
Angehöriger Familie Miri
"Sie bekommen ja eine Art Gehalt dort, also Sozialhilfe. Und ihre Kinder arbeiten. Allah sei Dank hat sich unsere Situation hier deshalb deutlich verbessert. Und meine Kinder besitzen jetzt einige Hotels, auch eine Tankstelle. Zum Glück geht es mir jetzt sehr gut."
Das deckt sich mit den Aussagen einzelner Clan-Mitglieder in Deutschland.
Angehöriger Familie Miri
"Sie kommen aus Deutschland und gehen in die Türkei, reisen immer hin und her."
Er war selbst vor einiger Zeit in Bremen.
Angehöriger Familie Miri
"Deutschland steht auf der Seite der Armen. Ich war drei Monate lang dort, habe auch dieses Gehalt bekommen. Allah sei Dank! Wir haben uns dann einen Fernseher gekauft."
Das ganze Dorf lebt von Geld aus Deutschland. Von dort kommen immer wieder Familien­mitglieder zu Besuch. Sozialhilfe, Einnahmen aus Drogen­handel, Schutzgelderpressung[wp], hier werden sie verbaut.
In der Dortmunder Nordstadt haben die Clans vor ein paar Jahren Fuß gefasst.
Wegzug und Verelendung schufen soziale Freiräume, in denen jetzt die Kriminalität blüht. In keiner deutschen Stadt wird mehr Kokain konsumiert als hier. Den Handel beherrschen die Clans.
Vor ein paar Jahren ist auch Walid Omeirat in die Stadt gekommen. Womit genau er sein Geld verdient, darüber will er nicht sprechen. Früher saß er längere Zeit im Gefängnis. Er soll einen Konkurrenten mit mehreren Messer­stichen schwerst verletzt haben. Heute lebt er ruhiger, aber sein Name hat im Viertel immer noch Gewicht.
Walid Omeirat
"Hier ist ein neuer Laden, wird aufgemacht. Ja, das ist von unseren Freunden, und diese ist, die Jungs sind alles Bekannte von uns, unsere Jungs. Und das ist der Club für diese Jungs. Und die sind auch respektvolle Jungs von uns. Auch von Türkei. Salam Aleykum! Das ist unsere Jungs, wir stehen hinter. Hier ist meine Bruder auch. Das ist keine Problem, der ist unter unsere Schutz, weil ich es sage kann er auch von mir kriegen."
"Yallah. Wir sind immer zusammen."
Man kennt sich im Kiez.
"Wenn uns jemand ans Bein pinkeln will dann kommt unser großer Abe und er sagt 'Leute, wir schlichten.' ... Dankeschön, danke! Ich bin hinter euch."
Die Clans haben ihre eigene Rechtsprechung. Jamal El-Zein ist ein so genannter Friedensrichter - die moralische Instanz für gut 10.000 Clan-Mitglieder. Nach seiner Überzeugung ist er wichtig für die deutsche Gesellschaft, weil er dort hilft, wo der Rechtsstaat an den Regeln der Clans scheitert.
Jamal El-Zein, Friedensrichter
"Weil wir die Angelegenheiten regeln können, die der Staat nicht lösen kann. Wenn ein, zwei Leichen auf dem Boden fallen, klären wir das innerhalb von zwei Wochen. Zwei drei vier Wochen und wir lösen das! Wir sind doch eine Sippe, wir sind als Großfamilien unter uns."
Er ist überzeugt, ohne dieses System der Paralleljustiz wären die Aus­einander­setzungen unter den Clans noch viel gewalttätiger.
Jamal El-Zein, Friedensrichter
"Dann hätte es in Essen schon 50 Tote gegeben."
Thomas Jungbluth, Landeskriminalamt NRW
"Wenn Sie eine Situation haben wo sich eine, eine Subkultur bildet die versucht ihre eigenen Regeln zu, um­zu­setzen, durch­zu­setzen gegen die Interessen des Staates, wo man den Staat als Ordnungs­faktor für das Regeln einer sozialen Gemeinschaft bewusst ablehnt, negiert, wo der Staat eben nicht mehr regelt, sondern die Community selber regelt, dann ist das ein Nährboden in dem organisierte Kriminalität entstehen kann."
Oer-Erkenschwick
Eigentlich ist das westfälische 30.000-Einwohner-Städtchen am Rande des Ruhrgebiets kein typischer Schauplatz für Clan-Kriminalität.
Doch inzwischen reicht der Arm der Großfamilien auch bis hier.
Beim örtlichen Fußballverein ist heute Herta Recklinghausen zu Gast. Wie präsent die Omeirats sind, zeigt sich schnell: Jeder Spieler trägt den Familiennamen auf den Trikot. Sie alle kommen aus den Clans.
Mitglied Familie Omeirat
"Heute müssen wir das Spiel machen."
Mitglied Familie Omeirat
"Hat sich mal so ergeben. Haben sich zwei junge Männer unterhalten, zwei Cousins, habt ihr nicht Lust hier und da und da hab ich denen gesagt 'Jungs, ganz ehrlich, da bin ich dabei.'"
In der Kreisliga treffen Welten aufeinander. Gestern und heute des Ruhrgebiets.
Mitglied Familie Omeirat
"Wir haben extra für unsere muslimischen Gäste halal und extra für unsere deutschen Gäste Schweine­fleisch dabei."
Auf dem Spielfeld zeigt sich beispielhaft, was man den Clans in der Gesellschaft vorwirft. Mit dem Recht des Stärkeren alle Regeln zu missachten.
Der Omeirat-Torwart foult einen Stürmer. Der Spiel­führer der Clan-Mannschaft eilt zu dem Am-Boden-Liegenden - doch statt ihm zu helfen, versetzt er ihm noch einen Schlag auf den Hinterkopf.
Der Schiedsrichter stellt den Torwart vom Platz.
Den eigentlichen Schläger aber lässt er straflos davon kommen - was vielleicht mit seinem Namen und seinem Auftreten zu tun hat?
Mitglied Familie Omeirat
"So sind manche Spiele, Schiedsrichter bedroht man und dann gewinnt man als Schiedsrichter"
Mitspieler Herta Recklinghausen
"Ja, aber ist wirklich so! Nein, Sie lassen sich beeinträchtigen. Wenn der Firat kommt, der haut den Schiedsr..., der haut unseren 16er in die Fresse, fragen Sie ihn mal. Dann hat er sie so angerannt, dann haben Sie Angst, ihm eine rote Karte zu geben."
"Nein."
"Natürlich, das hat jeder gesehen!"
"Sieg! 4:2. Zehn Spiele, zehn Siege."
Inzwischen ist die Gewalt der Clans aber auch auf den Straßen der Kleinstadt angekommen. Die örtliche Autowerkstadt gehört dem Kapitän der Fussball-Mannschaft. Nachbarn erleben hier im Juni 2017 die unerwartete Eskalation einer Fehde.
"Boah, jetzt schießen die auch noch? Der schießt. Der in dem Golf. In Erkenschwick, was geht hier ab?"
Anlass der Schießerei ist eine Aus­einander­setzung in der Rapper-Szene.
Khaled Miri: "Der wollte nur Angst einjagen. Der wollte nur 'Jetzt ist Ruhe', weißt du was ich meine? Der wollte Cut schließen. Das ist dann passiert. Das ist dann halt eskaliert."
"Jetzt geht’s rund. Hast du das drauf? ... Ach du Scheiße."
Für einige Clans ist Rap-Musik inzwischen eine wichtige Einnahme­quelle geworden. Die Familien kämpfen darum, wer bei welchem Musiker als "Schutzmacht" abkassiert.
Khaled Miri
"Jeder Rapper in Deutschland, jeder, ausnahmslos, hat einen gewissen Background, Rücken. Ja, man sagt Rücken dazu, warum auch immer. Der ihn schützt vor Äußerlichkeiten, vor anderen Menschen, die sich an ihm bereichern wollen, das ist Security, Sicherheit, wir sorgen für seine Sicherheit. Es ist nötig, es ist nötig in Deutschland. Weil sonst kommen die Haie, das ist ein Haifisch­becken. Ja, und du bist so eine kleine Kaulquappe, was auch immer. Und dann schwimmen Haie um dich herum. Du brauchst doch einen Background, du brauchst Leute die für dich einstehen."
Newsflash
"Das ist der Hauptangeklagte: Hamad, 45, aus Essen. Grund für die brutale Aus­einander­setzung? Streit unter Rappern."
"Scheiben und Türen des Imbisses im Plänterwald wurden beschädigt. Der Betreiber des Imbiss gehört einer palästinensisch-stammenden Großfamilie an und war eine Zeitlang Manager des Rappers Bushido."
"Bei einer Schlägerei am Dresdner Hauptbahnhof sind am Abend zwei Männer verletzt worden. Einer von ihnen schwer."
Der Rapper Azizz21 war bei der Schlägerei in Dresden dabei. Er gehört zum Miri-Clan in Berlin. Und singt über die Kämpfe auf der Straße.
Azizz21
"Ja, so, wenn Leute kommen aus woanders. Die wollen uns provozieren. Dann können wir auf jeden Fall auch anders, ne?"
Im Interview spricht er über seine Erlebnisse nur zögerlich und indirekt. Aber seine Andeutungen reichen, um sich ein Bild vom Leben im Clan zu machen.
Azizz21
"Wenn Leute kommen aus woanders, die wollen uns provozieren, dann können wir auf jeden Fall auch anders."
Azizz21
"Sagen wir mal so, jetzt rede ich nicht von meiner Familie, sondern von jemand anderes, wo ich gesehen habe. Ja? Zum Beispiel wenn jemand verraten wird von einem anderen Typen. Die werden ihn halt wehtun."
Die Verteidigung der Familienehre steht dabei über allem.
Azizz21
"Sag mal zum Beispiel, er sticht jemanden von der Familie, von irgendwelchen Leuten. Er wird auch auf jeden Fall zum Tod."
Die Verteidigung der Familienehre steht dabei über allem.
In der Popkultur werden die gewalttätigen Aus­einander­setzungen und die kriminellen Geschäfte inzwischen gefeiert. Kriminalität als Kultur­ereignis.
Für viele junge Clan-Mitglieder wie Khaled Miri ein Weg, sich Anerkennung zu verschaffen. Er gibt sich in seinem Video unter dem Künstler­namen "Dapharao" als Kokaindealer.
Der Job über den Khaled Miri singt - Tarek macht ihn wirklich. Er gehört zu einem Clan aus Neukölln.
Mit seinem Kokstaxi liefert er frei Haus. Bestellt wird per Handy - von Kunden aus allen Schichten.
Tarek
"Friedrichshain. Da Schönhauser Allee die Gegend. Prenzlauer Berg halt. Ganz normale Leute. So Leute wie euch.
Kontraste
"Warum machen Deutsche dieses Geschäft nicht?"
Tarek
"Deutsche? Deutsche sind fleißig in der Schule, die meisten oder nicht? Die leben ja nicht von Harz 4. Die meisten, die von Harz 4 leben, sind ja Araber, Türken. Und wer nicht mit Schule weiter­kommt fängt irgendwas auf der Straße aufzubauen."
Im Bezirksamt Berlin-Neukölln hat man erkannt, dass die Geschäfte der Clans den Rechts­frieden gefährden. Denn sie schrecken auch nicht vor brutalsten Verbrechen zurück.
Newsflash
"Es geschieht auf offener Straße und vor aller Augen. Ein Mann wird totgeschlagen, vermutlich mit Baseball­schlägern. Die Anwohner sind erschüttert."
"Am Boden liegend wurde weiterhin mit dem Baseball­schläger auf den Kopf eingeprügelt, der derart zertrümmert war, dass er einem Unfallopfer glich."
Selbst Beamte werden ein­geschüchtert. Der Mitarbeiter des Ordnungs­amtes will lieber anonym sprechen.
Ordnungsamtsmitarbeiter
"Es gab in der Vergangenheit auch Vorfälle, das insbesondere Polizei­beamte auch in ihrer Freizeit bedroht wurden und das hinterlässt natürlich auch Spuren. Die Kollegen waren dann so mutig, haben weitergemacht, haben sich davon nicht ein­schüchtern lassen, aber ich könnte gut verstehen dass wenn man dann plötzlich merkt dass vor der Schule wo die eigenen Kinder dann auch unterrichtet werden immer wieder dasselbe schwarze Auto steht und deutliche Botschaften sendet, dass man dann schon auch vielleicht den Druck so ein bisschen rausnimmt."
Mit Razzien versucht man verlorenes Terrain zurück­zu­gewinnen. Ihr Ziel ist weniger der ganz große Fang, als der Wunsch, es der Szene in Neukölln mit Nadelstichen unbequem zu machen.
Polizist
"Schönen guten Tag, wo ist denn hier der dem der Laden gehört, wer ist denn das? Der Chef?"
"Diese Shisha-Bars, diese Wettbüros, das hat schon so 'ne Art Wohn­zimmer­charakter für diese Menschen. Man trifft sich dort mit Freunden, empfängt dort Geschäfts­partner, ja es nervt nichts mehr als wenn dann womöglich da gerade in einem netten Gespräch oder bei einem gemütlichen Fußballgucken dann plötzlich die Ordnungs­macht durch die Tür kommt."
Barbesitzer
"Sind einige Leute die sag ich mal in der Vergangenheit kriminelle Vergangenheit haben. Berlin ist wie ein Dorf, man kennt sich halt, ne?"
Bei der Razzia gehen den Beamten zwei Koksdealer ins Netz. Wie sich herausstellt: zwei Flüchtlinge.
Polizist
"Die kleine Tüte hat er runtergeschmissen, der Rest war am Mann."
Noch während die Razzia läuft, versuchen zwei junge Männer die Klein­dealer zu erreichen. Kurz darauf steigen sie in ihr Luxusauto und brausen davon.
Flüchtlinge werden immer häufiger als Handlanger der Clans eingesetzt, berichtet Tarek, der selbst als Drogendealer unterwegs ist.
Tarek
"Na komm mal, ich erzähle es dir einmal so: Ein Flüchtling, ja, von seinem Land zu einem anderen Land zu kommen und einfach an einem Platz zu dealen - kann er nicht. Da gibt es Großfamilien die einfach ... die ... einfach packen und sagen soundso und machst du für mich und dann bekommen ... einigen die sich und bekommen die eine Menge und verkaufen es für den. Und die bekommen ihr Taschengeld."
Die Hintermänner zu belangen ist oft schwer.
Susann Wettley ist eine der wenigen Staats­anwälte, denen das gelungen ist: Täter aus dem Clanmillieu zur Verantwortung zu ziehen. Sie führte die Anklage bei einem der spektakulärsten Verbrechen Berlins: Den Raub­überfall auf das KaDeWe. Die Täter gingen für mehrere Jahre ins Gefängnis.
Wie in anderen Prozessen auch, haben die beteiligten Großfamilien immer wieder versucht, Zeugen zum Schweigen zu bringen.
Susann Wettley, Staatsanwaltschaft Berlin
"Die müssen gar nichts mehr konkret tun, die bauen einfach durch das was sie im Vorfeld getan haben, durch verbale Äußerungen, hier und da gab’s dann eben mal Körper­verletzungs­handlungen, so eine gewisse Drohkulisse auf, die von sich aus wirkt. Das wir dann wissen, ich sag hier was aus, gegen jemanden der schon mal jemanden schwer verletzt hat oder der einen Bruder, einen Cousin, einen Onkel hat, der bereit ist sowas zu tun. Das ist menschlich wahnsinnig nach­voll­ziehbar, dass man dann Angst hat auszusagen."
Der Ruf der Clans trägt zu dem Gefühl bei, unangreifbar zu sein.
Khaled Miri
"Wir können nichts dafür dass wenn Menschen Taten gesehen haben die, unsere Fehler gesehen haben und dann vor Gericht nicht widergeben. Wir können nichts dafür. Die sehen dann halt vielleicht von der Zeitung überspitzt, dann sagen die Zeitungen ja der ist von diesem Clan, und der ist von dieser Familie, und dieses Mitglied. Dann kann ich nichts dafür wenn ein Zeuge die Zeitung liest und sich denkt dann da sag ich lieber nichts oder sich plötzlich nicht mehr erinnert. Kann ja passieren, ist ja zufällig."
So müssen Staatsanwälte oft damit leben, dass Verbrechen der Groß­familien nicht gesühnt werden können.
Aber selbst wenn Zeugen auf den Rechtsstaat vertrauen und aussagen, sendet die Justiz mitunter das falsche Signal
Susann Wettley, Staatsanwaltschaft Berlin
"Wir merken schon dass wir vielfach nicht ernst genommen werden, was auch einfach daran liegt, da haben wir schon Probleme im System dass wir sie erstens natürlich sehr schwer ermitteln, wenn wir sie ermitteln bekommen sie, gerade wenn sie unter 21 sind, relativ milde Strafen noch und dann landen sie häufig im offenen Vollzug so dass sie für eine schwere Straftat gar nicht so richtig spüren was passiert. Da muss man vielleicht ansetzen."
In den Augen der Clans ist die fehlende Härte ein Zeichen von Schwäche.
Khaled Miri
"Wenn der Richter der Meinung ist in diesem Moment seine Dummheit, wenn er, für seine Dummheit müssen wir nicht leiden, weißt du was ich meine? Wenn er, wenn er sagt, Hassan P. oder Hassan M. wird jetzt für Drogenhandel zu einem Jahr Bewährung verurteilt, habe ich dem Richter gesagt dass er ein Jahr Bewährung geben soll? Dann habe ich einen guten Anwalt gehabt."
In Berlin streut die Clan­kriminalität inzwischen: aus den klassischen Brennpunkt-Stadtteilen in Viertel mit bürgerlichem Milieu, wie den Kudamm.
Newsflash
"Wer hier der Platzhirsch ist darum könnte es bei der Aus­einander­setzung gegangen sein. Auch drängen anscheinend immer mehr Familien der Clans aus Kreuzberg und Neukölln in die Innenstadt."
Und in dieses Landhaus im idyllischen Buckow zog - mit seinen 13 Kindern - der Clan-Boss der Familie R.
Die wird neben dem Mord in Britz auch mit einem spektakulären Bank­überfall und dem inzwischen schon legendären Diebstahl der 100 Kilogramm schweren Goldmünze aus dem Bode-Museum in Verbindung gebracht.
Die Beute ist verschwunden. Doch den Behörden fiel irgendwann auf, dass ein Sozial­hilfe­empfänger erstaunlich viele Eigentums­wohnungen kaufte.
"Die Staatsanwaltschaft teilt auf einer Presse­konferenz mit, dass 77 Häuser die seinem Clan gehören sollen, beschlagnahmt wurden."
Es ist der bislang größte Schlag gegen die Clan­kriminalität. Ein neues Gesetz ermöglicht es, Vermögen zu beschlagnahmen - wenn der Verdacht besteht, dass es illegal erworben wurde. Die Clans kämpfen dagegen mit ihren Anwälten - Ende offen.
Essen hat sich über Jahre zur Clan-Hochburg in Nordrhein-Westfahlen entwickelt.
Die neue Landesregierung setzt dem jetzt eine Null-Toleranz-Strategie entgegen. Polizisten aus der ganzen Region werden zusammen­gezogen - der Druck auf die Großfamilien ist enorm
Kleinste Delikte werden konsequent verfolgt. Diesen Lambhorgini-Fahrer zieht die Polizei aus dem Verkehr. Der Mann stammt aus Berlin. Wegen eines versteckten Messers wird er sofort in Gewahrsam genommen, der Wagen beschlagnahmt. Wie lange der Staat diese personal­intensive Strategie durchhält - Antwort offen.
Vier Wochen nach dem Anschlag sind bei dem Friseur auf der Sonnenallee die Scheiben erneuert. Der Mann hatte den Mut, die Polizei zu rufen und die Täter anzuzeigen. Doch er fühlt sich vom deutschen Rechtsstaat mit den Clans allein gelassen.
Friseur
"Ich warte, dass die Polizei etwas macht. Aber die Polizei muss ein bisschen schnell arbeiten, das ist zu langsam. Warum nicht ich weiß nicht. Ich sehe diese Leute."
Kontraste
"Sie sehen diese Leute?"
Friseur
"Ich sehe diese Leute jeden Tag, ja."
- Olaf Sundermeyer (RBB)[15]
Das sind die Bullen, Khalil wusste es gleich, als sie gegen seine Tür hämmerten. Wer sonst kommt unangemeldet um fünf Uhr morgens? Neben ihm schlief seine Frau, sie war im siebten Monat, trug ihr erstes Kind, seinen Sohn. "Aufmachen, sofort!" Er war kaum auf den Füßen, da flog die Tür schon aus den Angeln, ein Dutzend Männer hinterher, zwei packten ihn, brachten ihn zu Boden, die anderen rissen Schränke und Schubladen auf.

Einer der Polizisten war Türke. Er sprach Deutsch, aber eine Sprache, die er verstand. "Was bist du für ein Mann?", herrschte der Türke ihn an. "Deine Frau ist schwanger und im Nachthemd, und guck mal, wie viele fremde Männer sie jetzt gesehen haben!"

Er, Sohn eines berüchtigten Clans, der Gangster mit den fettesten Autos auf Kreuzbergs Straßen und Geldbündeln in den Taschen, lag da im Morgengrauen, Hände auf dem Rücken, während ein Spezial­einsatz­kommando in seiner Schmutzwäsche wühlte. Seine Frau starrte ihn an, ihre Hände zitterten. Die Frage pochte in seinem Kopf, als sie ihn abführten.

Was bin ich eigentlich für ein Mann? [...]
- Die Welt[16]
Der Clan-Chef Arafat Abou-Chaker wurde in Berlin verhaftet, ihm wird geplante Entführung vorgeworfen. Doch wie konnte der Clan so mächtig werden? Lesen Sie dazu erneut unser Interview mit dem Migrations­forscher Ralph Ghadban[wp]. Er wirft der Politik vor, sie habe die Herrschaft der Clans erst ermöglicht
Ralph Ghadbahn, geboren 1949 im Libanon, kam 1972 mit einem Doktoranden-Stipendium nach Deutschland. Von 1977 bis 1992 war er in der Sozialarbeit aktiv, unter anderem als Leiter der Beratungsstelle für Araber beim Diakonischen Werk. Seitdem hat er sich einen Namen als Migrations­forscher mit dem Schwerpunkt Islam gemacht. Zu dem Thema hat er mehrere Bücher veröffentlicht. Sein neuestes Buch erscheint jetzt im Ullstein-Verlag: "Arabische Clans. Die unterschätzte Gefahr."
Herr Ghadban, nach dem Mord an Nidal R. haben Maler unter Polizei­schutz ein Graffiti am Tatort entfernt, das den bekannten Kriminellen verherrlichte. Was geht Ihnen durch den Kopf, wenn Sie so ein Bild sehen?
Ich finde das richtig. Jeden Versuch, das Bild des Verstorbenen zu idealisieren und zu mystifizieren, muss man bekämpfen. Das war ein Verbrecher, kein Held, ein so genannter Intensiv­straftäter.
Aber was sagt es über den Rechtsstaat aus, dass die Polizei Maler bei der Entfernung von verbotenen Graffiti bewachen muss?
Es ist ein Alarmsignal. Aber natürlich müssen die Maler beschützt werden, wenn sie im Gebiet des Clans die Spuren der Selbst­verherrlichung beseitigen.
Das heißt, die Clans haben die Claims abgesteckt, in denen sie regieren?
Natürlich, und das schon seit Jahrzehnten. Die Opfer der Clans wissen das längst. Das ist nichts Neues. Aber die Medien zeigen erst Interesse, wenn Blut fließt.
Die Polizei sagt, dass Nidal R. an einem belebten Ort erschossen wurde, zeige, dass die Gewalt der Clans eine neue Dimension erreicht hat. Welche Botschaft sendet dieser Mord aus?
Das war eine Abrechnung. Nidal R. ist hingerichtet worden. Die Schützen waren keine Profis. Sonst hätten sie nicht acht Schüsse gebraucht, um ihn zu töten - auf die Gefahr hin, andere zu treffen. Das öffentliche Auftreten ist eine Macht­demonstration und zeigt ihre Verachtung des Staates.
Worum geht es in dieser Abrechnung?
Wahrscheinlich um Schutzgeld. Es hat schon vorher eine Auseinander­setzung gegeben. Man rätselt noch, mit wem. Die Medien haben berichtet, es sei ein Konflikt zwischen den arabischen Clans. Das glaube ich nicht.
Warum nicht?
Die Clans vermeiden Morde, wenn es möglich ist. Wenn ein Mord passiert, wird der Konflikt um die Geschäfte durch die Blutrache zusätzlich belastet. Ich nehme an, dass es in diesem Fall um eine Aus­einander­setzung mit anderen ethnischen Clans geht, wie etwa den Türken.
Wie kommen Sie darauf?
Außer den arabischen Clans sind die türkischen Clans am stärksten in Berlin.
Aber nicht jede Großfamilie ist ein Clan.
Das stimmt. Beim Clan ist der Zusammenhalt enger. Und ein Clan ist auch größer. Wir reden hier von mehreren tausend Mitgliedern
Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Flüchtlings­welle 2015 und diesen Clans?
Ja, viele der Flüchtlinge wurden von diesen Clans angeworben. Und da fängt das Problem an. Solange die Flüchtlinge alleine kommen, erleben wir nur ethnische Konflikte. Afghanen gegen Araber, Araber gegen Türken, Iraker gegen Syrer. Erst bei weiterem Zuzug von Verwandten können sie einen Clan bilden. Wenn sie sich als Clan aufstellen, dann werden die Konflikte zwischen den Clans ausgetragen. Die Entwicklung schreitet voran.
Das heißt, die Bundesregierung hat richtig gehandelt, als sie den Familiennachzug erst ausgesetzt und jetzt auf 1000 Menschen im Monat reduziert hat?
Ja, aber diesen Rahmen wird die Bundesregierung nicht einhalten können. Allein in Beirut liegen der deutschen Botschaft 30.000 Anträge auf Familien­zusammen­führung vor.
Aber nicht jede Großfamilie ist kriminell.
Seit den neunziger Jahren produzieren diese Clans aber die höchste Kriminalitäts­rate in Deutschland. Statt sich zu integrieren, bauen sie ihre Großfamilien auf. Und die Politik hat darauf nicht reagiert.
In Ihrem Buch beschreiben Sie, wie die ersten Araber in den siebziger Jahren aus dem Libanon nach Deutschland kamen. Was zog die ausgerechnet nach Berlin?
Die Stadt war damals noch geteilt, es gab ein Schlupfloch in der Mauer. Es waren palästinensische Studenten, die dieses Loch zuerst entdeckt haben. Sie waren nach Ost­deutschland gekommen, nachdem sich die PLO mit der DDR verbündet hatte.
Wie kam man denn vom Osten in den Westen?
Ganz einfach. Man kaufte ein Ticket für die Interflug von Beirut nach Berlin-Schönefeld. Das kostete damals nur 300 D-Mark. Am Flughafen hat man für fünf DDR-Mark ein Transitvisum gekauft. Der Bus brachte die Libanesen zum Bahnhof Friedrich­straße. Und dort konnten sie einfach über die Grenze in den Westen.
Ganz legal?
Ganz legal. Die Grenze wurde nicht kontrolliert. Berlin stand damals noch unter alliierter Herrschaft.
Und das sprach sich im Libanon herum?
Ja, ich schätze, dass auf diesem Weg bis zum Fall der Mauer 1989 75 Prozent der Araber nach West­deutschland gekommen sind, nicht nur aus dem Libanon. Heute leben in Berlin circa 140.000 Araber.
Wann hat der Berliner Senat das Loch entdeckt?
Anfang der achtziger Jahre. Aber er konnte es nicht stopfen. Die Bundes­regierung hätte die DDR sonst als eigenen Staat anerkannt. Und die DDR hatte auch gar kein Interesse daran, das Loch zu stopfen.
Warum nicht?
Sie hat ja an den Einreisenden verdient. Der Interflug war ja eine staatliche Flug­gesellschaft. Und dann mussten die Einreisenden auch noch Geld in DDR-Mark tauschen. Erst 1987 stellte die DDR keine Transit­visa mehr für Ein­reisende aus, die kein Anschlussvisum hatten.
Und dann riss der Strom ab?
Ja, aber nur kurz. Dann fanden die arabischen Studenten andere Wege, um ihre Landsleute ein­zu­schleusen. Sie haben sie als Gäste eingeladen und pro Kopf zwischen 300 und 500 Mark kassiert. Aber das ging nur bis 1989. Dann fiel die Mauer.
Und dann?
Von 1989 bis 1990 gab es überhaupt keine Grenze. Allein in diesem Jahr sind 20.000 Menschen aus dem Libanon gekommen. Erst am 3. Oktober 1990 hat der Bundes­grenz­schutz die Grenze dicht gemacht.
Warum hat der Staat diese Menschen nicht einfach abgeschoben?
Das ging nicht. Als Palästinenser und Mhallami[wp]-Kurden waren sie „staatenlos“. Wegen der Genfer Flüchtlings­konvention wurden sie geduldet. Sie hingen dann jahrelang in der Luft. Das war ein humanitäres Problem. Und dann hat man die Altfall­regelung für sie getroffen. Das heißt, ihr Aufenthalt wurde legalisiert. Aber da hatten sie sich schon am Rande der Gesellschaft eingerichtet. Man hat sie nicht mehr erreicht. Sie hatten schon erkannt, wie man sich in dieser Gesellschaft bedienen kann. Sie haben die deutsche Gesellschaft als Beute­gesellschaft betrachtet.
Die Polizei in Berlin spricht von zwölf arabischen Clans, die das Geschäft der organisierten Kriminalität unter sich aufgeteilt haben. Gemessen an den 140.000 Arabern, von denen Sie sprechen, ist das doch nur ein kleiner Anteil.
Was die Polizei sagt, stimmt nicht. Die operiert immer mit anderen Zahlen. Mal spricht sie von sechs Clans, mal von zwanzig. Die weiß doch gar nicht, wer hier ist.
Wann hat die Polizei die Gefahren erkannt, die von diesen Clans ausgehen?
Vor zwanzig Jahren. Die Politik erlaubt ihr aber nicht, das Problem zu behandeln. In Berlin darf die Polizei bis heute von Clan-Kriminalität zu nicht sprechen. Sie spricht nur von organisierter Kriminalität.
Aus Ignoranz? Oder weil man sie sich nicht eingestehen will, dass sie die Entwicklung verschlafen hat?
Am Anfang hat man das Problem der Großfamilien nicht wahrgenommen. Man war so überzeugt von der Überlegenheit des westlichen Modells und von seiner Integrations­kraft. Man hat nicht erkannt, dass diese Menschen ein anderes Wertesystem hatten und nicht bereit waren, sich zu integrieren. Großfamilien kann man nicht integrieren.
Warum nicht?
Integration ist in westlichen Gesellschaften immer individuell. Man integriert Einzelpersonen, nicht Gruppen. Und diese Menschen definieren sich über Werte wie die Großfamilie, die Ethnie oder die Religion.
In Ihrem Buch schreiben sie, der Staat habe die Verbreitung der Clans durch seine Politik der falsch verstandenen Toleranz sogar noch gefördert.
Das stimmt. Nach dem Fall der Mauer ist in Deutschland der Rassismus explodiert, nicht nur im Osten. Es gab plötzlich überall Angriffe auf Menschen, die ausländisch aussahen. Die Zivil­gesellschaft hat darauf reagiert. Damals hat sich die Ideologie von Multikulti auf den Straßen durchgesetzt.
Anerkennung und Respekt für fremde Kulturen ist ja erstmal was Positives.
Das stimmt. Wegen Anerkennung und Respekt der Kulturen hieß der Slogan dann: Integration durch Partizipation. Aber eine Partizipation setzt neben einer gewissen Bildung auch die Bereitschaft zur Integration voraus. Und die kann ich nicht erkennen.
In ihrem Buch schreiben Sie, schon in den achtziger Jahren hätten die Großfamilien stattdessen begonnen, islamische Strukturen in Deutschland zu schaffen.
Ihre erste Organisation war die Islamische Föderation[wp], später kamen andere islamische Organisationen und die DITIB dazu, die Türkisch Islamische Union der Anstalt für Religion, e.V. Die DITIB untersteht dem türkischen Präsidenten. Es ist ein Instrument seiner Regierung. Diese Verbände haben die Grundlagen der Parallelgesellschaft geschaffen.
Sie sind 1972 mit einem Doktoranden-Stipendium nach Deutschland. Welchen Bezug haben Sie zu den arabischen Clans?
Das sind meine Landsleute. Von 1976 bis 1993 war ich Sozial­arbeiter, zehn Jahre habe ich die Beratungs­stelle für Araber des Diakonischen Werks geleitet. Durch meine Arbeit habe ich sie besser kennengelernt.
Als langjähriger Leiter dieser Stelle haben Sie einen guten Einblick in diese arabischen Clans bekommen. Was waren denn deren Sorgen?
Asyl- und Aufenthalts­fragen, sie waren ja alle Flüchtlinge. Danach kamen Familien­konflikte. Ein Hauptthema waren die Ehen von Minder­jährigen - damals schon. Aber erst heute regt man sich darüber auf. Das Diakonische Werk hatte die Vormundschaft für die Kinder minder­jähriger Mütter.
Hat Sie der Job nicht frustriert?
Doch, natürlich. Es gab wenig Erfolgserlebnisse.
Und obendrein haben Sie diese Parallelgesellschaft noch unterstützt.
Das war mein Job als Sozialarbeiter. Wenn Leute in Not sind, wird ihnen geholfen. Außerdem gehörte es zu meinem Selbst­verständnis als Linker, anderen zu helfen.
Hatten Sie keine Gewissensbisse?
In manchen Fällen schon. Ich habe mich aber dadurch gerettet, dass ich mich strikt an die Gesetze hielt. Ich habe auch darauf geachtet, dass mein Engagement nicht missbraucht wird.
Was war denn das Krasseste, was Sie in der Beratungsstelle erlebt haben?
Alles war krass. Die Werte­vorstellungen der Araber kollidierten ständig mit den Werten unserer Gesellschaft. Sie wollten ihre Kultur wieder­her­stellen und dachten gar nicht an Integration. Es gab natürlich Ausnahmen. Es gab aber auch Klienten, die polygam waren - die mehrere Frauen hatten, sowohl hier als auch in ihrer Heimat. Was sollte ich da machen? Das ging mich nichts an. Ich war Sozial­arbeiter, nicht Polizist.
Haben die mit Ihnen auch darüber gesprochen, wie sie ihr Geld verdienen?
Das war mein Job, ihre Probleme mit dem Arbeitsamt zu behandeln. Die Fragen der Schwarzarbeit bekam ich indirekt mit. Die Straf­verfahren habe ich auch begleitet. Ab 1982 habe ich die Gruppen­arbeit in den Straf­voll­zugs­anstalten in Berlin aufgebaut. Ich war zehn Jahre lang bis 1998 Anstalts­beirat in Tegel. Ich kenne sie deshalb sehr gut.
Inzwischen hat sich Berlins Innensenator Andreas Geisel[wp] (SPD) den Kampf gegen die Clan-Kriminalität auf die Fahnen geschrieben. Gerade lässt er prüfen, wie die Steuer­fahndung gegen die Clans vorgehen könnte. Der Bezirk Neukölln lässt gerade prüfen, ob er Kinder arabisch-stämmiger Krimineller in staatliche Obhut nehmen könnte. Hat sich der Wind in der Politik gedreht?
Auf jeden Fall. Die SPD in Neukölln hat mich gerade als Experten zu einer Diskussions­veranstaltung über Clan-Kriminalität eingeladen. Das zeigt mir, dass das Thema endlich auch in der Politik angekommen ist. Jahrelang hat die SPD einen großen Bogen um mich gemacht und meine Warnungen in den Wind geschlagen.
Müssen Sie jetzt mit Racheakten rechnen, wenn Sie in Ihrem Buch vor der Gefahr warnen, die von diesen Clans ausgehen?
Ich nenne ja bewusst keine Namen. Es ist eine wissen­schaftliche Arbeit, keine Polizei­arbeit.
Aber Ihre Arbeit gipfelt ja in der Forderung, der Staat müssen diese Clans bekämpfen.
Ich bin ihr Gegner. Sie wissen das. Einer von ihnen hat sich schon bei mir gemeldet.
Was wollte er?
Er hat mich unter dem Vorwand besucht, er wollte mich zur Hochzeit seines Sohnes einladen. Er hat mir die Einladung auch persönlich vorbei­gebracht. Er hat gesagt, es gebe Leute, die wollten mit mir reden. Sie finden, dass ich ihren öffentlichen Ruf ruiniere.
Und was haben Sie ihm geantwortet?
Wer ist denn an ihrem schlechten Ruf schuld? Ich? Oder die Polizei­statistik? In ihren Wohnorten gehen mehr als zwanzig Prozent der Organisierten Kriminalität auf das Konto dieser Clans?
Haben Sie gar keine Angst?
Vor der alten Generation nicht. Der habe ich ja geholfen. Die wissen das auch noch. Aber die junge Generation kennt mich nicht. Wer sollte mich vor ihr beschützen? Die Polizei?
- Cicero[17]
Bilal H. rastete aus: "Schlampe", herrschte er die Mitarbeiterin des Ordnungs­amtes in der Essener City laut Polizei­protokoll an. Während der bullige Mann auf die Frau zustürmte und zum Faustschlag ausholte, schob er noch zahlreiche schlimmere Beschimpfungen hinterher.

In letzter Sekunde stellten sich Kollegen der städtischen Mitarbeiterin dazwischen, um den tobenden Angreifer zu bremsen: Bilal H., vielfach vorbestraft, Mitglied des berühmt-berüchtigten Al-Zein-Clans. Der verängstigten und zitternden Frau schickte er den Ermittlungen zufolge noch einige Flüche hinterher: "Verpiss dich, wenn ich dich hier noch mal treffe, schlag ich Dich kaputt." Einem Polizisten in Zivil, der zufällig vor Ort war, ging der Berufs­verbrecher noch an den Kragen, weil der die Szene per Handy gefilmt hatte. Bilal H., Spitzname "Pumpgun Bilal", weil er seinen Vater einmal mit einer derartigen Flinte bedroht hat, ließ keinen Zweifel daran, wer seiner Meinung nach in dem Essener Viertel das Sagen hat: der Clan[wp].

Situation eskaliert umgehend

Der Grund für den Ausraster: Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes hatte eine Spielhalle in der Essener Innenstadt kontrolliert und dabei H. mit seinem kleinen Sohn angetroffen. Kinder dürfen nicht in die Räume, mahnte die Frau vom Amt. Kaum gesagt, eskalierte die Situation umgehend.

Vor Gericht verantworten musste der Angreifer sich deshalb aber nicht. Denn bei der Essener Justiz ist der wuchtige Schläger gefürchtet. In einem Vermerk plädierte ein Amtsrichter dafür, die Anklagen in der Spielhallen-Sache und weiteren Fällen von Beleidigung, des Widerstandes gegen Voll­streckungs­beamte, Bedrohung und vorsätzlicher Körper­verletzung nicht zu verhandeln.

Prozess zu gefährlich?

Zu hoch erschien ihm das Sicherheits­risiko durch Tumulte seitens des Angeklagten und seiner Familie im Gerichtssaal. Im Falle eines Prozesses seien wohl ein Dutzend Justiz­wacht­meister nebst Polizei­aufgebot nötig, "um eventuelle bedrohliche Situationen zum Nachteil der geladenen Zeugen, der Vertreterin der Staatsanwaltschaft oder auch des Gerichts zu unterbinden." Bilal H. kam deshalb mit einem Strafbefehl über sieben­einhalb Monate auf Bewährung davon. In einem anderen Fall hatte er zuvor eine Geldbuße von 1800 Euro erhalten, die er aber jahrelang schuldig blieb. Offiziell lebt Al-Zein von Hartz-IV-Einkünften. Tatsächlich aber soll er sich nach der Einschätzung von Ermittlern durch Straftaten finanzieren, etwa durch Diebstahl und Hehlerei. Sein Vor­strafen­register enthält mehr als ein Dutzend Einträge von Jugend an: unerlaubter Waffenbesitz, Körper­verletzung, Nötigung und Beleidigung.

Miri, Omeirat, Remmo, Abou Chaker, El Kadi, Serhan, Nemr und Tamr, El Kurdi: Die Namen haben bundesweit in der Unterwelt großes Gewicht bekommen. Bei weitem nicht jeder Angehörige geht illegalen Geschäften nach. Der Arm der kriminellen Familienzweige reicht jedoch von der Spree, über die Weser bis an die Ruhr und den Main. Das weit verzweigte Sippen-Netz verläuft vom südlichen Schweden über Deutschland, Belgien, Niederlande bis in die Türkei und den Libanon.

Jung, gewalttätig, skrupellos

Auch die Ruhrschiene ist mittlerweile Clan-Land. Das Düsseldorfer Landes­kriminal­amt (LKA) zählt 100 Sippen in NRW. Aufgelistet wurden 6449 Tatverdächtige aus dem Milieu, die bis 2018 binnen zwei Jahren 14.225 Straftaten begangen haben sollen. Das Register umfasst Schutzgeld­erpressung, Einbruch, Raubüberfall, Drogen- und Waffen­handel, Betrug mit Gebraucht­wagen oder bei Kfz-Versicherungen, gewerbs­mäßige Steuer­hinter­ziehung, Geldwäsche, Zigaretten­schmuggel, Produkt­piraterie bis hin zum Handel mit gefälschten Viagra-Pillen.

Jung, gewalttätig, skrupellos, ohne Respekt vor der Staatsmacht: Das ist der Prototyp eines Clanmitglieds. Bilal H. ist einer von ihnen. Von einem Wettbüro-Betreiber soll er vor fünf Jahren 150.000 Euro gefordert haben. So zumindest legen es Vermerke nahe, die FOCUS Online vorliegen. "Ich sag dir offen, dass du unser Gast bist hier in Essen und ohne uns hier diese Geschäfte nicht machen kannst", soll ein Komplize aus dem El-Zein-Clan[wp] anfangs gedroht haben. Als er sich geweigert habe zu zahlen, so der Wettbüro­betreiber, hätten die Ein­schüchterungs­versuche zugenommen: Am Telefon habe Bilal H. deutlich gemacht, dass er aufpassen müsse. Er, Bilal, habe schon im Gefängnis gesessen und er habe auch kein Problem damit, nochmals wegen ihm in den Knast zu wandern, gab der der Geschäftsmann zu Protokoll. Am Abend soll es einen weiteren Drohanruf einer El-Zein-Größe gegeben haben. Ali H. saß zu jener Zeit im offenen Vollzug in Castrop-Rauxel. Dieser Umstand soll ihn aber nicht davon abgehalten haben, sich das Handy eines Knast­kumpels auszuleihen, um den Wettbüro­besitzer weiter unter Druck zu setzen.

"Die Heimat ist der Clan"

Jahrelang versuchte die Essener Staatsanwaltschaft Bilal H. und seine Verwandten, die die Vorwürfe stets bestritten, wegen Erpressung zu belangen. Letztlich aber wurden die Angeklagten aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Der Bundes­gerichtshof verwarf 2018 die Revision der Ankläger.

Der 37-jährige Araber gehört zu den großen Problemfällen an der Ruhr. H. gilt als eine der führenden Figuren im libanesischen Al-Zein-Clan der Revier­metropole. Sein Vater ist eines der Oberhäupter der Großfamilie mit geschätzt 5000 Mitgliedern, die in Berlin und an der Ruhr Hunderte Strafakten füllt. "Die Heimat ist der Clan", erklärt Essens Polizei­präsident Frank Richter. "Der deutsche Staat mit seiner Werteordnung wird verachtet. Er gilt als schwach." NRW-Justiz­minister Peter Biesenbach[wp] (CDU) moniert, dass die Politik tatenlos zugesehen habe, wie sich "in den vergangenen 30 Jahren kriminelle Strukturen" verfestigt hätten. "Es hat sich eine Parallelgesellschaft entwickelt", konstatiert der Minister.

Gefängnisaufenthalte gelten als Auszeichnung

Machogehabe, Protzen mit dicken Schlitten, mangelnder Respekt vor der Ordnungsmacht, gepaart mit archaischen Wertebegriffen, an deren Spitze die Familie steht: Ein einfaches Gut-und-Böse-Denken beherrscht den abgeschotteten Clan-Orbit, der das schnelle Geld durch Straftaten verspricht. Wer sich "gerademacht" auf der Straße, genießt Ehre und Ruhm. Gefängnis­aufenthalte gelten als Auszeichnung.

Im Video: Clan-Mitglied zeigt in ZDF-Doku seine Verachtung für deutschen Staat

Bei Clans wie den Al-Zein handelt es sich um so genannte Mhallamiye-Kurden, die in den 1920er Jahren vor den Repressalien des Atatürk-Regimes aus der Türkei in den Libanon flüchteten. Vor dem Bürgerkrieg in Beirut flohen die Sippen in den 1980er Jahren nach Deutschland. Viele von ihnen wurden Staatenlose. Zwar geduldet, mangels Arbeits­erlaubnis durften sie hierzulande allerdings nicht jobben. "Also nutzten sie ihre Clanstrukturen, um illegal Geld zu erwirtschaften", erläutert Daniel Kretzschmar, Berliner Landes­vorsitzender des Bundes Deutscher Kriminal­beamter (BDK). Zu spät habe man erkannt, dass nur ein hoher Personal­einsatz die Entwicklung stoppen könne. Auch deshalb, weil der Nachwuchs mancher Familien von klein auf "angelernt" werde, die "Gangster­philosophie" zu verinnerlichen.

Minister will Clans das Handwerk legen

So wie Clan-Spross Bilal H., der im syrischen Deir-Zor auf die Welt gekommen sein will. Ein Umstand, der dazu führt, dass er trotz seiner Straftaten immer wieder aufs Neue eine Duldung erhält. Die Ermittler verorten seinen Geburtsort indes in der libanesischen Hauptstadt Beirut. Beweisen können sie es nicht.

Seit seinem Amtsantritt 2017 forciert NRW-Innen­minister Herbert Reul[wp] (CDU) eine "Null-Toleranz-Strategie" mit zahlreichen Razzien in Clan-eigenen Shisha-Bars, Spielhallen, Imbissbuden, Lokalen bis hin zu Gewerbe­betrieben oder Miets­häusern, die sich im Besitz der Groß-Sippen befinden. Reul will über "die Politik der Hundert Nadelstiche" die Lufthoheit im Ruhrgebiet zurückgewinnen. "Es ist eine Mammutaufgabe, den Clans das Handwerk zu legen", bekennt der Minister.

"El Presidente"

Dabei geht es vor allem um Gruppen wie die Al-Zeins. Die Großfamilie spielt an der Ruhr und an der Spree eine gewichtige Rolle. Mahmoud Al-Zein, einst der Pate von Berlin, im Jahr 2005 verurteilt wegen Drogenhandels zu vier Jahren und drei Monaten Haft, soll heute in Duisburg leben. Im Herbst feierte "El Presidente" die pompöse Hochzeit seiner Tochter in Mülheim/Ruhr. So groß die Gästeschar, so intensiv fielen die polizeilichen Kontrollen aus. Zahlreiche andere Bosse sollen anwesend gewesen sein.

Die Clans teilen den Einfluss untereinander auf. "Beinahe turnusmäßig treffen sich die Oberhäupter der wichtigsten Familien in Düsseldorf, um ihre Geschäfte zu besprechen und ihre Territorien abzustecken", berichtet ein hochrangiger Ermittler FOCUS Online. Geraten rivalisierende Familien aneinander, vermittelt eine Art Friedens­richter.

Zeugen werden eingeschüchtert

Das TV-Magazin "Kontraste" sprach kürzlich mit Jamal El-Zein. Der Mann gilt als die moralische Instanz für Tausende Clan-Mitglieder. Seinen Worten zufolge hilft er dort, wo die hiesige Ordnungsmacht scheitert. "Weil wir die Angelegenheiten regeln können, die der Staat nicht lösen kann. Wenn ein, zwei Leichen auf den Boden fallen, klären wir das innerhalb von zwei Wochen!" Ohne sein Wirken, brüstete sich der selbst ernannte Friedens­stifter, "dann hätte es in Essen schon 50 Tote gegeben."

Im Ruhrpott ist die Al-Zein-Sippe eine Macht. Wenn es mit der Polizei Ärger gibt, werden per Handy-Telefonkette umgehend einige Dutzende Clanbrüder herbei­gerufen. Schnell entsteht ein Mob, der die Ordnungshüter beschimpft oder einzuschüchtern versucht. "Wir wissen, wo du wohnst", klebte ein Zettel auf dem Zivilwagen eines Polizei­beamten in Essen. Massiv werden Gerichts­zeugen durch Sippen­angehörige eingeschüchtert. Mit dem Erfolg, dass sich etliche an ihre belastenden Aussagen bei der Polizei vor dem Richter nicht mehr erinnern können.

Spektakuläre Kriminalfälle

Die El-Zeins stehen auch für spektakuläre Kriminalfälle - etwa den Überfall 2014 auf das Kaufhaus KaDeWe in Berlin, bei dem sie Luxusuhren und Schmuck im Wert von gut 800.000 Euro erbeuteten.

Im Jahr darauf schoss Youssef H., alias Al-Zein, den Schwer­gewichts­boxer Manuel Charr in einer Essener Dönerbude in den Bauch. Ein Streit auf Facebook war dem Attentat vorausgegangen.

Nach Angaben der Berliner Polizei­präsidentin Barbara Slowik geht in der Hauptstadt jede vierte Tat im Bereich Organisierter Kriminalität (OK) auf das Konto arabischer Clans. Ähnlich aktiv scheinen die NRW-Ableger zu sein, die längst ihre Operations­felder weit über das Ruhrgebiet hinaus­geschoben haben.

"Dabei wird alles zu Geld gemacht, was geht", erläutert ein leitender Strafverfolger. Die Düsseldorfer Staats­anwaltschaft ermittelt gegen eine 15-köpfige Familie, die im großen Stil gestohlene Autos aus etlichen EU-Staaten in illegalen Werkstätten ausgeschlachtet haben soll.

Mehr Gewinn als bei einem Kilo Koks

Im vergangenen Jahr hoben die Essener Zollfahnder eine illegale Wasser­pfeifen­tabak-Fabrik im Kreis Mettmann aus. Gut 2,3 Tonnen Ware soll die Gang laut Ermittlungen verschoben haben. Die Tabakpanscher soll das örtliche Oberhaupt der Al-Zein-Familie in Langenfeld gelenkt haben. Pro Kilo sparte der Clan 40 Euro Tabaksteuer. "Da kommen Gewinn­spannen von 200 Prozent zusammen, mehr als bei einem Kilo Koks", erläutert ein hoch­rangiger Fahnder.

Bilal H. indes kann auf das Wohlwollen seines Bewährungs­helfers zählen. Trotz aller Rückfälle stellte der ihm im Herbst 2016 ein positives Zeugnis aus. Sicher, da gebe es noch drei offene Strafverfahren, so der Tenor, aber ansonsten "zeigt sich der Klient offen und zur Zusammenarbeit bereit".

Ende 2017 stürmten Schläger der Al-Zein-Familie die Essener Teestube "Café Olympia". "Pumpgun Bilal" soll mitgemischt haben, heißt es aus Justizkreisen. Bei dem Angriff ging es um 5000 Euro und den Auftritt eines irakischen Künstlers. Die Angreifer versprühten Tränengas und prügelten den Betreiber der Teestube mit einem Totschläger nieder. Inzwischen hat die Staats­anwaltschaft die Tatverdächtigen angeklagt.
- Focus Online[19]
Ganz plötzlich drehen sich die Fähnchen im Wind. Die FAZ fragt nun, wie es so weit mit der Clankriminalität kommen konnte:
Zitat:

«Sicher aber ist, dass viel zu lange nichts getan wurde, unter anderem deshalb, weil im multikulturellen Wolkenkuckucksheim von "Parallelgesellschaften" nicht die Rede sein durfte.

Das war für den Rechtsstaat ein Bumerang, der jetzt im Bundestag angekommen ist. Denn die neue Form von Kriminalität, mittlerweile in vierter Generation, hat sich so festgesetzt, dass ihr mit herkömmlichen polizeilichen Mitteln nicht immer beizukommen ist.»[20]

Boah, wie die sich jetzt auf einmal alle beeilen, in die andere Richtung zu schreiben...

Wieder die Frage: Opportunismus, Wendehalsigkeit, Angst vor der AfD oder Befreiung von der SPD?

Europa

Die organisierte Kriminalität in Europa entstand aus einem sozialistischen Experiment:

Geliefert genau wie bestellt:

Die Thüringer Allgemeine schreibt, dass Europol davor gewarnt habe, dass sich organisierte Kriminalität in Europa massiv ausbreite und gefährlicher als Terrorismus sei.

Zitat:

«Mit Handgranaten-Anschlägen und tödlichen Schießereien auf offener Straße kämpfen Banden in Schweden in bislang ungekannter Brutalität um die Vorherrschaft in der Unterwelt. "Wir haben Krieg, die Lage ist dramatisch", klagt Jale Poljarevius von der schwedischen Nationalpolizei.

2018 seien fast 40 Menschen bei den Schießereien zwischen Banden ums Leben gekommen, dieses Jahr zählt die Polizei schon zwölf Tote und zwölf Verletzte, 47 Explosionen. "Sie kommen schwer bewaffnet, kämpfen wie Special Forces[wp] der Armee, sie sind sehr, sehr gefährlich", beschreibt Kriminal­kommissar Poljarevius die Gewaltserie vor allem in Stockholm, Malmö, Göteborg. "Das sind Verbrechen, die wir nie zuvor gesehen haben."

Die Täter seien oft sehr jung, die Waffen stammen vorwiegend vom Balkan - und die Gangs mit rund 18.000 Mitgliedern breiteten sich tief in der Gesellschaft aus. Ihre Verbindungen sind international.»[22]

Genau so wollte man es aber doch haben. Das ist doch nicht einfach so passiert, das hat man doch politisch systematisch so aufgebaut.

Zitat:

«"Schweden ist das Labor für Experimente der organisierten Kriminalität in Europa", sagt Jari Liukku, der bei der EU-Polizei­behörde Europol[wp] in Den Haag die Einheit für diesen Verbrechens­bereich leitet. "Die Gewalt der organisierten Kriminalität nimmt zu", sagt Liukku.»[22]

Schweden ist doch das linke Experimental­labor Europas. Wie hätte da etwas anderes entstehen können als Schwerst­kriminalität?

Zitat:

«"Die organisierte Kriminalität ist das größte Risiko für die innere Sicherheit Europas - größer als der Terrorismus", sagt der Europol-Beamte Liukku. [...]

Besonders gefährlich bleibt die italienische Mafia, deren Radius nach Einschätzung von Fahndern "exponentiell" wächst. [...]

Die kalabrische 'Ndrangheta[wp], die Experten als gefährlichste der Mafia­organisationen einstufen, investiere weiter in EU-Staaten, vor allem in Osteuropa , sagt der Direktor des italienischen Anti-Mafia-Kriminalamtes DIA, Giuseppe Governale. [...]

Die 'Ndrangheta sei auch in Deutschland und Belgien aktiv. "Durch Korruption und Gewalt dringen sie tief in die Gesellschaft ein und werden immer größer und einfluss­reicher", berichtet der DIA-Chef. [...]»[22]

Ach, in bin mir sicher, dass außer­europäische Banden da auch nicht lange auf sich warten lassen.

Und jetzt kommt ein wichtiger Punkt:

Zitat:

«Ein wichtiges Geschäftsfeld ist der Schmuggel illegaler Migranten geworden: "Mit Migranten machen sie heute mehr Geld als mit Drogen", sagt der Mafiajäger. Von den Zahlungen des Staates an Migranten kassiere in Italien in vielen Fällen einen Teil die Mafia. Auch Europol warnt, der Migranten­schmuggel sei hoch­profitabel, einige Verbrecher­organisationen hätten ihr Geschäftsfeld deshalb erweitert.»[22]

Da muss man dann schon mal die Frage aufwerfen, ob es da nicht Quer­verbindungen zwischen der "Seenot­retter­szene”, linken Migrations­aktivisten und der Mafia gibt.

Ich hatte vor einiger Zeit mal einen Fall vorliegen, in dem es um tausende Euro Zahlungen im Monat ging und es gewaltig nach Mafia stank - Mafia mit Beteiligung der Behörden und der Justiz. Es stank danach, als würden Migranten, die selbst wahrscheinlich gar nichts davon wussten, als Strohmänner für horrende Zahlungen des Staates an Dritte eingespannt und auf diese Weise Millionen im größeren Maßstab dann ohne Frage Milliarden abgepumpt.

Aber das zentrale sozialistische Ziel war ja, die Gesellschafts­form des weißen Mannes abzuschaffen.

Geliefert wie bestellt.
- Hadmut Danisch[23]
Ralph Ghadban[wp]:
Zitat:

«Es geht im Grunde genommen um zwei unterschiedliche Zivilisationsmodelle: das westliche Modell, das auf dem autonomen, mündigen Individuum beruht, und das islamische Modell, das auf der Gruppe - sei es die Großfamilie oder der Megastamm der Muslime, die Umma[wp] - basiert und die Autonomie und Mündigkeit des Individuums einschränkt. Die beiden Modelle sind inkompatibel, die Integration setzt die Befreiung des Individuums voraus; das bedeutet die Sprengung der Gruppe.»

Zitat:

«In der islamischen Welt hat sich das Individuum von der Großfamilie und der Gemeinschaft aller Muslime, der so genannten Umma, nicht befreien können. Diese Gruppen­organisation ist von der Religion mit ihrer Scharia zementiert worden. Fast überall in der islamischen Welt regelt die Scharia das Familien- und Erbrecht und verfestigt die patriarchalischen Verhältnisse der Großfamilie. Es gilt für Muslime die im Koran vorgeschriebene Distanzierung von den "Ungläubigen" wie bei den Traditionalisten, bis zur Gewalt­anwendung gegen "Ungläubige" bei den Dschihadisten.

Mit diesem kulturellen Hintergrund sind die Muslime in den Westen eingewandert. Die Hoffnung (des Westens) auf Modernisierung ihrer Kultur und Religion wurde enttäuscht, ein moderner Islam existiert bis heute nicht. Stattdessen sind die islamischen Parallelgesellschaften entstanden ..., weil sie eine globale, alternative und zugleich ausschließende Kultur haben. Ihre starre Kultur bekämpft alle Fremdeinflüsse und erlaubt kein gleich­berechtigtes Zusammen­leben mit Nichtmuslimen, sie sind überzeugt von der Überlegenheit ihrer Religion, dem Herrschafts­anspruch ihrer Gemeinschaft und können im besten Fall die "Ungläubigen" nur dulden.»

Nach Ralph Ghadban unterscheidet sich der Clan von der klassischen Großfamilie, aus der er herauswächst, dadurch, dass er eine stärkere interne Solidarität aufweist und sich, insbesondere bei der ethnischen Gruppe der Mhallamiya, mit der Blutrache von der Außenwelt abgrenzt. Bei entsprechender Intensität des Stolzes auf die Überlegenheit des Islam steigt daraus eine besonders große Verachtung der Deutschen und ihrer Werte auf, aus der sich die Clan­kriminalität entwickelt.

Zitat:

«Sie haben gemerkt, dass in unserer offenen, toleranten Gesellschaft die Menschen als Individuen und autonome mündige Bürger, die das Gewaltmonopol des Staates respektieren, ihnen als aggressiv auftretende Gruppe ausgeliefert sind. Deshalb haben sie die Gruppen­solidarität des Clans weiterentwickelt und verfestigt und damit seine Funktion geändert. Während der Clan in der Heimat dem Schutz der Gruppe diente, hat er sich heute in Deutschland zu einer kriminellen Organisation entwickelt.»

Clans können mehrere Hunderte bis Tausende von Mitgliedern umfassen. Sie spezialisierten sich auf Raub­überfälle, Drogen­handel, Schutzgelder, Prostitution: Überall, wo es etwas zu holen gibt, sind sie vertreten. "In den letzten Jahren floriert für die Clans jedoch die Geldwäsche. Deshalb investieren sie in Restaurants, Shisha-Bars, Bäckereien und Immobilien."

Zitat:

«Bei der klassischen organisierten Kriminalität finden sich Menschen sozusagen freiwillig zusammen und begehen Verbrechen. In den Clan wird man hineingeboren und hat keine andere Wahl, das mitzumachen. Das bedeutet nicht, dass alle Clan-Mitglieder kriminell sind, aber durch die Verwandtschaft und die Clan-Solidarität sind sie gezwungen oder werden gezwungen, über die Untaten zu schweigen. So kommt es zu einer Art Zwangs­gemeinschaft und Schweigekartellen. ...

Diese Strukturen sind viel schwieriger zu durchschauen und aufzubrechen. Die Polizei kann sie auch nicht unterwandern, wie es in anderen kriminellen Milieus möglich ist. Außerdem beschert der Profit Wohlstand für den ganzen Clan und sorgt so weiter für Zusammenhalt. Die Stärke des Clans ist auch das Mobilisierungs­potenzial. Schnell können Brüder und Cousins als Mitstreiter rekrutiert werden. Nie hat man es nur mit einem Gegenüber zu tun. Derartiger Zusammenhalt ist inzwischen ganz untypisch für die stärker individualisierte Gesellschaft des Westens. Das macht auch Gerichts­prozesse schwierig und legt manche Verhandlung regelrecht lahm.»

Zur quantitativen Verbreitung sagt Ralph Ghadban:

Zitat:

«Wenn wir von Clans in Deutschland sprechen, reden wir in den meisten Fällen von den libanesisch-kurdischen Clans, insbesondere den Mhallami-Kurden, die aus halb­nomadischem Ursprung ein besonders großes Zusammen­gehörigkeits­gefühl haben. ...

Nach Einschätzung des Bundeskriminalamtes umfasst diese Gruppe etwa 200.000 Personen. Hinzu kommen in letzter Zeit etwa Clans aus Tschetschenien, Albanien, Kosovo, auch jesidische Clans, die ähnlich organisiert und teilweise auch als Clan kriminell aktiv sind.»

- Herbert Ludwig[24]

USA

Mara Salvatrucha

Unter dem Begriff Mara Salvatrucha (auch kurz MS-13, MS oder nur Mara genannt) wird eine Vielzahl von Banden zusammen­gefasst, die in Nord- und Mittel­amerika agieren. Ihre Mitglieder sind zumeist latein­amerikanischer Herkunft. Als erstes Land der Ursprungs­mitglieder gilt El Salvador. Die Mara Salvatrucha gilt als aggressiver und gewalt­bereiter als die meisten anderen Banden. Die Mitglieder­zahl liegt Schätzungen zufolge zwischen 50.000 und 100.000.

In den USA machten die Immigranten Erfahrungen mit den dortigen Gangs. Dabei handelte es sich hauptsächlich um die Crips, Bloods, Nuestra Familia, mexikanischen Mafia und die 18th Street Gang, die in den latein­amerikanischen Staaten später den Namen Mara 18 erhielt. Die Gründung der Mara Salvatrucha (MS-13) Anfang der 1980er-Jahre fand im Seoul International Park, einem Spielplatz in Los Angeles, statt, welcher an der Ecke San Marino und Irolo Street liegt. Die von Kindern und Jugendlichen gegründete Bewegung wurde anfangs als Versuch verstanden, sich gegen die Gewalt der vor­herrschenden Gangs zu schützen, doch härtete sie die Erfahrung auf den Straßen zunehmend ab. Die Zahl 13 weist neben dem Hinweis auf die 13. Straße, die im heutigen Gebiet der MS-13 liegt, auch auf die Zugehörigkeit zu den Sureños hin. Das bedeutet, dass die Gang aus dem südlichen Raum Kaliforniens bzw. aus Los Angeles stammt. Es wird im Allgemeinen zwischen den Gangs der Norteños (aus dem Norden Kaliforniens) und den Gangs der Sureños unterschieden. Meistens sind diese Gangs aufgrund ihrer unter­schiedlichen Zugehörigkeit untereinander verfeindet. Die anfängliche Intention, sich durch die Gang zu schützen, wurde aber schon bald durch offensive Gewalt abgelöst. Hauptgründe hierfür waren Armut, Arbeits­losigkeit, Diskriminierung und somit die geringen Zukunfts­chancen der Flüchtlinge Migranten in den USA.

Die Anhänger dieser Gruppierung sind größtenteils männlich, zwischen elf und 40 Jahre alt und kommen aus Latein­amerika (Ecuador, Guatemala, Bolivien, El Salvador, Honduras, Mexiko und Venezuela). Die Gang verdient ihr Geld mit Waffen­handel, Prostitution, Drogen­handel, Auto­schieberei, Menschen­handel, Diebstahl und der Erhebung von Wegezöllen in ihrem Revier. Ein Großteil des täglichen Lebens ist aber vom ständigen Kampf gegen die feindlichen Maras, insbesondere der Mara-18, geprägt. Die MS 13 hat inzwischen ein Netzwerk aufgebaut, das den ganzen amerikanischen Kontinent abdeckt. Mitglieder der MS 13 agieren neben Latein­amerika und den USA auch in Kanada und verstärkt in Mexiko. Auf den Straßen kommt es immer wieder zu gewaltsamen Übergriffen gegenüber der Polizei und den privaten Sicherheits­kräften.

Die Maras bestehen in der untersten Ebene aus den so genannten Clikas, je nach Schätzung bestehen diese aus zehn bis 70 Mitgliedern. Die Clika ist der erste Bezugspunkt des Mareros. Dabei kontrollieren die Clikas meist Straßenzüge und Viertel, unter Umständen sogar ganze Städte. An der Spitze steht in den meisten Fällen ein Anführer. In El Salvador wird dieser als palabrero und in Honduras als big palabra bezeichnet. Dabei gibt es auch Maras, in denen die Anführer­schaft zeitlich begrenzt ist und ständig wechselt. Die meisten Clikas sind mit dem Straßen­viertel oder ihrem Revier sehr eng verbunden und bezeichnen es als Barrio.

Die Mitglieder tragen meistens eine Tätowierung, die den Buchstaben "M" oder die Buchstaben "MS" enthält. Gesehen wurden aber auch schon Tattoos, auf denen "salvadorian pride" zu lesen war sowie die Zahl 13, da die 13 dem Buchstaben "M" im Alphabet zugeordnet werden kann (sie taucht auch bei vielen anderen süd­amerikanischen Gangs auf). Die Tattoos tragen dazu bei, sich von den feindlichen Maras und der Mehrheits-Gesellschaft abzugrenzen. Ein Tattoo in Form einer Träne steht meist für die Anzahl der vom jeweiligen Mitglied durch­geführten Morde oder für den Tod eines befreundeten Mara-Mitgliedes. Allgemein werden auch Tattoos mit dem Schriftzug "vida loca" verwendet, was für das verrückte Leben innerhalb der Mara steht. Zur Abgrenzung eines Viertels oder Straßen­blocks, das bzw. den die Mara kontrolliert, werden Graffiti in Form eines MS-Zeichens oder Ähnliches benutzt, was auf die Zugehörigkeit zur Mara Salvatrucha schließen lässt. Ein weiteres Erkennungs­merkmal ist auch der Handgruß: Ein mit den Fingern geformtes "M", das nach unten deutet.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Seite der Regierung der Schweizer Eidgenossenschaft: Vertragstext der Haager Landkriegsordnung, Volltext.
  2. Youtube-link-icon.svg Soziologische Analyse: Unbewaffnete Invasoren übernehmen Europa - Kriegsindex - Gunnar Heinsohn (20. August 2017) (Länge: 52:59 Min.)
  3. Mittelalter-Lexikon: Plündern
  4. Lukas Ondreka: Bundespräsident: Joachim Gauck, die Ossis und Dunkeldeutschland, Süddeutsche Zeitung am 6. August 2015 (Joachim Gauck warnt vor einem Dunkeldeutschland in der Flüchtlings­debatte.)
  5. Gabriel attackiert Fremdenhasser: Pack, das eingesperrt werden muss, Focus am 24. August 2015
  6. Thomas Paulwitz: Meinung: Gabriel und das "Pack", Junge Freiheit am 31. August 2015
  7. Bundesregierung verurteilt "Hetzjagden" auf Ausländer nach Vorfällen in Chemnitz, Stern am 27. August 2018
  8. Hetzjagd auf Ausländer: Oberbürgermeisterin verurteilt Selbstjustiz in Chemnitz, Stern am 27. August 2018 (Die Bundesregierung hat nach den Vorfällen in Chemnitz "Hetzjagden" auf Ausländer scharf verurteilt.)
  9. Michael Klonovsky: Acta Diurna vom 15. September 2018
  10. Jan Fleischhauer: Feindbild Maaßen: Die Treibjagd, Spiegel Online am 13. September 2018
  11. Hadmut Danisch: Hetzjagden, Kurzschluss und Merkel im Blindflug, Ansichten eines Informatikers am 6. Juni 2019
  12. Bundesregierung gesteht ein: "Hetzjagden-Aussage" zu Chemnitz beruht ausschließlich auf Medienberichten, Epoch Times am 4. Juni 2019 (In der Antwort auf eine AfD-Anfrage gesteht die Bundesregierung ein, dass die "politischen Einordnungen der Bundesregierung" auf den Berichterstattungen in den Medien "fußen".)
  13. Spätes Eingeständnis - Peinliches Schweigen: War Chemnitz und die Hetzjagd eine Notlüge?, Tichys Einblick am 5. Juni 2019 (Merkels Regierung muss eingestehen: hatte zu angeblichen Hetzjagden in Chemnitz keine eigenen Erkenntnisse. In anderen Ländern hätte das zum Rücktritt geführt - in Deutschland schweigen die Medien.)
  14. Der Migrationsforscher Ralph Ghadban erklärt, wie die kriminellen Familien-Clans nach Berlin kamen, Südkurier am 24. Oktober 2018
  15. Olaf Sundermeyer: Die Clans: Arabische Großfamilien in Deutschland, RBB Online am 2. August 2018, Kontraste, 21:45 Uhr
  16. Christine Kensche: Ein Clan-Aussteiger erzählt: Wie die Clans nach Deutschland kamen, Südkurier am 21. Januar 2019
  17. Antje Hildebrandt: Arabische Clans: Die Clans betrachten die Gesellschaft als Beutegesellschaft, Cicero am 5. Oktober 2018
  18. Kommentare dazu in politikforen.net: Schattenseiten der Einwanderungsgesellschaft
  19. Axel Spilcker: Jung, gewalttätig, skrupellos: Chef des Al-Zein-Clans kam um Prozess herum, weil Richter Randale im Saal fürchtete, Focus Online am 27. März 2019
  20. Jasper von Altenbockum: Clan-Kriminalität: Wie konnte es so weit kommen?, FAZ am 5. September 2019 (Anreißer: Gegen Clan-Kriminalität wurde viel zu lange nichts getan. Das war für den Rechtsstaat ein Bumerang, der jetzt im Bundestag angekommen ist.) (Auszug: Es wäre auch hilfreich, wenn sich Bund und Länder die Frage stellten: Wie naiv musste man sein, dass es so weit kommen konnte?)
  21. Hadmut Danisch: Noch 'ne Pressewende..., Ansichten eines Informatikers am 7. September 2019
  22. 22,0 22,1 22,2 22,3 Wir haben Krieg: Organisierte Kriminalität in Europa gefährlicher als Terrorismus, Thüringer Allgemeine am 17. April 2019 (Anreißer: Banden breiten sich europaweit aus. Europol warnt: Die organisierte Kriminalität ist eine größere Bedrohung als der Terrorismus.)
  23. Hadmut Danisch: Eurokrieg: Größere Bedrohung als Terrorismus, Ansichten eines Informatikers am 19. April 2019
  24. Herbert Ludwig: Arabische Sippen und Clans - archaische Elemente einer anti-freiheitlichen Kulturinvasion, Fassadenkratzer am 28. Mai 2019; Arabische Sippen und Clans - archaische Elemente einer anti-freiheitlichen Kulturinvasion - Ein Kommentar, Epoch Times am 4. Juni 2019

Querverweise

Netzverweise

  • Hadmut Danisch: 173 Sprengstoffanschläge in neun Monaten, Ansichten eines Informatikers am 18. Oktober 2019
    • Katharina Kaufmann, ARD-Studio Stockholm: Schweden und Dänemark: Bombenanschläge häufen sich, tagesschau.de am 16. Oktober 2019 (Anreißer: Schweden erlebt in diesem Jahr eine außergewöhnliche Serie an Explosionen vor Gebäuden. Auch in Dänemark häufen sich Sprengstoff­anschläge. Hinter den Taten werden organisierte Banden vermutet.)
  • Sie soll der Clan-Szene angehören - Luxus-Razzia bei Sozialhilfeempfängerin, Berliner Zeitung am 11. Oktober 2019 (Essens Polizeipräsident Frank Richter sieht in Betrugs­ermittlungen im Zusammenhang mit Sozial­leistungen ein wichtigen Ansatz, um der Clan-Kriminalität Einhalt zu gebieten. "Die Clans sehen den deutschen Staat als Beute­gesellschaft", sagte er jüngst in einem Interview der Mitglieder-Zeitschrift der Gewerkschaft der Polizei (Oktober-Ausgabe). Zu viele bezögen beispielsweise Hartz IV, obwohl sie andere Einnahme­quellen hätten und überhaupt nicht bedürftig seien, so Richter: "In den vergangenen Monaten konnten 82 Clan-Mitglieder dank unserer Ermittlungen aus dem SGB II-Bezug (Sozialgesetzbuch) abgemeldet werden", erklärte er. Sebastian Fiedler, NRW- und Bundes­vorsitzender des Bundes Deutscher Kriminalisten sagte der dpa: "Es ist - nicht nur bei Clan-Kriminalität - der richtige Ansatz, an die Vermögenswerte der Täter heran zu gehen. Das muss bei jeder sich bietenden Gelegenheit passieren. Wir haben inzwischen rechtliche Möglichkeiten, die wir konsequent nutzen müssen.")
  • Und täglich grüßt der Einzelfall:
    • Massenanfall an Verletzten in Tempelhof, Berliner Feuerwehr am 8. Oktober 2019 (Straße: Colditzstraße; Ortsteil: Tempelhof; Bei einer privaten Veranstaltung kam es am späten Abend in Tempelhof zu einer körperlichen Aus­einander­setzung mit zahlreichen Beteiligten. Beim Eintreffen der Berliner Feuerwehr war die Situation bereits durch Einsatz­kräfte der Polizei soweit unter Kontrolle gebracht worden, dass unsere Einsatzkräfte gefahrlos eine Patienten­versorgung einleiten konnten. [...] Insgesamt wurden hier 15 Personen rettungs­dienstlich behandelt. Davon wurden 14 Personen, darunter fünf Minder­jährige und eine Schwangere, mit Rettungs­wagen in umliegende Kranken­häuser transportiert.)
  • IslamNixGut: Migrantenbanden
  • Alexander Wallasch: Noch aggressiver und kompromissloser - Durch Massenzuwanderung: Neue Kriminelle versus etablierte Clans, Tichys Einblick am 9. September 2019 (Junge kriminelle Migranten aus Syrien, Irak und anderen Herkunfts­ländern machen den etablierten arabischen Clans in Deutschland die Geschäfte streitig. Politik und Behörden hätten es ahnen können.)
  • Frank Thomas: Schon 100 Mordopfer in London (in diesem Jahr), Tichys Einblick am 8. September 2019 (Die Zahl der tödlichen Angriffe in der britischen Hauptstadt steigt. Der Großteil wird dabei Opfer von Messerattacken.)
  • Jörg Maibaum: Kampf im Milieu: Neue Clans drängen auf kriminelle Märkte, Westdeutsche Allgemeine Zeitung am 6. September 2019
  • Youtube-link-icon.svg Martin Hess (AfD) - Kriminalität und Zuwanderung - AfD Rheinland-Pfalz (24. Mai 2019) (Länge: 43:21 Min.)
    Der Polizist Martin Hess sprach in Koblenz über die Kriminalitäts­statistik. Seine Rede wurde durch Gegen­demonstranten der Antifa und einer SPD-Abgeordneten (Anna Köbberling[wp]) gestört. Hess ist Mitglied des Deutschen Bundestages.
  • Matthias Becker: Bis zu zehn Identitäten: Berliner Clan-Chef narrt die Polizei, wie es ihm gefällt, Berliner Zeitung am 31. Mai 2019 (Ahmad "Patron" Miri kassiert Stütze, macht sich auf Instagram lustig über das deutsche Sozialsystem - und soll im Behörden-Computer bis zu zehn Identitäten haben. Jetzt ist er plötzlich Syrer.)
  • Tausende bei Beisetzung von Nidal R.: Mafia-Experte erklärt Berlins Clan-Strukturen nach Mord auf offener Straße, Focus am 14. September 2018 (Aussagen von Beteiligten bei der Beisetzung: "Er war ein guter Mensch.")
  • Youtube-link-icon.svg Junge Flüchtlinge klauen, prügeln, randalieren - Zur Sache Baden-Württemberg - SWR (19. Dezember 2017) (Länge: 5:19 Min.)
  • Bodo Hering: Duisburg Nord: jetzt Hoheitsgebiet dreier Großfamilien (einst Flüchtlinge), Berlin Journal am 9. April 2016 (Drei libanesiche Großfamilien teilen sich die Stadtteile Marxloh und Laar in Duisburg Nord auf. Es handelt sich um zwei von sieben Stadtteilen der Ruhrpott-Metropole (rund 488.000 Einwohner). Das geht aus einem 21seitigen internen Lagebericht der Polizei Duisburg vor, der der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) vorliegt[ext]. [...] Der Ausländeranteil im alten Stahlindustrie­viertel Marxloh beträgt fast 50 Prozent (von 19.818 Bewohnern sind 9.847 Ausländer). Nirgendwo sei die Bandenkultur derartig ausgeprägt wie in Marxloh, wo nach den Aufzeichnungen der Polizei zwei Familien den Ton angeben, die staatliche Autorität nicht anerkennen. [...] Je nach Lage und Sachverhalt agierten die Familien gegen- oder miteinander. Teile der Gruppen seien immer auf der Straße anzutreffen. [...] Beide Großfamilien sind laut Polizei-Bericht in der Lage, "durch einen Telefonanruf, kurzfristig, mehrere hundert Personen zu mobilisieren". Das erkläre auch die großen Menschen­ansammlungen und Schlägereien. Die Liste der Delikte: registrierte Fälle von Schutzgeld­erpressung, Raub, Körper­verletzung, Sach­beschädigungen, Diebstahl, Belästigungen von Geschäfts­leuten. Mehr als 30 Mitglieder des größeren Clans haben Haftstrafen verbüßt. Wie das ZDF berichtete, sei Marxloh eine No-Go Area, also eine Gefahrenzone. Polizisten hätten Angst, dort Verkehr­kontrollen durchzuführen, weil sie sofort von einem wütenden Mob umstellt würden. [...] Eine dritte Großfamilie betrachtet laut Polizei-Bericht eine Straße in Duisburg-Laar als Eigengebiet. [...] Die Gegend um die Laar-Kirche wird "faktisch als eigenes Hoheitsgebiet angesehen". Außenstehende werden verprügelt und ausgeraubt. "Straftaten gehören zur 'Freizeit­beschäftigung'." Die Gruppe sei "in der Nachtzeit immer anzutreffen". [...] WAZ-Redakteur Frank Preuß erinnert daran, wie die Großfamilien nach Deutschland kamen: "Bei den 'Libanesen' handelt es sich oft um 'Mhallamiye-Kurden'. Sie lebten als kleine Minderheit in der Türkei und wanderten in den 40er-Jahren in den Libanon aus. Nach Beginn des Bürgerkriegs kamen sie als Flüchtlinge in den 80er-Jahren zu uns. In Berlin lebt mit etwa 8.000 Menschen die größte Gemeinde der Mhallamiye-Kurden in Europa. Dazu kommt die Gemeinde in Bremen und Umgebung, zu der etwa 2.600 Menschen zählen, und die in Essen, zu der etwa 2.000 Menschen gehören." Wie Berlin Journal berichtete[ext], verbreiteten arabisch­sprachige Großfamilien und Clans in einigen Teilen der Hauptstadt wie Neukölln, Wedding, Moabit und Kreuzberg ein "Klima der Angst" unter den Einwohnern. Die deutsche Justiz hat keinerlei Kontrolle über diese Parallelgesellschaften, die oft die Grenzen zur Organisierten Kriminalität überschreiten. [...] Bei einem Geheimtreffen von Funktionären des libanesischen Vereins "Familien-Union" (Anlass waren laut Aachener Nachrichten[ext] etliche Gewalt­exzessen bei Zusammen­rottungen libanesischer Clans) teilten die libanesischen Vereinschefs dem Leiter der Gelsenkirchener Polizeiwache Süd, Ralf Feldmann, am 28. Juli 2015 mit: "Die Polizei werde 'einen Krieg mit den Libanesen nicht gewinnen, weil wir zu viele sind'". [...])
  • Youtube-link-icon.svg The Irish Mafia - The Oldest Gang in USA - Morgan BLANCHETTE (30. März 2016) (Länge: 128:13 Min.)
  • Youtube-link-icon.svg Bandenkriege in Amerika & Bewaffnete Straßengangs - TV14lv, DokuMaster (4. Januar 2016) (Länge: 45:37 Min.)
  • Youtube-link-icon.svg Gesetz der Straße - Amerikas Bandenkriege - n-tv, Doku HD (6. November 2016) (Länge: 41:38 Min.)
  • Youtube-link-icon.svg Hells Angels - Gangs of America - DokusInbound (7. März 2013) (Länge: 44:09 Min.) (Es gilt das "Gesetz der Wildnis: Raubtiere und ihre Opfer".)
  • Youtube-link-icon.svg MS13 - Mara Salvatrucha - OceanEvilXXX (6. November 2012) (Länge: 42:21 Min.) (Die Mara Salvatrucha gilt als aggressiver und gewaltbereiter als die meisten anderen Banden.)
  • Kerstin Reich: Sind ausländische Jugendliche krimineller? Kriminalität von Jugendlichen mit Migrationshintergrund, Zeitschrift Sicherheit und Kriminalität, Heft 1/2003 (sic!)

Nicht mehr verfügbar
  • Youtube-link-icon.svg xxx (Länge: Min.)
  • Youtube-link-icon.svg xxx (Länge: Min.)
  • Youtube-link-icon.svg xxx (Länge: Min.) Die USA sind auch "völlig cool": Beispiel St. Louis. Die Stadt hat (nach Aussage des Films) die zweithöchste Mordrate der Welt. Und: Es herrscht "klare Rassentrennung" (siehe 44:00 Min.)
  • Youtube-link-icon.svg Bandenkrieg in den USA (Länge: Min.)
    Go behind the scenes in America's war on transnational gangs and its unintended consequences on immigration and violence.
    Hinter den Kulissen über Amerikas Krieg gegen über­nationale Banden und ihre unbeabsichtigten Folgen von Einwanderung und Gewalt.