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Restefrau

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Chinesische Restefrau

Restefrau (auch: Überbleibsel, englisch: Leftover woman, chinesisch: 剩女, shèngnǚ) ging 2007 in die chinesische Sprache ein und bezeichnet eine ältere Frau (gewöhnlich die Generation nach 1970) mit höherem Einkommen, die immer noch unverheiratet ist. Diese neigen dazu, überhöhte Ansprüche an ihre potentiellen Partner zu haben.[1]

Zitat:

«My family want to know why I'm not married yet. I tell them it's because I have standards that I'm not willing to lower.» - Yang Ziyang, a 32-year-old talent agent earning in excess of one million RMB (£100,000) a year[2]

Zitat:

«In einem anderen Licht betrachtet sollte man meinen, dass das Geschlechter­ungleich­gewicht in China die Frauen begünstigt. Aber wegen der starken sozialen Tradition ist das Gegenteil der Fall. Es besteht seit langem die Meinung, dass Frauen sich in Bezug auf Einkommen, Ausbildung und Alter hochheiraten müssten. Und vor dem Hintergrund, dass chinesische Frauen die soziale Leiter heraufklettern und damit besser ausgebildet sind und höhere Gehälter bekommen, schrumpft der Pool passender Partner rapide.

Die am höchsten ausgebildeten Frauen gehen oft leer bei der Partnersuche aus - immer mehr von ihnen sagen, sie können einfach keine Männer finden, die beruflich über ihnen stehen. Hinzu kommt, dass eine Ehe in jungen Jahren lange Zeit als Norm in China angesehen wurde. 1950 war das Durch­schnitts­alter für Frauen aus den Städten, die zum ersten Mal heiraten, unter 20. Ende der 1980er Jahre lag es bei 25. Heute liegt es bei rund 27. In China können alleinstehende Frauen über 30, und selbst solche im Alter von Ende 20, sich mit dem Begriff Sheng Nü, oder "Überbleibsel" gebranntmarkt wiederfinden. Sie stehen oft unter sehr großem Druck zu heiraten.

Insofern überrascht es kaum, dass Frauen Kritik dafür ernten, Single zu bleiben, insbesondere vor dem Hintergrund, dass es in den ländlichen Gegenden immer mehr Männer gibt, die nicht heiraten können, weil sie im Vergleich zu Frauen im heiratsfähigen Alter in der Überzahl sind.»[3]

Man kann die Dinge natürlich auch anders darstellen. Etwa so: Männer sind an allem schuld. Sie haben Angst vor unabhängigen und starken Frauen:

Zitat:

«Chinas Frauenverband verfolgt chauvinistische Ideale

Der Begriff der Sheng Nü wurde von Chinas staatlichem Frauenverband geprägt. Seit 2007 veröffentlichte er mehrere Artikel, in denen er unverheiratete, beruflich erfolgreiche und gebildete Frauen über 27 als "Übrig Gebliebene" degradierte und sogar beleidigte. In einem dieser Artikel stellt der Verband beispielsweise die These auf, dass es hübsche Mädchen und Frauen einfacher hätten, in reiche Familien einzuheiraten. Daher versuchten "durchschnittliche oder hässliche" Mädchen und Frauen ihre "Nachteile" mit Bildung zu kompensieren. "Das Dramatische dabei ist, dass sie nicht erkennen, dass Frauen mit dem Alter immer weniger wert sind. Sobald sie dann ihren Master oder Doktor abgeschlossen haben, sind sie bereits alt - wie vergilbte Perlen", so die Schlussfolgerung des Verbands.

Chinas staatlicher Frauenverband veranstaltete eine regelrechte Hetzjagd mit Parolen wie "Sheng Nü verdienen unser Mitleid nicht!" Er beschuldigte die Frauen, falsche Prioritäten zu setzen. Statt ihre mütterliche Pflicht zu erfüllen, die Familie fortzuführen und zur Gesellschafts­stabilität beizutragen, zählten für sie nur Karriere, eigene Wünsche und das Streben nach Unabhängigkeit. Außerdem gelten die leftover women dem Verband als zu wählerisch, weil sie keinen Mann als gut genug erachten.

Ziel der Kampagne war es, junge und erfolgreiche Frauen unter Druck zu setzen und sie zum Heiraten zu bewegen. Sorgen bereiten der chinesischen Regierung nämlich allein­stehende Männer. Deren Anzahl gilt es so gut wie möglich zu minimieren, denn sie sind potenzielle Unruhe­stifter. Die Regierung möchte daher möglichst jede Frau unter die Haube bringen.

Die Eltern machen Druck

In einer Gesellschaft, in der Hochzeit, Familie und Kinder groß geschrieben werden, fiel eine solche Kampagne auf fruchtbaren Boden - vor allem bei älteren Generationen.

Für ältere Menschen in China gilt es sogar als Gesichtsverlust, unverheiratete und kinderlose Töchter im heirats­fähigen Alter oder darüber zu haben. Hinzu kommt der sehnliche Wunsch der Eltern nach Enkelkindern. Meist bekommen unverheiratete Frauen ab Mitte zwanzig daher Druck von zu Hause. Oft preisen Eltern ihre Töchter auf Heirats­märkten an oder schicken sie auf Blind Dates.

Erfolgreiche Frauen schüchtern Männer ein

Das Problem liegt jedoch selten beim mangelnden Heiratswillen der Frauen. Wie eine Studie von Dr. Sandy To der Hong-Kong Universität beweist, sind die Männer der Kern des Problems. Über vier Jahre begleitete Dr. To Frauen zwischen 26 und 24 aus verschiedenen Städten, die alle mindestens einen Bachelor-Abschluss aufweisen und in höheren Positionen arbeiteten. Keine von ihnen war zu Beginn der Studie schon einmal verheiratet gewesen und alle bejahten grundsätzlich die Ehe.

Die Erfahrungen der Frauen zeigen, dass ihr Erfolg die Männer oft einschüchtert. Die Herren der Schöpfung fühlen sich schlicht unter Druck gesetzt. Deswegen weisen sie die Frauen zurück oder verlangen von ihnen, im Job kürzer zu treten. Doch dazu sind die meisten erfolgreichen Frauen nicht bereit. Die Mehrzahl der so genannten Sheng Nü will zwar heiraten - nur nicht um jeden Preis. Und so sind es eigentlich sie, die die Männer zurückweisen.

Arme Männer und erfolgreiche Männer bleiben allein

Chinesische Männer neigen darum dazu, "nach unten" zu heiraten - also Frauen, die ihnen unterlegen sind. Sie fühlen sich von gleich starken oder gar stärkeren Frauen in ihrer Männlichkeit bedroht.»[4]

Einzelnachweise

  1. "No Car No House" Song, Chinese Leftover Women Version, ChinaSmack am 10. März 2011
  2. Sarah Keenlyside, The Daily Telegraph: You Do Not Want To Be A Single Lady Over 28 In China, Business Insider am 30. Juli 2012
  3. Zu gut zum Heiraten: Chinas "Sheng Nü", german.china.org.cn am 19. Juli 2013
  4. Übrig geblieben: Chinas erfolgreiche Single-Frauen, 21china.de am 30. April 2014

Querverweise

Netzverweise