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Diskurskollaps
Der Begriff Diskurskollaps bezeichnet den Zusammenbruch des Diskurses als Mittel zur Formung kollektiven Bewusstseins einer selbstbestimmungsfähigen Bürgerschaft durch die nachhaltige und irreversible Schädigung der Öffentlichkeit in ihrer Eigenschaft als Diskussionsforum der Zivilgesellschaft in Folge von deren Kontrolle und Regulierung nach Maßgabe der Ideologie der Elite und des handlungsstrategischen Programms des Tiefen Staates.
Hintergrund
Mit sechs Narrativen legt die Bewusstseinsindustrie den Denkkorridor in der sogenannten westlichen Wertegemeinschaft fest. Positionen außerhalb dieser Narrative bekämpfen die Zentren der Macht, die "Medien als deren Regierungsassistenten" und vor allem die PR-Propaganda-Agenturen mit allen legalen und illegalen Mitteln. Integraler Bestandteil der Kulturrevolution[wp] "von oben" ist die Transformation der Sprache. Zur Transformation des kollektiven Bewusstseins gehört auch die Political Correctness mit ihrer "Sprach-Polizei" als Türsteher "korrekter", das heißt fortan einzig gestatteter Sprech- und Schreibweise. Die Machtzentren und ihre Propaganda- und Medienindustrie haben die politische Debatte im gesamten Westen planvoll vergiftet.
Aktualisiertes Propaganda-Modell Ende der 1980er Jahre hatten Edward S. Herman[wp] und Noam Chomsky[wp] in ihrem Propaganda-Modell[2] formuliert, welche fünf Filter die Berichterstattung der Mainstream-Medien kennzeichnen, um abweichende Auffassungen aus ihren Veröffentlichungen herauszuhalten. Dieses Propaganda-Modell hatten sie in den Jahren 2002 und 2008 modifiziert, ihr ursprüngliches Modell gleichwohl nicht verworfen.[3] Die Mainstream-Medien hinterfragen nicht:
Seit der letzten Überarbeitung dieses Propaganda-Modells sind Jahre vergangen und die neoliberale Konterrevolution ist über die so genannten westlichen Demokratien hinweggefegt. Darum will ich diesen fünf Filtern sechs Narrative zur Seite stellen, weil sich im Laufe einer Generation die gesellschaftlichen Zustände massiv radikalisiert haben. Zugleich will ich aufzeigen, wie die Mainstream-Medien und ihre ideologische Gefolgschaft die Kritiker dieser Narrative diffamieren. Erstes Narrativ: Der Neoliberalismus als überragende Ideologie des Westens sowie der globalisierte Konzern-Kapitalismus sind unantastbar und ebenso die Europäischen Union als Völker verbindendes demokratisches Projekt. Keinesfalls darf die EU als das erkannt werden, was sie ist: ein marktradikales Projekt der Herrschaftseliten. "Westliche Wertegemeinschaft" und "liberale Demokratie" unter der Herrschaft der (Finanz-)Märkte sind nicht in Frage zu stellen. Wer "die unsichtbare Hand der Märkte" in Abrede stellt, die Verheerungen des Neoliberalismus wie Reichtumsumverteilung von unten nach oben, Privatisierungen, Schadensverlagerung auf die Allgemeinheit, Regierungspolitik im Sinne der Konzerne sowie die negativen Auswirkungen der Freihandelsabkommen kritisiert, wird als Ketzer wider die allein denkbare neoliberale Ideologie verunglimpft. Zweites Narrativ: Pentagon, NATO, EU und Bundeswehr schützen die "westlichen Werte". Die geopolitische Positionierung des Westens unter Führung von USA und NATO sowie der EU als militärpolitischer Partner der NATO steht nicht in Frage.[5] Die sich aus den geopolitischen Interessen ergebende Aufrüstung ist nicht verhandelbar. Kriegsvorbereitungen und neue Kriege beziehungsweise Macht- und Ressourcensicherung sind daher integrale Bestandteile westlicher Ordnungs-, Außen- und Kriegspolitik. Daraus folgt: Wer die Weltbeherrschungsobszession der USA und ihrer EU-Vasallen kritisiert, gilt als "Antiamerikaner". Kritiker, die das Kriegskonglomerat als Schmarotzer seiner Wirtsvölker bezeichnen und die offizielle Version von 9/11 infrage stellen, gelten als "Verschwörungstheoretiker". Diese müssen damit rechnen, vom "gesellschaftlichen Leben" ausgeschlossen und ihrer beruflichen Existenz beraubt zu werden. Drittes Narrativ: Die neuen Feinde des Westens sind Russland und China. Russland ist das Reich des Bösen. Wladimir Putin ein Diktator, der alles missachtet, was dem "Westen" heilig ist. Wer sich zu Russland eine differenzierte Meinung bildet oder sogar Putins Handeln etwas Positives abgewinnen kann, gilt als Verehrer einer Diktatur und "Putinversteher". Er oder sie wird vom öffentlichen Diskurs ausgeschlossen. Viertes Narrativ: Kriege zur Machtkonsolidierung und Machterweiterung "hat es schon immer gegeben", Flüchtlings- und Migrationsströme sind daher unvermeidbar. Wer dieses Narrativ grundsätzlich infrage stellt, wird als unrealistischer Friedens-Spinner diffamiert. Wer zusätzlich Fragen zur Migration zu stellt, Kriege und Sanktionen anprangert, erhält den Stempel, Chauvinist, Nazi, Rassist und/oder "Querfrontler" zu sein. Fünftes Narrativ: Die territoriale Erweiterungspolitik der israelischen Regierung in Palästina steht ebenso wenig zur Debatte wie die de facto Vernichtungspolitik gegen die Palästinenser.[6] Wer das als faschistoide Apartheid-Politik bezeichnet, gilt als "Antisemit". Sechstes Narrativ: Ausnahmezustand und "Medizinisches Kriegsrecht" sind mit der Demokratie kompatibel. In medizinischen Krisensituationen müssen Regierungen Bürgerinnen und Bürger vor "unbedachten" Handlungen bewahren. Sie müssen Kinder und Alte schützen, den Klein- und Mittelstand komplett "herunterfahren", um Kontakte zu vermeiden. Wer sich der "höheren Einsicht" verschließt, dass Regierungen nur zum Wohl ihrer Bevölkerungen agieren, verhält sich unverantwortlich und unsolidarisch. Wer etwas anderes behauptet ist Nazi, Verschwörungstheoretiker, Antisemit, "nicht ganze dicht in der Birne", hat "eins an der Klatsche", ist "Feind der westlichen Werteordnung", "gehört weggesperrt", "in Lagern ruhiggestellt", ist "Feind der Mehrheit, ja der Menschheit überhaupt". Die Analyse der Mainstream-Medien-Berichterstattung sowie die der [[|Öffentlich-rechtlicher Rundfunk|Öffentlich-rechtlichen]] ergibt bei fast allen Beiträgen eine "massive Schlagseite" bis hin zu offensichtlicher Manipulation und Propaganda zugunsten von Regierungspositionen. Faktisch betreiben die Machtzentren und die Medien als ihr korrupter Anhang "Gegenaufklärung", mehr noch, einen Softpower-Krieg gegen die Zivilgesellschaften. Der Softpower-Krieg soll die Zivilgesellschaften zum Gleichschritt mit den neoliberalen und kriegsaffinen Regimen veranlassen. Zwar verfasste Siegfried Krakauer seine Schrift "Zur Theorie der totalitären Propaganda"[7] gegen die Hitler- und Mussolini-Propaganda, dennoch gelten seine Erkenntnisse uneingeschränkt fort:
Mit den genannten sechs Narrativen und den dazu gehörenden Diffamierungen legt die Bewusstseinsindustrie den Denkkorridor fest. Positionen außerhalb dieser Narrative bekämpfen die Zentren der Macht, die "Medien als Regierungsassistenten"[9] und vor allem die PR-Propaganda-Agenturen mit allen legalen und illegalen Mitteln. Wer wie Assange Regierungsverbrechen aufdeckt, wird von den faschistoiden Machtzentren physisch vernichtet. Die Herrschaftsmedien schauen weg oder klatschen sogar Beifall. Diskurskollaps in den westlichen Fassadendemokratien Die öffentliche Diskussion endet in den westlichen Fassadendemokratien dort, wo sie dringend notwendig wäre. Die Grundvoraussetzungen einer offenen demokratischen Gesellschaft sind jedoch seit langem weder in Deutschland noch in den anderen Staaten der "westlichen Wertegemeinschaft" gegeben.
Diese Vergiftung strahlt in alle gesellschaftlichen Segmente aus, die sich zunehmend in feindlichen Lagern gegenüberstehen. Das ist kein Zufall, die Zersetzung ist Absicht. Maßgeblich betroffen davon ist die Linke Europas. Sie ist nicht zufällig in zum Teil unversöhnliche, ja sich sogar bekämpfende Lager zerfallen.[10] An der systematischen Zersetzung der Linken sind viele Akteure beteiligt unter anderem - Antideutsche[11], Geheimdienste und undercover-NGO's. Der Zerfall der europäischen Linken sei, so Domenico Losurdo, vor allem auf den verlogenen Menschenrechtsinterventionismus der "imperialen Linken" zurückzuführen. Während diese vordergründig der Moral im Kampf gegen böse Diktatoren huldigen, seien sie jedoch tatsächlich die korrupten und moralisch willfährigen Komplizen der imperialistischen und neokolonialen Krieger der USA und ihrer Vasallen.[12]
Die oben genannten Narrative bilden die "roten Linien" und grenzen jeden Andersdenkenden aus. Seit Jahren analysieren Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer die penetrant-einseitige, kriegstreiberische und regierungsnahe Medienpolitik von ARD und Tagesschau.[14] Die Politik in Deutschland wird von einer marktradikalen und kriegsaffinen Allparteienkoalition und ihrer NATO-konformen Medienallianz gesteuert; die immer wieder propagierte "Verantwortungsübernahme" ist dümmlich-propagandistisches Geschwätz, um imperiale Ambitionen zu verbergen, das ist die Sachlage.[15] Da die deutsche neoliberale Altparteienkoalition von ihrer zerstörerischen Politik nicht ablassen will, reduziert sie ihren Glaubwürdigkeits- und Legitimationszerfall auf "Kommunikationsprobleme". "Wir haben das nicht ausreichend kommuniziert", gehört zu den Standardphrasen. Und weil eine Modifikation der genannten Narrative nicht zur Debatte steht und sich Kriegstreiberei und eine Politik zu Lasten großer Bevölkerungsschichten auf Dauer nicht "gut kommunizieren" lassen, radikalisieren sich die Fronten immer mehr und das Regime muss die Propaganda-Waffen immer weiter perfektionieren. Schleichende Kulturzerstörung - Von der Lingua Tertii Imperii zur Lingua Quarti Imperii Integraler Bestandteil der Kulturrevolution "von oben" ist die Transformation der Sprache. Die Sprache des globalisierten marktradikalen Kapitalismus unterscheidet sich in ihrer Geistesarmut kaum von der des Dritten Reiches. Die Lingua Tertii Imperii[wp], LTI, die Sprache des Dritten Reiches, so Klemperer, wurde durch die "Machtübernahme" der nationalsozialistischen Partei 1933 "... zu einer Volkssprache, das heißt, sie bemächtigte sich aller öffentlichen und privaten Lebensgebiete: der Politik, der Rechtsprechung, der Wirtschaft, der Kunst, der Wissenschaft, der Schule, des Sportes, der Familie, der Kindergärten und der Kinderstuben".[16] Zur LTI schreibt Viktor Klemperer[wp]:
Genau dasselbe gilt unter den ideologischen Bedingungen des Neoliberalismus — im Konzernkapitalismus des globalisierten Vierten Reiches, für die Lingua Quarti Imperii:
Zum Sprachcode des Dritten Reiches gehörten vor allem "Volk", "Führer und Vaterland", "neuer Lebensraum im Osten", "erobern", "siegen", "Endsieg" und "ausmerzen". Vergleichbar intensiv sind die Einpeitscher des Marktradikalismus und des militaristischen Eroberungswahns seit mehr als einer Generation damit beschäftigt, die zentralen Kampfbegriffe des Neoliberalismus als Neusprech in die Köpfe der Öffentlichkeit zu hämmern: Markt, die Märkte, Reformen, Reformstau, Effizienz, Synergieeffekte, Segnungen der Globalisierung, Exzellenz und Exzellenz-Zentren, Kompetenz und Kompetenz-Zentren, Inklusion, regelbasierte Ordnung, Verantwortungsübernahme, westliche Werte, Alternativlosigkeit, Speerspitze im Kampf gegen Russland, humanitäre Interventionen — um nur einige zu nennen. Diese Gehirnwasch-Phrasen führen die "Verantwortungsträger" des marktradikalen Kapitalismus ständig im Munde. Offensichtlich können oder wollen sie aufgrund ihrer persönlichen Deformation nicht mehr über den Tellerrand dieser Herrschafts-Codes hinaussehen. Nur scheinbar besteht ein Widerspruch zwischen der "Formierung der Masse auf den Führer" sowie der Blut- und Boden-Ideologie des Nationalsozialismus auf der einen Seite und der Lingua Quarti Imperii auf der anderen. Denn heute lautet die verordnete Kollektivideologie: "Freier Westen" und "liberale Demokratie" vereint gegen Russland, China und alle Länder, die sich "uns" nicht unterwerfen wollen. Hier tappt die staatstragende "Linke" in die Falle der globalistischen transnationalen Kapitalistenklasse (Transnational Capitalist Class, TCC)[19]: Während alle Fortschritte der Linken über die Dekaden hinweg auf nationaler Ebene erkämpft wurden, schwärmt sie von der internationalen Solidarität der Arbeiterklasse, die allein schon an Sprach- und Kulturschranken scheitert. Demgegenüber hält die TCC auch hier sämtliche "Trümpfe" in ihren Händen, von finanzielle Ressourcen über ein Millionenheer an Manipulateuren und Propagandisten, über Regierungen und Institutionen bis in die innen- und außenpolitischen Gewaltapparate. In den Kontext von Massenmanipulation und schleichender Gehirnverschmutzung durch neue Sprachfolien gehört auch die Kulturzerstörung Zentraleuropas, maßgeblich der deutschsprachigen Länder. Das geschieht einerseits freiwillig/unfreiwillig beziehungsweise unbewusst durch die Übernahme zahlreicher Anglizismen[20] und andererseits durch den Neusprech der BWLer, Controller, Militaristen, Marktenthusiasten und Neoliberalen. Sie haben neue Sprachfolien wie Mehltau über die Länder gelegt. Der Anglizismen-Index 2018 kategorisierte die bislang 7.700 identifizierten Anglizismen mit 3 Prozent als "ergänzend", 18 Prozent als "differenzierend" und 79 Prozent als "verdrängend".[21] Das bedeutet, dass 6.083 deutsche Wörter durch Anglizismen weitgehend oder komplett verdrängt wurden. Die anglo-amerikanische Kultur-Unterwanderung durch den inflationären Gebrauch von Anglizismen steht in direktem Bezug zur Entfaltung des marktradikalen Großkonzern-Kapitalismus angelsächsischer Provenienz nach der Wende und verlief weitgehend parallel dazu. Zur Transformation des kollektiven Bewusstseins gehört ferner die Political Correctness[22] mit ihrer "Sprach-Polizei" als Türsteher "korrekter", das heißt fortan einzig gestatteter Sprech- und Schreibweise. Nicht zufällig kommt der Political-Correctness-Terror aus den USA. Dort hatten die Herrschaftsapparate dem Druck gesellschaftlicher Minderheiten-Gruppen auf "Teilhabe" an Positionen und Macht in Politik und Institutionen nicht länger standhalten können. Während die alten Widersprüche des Kapitalismus und der westlichen Kriegspolitik bestehen blieben, wurden sie fortan sogar von den neuen Minderheiten verteidigt. Seite an Seite mit den alten reaktionären Herrschaftsfraktionen kämpfen sie nun um den Erhalt ihrer Privilegien: für "marktkonforme Demokratie", Globalisierung und die neuen "humanitären Kriege". Ein vergleichbarer Wandel wie in den USA vollzog sich bei den deutschen "Grünen", in denen heute bellizistische Frauen oder Menschen mit Migrationshintergrund als nützliche Dienstleister der Herrschaftskasten die Politik der Verheerungen und Kriegstreiberei fortsetzen. Die Herrschaftszentren danken es ihnen mit Positionen und Pensionsansprüchen. Sie haben begriffen, was für sie auf dem Spiel steht und darum alle Minderheiten in ihre "ideologischen Apparate" integriert. Ihnen ist es vollkommen egal, welche Gruppen, Untergruppen und Minoritäten ihnen dienen. Auch damit nicht genug: Die Torhüter der Gender- und Minoritäten-Sternchen-Polizei maßen sich an, ihren Sprachterror - bis in die Tiefe der Bildungsinstitutionen - flächendeckend durchzusetzen. Letztlich geht es darum, die Bevölkerung unter dem vorgeblichen Anspruch von Fairness, Menschenrechten und Nichtdiskriminierung zu disziplinieren und in ein neues Zwangskorsett zu pressen.
Nach Guido Giacomo Preparata[24] dient der Techno-Faschismus der postmodernen Globalisten
Der notwendige Diskurs überfälliger Veränderungen wird - wie immer - verweigert, fundamentale Existenzfragen werden auf bedeutungslose Nebengleise abgeschoben, die gesellschaftlichen Diskursgräben immer weiter aufgerissen und die Menschen gehen wegen Nichtigkeiten auf einander los.[25] Und es geht weiter: Die Neologismen, Sprachverdrehungen, Euphemismen kurz der gesamte Neusprech ist Teil herrschaftssichernder Sprachdeformation und umfasst heute ohne weiteres hunderte, wenn nicht tausende Begriffe, die Lexika füllen könnten.[26] Der schleichende Kulturverfall nistet sich in immer neue Sektoren ein. Die freiwillige Selbstkastration der "neuen Akademiker und Akademikerinnen" ist daher nur folgerichtig. Viele bewegen sich im selbst gesteckten Laufstall geistiger Beschränkung, konsumieren neoliberales Junk-Food und weigern sich, ihre fest umrissenen "intellektuellen" Zumutbarkeitsräume zu verlassen. Ein geweiteter Blick könnte ihre Sicht auf die Welt ins Wanken bringen:
Der Bürger als Feind Da die Machtzentren ihre Meinungshegemonie um keinen Preis aufgeben wollen, installieren sie den "(kritischen) Bürger als Feind". Sie wittern überall dort Fake-News, wo ihre Definitionshoheit auf den Spiel steht. Die Definitionshoheit geht der herrschenden Politik und ihren Interpreten angesichts der offensichtlichen Ungerechtigkeiten, der systemischen Korruption sowie der verfassungswidrigen Angriffskriege zunehmend verloren. Um die Zivilgesellschaft zu drangsalieren und zu kontrollieren, gehen sie zur psychologischen Kriegsführung über, instrumentalisieren geheimdienstgesteuerte Terroranschläge zur Angstproduktion[28], hysterisieren die Corona-Infektionen und Instrumentalisieren sie für den präventiven Ausnahmezustand.[29] Würde die Öffentlichkeit nicht der verordneten Hysterie anheimfallen, dann würde sie die Todeszahlen durch "Corona" mit den "ganz normalen" Todeszahlen, die das herrschende System in Permanenz durch Verkehrstote, Stellvertreterkriege, systemische Gewalt, Sepsis in den Krankenhäusern, Kriege im Nahen und Mittleren Osten etc. "produziert", in Beziehung setzen. Dann würde sehr schnell deutlich: bei der "Corona-Krise" handelt es sich um psychologische Kriegsführung, um einen Informationskrieg der Machtzentren gegen die Zivilgesellschaften. Wenn die ahnungslose Öffentlichkeit zudem über Atomkriegspläne, und -strategien auch nur ansatzweise informiert wäre, gäbe es keine "Corona-Hysterie". Die ganz andere Hysterie würde sich sodann gegen die Mächtigen wenden, sie stürzen und auf dem Müllhaufen der Geschichte entsorgen. Auch wenn der Konservative Gustave Le Bon[wp] ein Gegner der Volksherrschaft war, ist er offensichtlich zu zeitlosen Erkenntnissen über das Massenverhalten gelangt. Das, was er gegen den Sozialismus zum Besten gab, gilt um ein Vielfaches mehr für die verheerende geistige Verfassung vieler Menschen als Folge der Gehirnwäsche unter dem Regime des Neoliberalismus und der Corona-Diktatur:
Die Machtzentren investieren zudem in Cyber-Krieg und Astroturfing, erteilen Auftritts- und Sprechverbote und beauftragen Privatunternehmen wie Google, Facebook, Twitter mit Gedankenreinigung und "Fake-News"-Zensur. Trotz massiver Propaganda denken zahlreiche Zeitgenossinnen und -genossen aber gar nicht daran, sich von den Machtzentren und ihren selbsternannten Inquisitoren Vorschriften machen zu lassen. Das hat zur Folge, dass die westlichen Regierungen die Daumenschrauben gegen den "unwilligen" Teil der Bevölkerung immer stärker anziehen und nun auch noch die Restbestände der Demokratie zerstören. Sie versuchen, systemkritischen Journalisten, Wissenschaftlern und Dissidenten die Karrieren und Existenzen zu ruinieren oder die Ehre abzuschneiden. Das hat Tradition, reicht zurück bis in die Zeiten des FBI - COINTELPRO[31] und die Kommunistenhatz der McCarthy-Ära[wp] in den USA der 1950er Jahre und die Zeit der Berufsverbote in den 1970er und 1980er Jahren in Deutschland. Oder aber sie bedrohen ihre Feinde mit dem Tod, wie Edward Snowden, Chelsea Manning[wp], Julian Assange, deren "Verbrechen" darin bestanden, die Verbrechen und den Herrschaftsterror der US-Regierung aufzudecken. Nicht einmal diese Tatsache führte in Deutschland zur flächendeckenden Solidarisierung aller Journalisten mit den Bedrängten. Im Gegenteil: Servil degeneriert duckte sich die Medienmeute mehrheitlich feige weg, oder - noch widerlicher - erklärte Assange zum Verräter.[32] Die ideologische Borniertheit der Mainstream-Lakaien ist gar nicht mehr zu erschüttern. Der potenzielle Liebes- und Vorteilsentzug durch die Machtzentren wiegt für diese Mischpoke entschieden schwerer als das Leben eines bedrängten Kollegen. Nur soviel zur unappetitlichen Selbsterniedrigung einer ganzen Branche. Wer sich jenseits der Mainstream-Medien informiert, verweigert den Herrschaftsinterpreten meist die Gefolgschaft. Er hat den Widerspruch zu den einzig möglichen "Wahrheiten" der Torhüter der Macht durchschaut. Und immer mehr Menschen merken nicht nur, dass die Welt aus den Fugen geraten ist, sondern schauen auf die Verursacher in den Zentren der Macht. Darum nimmt auch die Schärfe der Auseinandersetzungen zwischen Machtcliquen, Mediengläubigen und Pseudolinken in Pool-Position zur Erlangung leistungsfreier Jobs im Staatsapparat einerseits und deren Kritikern auf der anderen Seite zu. So ist auch nicht verwunderlich, dass Deutschland in zahllose, sich bekämpfende Lager zerfallen ist, die in geistigen Schützengräben liegen. Verfassungsstaat, Demokratie und öffentlicher Raum sind dabei längst unter die Räder gekommen, eine akzeptable Diskussionskultur sowieso.
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| – Ullrich Mies ist Sozial- und Politikwissenschaftler. Er studierte in Duisburg und Kingston/Jamaica. Seine Interessenschwerpunkte sind internationale politische Konflikte, organisierte Friedlosigkeit, Staatsterrorismus, Neoliberalismus, Demokratieerosion, Kapitalismus- und Militarismuskritik sowie die Erhaltung der Biodiversität. Er ist seit 1994 selbständig und lebt seit 30 Jahren in den Niederlanden. Er schreibt für Rubikon, die Neue Rheinische Zeitung, Neue Debatte und viele andere mehr. 2017 erschien von ihm und Jens Wernicke als Herausgeber "Fassadendemokratie und Tiefer Staat: Auf dem Weg in ein autoritäres Zeitalter", 2019 als alleiniger Herausgeber das Buch "Der tiefe Staat schlägt zu: Wie die westliche Welt Krisen erzeugt und Kriege vorbereitet" und 2020 das Buch "MegaManipulation: Ideologische Konditionierung in der Fassadendemokratie".[33][34][35] |
Hadmut Danisch über Deutschland und den Zustand der Debattenkultur:
| Warum bilden sich viele dieser Bühnenprominenten [...] ein, sie wären auch berufen, ihre Meinung zur Schau zur stellen und von der Bühne herab zu belehren, als würde das Fußvolk unter ihnen stehen?
Aber gehen wir mal drauf ein, es sind ja nur zwei Minuten. "In was für einem Deutschland wollen wir eigentlich leben?" Das geht schon blöd los, denn in den letzten 25 Jahren hat sich niemand (außer Bloglesern) dafür interessiert, in was für einem Deutschland ich leben will. Gut, die 25 Jahre davor auch schon nicht, aber da hatte ich selbst noch keine so genaue Vorstellung davon, was ich da will. Deshalb kommt es mir schon grotesk faul vor, wenn jetzt plötzlich lauter Leute mit solchen Fragen aus ihren Löchern kommen, und plötzlich so tun, also wollten sie auf einmal mit mir diskutieren und reden - nachdem man mich 25 Jahre lang überall abgewiesen und ignoriert hat. (Ich sage bewusst "ich", weil ich mir weder einen pluralis majestatis wie Smudo[wp] anmaßen will, noch für andere Leute zu sprechen.) Deshalb glaube ich Leute, die jetzt mit dieser Frage daherkommen, auch kein Wort. Zumal es dafür zu spät ist. Man kann nicht den Staat irreparabel und irreversibel umkrempeln und zerstören, und dann und dann, wenn es richtig crasht, und alles zu spät ist, heucheln und mit der Frage daherkommen, was wir eigentlich wollten, wir müssten das jetzt mal diskutieren. Das kommt mindestens 10 Jahre zu spät, der Zug ist abgefahren. Spätestens nach der Kölner Silvesternacht 2015[wp] hätte man diese Diskussion führen müssen. Jetzt ist es zu spät. Eine besonderes wichtige Frage wäre aber: Wer ist eigentlich "wir"? Gehöre ich zu diesem "wir" auch dazu? Bisher nämlich nicht. Es drängt sich der Verdacht auf, dass "wir" genau die meint, die seiner Meinung sind und ihm zustimmen, und er nur auf die hört, die genau das sagen, was er hören will. Warum sagt er nicht "...wollen die Deutschen eigentlich leben"? Was sonst sollte ich mit dem gemeinsam haben, dass uns irgendein anderes "wir" verbände? Ich könnte allein darüber, wie sehr mich diese Frage schon stört, einen ewig langen Blogartikel schreiben. Beispielsweise darüber, dass ich schon das Stellen der Frage für so blöde halte, dass der, der sie stellt, schon weil er sie stellt, eigentlich nicht befähigt ist, sie zu stellen. Zumal es auch überflüssig ist, denn die Leute sagen das doch auf allen Rohren. Ständig zensiert man die Leute, bestraft sie dafür, was sie sagen, und fragt dann "was wollt Ihr eigentlich? Sagt doch mal was..." Um die Frage aber, so sehr ich sie verachte, trotzdem zu beantworten, gebe ich gleich zwei Antworten:
Mir kommt die Frage vor, als sei die Oma gestorben und Papa fragt die Kinder, was sie denn gerne zusammen mit Oma essen gehen würden. Oder, wie es vor einigen Jahren so schön aus der Regierung hieß: Das Zusammenleben täglich neu aushandeln. Viel Spaß auch. "Wollen wir in einem Deutschland leben, in dem wir uns gegenseitig die Köppe einhauen, oder wollen wir uns zusammentun und die schwierigen Fragen klären?" Auf welchem Planeten lebt der? Man hat die letzten 25 Jahre mit alle Gewalt die Gesellschaft gespalten, Krieg gegen alle geführt, die nicht exakt auf linker Meinungslinie waren, das unter Schlagworten wie "Keine Plattform bieten", "Nazis raus", "Brandmauer gegen rechts" und so weiter geführt, obwohl die Leute gar nicht "rechts", sondern nur anderer Meinung waren, sogar wenn sie gar keine Meinung hatten und nur einfach nicht linker Meinung waren. Und jetzt kommt der mit "zusammentun" angeschleimt? Wo es mit den Wahlergebnissen nicht mehr läuft? Mir kommt das vor wie bei einem Arzt, der darauf bestand, dass er den Patienten alleine operiert, weil nur er wisse, was richtig ist. Nun ist der Patient tot, und er fragt "Herr Kollege, wollen wir bei dem Patienten nicht kooperieren und zusammenarbeiten?" Wieso überhaupt "schwierige Fragen klären"? Es wurden doch alle Fragen längst unwiderruflich beantwortet. Nur eben falsch. Wir sind so um 1995 fundamental falsch abgebogen. Da kann man jetzt nicht daherkommen und so tun, als müssten wir die Wegeentscheidungen gemeinsam treffen. "Soziale Gerechtigkeit, Krieg in Europa, Klimakastrophe" Da sind wir schon tief drin im Mist, denn der Fragenkatalog liest sich wie das Parteiprogramm der SPD. Wieso eigentlich glaubt der, dass er der ist, der die Fragen stellt, und die anderen dann über seine Stöckchen springen müssen? Alle anderen Fragen darf und durfte man nicht stellen. Frauenförderung? Migration? Bürgergeld? Sozialstaat? Steuerhöhe? Ausbildung? [Ergänzung der Redaktion: Abtreibung?] Das ist doch schon der blanke Schwindel, weil der die Fragen einseitig diktiert und damit die Agenda vorgibt. Sagt man etwas dagegen, ist mal gleich ein "Klimaleugner". Davon abgesehen: Mir konnte bis heute niemand erklären, was "Gerechtigkeit" eigentlich sein soll. Ich zum Beispiel finde es äußerst ungerecht, dass ich einen Haufen Steuern zahle und enorm viel arbeite, um Leuten den Unterhalt zu finanzieren, die gar nicht arbeiten. Aber wehe jedem, der eine Diskussion darüber anfängt, was "gerecht" ist. Das nämlich ist der Schwindel: Man will mit der Fragestellung schon das Ergebnis der angeblichen Diskussion vorweg nehmen. Laut Wikipedia[wp] ist sein Bildungsabschluss "Abitur". Wieso glaubt der eigentlich, dass er überhaupt diskussionsfähig ist und mit Leuten diskutieren könnte, die jahrzehntelang in der Industrie produktiv tätig waren? Weil er auf der Bühne stand und Musik machte? Ausgerechnet Rap, diese Hirnsägegeleier? Weiß der überhaupt etwas von Aussagenlogik, Statistik, wissenschaftlichem Arbeiten? Könnte und würde der überhaupt verstehen, was man ihm sagt? Oder hält er sich für schlau, weil er sich über das Ergebnis schon sicher ist? Jörg Menge - Gründer "Laut gegen Nazis" Spätestens da hat sich die ganze Diskussion schon erledigt und erübrigt. Man kann nicht gleichzeitig für Diskussion und "gemeinsam" werben und dann mit "Laut gegen Nazis" auftreten, also dem Schlachtruf, alles plattzuwalzen und niederzuschreien, was nicht der eigenen Meinung ist. Spätestens an dieser Stelle ist das ganze Ding eigentlich schon erledigt und als Propagandageschwätz entlarvt. Warum sollte man sich das überhaupt antun, sich mit Leuten abzugeben, die den eigenen Blödsinn, egal wie schädlich, zur "Gerechtigkeit" erklären und gegen andere Meinungen nach dem Schema "Laut gegen Nazis" vorgehen? Da müsste man schon Masochist sein. Wie einer, der zur Domina geht und sagt "Ich war unartig". Nur: Welcher Masochist würde sich schon Smudo[wp] als Domina auswählen? "Wir stehen halt für Respekt und demokratische Werte!" Was für ein Quatsch. "Laut gegen Nazis" - "Wir stehen für Respekt und demokratische Werte". Wer diskutiert mit sowas? "Wer sich mal überlegt, wo die fünfköpfige Familie heute abend gemeinsam ins Restaurant geht - wollen wir alle zu Opa ins Wiener-Schnitzel-Restaurant oder die Kinder wolen in "Club M", amerikanische Hamburger essen, oder Mama möchte Sushi und Papa möchte gerne Froschschenkel. Guter Punkt, aber ganz anders, als Herr Millionär von Musikbühnens Gnaden sich das vorstellt. Denn erstens machen die Restaurants - besonders auf dem Land - reihenweise dicht, in der Stadt gibt es vielleicht noch ein paar. In vielen Gegenden auf dem Land kann man nicht mehr essen gehen. Sogar McDonalds-Restaurants machen inzwischen dicht. Und wenn nicht, muss man sich schon überlegen, ob das da überhaupt vertretbar gefährlich ist. Abgesehen davon, dass ich McDonalds nicht mag: In manche würde ich mich gar nicht mehr reintrauen. Zweitens kann sich die durchschnittliche fünfköpfige Familie längst gar nicht mehr leisten, so unbesorgt ins Restaurant zu gehen. Das kann niemand mehr bezahlen. In den 70er und 80er Jahren konnte Papa mit seinem Einkommen sowas noch bezahlen, ein Häuschen mit Garten, ein Auto, einmal im Jahr schön Urlaub machen. Und heute? Heute müssen beide arbeiten und kommen zusammen kaum über die Runden. Und da kommt der mit "wo geht die fünfköpfige Familie heute abend ins Restaurant"? Vor allem aber: Die Diversität ist futsch. Man sieht in Berlin fast nur noch Döner, Döner, Döner, gelegentlich ein Hamburger und Asiaten. Sonst ist da nicht mehr viel. Früher hatten wir Currywurst, Hamburger, Buletten, Bockwurst, Bratwurst, Leberkässemmel, Brezel, Lapskaus, Grünkohl, Bohnensuppe, Erbsensuppe, Linsensuppe, Tomatensuppe, Kartoffelsuppe, Kürbissuppe, Eintopf, Schnitzelbrötchen, Fischweck, Sauerkraut, Schupfnudeln, Käsespätzle, Steak vom Grill, Bratkartoffeln, Pommes, Stockfisch, Schaschlik, Gulasch, Dampfnudeln, Schmalzringe, Saumagen, Mettbrötchen, belegte Brötchen, belegte Brote, und so weiter und so fort. Heute gibt es in den Straßen von Berlin weitgehend nur noch Döner - Mit allem? Soße? Kräuter, Knoblauch, Scharf? "Wer diesen parlamentarischen Prozess des Abendessengehens in der Familie kennt und weiß, da geht keiner ohne Kompromisse vom Platz, der kann das sehr schön in die Wirklichkeit des politischen Alltags übersetzen" Bullshit. Wer politische Entscheidungen mit der Frage vergleicht, wo man essen geht, also einer Geschmacks- und Vorliebenfrage, der ist gar nicht diskussionsfähig, weil da Argumente und Notwendigkeiten kaum vorkommen. (Ausnahme vielleicht: Ich will zum Griechen - geht nicht, der Grieche hat heute zu.) Und da gibt es auch keine Kompromisse, da gewinnt einer, die anderen eben nicht. Oder schon mal erlebt, dass die Familie als Kompromiss zum Inder geht und sich vom Pizzaboten Pizza dorthin liefern lässt, wie Politiker Politik machen? Mal ganz abgesehen davon, dass ich als Kind durchaus gefragt wurde, wohin ich zum Essen will, mich die Politik aber noch nie gefragt hat, was ich will, sondern mit kriminellen Methoden versucht, mich mundtot zu machen. Ich habe auch noch nie Stubenarrest oder das Taschengeld gesperrt bekommen, weil ich woanders zum Essen hinwollte. Das sind solche Geschwätzanalogien, die überhaupt nicht passen, mit denen die Leute aber dann glauben, sie hätten ein Argument (weil sie in ihrem ganzen Leben noch kein Argument hatten und gar nicht wissen, was das ist). "Wenn jetzt jemand kommt, und die einfachsten Argumente nimmt, und uns an dieser Diskussion hindert, weil er die Argumente niederschreit, weil er Lügen verbreitet, weil er dem anderen nicht zuhört, und weil er den politischen Gegner verunglimpft, verfolgen und vernichten möchte, statt zu sagen, ich möchte gerne Deine Sicht der Dinge haben, und ich möchte mit Dir einen Kompromiss finden, spätestens dann ist das eine Demokratie-zersetzende Praxis" Spätestens da muss man dem doch entweder böswillige Propaganda und Lüge oder Realitätsverlust/Realitätsunkenntnis unterstellen. Der tritt mit einem auf, der "Laut gegen Rechts" gründet und beschwert sich darüber, niedergebrüllt zu werden? Hat der sie noch alle? Jahrzehntelang gab es den total Meinungsterror gegen jede vom linken Mainstream abweichende Meinung, wurde alles niedergebrüllt, hieß es "Keine Plattform bieten", "Brandmauer", "Keinen Zentimeter", "Wir sind mehr", wurden an den Universitäten Dozenten terrorisiert, angegriffen, erpresst, hat die Antifa Häuser beschmiert, Leute verleumdet und diffamiert, Autos und Häuser angezündet, hat man Veranstalter, Universitäten, Gastwirte erpresst oder ruiniert, damit sie keinen einladen, reden lassen, Räume vermieten, die andere als linker Meinung sind, war man komplett erledigt, wurden die Konten gekündigt, man am Arbeitsplatz gemobbt und runtergemacht, als Sexist, Frauenschänder, Vergewaltiger falsch beschuldigt, gibt es ganze Agitationsarmeen gegen alles, was nicht links ist, hat man Universitäten, Rundfunk, Öffentlichen Dienst auf exakt einseitig links gezogen ... und dann kommt der daher und wirft anderen vor, sie würden "Argumente niederschreien"? Als ob es von Links jemals überhaupt "Argumente" (außer den Schlägern der Antifa und Hetzsteckbriefe in linken Foren) gegeben hätte. Und das ist auch inskonsistent: Eben ging es noch um die Meinungsfinden, wohin man Essen geht, was jeder will, und jetzt wollen sie "Argumente" haben? Um dann "Kompromisse" zu finden, also das, wenn das Argument nicht durchgreift? Merkt der nicht einmal, dass das Gefasel schon in sich unlogisch und selbstwidersprüchlich ist? Der will diskutieren und argumentieren, und bekommt nicht mal zwei Minuten Monolog widerspruchsfrei hin? Wozu sollte man gegen Smudo noch argumentieren wollen? Das macht er doch schon selbst. Er merkt es nur nicht. Aber wer würde mit so einem "diskutieren" wollen? Einem der Sorte, die immer von vornherein recht hat und behält, auch wenn er sich dabei selbst widerspricht? "Demokratie ist gegenseitiges Verständnis" Nein. Blödsinn. Man kann auf dem Standpunkt stehen, dass gegenseitiges Verständnis der Demokratie und ihren Prozessen förderlich ist, aber Demokratie ist nicht Verständnis, und sie setzt auch nicht voraus, dass man bereit ist, seinen Standpunkt im Wege des Aufweichens aufzugeben. Die Frage wäre aber, wann in den letzten 25, 30, 50 Jahren dieser linke Komplex jemals "Verständnis" für andere aufbrachte. Ich könnte mich nicht erinnern, dass da jemals irgendwer auch nur in homöopathischen Dosen Verständnis etwa für mich aufbrachte. Oder irgendwer Verständnis für "alte weiße Männer" gehabt hätte. Man meinte, das Verständnis als Monopolanspruch gepachtet zu haben. Wann gab es jemals Verständnis für Kritik an Homoehe, Frauenförderung, Frauenquote, Gender, und dem ganzen Kram? Gab es nie. Man hat schon immer die Praxis geübt, selbst das geringste Wort der Kritik mit schwerem Gerät niederzuwalzen. Und jetzt kommt der daher und will "Gegenseitiges Verständnis"? Geht's noch? "diese gemeinschaftliche Wehrhaftigkeit der Demokratie" Was reden die für einen Stuss? Mal geht es um Verständnis und Kompromisse, Zuhören und Argumentieren, und dann wieder um "Wehrhaftigkeit der Demokratie". Was denn nun? Zuhören und Verständnis, oder "Laut gegen" und "Wehrhaftigkeit"? "Deswegen ist es wichtig, dass man aufeinander hört und sich ernst nimmt!" Ach, echt? "Laut gegen rechts", "Keine Plattform bieten", alle Dozenten, Journalisten, Schriftsteller, Wissenschaftler plattmachen und kaltstellen, die auch nur um 1° von der Meinungslinie abweichen, alles als "Rechts" und "Nazis" beschimpfen, und dann mit "aufeinander hören und sich ernst nehmen" ankommen? Wie verlogen kann man eigentlich sein? "Eine Versachlichung der Diskussion ist friedensstiftend" Auf einmal? Nachdem man jeden, der einem nicht passte, als "Nazis", "rechtsextrem", "*-Leugner" hingestellt und an die Wand genagelt hat? Und als "Laut gegen Nazis" auftritt? Damit kommen sie etwa 20 Jahre zu spät. "Und was für Ideen hast Du für den Erhalt unserer Demokratie?" Na, gleich als erste, dass man das blöde Geschwätz von "unserer Demokratie" bleiben lässt. Es ist nämlich nicht "unsere" und schon gar nicht "Eure". Es ist ein Gattungsbegriff. Und als Hauptidee hätte ich, solchen Schwätzern mal abzugewöhnen, ihren Käse als "Demokratie" auszugeben. Die Gemeinheit ist nämlich, dass sie nicht von der Demokratie im historischen und im Wortsinne reden, sondern von der sozialistischen nach Lenin und Luxemburg, und die ist genau das Gegenteil der Demokratie, wie sie die Griechen erfunden haben. Deshalb wird das auch nichts mit dem Erhalt der Demokratie, wenn man solche Tieffliegern wie Smudo von "Demokratie" faseln lässt ohne sie dazu zu bringen zu erklären, was sie damit meinen, weil sie nämlich entweder nicht merken oder absichtlich verbergen, dass sie dem verlogenen, marxistischen, gegenteiligen Begiff der "Demokratie" aufsitzen und verkehrt durch die Einbahnstraße fahren. Legt man nämlich das zugrunde, was Demokratie wirklich ist, und nicht den gegenteiligen marxistischen Propagandabegriff, würde man sehr schnell merken, dass Linke, Rote, Grüne jetzt und auch historisch überhaupt nichts mit Demokratie wollen, und nur in der feudalen Herrschaftsform die Aristokratie durch eine Einparteiendiktatur ersetzen wollen. Die Demokratie ist in Deutschland eine Erfindung der "Rechten" - siehe Paulskirchenverfassung 1849[wp]. Und Linke haben schon immer versucht, Demokratie zu verhindern. Siehe Weimarer Republik[wp]. Was Leute wie Smudo da auftischen, ist historisch und sachlich schlicht und einfach falsch. Man müsste ihnen erst einmal um die Ohren hauen, dass sie mit dem gegenteiligen Demokratiebegriff geprägt, indoktriniert, ideologisiert worden sind, und bereits ihr Auftreten demokratiezerstörend ist. Ich glaube aber nicht, dass man das den zwei Leuten im Video da verständlich machen kann. Man merkt sehr deutlich, schon an der Selbstwidersprüchlichkeit und der unbeholfenen und oberflächlichen Ausdruckweise, diesem rein Gefaselhaften, dass die da intellektuell nicht drinstecken und das auch kaum verstehen würden, nicht mal, wenn sie einem zuhörte (womit ich nicht rechne).
Die merken langsam, dass sie gegen die Wand gefahren sind und in einem Schrotthaufen sitzen, und jetzt kommen sie plötzlich an, und meinen, man müsse miteinander reden. Versuchen nun, den Staatsuntergang noch zum Gemeinschaftswerk umzumünzen. Zu spät. Kursdiskussionen haben sich erledigt. Die Titanic war schon am Eisberg. |
| – Hadmut Danisch[36] |
Einzelnachweise
- ↑ Victor Klemperer, a.a.O., S. 20
- ↑ Edward S. Herman und Noam Chomsky, Manufactoring Consent. The Political Economy of the Mass Media, New York 1988; Hier: Mark Achbar (Hg.), Noam Chomsky - Wege zur intellektuellen Selbstverteidigung. Medien, Demokratie und die Fabrikation von Konsens, Grafenau 2001, S. 51; Siehe auch: Joan Pedro-Carañana, Daniel Broudy, Jeffery Klaehn (eds.), The Propaganda Model Today. Filtering Perception and Awareness, London 2018: https://www.uwestminsterpress.co.uk/site/books/10.16997/book27/
- ↑ Edward S. Herman, Still Manufacturing Consent. The Propaganda Model at Thirty, in: Andy Lee Roth, Mickey Huff, Censored 2018, Press Freedom in a "Post-Truth-World", New York, Oakland, London, 2018, S. 209-223
- ↑ Ebd., S. 210
- ↑ Claudia Haydt, Jürgen Wagner, Die Militarisierung der EU. Der (un)aufhaltsame Weg Europas zu militärischen Macht, Berlin 2018;
- ↑ Siehe hierzu: Nirit Sommerfeld, Wes Lied du singst. In Israel rufen faschistoide Nationalreligiöse offen zum finalen Sieg über die Palästinenser auf, Rubikon, 27.02.2020: https://www.rubikon.news/artikel/wes-lied-du-singst; Gideon Levy, Die israelische Armee hat keine Scharfschützen an der Grenze zu Gaza. Das sind Jäger, antikrieg, März 2020: http://www.antikrieg.com/aktuell/2020_03_10_dieisraelische.htm
- ↑ Siegfried Krakauer, Totalitäre Propaganda, Frankfurt a. M. 2013
- ↑ Theodor W. Adorno, Kurzfassung des Textes von Siegfried Krakauer, Zur Theorie der autoritären Propaganda, in: Siegfried Krakauer, Totalitäre Propaganda, Frankfurt a. M. 2013, S. 268
- ↑ Noam Chomsky, Media Control. Wie die Medien uns manipulieren, 2. Aufl. Hamburg 2003, S. 123-146
- ↑ Siehe hierzu: Guido Giacomo Preparata, The Ideology of Tyranny: The Use of Neo-Gnostic Myth in American Politics: https://www.researchgate.net/profile/Guido_Preparata; Ders.: Die Ideologie der Tyrannei.: Neognostische Mythologie in der amerikanischen Politik, Berlin 2015
- ↑ Susann Witt-Stahl, Michael Sommer (Hrsg.) "Antifa heißt Luftangriff!" Regression einer revolutionären Bewegung, Hamburg 2014
- ↑ Domenico Losurdo, Wenn die Linke fehlt ..., Gesellschaft des Spektakels, Krise, Krieg, Köln 2017, hier das Kapital VIII: Zwischen imperialen und populistisch-anarchoiden Linken - Die Lage im Westen, S. 289-340
- ↑ Domenico Losurdo, Wenn die Linke fehlt ..., Gesellschaft des Spektakels, Krise, Krieg, Köln 2017, S. 289
- ↑ Siehe: https://www.rubikon.news/autoren/volker-brautigam
- ↑ Immer wieder "eindrucksvoll" sind die Äußerungen des deutschen Außenpolitikdarstellers und NATO-Propagandisten Heiko Maas
- ↑ Ebd., S. 29
- ↑ Ebd., S. 33
- ↑ Ebd., S. 20, Hervorhebung U. M.
- ↑ Siehe hierzu meinen Beitrag in diesem Band: Gehirnverschmutzung im Zeitalter der Gegenaufklärung
- ↑ Verein Deutsche Sprache (Hg.), Der Anglizismen-Index, Paderborn 2018; siehe ferner auch die Internetausgabe: https://vds-ev.de/denglisch-und-anglizismen/anglizismenindex/ag-anglizismenindex/; z. a.: 01.12.2019
- ↑ Ebd.
- ↑ Siehe hierzu: Daniel Ullrich, Sarah Diefenbach, Es war doch gut gemeint. Wie Political Correctness unsere freiheitliche Gesellschaft zerstört, München 2017
- ↑ Guidi Giacomo Preparata, The Ghibelline Globalists of the Techno-Structure: On the Current Destinies of Empire an Church, Nachwort in Sean Stone, New World Order. A Strategy of Imperialism, Walterville, OR, 2016, S. 147-192, hier S. 186
- ↑ Ebd., S. 186
- ↑ Siehe hierzu: Guido Giacomo Preparata, The Ideology of Tyranny, a.a.O.
- ↑ Siehe hierzu u.a.: Daniel Baumann, Stephan Hebel, Gute-Macht-Geschichten. Politische Propaganda und wie wir sie durchschauen können, 2. Aufl., Frankfurt am Main 2016
- ↑ Sandra Kostner, Der eindimensionale Akademiker, Neue Zürcher Zeitung, 13.01.2020, S. 25; In meinem Schreiben an die Autorin u.a.: "Bedauerlicherweise sind Sie jedoch selbst Opfer akademischer Selbstbeschränkung insofern, als sie den disziplinierenden und idiotisierenden Effekt der neoliberalen Durchdringung des Hochschulwesens völlig unterschlagen. Sie verlassen damit den selbstgesteckten Laufstall nicht! Sie finden einen geschickten Dreh, die linke Hochschulpolitisierung der 1960er und 1970er Jahre als alleinigen Marker für 'Agendawissenschaften' herzustellen. Fakt ist, dass die Linke oder was sich dafür hält, in die moralisierenden Nischen abgetaucht ist, die Sie zu Recht aufspießen. Das hat aber nichts mit 'links' zu tun, sondern mit Verblödung. Das Hauptproblem des ganzen Irrsinns heute wird bedauerlicherweise von Ihnen gar nicht adressiert: Das wahre Agenda-Setting durch die neoliberalen Transformatoren. Mit denen wollen Sie sich offensichtlich nicht anlegen, ..."
- ↑ Daniele Ganser, NATO-Geheimarmeen in Europa, Inszenierter Terror und verdeckte Kriegsführung, Zürich 2008; J. Michael Springmann, die CIA und der Terror. Wie über US-Konsulate Terror-Netzwerk aufgebaut werden. Der Insider Bericht eines US-Diplomaten, Rottenburg 2016
- ↑ Lungenarzt schlägt Alarm: Wirtschaft und Politik wollen das Corona-Virus für ihre Zwecke instrumentalisieren, Deutsche Wirtschaftsnachrichten am 11.03.2020: https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/502747/Lungenarzt-schlaegt-Alarm-Wirtschaft-und-Politik-wollen-das-Corona-Virus-fuer-ihre-Zwecke-instrumentalisieren; Nafeez Ahmed, Die Corona-Pandemie, Rubikon, 14.03.2020: https://www.rubikon.news/artikel/die-corona-pandemie
- ↑ Gustave Le Bon[wp], Psychologie der Massen, 15. Aufl., Stuttgart 1982, S. 78
- ↑ COINTELPRO = Counterintelligence Program
- ↑ Tief aus der Medienkloake: Julian Assange: Journalist, Aufklärer, Narzisst, Verräter und nützlicher Idiot, Die Welt am 13. April 2019
- ↑
Der Diskurskollaps[ext] - Ullrich Mies, 3. März 2021
- Untertitel: Die Corona-Diktatur bringt es an den Tag: Gehirnwäsche und Propaganda laufen auf Hochtouren. Exklusivabdruck aus "Mega-Manipulation".
- Auszug: Mit sechs Narrativen legt die Bewusstseinsindustrie den Denkkorridor in der so genannten westlichen Wertegemeinschaft fest. Positionen außerhalb dieser Narrative bekämpfen die Zentren der Macht, die "Medien als deren Regierungsassistenten" und vor allem die PR-Propaganda-Agenturen mit allen legalen und illegalen Mitteln. Integraler Bestandteil der Kulturrevolution[wp] "von oben" ist die Transformation der Sprache. Zur Transformation des kollektiven Bewusstseins gehört auch die Political Correctness mit ihrer "Sprach-Polizei" als Türsteher "korrekter", das heißt fortan einzig gestatteter Sprech- und Schreibweise. Die Machtzentren und ihre Propaganda- und Medienindustrie haben die politische Debatte im gesamten Westen planvoll vergiftet.
- ↑ Der Diskurskollaps - Aus "Mega-Manipulation", rotepille.ch
- ↑ Der Diskurskollaps, Rubikon am 3. März 2021
- Auszug: Die öffentliche Diskussion endet in den westlichen Fassadendemokratien dort, wo sie dringend notwendig wäre. Die Grundvoraussetzungen einer offenen demokratischen Gesellschaft sind jedoch seit langem weder in Deutschland noch in den anderen Staaten der "westlichen Wertegemeinschaft" gegeben. Die Machtzentren, ihre Propaganda- und Medienindustrie haben die politische Debatte im gesamten Westen planvoll vergiftet. Diese Vergiftung strahlt in alle gesellschaftlichen Segmente aus, die sich zunehmend in feindlichen Lagern gegenüberstehen. Das ist kein Zufall, die Zersetzung ist Absicht.
- ↑ Hadmut Danisch: Vom Geschwätz des Smudo auf Tiktok, Ansichten eines Informatikers am 3. Oktober 2024