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Frauen und Sexualität

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Während Alice Schwarzer am liebsten Pornos verbieten würde und PorNo-Kampagnen initiiert, kaufen Frauen offenbar mit Leidenschaft von Frauen geschriebene Porno-Romane.

Shades of Grey

"Dann werde ich dich jetzt von hinten nehmen, erklärt er, packt mit der Hand meine Haare im Nacken, er zieht daran, so dass ich meinen Kopf nicht bewegen kann. Hilflos stecke ich unter ihm fest. Lust quält mich. Wow." Eine Sexszene also, okay. Was aber finden Frauen an ihr erregend, wild und so anziehend, dass sie millionenfach die Geschichte kaufen, die mit diesen Worten beginnt?

Über die Romantrilogie, deren erster Teil heute in deutscher Übersetzung erscheint, ist in den letzten Wochen allerlei gesagt worden: "Shades of Grey" sei ein Sado-Maso-Porno, der aus Frauensicht von Unterwerfung und Fessel­spielen erzähle; E.L. James, die Schottin aus London, die ihn geschrieben hat, sei eine Frau Ende 40 mit blumigen Hausfrauen­gewalt­phantasien, die reißenden Absatz fänden; in Nordamerika wurden bisher fünfzehn Millionen Bücher verkauft, in England überholten sie auf den Bestseller­listen sogar "Harry Potter".

Verlagsleute würden Nachahmerinnen für den deutschen Markt suchen, weil sich harte Erotik von Frauen verkaufe wie sonst nichts.

Das Buch "Shades of Grey" ist ins Gerede geraten und muss man sich kurz die übliche Erwartung von weiblicher Sexualität ins Gedächtnis rufen, die der staunende Ton der Reaktionen widerspiegelt: darüber, dass es eine Frau anmachen könnte, über Brutalitäten zu lesen, überhaupt Fantasien nachzugehen, die von anderem erzählen als der Realität romantischer Vorsicht, also Sex zwischen weichen Kissen, mit kuscheligen Berührungen und perligem Rosé­champagner. Beginnt man so mit der Geschichte, steht auf den sechshundert Seiten des Buches nicht das banale Bekenntnis einer Frau, die sich einem Mann unterwirft. Stattdessen blättert sich auf, was Frauen­pornographie heute bedeutet.

Die Trilogie erzählt von zwei Leuten, die miteinander schlafen. Ana ist eine unerfahrene College-Absolventin, Grey ein erfolgreicher Geschäftsmann. Sie sind voneinander angezogen: er von ihrer "störrischen Unschuld", sie von dem "abgründigen Blick", mit dem er sie ansieht. Der Sex ist wild und hemmungslos. Irgendwann, als aus gelegentlichen Treffen eine Verbindung aus Verlangen wird, öffnet sich hinter einer Penthousetür ein Parallel­universum: an samtigen Wänden hängen Gerten, Seile[sm] und Ketten. Grey fesselt Ana, einmal schlägt er sie, einmal peitscht er sie aus. Die Energie der sado­masochistischen Spannung zwischen ihnen aber entlädt sich nicht in körperlicher Gewalt, sie bestimmt das unterschwellige Thema ihrer Affäre: Kontrolle.

Grey setzt gleich Grenzen, er sei nicht an Liebe interessiert, sondern an einer Unterwerfungs­beziehung, bei der er der Dominante und sie die Devote sei. Er überreicht Ana einen Vertrag: minutiös sind Anweisungen und Bedingungen für sie aufgelistet, von Schlaf­verhalten über Essgewohnheiten bis zu den Arten, sich zu enthaaren. Sie wehrt sich gegen die Bevormundung, ist aber gleichzeitig von der Kälte darin angezogen. In einer wilden Nacht verliebt sich Ana und Grey hat ähnliche Gefühle; woher die Anziehung zwischen ihnen beiden kommt und wer wen beherrscht, ist nicht mehr klar, als der erste Teil der Trilogie cliffhanger­haft aufhört.

Der Kern der Geschichte liegt in der Ausleuchtung der einzelnen Beobachtungen durch die Erzählerin selbst. Immer wieder schaltet sich Anas Unterbewusstsein als Gegenstimme ein, die reflektiert, dass sie sich als intelligente Frau doch nicht in eine unterwürfige Rolle fügen kann. Das Bemühen, in Sexszenen eine Art meta­feministischer Kontroll­instanz auftreten zu lassen, wirkt entweder bemüht renitent oder schlicht lächerlich. Also doch ein weich­gezeichneter Romantik­porno mit zugeschaltetem Beobachter zweiter Ordnung? Sprachlich zumindest ist das ein Text, in dem immer irgendwo eine Duftkerze brennt, während sich im nächsten Moment ein streng­bebrilltes Über-Ich hineinschiebt, um sie wieder auszupusten. Trotz alledem: Aus anglo­amerikanischer Sicht liest sich "Shades of Grey" als Fantasie einer Gegenwelt, die einiges über Frauen in dieser erzählt.

Die Geschichte spielt an der nördlichen Westküste Amerikas, in Portland und Seattle, wo es viel regnet und das Licht grau ist. Die Atmosphäre ist satt und düster wie in der "Twilight"-Saga, die dort gedreht wurde, in ihrer Kühle näher an "American Psycho", als das deutsche Cover mit der süßlichen Blüten­dolde vermuten lässt. Tatsächlich heißt es, Bret Easton Ellis wolle das Drehbuch zum Film schreiben, der wohl ähnlich erfolgreich geriete wie andere Frauen-Selbst­findungs-Blockbuster, "Eat, Pray, Love" etwa. Denn man kann "Shades of Grey" als Abbild der Reglementierung des Beziehungs­lebens lesen, das gerade in Amerika mit feststehenden Regeln für Kennenlernen, Dating und auch Sex für Frauen spürbar ist.

Funktioniert die Geschichte sogar als Parabel auf die Suche nach einem anderen Männertypus[1], der kein suchender Zögerer ist, sondern richtig zupackt und die Frau losreißt aus der Welt, in der sich auffällig viel um Liebe und ihr Fehlen dreht? Dafür sind die Szenen dann doch zu bekannt, ihre Rohheiten zu gestriegelt: Grey "nimmt" Ana, die "im Innersten brennt", auf einem Glasschreibtisch mit Blick über die Stadt. Wo auch sonst. Das ist erwartbare Leinenhemd-auf-Waschbrett­bauch-Prosa, in der so viele "harte und doch so sanfte" Erektionen zwischen Badewannen­rand und Baumwoll­decken auftauchen, dass die Geschichte kurz vor der eigenen Parodie steht. Das Ende jeder erregenden Fantasie.

Das Buch produziert nichts durchschlagend Neues. Trotzdem gibt es eine klare Antwort auf die Frage, was aufgeklärte Frauen daran doch interessant finden könnten. Es geht um Sex. Es gibt keine sprachlichen Höhepunkte. "It's all about fucking", heißt es im Original.[2][3][4]

Weibliche Sexualität

Wer, wie meinereiner, bei einem täglichen Spaziergang Ruhe zu finden trachtet vor dem gräßlichen Weibsgezeter à la #Metoo, mag gleichwohl einmal dem Vorschlag nähertreten, gelegentlich den Spaziergang durch einen Zoobesuch zu ersetzen. Ein solcher ist oft lehrreich und erheiternd. Ganz natürliche Beobachtungen.

Eines der ersten Außengehege im Nürnberger Zoo befindet sich linkerhand kurz hinter dem Eingang. Es beherbergt beeindruckende Geschöpfe des Herrn: Berber­affen[wp]. Erst kürzlich habe ich sie wieder bestaunt.

Während ich noch meine Eintrittskarte verstaute und auf die Berber­affen zuschlenderte, konnte ich aus dem Gehege hysterisches Affen­gezeter hören. Dort schien gerade die Hölle los zu sein. Ich beschleunigte meinen Schritt, um das Spektakel nicht zu versäumen. Tatsächlich: "Die Affen rasen durch den Wald, der eine macht den anderen kalt. Wer hat die Kokos­nuss, wer hat die Koskos­nuss, wer hat die Kokos­nuss geklaut?" Zu ging es wie bei den Hottentotten ... Entschuldigung. In der guten alten Zeit sagte man das so. Was kann ich dafür, daß die gute alte Zeit vorbei ist? Ho-pottenhopp-pop-hottentot ...

Jedenfalls: Die Berberaffen schenkten sich nichts. Der Hordenchef saß derweilen ruhig auf einem Baumstumpf in etwa zwei Metern Höhe über allem und beobachtete das Geschehen interessiert. Ich habe nicht richtig mitbekommen, was der Anlass gewesen ist - ein diskretes Hand­zeichen des Oberaffen auf dem Baumstumpf vielleicht - aber das Gezeter und das Gejage hörten plötzlich und schlagartig auf. Nur ein Berberaffe bleckte weiterhin die Zähne, hüpfte hektisch auf der Stelle und zeterte unaufhörlich weiter. Ob es wohl ein Weibchen sei, fragte sich meinereiner. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten.

Während dieses eine Weibchen unablässig weiterkeifte, kraxelte nämlich der Ober­affe gemächlich von seinem Baumstumpf herab und ging gemessenen Schrittes hinüber zu dem Schreihals. Er trat hinter das zeternde Nerven­bündel und verlegte ihm in aller Seelenruhe ein Rohr.

Danach war Ruhe und die hysterische Äffin konnte wieder ganz still und normal ihrer Wege gehen. Meinereiner zeigte sich tief beeindruckt und applaudierte dem souveränen Chef­affen begeistert. Die anderen Zoo­besucher, vom gerade Gesehenen zutiefst schockiert, drehten sich nach mir um und blickten mich an, als sähe ich aus wie Donald Trump.

Meinereiner jedoch gab nichts darauf, versank augenblicklich tief in Gedanken und setzte seinen Zoobesuch gemessenen Schrittes grübelnd fort.

Einzelnachweise

  1. WikiMANNia: Neue Mann
  2. "Shades of Grey": Wie ein Porno für Frauen zum Bestseller wurde, Morgenpost am 8. Juli 2012
  3. E. L. James: Shades of Grey. Geheimes Verlangen., Goldmann 2012, ISBN 3-442-47895-2
  4. Fifty Shades of Grey - E L James
  5. Max Erdinger: Antifeminismus: Neulich im Zoo, JouWatch am 17. März 2018