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Fesselung

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Hauptseite » Kultur » Subkultur » BDSM » Fesselung und Disziplinierung » Fesselung


Der Begriff Fesselung wird hier verwendet, weil der englische Begriff Bondage eigentlich Knechtschaft[wp] bedeutet und daher die Sache begrifflich nicht trifft.

Fesselung in der Erotik

Alle Fesselungen dienen der Bewegungshemmung. Dadurch werden erotische Reize, aber auch Schmerzen willentlich verstärkt. Psychologisch gesehen ist es die mit der Fesselung verbundene Hilflosigkeit und damit die Verfügbarkeit für andere, die Fessel­liebhaber begeistert. Bei Fesslungen werden gelegentlich solche unterscheiden, die man selbst nach einiger Zeit wieder öffnen kann und solchen, die "ausweglos" sind, also nur durch fremde wieder aufgehoben werden können.

Darstellungen

Die Darstellung von Fesselungen und insbesondere gefesselten Frauen begeistert nicht nur die Japaner, sondern rührt auch an die erotischen Fantasien der Europäer. Feministinnen behaupteten lange Zeit, dass Fesselungen eine typische Männer­phantasien wären, um Frauen als "verfügbar" darzustellen. Mittlerweile scheint es aber so zu sein, dass auch Frauen durchaus Interesse an den Darstellungen gefesselter männlicher Körper haben.

In den "anständigen" Darstellungen in Indianer- und Urwald­filmen fehlte selten eine mit Stricken gefesselte halbnackte Frau, die merkwürdigerweise immer aussah, als käme sie gerade vom Friseur. Entsprechend handelten auch die erotischen Pin-up[wp]-Fotographen.
- Lechzen-Lexikon[1]
Bondage ist ein englischer, auch international sehr gebräuchlicher Begriff für Fesselungen. Außerhalb der so genannten BDSM-Szene besteht die Absicht meist darin, sexuell stimuliert zu werden, ohne dabei selbst eingreifen zu können. Dies erhöht die Sensation von Berührungen aller Art, vom Streicheln und Küssen über das Kratzen und Benagen bis hin zu Schlägen.

Bondage beim gewöhnlichen Sex

Beim gewöhnlichen Sex wird der Partner mit schnell wirkenden Fesselungen (häufig mit Handschellen) an das Bett gefesselt. Meist ist es allerdings effektiver, auch die Füße gespreizt zu fesseln und die Wirkung mit einer Augenmaske zu verstärken. Der andere Partner stimuliert dann den Gefesselten dann mit Fingern, Mund und Brüsten sowie zahlreichen Gegenständen, wie Eiswürfel oder Federn. Auch Spielzeuge (Dildos, Vibratoren) kommen dabei zum Einsatz.

Bondage als Kunstform

In Japan gilt die ästhetische Fesselung mit Seilen als Kunstform - und zahllose Bondage-Künstler demonstrieren, wie man junge, zierliche Frauen mit schweren Seilen fesseln kann.

Bondage und Strafe

Eines der Themen, die in Sexfantasien und porno­graphischen Schriften vorkommen, ist die völlige Unterwerfung unter einen anderen Menschen durch Strafen, die in gefesseltem Zustand vollzogen werden. Sind es in der Fantasie zumeist finstere Kerker oder mittel­alterliche Folter­geräte, so ist es in der Praxis eher der Prügelbock oder eine Bank, auf dem der Körper festgebunden wird, bevor Körperstrafen verabreicht werden. Andreaskreuze eignen sich wenig - sie kommen hauptsächlich in Domina-Studios zur so genannten CBT-Folter[ext] und in der Pornographie zum Einsatz.

Neben zahllosen Geräten, auf denen im Sitzen, Stehen oder Liegen Fesselungen durchgeführt werden können, ist das Fesseln der Hände an einem Dachbalken beliebt, weil der Körper dabei von allen Seiten zugänglich bleibt.

Bondage durch Kleidung

Korsetts, Keuschheitsgürtel und Zwangskleidung[ext] werden vielfach eingesetzt, um Menschen daran zu hindern, sich in der Öffentlichkeit völlig frei zu bewegen.

Bondage Queen

Als Bondage-Queen galt und gilt die 1950er-Jahre-Schönheit Bettie Page[wp], die das Vorbild für zahllose weitere Bondage- und Fetisch-Modelle war und in die amerikanische Kultur vordrang wie kaum eine zweite Frau. Sie wurde auch zum Vorbild von Comic-Zeichnern.
- Lechzen-Lexikon[2]
Sie sind fast untrennbar mit SM verbunden - die Fesselungen. Es gibt sie in tausend verschiedenen Variationen, von der leichten Fessel bis zur beinahe unerträglich harten Verschnührung. Sie wird beiläufig eingesetzt, um hilflos zu machen oder ist sogar selbst Mittelpunkt des erotischen Spiels. Doch was macht eine Fessel eigentlich mit uns?

Zunächst und unmittelbar macht sie uns hilflos. Wir sind gezwungen bestimmte Dinge mit uns geschehen zu lassen. Seltsamerweise führt das zu einer großen Beruhigung. Wir müssen nicht mehr wählen, was wir an uns heran­lassen. Das kleine Männchen, das uns sagt wie wir reagieren müssen, damit der Partner nichts "Falsches" von uns denkt, schweigt. Jetzt sind wir in der Lage uns ganz für unsere Empfindungen zu öffnen. Wir können uns fallen­lassen und werden von den Seilen aufgefangen. Einige gehen in dieser Situation richtig auf und tauchen in eine ganz eigene innere Gefühlswelt ein. Manche können erst jetzt, wo ihnen im wahrsten Sinne des Wortes die Hände gebunden sind, ein Verwöhnen überhaupt zulassen. Sie können ja nichts dafür sich "gehen zu lassen" und "schmutzige" Dinge über sich ergehen zu lassen. Nicht zuletzt mögen es auch Vanillas, gerne mal gefesselt zu werden, um sich ganz der Zuwendung ihres Partners hinzugeben.

Andere brauchen Fesseln, um ihren Widerstand, da Gefangensein zu spüren. Sie stemmen sich dann gegen Seile und Ketten, lieben ihr Einschneiden und das Gefühl unbeweglich und gefangen zu sein. Sie wollen sich selbst fühlen, den Kontrast zur Freiheit, gegen die man sich nicht stemmen kann, um sie mitzubekommen.

Nicht zuletzt hat die Fessel auch etwas Demütigendes. Ein Verbrecher wird gefesselt, eine Sklavin oder ein Tier. Eine Auslieferung, die ebenfalls sehr erotisch wirken kann.

Gefesselt und hilflos zu sein gibt uns Stärke, wenn wir gezüchtigt werden und bindet uns auch symbolisch an den Partner, der uns fesselt. Denn es ist der sicht- und spürbare Beweis, dass er uns sexuell begehrenswert findet und uns für seine sexuellen Spiele haben will.

Aber erklärt das alles wirklich das überwältigende Gefühl, wenn das Leder um unsere Gelenke knarrt und sich Angst und Erregung vermischen und doch durch die Fesseln selbst in uns festgehalten wird? Nicht einmal ansatzweise. Allein unter den Fesselarten gibt es unzählige Varianten, die uns immer wieder neue Zusammen­stellungen und Geschmacks­richtungen von Erregung, Hilflosigkeit und anderen Gefühlen bescheren. Lasst mich euer Gourmet-Koch sein und ein paar davon vorstellen.

Bereits das Festhalten eines Partners kann eine Fesslung mit unendlichen Möglichkeiten sein. Und eigentlich beginnt sie schon, wenn der Mann sanft den Kopf der Frau in die Hände nimmt, um sie zu küssen. Ein Griff in die Haare oder an den Nacken bringt mehr Leidenschaft zum Ausdruck und gefällt zuweilen sogar Frauen, die überhaupt nichts mit SM anzufangen wissen. Und es gibt noch viele weiter Griffe, mit denen man jemanden von sanft bis hart in Schach halten kann. Die direkte Benutzung der Hände hat zudem den Vorteil, dass man seine Kraft genau dosieren kann und jede Reaktion sofort mitbekommt. So lässt sich vorzüglich eine Wildkatze bändigen oder ein böses Mädchen abführen. Neckische Zuwiderhandlung lässt sich dann sofort mit einem festeren Zudrücken beantworten. Mit ein wenig Feingefühl für Gesten und Situation lassen sich köstliche Balgereien veranstalten.

Das Verbinden der Augen ist eine besondere Variante, die nicht unerwähnt bleiben soll. Die Kontrolle des Augenlichts macht unsicher und abhängig. Aber gleichzeitig steigert sie auch andere Wahrnehmungs­fähigkeiten wie das Hören, das Riechen und nicht zuletzt die Wahrnehmung auf dem größten Organ, der Haut. Mit verbundenen Augen allein lassen sich viele kleine, anregende und "kitzlige" Spielchen machen, etwa der Partnerin besondere Wohlgerüche zu präsentieren und sie damit zu verzaubern. Oder sie zu streicheln, nicht nur mit den Händen, sondern auch mit Stoffen und anderen Oberflächen. So lässt sich eine ganze Galaxie der sinnlichen Wahrnehmung erschaffen. Zuletzt hat die alleinige Fesselung der Sehkraft auch noch den Vorteil, dass sich das Opfer jederzeit selbst befreien kann. Ein großer Vorteil für etwas unentschlossene Anfänger.

Glieder und Leib lassen sich mit unzähligen Materialien und auf tausend verschiedene Arten in Fesseln legen. Aber zunächst möchte ich etwas zur Art und Weise sagen, wie das gemacht werden kann. Vielleicht als sinnlicher Akt, der sich lange hinzieht. Man lässt das Seil über den Körper gleiten, langsam und genüsslich, sozusagen um einen Vorgeschmack auf die Fesslung zu geben, um dann langsam und bedächtig Schlinge um Schlinge, Knoten um Knoten den Körper in die Bewegungs­losigkeit zu überführen. Zwischendurch immer wieder Pausen, um ihr bewusst zu machen, dass sie immer hilfloser wird. Vielleicht liebkost man sie in der Zwischenzeit oder gibt ihr Zeit, das zischende Geräusch aus­zu­kosten, mit dem die Knoten fest­gezogen werden.

Natürlich kann es auch eine schnelle Gefangen­nahme sein, mit entschlossenen, einfachen Windungen und Knoten. Auch der schnelle Übergang von der freien Person zum hilflosen Objekt sinnlicher Begierden hat etwas Erotisches.

Möglicherweise handelt es sich um eine rituelle Fesslung zu einem bestimmten Zweck. Um jemanden als Sklavin zu kennzeichnen oder um eine Bestrafung vorzubereiten.

Eine große Entscheidung vorweg ist das Material mit dem gefesselt wird. Es kann bereits selbst ein Fetisch sein und sein bloßer Anblick Schauer über den Rücken jagen. Ketten haben etwas Absolutes. Sie sind kalt und hart und klirren mal auf verhängnis­volle, mal auf verheißungsvolle Weise. Mit einem Schloss gesichert, können sie selbst mit einem Messer nicht mehr durch­trennt werden. Sie werden gerne in Gefangenen­szenarien eingesetzt, da man ja auch früher schon Verbrecher "in Ketten" legte. Dazu gehören auch Eisenfesseln, die ein mittel­alterliches Flair mitbringen. Allein schon der Gedanke, dass sie dazu konstruiert wurden, um jemanden zu fesseln und gefangen zu halten, hat etwas Prickelndes. Dazu zählen auch Handschellen, die von manchen Leuten regelrecht gesammelt werden. Allerdings haben sie nur eine bedingte Tauglichkeit, da sie sich in bestimmten Situationen verkanten können. Ihr Vorteil liegt jedoch darin, blitzschnell zur Hand zu sein.

Weiter geht es mit dem Seil, das es von dick bis dünn, von glatt bis spröde gibt. Baumwollseile sind angenehm weich und haben einen gewissen Spielraum, wobei sie gleichzeitig fest zupacken ohne aber ein­zu­schneiden. Etwas für Leute, die es gerne "gemütlich" haben. Auf der anderen Seite sind Hanfseile, deren Fasern heraus­stehen, die Härte und nur für jene zu empfehlen, die die Fesslung selbst als süße Qual erleben wollen.

Ledermanschetten mit Ösen sind zwar teuer, aber schon etwas Besonderes. Allein das Material Leder ist bereits erotisch vorbelastet. Sie schließen sich fest um die Gelenke und vermitteln diesen angenehmen "Fesseldruck". Zudem lassen sie sich schnell und auch phantasievoll verbinden. Allein so "gekleidet" kann man sich bereits unterworfen und gefesselt fühlen.

Fesseln selbst lässt sich auf viele verschiedene Arten machen. Einfach nur ausgestreckt auf dem Bett ist gemütlich und bietet die Möglichkeit sich lange mit der Partnerin zu beschäftigen. Vielleicht wird sie irgendwo etwas unbequemer fixiert, etwa im Stehen oder gebückt auf einer Art Bock oder Pranger, vielleicht um eine Bestrafung durchzuführen oder sich mit besonderen Stellen zu befassen.

Vielleicht werden nur die Hände hinter dem Rücken an­ein­ander­gebunden oder aber die Fessel schließt den ganzen Körper ein. Da können dann regelrechte Kunstwerke entstehen. Besonders die Japaner haben schon seit Jahrhunderten ihre Techniken. Solch eine Ganzkörper-Folter-Fessel schneidet auf angenehme Weise ein, drückt und massiert. Und man kann in aller Ruhe und mit Freude zusehen wie sich die Partnerin windet, selbst erregt und sich durch das Anschwellen von Schenkeln und Brüsten selbst neue Qualen und Freuden zufügt.

Ein besonderes Accessoire beim Fesseln sind, finde ich, die Knebel. Sie berauben die Sklavin auch noch ihrer Stimme. Manche finden es apart, völlig und total ausgeliefert zu sein und nicht mal durch Worte und Laute auf das Geschehen Einfluss nehmen zu können. Eine Motivation dazu ist es sicherlich, sich als "heiliges Opfer" zu fühlen, gewissermaßen als Gegenstand, dem zwar alles zugefügt werden kann, der aber durch seine Hilflosigkeit selbst Kraft erlangt. Ein totales Abkoppeln von seinem Partner und eine totale Ich-Bezogenheit. Eine interessante Erfahrung. Und von un­über­troffener Geilheit, wenn man es mag.

Eine andere und besonders weibliche Art der Fessel ist das Korsett. Wohl einst ein Mittel, um die Frau mit dem Zwang der Mode zu Objekten für die Männer zu machen, ist es heute wiederentdeckt als besondere Art der Fesselung.

Zuerst einmal hebt sie sexuell-weibliche Attribute hervor, indem sie das Dekolleté[wp] nach oben drückt und den Hintern durch die schmale Taille[wp] praller und begehrlicher aussehen lässt.

Doch die Korsage tut mehr. Sie schränkt die Bewegungs­freiheit ein und zwingt die Trägerin zu einer bestimmten Haltung. Ein Fesslung von großer Raffinesse.

Mit der Trägerin stellt sie etwas Besonderes an. Sie drückt und schnürt die empfindlichsten und erotisch anregbarsten Regionen der Frau angenehm fest ein. Unnachgiebig schließt es sich um den Brustkorb und drückt die inneren Organe, den Bauch und den Rücken nach unten, geradewegs gegen das Lustzentrum der Frau.

Aber, und jetzt kommt das wohl Entscheidende dabei, es schränkt die Atmung ein, was sehr erregend sein kann. Nur noch stoßweise atmen zu können, erinnert an einen Erregungs­zustand und ist ein Stimulus sonder­gleichen. Eigentlich ist die Korsage ein Fessel­gestell, dazu entworfen, den Atemapparat ein­zu­schränken. Eine Fesslung, die an Erotik kaum mehr zu überbieten ist. Früher ließen sich die Frauen zu diesem Zweck die erstaunlichsten Konstruktionen und Tricks einfallen. Zum Beispiel wurden Leder­corsagen nass gemacht und angezogen. Beim Trocknen zog sich dann das Material zusammen und sorgte für eine ganz extreme Wespen­taille. Als auf­gezwungene Mode­erscheinung sicher eine Qual, aber sie wurde wahrscheinlich aus gutem Grund erfunden.

Fesselungen können auch sehr extrem werden, wenn die Seile, Ketten und Riemen so fest angezogen werden, dass sich das Opfer überhaupt nicht mehr rühren und auch nur noch mit Mühe Luft holen kann. Das ist sicher nicht ganz ungefährlich, besonders, wenn Latex oder Frischhalte­folie zum Einsatz kommen. Aber eine ganz außergewöhnlich extreme Erfahrung für die, die es mögen.
- GentleDom[3]

Einzelnachweise

  1. Lechzen-Lexikon: Fesselung
  2. Lechzen-Lexikon: Bondage
  3. Die Fessel, GentleDom am 7. März 2012

Netzverweise