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Klimaleugner

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Hauptseite » Mensch » Leugner » Klimaleugner


Klimaleugner ist eine Wortkreuzung[wp] aus den Worten "(menschengemachter) Klimawandel" und "Holocaustleugner".

Begriffsdefinitionen

Zitat:

«Klimaleugner, die sich schlichtweg weigerten, die inzwischen angesammelten Belege für die globale Erwärmung[wp] zu akzeptieren, als "Klimaskeptiker" zu bezeichnen, hieße "einen ehrenvollen Begriff zu besudeln" und ihnen zu erlauben sich "in den Mantel der Wissenschaft zu hüllen, auch wenn sie entscheidende Teile der Klima­wissen­schaft leugneten". Es gäbe einen grundlegenden Unterschied zwischen "ehrlichem und ehrenvollem Skeptizismus" und "irrationaler, eigen­nütziger Leugnung".» - James Lawrence Powell[wp][1]

Zitat:

«Bei der wörtlichen Leugnung wird beteuert, dass etwas nicht stattfand oder nicht wahr ist. In Bezug auf die globale Erwärmung ist diese Form der Leugnung vergleichbar mit dem Erfinden von Gegen­behauptungen durch Energie­konzerne[wp], dass es keine globale Erwärmung gäbe. Die wörtliche Leugnung stellt somit die Argumentations­strategie der organisierten Klimaleugner­industrie dar.» - Haydn Washington, John Cook[2][3]

Zitat:

«Die Klimaleugner. Die Stigmatisierung von Skeptikern dient den Profit&shyMinteressen der Konzerne.» - Rubikon[4]

Zitat:

«Die Branche der Klimaleugner hat nach wie vor Hochkonjunktur. Kann man überhaupt von einer Branche der Klimaleugner sprechen? [...]

Mit Klimaleugnern - Klimaskeptikern setzen sich inzwischen sehr viele Menschen in den sozialen Netzwerken[wp] auseinander. Sie sehen sich dabei mit einem Heer von Bloggern, Lobbyisten und Ideologen konfrontiert. Das meist­gebrauchte Argument dieser Leute ist natürlich: Solange es die Erde gibt, gibt es den Klimawandel. Daraus folgt für die meisten, "um den Klimawandel brauchen wir uns nicht zu sorgen, da ist gar nichts dran". In ihrer Ziel­richtung geht es aber darum, den anthropogenen, also menschen­verursachten Klimawandel aus ganz anderen Gründen anzuzweifeln.» - energiewende-rocken.org[5]

Zitat:

«Im Bundestag sitzen bald auch Klimaleugner und offene Energiewende­gegner.

Die Grünen hingegen wollen bei diesem Thema nicht nachgeben: "Wir können in keine Koalition gehen, in der es keine Vorfahrt für den Klimaschutz gibt. Alles andere geht mit den Grünen nicht", sagte Spitzenkandidat Cem Özdemir am Wahlabend. - klimaretter.info[6]»

Der Begriff Leugnung des Klimawandels (climate change denial) ist seit etwa 2005 allgemein verbreitet.[7] Washington[wp] und Cook[wp] definieren Leugnung als "Weigerung, etwas zu glauben, egal welche Beweise vorgebracht werden". Leugner legten eine "vorsätzliche Ignoranz" an den Tag und führten logische Fehlschlüsse[wp] an, um ihre un­er­schütterlichen persönlichen Überzeugungen zu untermauern. Leugnung sei keine Suche nach der Wahrheit, sondern vielmehr das Bestreiten einer Wahrheit, die man nicht akzeptieren wolle. Damit sei diese Weigerung, eine überwältigende Beweislage zu akzeptieren, kein Skeptizismus, sondern vielmehr das genaue Gegenteil: eine Form von Leugnung, die explizit so genannt werden sollte.[8] [...]

Catriona McKinnon definiert "Klimawandel­leugnung" bzw. die davon abgeleitete Kurzform "Klimaleugnung" als "die vorsätzliche und täuschende Falsch­darstellung der wissen­schaftlichen Realitäten des Klimawandels". Zu diesen wissen­schaftlichen Realitäten zählt sie beispielsweise "den Fakt, dass der Klimawandel stattfindet, seine menschen­gemachten Ursachen und seine schädliche Folgen". Keine Klimaleugnung seien dagegen "Minderheiten- oder Außen­seiter­positionen zu Aspekten der Klimaforschung innerhalb der Bandbreite normaler und gesunder disziplinärer Meinungs­verschieden­heiten".[9]

Eine weitere Definition für die explizite Leugnung wissenschaftlicher Sachverhalte liefern Pascal Diethelm[wp] und Martin McKee[wp], deren Publikation wiederum auf den Vorarbeiten der Gebrüder Hoofnagle aufbaut. Demnach ist die gezielte Leugnung des wissenschaftlichen Konsenses in einem bestimmten Feld "ein Prozess, der manche oder alle der folgenden fünf Elemente auf miteinander abgestimmte Art und Weise nutzt":[10]

  1. Das Vertreten von Verschwörungstheorien
  2. Das Nutzen falscher Experten, die eine quer zum Stand der Forschung liegende Meinung vertreten
  3. Selektivität bzw. Rosinenpicken[wp] bei der Datenauswahl
  4. Das Stellen unerfüllbarer Anforderungen an wissenschaftliche Forschung
  5. Der Rückgriff auf Falschdarstellungen und logische Fehlschlüsse[wp]
Der Kommunikationswissenschaftler Michael Brüggemann[wp] betont, dass es "notwendig und richtig" sei, solche Akteure als "Leugner oder Lügner zu bezeichnen [...] die den anthropogenen Klimawandel aus politischem Kalkül abstreiten", da sich mit ihnen weder ein Dialog lohne und sie auch nicht mit den besten Argumenten zu überzeugen seien. Unangebracht seien die Begriffe jedoch für Menschen, die begründete Kritik an Einzelstudien der Klimaforschung üben statt pauschal Tatsachen abzustreiten oder "die verunsichert oder schlecht informiert sind oder sich einfach irren".[11]

Einzelnachweise

  1. James Lawrence Powell[wp]: The Inquisition of Climate Science. New York 2012, S. 4
  2. Haydn Washington, John Cook: Climate Change Denial. Heads in the Sand. Earthscan, 2011, S. 98
  3. In der Wikipedia gibt es einen größeren Abschnitt über die so genannte "Klimaleugner­industrie" bzw. "Klimaleugner­szene": Klimaskeptizismus - Abschnitt "Organisierte Klimaleugnerszene"
  4. Doris Schultz: Die Klimaleugner, Rubikon am 28. Juli 2018 (In den vergangenen Jahren hat der Alarmismus um den Klimawandel den Blick auf unsere Umwelt­probleme stark verzerrt. Wer erinnert sich noch an die Tage, als es statt um Klimaschutz um Umweltschutz ging? Nicht, dass die These vom menschen­gemachten Klimawandel heutzutage populär ist, ist ein Problem. Gefährlich wird es aber, wenn die Meinungsfreiheit zu einem Thema durch Stigmatisierung von Andersdenkenden eingeengt wird. Wenn "Leugner" zum schlimmsten Schimpfwort wird, wird jegliches Fragen und Zweifeln, wird die Suche nach möglichen alternativen Erklärungs­modellen autoritär unterbunden. Warum geschieht dies?)
  5. Klimaleugner - Klimaskeptiker, energiewende-rocken.org (Die Frage, ist der Klimawandel tatsächlich von uns Menschen verursacht, steht immer wieder zur Debatte. Die USA mit ihrem neuen Präsidenten Donald Trump und in Deutschland auch die AfD werfen sie gerade wieder neu auf. Das ist kaum verwunderlich, nur wissenschaftlich lassen sich diese Zweifel kaum noch begründen. Tatsächlich sind die Beweise aus wissenschaftlichen Studien sehr erdrückend.)
  6. Friederike Meier: Erstmals Klimaleugner im Bundestag, klimaretter.info ((Das Magazin zur Klima- und Energiewende) am 24. September 2017
  7. Sven Ove Hansson: Science and Pseudo-Science, in: Edward N. Zalta (Hrsg.), Stanford Encyclopedia of Philosophy[wp], Version vom 11. April 2017, abgerufen am 1. Dezember 2017.
  8. Zit nach: Haydn Washington, John Cook: Climate Change Denial. Heads in the Sand. Earthscan, 2011, S. 1 f.
  9. Catriona McKinnon: Should We Tolerate Climate Change Denial?, in: Midwest Studies In Philosophy. Band 40, Nr. 1, 2016, S. 205-216, S. 205
  10. Pascal Diethelm, Martin McKee: Denialism: what is it and how should scientists respond?, in: European Journal of Public Health. Band 19, Nr. 1, 2009, S. 2-4
  11. Michael Brüggemann[wp]: Die Medien und die Klimalüge. Falsche Skepsis und echte Leugnung, in: Volker Lilienthal[wp], Irene Neverla[wp] (Hrsg.), "Lügenpresse" : Anatomie eines politischen Kampfbegriffs. Köln 2017, S. 137-157, hier S. 156f.
  12. Wikipedia: Klimaskeptizismus - Abschnitt "Klimawandelleugner", Version vom 26. Juli 2018

Netzverweise