Die Antwort auf Feminismus ist nicht Antifeminismus, sondern MGTOW.
WikiMANNia ist die Dokumentationsstelle für politische Familienzerstörung, feministischen Männerhass und ideologischen Gender-Gaga!
Nigeria Kriminelle.jpg
Deutschland für alle!
Familienrecht Eherecht Homoehe.jpg
Ehe für alle!
Paedophil innen.jpg
Kinder für alle!
WikiMANNia verbreitet keinen Hass, sondern dokumentiert ihn; führt keinen Geschlechterkampf, sondern beendet ihn!
Politik in Deutschland: Willkommenskultur für illegale Invasoren, Abtreibungskultur für deutsche Kinder, Zerstörungskultur für Familien.

Paternalismus

Aus WikiMANNia
Wechseln zu: Navigation, Suche

Hauptseite » Politik » Herrschaftsform » Paternalismus


Mit Paternalismus (von lat. pater = "Vater") wird eine Herrschafts­ordnung beschrieben, die im außer­familiären Bereich ihre Autorität und Herrschafts­legitimierung auf eine vormund­schaftliche Beziehung zwischen Herrscher/Herrschern und beherrschten Personen begründet.

Als paternalistisch wird umgangs­sprachlich auch eine Handlung bezeichnet, wenn sie gegen den Willen, aber auf das Wohl eines anderen gerichtet ist. Paternalistische Regelungen werden von den Adressaten häufig als Bevormundung angesehen.

"Die heutigen Paternalisten betrachten die Menschen nicht als souveräne Entscheider über ihr eignes Leben, sondern als Verwaltungsmasse." - Johannes Richardt

Beispiele sind die Idee Robert Owens[wp] zur Lösung der sozialen Frage in Deutschland im 19. Jahrhundert, die Selbstwahrnehmung der Sklaven haltenden Pflanzer in den Südstaaten[wp] der Vereinigten Staaten im 17. bis 19. Jahrhundert, die sich in westlicher Gesetzgebung findenden Regelungen wie Anschnallpflicht, Straf­gesetz­gebung in Bezug auf so genannte "weiche Drogen". Auch das Verhältnis von Arzt und Patient wird oft als paternalistisch beschrieben.

Zitate

Zitat:

«Der Staat übernimmt es nun, den Menschen vorzuschreiben, wie sie ihre Kinder aufziehen sollen [...] Als Folge sehen wir den Aufstieg eines paternalistischen Gouvernanten­staats, der keinen Bereich des privaten Lebens unberührt lässt.» - Gilles Saint-Paul[wp][1]

Zitat:

«Dieser Führer ist heute Vater Staat. Wir beobachten die Wiederkehr des paternalistischen Obrigkeits­staats unter dem Namen des vorsorgenden Sozialstaats. Der vorsorgende Sozialstaat operiert mit drei Kurz­fehl­schlüssen: er schließt von Ungleichheit auf Benachteiligung, von Benachteiligung auf soziale Ursachen und von sozialen Ursachen auf paternalistische Maßnahmen. Damit übernimmt er die Gesamt­verantwortung für die moderne Gesellschaft und besetzt souverän die Spitzen­position. Deshalb darf man sich nicht wundern, wenn Politiker zum Größenwahn neigen. (...)
Paternalismus ist die Rückseite der Emanzipation. Der Staat schützt den Einzelnen vor sich selbst, das heißt er behandelt ihn als unmündig, weil der unemanzipierte Mensch noch nicht weiß, was gut für ihn ist. (...)
Der paternalistische Staat bildet also den Hintergrund aller modernen Emanzipationen. Wir haben es hier mit einer handfesten Paradoxie zu tun: In den Befreiungen bekundet sich die Liebe zur Sklaverei. Auch als er noch nicht so hieß, hat der vorsorgende Sozialstaat die neuen Untertanen gezüchtet - die betreuten Menschen. Man bekommt diese bittere Wirklichkeit gut in den Blick, wenn man mit Helmut Schelskys[wp] einfacher Unterscheidung zwischen "selbständig" und "betreut" operiert. Ihr grelles Licht entstellt den Paternalismus der Sozialingenieure zur Kenntlichkeit.» - Norbert Bolz[2]

Zitat:

«Das Interesse der vormund­schaftlichen Regierung und das Interesse der Religion gehen miteinander Hand in Hand, so daß, wenn letztere abzusterben beginnt, auch die Grundlage des Staates erschüttert wird. Der Glaube an eine göttliche Ordnung der politischen Dinge, an ein Mysterium in der Existenz des Staates ist religiösen Ursprungs: schwindet die Religion, so wird der Staat unvermeidlich seinen alten Isis­schleier verlieren und keine Ehrfurcht mehr erwecken. Die Souveränität des Volkes, in der Nähe gesehen, dient dazu, auch den letzten Zauber und Aberglauben auf dem Gebiete dieser Empfindungen zu verscheuchen; die moderne Demokratie ist die historische Form vom Verfall des Staates - Friedrich Nietzsche[wp]: Menschliches, Allzumenschliches, 1878-1880, S. 280-281

Einzelnachweise

  1. Standpunkt: Gilles Saint-Paul Der neue Paternalismus, FAZ am 20. August 2012
  2. Norbert Bolz: Diskurs über die Ungleichheit, 2009, S. 98-99

Querverweise

Netzverweise


Dieser Artikel basiert auszugsweise auf dem Artikel Paternalismus (22. Januar 2014) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Wikipedia-Artikel steht unter der Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-NC-SA 3.0). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar, die vor Übernahme in WikiMANNia am Text mitgearbeitet haben.