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Holger Strohm

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Holger Strohm
Holger Strohm auf einer Ver­an­staltung in Hamburg (2012)
Foto: Udo Grimberg, CC-BY-SA 3.0 DE
Geboren 7. August 1942
Beruf Techniker, Autor
URL holgerstrohm.com

Holger Strohm (* 1942) ist ein deutscher Autor, der durch seine Sachbücher zu Gefahren der Atomenergie[wp] und zur Sicherheit von Kernkraftwerken[wp] bekannt wurde. Holger Strohm lebt in Mölln.

Leben

Strohm studierte Fertigungstechnik in Berlin, Business Administration in Toronto und Göteborg sowie Erziehungs­wissen­schaften an der Universität Hamburg[wp]. Er arbeitete als Lehrer und war in der Industrie als Angestellter und als Organisations- und Industrie­berater tätig.

1971 schrieb er mit Friedlich in die Katastrophe sein erstes Buch über die Gefahren der Atomenergie, dem der Historiker Joachim Radkau[wp] bescheinigt, dass es einen "erheblichen Niveau­sprung in der bundes­deutschen Kernkraft-Kritik" darstellte.[1] Nachdem es von über 80 Verlagen abgelehnt wurde, veröffentlichte Strohm es zunächst im Privatdruck und dann im Kleinverlag Association. Von der 1981 bei Zweitausendeins erschienenen Neuausgabe wurden schnell 130.000 Exemplare verkauft. Die Gesamtauflage der bei Zweitausendeins verlegten Bücher von Strohm beläuft sich auf 640.000.[2][3]

Nach der Katastrophe von Tschernobyl[wp] lebte er mit seiner Familie zehn Jahre lang in Portugal.

Strohm studierte an der Universität Hamburg[wp]. Da der Erziehungswissenschaftler Peter Struck[wp] seine Promotion nicht betreuen wollte, ging Strohm 2002 an die Universität Bremen[wp] zu Johannes Beck[wp], kurz vor dessen Emeritierung.[4] Seine 2007 erfolgte Promotion wurde nach Verfahrens­unklarheiten 2012 gerichtlich bestätigt. Die Promotionsurkunde zum Dr. phil. erhielt er am 7. August 2012.

Politik

Strohm war Mitglied der SPD, aus der er 1978 ausgeschlossen wurde, da er als Spitzenkandidat der Bunten Liste - Wehrt Euch[wp] (BuLi) bei den Wahlen[wp] zur Hamburgischen Bürgerschaft[wp] kandidierte. Auch von der BuLi distanzierte er sich, nachdem er sich mit seinem Vorschlag einer Europa­wahl­teilnahme nicht gegen den die BuLi dominierenden Kommunistischen Bund[wp] hatte durchsetzen können.

Zitat:

«Mir gefällt nicht, wie der KB immer deutlicher seine Dominanz ausspielt und alles abblockt, was nicht in sein politisches Konzept paßt.»[5]

Als Strohm aus Protest sein Amt für drei Monate niederlegte, beschimpfte der KB in einer Antwort Strohm als "Spinner" und "falschen Demokrat"[6] und unterstellte ihm in seinem Zentralorgan, er sei beleidigt, da sein Vorschlag einer Europawahlteilnahme vom Parteitag abgelehnt wurde.[7]

Wirken

Strohm ist Autor von rund 40 Büchern. Als Sachverständiger war er in den USA für die ERDA[wp] und den Vorsitzenden des Senate Committee on Government Affairs[wp], ferner für UN[wp]-Gremien und den Innen­aus­schuss[wp] des Deutschen Bundestages[wp] tätig. Weiterhin gilt er durch seinen Kontakt zum damaligen schwedischen Minister­präsidenten Olof Palme[wp] als an der Entwicklung des skandinavischen Schulsystems[wp] beteiligt.[8] Strohm ist Träger der Verdienstmedaille des Bundes­verdienst­ordens und Preisträger der internationalen Umwelt­schutz­medaille.

Im September 2012 wurde der von Strohm produzierte Dokumentarfilm Friedlich in die Katastrophe von Marcin El im Abaton-Kino[wp] Hamburg erstmals aufgeführt.[9] Der Film fand keinen Verleih.

Sonstiges

Holger Strohm versuchte eigenen Angaben zufolge 2011 nach der Reaktor­katastrophe in Fukushima[wp] vergeblich bei den etablierten Medien durchzudringen, um auf die seiner Meinung nach bestehenden Missstände in der Bericht­erstattung hinzuweisen, und gab diesbezüglich der Zeitung "Rote Fahne" der Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands[wp] (MLPD) ein Interview.[10] 2012 gratulierte der Bundesverband der Christlichen Demokraten gegen Atomkraft (CDAK) Strohm zum 70. Geburtstag und bezeichnete ihn nach Angaben von Junge Welt als "geradliniges Universalgenie"[11]. Noch im selben Jahr behauptete Strohm in einem Interview mit dem Magazin Umwelt & Aktiv, die Spitzen der Anti-AKW-Bewegung seien vom Verfassungsschutz und der Atomlobby "unterwandert".[12] Sie würden versuchen, Aufführungen seines Films zu verhindern. Die TAZ kritisierte das Gespräch mit "den Nazis", er helfe dem Magazin bei der Etablierung über die Szenegrenze hinweg.[12] Strohm zeigte sich von der Taz enttäuscht, sie würde eine systematische Verleumdungs­kampagne gegen ihn führen und sprach von einem "linken Faschismus!".[13]

Zitat:

«Holger Strohm ist einer der federführenden Umwelt- und Mitwelt­schützer mit einer langen Geschichte von Anfeindungen und Verunglimpfungen, wie es sich kaum einer der "Jetztgrünen" Mandats­träger nur annähernd vorstellen kann. Ohne seine zahlreichen Bücher und Vorträge gäbe es weder die Öko- und Atombewegung, noch die Grünen in ihrer gegenwärtigen Form.
Früher wurde er als Radikal­kommunist diffamiert und mit Berufsverboten[wp] belegt. Heute wird aus dem linken Anarchisten Dr. Strohm ein Nazi gemacht und man will ihm vorschreiben, was er denken, sagen oder mit wem er reden darf. Das ist ein faschistoides Vorgehen, wie es die Nazis bei den Juden praktizierten. Die jüdische Zeitschrift "europäische ideen"[14] dazu: "Holger Strohm wird in Deutschland so behandelt, wie die Nazis die Juden behandelt haben".» - Holger Strohm[15]

Zitat:

«Holger Strohm wurde in Wikipedia[16] und Esowatch[17] als rechter Verschwörungs­theoretiker dargestellt, weil er über die Schatten­regierung der USA - die Reichs­regierung des Deutschen Reiches - berichtet hatte, die eigene Personal­ausweise und Führer­scheine herausgeben. In einem Brief der Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika vom 12. Januar 2006 wurde nachgefragt, ob es stimmt, dass die Reichsregierung legitim ist und dem Präsidenten der Vereinigten Staaten untersteht. Die Botschaft sandte Holger Strohm Auszüge aus dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 31. Juli 1973 kommentarlos zu, in dem es heißt "das Deutsche Reich existiert fort". Die Bundesregierung und die Regierung der DDR seien Werkzeuge der "alliierten Okkupations­mächte". Somit bestätigt die Botschaft der USA indirekt, dass die "Reichsregierung" legitim ist und dem amerikanischen Präsidenten untersteht. Weiterhin wurde Holger Strohm als rechter Verschwörungs­theoretiker bezeichnet, weil er die Vermutung äußerte, dass Aids eine Labor­krankheit sein könnte.» - Holger Strohm[18]

Zitat:

«Ist Deutschland eine wahre Demokratie?

Streng genommen sind wir keine Demokratie, sondern eine amerikanische Militär­diktatur. Das behauptet zumindest Generalmajor Gerd-Helmut Komossa[wp] und der muss das wissen. Er war (1977-1980) Amtschef von zwei verschiedenen Geheimdiensten, dem Militärischen Abschirmdienst[wp] (MAD) und dem Institut für Sicherheit der Bundeswehr[wp] (ASBw) und er war NATO-General-Verbindungsoffizier.[19] Also ich nehme mal an, dass der Mensch kompetent genug ist, um so etwas zu beurteilen. Und er sagt auch, dass die Wahlen und andere schein­demokratische Veranstaltungen nur der Täuschung dienen. Und im Wesentlichen werden bei uns Menschenrechte und Zensur genau so praktiziert wie in so genannte Schurken­ländern. Ich bin davon überzeugt, und ich blicke auf 50 Jahre zurück, dass wir das Land sind, mit der effektivsten und all­um­fassendsten Zensur in der Welt.

In welcher Form besteht diese Zensur?

Komossa sagt, dass seit Kriegsende bis zum Jahr 2099 die USA die Medienhoheit haben, über alle Printmedien, also Zeitungen und Verlage, aber auch Radio- und Fernseh­stationen. Und die Bericht­erstattung über inszenierte Bürgerkriege oder die Kriegshetze, mit der wir täglich gefüttert und überschüttet werden, die kommt direkt aus dem Pentagon. Es also nicht so, dass die eigenen Journalisten sich das ausdenken. [...]

Wer es wagt, wirtschaftliche Interessen - also Profitinteressen - in Frage zu stellen, der wird sofort kaltgestellt. Politische Kritik, die ist zum Teil erlaubt, die wird sogar inszeniert, dann dürfen einige Leute Bestseller schreiben, die dann von den Medien hochgejubelt werden, weil dort in abgeschwächter Form das Unbehagen der Bevölkerung aufgegriffen wird, bevor das andere machen, die dann richtig qualifiziert und hart ganze Chose aus­einander­nehmen. Da wird dann ein bischen Maskerade gemacht für uns.

[...] Der Königsweg der Zensur ist Totschweigen.

[...] Kritische Bücher über die EU sind nicht erwünscht. Da schlägt die Zensur sofort zu. Denn die EU ist das Wunschkind multi­nationaler Konzerne, der Finanzmafia-Oligarchen und einflussreichen Logen auf dem Weg der Weltherrschaft. Deswegen versteht man da überhaupt keinen Spaß, wenn da jemand die Schwachstellen und das ganze undemokratische Gebilde entlarvet.

[...] Wir verbrennen keine Bücher mehr. Wir drucken sie entweder erst gar nicht oder sie werden recyclet. » - Holger Strohm[20]

Veröffentlichungen

Bücher

Friedlich in die Katastrophe (Edition Nautilus 2011)
Asyl (2016)
  • Umweltsch(m)utz. Melzer 1972; Verlag Association 1977, ISBN 3-88032-059-4
  • Ökologie ganz einfach. Melzer 1973, ISBN 3-7874-0010-9
  • Friedlich in die Katastrophe. Eine Dokumentation über Atomkraftwerke. Edition Nautilus 2011. Aktuelles Vorwort von Michael Müller. ISBN 3-89401-748-1 Erstauflage: Verlag Association 1973, ISBN 3-88032-030-6; erweiterte neue Ausgabe: Zweitausendeins 1981
  • (Hrsg.): Der Umweltschutzreport. Melzer 1973, ISBN 3-7874-0002-8
  • Materialiensammlung zur Gefährdung der Bevölkerung durch Atomkraftwerke. Verlag Association 1975, ISBN 3-88032-000-4
  • (Hrsg.): Das Risiko Kernenergie. Verlag Association 1975, ISBN 3-88032-034-9
  • (Hrsg.): Biologische Schäden durch Atomkraftwerke und energiereiche Strahlen. Verlag Association 1976, ISBN 3-88032-036-5
  • (Hrsg.): Stadt- und Verkehrsprobleme. Zur Habitat-Konferenz der UNO. Verlag Association 1976, ISBN 3-88032-041-1
  • (Hrsg.): Schnelle Brüter und Wiederaufbereitungsanlagen. Verlag Association 1977, ISBN 3-88032-048-9
  • Erziehung zum Umweltschutz. Arbeitsmaterialien für Lehrer und Studenten. Verlag Association 1977, ISBN 3-88032-052-7
  • (Hrsg.): Genmanipulation und Drogenmissbrauch. Verlag Association 1977, ISBN 3-88032-069-1
  • (Hrsg.): Umweltschutz in der VR China. Verlag Association 1978, ISBN 3-88032-057-8
  • (Hrsg.): Atomenergie und Arbeitsplätze. Verlag Association 1978, ISBN 3-88032-073-X
  • Politische Ökologie. Arbeitsmaterialien und Lernmodelle für Unterricht und Aktion. Rowohlt 1979, ISBN 3-499-17085-X
  • Natur kaputt? Ein Umwelt-Buch. Rowohlt 1980, ISBN 3-499-20256-5; vollständig überarbeitete und erweiterte Neuausgabe ebd. 1992, ISBN 3-499-20643-9
  • Was Sie nach der Reaktorkatastrophe wissen müssen. Zweitausendeins 1986
  • (Hrsg.): Warum auch geringe Radioaktivität lebensgefährlich ist. Zweitausendeins 1986
  • Wie unsere Gene bestrahlt, beschädigt und manipuliert werden. Zweitausendeins 1986
  • mit Verena S. Rottmann: Was Sie gegen Mikrozensus und Volkszählung tun können. Zweitausendeins 1986
  • AIDS. Die Ansteckung. Was Sie alles über Aids wissen müssen. Rowohlt 1987, ISBN 3-498-06221-2
  • mit Jim Faulkner & Marilyn Grein-Clifford: Countdown? Grundkurse, Leistungskurse. 2 Bände. Langenscheidt-Longman 1987, ISBN 3-526-50352-4
  • mit Verena S. Rottmann: Scheidungsopfer: Mann. Ein juristischer Ratgeber zu Trennung, Scheidung, Unterhalt und Sorgerecht., Goldmann 1993, ISBN 3-442-13659-8
  • Die stille Katastrophe. Zweitausendeins 1999, ISBN 3-86150-321-2
  • Unmensch Mensch oder Die Philosophie des Seins und des Bösen. Wider die Zensur 2003
  • Interviews mit Holger Strohm in der portugiesischen Presse. Wider die Zensur 2006
  • Lehrergewalt - ein Tabuthema. In: raum&zeit 146/2007
  • Gaia weint. Wider die Zensur., 2008
  • Das Wunder des Seins und seine Zerstörung. Sokrates 2010, ISBN 3-9812912-0-4
  • Bankenmafia. Schild Verlag 2012, ISBN 3-86994-026-3
  • Neues von der Euro-Mafia. Kai Homilius Verlag 2012, ISBN 3-89706-825-7
  • Lehrergewalt und strukturelle Gewalt an Schulen, Schild Verlag 2013, ISBN 3-86994-034-4
  • Asyl, Schild Verlag 2016, ISBN 3-86994-046-8[21]
  • Gaia weint, Schild Verlag 2016, ISBN 3-86994-047-6[22]
  • Demokratie in Gefahr. Was ist aus Deutschland geworden?, Schild Verlag 2017, ISBN 3-86994-050-6

Film

  • Friedlich in die Katastrophe, Dokumentarfilm von Marcin El, D 2012, 120 min.; Sprecher: Eva Mattes[wp] und Gunter Schoss, Produktion: Holger Strohm. - Webseite: Friedlich in die Katastrophe - Der Film (2012) - Shop
Anti-Atom-Film

Spätestens seit der Atomreaktor­katastrophe von Fukushima[wp] schien die Atom­energie­erzeugung tot zu sein. Ein Film nach dem Buch von Holger Strohm warnt und mahnt dennoch.

Nach der Atomreaktorkatastrophe von Fukushima infolge eines vorangegangenen Erdbebens schienen auch die hartnäckigsten Befürworter der Atomenergie zumindest zu Bedenkenträgern hinsichtlich dieser Form der Elektro­energie­gewinnung geworden zu sein. Sogar Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wollte nun plötzlich und unerwartet zu diesen gezählt werden. In Wirklichkeit dürfte die Regierungschefin nicht ganz freiwillig umgeschwenkt bzw. umgefallen sein. Obgleich die studierte Physikerin Merkel auch schon vorher um die Gefahren der Atomenergie hätte wissen müssen. Warum also auf einmal abermals einer dieser Schwenks, für die die Dame Merkel berüchtigt ist? Die nach Jahren der relativen Ruhe nach Fukushima wieder großen Zulauf erhalten habende Anti-AKW-Bewegung ist ein Grund. Ein anderer die Ablehnung der Atomkraft in der Bevölkerung. Beides zusammen dürfte Angela Merkels Sinneswandel ausgelöst haben. Also nun alles in Butter? Atomkraft ein für allemal tot? So einfach in es nicht. Die Atomkraft verfügt nicht nur in Japan über eine mächtige und einflussreiche Lobby. Es ist bekannt, dass dort Politiker in die Atomwirtschaft wechseln und von da wieder zurück auf die Regierungsbank. In der BRD sind über die Jahrzehnte Unsummen an Steuergeldern in die Atomwirtschaft geflossen. Geht es jedoch um die Entsorgungs­kosten in Sachen Atommüll, für den es hierzulande nach wie vor kein geeignetes Endlager gibt, darf der Steuerzahler abermals bluten. Die atomfreundlichen Energie­konzerne sind nur für die Profite zuständig.

Die Mär vom billigen und sicheren Atomstrom

Das von Politik und Atomlobby wieder und wieder befeuerte jahrzehntelange Gerede vom billigen Atomstrom war und ist eine Mär. Rechnete man nämlich wirklich alle real bei dessen Produktion entstehende Kosten zusammen, würde das überdeutlich. Eine andere Mär - nämlich die von den sicheren Atom­kraft­werken - in mindestens seit der Reaktor­katastrophe von Tschernobyl widerlegt. Seit Fukushima ist auch das überhebliche Gerede von der ach so tollen Sicherheit westlicher Atom­kraft­werke gegenüber denen aus Osten Makulatur. Auch sauber ist dieser Atomstrom natürlich nicht. Heute ist eine Bevölkerungs­mehrheit in Deutschland gegen die Atomkraft. Vor vierzig Jahren sah das noch ganz anders aus. Aber auch da gab es schon Kritiker der Atomkraft. Doch die hatten es verdammt schwer. Sie wurden nicht nur ausgelacht, sondern auch hartnäckig bekämpft.

Holger Strohm schrieb bereits vor über vierzig Jahren eine Kernkraft-Kritik

Als einer jener Atomenergie­kritiker hierzulande trat der 1942 in Lübeck geborene Holger Strohm auf den Plan. Der studierte Fertigungs­techniker schrieb bereits 1971 über die Gefahren der Atomenergie. Der Titel des 1360 Seiten umfassenden Sachbuches: "Friedlich in die Katastrophe". Der Historiker Joachim Radkau bescheinigte ihm, dass das Sachbuch einen "erheblichen Niveausprung in der bundes­deutschen Kernkraft-Kritik" darstellte (Wikipedia). Doch der quasi zu früh geborene Atom­energie­kritiker konnte sein Buch bei keinen Verlag unterbringen. Strohm bekam 80 Ablehnungen. Strohm blieb nichts anderes übrig als sein Buch zunächst im Privatdruck und dann im anarchistischen Kleinverlag "Association" zu veröffentlichen. Laut Wikipedia wurden von der 1981 bei Zweitausendeins erschienenen Neuausgabe zügig 130.000 Exemplare verkauft.

Für seine kritische Unbequemlichkeit musste Holger Strohm viel einstecken

Strohm, das 1978 aus der SPD ausgeschlossene SPD-Mitglied, war Spitzenkandidat der Bunten Liste - Wehrt Euch bei den Wahlen zur Hamburgischen Bürgerschaft. Interessant zu wissen: der Erziehungs­wissen­schaftler Peter Struck wollte Strohms Promotion nicht betreuen. Strohm ging deshalb 2002 an die Universität Bremen zu Johannes Beck. Es brauchte Jahre des Wartens und obendrein eine Klage bis Strohm endlich seine Promotions­urkunde in Händen halten konnte. Sein Promotions­verfahren wurde 2006 erfolgreich abgeschlossen. Das Bremer Verwaltungs­gericht hat die frischgebackene Elite-Uni dazu verurteilt (Az. 6 K 321 /09). In seiner Dissertation arbeitete Strohm über Lehrergewalt. Bis Strohm die Urkunde erhielt, vergingen allerdings noch einmal sechs Jahre: Im Sommer 2012 - zu dessen 70. Geburtstag - war es dann endlich soweit. Für seine Unbequemlichkeit hat der Atom­kraft­kritiker Holger Strohm schon viel einstecken müssen im Leben. Sogar seine Familie ist schon bedroht worden. Weshalb Strohm sich einige Jahre nach Portugal zurückzog.

Über vierzig Jahre nach dem Buch nun der Film

Über vierzig Jahre nachdem Holger Strohm sein atom­kritisches Buch zu schreiben begonnen hatte, ist nun ein gleich­namiger Film herausgekommen. Der Dokumentar­film entstand bereits vor der Atom­katastrophe von Fukushima. Er benötigte drei Jahre Vorarbeit und wurde im Studio Hamburg produziert. Als Einsprecherin für den Film konnte die Schauspielerin Eva Mattes gewonnen werden. Viele Studenten arbeiteten ehrenamtlich daran mit. Regie führte Marcin El. Das half ungemein. Schließlich ist ein solcher Film sehr teuer. Es gelang, das Budget für die 120 Minuten bei 100.000 Euro zu halten. Greenpeace[wp] unterstützte die Produktion mit der Zulieferung von Film­aus­schnitten. Andere Film­schnipsel kamen von deutschen Fernsehsendern. Senden, verkündete Holger Strohm anlässlich einer Vorpremiere des Dokumentarfilms am 22. September im Abaton-Kino in Hamburg (via Youtube, Mölln-TV), werden den Film allerdings wohl weder die Öffentlich-Rechtlichen noch die Privaten. Der Befund: Zu kritisch. Ebenfalls wurde der Film nicht ins das Netz der Film­verleiher aufgenommen. Wo leben wir eigentlich? Dennoch wird der Film "Friedlich in die Katastrophe" hier und da sicherlich doch auf die Leinwand kommen. Es gibt eben noch engagierte Betreiber von Licht­spiel­häusern. Menschen dieses Schlages verdienen ausdrücklich das Lob unserer Gesellschaft. Und Mund-zu-Mund-Propaganda sorgt für Publicity. Bis auf einige Zeitungen verschwiegen die großen Medien diesen Dokumentar­film bislang. Weshalb diese Angst? Setzt man darauf, dass ohne Promotion dieses an sich wichtigen Films nur die alten Kämpen der Anti-AKW-Bewegung in die Vorführungen kommen, die breite Masse aber davon ferngehalten wird?

Holger Strohm zur Lage: Es ist schon fünf Minuten nach zwölf

Das nun verfilmte Hauptwerk Strohms "Friedlich in die Katastrophe" hat seinerzeit in Buchform der Anti-Atomkraft-Kritik der Umwelt- und Friedens­bewegung und nicht zuletzt den jungen Grünen ab 1971 wesentliche Argumente wider die Atomkraft an die Hand gegeben. Übrigens wollen die längst stramm etablierten, von ihren hehren einstigen Zielen heute weit entfernten Grünen, von diesem Film nichts wissen. Ein möglicher Grund dafür: Man will ja mal wieder ans Regierungs­ruder. Und muss aufpassen mit wem man sich vorher anlegt. Einzig Greenpeace unterstützte den Film. Auf der Vorpremiere in Hamburg hört man einen Greenpeace-Vertreter den Film lobend sagen: Wir selbst hätten ihn so nicht machen können. Wir hätten die Gemeinnützigkeit verloren [sic!]. Holger Strohm sagt auf die Frage, mit welchem Gefühl die Leute aus dem Film herausgehen sollen: "Dass sie was tun müssen. Dass es fünf Minuten nach zwölf ist. Und dass, wenn wir nichts tun praktisch unsere eigenen Kinder und Kindes­kinder ausrotten." Müsste das Kino nach der Atom­katastrophe von Fukushima nicht strömend voll sein, fragt Mölln-TV. Darauf Strohm: Dass sei eben vergessen und verdrängt. So sind halt die Leute. "Nur wenn, wie gesagt, der Arsch brennt, kriegen sie ihn hoch. Und danach schläft alles wieder ein. Und wird eingelullt, ja, ganz bewusst." Strohm meint offenbar damit auch die Medien, welche nach dem Motto arbeiten: Aus den Augen, aus dem Sinn. So ist die Realität wohl zutreffend beschrieben.

Ex-Staatssekretär Michael Müller: Jahrhundert des totalen Umbaus oder Dezivilisierung der Menschheit

Der einstige Umwelt­staats­sekretär der einstigen rot-grünen Bundesregierung Michael Müller, der 2008 das Vorwort zu Strohms Buch "Gaia weint" schrieb, sagt im Film über die Atom­technologie: "Was momentan passiert in im Grunde genommen, dass Flugzeuge gestartet werden, wo keine Landebahnen da sind."

Müller sagt ebenfalls: "Deshalb ist dieses Jahrhundert vor dem wir stehen entweder ein Jahrhundert des totalen Umbaues oder ein Jahrhundert der Gewalt, der Verteilungs­konflikte. Und ich würde sagen, der Dezivilisierung der Menscheit. Das ist die Alternative vor der wir heute stehen." Diese sich unterdessen auch und besonders vor dem Hintergrund der Finanz- und Eurokrise bitter an der Realität messen könnenden Sätze des einstigen Umwelt­staats­sekretärs sind alarmierend. In beunruhigender Weise erinnern sie an die mahnende Prophezeihung des vor kurzen verstorbenen Historikers Eric Hobsbawm. In einem Stern-Interview sagte Hobsbawm, es drohten wie nach der letzten Welt­wirtschafts­krise 1929/30 womöglich blutige Kämpfe oder gar ein neuer Weltkrieg. Die Wahl also zwischen Pest und Cholera: Atom­katastrophe oder das kriegerische Vergießen von viel Blut? Der Mensch hat die Wahl. Er kann sich für die Vernunft entscheiden. Dafür müsste der Mensch jedoch, wie Holger Strohm in Bezug auf das in seinem Dokumentarfilm beackerte Thema Gefahren der Atomkraft sagt, endlich etwas tun. Denn es ist - schwer dem Manne zu widersprechen - gewiss längst fünf nach zwölf!

Holger Strohm in Kenzingen: "Sicherheit existiert nur in der Einbildung."

Bei einer anderen Aufführung des Films in den prämierten Kenzinger Löwen-Lichtspielen sagte der Atomkraft­gegner und Schrift­steller über die Atom­kraft­gefahren: "Wir sägen praktisch an jedem Ast, auf dem wir sitzen - und vergiften die Wurzeln gleich mit." Leuten, die trotz der allmählich wieder in Vergessenheit geratenen Atom­katastrophe von Fukushima noch immer daran glauben, die Menscheit habe die Atomenergie problemlos unter Kontrolle, schreibt Strohm das Folgende ins Stammbuch: "Sicherheit existiert nur in der Einbildung." Auch diesen Zahn zieht er Ewig­gestrigen und von der Atomlobby Beeinflussten: Von einer friedliche Nutzung der Atomkraft könne keine Rede sein.

Schon wird der Film anonym verunglimpft

"Friedlich in die Katastrophe" wird als eine mahnende Film­dokumentation angekündigt, die auf dem vor über vierzig Jahren von Dr. Holger Strohm geschriebenen Sachbuch fußt. Ein Manifest gegen jegliche Nutzung der Atomkraft. Die im wesentlichen den Herrschenden und Kapital­interessen verpflichteten Medien werden aus den hier schon genannten Gründen wohl kaum für den "zu kritischen" Film werben. Stattdessen bekommt Holger Strohm anonyme Mails. Darin wird er beschimpft oder behauptet der Film stütze sich auf Verschwörungstheorien bzw. verbreite welche. Wie Strohm auf Zuschauer­nachfrage im Hamburger Kino antwortete, vermutet er dahinter den "Verfassungs­schutz oder von ihm Bezahlte". Strohm sind diese Anfeindungen nicht fremd. Früher, erklärt er, habe man ihn Kommunist geziehen, heute werde er in die Nähe der Braunen gerückt. Das Ziel früher wie heute: Diffamierung seines atom­kritischen Werkes sowie seiner Person. Daran, dass man Holger Strohm Verschwörungs­theorien vorwirft, ist er womöglich selbst nicht ganz unschuldig. Er hat nämlich einmal behauptet, dass gewissermaßen die USA am Hunger in Nordkorea schuld seien. Strohm macht so genannte Chemtrails dafür verantwortlich. Diese würden zur Manipulation des Niederschlages benutzt, um eine Dürre auszulösen.

Aufgegeben hat die Atomlobby gewiss nicht: Mit einem AKW kann man ein Million Euro am Tag verdienen

Wie früher befürchtet Strohm auch heute wieder - und das vielleicht nicht ganz falsch, dass hinter jedem Stein den man ihm in den Weg legt, die weit reichenden Arme der Atom- und Energie­lobby oder ihnen hörige Behörden stecken. Fakt ist aber: Obwohl unmittelbar nach der Atom­katastrophe von Fukushima die Atomkraft tot zu sein schien, aufgegeben hat die Atomlobby gewiss nicht. Verständlich, wenn man weiß, mit nur einem einzigen Atomkraftwerk lässt sich spielend eine Million Euro am Tag verdienen.

Holger Strohm hat dem Umweltschutz zu größerer Aufmerksamkeit verholfen

Was die Gefahren der Atomkraft anbetrifft - anerkannte Fachleute haben das längst bezeugt - sind indes Holger Strohm keinerlei Unsauberkeiten oder das Stricken von "Verschwörungstheorien" vorzuwerfen. Was für Buch und gleichermaßen den Film gilt. Strohm ist bekannt als jemand der stets Ross und Reiter zu nennen pflegt. Das tat vor über vierzig Jahren weh. Und es wird gewissen Kreisen auch heute wieder wehtun. Weshalb die ihre Truppen nun abermals gegen ihn mobilisieren. Holger Strohm hat große Verdienste daran, dass der Umweltschutz hohe Aufmerksamkeit erfuhr. Einst gelang es ihm Politiker wie den kanadischen Premier Pierre Trudeau oder den später einem Attentat zum Opfer gefallenen schwedischen Minister­präsidenten Olof Palme für sein Anliegen zu gewinnen.

Der Film wird nicht zu verhindern, allenfalls zu behindern sein

Diesen Film sollten wir - wo man ihn denn zu sehen bekommt - anschauen und sich eine eigene Meinung bilden. Es kann ganz sicher auch nicht schaden sich Holger Strohms vor Jahrzehnten geschriebenes Buch zu Gemüte zu führen. Das fand damals zunächst keinen Verlag. Wie der Film heute keinen Eingang ins Netz der Verleiher findet. Weil zu kritisch. Damals wie heute. Ein Skandal für eine demokratische, sich aufgeklärt gebende Gesellschaft. Damals wie heute. Heute allerdings in Zeiten des Internets und Kanälen wie etwa YouTube dürfte es nicht so einfach sein, diesen wichtigen Dokumentarfilm zu verhindern. Allemfalls mag es hier und da gelingen ihn zu behindern. Dennoch wird das Stück so oder so sichtbar werden. Die Netzgemeinde und Bürger­journalisten sollten über den Dokumentarfilm informieren. Schließlich ist die Gefahr - auch wenn es nach Fukushima so scheinen mag - die von Atom­kraft­werken und Atomwaffen ausgeht keineswegs verschwunden, noch kleiner geworden. Im Film gibt es auch Informationen über heim­tückische Mikro­wellen­kanonen. Das so genannte ADS (Activ Denial System). Der Kabarettist Georg Schramm erklärt diese zynisch "Massen­schutz­waffen" geheißenen mobilen Mikro­wellen­kanonen oder auch als "Silent Guardin" (hier erklärt in einem Artikel von Jacob Jung) bekannt gewordenen Systeme hier (via YouTube).

Es ist immerhin lobenswert, dass diese Film­produktion auch Unter­stützung von deutschen Fernseh­anstalten erfuhr. Nicht hinnehmbar ist hingegen, dass dieselben Sender diesen Film offenbar nicht austrahlen wollen. Wir Gebühren­zahler sollten das den Öffentlich-Recht­lichen gebührend deutlich machen. Vorerst sollten engagierte Kino­betreiber in die Bresche springen. Wie es in Hamburg und Kenzingen bereits geschehen ist.

Nach der Atomkatastrophe von Fukushima mag die Zahl Bedenkenträger dieser Energie­erzeugungs­art gegenüber gestiegen sein - auch Angela Merkel hat sich geschickt gewendet und unter sie gemischt - indes: Die Atomlobby hat längst nicht aufgesteckt. Ein Grund: die Hoffnung auf eine Fortschreibung der Garantie eines fast anstrengungslosen Wohlstandes für die Atomindustrie seitens Schwarz-Gelb. Zu diesem Behufe macht man den Bürgerinnen und Bürgern ganz gern schon ab und an mal Angst vor einem drohenden Blackout.
- Holger Strohm: Friedlich in die Katastrophe, Der Freitag am 22. Oktober 2012

Interview

Einzelnachweise

  1. Der Stern nannte es "die Bibel der Anti-Atomkraft-Bewegung", und bis heute gibt es kein vergleichbares Buch auf der Welt, das sich derart umfassend mit allen Aspekten der friedlichen Nutzung der Atomkraft aus­einander­setzt den physikalischen, ökonomischen, ökologischen, politischen und sozialen. Für die Anti-AKW-Bewegung war das Werk unerlässliches Handwerks­zeug für die Argumentation. Mit beeindruckender Detail­kenntnis analysiert Holger Strohm politische und wirtschaftliche Zusammenhänge, beschreibt minuziös die Technik und Funktions­weise der verschiedenen Typen von Atomkraft­werken, erklärt die Folgen radioaktiver Strahlung für Mensch und Natur und weist auf Unfall­risiken hin. Ausführlich geht er auf Sicherheits­maß­nahmen, Strahlen­schutz und die Endlager-Problematik ein und zeigt mögliche Alternativen zur Atomkraft auf. Wer dieses Buch gelesen hat, kann unmöglich noch für Atomkraft sein.
    Pressestimmen:
    "Holger Strohm war in den frühen siebziger Jahren der erste ernst­zu­nehmende Kritiker der Atomindustrie in Deutschland." (Frankfurter Allgemeine Zeitung)
    "Sein erster Enthüllungs­report machte Strohm quasi über Nacht zu einem der gefürchtetsten Atomkritiker Deutschlands." (Frankfurter Rundschau)
    "Eine scharfe Kritik, die so fundiert und umfassend bisher gefehlt hat ... Friedlich in die Katastrophe ist die beste Darstellung der Gegen­argumente und -behauptungen in deutscher Sprache." (Die Zeit)
  2. Klaus Schramm: Rezension zu Holger Strohms "Die stille Katastrophe". Website von Netzwerk Regenbogen
  3. Frank Lübberding: Kernkraftkritiker der ersten Stunde: Einer steht im Weg, FAZ am 25. April 2011
  4. Gericht promoviert Querdenker, TAZ am 29. Juni 2012
  5. Hallensleben: Von der Grünen Liste zu Grünen Partei? 1984, S. 86
  6. ebd. S. 94
  7. vgl.: Bunte Liste diskutiert über weitere Arbeit, in: Arbeiterkampf, Nr. 133, 1978, S. 7
  8. An Stelle vieler siehe Michael Müller: Rezension zu Holger Strohms "Das Wunder des Seins und seine Zerstörung", Klimaretter.info, abgerufen am 1. Januar 2013
  9. Holger Strohm: "Friedlich in die Katastrophe", Der Freitag am 22. Oktober 2012
  10. Youtube-logo.png Der Anti-Atom Appell: Werner Altnickel & Holger Strohm im Gespräch über die Gefahren der Atomkraft - Bewusst.tv (26. März 2011) (Länge: 44:24 Min.)
  11. Junge Welt am 9. August 2012, S. 8: Publizistisch aufständig
  12. 12,0 12,1 Andreas Speit[wp]: Grüner Pionier im Nazi-Sumpf, TAZ am 2. Dezember 2012
  13. Webseite des Films: Stellungnahme zum Taz-Artikel
  14. Die Zeitschrift "europäische ideen" wird in London von Andreas W. Mytze ediert. In: Sonderheft der Zeitschrift "europäische ideen" beschäftigt sich mit dem "Schutzkomitee Freiheit und Sozialismus": Kriminalisierungskampagnen der Stasi, Berliner Zeitung am 9. März 1995; Havemann: unangepasster Kommunist, Berliner Literaturkritik am 17. November 2010
  15. Hauptseite, Offizielle Webseite von Holger Strohm, abgelesen am 12. November 2013
  16. siehe Wikipedia: Holger Strohm
  17. siehe Psiram: Holger Strohm
  18. Politische Verfolgung, Offizielle Webseite von Holger Strohm, abgelesen am 12. November 2013
  19. Gerd-Helmut Komossa[wp]: Die deutsche Karte. Das verdeckte Spiel der geheimen Dienste. Ein Amtschef des MAD berichtet., Ares-Verlag 2007, ISBN 3-902475-34-X
  20. Youtube-logo.png Zensur in Deutschland - Holger Strohm im Interview (April 2014) (Länge: 39:18 Min.)
  21. ASYL - Neues Buch von Holger Strohm, holgerstrohm.com
    Bewusst.TV Interview Feb 2016 - Thema: Asyl, holgerstrohm.com
  22. "Gaia weint" oder das Wunder des Seins und seine Zerstörung, holgerstrohm.com
  23. Holger Strohm hat früher zahlreiche Besteller mit Auflagen zwischen einer Viertel und einer Million Exemplaren geschrieben. Da seine Bücher der Atom-und Gen­industrie Milliardenverluste bescherten, zwang man ihn in ein zehnjähriges Exil. Danach wurde er totgeschwiegen.
  24. Atomrebell im Visier des Systems, und die "Umwelt"lobby schweigt.
    Holger Strohm im Gespräch mit Michael Friedrich Vogt. - Allein das Drama um Holger Strohms Dokterarbeit ist eine Zensurposse und ein Paradebeispiel der Unfreiheit der Wissenschaft in der BRD, einer käuflichen Wissenschaft, die politisch und nicht wissenschaftlich agiert. Das Verwaltungs­gericht Bremen stellte im Prozeß, den Holger Strohm anstrengen mußte, fest, daß ein zehnjähriger, vorsätzlicher Rechtsbruch[wp] vorlag und verpflichtete die Uni Bremen, den erfolgreichen Abschluß der Promotion zu bescheiden. Doch die Uni mußte wegen Untätigkeit angemahnt werden und weigerte sich, die Promotions­urkunde auszuhändigen. Erst als ein Zwangsgeld von 500.000 € und eine Schadens­ersatz­klage angedroht wurde, händigte die Uni Holger Strohm seine Urkunde aus.
    Dabei ergab sich, daß diese bereits im Jahre 2006 unterzeichnet und gültig geworden war. Hier stellt sich die Frage: Wer hat solch eine Macht, eine Universität zu einem zehnjährige Rechtsbruch zu veranlassen und das einstimmige Votum der Gutachter, der Prüfungs­kommission sowie des Rektors zu mißachten? Und warum? Und wieso beugt sich eine Uni einem solchen Druck?
    Sind die Hintermänner dieselben, die Holger Strohm und seine Familie seit fast 50 Jahren terrorisieren, nur weil er sich konsequent und - anders als die Vertreter der so genannten "Umweltlobby" - nicht käuflich für Umweltschutz, Menschenrechte und unser aller Überleben einsetzte? Zu all dem zumindest schweigen nämlich die "Umwelt­verbände", ja sie stehen Seit an Seit mit denen, die Holger Strohm bekämpfen.
    Holger Strohm schreibt: "Für meine schriftstellerische Tätigkeit, mein Einsatz für den Umweltschutz und für meine Gabe, Dinge vorauszusehen, mußte ich einen hohen Preis zahlen. Ich verlor mehrfach meinen Arbeitsplatz, wurde terrorisiert, kriminalisiert, für verrückt erklärt, und man hat versucht, meine Söhne und mich zu ermorden. 1989 sagte mir ein Kontaktmann des portugiesischen Geheimdienstes, die Deutschen hätten auf dem Wege der Amtshilfe darum gebeten, mich tödlich verunglücken zu lassen. Mein PKW sollte mit Hilfe eines Lasters in einer der zahlreichen und tiefen Schluchten um Odemira geschoben werden. Zu diesem Zeitpunkt waren meine Söhne noch so klein, daß ich sie nicht alleine lassen konnte und sie daher immer mitnahm, wenn ich irgendwo hinfuhr. Das heißt: Man hätte meine Söhne ebenfalls ermordet.
    Der portugiesische Geheimdienst wollte wissen, warum. Als man ihnen die Auskunft verweigert, haben sie selbst recherchiert mit dem Ergebnis, daß sie meine Söhne und mich unter ihren persönlichen Schutz gestellt haben und die Deutschen, die mich observierten, ausgewiesen haben. Man teilte mir mit, daß man sehr wohl wisse, daß ich im Hintergrund geholfen hätte, das geplante Atomkraftwerk in Vila Nova de Milfontes, die Müll­verbrennungs­anlage in Sines und die Autobahn im Natur­schutz­gebiet an der Cost Vincentina zu verhindern. Aber im Gegensatz zu den Deutschen habe man damit kein Problem, da man ein Desaster befürchtete und froh sei, daß Portugal nicht den Weg des atomaren Wahnsinns eingeschlagen habe. Außerdem erledige man nicht die Drecks­arbeit für die Deutschen, und Kinder zu töten, sei für sie ein absolutes Tabu.
    Als ich darum bat, mir das Ganze doch schriftlich zu geben, teilte man mir mit, dann könne man die zukünftige Zusammenarbeit mit den Deutschen vergessen, das sei ich ihnen aber nicht wert. Ich solle froh sein, daß man meinen Arsch gerettet habe, und wenn ich den Vorfall an die große Glocke hängen würde, werde man erklären, man könne sich an nichts erinnern."

Netzverweise


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