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Promise Keepers

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Logo der Promise Keepers
Heinrich Christian Rust (1997)

Promise Keepers (deutsch: Männer, die Wort halten) ist eine internationale konservative christliche Organisation für Männer. Sie hat ihren Ursprung Vereinigte Staaten und hat sich weltweit verbreitet. Sie beschreibt sich selbst als "eine Christus-zentrierte Organisation, die sich auf die Einführung von Männer zu Jesus Christus als ihren Retter und Herrn, ihnen zu helfen, als Christen zu wachsen".[1] Die Promise Keepers ist an keine christliche Kirche oder Konfession[wp] angegliedert oder gebunden.

Bemerkenswert an dieser christlichen Männerbewegung ist, dass sie sich über Selbst­verpflichtung definiert und dies schon im Namen der Bewegung ausdrückt. Größer könnte der Kontrast zur Frauenbewegung nicht sein, die sich meist die Opferkultur definieren und niemals über Eigenverantwortung oder Selbst­verpflichtung.

Überzeugungen

Die Grundüberzeugungen der Promise Keeper sind in den Sieben Versprechen konkretisiert:

  1. Ein Promise Keeper ehrt Jesus Christus durch Anbetung und Gebet, vor allem aber durch Gehorsam gegenüber dem Wort Gottes in der Kraft des Heiligen Geistes.
  2. Ein Promise Keeper unterhält lebendige Beziehungen zu anderen Männern.
    Er weiß, dass er auf die Brüder angewiesen ist, die ihm helfen, seine Versprechen zu halten.
  3. Ein Promise Keeper lebt in geistlicher, moralischer und sexueller Lauterkeit und Reinheit.
  4. Ein Promise Keeper investiert seine Hingabe in seine Ehe und Familie.
    Er weiß, dass ihre Trag­fähigkeit von seiner Liebe, seinem Schutz und seinem Leben nach biblischen Werten abhängt.
  5. Ein Promise Keeper unterstützt den Auftrag seiner Kirche, indem er seine geistlichen Leiter und Pastoren ehrt, für sie betet sowie Zeit und Gaben einbringt.
  6. Ein Promise Keeper überwindet die Schranken von Rassen und Denominationen, um die Kraft der von Jesus Christus gewirkten Einheit zum Ausdruck zu bringen.
  7. Ein Promise Keeper wird seine Welt verändern im Gehorsam gegenüber dem Liebesgebot[wp] (Markus 12, 30f.) und dem Missions­auftrag[wp] Jesu (Matthäus 28, 19-20).[2]

Geschichte

Die Promise Keeper wurden 1990 von Bill McCartney[wp] gegründet, nach Selbst­darstellung der Bewegung, bekam McCartney die Inspiration für die Promise Keeper am 20. März 1990. Bei einem ersten Treffen im Juli 1990 trafen sich 72 Männer, die erste offizielle PK-Konferenz im Juli 1991 wurde von rund 4200 Männern besucht. Die Organisation wurde im Dezember 1990 als gemein­nützige Organisation[wp] im Bundesstaat Colorado registriert.

Das herausragendste Ereignis, das Promise Keeper organisiert haben, war die Stand in the Gap: A Sacred Assembly of Men, ein Open-Air-Treffen auf der National Mall[wp] in Washington, DC am 4. Oktober 1997. Es wurde damals berichtet, dass es die größte Versammlung von Männern in der amerikanischen Geschichte gewesen sei und damit sogar den Millionen-Mann-Marsch[wp] übertroffen hätte.[3] Im Jahr darauf gerieten die Promise Keeper in finanzielle Schwierigkeiten und es gibt Spekulationen, die Ursache dafür in der Washington-Rallye des Jahres 1997 zu sehen. Die Teilnahme an regionalen Rallyes, die 60 USD Eintritt kosteten, sanken um 50 %, da viele Männer sich dafür entschieden, stattdessen an der freien Washington-Rallye teilzunehmen. Die Organisation entledigte sich ihres gesamten US-Personals und wurde eine streng ehren­amtliche Organisation. Ab 1998 waren die Besucher­zahlen bei Veranstaltungen der Promise Keeper deutlich kleiner als zuvor.

Im Januar 2004 hat der deutsche Zweig der Männerbewegung "Promise-Keeper" seine Arbeit eingestellt.[4] Er hatte erst im Juni 1996 seine Arbeit aufgenommen.[5]

Zitate

  • "Wir möchten Männern helfen, dass die verloren gegangenen und zerbrochenen Beziehungen in ihrem Leben wieder in Ordnung kommen. Wir möchten dazu beitragen, dass Männer sich mit ihren Frauen aussöhnen und ihre Ehe neu festigen."[6]
  • "Bevor ein Mann zu einem Promise Keeper wird, ist er ein Promise Seeker, also jemand, der sich nach diesem Leben in Verbindlichkeit und Treue sehnt. (...) Aus dem 'Suchenden' wird ein 'Empfangender' (Promise Receiver). (...) Ihrem Wesen nach ist die Promise Keepers-Bewegung auch eine Umkehrbewegung unter Männern."[7]
  • "Auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Zerfall moralischer Grundwerte nicht mehr zu leugnen. Die Länder, in denen einst reformatorisches Leben aufbrach, leben gegenwärtig in einer nach­christlichen Situation. Obwohl die Kirchen zahlenmäßig noch einen bedeutenden gesell­schaft­lichen Faktor bilden, so ist ihr Einfluss auf die Gesellschaft zunehmend geringer geworden. In den Medien dienen die Kirchen und ihre Repräsentanten oftmals als Zielscheibe massiver Angriffe. (...) Promise Keepers wollen auf diese gesellschaftliche Situation reagieren. Sie wollen dazu beitragen, dass der Wert christlicher Ethik auch gerade in unseren Ländern nicht abgeschrieben werden darf. Promise Keepers wollen auch hier zu Lande ihre Stimme erheben und sich nicht als Treibholz in einer von Gott weg­driftenden Gesellschaft verstehen, sondern gegen den Strom schwimmen und neue Standards setzen. Dies wird nur möglich sein, wenn viele Männer sich hinter diese Bewegung stellen und zunächst selber mit einem christlichen Lebensstil ernst machen. Promise Keepers werden sich auch deswegen bewusst sein müssen, dass sie der moralischen Heraus­forderung in ihrem Land nur in engem Zusammenhalt mit all denen begegnen können, die ebenfalls für die Grundwerte des Christentums eintreten."[8]

Kritik

Die Promise Keeper sollen ihren Wurzeln in der Vineyard[wp]-Bewegung haben. Die Promise Keeper haben Stadien mit noch nie dagewesenen Männermassen gefüllt, die Jesus zujubelten (1996 besuchten mehr als 1 Million Männer die 22 regionalen Massenveranstaltungen - und knapp 3 Millionen bis Ende 1997). Eine solche Bewegung birgt die Gefahr des Emotionalismus in sich. Pastor Travers van der Merwe[ext], Besucher eines der über 82.000 Besucher des PK-Treffens 1995 in Detroits Silverdome, gibt zu denken:

"Es war eine fein abgestimmte Gehirnwäsche-Komposition, ausgerichtet auf eine Hypnotisierung der Gefühle. Mittels Musik, Videos und laut und schnell sprechenden Rednern wurde die Menge auf einen emotionalen Tripp geführt. (...)
Beim Besuch der Promise Keepers wurden meine Emotionen hoch­geputscht, aber ich wurde nicht mit dem Wort Gottes genährt. Ich wurde nicht näher zu Gott oder seinem Wort gezogen. Das Geschehen war darauf aus, näher zu den Promise Keepers zu ziehen. Meine Emotionen waren stimuliert, aber mein Herz und mein Verstand wurden nicht angesprochen. Hinterher sagte jeder, mit dem ich sprach: 'Es war klasse.' Aber wenn ich sie fragte, was sie mitnehmen würden, konnten sie nichts antworten. Symbolik übertraf die Substanz."

Die "Neue Zürcher Zeitung" schrieb über die evangelikale Bewegung in der Schweiz:

"Mit exzessiver Emotionalität wollen die Evangelikalen die Gläubigen zum Seelenheil führen. In den letzten zehn Jahren sind sie nicht weit gekommen? Die Evangelikalen insgesamt haben sich als dritte konfessionelle Kraft neben den Großkirchen etabliert. Doch die flächen­deckende Erweckung ist ausgeblieben. Wer stark auf Entertainment setzt, ist schnell­lebigen Moden unterworfen. Von der einst hippen Männerbewegung Promise Keepers spricht niemand mehr."[9]

Nach nicht einmal acht Jahren stellte dieser Teil der christlichen Männer­bewegung in Deutschland seine Arbeit wieder ein. Nicht mehr als ein Strohfeuer ist es gewesen, wenn man die Konstanz und Nachhaltigkeit der feministischen Bewegung im Vergleich dazu sieht. Frauen inszenieren sich als Opfer, stellen Forderungen, lassen sich per Quotensänfte zum Erfolg tragen. Männer, die ihre Versprechen halten (und die ganze Arbeit leisten), sind den Frauen sicherlich willkommen. Gedankt haben die Frauen den Einsatz der Promise Keepers höchst­wahrscheinlich trotzdem nicht. In ihrem sonst äußerst positiv beurteilenden Artikel "Der neue Mann kommt" (HAZ, 5. Juni 1996) stellte Ingrid Kölle am Ende ihrer Ausführungen klar: "Kleiner Nachteil für Feministinnen: Diese Männer beanspruchen klar die Führungsrolle in der Familie."[10] Ob die Promise Keepers-Bewegung von den christlichen Frauen abgewürgt wurde oder die christlichen Neuen Männer frustriert aufgegeben haben, ist nicht sicher zu beantworten. Auf jeden Fall haben Feministinnen und Familienzerstörer einen klaren Sieg davon getragen: Der Anspruch christlicher Männer auf die Führungsrolle in der Familie wurde souverän abgewehrt und der Zerfall von Familien schreitet weiterhin rapide voran.[11]

Literatur

  • Heinrich Christian Rust[wp]: Männer, die Wort halten. Promise Keepers. Wenn Träume Wirklichkeit werden., Projektion J Buch- und Musikverlag 1997, ISBN 3-89490-223-X (93 S.)
  • Die sieben Versprechen der Promise Keepers, Projektion J Buch- und Musikverlag 1997, ISBN 3-89490-222-1 (312 S.)

Einzelnachweise

  1. promisekeepers.org: "Promise Keepers' Core Values"
  2. Nach Heinrich Christian Rust[wp]: Männer, die Wort halten. Promise Keepers. Wenn Träume Wirklichkeit werden., S. 61; auch in: "Promise Keepers" - Männer, die Wort halten, "Weg zum Leben" im Januar 1998
  3. Cindy Loose: "Promise Keepers Headed for the Mall; Men's Christian Group Plans Oct. 4 Rally", The Washington Post am 5. Februar 1997
  4. "Promise Keepers" haben sich aufgelöst, Idea 04/2004 (Der deutsche Zweig der christlichen Männerbewegung "Promise Keepers" hat sich nach fast acht Jahren aufgelöst. Mitte Januar 2004 habe die Mitgliederversammlung das Ende des Vereins beschlossen, teilte die Geschäftsstelle in Garbsen bei Hannover mit. Ursache sei die geistliche und personelle Entwicklung. Von Anfang an sei klar gewesen, daß der Verein nur so lange existieren solle, wie er eine dynamische Bewegung bleibe. Man habe sich als "Dienst­leistungs­unternehmen im Reich Gottes" verstanden. An vielen Orten seien neue Männer­arbeiten entstanden. Für eine Fortführung gebe es jedoch nicht genug Mitarbeiter.)
  5. Heinrich Christian Rust lud im Juni 1996 erstmalig alle an der Promise Keepers-Bewegung interessierten Männer aus deutsch­sprachigen Ländern zu einer Konsultation nach Hannover ein. Quelle: Männer, die Wort halten. Promise Keepers. Wenn Träume Wirklichkeit werden., S. 60
  6. Aus einem Interview mit Bill McCartney[wp], aus Männer, die Wort halten. Promise Keepers. Wenn Träume Wirklichkeit werden., S. 10
  7. Heinrich Christian Rust: Männer, die Wort halten. Promise Keepers. Wenn Träume Wirklichkeit werden., S. 21
  8. Heinrich Christian Rust: Männer, die Wort halten. Promise Keepers. Wenn Träume Wirklichkeit werden., S. 55-57
  9. Pdf-icon-extern.svg Neue Zürcher Zeitung 06/2001[ext]
  10. Zitiert von Heinrich Christian Rust: Männer, die Wort halten. Promise Keepers. Wenn Träume Wirklichkeit werden., S. 17
  11. Kommentar eines WikiMANNia-Autor

Netzverweise