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Frauenförderung

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Frauenförderung ist ein historisch relativ junger Begriff, der durch die Neue Frauenbewegung entstanden ist mit dem Ziel, traditionell überlieferte und noch wirkende Beschränkungen im Leben von Frauen zu überwinden.

Zitat: «Mädchen werden gefördert. - Jungen bekommen Ritalin

Zugrunde liegt der durch die frühe Frauenbewegung (erste Welle) durchgesetzte rechtliche Anspruch auf höhere Bildung (Gymnasium, Universität) auch für Mädchen.

Frauenförderung als Zeichen der Behinderung

Inhaltsverzeichnis

Ziel

Ziel sind bzw. waren einerseits die Beseitigung rechtlicher Einschränkungen, andererseits die Abwendung von klassischen Frauen-, und die Hinwendung zu typischen, bis dato verwehrten Männerberufen.

Seit den 1980er Jahren gehen die Bestrebungen verstärkt dahin, schrittweise und kontinuierlich den Anteil von Frauen in ausgewählten gesellschaftlichen Bereichen zu steigern, um die offiziell ausgegebene sog. paritätische Beteiligung (50/50) zu erreichen.

Entwicklung

In den 1960er Jahren entstanden im Rahmen der Protestbewegungen durch die Neue Frauenbewegung zunächst selbstorganisierte Frauengruppen und aus diesen wiederum die ersten autonomen Frauenbildungswerke, die ab den 1980er Jahren teilweise in anerkannte Träger der Erwachsenenbildung umgewandelt wurden.

Ende der 1980er Jahre kam von der Feministin Alice Schwarzer in der Zeitschrift EMMA die Forderung: "Wenn wir wirklich wollen, dass es unsere Töchter mal leichter haben, müssen wir es unseren Söhnen schwerer machen."

Da rechtlich formal die Gleichberechtigung mittlerweile gewährleistet ist, liegt der Schwerpunkt aktuell auf Bildungs- sowie beruflicher Förderung.

Aus gewonnenen Erkenntnissen aus der Frauenbildungsarbeit und mit zunehmender Anerkennung durch die offizielle Erwachsenenbildung entstanden spezielle Angebote für Frauen mit eigener Methodik und Didaktik.

Träger der Erwachsenenbildung sind Volkshochschulen, kirchliche Träger wie z. B. katholisches und evangelisches Bildungswerk, sowie Bildungseinrichtungen der Gewerkschaften. Die Zielgruppe ist hier sehr umfassend und reicht von Hausfrauen, Berufsrückkehrerinnen bis hin zu Führungsfrauen, wobei entsprechende Programme vermuten lassen, dass sich die Angebote hauptsächlich an Nichtakademikerinnen richten.

Es gibt aktuell lediglich eine geringe Anzahl von Bildungswerken, die sich ausschliesslich an Frauen richten. Einige davon sind wiederum der feministischen-lesbischen Szene zuzuordnen.

Zum aktuellen Stand

Anfang der 1990er Jahre sind erstmals Förderprogramme durch Bundesländer, aber auch durch die Europäische Union aufgelegt beziehungsweise finanziert worden. Die Gelder der Europäischen Union werden über den so genannten Europäischen Sozialfonds zur Verfügung gestellt.

Weiterhin verteilt beziehungsweise zur Verfügung gestellt - auch über den jeweiligen Haushaltsetat - werden die Gelder wiederum über die jeweils zuständigen Bundesministerien für Bildung und Forschung, sowie für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Die jeweiligen Initiativen sind dort abrufbar.

Rückgreifend auf Erkenntnisse der geschlechtersensiblen Pädagogik sowie der relativ jungen und umstrittenen[1] Disziplin gender-studies bemüht man sich mittlerweile auf Ebene der politisch Verantwortlichen sehr intensiv und umfangreich, die gewünschte Gleichstellung am Arbeitsmarkt zu erreichen.

Auch für den akademischen Bereich wurden/werden mittlerweile durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung Programme beschlossen, um die Anzahl weiblicher Professuren an Universitäten gezielt zu forcieren.

In der Schweiz, Luzern 2006, haben weibliche Bewerber eine 12,5 mal höhere Chance auf eine Professorenstelle als männliche.[2][3]

Kritik

Als Grund für Frauenförderung wird die längst widerlegte Lohndiskriminierung der Frauen angeführt.

Die o. g. paritätische Beteiligung wird als Argument nur dann und in Bereichen verwendet, wenn damit ein sozialer und finanzieller Statuszuwachs verbunden ist.

Verbesserte Ausbildung und Weiterbildung haben bisher nicht zu einer wesentlichen Veränderung der Verteilung der Einkommen sowie der Verteilung von Führungspositionen geführt.

Aufgrund dieser Erkenntnis bemühen sich mittlerweile politische Parteien, die Quotenregelung auch als verbindlich in der Privatwirtschaft einzuführen.

Zumindest aktuell muss das Fazit gezogen werden, dass die bisherigen Massnahmen nicht zum gesetzten Ziel geführt haben.

Einem Oppositionsantrag von Bündnis 90/Die Grünen aus dem Jahr 2008 ist z. B. wie folgt zu entnehmen:

"Die bestehenden Gesetze führen nicht dazu, dass sich der Entgeltunterschied zwischen Frauen und Männern verringert. Auch andere Massnahmen wie die freiwillige Vereinbarung zwischen Bundesregierung und Arbeitnehmerverbänden oder der Girl's Day, der das Berufswahlspektrum von Mädchen erweitern soll, haben keine Veränderungen gebracht. Das gleiche gilt für das von der Bundesregierung geförderte Internetporttal www.frauenmachenkarriere.de oder die ebenfalls aus Bundesmitteln geförderte Etablierung der bundesweiten Gründerinnenagentur (bga)."

Daraus ergibt sich auch die Fragestellung, ob die zur Verfügung gestellten finanziellen Mittel[4] sinnvoll eingesetzt wurden bzw. werden.

Durch die geschlechterpolitische Initiative MANNdat e.V. wurde im Jahr 2006 ausgearbeitet und kritisiert, dass unter der Bezeichnung "Gender Mainstreaming" fast ausschließlich Programme für Mädchen und Frauen aufgelegt werden, während z. B. Jungen bei der Bildungsförderung vernachlässigt werden, obwohl Mädchen mittlerweile bessere Schulleistungen aufweisen.[5]

Aus der Studie Bildungs(Miss)erfolge von Jungen des Bildungsministeriums geht hervor das zur Förderung von Mädchen in der Bildung eine eklatante Diskriminierung der Jungen kommt. Klare Worte über die Bewertung von Jungen an deutschen Schulen findet man auf Seite 9 ("Für den Übergang in weiterführenden Schulen hat die Lern-Ausgangs-Untersuchung (LAU) in Hamburg herausgefunden, dass Jungen nicht nur generell seltener eine Gymnasialempfehlung erhalten, auch bei gleichen Noten werden sie seltener von den Lehrkräften für gymnasialgeeignet angesehen als Mädchen.") und auf Seite 16 ("In allen Fächern erhalten Jungen auch bei gleichen Kompetenzen schlechtere Noten.").[6]

Zitate

  • "Man kann 'gläserne Decken' vergleichen mit Rechnungen, die man der Bundesregierung schickt für Melkkarussels im Milchstraßenbereich. So richtig glaubt da auch keiner dran, aber die würden das bezahlen, wenn nur das Wort 'Frauenförderung' drauf steht.", im WGvdL-Forum (Archiv 2): TMerten am 26. August 2010
  • "Frauenförderung fördert Frauen allein schon durch die vielen Frauenförderarbeitsplätze in der Frauenförderindustrie, auf denen geförderte Förderfrauen Frauen fördern. - Männer müssen das nur bezahlen.", im MANNdat-Forum: Roslin am 6. Dezember 2011

Einzelnachweise

  1. Wikipedia: Kritik an Gender Studies
  2. WGvdL-Forum (Archiv 2): Analyse des Berichts, Amplus am 3. August 2009 - 20:55 Uhr
  3. Pdf-icon-extern.png Chancengleichheit an der Universität Luzern - Gleichstellungsmonotoring
  4. WikiMANNia: Kosten der Frauenförderung
  5. Pdf-icon-extern.png Gender Mainstreaming - Geschlechterpolitik für Frauen UND Männer? - MANNdat
  6. Pdf-icon-extern.png MANNdat: Benachteiligte Jungs - wen kümmert's? - 12/2007 (3 Seiten)

Netzverweise

Siehe auch

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