Arbeit

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Arbeit ist der Maßstab, an dem Menschen in Deutschland vorrangig gemessen werden. Über Lohnarbeit generieren vorzugsweise Männer das Familieneinkommen, von dem Frau und Kinder leben. Wenn hingegen Frauen berufstätig sind, dann geschieht das vorzugsweise zu ihrer Selbstverwirklichung und damit sie ihr eigenes Geld hat.

Studien

Männer wie Frauen sind mit ihren Arbeitszeiten einer Studie zufolge unzufrieden. Während sich die Männer gern weniger Zeit in der Arbeit verbringen würden, ist es bei Frauen mit Teilzeitbeschäftigung genau umgekehrt. Vollzeitbeschäftigte Männer arbeiteten 2007 demnach im Schnitt 43 Stunden pro Woche - tatsächlich wünschten sie sich aber eine um mindestens vier Stunden niedrigere Arbeitszeit. Gut die Hälfte der Männer arbeitete demnach mehr als 40 Wochenstunden, obwohl dies nur ein Fünftel auch wollte. Frauen hingegen wünschten sich der Untersuchung des DIW zufolge häufig eine höhere Arbeitszeit, besonders wenn sie in Teilzeit arbeiten.[1]

Stellenwert der Arbeit

Auch wenn zuvor beide Partner für das Familieneinkommen Sorge getragen haben, trifft Familienväter der Verlust des Arbeitsplatzes besonders hart. Wut und Angst vor der Zukunft beherrschten die Gefühle. "Das Selbstbewusstsein vieler Männer steht und fällt mit ihrer beruflichen Leistung." Mit der Kündigung entstehen schnell Existenz- und Versagensängste. Besonders für die Partnerin sind die Veränderungen ihres Mannes oft erschreckend: Aus einem lebensfrohen Vater wird ein reizbarer Nörgler, aus einem kommunikativen Partner plötzlich ein stiller Mensch. "Der Schicksalsschlag Arbeitslosigkeit kann sich auf alle sozialen Beziehungen übertragen", sagt Diplom-Psychologe Gert Lehmann aus Netphen (Nordrhein-Westfalen). Neben Mangel an Lebensfreude können auch Schlaflosigkeit oder Impotenz die Folge sein.[2]

USA

Die Hölle wurde gern ausgelassen; niemand fragt, warum von den getöteten amerikanischen Soldaten im Irak nur ca. 2,5 % Frauen sind, während der Frauenanteil dieser Armee immerhin 15 % beträgt, und das mit über­proportionalen Aufstiegs­chancen für Frauen.[3]

Frauenarbeit

Die Berufe Rauchfangkehrer, Tischler und Automechaniker gelten für Frauen als Schwerarbeit, für Männer - unabhängig von der Statur - aber nicht.[4]

Esther Vilar schreibt in ihrem Buch "Der dressierte Mann" über die berufstätige Frau:

"Für die Frau muß Arbeit immer Vergnügen bleiben, und damit es so ist, braucht eine berufstätige Frau einen berufstätigen Mann. Wenn sie schon etwas tut, dann stellt sie auch Bedingungen, und eine davon ist, daß sie sich die Arbeit aussuchen kann und daß sie sie jederzeit wieder aufgeben darf. Deshalb steckt sie lieber ihr Neugeborenes in eine Kinderkrippe, als daß sie auf den berufstätigen Partner verzichtet; deshalb bleibt sie lieber selbst zu Hause, bevor sie ihren Mann zu Hause läßt und ihre Berufstätigkeit zu Zwang und Verantwortung werden könnte."[5]

Lohnt sich Arbeit?

Zitat:

«Arbeiten lohnt sich nicht. Nur ein reiches Erbe bringt Wohlstand vom Kaliber der Rockefellers oder Vanderbilts. Denn die Rendite auf Privatvermögen ist größer als das Wirtschaftswachtsum.»[6]

Zitat:

«Die Rendite auf Privatvermögen ist größer als das Wirtschaftswachstum, damit lässt die Oberklasse der arbeitenden Bevölkerung in Sachen Aufstieg keine Chance. Der französische Ökonom Thomas Piketty[wp] kommt zu dem Schluss: Arbeit lohne sich nicht. Die einzigen Chancen auf den Aufstieg haben die, die reich heiraten oder erben. Denn die Zinsen auf Kapital seien deutlich höher als die Wirtschafts­leistung eines Staates.»[7]

Zitat:

«Der britische Historiker Gregory Clark[wp] glaubt auch nicht an den Wechsel zwischen den Klassen. Aufstiegs­chancen seien nichts als Hirn­gespinste der unteren Klassen, erklärt er in seinem Buch "The Son also Rises". Seine These: Ist eine Familie einmal Elite, bleibt sie Elite.»[7]

Zitat:

«Nicht einmal Mao sei es gelungen, mit seinem Massaker an hunder­tausenden Groß­grund­besitzern, Geschäfts­leuten oder Studierten das traditionelle Klassen­system zu durchbrechen, schreibt Clark. "Die Nachkommen der vor­revolutionären Eliten sind im heutigen China immer noch so dominant wie die Kaste der Brahmanen im heutigen Indien."

Bitter für alle Sozialisten und Kommunisten: Ganz egal, wie viel Hilfe die Staaten in ihr soziales System pumpen - den Aufstieg der Unter- und Mittel­schicht fördern sie damit nicht.»[7]

Einzelnachweise

  1. Männer wollen weniger arbeiten, 18. Juni 2009
  2. Belastungsprobe für die Liebe: Wenn der Mann arbeitslos wird, Wut und Angst vor der Zukunft beherrschten die Gefühle, Morgenweb am 27. September 2006
  3. Die LILA KRÖTE 2 an den Kulturkanal ARTE, 11. Juli 2005
  4. Gastkommentar von Robert Boder: Alleinerzieherinnen: Geißel Kind, Geisel Kind?, Wiener Zeitung am 31. Juli 2009
  5. Trilogie: Der dressierte Mann, Women's Liberation, S. 123
  6. Roter Franzose gegen das Ökonomen-Establishment: Er knackte die Reichtums-Formel: 12 wilde Thesen des Revoluzzer-Ökonomen, Focus am 5. Mai 2014
  7. 7,0 7,1 7,2 Philine Lietzmann: Ökonomen zerstören Sparer-Träume: Nur Erbe und Heirat machen uns reich, Focus am 6. Mai 2014

Netzverweise

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