Movember - Moustache.jpg

AMIGA-Syndrom

Aus WikiMANNia
(Weitergeleitet von Liebeskasper)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Ausländerin zieht dem Deutschen Michel unbemerkt die Brieftasche aus der Hose, während sie, ihn umarmend, ausruft: "Cheri!"

Das AMIGA-Syndrom (Akronym für: Aber Meine(r) Ist Ganz Anders) bezeichnet das Verhalten von Menschen, die sich in ein Mitglied einer Bevölkerungsgruppe verliebt haben, dem nicht der beste Ruf vorauseilt. Auf Einwände von Freunden, Familien­angehörigen und Arbeits­kollegen wird als Abwehr­reaktion typischerweise ein Ausnahme­vor­kommnis "Aber meine(r) ist ganz anders!" geltend gemacht, was zu der Begriffs­bildung führte. Den mit diesem Syndrom befallenen Menschen wird unterstellt, dass sie kurzzeitig den Blick für das Wesentliche hinter diversen Schichten von rosa Wölkchen verloren haben und sich komplett anders verhalten als es die Umwelt von ihnen kennt.

Meist tritt das AMIGA-Syndrom bei Europäern auf, wenn diese (im Urlaubsland) auf ausländische Vertreter des anderen Geschlechts treffen. Die Übergänge von Urlaubs­flirt, Urlaubs­bekanntschaft, Urlaubs­beziehung und Sex­tourismus sind dabei fließend. Das AMIGA-Syndrom kann sowohl Frauen als auch Männer befallen.

Die im Umgang mit europäischen Touristen geübten Einheimischen nutzen die Naivität der Europäer und ihre Neigung, im Urlaub einen auf "Dicke Hose" zu machen, aus. Sie haben bald bemerkt, dass beim Vorspielen von Gefühlen teilweise erhebliche Geldbeträge fließen und daraus ein Geschäft gemacht, für das sich der Begriff "Bezness" zu etablieren beginnt.

Logo-1001 Geschichte.jpg

Bezness

Der Begriff "Bezness" leitet sich aus den Wörtern "Beziehung" und "Business" (Geschäft) her und bezeichnet generell die profitorientierte Tätigkeit von Einheimischen in Urlaubs­ländern gegenüber Touristen mit dem Ziel, einen eigenen Vorteil zu erlangen.

Zitat:

«Bezness steht für enttäuschte Urlaubsliebe und verletzte Gefühle. Der Begriff mutierte in den letzten Jahren zum Inbegriff für weibliche Enttäuschung im touristischen Liebes­handel; er steht für Frauen, die sich von Urlaubs­bekannt­schaften ausnehmen lassen.»[1]

Im engeren Sinne bezieht sich der Begriff jedoch auf das Vorspielen von Liebes­gefühlen gegenüber Europäern mit dem alleinigen Ziel, finanzielle oder sachliche Zuwendungen und/oder einen Aufenthalt in Europa zu erlangen. In diesem Zusammenhang wurde der Beriff im deutschen Sprachraum wahrscheinlich erstmals 1992 durch den französischen Film "Bezness" des tunesischen Autors Nouri Bouzid eingeführt. In Deutschland wurde dieser Film auch unter dem Titel "Business - Das Geschäft mit der Sehnsucht" gezeigt. Eine wesentliche Rolle bei der Verbreitung des Begriffes im deutsch­sprachigen Raum hat die deutsche Website "1001Geschichte" gespielt, auf der reale Geschichten von Bezness-Opfern veröffentlicht werden und die mit ihrem Forum seit vielen Jahren Aufklärungs­arbeit betreibt und praktische Hilfen für Opfer anbietet.

Nach und nach findet der Begriff "Bezness" zwar jetzt auch in anderen Ländern Verwendung, doch daneben werden auch noch die traditionellen Begriffe wie beispielsweise "Heiratsschwindel", "Heiratsbetrug", "Liebesbetrug" und in anderen Sprachen "marriage fraud", "immigration fraud", "dating fraud", "marriage gris" und andere verwendet. Zweifellos findet in den letzten Jahren, nicht zuletzt dadurch, dass zunehmend derselbe Begriff verwendet wird, eine bessere Aufklärung statt und das Thema "Bezness" tritt verstärkt in das Bewusstsein der Urlauber.

Nach wie vor jedoch wird dieses Phänomen aus Unkenntnis unterschätzt ("ein paar Fälle") und vielfach herablassend ("selbst schuld") betrachtet. Wahr ist dagegen, dass, in Tunesien alleine, in jedem Jahr mit Touristen Zehntausende Bezness-Beziehungen eingegangen werden, und in anderen Ländern mit ähnlichen Voraus­setzungen (z. B. Ägypten, Türkei, Marokko, Domini­kanische Republik, Senegal, Nigeria, Sri Lanka, Kuba, etc.) sieht es nicht anders aus.

Das AMIGA-Syndrom, beziehungsweise das "Hereinfallen" auf Bezness, kann quasi jedem einzelnen passieren - und ist vielen bereits passiert, ob sie es (schon) wissen, oder nicht. In Diskussionen wird "Bezness" oftmals mit "kriminell" gleichgesetzt - dafür besteht aber keine Veranlassung. Es ist zwar richtig, dass, je länger "Bezness" andauert, die Wahrscheinlichkeit für kriminelle Tatbestände größer wird (Bedrohung und Gewalt, Diebstahl, Kindesentzug, etc.), doch ist Bezness nicht per se mit einer kriminellen Handlung verbunden. Ebenso wie ein Urlaub am Meer nicht automatisch beinhaltet, dass man dort auch schwimmen geht, sondern es eben nur "wahrscheinlich" tun wird.

Bezness ist, grundsätzlich betrachtet, ein Spiel. Bei diesem Spiel versucht die eine Seite, nämlich der Beznesser, entweder die andere Seite über seine wahren Ziele im unklaren zu lassen oder aber er geht davon aus, dass die andere Seite ebenfalls bestimmte Ziele hat, über die er im unklaren gelassen wird.

In vielen Fällen wird "Bezness" daher gar nicht bewusst vorsätzlich begonnen, sondern weil der Beznesser die Motive des Partners zu verstehen glaubt (und es wird auch nicht offen darüber geredet, weil das eine Sache ist, "die jedem klar ist und über die man nicht zu reden braucht"). So wird z. B. eine Beziehung zu einer unattraktiven Frau in den meisten Fällen als ein unaus­gesprochenes "Geschäft" angesehen, bei dem jeder Beteiligte einen Vorteil hat - die Frau erhält einen Liebhaber und der Mann im Gegenzug dafür Zuwendungen bzw. ein Visum.[2]

Tunesien

Zitat:

«Bezness ist ein Millionengeschäft. [...]
Allein von Tunesien-Urlauberinnen werden jedes Jahr 1800 schwere Betrugsfälle gemeldet.» - Evelyne Kern[3][4]

Besonders in Tunesien spielt eine große Rolle, dass die "Liebhaber"eigenschaften von den Tunesiern selbst meist wesentlich überschätzt werden. So sind sehr viele tunesische Männer allen Ernstes davon überzeugt, dass Europäerinnen in erster Linie deshalb eine Beziehung mit einem Tunesier beginnen, weil sie von europäischen Männern nur seltenen bzw. schlechten Sex bekommen (weil diese "kalt" sind, also nicht so "heiß" wie sie). Entsprechend hoch bewerten sie selbst dann die Eigenschaft "Liebhaber" in der Relation zu den Zuwendungen, die sie von der Partnerin dafür erwarten.

Dass Europäer mit dieser Denkweise nicht vertraut sind und annehmen, es handele sich um echte, selbstlose Zuwendung (Liebe), ist dem Tunesier ebenso unverständlich und unklar, wie es die Europäerin nicht versteht, dass man eine Beziehung ohne tiefe Gefühle eingehen kann. So ist der Quell der Beziehungs­probleme meist die Tatsache, dass der eine die Handlungen und Gedanken des anderen nicht verstehen kann oder will - und selbst wenn dies der Fall wäre, dass der große Gegensatz eine Akzeptanz der jeweils anderen Vorstellung nicht zulassen würde.[2]

Dominikanische Republik

Europäische Urlauberin mit ihrem "Schatzi"

In der DomRep bezeichnet Sankie einen Sexarbeiter, der sich an Stränden und anderen Orten der Urlauberszene Kunden beiderlei Geschlechts nähert.

Ziel ist stets, eine gefühlsmäßige Bindung herzustellen, die auch nach der Heimkehr des "Partners" andauert und weitergepflegt werden soll. Aus der emotionalen Bindung wird später versucht, geldwerte Vorteile zu erlangen. Dies geschieht häufig durch anrührende Schilderungen von Problem­situationen und Hilfsappelle, da Angehörige "erkranken", Schulden unheil­abwehrend getilgt werden müssen, ein gestohlenes Handy ersetzt werden muss, Kaution nach einer unverschuldeten Festnahme aufgebracht werden soll, alles mehr oder weniger glaubhafte Geldbedarf­geschichten. In anderen Fällen ist das letztendliche Ziel, einen Besuch oder einen Aufenthaltstitel im Ausland zu erwirken. Am Ende dieses Feldzugs steht fast immer die Rückkehr ins Heimatland und damit auch die Wieder­vereinigung mit der einheimischen Partnerin.

Folglich sind Sankies eine Mischung aus "Liebes­künstler", Heirats­schwindler, Wirtschafts­flüchtling, Betrüger und sexuellen Dienstleister, die die Träume ihrer Opfer vorübergehend wahr werden lassen können. Letztere sind häufig älter als diese und beziehungsgeschädigt. Sie nehmen zunächst nicht wahr oder blauäugig in Kauf, dass der intellektuelle und kulturelle Unterschied auf Dauer sehr belastend sein kann und verwechseln Lust mit echter Zuneigung. Urlaubserlebnis und idealisierte Sehnsüchte erzeugen einen hormonellen Traumzustand, der nach dem Urlaub durch Telefonate, E-Mails und Internet-Kontakte hoffnungsvoll weitergepflegt wird.

Eingefleischte Schmarotzer-Sankies kriegt man kaum mehr los, sie gewöhnen sich rasch an einen höheren Lebens­standard und die An­nehmlich­keiten eines arbeits­freien Lebens. Nicht selten lässt sich die "Exotenfrau" in den finanziellen Ruin treiben, was letztlich nur der Familie in der DomRep zugute kommt.[5]

Begriffsabgrenzung

Der "Beznesser" unterscheidet sich vom "Papagallo", wie er früher Italien- und Spanien-Urlaubern bekannt war, also dadurch, dass er nicht lediglich ein amouröses Urlaubsabenteuer für ein paar Stunden oder Tage sucht, sondern dieses Abenteuer nur als den ersten Schritt eines langfristigen Vorhabens ansieht.

Ein Beznesser in Tunesien ist in so gut wie allen Fällen ein tunesischer Mann, und in so gut wie allen Fällen stammt er aus einer wenig begüterten Schicht und verfügt über keine oder eine nicht nennenswerte Ausbildung.

Obwohl es auch tunesische Frauen gibt, die als "Beznesserin" bezeichnet werden könnten, ist hier die Situation anders, denn Frauen, die eine Beziehung zu einem Europäer suchen, gelten gemeinhin als "Prostituierte". In arabischen Ländern gilt es als einer der traditionellen Grundsätze der Gesellschaft, dass "gute" arabische Frauen nur arabische Männer heiraten bzw. nur mit arabischen Männern Beziehungen eingehen dürfen.[2]

Die AMIGA

Das Wort Amiga bedeutet im Spanischen "Freundin", oder im übertragenen Sinne auch "Partnerin". Das Akronym AMIGA ist also auch ein Wortspiel.

Für das Bezness-Geschäft braucht der Einheimische (oder die Einheimische) stets einen Gegenpart, und dieser Gegenpart ist eine europäische Frau (oder der europäische Mann), die an dem so genannten AMIGA-Syndrom leidet, und die daher auch oft kurz "Amiga" genannt wird.

Trotz der hohen Wahrscheinlichkeit, mit der eine Frau an einen "Beznesser" gerät, und die, sehr konservativ geschätzt, über 90 % beträgt, verschließt sie in fast allen Fällen ihre Augen vor der Wirklichkeit und flüchtet sich in den Glauben an das Ausnahme­vorkommnis "Die anderen Männer mögen ja so sein, aber meiner ist ganz anders". Damit einher geht ein "Schönreden" bzw. "Nicht­wahr­haben­wollen" von eindeutigen Situationen und Anzeichen, oder, in anderen Worten, ein klarer Realitätsverlust, der insbesondere von Außen­stehenden Personen bemerkt wird.

Der Liebeskasper

Verliebt sein ist wie auf Drogen sein
Liebeskasper in Thailand[6]

Auch Männer werden Opfer ihrer eigenen Naivität und der Geschäfts­tüchtig­keit fremd­ländischer Frauen. Der "Liebes­kasper" schwärmt von der ganz großen Liebe und merkt nicht, wie er von seiner exotischen Schönheit nur ausgenutzt wird.[7][8][9] Trotz der hohen Wahrscheinlichkeit, mit der auch ein Mann an eine "Beznesserin" gerät, verschließt auch er in fast allen Fällen seine Augen vor der Wirklichkeit und glaubt an das Ausnahme­vor­kommnis "Die anderen Frauen mögen ja so sein, aber meine ist ganz anders". Damit einher geht ein "Schönreden" beziehungsweise "Nicht­wahr­haben­wollen" von eindeutigen Situationen und Anzeichen, oder, in anderen Worten, ein klarer Realitäts­verlust, der insbesondere von außen­stehenden Personen bemerkt wird.

Liebesdame wartet auf Liebeskasper[10]
Zitat:

«Man geht zu Nutten, aber man wohnt nicht mit ihnen zusammen.»[11]

Der Liebeskasper löst bei einer Frau zwiespältige Gefühle aus. Soll sie sich zu ihm hingezogen fühlen, weil er an ihre Mutter­instinkte appelliert? Oder soll sie ihn verachten, weil er jeden Bezug zur Realität verloren hat? Es erscheint logisch, wenn Frauen sich von einem Mann, der dieses Verhalten an den Tag legt, entweder belustigt zurückziehen oder sich sagen: Dieser Typ ist so durchgeknallt, dem geschieht es nur recht, wenn ich ihn ganz schnell oder ganz langsam wieder auf den Boden zurückhole. Und dann kann es ihm dann passieren, dass er an die Falsche gerät, die den größtmöglichen Profit daraus schlagen will, wenn sie sich so einen Typen antut.

Es ist auch festzustellen, dass die hier eingeheirateten Kubanerinnen und Thailänderinnen schnell Kontakt mit ihren Landsleuten aufnehmen, die bereits schon längere Zeit in Deutschland leben - oder auch umgekehrt - die sie dann mit Tipps und Tricks versorgen, wie sie ihren Sponsor (Liebeskasper) abzocken und schon nach wenigen Tagen ihre Angehörigen in der Heimat mit EURO versorgen können. Schnell wird man dann feststellen, dass sich eine ausländische Frau da kaum von einer deutschen unterscheidet, was Unterhalts­ansprüche betrifft.[12]

Die Beziehung zu fremdländischen Partnern

Tatsache ist es, dass viele Beziehungen kurzfristig, die meisten mittelfristig und die überwiegende Mehrheit auch langfristig scheitern werden.

Und dies, wohlgemerkt, allein aus Gründen, die zusätzlich zu den Gründen hinzukommen, aus denen auch Ehen zwischen Männern und Frauen desselben Kultur­kreises scheitern.

Zitat:

«In vielen Fällen liegt der importierte Zierfisch nachher der Allgemeinheit auf der Tasche, egal welchen Geschlechts er ist.»[13]

Angeblich verursacht die Bezness-Mafia jährlich einen Schaden von 1,5 Milliarden Euro für das deutsche Sozialsystem (weil z. B. Sozialhilfe und Hartz IV für verschuldete Opfer oder hier verheiratete Täter oder Abschiebe­kosten anfallen).[3]

AMIGA-Syndrom bei Frauen

Eine Frau fliegt in irgendein exotisches Land (Tunesien, Ägypten, Kenia, Sri Lanka, Bali, Dominikanische Republik, Jamaika, Türkei), interessiert sich einen Dreck für die dortige Kultur und was in den Menschen vorgeht. Wieso denn auch? Der Beachboy ist doch echt knackig - wen interessiert es, was in seinem Kopf vorgeht, seine kulturellen Hintergründe usw! Er wird in selbst zusammen­gesponnene Fantasien gehüllt, als Traum-Ehemann nach Deutschland geholt und dort den Neidern präsentiert: "Schaut her, was ich für einen süßen Kerl abgekriegt habe! Er ist dreißig Jahre jünger als ich - na und? Er liebt mich und findet mich ja soooo wunderschön!"

Ein Unterschied zu (europäischen) Männern ist, dass diesen Frauen sehr schnell die Rolle des Opfers zugebilligt wird. Der Begriff Täterin wird bei Frauen gerne vermieden, weil dieser Begriff für Männer reserviert ist.

Zitat:

«Frauen sind Opfer, weil sie von den Liebes­betrügern ausgenommen werden.
Männer sind Täter, weil sie sich Auslandsbräute einkaufen und dann auf Kosten der Allgemeinheit loswerden wollen.»[14]

Die willfährige Presse ist auch gerne bereit, das Bezness der Frauen schön­zureden und bei diesem Geschäft die Frau als Opfer und den Mann als Täter zu charakterisieren. So schreibt beispielsweise "Bild der Frau" von "Liebes-Mafia" und "Liebes­betrüger"[15][16], die TAZ von "Gefühlsgangster".[17]

"Sie sind Opfer ihrer eigenen Naivität, ihres Mangels und der Sehnsucht nach dem großen Gefühl." (TAZ)

Eigenverantwortung? Keine! Auch wenn Frauen dasselbe tun wie Männer, so ist es doch nicht das gleiche:

"Doch vom schönen Macho aus Berufung und Beruf will frau nichts wissen. Das ist der entscheidende Unterschied zum zielstrebigen Bordellbesuch der Männer in Thailand mit wechselnden Partnerinnen. Bei den männlichen Sextouristen ist Vögeln auf dem Reiseplan vorprogrammiert. Dies stünde den weiblichen Freier­bedürfnissen konträr entgegen: Die funktionale Eindeutigkeit zerstört die Lust der Vorlust und alle Liebesillusion von vornherein." (TAZ)

Der Mann fährt also mit Tatvorsatz in den Urlaub und wird Täter. Die Frau hingegen fährt mit vorsätzlicher Naivität in den Urlaub und bleibt Opfer.

AMIGA-Syndrom bei Männern

Ein Mann fliegt in ein exotisches Land (Thailand, Philippinen, Brasilien, Dominikanische Republik) und ist ganz fasziniert, weil die Frauen dort sich so viel weiblicher verhalten als die Frauen, die er von zu Hause kennt. Die Frau an der Bar ist wirklich sexy und sie macht es auch gerade erst einen Tag, weil eine Freundin ausgefallen ist. Der native Mann weiß nicht, dass fremdländische Frauen in einer Bar schon auf den Europäer mit der dicken Brieftasche gewartet haben. Die Männer kümmern sich genauso wenig wie die Frauen um die kulturellen Hintergründe und der Tatsache, dass diese Frauen in der heimischen Gesellschaft als Prostituierte gelten. Auch er hüllt die Frau in selbst­gesponnene Fantasien ein und nicht selten holt er diese Frau nach Deutschland, um sie als Traum-Ehefrau seinen Neidern zu präsentieren.

Das Erwachen aus diesem Traum geschieht meist, wenn diese Frau ein Kind von ihm hat und damit einen gesicherten Aufenthalts­status im Wohl­stands­wunder­land Deutschland. Er wird sich verwundert die Augen reiben, wenn seine "Traumfrau" ins Frauenhaus verschwindet und über eine feministische Anwältin ihre Unterhalts­forderungen erhebt.

Ein Unterschied zu (europäischen) Frauen ist noch, dass Männer viel schneller der Vorwurf Sextourismus gemacht wird, ein Begriff, der für Frauen in vergleichbarer Situation vermieden wird. Während Frauen in vergleichbarer Situation der Opferstatus zugebilligt wird, werden männliche Opfer noch als Täter behandelt, die eine arme ausländische Frau in ihrer Not sexuell auszunutzen versuchten.

Zitate

  • "So ein verliebter Thor verpufft / Euch Sonne, Mond und alle Sterne / Zum Zeitvertreib dem Liebchen in die Luft.", Faust. Eine Tragödie., Johann Wolfgang von Goethe
  • "Was ist der Unterschied zwischen männlichen und weiblichen Sextouristen? Männern macht so etwas Spaß, Frauen sind besonders betroffen!", Maxx[18]
Zitat:

«Wir alle hier sind fast ohne Ausnahme an geldgierige Hasen geraten, die uns mehr oder weniger ruiniert haben.
Du Glückspilz hast sie gefunden, die einzige, wahre Ausnahme: AMIGA.

Da deine ein so guter Mensch ist und dein Kind austragen und großziehen will, ganz und gar uneigennützig und ohne jede Unetrstützung von dir; und da sie so stolz und tüchtig und unabhängig ist - halte sie fest! Solch einen Goldschatz findest Du in ganz Europa nimmermehr! Halte sie fest und heirate sie!

Und wenn es doch schiefgeht: sie ist Ärztin. Im Falle einer Trennung/Scheidung wird sie dann dir gegenüber unterhaltspflichtig; beim fiktiven Gehalt einer Ärztin und der 3/7-Regel machst du da noch ein ganz passables Geschäft. Ich nehmen an, sie ist darüber hinaus auch in waagrechter Lage eine echte Granate, so dass dir ein paar Jahre voller Spaß und sexueller Erfüllung bevorstehen. Pack deine Chance an den Hörnern, Junge!

Alle anderen hier mussten leider die Feststellung machen, dass bei den slawischen Frauen die Zuneigung ziemlich genau drei Jahre anhielt - bis die gesetzlichen Voraussetzungen für den Aufenthaltstitel erfüllt waren. Dann folgten ziemlich abrupte Trennungen - aber bei der Deinigen ist das alles ganz anders.

Greif zu, Junge.»[19]

Literatur

  • Rolf Dettmar: Wa(h)re Liebe. Clevere Mädchen und Liebeskasper., TIP Edition, 17. Auflage
(Lehrgeld zahlen hier selten die echten Sextouristen, die genau wissen, was sie tun. Diese werden überall im Land von Profis handwerklich hervorragend, preiswert und freundlich bedient. Den Weg in den Bankrott nehmen in Thailand wie auch in anderen Entwicklungs­ländern, in denen es nach westlichem Verständnis angenehm anzusehende Menschen gibt, dagegen fast immer die Sozialromantiker, darunter übrigens nicht wenige Frauen. Sie haben keine Ahnung von Land und Leuten, wollen sich aber dennoch am Strand, aus einer Bar heraus oder gar durch Vermittlung im Dunstkreis der Rotlicht­viertel einen Lebenspartner aus einem völlig anderen Kulturkreis anlachen. Wenn dieser Lebens- und Vertrauens­partner dann, wie nicht selten in solchen Fällen, aus einer einschlägig erfahrenen Familie kommt, in der man schon seit Jahrzehnten "mit Farang arbeitet", wie das hier heißt, ist die Katastrophe programmiert.)[10]
  • Doris Krüger: Warten auf Kim. Eine verhängnisvolle Liebe in Afrika., Books on Demand 2010, ISBN 3839113695[20][21]
(Während eines ihrer zahlreichen Kenia-Urlaube lernt Doris Krüger den kenianischen Sänger Kim kennen und verliebt sich Hals über Kopf in ihn. Es entwickelt sich eine Freundschaft zwischen den Beiden, die im Laufe der Zeit immer intensiver wird. Doris glaubt, dass auch Kim mehr als nur freundschaftliche Gefühle für sie hegt und gesteht ihm eines Tages ihre Liebe. Für dieses Geständnis sollte sie noch teuer bezahlen. Das Verhängnis nimmt seinen Lauf.)

Einzelnachweise

  1. Bezness-Prävention im Internet: Die Rache der Strandprinzessinnen, TAZ am 29. Februar 2012
  2. 2,0 2,1 2,2 Tunesien-Liebe: Was ist Bezness?
  3. 3,0 3,1 Bezness: Die Liebes-Mafia (Teil 2), Bild der Frau am 16. September 2011
  4. Community of interests against Bezness e.V.
  5. Das Sankie-Wesen in der Dominikanischen Republik
  6. Sunny in Thailand: Eindrücke von meinem Leben in Thailand
  7. Ursprünglich stand der Begriff "Liebeskasper" für einen Freier, der sich in "seine" Prostituierte verliebte.
  8. Stupidedia: Liebeskasper
  9. Jamaican bride dumps new husband 20 MINUTES after arriving in the UK... and guess who paid for her £5k visa, Daily Mail vom 19. Juli 2011
  10. 10,0 10,1 Freier und Frau in Thailand: "Wa(h)re Liebe", eine Speziallektüre zur Abschreckung, Tip-Zeitung für Thailand, 4. April 2010
  11. TrennungsFAQ-ForumExilierter am 5. November 2011 - 11:09 Uhr
  12. Tipps für angehende Liebeskasper, 8. Oktober 2007
  13. TrennungsFAQ-Forum: expat am 7. September 2011 - 11:29 Uhr
  14. TrennungsFAQ-Forum: P am 17. September 2011 - 09:51 Uhr
  15. Bezness: Die Liebes-Mafia (BILD der FRAU deckt auf: Das miese Geschäft mit der Urlaubs-Liebe), Bild der Frau am 16. September 2011
  16. BILD der FRAU exklusiv Bezness - die Tricks der Liebes-Mafia (Wie Touristinnen abgezockt werden - schon 5000 deutsche Frauen in diesem Jahr betroffen), Pressemappe am 16. September 2011
  17. Weiblicher Sextourismus: Verbrämte Lusttäterinnen, TAZ am 17. Dezember 2011
  18. WGvdL-Forum (Archiv 2): Maxx am 25. Juli 2009
  19. TrennungsFAQ-Forum: Austriake am 26. April 2014 - 09:07 Uhr
  20. Warten auf Kim, Forum für binationale Beziehungen im April 2010; Aus den Kommentaren:
    Ngini: "Ich kenne wirklich noch laufende Fälle von weißen reichen Frauen, die ihren Schatz monatlich Geld überweisen und die Hoffnung nicht verlieren, wirklich geliebt zu werden. Diese Frauen lieben ihren kenianischen Mann so sehr und sind wie verhext, diese Frauen merken es erst, wenn sie ruiniert sind. Meist haben solche Paare überhaupt keine Gemeinsamkeiten und sind absolut verschieden. Es ist so ähnlich wie Alkoholismus, ein Alkoholiker hört nur das Saufen auf, wenn er selbst bestimmt wann er aufhört. Und dann ist er meistens schon ganz unten."
    Nina: "Ich habe mir mal die Leseprobe zu Gemüte geführt. Dabei fiel mir auf, dass das durchaus ein Muster bei der Frau zu sein scheint: auch ihr deutscher Mann nutzt sie aus. Hat wohl nur bedingt etwas mit Kenia zu tun, eher mit der eigenen Veranlagung."
    Tusker: "Was ich hier im Forum so alles bezüglich Fernbeziehung lese, kommen doch die meisten auch auf ca. 3000 € pro Jahr wenn sie zweimal im Jahr nach Kenia fliegen. Auf 10 Jahre hochgerechnet, sind das ja auch mal locker 30.000 € und darin ist nicht das Taschengeld, was noch zusätzlich monatlich geschickt wird, gar nicht eingerechnet. Wer dann noch seine(n ) Liebsten einfliegen lässt, wird wohl mehr als Doris an Euro investieren. - Glaubt ihr wirklich die sind treu und warten bis er, sie zweimal im Jahr kommt? Da redet aber niemand von Dummheit. - Ich selbst kenne Kim seit mehr als 11 Jahren und würde ihn jetzt nicht als unterste Schublade bezeichnen. Da gibt es in Diani mehr als genug, die ich als solche bezeichnen würde. - Etwas aufzubauen oder Geld zurück­zahlen ... Wunsch­träume der meisten Afrikaner ... Zwischen Wollen und Können liegt der kleine Unterschied."
  21. Google Books: Warten auf Kim

Netzverweise

Bezness
Liebeskasper
Sextouristinnen
Sextouristen
Historie
Wenn man zurückdenkt, gab es sowas schon immer:
Die jungen Gespielinnen der Römer, sofern sie keine Sklavinnen waren; die Kurtisanen der Adeligen; die Party-Girls und Jet-Set-Ladies, die Jagd auf reiche Männer machen...
Bezness ist aber nicht ausschließlich weiblicher Natur. Im Mittelalter nutzten besonders Höflinge die Möglichkeit, über das Bett der adeligen Frauen eine Verbesserung ihres Status zu erlangen.
Multikulti-Ladys: Bezness - was ist das?, 22. April 2008
andere
Dies ist ein als lesenswert ausgezeichneter Artikel.
Dieser Artikel wurde am 2. Dezember 2010 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen.