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Die Geschichte der Gleichmacherei

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Gleichheit / Equality
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Die Geschichte der Gleichmacherei basiert auf einem Blog-Beitrag, den Strelnikow unter dem Titel "Gibt es eine Vererbung von Intelligenz?" veröffentlicht hat.

Gibt es eine Vererbung von Intelligenz?

Angeregt durch die heftigen Reaktionen auf Thilo Sarrazins Ausführungen zur Vererbung von Intelligenz soll dieser Betrag die Hintergründe für die diskussions­lose Ablehnung Sarrazins beleuchten. Damit sollen die Motive seiner Henker aufgedeckt, aber auch Argumentations­hilfen gegeben werden.

Rückblick

Rückblickend war es bis zur französischen Revolution[wp] allgemein anerkannt, dass die Stellung eines Menschen erblich bedingt ist. Wenn es auch den meisten nicht bewusst war, wurde doch diesem System gefolgt. Einerseits leitete der Adel daraus seine Vormachtstellung ab, andererseits wurde so das Schichten-, Stände-[wp] oder auch Kastenwesen[wp] stabilisiert. Vereinfacht gesagt, der Sohn eines Bauern wurde Bauer, der Kaufmannssohn übernahm das Geschäft des Vaters und die nach­geborenen Söhne der Adligen wurden Äbte, Offiziere, Gelehrte. Natürlich konnte der Graf verarmen, der Bauernsohn Karriere im Kloster machen, insgesamt aber war die gesellschaftliche Ordnung recht starr.

Erschüttert wurde das System in Europa, als Napoleons Heere sich anschickten, die Welt zu erobern. Französische Offiziere, die aufgrund ihrer Fähigkeiten und Tüchtigkeit ernannt wurden, schlugen die Armeen ihrer Gegner, deren Offiziere oft blasierte, gelangweilte Adlige ohne Fähigkeiten waren. Zusammen mit den bürgerlichen Freiheiten und der Erkenntnis, dass die gesellschaftliche Stellung im Interesse des Gemeinwesens besser nicht von der Herkunft abhängt, brachte nicht nur Europa voran. Es zerstörte auch den unerschütterlichen Glauben an die Vorbestimmtheit eines menschlichen Lebens durch Geburt. Auch in Amerika zeigte sich die Überlegenheit der Tüchtigen, unabhängig von Geburt und Stand. Scheinbar reichte der Wille zum Erfolg und etwas Glück aus, um wirtschaftlich und sozial erfolgreich zu sein.

Der Behaviorismus als Grundlage aktueller Politik

Als Höhepunkt dieser Überlegungen ist das Jahr 1929 zu sehen, als John Broadus Watson[wp] die Aussage formulierte:

Give me a dozen healthy infants, well-formed, and my own specified world to bring them up in and I'll guarantee to take any one at random and train him to become any type of specialist I might select - doctor, lawyer, artist, merchant-chief and, yes, even beggar-man and thief, regardless of his talents, penchants, tendencies, abilities, vocations, and race of his ancestors. I am going beyond my facts and I admit it, but so have the advocates of the contrary and they have been doing it for many thousands of years. - Behaviorism (1930)

In der deutschen Literatur wird die Aussage oft verkürzt wiedergegeben als:

Gebt mir ein Dutzend Kinder und ich mache aus dem einen einen Pianisten und aus dem anderen einen Verbrecher unabhängig vom Talent, der Fähigkeiten und seiner Herkunft.

Glücklicherweise widersprach das den ethischen Grundsätzen, sonst hätte Watson möglicherweise seine Theorien zu beweisen versucht. Diese Annahme des Neugeborenen als Tabula rasa ist sehr verlockend. Einerseits stützt sie die Idee des amerikanischen Traums, andererseits ist sie aber auch Grundlage kommunistischer Ideen, die zum neuen Menschen führen soll(t)en.

"Erziehung ist alles!" als Credo ermöglicht scheinbar eine umfassende Veränderung der Gesellschaft. Salopp gesagt, müsse man eigentlich nur die Kinder rechtzeitig den Eltern wegnehmen und schon nach relativ kurzer Zeit, so in 20 oder 30 Jahren, hätte man den neuen Menschen und eine veränderte, bessere und gerechte Gesellschaft ohne Hunger, Not, Unterdrückung und Krieg. Derartige Ansätze sind bekannt, von der Napola[wp] über das Kloster[wp] bis hin zur Odenwaldschule[wp].

Watsons Ansätze wurden diskutiert, entwickelt und verworfen, trugen jedoch zu den Lerntheorien bei, sind heute noch in Teilen anerkannt und zum Teil Basis ideologischer Programme. Das Internet gibt dem interessierten Leser dazu genug her, so dass weiter­führende Aussagen an dieser Stelle nicht nötig sind.

Der Behaviorismus[wp] dominierte in der Psychologie und verwandten Wissenschaften bis in die 1970er-Jahre, also zu einer Zeit, als die Grundlagen noch heute gültiger politischer Leitlinien vor allem bei den Grünen entwickelt wurden. Interessanterweise gibt es eine Überscheidung zwischen der 1968er-Bewegung[wp] und der Endphase der behavioristischen Dominanz. Durch die Verzögerung, welcher die Lehrinhalte an den Universitäten gegenüber der Forschung unterliegen (und die in den 1970ern noch weit größer waren), haben heutige Entscheidungsträger noch ein Weltbild vermittelt bekommen, welches in weiten Teilen durch Watson[wp], Skinner[wp] und Hull[wp] geprägt wurde.

In den letzten 40 Jahren gelangen bahnbrechende Entdeckungen, in der Verhaltens­forschung[wp] wie auch Intelligenz­forschung[wp]. Bouchard, McGue et al. konnten ab 1981 eindeutig nachweisen, dass Intelligenz erbliche Anteile hat. Herrnstein und Murray veröffentlichten 1994 eine kontrovers diskutierte Arbeit, "The Bell Curve"[wp]. Infolge dessen wurden die Autoren teilweise massiv angefeindet, weil die Ergebnisse nicht dem Gleichheitsbild aller Menschen und Rassen entsprachen. Ein besonders heikler Punkt war die Feststellung, dass Schwarze im Durchschnitt einen um 15 Punkte niedrigeren IQ als Weiße hätten. In den nach­folgenden Aus­einander­setzungen kam die APA, der Verband amerikanischer Psychologen, aber zu dem Ergebnis, dass die Intelligenz die erklärungs­mächtigste Variable für den Schulerfolg sei.

Die Diskussion darüber, wie groß der erbliche Anteil an der Intelligenz einer Person und wie groß der Einfluss des sozialen Umfeldes ist, ist noch lange nicht beendet. Bis auf wenige, strikte Behavioristen wird aber ein erblicher Anteil an Intelligenz nicht verneint. Zu einer Antwort, wie groß der Anteil sei, wird die Forschung in absehbarer Zeit nicht kommen, da exakte Versuche die ethischen Grenzen weit über­schreiten würden.

Gleichheit als politisches Ziel

Nun stellt sich für den Beobachter die Frage, warum Sarrazins Thesen so viel Widerspruch hervorrufen. Die Ursachen dafür sind vielfältig. Einerseits ist es, wie schon öfter diskutiert, für den Politiker fatal, Missstände zuzugeben, wenn er keine Handlungsmöglichkeiten hat oder der Wille dazu fehlt. Warum aber der Hass und die Niedertracht, mit der Sarrazin von fast allen Gruppen der Öffentlichkeit - Politiker, Sozialforscher, Journalisten, Lobbyisten und Verbandsvertretern - vernichtet werden soll? Vernachlässigt man den Anteil opportunistischer Auftritte, das Heulen mit den Wölfen wider besseren Wissens, so bleibt aber immer noch genug nicht erklärbarer Hass übrig. Die größte Ablehnung schlägt Sarrazin aus dem sich selbst links sehenden politischen Umfeld entgegen.

Um das zu verstehen, müssen wir einen erneuten Blick in die Geschichte werfen. Basis links-grüner Politik und Ideologie bezieht sich auch heute noch auf Thesen von Marx[wp]. 1875 formulierte er in der Kritik des Gothaer Programms[wp] im Abschnitt 3:

Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen!

Diese wichtige, und nach meiner Ansicht auch heute noch gültige Aussage, welche Unterschiede zwischen Individuen ausdrücklich anerkennt, wurde in den letzten Jahrzehnten pervertiert. Indem sämtliche Unterschiede zwischen Menschen oder Gruppen negiert wurden, aus dem "alle Menschen sind gleich geboren" ein Streben zu absoluter Uniformität wird, das aktuell zum Wahnsinn des "Gender Mainstreaming" führt. Das alte linke Ziel der Gerechtigkeit und Abschaffung der Ungleichheit wurde geopfert zum Zwecke einer Gleichmacherei. Alle haben gleiche Fähigkeiten (müssen sie nur gebrauchen), also haben alle gleiche Bedürfnisse.

Sarrazins Thesen als Störfaktor

Da aber, wie jedermann als naiver Wissenschaftler in seinem Bekanntenkreis sehen kann, Vererbung von Merkmalen wie auch Intelligenz oder Begabung eine Rolle spielt, dies zudem wissenschaftlich fundiert ist, stellt die öffentlich verkündete Tatsache, dass Menschen eben nicht per se gut sind, dass Menschen auch aufgrund ererbter Fähigkeiten Unterschiedliches zu leisten vermögen, eine Bedrohung der Fundamente links-grüner Ideologie dar. Solange solche Aussagen nur in elitären Kreisen diskutiert werden, im Wissenschaftsteil des Spiegels angerissen werden, sind sie für ein ideologisches Konstrukt relativ ungefährlich. Die Daten­überflutung trägt dazu bei, dass solche Thesen, Wahrheiten oder auch Behauptungen dem Großteil der Bevölkerung verschlossen bleiben.

Jetzt haben wir aber die Situation, dass ein Mann, der mit einer Vorleistung (das Interview im Lettre International) bekannt gemacht hat, bereits Widerspruch im Establishment und Zustimmung in der Bevölkerung geerntet hatte, sämtliche längst bekannten Erkenntnisse sammelt, zusammenfasst und interpretiert. Wie Broder bei Illner so schön formulierte, das Ganze kommt als eine Lieferung. Es trifft auf eine alarmierte Bevölkerung, die durch tagtägliche persönliche Erlebnisse, durch eigene Erfahrungen, durch seltene Medien­berichte über die wahren Verhältnisse informiert ist und Antworten sowie Lösungen sucht. Die Aussagen zur Vererbung von Intelligenz in Sarrazins Buch mögen vielleicht einer wissenschaftlichen Überprüfung nicht hundert­prozentig standhalten, sie bieten aber Grundlage weiterer Diskussionen und Suche nach neuen Erkenntnissen.

Er verwirft die Illusion des Gleichseins aller Menschen. Die durch Fakten untermauerte Erkenntnis, dass nicht alle Menschen durch Bildung auf ein gleiches Niveau zu heben sind, dass vererbte Faktoren ein gleichartiges Ergebnis ausschließen, nimmt vielen Bemühungen in diesem Bereich die Grundlage und Daseinsberechtigung. Da sich aber links-grüne Politik gerade darauf und auf das Versprechen, anstrengungslos alles erreichen zu können, stützt, würde jedes Anerkennen, jede ehrliche Diskussion zu Sarrazins Thesen die Basis vor allem grüner Politik gefährden. Und nicht nur das, auch die zahllosen Sozialarbeiter, Nachhilfe­lehrer, Integrations­beauftragten, der ganze Industriezweig (übrigens eine Wachstumsbranche), die von den Bemühungen um eine (oft vergebliche) Bekämpfung der Mängel in der Unterschicht sehr gut leben können, sehen ihr Lebenswerk und Einkommen gefährdet.

Zusammenfassung

Sarrazin greift faktenbasiert politische Überzeugungen an, die religiösen Überzeugungen sehr ähnlich sind.[1] Entsprechend schrill reagieren die Betroffenen, manch einer würde in einem pakistanischen Lynchmob beim Verbrennen dänischer Flaggen nicht weiter auffallen. Die öffentlichen Reaktionen zeigen ganz klar, dass in den Augen des Establishments Sarrazin schwere Ketzerei betreibt und dafür wird er auch wie ein Ketzer behandelt. Ihm wurde die Möglichkeit eingeräumt, öffentlich zu büßen. Da er die Unterwerfung abgelehnt hat und somit den wahren Glauben gefährdet, ist es zwingend notwendig, ihn auf allen Feldern zu bekämpfen, wirtschaftlich, sozial, beruflich, persönlich.

Die totale Vernichtung hat die Funktion, potentiell nachfolgende Häretiker zu warnen und abzuschrecken.

Einzelnachweise

  1. Sozialismus, Feminismus und Genderismus sind aufgrund der Unhinterfragbarkeit ihrer (religiös anmutenden) Dogmen als Säkular-Religionen zu verstehen.

Querverweise

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Gibt es eine Vererbung von Intelligenz? von Strelnikow, 4. September 2010.