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Franzjörg Krieg

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Franzjörg Krieg zum "Tag der Menschenrechte" am 9.12.2007 in Karlsruhe
Franzjörg Krieg auf dem Väterkongress in Karlsruhe 2008

Franzjörg Krieg (* 29. Januar 1948[1]) war bis zu seiner Pensionierung 2012 Realschullehrer in Karlsruhe und ist seit 2001 erster Vorsitzender von Väteraufbruch für Kinder e.V. in Karlsruhe.

Franzjörg Krieg hat eine bundesdeutsche Fallsammlung, in denen er anhand von 2.000 Fällen dokumentieren kann, auf welche Weise Väter in Deutschland "entsorgt" werden.[1]

Franzjörg Krieg zu seiner eigenen Vater-Geschichte:

Ich selbst bin seit über 13 Jahren hoch betroffener Trennungsvater. Nicht verheiratet wohnte ich mit der Mutter meiner beiden Töchter ehegleich 17 Jahre lang zusammen. Als unsere beiden Töchter 11 und 2 Jahre alt waren, wollte die Mutter die Trennung. Am 12.12.1994 wurde mir meine zweijährige Tochter aus dem Arm gerissen: "Ich will sofort 10.000 DM in bar, sonst siehst Du die Kleine nicht mehr!"
Bis diese fünf Jahre alt war, gab es Phasen, in denen ich sie monatelang überhaupt nicht sehen konnte. Die längste davon dauerte zehn Monate.
Meine ältere Tochter hielt dem Druck nicht stand und wollte mich ab September 1996 nicht mehr sehen. Seit über zehn Jahren erfahre ich nur zufällige Bruchstücke aus ihrem Lebenslauf und bin mir nicht sicher, ob ich sie überhaupt noch erkennen würde. Dass ich eine zweite Tochter habe, erfahre ich nur über meinen Kontoauszug.
Um meiner zweiten Tochter und mir dasselbe Schicksal zu ersparen, klagte ich den Umgang mit ihr gerichtlich ein, was aber gegen die Mutter und gegen ein seine eigentlichen Aufgaben missachtendes Jugendamt privat durchgesetzt werden musste. Seit über zwölf Jahren führe ich einen sehr ungleichen Kampf gegen die Mutter und das mit ihr verbundene Jugendamt, um wenigstens für eine meiner Töchter eine Mindestchance für eine geglückte Vater-Tochter-Beziehung auf private Kosten zu erzwingen.
Meine inzwischen 23jährige erste Tochter wurde nach mehreren Jahren Vaterlosigkeit ernsthaft psychisch krank. Eine Chance, die Störung zu durchbrechen, ist nicht in Sicht. Ich musste mit gebundenen Händen zusehen, wie sie krank wurde und muss weiter ertragen, dass ich nur als bequeme Geldquelle missbraucht werde.
Das Jugendamt hätte die Gefahr der Somatisierung[wp] zumindest auf meine Hinweise hin erkennen müssen, hat aber bewusst weiterhin allein die Mutter unterstützt.
Mir bleibt nur, weiterhin in unbeantworteten Briefen zu signalisieren, dass ich mich auf jedes Lebenszeichen freue.
Im psychiatrischen Gutachten, das von einem renommierten Karlsruher Psychiater erstellt wurde, stand als fachmännischer Therapievorschlag nach acht Jahren Vaterlosigkeit
Zitat:
"Wir halten es deshalb für sinnvoll, dass sie für zunächst zwei Jahre jeglichen Umgang und Kontakt mit ihrem Vater vermeidet."
Diese zwei Jahre sind inzwischen auch um. Aussicht auf einen Kontakt nach zehn Jahren gibt es nicht.[2]

Er sagt über sich selbst:

"Ich bin hoch betroffener Trennungsvater (2007) im 13. Trennungsjahr von zwei Töchtern einer Mutter, mit der ich nicht ehelich, aber ehegleich, 17 Jahre zusammen lebte.
Weil es die Hilfe, die ich ab 1994 gebraucht hätte, nicht gab, habe ich sie nach vielen Jahren des einsamen Kampfes gegen die Windmühlen der Frauenförderung ab 2001 installiert. Ich habe den VAfK Karlsruhe gegründet, dessen Sprecher ich seither bin und habe den Landesverband BW mit gegründet, dessen Erster Vorsitzender ich bin.
Zunächst berate ich in meiner gesamten Freizeit (und das sind täglich 24 Stunden minus 6 Stunden Unterricht und 5 Stunden Schlaf) Elternteile (und das sind vorrangig Väter), für die ich die einzige Hilfe darstelle, die sie akzeptieren können. Ich schreibe Schriftsätze, gehe mit ihnen zum Jugendamt (in die Höhle der Löwinnen) und vor Gericht. Im letzten Jahr waren das neben den Altfällen 110 Neufälle. Und alles ehrenamtlich in meiner Freizeit.
Eine Kerneinsicht unserer Arbeit: Wir haben es mit einer banden­kriminalitäts­mäßig strukturierten Subkultur radikal­feministischer Prägung mit hoher Gewalt­bereit­schaft zu tun. Und wir erfahren täglich, dass diese Aussage nicht die semantische Konstruktion eines Schreib­tisch­agitators ist, sondern die ungeschönte Summe einer gesellschaftlichen Analyse."[3]

Wir brauchen wir die

  • Ächtung des Begriffes "Einelternfamilie" und Hinterfragung des Programmes "Alleinerziehen als Erfolgsmodell".
  • Achtung von Elternschaft, die Vaterschaft einschließt.
  • Stärkung der ("Ursprungs"-)Familie als Keimzelle der Gesellschaft und klare Abgrenzung von allen weiteren Behelfs­konstruktionen, die heute als vollwertiger Ersatz von Familie gelten.[4]

Interview

Mit welchen Sorgen wenden sich Väter an Sie, die ihren Kindern nicht Papa sein können?
Franzjörg Krieg: Meist ist es die Komplexität einer ausweglosen Situation, die dafür sorgt, dass auch Männer, die ansonsten in der Lage sind, ihre Probleme selbst zu lösen, sich nun Hilfe suchen. Ein großer Teil von Vätern wurde von der Trennung völlig überrascht und ist arglos in diese Situation getappt, weil sie sich vorher nie mit den Konsequenzen einer Vaterschaft unter den bei uns herrschenden Bedingungen auseinandergesetzt haben. Oft hat die Mutter die Trennung im Hintergrund detailliert vorbereitet und den überraschenden Auszug mit dem Kind sorgfältig geplant. Immer wieder kommen Väter abends von der Arbeit nach Hause und die Wohnung ist leer geräumt.
Wie sieht es in einem Mann aus, dem von heute auf morgen der Bezug zu den Kindern genommen wird?
Krieg: Kindesentzug ist grausame Folter. Die Tatsache, dass die Mehrheit der obdachlosen Personen Männer sind oder dass die Suizidrate von Männern nach Trennung oder Scheidung achtmal so hoch ist wie bei Frauen nach einer Trennung, verdeutlicht die Dimensionen. Ich habe die Gewalt, die mir angetan wurde, nicht mit Selbstzerstörung gekrönt, sondern habe eine konstruktive Orientierung gefunden, indem ich mir die Veränderung der gesellschaftspolitischen Verhältnisse zur neuen Lebensaufgabe machte.
Aus diesen Erfahrungen heraus haben Sie sich in dem 1989 gegründeten und bundesweit aktiven Verein "Väteraufbruch für Kinder" (VAfK) engagiert und im Jahr 2001 die Kreisgruppe Karlsruhe ins Leben gerufen. 240 Mitglieder hat die Gruppe mittlerweile und ist die am schnellsten wachsende. Ist das ein gutes oder ein schlechtes Zeichen?
Krieg: Es ist ein deprimierendes Zeichen, dass allein meine Gruppe in Karlsruhe während der letzten zehn Jahre über 500 Beratungs­treffen mit insgesamt rund 6000 Betroffenen abgehalten hat, und dass wir mehr als 1300 Neufälle zu beraten hatten. Ein gutes Zeichen hingegen ist die Leistungs­fähigkeit des Vereins, der seit Jahren einen Arbeitsaufwand von mindestens zwei Vollzeit­stellen an ehrenamtlicher öffentlicher Beratungs­leistung erbringt - und das bisher ohne jede Förderung aus staatlichen Mitteln.
Welche Hilfestellungen können Sie Vätern geben, die ähnliches durchleben wie Sie?
Krieg: Es ist nicht möglich, allein gegen Beton anrennen zu wollen oder Don Quijote[wp] zu spielen. Da es sich nicht nur um persönliche Schicksale handelt, sondern ein System struktureller Gewalt gegen Väter die Ursache der Misere ist, müssen die bestehenden Spielräume intelligent genutzt werden. Das geht in einem Bereich, in dem der Betroffene tief emotionalisiert und existenziell bedroht ist, nie allein. VAfK nimmt das Motto "Allen Kindern beide Eltern" ernst und hat Instrumente entwickelt, aus den schlechten familien­rechts­praktischen Gegebenheiten das Optimum herauszuholen.
Und zwar?
Krieg: Wir verwirklichen im VAfK Karlsruhe das umfassendste Hilfekonzept, das innerhalb des VAfK bundesweit umgesetzt wird. Neben der Beratung in vielfältiger Form bieten wir die Begleitung bei Umgangs­terminen oder zu Behörden, Hilfe bei Schriftsätzen, Coaching vor Terminen beim Jugendamt, vor Gericht oder im Rahmen eines Gutachtens, setzen mediative Vorgehensweisen um und bieten die Begleitung zu Verhandlungs­terminen beim Familiengericht in Sachen Umgang und Elterlicher Sorge.
In einer Gesellschaft, die in vielen Feldern noch als männlich dominiert wahrgenommen wird, fehlt ausgerechnet den Vätern die Lobby?
Krieg: In Jugendämtern oder auf Richterstühlen eifern oft Männer darum, die ritterlichsten Feministen zu sein. Klare gesellschaftspolitische Analyse, politisches Bewusstsein und empathische Fürsorge ist unter Männern katastrophale Mangelware. Außerdem haben in der Politik als Folge einer gelungenen Geschlechterpolitik die Frauen bestimmte Felder belegt. Darunter befindet sich alles, was um das Thema Familie kreist. Die beiden Ministerien, die schon seit vielen Legislatur­perioden von Frauen geleitet werden, sind das Bundesfamilien- und das Bundesjustiz­ministerium. Die Belange von Vätern befinden sich genau im Schnittpunkt der Wirkungs­bereiche dieser beiden Ministerien. Im Namen des "Bundes­ministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend" kommen Männer zwischen 18 und 65 überhaupt nicht vor. Eine Einbeziehung der Probleme von Jungen und Männern wurde erst in der letzten Koalitions­vereinbarung zum ersten Mal formuliert.
Kürzlich hat der Bundesgerichtshof das Recht von Männern gestärkt, denen von der Mutter ein Kind unter­geschoben wurde. Mütter müssen den Namen des biologischen Vaters künftig nennen. Eine Entscheidung in Ihrem Sinne?
Krieg: Seit etwa zwei Jahren erhalten wir Väter aus der Politik zunehmend positive Lösungen in Teilaspekten. Es fallen Zinnen in den Mauerkronen der einseitigen Bevorzugung von Müttern in der Familienrechtspraxis. Es ist einfach eine Ungehörigkeit, wenn eine Mutter als einzelne Staatsbürgerin völlig subjektiv das Ausmaß an Recht definieren darf, das ein Vater als weiterer Bürger desselben Staates zugewiesen bekommt.[5]

Reden

Positionen und Zitate

Zitat:

«Fakt ist, dass wir Männer Jahrzehnte von Tatlosigkeit nachzuarbeiten haben. Wir haben zugelassen, dass Frauen - auch eng fokussierte Männerhasserinnen - den Weg in die Politik gefunden haben und aus Steuergeldern seit Jahrzehnten finanziert werden.»[6]

Zitat:

«Die Indizien für destruktive Dispositionen zeigen sich schon früh.

Wenn pubertierende Trennungs­kinder im Brustton der Überzeugung meinen: "Mein Vater ist ein Arschloch!" oder wenn die SZ vom 08.05.2015 titelt: "Meine Mutter die Sau", ist eine Grenze überschritten, die noch vor wenigen Jahrzehnten nicht hätte überschritten werden können, ohne von allen gesellschaftlichen Regulations­mechanismen in gebotene Schranken verwiesen zu werden.

Nicht ohne Grund fordern alle ethischen Systeme der Menschheit, ob theozentrisch oder nicht, den grundsätzlichen Respekt gegenüber den älteren Generationen. Im Christentum ist dies so formuliert: "Du sollst Vater und Mutter ehren, auf dass Du lange lebest auf Erden."

Die autodestruktive Komponente der Entehrung der eigenen Eltern wird darin deutlich angesprochen.»[7]

Zitat:

«Wenn man davon ausgeht, dass deutsche Familiengerichte 50 Wochen im Jahr an je 5 Tagen arbeiten, würde dies statistisch bedeuten, dass der gebündelte Sachverstand aller in der familialen Intervention beschäftigten und dadurch finanzierten Mitglieder der Professionen dazu führt, dass Profis in Deutschland an jedem Arbeitstag über 400 Kinder zu Halbwaisen machen und rund 400 Elternteile entsorgen.»[8]

  • "Körperliche Gewalt und Aggression ist als Verhaltensweise von Müttern weiter verbreitet als öffentlich bekannt und wird von feministischen Kreisen nicht zugegeben. Erschreckend viele Väter sind aus berechtigter Angst, ihre Kinder zu verlieren, bereit, diese Gewalt ohne Anzeige und ohne Suche nach Unterstützung und Hilfe zu erdulden. Geschlagene Männer, so meine Erfahrung, outen sich oft zum ersten Mal in der Beratungsstelle Karlsruhe." [1]
  • "Wir sehen uns konfrontiert mit der Forderung von Mütter­organisationen, das alleinige Sorgerecht für Mütter als Regelfall zu etablieren. Eine solche Haltung erkennen wir als radikal, extremistisch und kindes­wohl­schädlich. Wir wollen im Gegenzug nicht das alleinige Sorgerecht für Väter, sondern die gemeinsame Sorge beider Eltern als selbst­verständliches Recht jedes Kindes." [1]
  • "Das Problem ist, dass von Müttern zu kleinen Rittern erzogene Männer, beziehungsweise opportunistische Männer, die ihr Mannsein darin erfüllt sehen, dass sie von Frauen gelobt werden, immer noch nicht das Sehen ohne Filter erlernt haben. Gesellschaftliche Realitäten können von den meisten Männern erst dann erkannt werden, wenn sie selbst davon negativ betroffen sind - beispielsweise im Rahmen einer Trennung von ihren Kindern. Dann erschlägt sie die Realität wie vom Blitz getroffen. Allen diesen Männern ist eines gemeinsam: Sie verzweifeln schlagartig an ihrem Glauben in den Rechtsstaat." [9]
  • Zum Gewaltschutzgesetz: "Einflussreiche Kreise unter den Personen des Gesetzgebungs­apparates wollten bewusst eine illegale Waffe gegen Männer durch den Gesetzgeber legalisiert sehen. Die geschlechts­neutrale Formulierung war Theater zur Vernebelung der eigentlichen Absicht." [10]
  • "Wissenschaft und Lehre steht im Dienst gesellschaftspolitischer Ideologie, was in Deutschland ja kein neues Phänomen darstellt. Erstens muss man nicht nachdenken, wenn die Lösung schon vorgegeben ist und zweitens hebt es den Profit, den politisch korrekten Ruderschlag in der Galeere mitzuhalten." [4]
  • "Weibl. Raffinesse bedeutet, den Vater seines Kindes so gekonnt über den Tisch zu ziehen, dass er die Reibungshitze als Nestwärme wahrnimmt." [11]
  • "1671 BGB ist nicht weiter als ein Mittel der Machtausübung von Kindes­besitzerinnen." [12]
  • "Ein Sorgerechts­verfahren für einen nicht ehelichen Vater verkommt unter den jetzigen Voraussetzungen zum Mühlespiel mit Fallenstellen." [13]
  • "Ein 14-jähriges verfahrens­beteiligtes Kind verliert als entscheidungs­erhebliche Partei seine Unschuld." [14]
  • "Kindesanhörung im familien­rechtlichen Kontext ist Kindesmissbrauch." [15]
  • "Wenn Väter wollen sollen, müssen sie auch können dürfen!" [16]
  • "Dt. Familienrechtspraxis = 10 % ideolog. vorbelastete Gesetzgebung, 40 % mütterzentrierte Ideologie und 50 % sozial­pädagogische Beliebigkeit." [17]
  • "Unterhaltsrecht = Hurenprinzip mit dem Staat als Zuhälter" [18]
  • "Umgangsboykott ist Körperverletzung." [19]
  • "Equal Pay haben wir dann erreicht, wenn die Hälfte aller Unterhaltszahlenden Frauen sind." [20]

Familienrechtspraxis

Zitat:

«Ein Vater als Betroffener im System der deutschen Familien­rechts­praxis muss erkennen, dass er am Ende der Nahrungskette steht ...»[21]

Zum Beschluss des AG Konstanz vom 10.12.2015

Ab und zu gibt es Beschlüsse von Familiengerichten, die in ihrer Formulierung das Problem unserer Familien­rechts­praxis schonungslos offenlegen. Nicht, weil es Richter gäbe, die damit das Problem erkennbar werden lassen wollen, sondern deshalb, weil sie selbst der Ansicht sind, dass ein Elternteil - und zwar die Mutter - für ein Kind durchaus genügen würde.

Ein solches Beispiel ist ein Beschluss des AG Konstanz vom 10.12.2015.

In der Sache geht es darum, dass ein Vater das Wechselmodell beantragt hatte, womit die Mutter nicht einverstanden war.

Neben der Beurteilung dieses Richters, dass dem Gericht in dieser Sache aus juristischen Gründen die Hände gebunden seien, möchte ich einige Passagen zitieren:

"Ein Umgang, welcher so umfangreich ist, dass er die Natur des anderweitigen Lebensmittelpunkts einschränkt und einen gleichwertigen weiteren Lebensmittelpunkt begründet, ist kein Umgang mehr, sondern eine Ausübung der Personensorge, konkret der Aufenthaltssorge. ... Das Kindschaftsrecht differenziert klar zwischen der Frage des gewöhnlichen Aufenthalts, vgl. §§ 1631 Abs. 1, 1687 Abs. 1 S. 2 BGB, und der des Umgangs, vgl. §§ 1632 Abs. 2, 1684 BGB."
"Bezogen auf das Aufenthaltsbestimmungsrecht bedeutet dies, dass demjenigen Elternteil, welchem das alleinige Aufenthalts­bestimmungs­recht übertragen wird, zugleich die alleinige Verpflichtung übertragen wird, für den Aufenthalt Sorge zu tragen (richtigerweise müsste an sich von der Aufenthaltssorge als Teilbereich der Personensorge gesprochen werden). Kraft Gesetzes zwingend hiermit verbunden wächst ihm zugleich die alleinige Verpflichtung zu, für die Angelegenheiten des täglichen Lebens des Kindes zu sorgen, vgl. § 1687 Abs. 1 S. 2 BGB, und seine unterhalts­rechtlichen Interessen zu wahren, § 1629 Abs. 2, 3 BGB. Der andere Elternteil wird in korrespondierendem Umfang aus der Verantwortung genommen. Er ist nicht mehr verpflichtet, für den Aufenthalt des Kindes und die Angelegenheiten des täglichen Lebens Sorge zu tragen, und kann daher insofern auch nicht vom sorge­berechtigten Elternteil in die Verantwortung genommen werden. Dafür hat er den gewonnenen Freiraum zu nutzen, um den Kindesunterhalt sicherzustellen, § 1606 Abs. 3 S. 2 BGB."
"Die eigentliche, soweit ersichtlich noch kaum erörterte Problematik liegt aber auf der Ausgabenseite, auf der Ebene der Verwendung des Unterhalts. ... Rechtsstaatlich zwingende Voraussetzung der streitigen Anordnung eines Wechselmodells wäre die gesetzgeberische Einführung der Möglichkeit der Anrufung der Gerichte in Angelegenheiten des täglichen Lebens."
"Es liegt in der Natur der Sache, dass bei kindschafts­rechtlichen Aus­einander­setzungen die Eltern zerstritten sind, häufig zumindest einer der Elternteile am liebsten überhaupt keinen Kontakt mehr zum anderen hätte und dieser Kontakt nur um des Kindes willen stattfindet. Der Zwang, mit einer innerlich abgelehnten Person fortdauernd zu kooperieren, stellt einen erheblichen Eingriff in das allgemeine Persönlich­keits­recht dar."
"Er ist aber nicht verpflichtet, einen Kontakt in Angelegenheiten des täglichen Lebens hinzunehmen. Wenn ein Elternteil einen derart intensiven Kontakt zum anderen Elternteil ablehnt, ist dies als Ausdruck der Selbstbestimmung unhinterfragt hinzunehmen (ähnlich der rechtlichen Situation beim Wunsch des Elternteils fortzuziehen, wobei der Umzugswille als solcher als Ausdruck der Freizügigkeit ebenfalls nicht in Frage gestellt werden darf, vgl. nur BGH, FamRZ 2010, 1060). Indirekt dient die Rücksicht­nahme auf die Interessen des Elternteils im Übrigen auch wieder dem Kind, da dieses ein Interesse daran hat, in der Obhut eines ausgeglichenen Elternteils zu leben."
"Zwar geht der Antragsteller davon aus, die Betreuung des Kindes mit seiner Berufstätigkeit in Einklang bringen zu können, da er beruflich flexibel sei. Eine Flexibilität bei der Arbeits­erledigung ändert indes nichts daran, dass die Arbeit erledigt werden muss. Ein Kind hat ein Interesse daran, in der Obhut eines nicht überlasteten Elternteils zu leben.
Ob und wie gut dem Antragsteller die Vereinbarkeit von Beruf und Kindes­betreuung tatsächlich gelingen würde, wenn der Lebensmittelpunkt des Kindes zu ihm verlegt werden würde, lässt sich nicht verlässlich prognostizieren und würde sich erst in der Praxis zeigen. Demgegenüber hat sich die überwiegende Betreuung durch die Antrags­gegnerin praktisch bewährt, wie die vom Sachverständigen heraus­gestrichene Kindes­entwicklung zeigt ("... ein gut entwickeltes und sehr gut gefordertes Kind").
Im Zweifel entspricht es dem Kindeswohl besser, es bei einer bewährten Betreuungs­situation zu lassen, als diese gegen eine andere Betreuungs­situation auszutauschen, welche möglicherweise genauso gut wäre, sich möglicherweise aber auch als schlechter erweisen könnte."
"Es liegt nahe, dass hierbei der Fokus weniger auf der Frage lag, was für das Kind am besten ist, als vielmehr auf der Frage, wie es gelingen kann, ein aus ander­weitigen Gründen gewolltes Wechselmodell mit dem Umstand der Vollzeit­erwerb­stätigkeit in Einklang zu bringen."
"Eine Umgangsregelung entsprechend dem als Hauptantrag gestellten Antrag der Antrag­steller­seite ist von vornherein unzulässig. Wie dargelegt überschreitet eine Umgangsregelung, die der Sache nach einen zweiten Lebensmittelpunkt begründet, die Grenzen des nach § 1684 BGB Zulässigen."
"Die Funktion des Umgangsrechts liegt ... nicht darin, dem umgangs­berechtigten Elternteil eine paritätische Teilhabe am Leben des Kindes zu ermöglichen. ... Ein zu ausufernder Umgang beeinträchtigt das Alltagsleben des Kindes. Zu aufwendige Umgangs­regelungen bergen die Gefahr einer Verlagerung der Trennungs­belastung von den Eltern auf das Kind in sich. Das aus dem Gerechtigkeits­gefühl des Elternteils entspringende Bedürfnis nach paritätischer Teilhabe am Kind wird zulasten des Bedürfnisses des Kindes nach Stabilität gelöst."
"Auch eine Nachholung wegen Urlaubs ausgefallener Umgänge ist neben einem Umgang des vorliegenden, ohnehin schon aus­gedehnten Umfangs nicht veranlasst. Nach dem Urlaub soll für das Kind der Alltag weitergehen.
Eine Nachholregelung würde vorliegend dazu führen, dass sich fast schon zwangsläufig an jeden Urlaub der Antrags­gegnerin ein urlaubs­ähnlicher Umgang beim Antragsteller anschließen würde."

Hinter den Zitaten stehen folgende Haltungen, die in unserem Land immer noch politisch korrekt sind und deshalb auch vom Gesetzgeber immer noch nicht geändert wurden:

  1. Jedes Kind braucht einen (und nur diesen EINZIGEN) Haupt­aufenthalts­ort. Und dieser ist notwendigerweise bei der Mutter, weil diese das Kind schon immer primär versorgte und in der Folge auch deshalb nicht oder weniger arbeitete. Verortet ist dieses Prinzip z.B. in der "Ulmer Schule".
  2. Dies drückt sich im Dogma des deutschen Residenzmodells aus. Solange sich der Gesetzgeber noch nicht entschlossen hat, dieses Residenzmodell durch die Doppelresidenz abzulösen, bestimmt die Annahme, dass das Residenzmodell allein kindeswohlkonform sei, das Familienrecht.
  3. Daraus resultiert wiederum: Mama erzieht, Papa bezahlt. Und weil der Papa alles zu bezahlen hat, muss er so viel arbeiten, dass er gar keine Zeit mehr hat, zu erziehen. Er degradiert zu dem Umgangsonkel, den das Kind (in regelmäßigen Abständen) besucht.
  4. Dies nennt man "Umgang" (hat was von Freigang). Und was das ist, bestimmt auch offiziell die Familien­rechts­praxis und wird an zwei Stellen im Beschluss auch zitiert: "Nach Wortlaut, Systematik und Sinn und Zweck bedeutet Umgangsrecht das Recht, mit einem Kind, welches einen anderweitigen gewöhnlichen Aufenthalt hat, einen regelmäßigen Kontakt auszuüben, um sich von der Entwicklung des Kindes zu überzeugen, bestehende Bindungen zu pflegen und das beiderseitige Nähebedürfnis auszuleben." ("Du bist inzwischen aber groß geworden...!")
  5. Die Jugendamts­mitarbeiterin zum Vater: "Sorgen Sie dafür, dass es der Mutter gut geht, dann geht es auch Ihrem Kind gut!"

Die Haltungen solcher Richtertypen verändern wir nicht durch beharrliche Überzeugung. Da gibt es wohl nur noch eine Möglichkeit:

Wir arbeiten daran, dass noch viel mehr Mütter das ABR verlieren und der Hauptaufenthaltsort beim Vater ist. Danach machen wir erkennbar, dass 90 % der entsorgten Mütter keinen Unterhalt zahlen und demontieren sie damit gesellschaftlich.

Was danach kommt, ist wohl allein geeignet, solche Richter zu verändern.

Wenn Väter ihre Entrechtung und das Entreißen ihrer Kinder anklagen, interessiert dies niemanden. Wenn Mütter massenhaft (und da meine ich nicht im Bereich von einstelligen Prozentzahlen, sondern weit größere Anteile) beklagen, dass sie entrechtet werden - dann erst wohl darf das Problem auch erkannt werden.

Ehe für alle

Zitat:

«[Am 30. Juni 2017] hat der Bundestag beschlossen, dass die Ehe "für alle" eine gesetzlich gleichgestellte Option darstellt.

Begründung:

"Dies ist ein Beitrag zu Einigkeit, Recht und Freiheit"
Dies ist ein Zeichen für Toleranz

ALLE Begründungen zielen allein auf die Gleichstellung von homosexuellen Beziehungen mit heterosexuellen ab.

ALLE Begründungen sind allein erwachsenen­orientiert und betonen die Freiheit und Gleichheit aller ERWACHSENEN.

Auch die Kanzlerin redet nur von der "Ehe von Mann und Frau" - kein Wort von Kindern.

Dabei geht es bei der gleichzeitigen schwindenden Bedeutung der Ehe nicht (nur) um die Ehe als Zeichen der Bindung, sondern um das rechtliche Konstrukt, eine FAMILIE bilden zu können, um sich auf mannigfaltige Art in den Besitz von KINDERN bringen zu können.

Dass dies aber gleichzeitig über das Schicksal eben dieser entscheidet, weil mit dieser Entscheidung das Auswechseln leiblicher Eltern durch beliebige andere Personen erleichtert wird und die Zahl dieser Fälle erheblich steigen wird, ist überhaupt kein Thema. Weder Kanzlerin noch Regierung, weder Opposition noch Demonstranten, weder die Medien noch Interviewte auf der Straße kommen überhaupt auf die Idee, dass Kinder im Hintergrund der Motor dieser Initiative sein könnten.

Es geht nur vordergründig um "Einigkeit und Recht und Freiheit" und Offenheit und Toleranz. Dahinter geht es um die Macht, KINDER beliebig nutzbar machen zu können und deren Erziehung für egoistische Zwecke auch prekär gestalten zu können.

Kinder sind nichts weiter als ein weiteres Mittel im Repertoire der Selbstverwirklichung und Lebens­planung Erwachsener.» - Franzjörg Krieg[23]

Zitat:

«Ich muss wohl detailliert erklären, was ich meine:

  • Ich will nicht die beliebige Austauschbarkeit leiblicher Elternteile durch die vom Staat an ein Elternteil allein übertragene Macht oder eben durch die Macht des Staates direkt und ich will nicht, dass - ohne weiteres Nachdenken - die Auswirkungen einer solchen Gewaltaktion als mit der ursprünglichen Situation gleichwertig präjudiziert wird (das gehört in die Reihe der Wirkungs­weisen, mit denen Elternschaft beliebig durch Machteingriffe gestaltet wird, angefangen bei § 1671 BGB).
  • Ich will nicht akzeptieren, dass z.B. zwei lesbische Mütter sich auf irgendeine Art eines Kindes bemächtigen und dann so tun, als sei dieses "Kind ihrer Liebe" (Originalzitat) mit diesen beiden Müttern epigenetisch vollwertig versorgt und als sei der (auch gewaltsame) Ausschluss vorhandener leiblicher Elternschaft keine ethische oder psychologisch-pädagogische, sondern allein eine Machtfrage.
  • Ich will nicht akzeptieren, dass JEDE denkbare Versorgungs­konstellation mit einer biologischen Elternschaft ohne jede wissenschaftlich orientierte Diskussion als gleichwertig präjudiziert wird.
  • Ich will nicht akzeptieren, dass dieser gesamte Themen­komplex allein erwachsenen­orientiert diskutiert wird, und dass alles, was dazu Kinder betrifft, von jeder Diskussion ausgeschlossen ist.» - Franzjörg Krieg[24]

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 Zum 60. Geburtstag eines "Urgesteins" der Väterszene gratuliert der Väteraufbruch für Kinder Karlsruhe e.V. seinem ersten Vorsitzenden und Sprecher, Franzjörg Krieg, sehr herzlich, Väteraufbruch für Kinder - Sektion Karlsruhe
  2. Redebeitrag von Franzjörg Krieg zu seiner eigenen Vätergeschichte auf der Kundgebung 2006 zum Tag der Menschenrechte in Karlsruhe
  3. WGvdL-Forum (Archiv 2): Männerforum Karlsruhe, Franzjörg Krieg am 20. April 2007 - 16:49 Uhr
  4. 4,0 4,1 Fördermillionen zur programmierten "Tötung" von Kindern und Vätern, TV-Orange am 9. Juli 2013
  5. Interview (gekürzt) aus: Badisches Tagblatt vom 23. Dezember 2011
  6. Franzjörg Krieg: Bedarfe von Männern, 6. Oktober 2016
  7. Franzjörg Krieg: Ethische Normen im Kontext von Trennungen mit Kindern, 6. März 2016
  8. Franzjörg Krieg: Eingriffe des Staates in die Familie, 6. September 2014 (Tagung am 06.08.2014 in Gießen: Die Richter und ihre Denker)
  9. Franzjörg Krieg: Die "Schlacht um Goslar"
  10. Franzjörg Krieg: 11 Jahre Gewaltschutzgesetz: Forderung nach Evaluation der Gewaltschutzpraxis (Eine Bestandsaufnahme aus der Sicht betroffener Trennungsväter), VAfK Karlsruhe am 12. Februar 2013
  11. Twitter: 15:04 - 18. Juni 2014
  12. Twitter: 11:57 - 22. Nov. 2013
  13. Twitter: 11:56 - 22. Nov. 2013
  14. Twitter: 11:52 - 22. Nov. 2013
  15. Twitter: 11:50 - 22. Nov. 2013
  16. Twitter: 11:49 - 22. Nov. 2013
  17. Twitter: 05:18 - 12. Sep. 2012
  18. Twitter: 09:44 - 8. Sep. 2012
  19. Twitter: 09:33 - 16. Aug. 2012
  20. Twitter: 05:14 - 14. Aug. 2012
  21. Twitter: 08:30 @ FranzjoergKrieg - 3. März 2013
  22. Politisch korrekte Familienrechtspraxis, vater.franzjoerg.de am 31. Mai 2016
  23. Ehe für alle - die Zweite..., Franzjörg Krieg am 30. Juni 2017
  24. Ehe für alle - die Dritte..., Franzjörg Krieg am 1. Juli 2017

Netzverweise