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CIBA-Symposium

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Das CIBA-Symposium ist eine Konferenz mit dem Thema "Der Mensch und seine Zukunft" (Man and his Future), die in London vom 26. bis 30. November 1962 auf Einladung der CIBA-Foundation, der Stiftung des gleichnamigen Schweizer Pharmakonzerns, stattfand.[1]

Auf dem Symposium war die Elite aus Genetik und Evolutionstheorie, Medizin und Biochemie versammelt, darunter allein fünf Nobelpreisträger, Herman J. Muller[wp], Joshua Lederberg[wp], Francis Crick[wp], Peter Medawar[wp] und Albert Szent-Györgyi[wp], und schließlich zwei große "elder statesmen of science", Julian Huxley[wp] und J. B. S. Haldane[wp], um über die Zukunft des Menschen zu diskutieren. Dabei wurde in 16 Vorträgen über verschiedene eugenische[wp] Schwerpunkte, wie der Bevölkerungs­entwicklung, der Nahrungs­mittel­produktion, der Gesell­schafts­struktur, der Entwicklung der Medizin und der Verhaltens­steuerung referiert.

Diese berühmt-berüchtigte Konferenz der CIBA-Foundation gilt als die offizielle internationale Wieder­aufnahme der eugenischen[wp] Debatte nach dem Zweiten Weltkrieg.[2]

Werke

Protokoll dieses Symposiums:

Man and his Future, Ciba Foundation Volume, edited by Gordon Wolstenholme, J. & A. Churchill Ltd., London 1963, 410 S., 25 s.
deutsch
Robert Jungk, Hans Josef Mundt (Hrsg): Modelle für eine neue Welt - Das umstrittene Experiment: Der Mensch. 27 Wissenschaftler diskutieren die Elemente der biologischen Revolution., Verlag Kurt Desch, 1966

Auszüge

Sir Julian Huxley[wp], englischer Biologe, Philosoph, Schriftsteller und ein bedeutender Vertreter der Eugenik. Huxley spielte eine bedeutende Rolle in der Gründungsphase der UNESCO, war im Vorstand der British Eugenics Society und Inspiration für die Gründung des WWF. Zum Thema "Die Zukunft des Menschen * Aspekte der Evolution":

Zitat:

«Elektrisches Glück

Außerdem erschließen Physiologie und Biologie neue Forschungsgebiete. Man weiß jetzt beispielsweise, daß bei Menschen wie Tieren die elektrische Reizung eines bestimmten Gehirnbereichs überwältigende Gefühle des Glücks oder des Wohlbefindens im ganzen Organismus auslösen kann. Es ist sogar möglich, die eine Hälfte des Körpers glücklich zu machen, während die andere im Normalzustand bleibt. Manchen Leuten mag das zu materialistisch erscheinen; aber elektrisches Glück bleibt schließlich immer noch Glück, und Glück ist sehr viel wichtiger als die physikalischen Vorgänge, mit denen es verbunden ist.» - S. 42

Zitat:

«Beeinflussung der Psyche durch Drogen

Vielleicht noch erregendere Möglichkeiten ergeben sich durch Drogen wie Mescalin, Lysergsäure und Psilozybin, die in winzigen Dosen erstaunliche Wirkungen hervorrufen können.

Die Ritualisierung gemeinsamer transzendenter Erlebnisse als gemein­schafts­bildende Bindung ist eine häufige Erscheinung bei den so genannten primitiven Stämmen, wie bei den durch Mescalin eingeleiteten religiösen Zeremonien einiger nord­amerikanischer Indianer­stämme. Wir müssen heraus­zufinden suchen, wie diese Dinge in unseren komplizierten zivilisierten Gemeinschaften nutzbar gemacht werden können. Mein Bruder Aldous[wp] hat dazu in seiner praktischen Utopie Die Insel einige Vorschläge gemacht.» - S. 43

Zitat:

«Der Mensch - Lenker der Evolution oder Krebsgeschwür der Erde

Außerdem müssen wir der Welt bewußt machen, daß die Zukunft der gesamten Menschheit gefährdet ist. Wenn die gegenwärtigen Tendenzen ungesteuert bleiben, wird der Mensch schließlich zum Krebsgeschwür unseres Planeten anstatt zum Führer und Lenker seiner weiteren Evolution.

Verminderung von Qual und Leid durch Eugenik

Die Verbesserung der genetischen Qualität des Menschen durch eugenische Verfahren würde eine große Last an Leiden und Qual von den Schultern der Menschheit nehmen und zur Steigerung der Lebensfreude und der Tüchtigkeit beitragen. Ich möchte ein Beispiel geben: Theoretisch könnte der Pegel der allgemeinen Intelligenz durch eugenische Selektion angehoben werden; und selbst ein leichter Anstieg würde einen merklichen Zuwachs an hoch­intelligenten und tüchtigen Leuten ergeben, die wir brauchen, um unsere immer komplizierteren Gemeinschaften zu lenken. So würde ein Ansteigen des mittleren Intelligenz-Quotienten (I.Q.) um 1,5 Prozent, also von 100 auf 101,5, bedeuten, daß 50 mehr Menschen mit einem I.Q von 160 und darüber zur Welt kämen.» - S. 47

Norman C. Wright, Mitglied der Food and Agriculture Organisation der United Nations Zum Thema "Bevölkerung der Erde" wurden Ideen der präventiven Medikation der weiblichen Bevölkerung mit Empfängnis­ver­hütungs­mitteln diskutiert:

Zitat:

«Hat man schon die Möglichkeit in Betracht gezogen, das Mitteln in anderer Form, zum Beispiel in der Nahrung zuzuführen? Ich denke da insbesondere an Gewürze wie Salz - etwas, das regelmäßig im Haushalt verwendet wird, das für die bestimmte Person mit einem Zusatz versehen werden kann und das normalerweise nicht vergessen wird, wie das bei Tabletten so leicht der Fall ist.» - S. 132

Gregory Pincus[wp], ein amerikanischer Physiologe, der maßgeblich an der Entwicklung der Antibabypille beteiligt war, antwortet:

Zitat:

«Natürlich wurde die Möglichkeit erwogen, das Mittel der Nahrung zuzusetzen. Auf der Tagung der International Planned Parenthood Federation[wp] (Internationale Vereinigung für Familienplanung) in Delhi im Jahre 1959 sagte D. Bhaba von der indischen Atom­energie­kommission, daß der wirtschaftliche Fortschritt Indiens eine Beschränkung des Bevölkerungs­zuwachses um 30 Prozent erfordere, und er stellte die Frage, ob man der Nahrung beimischen solle, was die Fruchtbarkeit vermindert. Dr. Parkes und Dr. Noble sagten darauf, sie wüßten ein wirksames Mittel (das sich allerdings noch im experimentellen Stadium befand); aber da die einzelnen Menschen auf Medikamente verschieden reagieren, könnte es dazu führen, daß manche Frauen unfruchtbar würden, die es gar nicht wollten, während es vielleicht bei anderen, die keine Kinder wünschten, wirkungslos bliebe.» - S. 133

Norman W. Pirie[wp] - Biochemiker:

Zitat:

«Ich möchte eine Bemerkung zu Norman Wrights Vorschlag machen, die Verhütungsmittel dem Salz beizumengen. Wenn man überlegt, welcher Widerstand in Großbritannien der Beimischung von Fluor ins Trinkwasser entgegengesetzt wurde, möchte man annehmen, daß ein solches Projekt in einem nicht totalitären Land fast undurchführbar ist.» - S. 134

Carleton S. Coon[wp], ein amerikanischer Anthropologe zum Thema "Wachstum und Entwicklung sozialer Gruppen":

Zitat:

«Die Völker sind genetisch und kulturell verschieden, und wenn es nicht zu einem weltweiten Polizeistaat kommt, der von Menschen geführt wird, die die Macht und Möglichkeiten haben, Chromosomen­umwandlungen und inter­spezifische Transplantationen durchzuführen, werden sie noch lange Zeit verschieden bleiben. Wenn die Welt geeinigt werden soll, muß eine Union lockerer Konföderationen sehr verschiedene Einheiten geschaffen werden, oder die Einigung wird nicht lange anhalten.» - S. 161

Hermann Joseph Muller[wp], US-amerikanischer Biologe, Genetiker und Nobelpreisträger zum Thema "Eugenik und Genetik":

Zitat:

«Vermehrung genetischer Fehler

Wahrscheinlich haben etwa 20 Prozent der menschlichen Bevölkerung, wenn nicht mehr, einen durch Mutation in der unmittelbar vorhergehenden Generation entstandenen genetischen Fehler mitbekommen, zusätzlich zu der weit größeren Zahl von Fehlern, die aus früheren Generationen vererbt wurden. Wenn das richtig ist, man aber genetische Verschlechterungen vermeiden will, dann dürfen in jeder Generation jene etwa 20 Prozent der Bevölkerung, die schwerer als der Durchschnitt mit genetischen Fehlern belastet sind, entweder nicht bis zur Geschlechtsreife gelangen; wenn sie aber leben, so dürfen sie sich nicht fortpflanzen.» - S. 281

Zitat:

«Aktive Kontrolle der Kinderzahl

Offenbar neigen Leute mit größerer Vorsorge und stärkerem Verantwortungs­gefühl für ihre Familie zu einer unter­durch­schnitt­lichen Kinderzahl, um ihren Kindern wie auch sich selbst und anderen Nahestehenden größere Vorteile bieten zu können. Ferner ist gerade bei solchen Menschen, die im Beruf, im häuslichen Leben oder in der Gesundheit Unglück hatten, die Wahrscheinlichkeit besonders groß, daß sie sich durch Kinder einen Ausgleich zu verschaffen versuchen. Und was den gewünschten Erfolg der Empfängnis­verhütung betrifft, so ist klar, daß deren Anwendung sich hier negativ auswirkt. Denn gerade die ungeschickteren, trägeren, weniger voraus­schauenden und weniger sorgfältigen Menschen sind unfähig, ihre Kinderzahl auf dem beabsichtigten Stand zu halten. Möglicherweise ist deshalb die auf Unterschieden in der Fort­pflanzungs­rate beruhende Selektion heute für die Aufrecht­erhaltung der genetischen Tüchtigkeit gegen den Druck der Mutation nicht nur unzureichend (das Wort Tüchtigkeit wird hier in seinem erweiterten Sinne benutzt, so daß es für die Bevölkerung als Ganzes einen Wert darstellt), sondern die Selektion wirkt heute tatsächlich umgekehrt in Richtung auf eine verminderte Tüchtigkeit.» - S. 283-286

Zitat:

«Steuerung der Gene - Künstlicher Mensch

Gewiß, manche Spezialisten glauben, man könne durch direkte mutagene Behandlung des genetischen Materials gleichwertige oder sogar noch bessere Ergebnisse erzielen als durch die Selektion. Außerdem glauben einige von ihnen, daß durch teilweise Umwandlung der Entwicklung und Physiologie oder auch durch kompliziertere künstliche Hilfsmittel viel getan werden könnte. Andere, enttäuscht von den Begrenzungen und dem Flickwerk aller natürlichen Organismen, erklären einfach, es müssten völlig künstliche Wesen geschaffen werden, die den Menschen ersetzen sollen.
Mögen sie ihre Kunststückchen ausprobieren, je mehr, desto besser.» - S. 283-286

Zitat:

«Der Durchschnittsmensch muss den Wert wissenschaftlicher Möglichkeiten erkennen

Die Menschheit als Ganzes muß sich ihrer besten Möglichkeiten würdig erweisen. Nur wenn der Durch­schnitts­mensch die von der Wissenschaft entdeckte Welt verstehen und schätzen, nur wenn er die Technik und ihre weitreichenden Wirkungen begreifen lernt, und nur wenn er bewußt am großen Abenteuer der Menschheit teilnimmt und dabei echte Erfüllung in der Übernahme einer konstruktiven Rolle findet, wird er mehr sein als ein immer weniger wichtiges Rädchen einer riesigen Maschine.

Die meisten Eugeniker der alten Schule glaubten, sie könnten die Bevölkerung so erziehen, daß die besser Befähigten sich größere Familien anschafften und die weniger Befähigten kleinere. In der Einschätzung unserer eigenen Person und unserer Ehegatten sind wir Menschen jedoch notorisch wirklichkeitsfremd. Außerdem unterliegt die Bestimmung der Familiengröße, wie wir gesehen haben, starken, den Zielen der Eugenik zuwider­laufenden Einflüssen. Angesichts dieser naiven Einstellung der meisten Eugeniker wie auch der angriffs­lustigen reaktionären Haltung jeder lautstarken Gruppe, die durch Rassen- und Klassen­vorurteile beherrscht wird, überrascht es nicht, daß die eugenische Progaganda alten Stils im Verlauf von drei Vierteln eines Jahrhunderts nur zu geringer Befolgung eugenischer Grundsätze innerhalb der Bevölkerung geführt hat.» - S. 283-286

Zitat:

«Widerstand der breiteren Volksschichten gegen Bevorzugung Einzelner

Außerdem wäre die Öffentlichkeit in einer demokratischen Gesellschaft wahrscheinlich nicht geneigt, soziale und wirtschaftliche Neu­ordnungen hinzunehmen, die, wie man weiß, die Angehörigen bestimmter Berufsgruppen, deren Mitglieder als eugenisch erwünscht betrachtet werden, zur Bildung großer Familien ermutigen, während sie andere Berufsgruppen, die als eugenisch unterlegen angesehen werden, in der Fortpflanzung behindern sollen. Die Öffentlichkeit würde sich der Einführung solche Programme wahrscheinlich auch dann noch widersetzen, wenn die Betroffenen selbst die entscheidende Stimme bei der Berufswahl hätten.» - S. 283-286

Zitat:

«Genetische Steuerung nur unter einer Diktatur?

Vielleicht haben solche Überlegungen eine Rolle gespielt, als Dr. P.B. Medawar[wp] und andere zu dem Schluß kamen, daß planvoll gesteuerte genetische Veränderungen beim Menschen nur in einer Diktatur durchführbar wären, wie es bei Hitler der Fall war. Und ihnen ist klar, daß eine Diktatur, auch wenn sie ihre Opfer durch Täuschung, Schmeichelei und Zwang zur Teilnahme an ihrem Programm veranlaßt, versuchen würde, eine sklavische Bevölkerung zu schaffen, die klaglos die Launen ihrer Herrscher über sich ergehen läßt.» - S. 283-286

Francis Crick[wp], englischer Physiker und Biochemiker in der Diskussion zum Thema "Eugenik und Genetik * Genetischer Fortschritt":

Zitat:

«Ich möchte mich auf eine bestimmte Frage konzentrieren: Haben die Menschen überhaupt das Recht, Kinder zu bekommen? Wie wir von Dr. Pincus hörten, wäre es für die Regierung nicht sehr schwierig, der Nahrung etwas beifügen zu lassen, was den Nachwuchs unterbindet. Außerdem könnte sie - das ist hypothetisch - ein anderes chemisches Mittel bereithalten, das die Wirkung des ersten aufhebt und das nur solche Leute erhalten, deren Fortpflanzung erwünscht ist. Das wäre keineswegs indiskutabel. Gilt allgemein die Ansicht, daß ein Recht auf Kinder besteht? Das wird zwar in der christlichen Ethik als sicher angenommen, aber von der humanistischen Ethik sehe ich nicht ein, wodurch generell ein Recht auf Kinder zu begründen sein soll. Wenn man die Menschen davon überzeugen könnte, daß ihre Kinder keineswegs Privat­angelegenheit sind, so wäre das ein gewaltiger Fortschritt. Die zu beantragende Erlaubnis für das erste Kind könnte unter verhältnismäßig einfachen Bedingungen gegeben werden. Sind die Eltern genetisch belastet, so erhalten sie nur für ein Kind die Genehmigung, unter besonderen Umständen vieleicht für zwei.

Lederberg und ich sind unabhängig auf den Gedanken gekommen (ich hoffe, daß er mir gestattet, ihn zu zitieren), daß die vielleicht sozial annehmbarste Lösung einfach darin besteht, die Leute, die für die Gesellschaft besonders erwünscht sind, durch finanzielle Anreize zu veranlassen, mehr Kinder zu bekommen (das ist nicht die von Muller vertretene Ansicht). Der einfachste Weg dazu liegt in der Besteuerung von Kindern.» - S. 303

Norman W. Pirie's Antwort:

Zitat:

«Auf Cricks humanistisches Argument zurückblickend, ob jemand das Recht hat, Kinder zu bekommen, in der die Gemeinschaft für die allgemeine Wohlfahrt - für die Gesundheit, Kranken­häuser, Arbeits­losen­unter­stützung und so fort - verantwortlich ist. Ich würde gern Coons Ansicht zu der These hören, daß die Menschen im Gegensatz zu dem angeborenen Wunsch nach sexuellem Vergnügen keinen angeborenen Wunsch nach Kindern haben. Als ideales Verhütungs­verfahren erschien mir immer eine Situation, in der die Menschen normalerweise unfruchtbar sind und etwas Besonderes tun müssen, wenn sie bei bestimmter Gelegenheit fruchtbar werden wollen. Welche Störungen würde ein solches Verfahren in einer Gemeinschaft verursachen, wenn es überhaupt möglich wäre und wenn ein solcher Gedanke allgemein akzeptiert würde? Der Wunsch nach Kindern ist wohl meist kulturbedingt, er entsteht aus den Geschichten, die man liest, aus den Bildern, die man sieht; ich halte ihn für kein ursprüngliches Verlangen. Der Impuls ist sexuell, er treibt die Menschen an - die Kinder entstehen nur durch ein Versehen - S. 309

H.C. Trowell, ordinierter Geistlicher der anglikanischen Kirche:

Zitat:

«Die traditionelle christliche Ethik gibt in dieser Frage klare Richtlinien; die betont die Bedeutung der Familie, physisch und in jedem anderen Sinne. Wenn man diese Ethik wie viele andere ablehnt, muß man meiner Meinung nach fragen, ob eine Frau das Recht hat, die Erbanlagen für ihr Kind auszuwählen. Planen wir damit nicht auf rein humanistischer Basis die Zukunft der Rasse? Wir könnten sagen, daß bestimmte Frauen für Kinder überhaupt geeignet seien und andere nur in Verbindung mit ganz bestimmten Spermatozoen geeignet sind. Man müßte also entscheiden, welche Spermatozoen, und nicht nur, welche Männer am besten sind. Die unbeantwortete Kardinal­frage würde dann lauten: welche Werte wollen wir züchten? Was könnte einen totalitären Staat daran hindern, nur "Tüchtigkeit" zu züchten, ja Grausamkeit und ein Ausschalten moralischen und sozialen Verhaltens? Besteht das logische Ergebnis der Zucht nach humanistischer Vorstellung nicht in Überleben und Fortschritt? Wenn das unser Ziel ist, kann man die Dinge nicht dem Einzelnen überlassen.» - S. 310

Francis Crick, der zusammen mit James Watson[wp] die Molekularstruktur der DNA entdeckte:

Zitat:

«Der Vorschlag der Lizenzierung, den ich halb scherzhaft machte, könnte in unserem gegenwärtigen Sozialsystem annehmbar oder auch abzulehnen sein. Die eben aufgeworfene Frage, ob Frauen ein natürliches Verlangen nach Kindern haben und ob das zu Störungen führen könnte, ist sehr wichtig. Ich möchte jedoch hinzufügen, daß es Verfahren gibt, durch die man einen unauffälligen sozialen Druck ausüben' kann, der die Störungen vermindert.» - S. 311

Joshua Lederberg[wp], US-amerikanischer Molekular­biologe und Genetiker, erklärt die paternalistischen Motive:

Zitat:

«In Beantwortung von Dr. Bronowskis Frage nach unseren Motiven erkläre ich, daß die meisten von uns die gegenwärtige Weltbevölkerung für nicht intelligent genug halten, als daß sie eine allgemeine Vernichtung verhindern könnte.» - S. 315

Julian Huxley[wp]:

Zitat:

«Warum sollte man nicht beginnen, diese Staats­zuschüsse so zu regeln, daß die Eltern beispielsweise für die ersten beiden Kinder viel Geld bekommen, weniger für das dritte und dann schnell immer weniger, bis der Zuschuß negativ wird, also eine Steuer für Kinder über einer bestimmten Zahl erhoben wird?» - S. 316

Hudson Hoagland, Professor für Biologische Psychiatrie zum Thema "Die Zukunft des Geistes - Möglichkeiten der Verhaltens­steuerung":

Zitat:

«Planmäßige Lenkung der Bevölkerung durch Drogen

Es gibt historische Beispiele für die Verwendung von Drogen zur Lenkung der Bevölkerung. Einige unserer amerikanischen Vorfahren benutzten Alkohol planmäßig, um die Widerstandskraft von Indianer­stämmen zu schwächen und auszuschalten, und orientalische Despoten haben für ähnliche Zwecke Opium verwendet. Der Verbrauch von Tabak und alkoholischen Getränken wird von entsprechenden Wirtschafts­zweigen aus Profitgier gefördert, und diese Steuerung wird von der Öffentlichkeit im allgemeinen gebilligt. Dagegen besteht die Neigung, sich der Verwendung chemischer Stoffe zu widersetzen, wenn sie den Menschen zu ihrem eigenen Besten aufgezwungen werden sollen. Beispiele dafür sind der irrationale Widerstand gegen Schutz­impfungen in der Vergangenheit und gegen die Fluor­beimischung zum Trinkwasser in unserer Zeit. Trotz ernsthafter Übervölkerung lehnen viele, die eine Geburten­kontrolle besonders nötig hätten, die Verwendung oraler Verhütungs­mittel ab, selbst wenn keine religiösen Tabus bestehen.» - S. 236

Zitat:

«Anscheinend können also chirurgische Eingriffe in den Randsystemen des Gehirns das emotionelle Verhalten deutlich verändern. Vielleicht werden auch einmal chemische Stoffe gefunden, die selektiv auf bestimmte Gehirnzentren wirken und ähnliche Effekte hervorrufen. Katzen, die mit Mitteln behandelt waren, wie man sie für die chemische Kriegsführung entwickelt hat, bekamen beim Anblick von Mäusen Angst!» - S. 237

Brock Chisholm[wp], international bekannter kanadischer Psychiater, der von 1948 bis 1953 erster Generaldirektor der Welt­gesundheits­organisation (WHO) war:

Zitat:

«Andererseits haben alle Eltern das Recht, die Gehirne ihrer Kinder mit dem größten Unsinn zu füllen und ihnen so tief einzuprägen, daß das Kind sich nie wieder davon freimachen kann. Dieses Recht sollte abgeschafft werden.» - S. 361

J. B. S. Haldane[wp], theoretischer Biologe und Genetiker. Er war Mitglied der Royal Society. Zum Thema "Biologische Möglicheiten für die menschliche Rasse in den nächsten 10.000 Jahren" schreibt er:

Zitat:

«Verschiedene Möglichkeiten für die menschliche Zukunft

Nach dieser Einleitung wollen wir einige alternierende Möglichkeiten betrachten.

  1. Der Mensch hat keine Zukunft.
  2. Ein Atomkrieg wird die Menschheit ernsthaften biologischen Schaden zufügen, und die Kultur muß aus barbarischen Ursprüngen neu aufgebaut werden.
  3. Ein Atomkrieg dieser Art führt zu einem autoritären Weltstaat.
  4. Vernunftbegabte Tiere von der Art des Menschen können die Weisheit, die eine vernunftbegabte Anwendung der Kernenergie erfordert, nur erlangen, wenn sie mehrere Jahrhunderte Leben. Durch den Alterungs­effekt infolge energie­reicher Strahlung ist das zur Zeit unmöglich. Deshalb besteht die einzige Hoffnung für die Menschheit in der Ausrottung ihrer großen Mehrheit; die wenige Überlebenden und die Mehrzahl ihrer Nachkommen sind dann gegen energie­reiche Teilchen und Quanten resistent und können deshalb sehr lange leben, wenn sie nicht einer unvermeidbaren Krankheit zum Opfer fallen.
  5. Es kommt zu keinem Atomkrieg, doch allmählich wird sich eine Art Weltorganisation nach einer allgemeinen Abrüstung entwickeln.

Ich möchte hinzufügen, daß es wahrscheinlich für eine mögliche Vernichtung der Menschheit noch andere Prozesse gibt, die sehr viel gefährlicher als Kernreaktionen sind.

Ein paar Jahrhunderte Stalinismus[wp] oder Technokratie[wp] wären dann vielleicht ein billiger Preis für die Einigung der Menschheit.» - S. 368

Zitat:

«Notwendige Aufklärung

Wenn die medizinische Wissenschaft aber Menschen mit angeborenen Fehlern, die früher sehr jung gestorben wären, die Möglichkeit zur Fortpflanzung gibt, so ist das, wie oft betont wurde, gegen die Genetik gerichtet. Das Heilmittel dafür heißt Aufklärung. Wenn ein Mann mit rektalber Polyposis und eine Frau mit erblicher Bluterkrankheit erkennen, daß es falsch wäre, Kinder zu haben, sollten sie aufgrund ihrer Einsicht wenigstens Verhütungs­mittel benützen und erst heiraten, nachdem einer oder beide sterilisiert worden sind.» - S. 380

Zum Thema "Klonen und genetic Engineering":

Zitat:

«Auswahl für klonische Fortpflanzung

Wenn die klonische Fortpflanzung möglich sein sollte, wird man vermutlich die meisten Klone von Leuten machen, die mindestens fünfzig sind, außer bei Athleten und Tänzerinnen, die jünger geklont werden könnten. Man würde Menschen dafür auswählen, die sich in allgemein anerkannter Weise ausgezeichnet haben. Manchmal bliebe es auch dem Zufall überlassen. Die klonischen Nachkommen von Arthur Rimbaud würden vielleicht unter günstigen Lebens­bedingungen keinerlei Neigung zur Dichtkunst zeigen und zweitklassige Baumeister werden. Klone dieser Art würden dann nicht weitergezüchtet. Andere Klone wären die nicht­sexuellen, ohne Begattung erzeugten Nachkommen von Leuten mit sehr seltenen Anlagen, deren Wert problematisch scheint, beispielsweise: dauernde Dunkel­adaption, Fehlen von Schmerz­empfinden und besondere Fähigkeit der viszeralen[wp] Wahrnehmung[wp] und Steuerung. Hundert­jährige würden, wenn es möglich ist und wenn sei einigermaßen gesund sind, grundsätzlich geklont; nicht weil Langlebigkeit unbedingt erwünscht wäre, sondern weil Unterlagen über mögliche Erwünschtheit benötigt werden. Hundert­jährige, die bis zum Alter von dreißig Jahren systematisch lernen konnten, werden höchst­wahr­scheinlich brauchbare und wohl auch glückliche Mitglieder der Gesellschaft sein.

Das Leben auf Satelliten. Änderung der Körperform.

Die fünfte Frage ist sehr spekulativ, doch beginnen wir mit einer systematischen Spekulation. Außerirdische Lebens­bedingungen weichen am eindeutigsten in der Schwerkraft, der Temperatur, dem Luftdruck, der Luft­zusammen­setzung und der Strahlung (einschließlich energie­reicher Materie­teilchen) von unseren ab. Ein Gibbon ist dem Leben in einem schwächeren Schwerefeld wie in einem Raumschiff, auf einem Asteroid oder vielleicht sogar auf dem Mond von vornherein offenbar besser angepasst als der Mensch. Noch mehr gilt das für Affenarten mit Greif­schwänzen. Durch Pfropfen von Genen können solche Eigenschaften auch der menschlichen Rasse angezüchtet werden. Menschen, die ihre Beine durch Unfall oder Mutation verloren haben, wären als Astronauten besonders geeigent, denn die Beine des Menschen und ein großer Teil des Beckens sind in diesem Fall nicht nötig. Wenn man ein Medikament entdeckte, ähnlich dem Thalidomid, aber nur auf die Beine und nicht auf die Arme wirkend, könnte man die Mannschaft des ersten Raumschiffes zum Alpha Centauri[wp] damit behandeln. Das Gewicht und der Bedarf an Nahrung und Sauerstoff würde dadurch vermindert. Besser noch wäre eine regressive Mutation zur Gestalt unserer Vorfahren im mittleren Pliozän[wp] mit Greiffüßen und einem affen­ähnlichen Becken. In nächster Zukunft wird der Mensch schwerlich hohen Gravitations­feldern ausgesetzt sein, sie sie z.B. auf der festen oder flüssigen Oberfläche des Jupiter bestehen. Wahrscheinlich wäre es unter solchen Bedingungen gut, vier Beine oder wenigstens sehr kurze Beine zu haben. Ich würde auf dem Jupiter einen achondro­plastischen einem normalen Menschen vorziehen.

Züchtung einer Elite

Die Elite, unter der ich grob gesprochen Menschen wie uns hier verstehe, die man für interessant genug hält, um sie aus weit entfernten Orten einzuladen, wird stärker polymorph sein als die übrige Bevölkerung, zum Teil deshalb, weil sie größtenteils aus Kindern gut zusammen­passender Ehepaare besteht. Ein Musiker heiratet am liebsten eine Musikerin und so fort, aber diejenigen ihrer Kinder, die nicht musikalisch sind, bleiben nicht in der Kaste der Musiker, wie es bei den indischen Kasten der Fall ist. Zu dieser Elite gehören vielleicht anatomische Abnormalitäten wie Leute mit einem offenen Schädel, deren Denken mit dem fernsten Nachfahren unseres Mikroskops beobachtet werden kann, Astronauten mit Greiffüßen, die zum Gegen ungeeignet sind, und so fort. Aber der physiologische Polymorphismus[wp] ist weit wichtiger. Es mag auf dem Planeten einige Leute geben, die die Meldungen, die aus der Halsschlagader in ihr Gehirn gelangen, ebensogut und besser beschreiben können als ich die Gehör­empfindungen in meinem Labyrinth. Nach meiner Ansicht wird es stärkeren psychologischen Polymorphismus und sehr viel mehr Toleranz geben. Mit dem Vorbehalt, daß sie solchen Mitmenschen kein Leid antun, die nicht leiden wollen, dürfen unsere Nachkommen alles ausprobieren, was sie wollen, wie etwa Rauschgifte und Varianten des Sexual­erlebnisses, die wir beim gegenwärtigen Stand unserer Zivilisation, vielleicht zu Recht, verurteilen.

Zwei Menschenarten

Ich glaube, daß sich schon in zehntausend Jahren eine echte Aussicht abzeichnen wird, unsere Art in zwei oder mehr Zweige aufzuteilen, entweder durch Spezialisierung für ein Leben auf anderen Sternen oder durch Entwicklung verschiedener menschlicher Fähigkeiten.» - S. 383

Ethische Schlußfolgerungen von Joshua Lederberg[wp]:

Zitat:

«Wenn wir einen Menschen ohne Beine benötigen, müssen wir ihn nicht züchten, wir können sie ihm absägen; wenn wir einen Menschen mit einem Schweif brauchen, werden wir eine Möglichkeit finden, ihn ihm aufzupfropfen.» - S. 392

Hudson Hoagland:

Zitat:

«Was den Atomkrieg betrifft, besteht in allen Gesellschafts­schichten der Vereinigten Staaten ein tiefes Gefühl von Beunruhigung und Ohnmacht. Ich konnte vor Laien einige Vorträge halten, darunter auch vor sehr konservativen Geschäftsleuten, die noch vor einigen Jahren meine Ansichten über eine Weltregierung[wp], über Abrüstung und Rüstungs­kontrolle und über Beschränkungen der nationalen Souveränität einschließlich unserer eigenen abgelehnt hätten. Heute sind sie diesen Ansichten viel aufgeschlossener.» - S. 407[2]

Abschaffung des Geschlechts

Deutschlandradio berichtet, dass sie gerade erforschen, wie man menschliche DNA[wp] synthetisieren kann.[3]

Das heißt, dass wir irgendwann die geschlechtliche Fortpflanzung nicht mehr brauchen. DNA neuer Individuen wird synthetisch erzeugt.

Wenn aber die Geschlechts­organe dann nicht mehr gebraucht werden, warum sollte man sie den dann konstruierten Designer-Menschen überhaupt noch einbauen? Wofür brauchen sie die dann noch?

Man könnte den gesamten Bereich der Geschlechts­organe, der Geschlechts­hormone[wp], die entsprechenden Teile im Gehirn einfach weglassen, einsparen, durch was anderes ersetzen. Leute, die sich für Sex nicht mehr interessieren, damit nichts anfangen können, sich nicht nach anderen rumdrehen, aber dafür besser in Mathematik, Kampfflug oder sowas sind. Man könnte geschlechts­lose Arbeiter, Soldaten, Wissenschaftler züchten. Reihenweise Einsteins. Willenlose Muskelpakete. Politiker, die nur aus Rhetorik-Hirn bestehen.

Man kann die Renten­problematik lösen, geplante Obsoleszenz[wp]. Die Leute sterben zwischen 50 und 60 an Herzinfarkt, fertig.

Hört sich gruselig an?

Leute, schaut Euch mal an, welchen Schwachsinn die Politik heute treibt. Die würden mit größter Wonne "Frauen­befreiung" betreiben, Menschen synthetisieren und das Geschlecht einfach weglassen.

Was dann mit dem Sex ist?

Wird automatisiert. Die Sex-Roboter kommen und übernehmen das.

Was nebenbei alle Science-Fiction-Schinken Lügen straft. Denn da sind es immer die Menschen, die sich von Maschinen dadurch unterscheiden, dass sie Sex haben. Sieht aus, als liefe das eher umgekehrt.

Einzelnachweise

  1. The Ciba Foundation was a scientific and educational charity, formed in 1949 by the Swiss company Ciba[wp], now Novartis[wp], and dissolved in 2008. The direct successor is Novartis Foundation[wp] reflecting the new name of Ciba, after merging with Sandoz[wp]. The Foundation was the brainchild of Robert Käppeli, Managing Director (and later President) of Ciba. The purpose of the institution was to promote collaboration in the medical sciences by the organisation of symposia which would allow experts of different fields to share ideas. Symposia took place both at their London premises and also in locations across the globe. Later these discussions were written up by in-house editors and published by John Wiley & Sons, with whom the foundation had a long standing relationship. -
    Die Ciba-Stiftung war eine wissenschaftliche und pädagogische Wohltätigkeits­organisation, im Jahr 1949 von der Schweizer Firma Ciba, heute Novartis, gegründet und im Jahr 2008 aufgelöst. Der direkte Nachfolger ist Novartis-Stiftung, was den neuen Namen der Ciba, nach der Fusion mit Sandoz, spiegelt. Die Stiftung war die Idee von Robert Käppeli, Geschäftsführer (und späterer Präsident) von Ciba. Der Zweck der Institution war es, die Zusammenarbeit in den medizinischen Wissenschaften durch die Organisation von Symposien, die erlauben würde, Experten aus verschiedenen Bereichen zu fördern, um Ideen auszutauschen. Die Symposien fanden sowohl in ihren Londoner Räumlichkeiten und auch an Orten auf der ganzen Welt statt. Später wurden diese Diskussionen wurden von in-house Redaktion erstellt und von John Wiley & Sons, mit denen die Stiftung hatte eine langjährige Beziehung veröffentlicht. - Quelle Wikipedia: Novartis Foundation, abgelesen am 27. April 2013; Übersetzung WikiMANNia
  2. 2,0 2,1 Youtube-logo.png "Modelle für eine Neue Welt - CIBA-Symposium 1962", Teil 1, 2 - DeliciousIssues (hochgeladen am 4. Juli 2011)
  3. Biotechnologie: "Menschen erzeugen ohne biologische Eltern" (Regine Kollek im Gespräch mit Nana Brink), Deutschlandradio am 13. Juni 2016 (Kürzlich haben US-Forscher angekündigt, das komplette menschliche Genom synthetisch herstellen zu wollen. Das werfe einige ethische Fragen auf, meint die Biotechnikerin Regine Kollek.)
  4. Hadmut Danisch: Die Abschaffung des Geschlechts, Ansichten eines Informatikers am 14. Juni 2016

Netzverweise

Querverweise