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Gender-Kongress

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Information icon.png 13. Mai 2017 - 2. Deutscher Gender-Kongress in Nürnberg

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Deutscher Gender Kongress
Logo-Deutscher Gender-Kongress.png
Beschreibung Veranstaltung
Slogan Gender revisited - Chancengleichheit für Männer und Frauen in allen Lebensbereichen
Sprachen deutsch
Online seit 28. November 2015
Status Aktiv
Weitere Infos
Urheber Sebastian Meding
URL genderkongress.org

Der 1. Deutsche Gender-Kongress fand am 28. November 2015 in Nürnberg statt. Das Motto des Kongresses ist Gender reloaded - Chancengleichheit für Männer und Frauen in allen Lebensbereichen.


Gender bedeutet Geschlecht. Nicht weibliches oder männliches Geschlecht. Seit den 1990er Jahren jedoch galt: Wo Gender draufsteht, ist Frauenpolitik drin. Diese Einseitigkeit wird auf dem Deutschen Gender Kongress aufgehoben. Geschlechterpolitik wird hier zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik in einem ganz nach wie vorheitlichen Sinne verstanden und interpretiert.

Eingeladen sind sowohl Frauen- als auch Männer­verbände, die Politik, Medien, Justiz und das Bildungs­wesen. Grundlage des Diskurses sind gegenseitige Wertschätzung und ein paritätisches und partner­schaftliches Verständnis von Mann und Frau auf Augenhöhe. Der Kongress möchte einen Beitrag leisten zur Überwindung der bestehenden Polarisierung und der tradierten Rollenmuster in der vorherrschenden Gleich­stellungs-, Bildungs- und Familienpolitik in Deutschland.

Zielgruppe: Mitglieder von Verbänden aus der Jungen-, Männer- und Väter­arbeit, Mitglieder von Verbänden aus der Mädchen-, Frauen- und Mütter­arbeit, Vertreter/-innen aus Politik, Justiz und Medien, Mitarbeiter/-innen aus der Jugendhilfe, den Wohlfahrts­verbänden und der öffentlichen Verwaltung, Mitglieder von Nicht­regierungs­organisationen (NGOs), engagierte Frauen und Männer mit Interesse an ganz­heitlicher Geschlechter- und Familien­politik.

Störungen im Vorfeld

Zitat:

«Der Ablauf und die Organisation des Kongresses, der zum ersten Male in der Geschichte der Bundesrepublik die Bedürfnisse von Jungen, Männern und Vätern in den Fokus nimmt, werden von interessierter Seite massiv gestört. Das zeigt sich in folgenden Vorkommnissen:

  1. Der Betreiber der Gaststätte, der die Räumlichkeiten für den Kongress zur Verfügung stellte, zog die Zusage zur Überlassung der Räumlichkeiten formal ohne Angaben von Gründen zurück. Auf Nachfrage war zu erfahren, dass der Betreiber unter Druck gesetzt wurde.
  2. Der Betreiber der Gaststätte sowie die Veranstalter des Kongresses wurden Opfer mehrerer Attacken durch Cybermobbing. Auf der Facebook-Seite des Gaststätten­betreibers wurden die Kongress-Veranstalter ohne Angaben von Klarnamen als "sexistisch", "homophob", "frauenfeindlich", "LGBT-feindlich", "rückwärtsgewandt" und als "extrem rechte Gruppierung" bezeichnet.

Passend dazu informieren wir über folgende Zeitgleichheiten:

  1. Die sozialpolitische Sprecherin der SPD im Bayerischen Landtag[wp], zog ihre Zusage vom Juli 2015 zurück, auf dem Kongress ein Grußwort zu sprechen.
  2. Der Bundestagsabgeordnete der Linken[wp], Mitglied im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend des Dt. Bundestages, zog seine Zusage vom August 2015 zurück, auf dem Kongress ein Grußwort zu sprechen.
  3. Die Bayerische Staatsministerin für Arbeit und Soziales, Familie und Integration[wp] zog ihre Zusage vom Juli 2015 zurück, auf dem Kongress ein Grußwort zu sprechen.
  4. Die Leiterin der Bayerischen Leitstelle für die Gleichstellung von Frauen und Männern antwortete auf die entsprechende Frage: "Wir werden dafür sorgen, dass niemand am Kongress teilnimmt."»[1]

Reaktionen im Vorfeld

Zitat:

«Auf den ersten Blick wird nicht recht klar, warum eigentlich jemand etwas gegen einen Kongress haben sollte, der sich laut Programm mit diesen und ähnlichen Fragen aus­einander­setzen wird. Auf den zweiten und dritten Blick wird es auch nicht klarer.

Dabei sind die Aggressionen gegen diesen Kongress extrem. Gerade erst haben die Organisatoren des Deutschen Gender-Kongresses erklärt, dass sie den Veranstaltungs­ort wechseln müssen: Der Betreiber der Gaststätte, in der der Kongress stattfinden sollte, war durch "Cyber­mobbing" so sehr unter Druck gesetzt worden, dass er seine Zusage zurück zog. Jetzt versuchen die Veranstalter, Spenden einzutreiben, um die Veranstaltung noch an einem anderen Ort möglich zu machen.

Die Bayerische Staatsministerin für Arbeit und Soziales, Familie und Integration Emilia Müller zog ihre Zusage für ein Grußwort zurück, ebenso ein Bundestags­abgeordneter der Linken, Jörn Wunderlich, und die sozial­politische Sprecherin der SPD im Bayerischen Landtag, Angelika Weikert - möglicherweise jeweils als Reaktion auf Druck der Kongress-Gegner. Die Leiterin der Bayerischen Leitstelle für die Gleichstellung von Frauen und Männern - ausgerechnet - nimmt Stellung: "Wir werden dafür sorgen, dass niemand am Kongress teilnimmt."

Was ist der Grund für diese enorme, angesichts der anstehenden Fragen absurd wirkenden Feindseligkeit? [...]

Nun mag es ja durchaus einigen Feministinnen auf die Nerven gehen, was einige der Teilnehmer sagen - sie mögen es kindisch, schlecht begründet, einseitig oder albern finden. Würden wir aber alle öffentlichen Äußerungen verhindern, die irgend­jemand albern oder dämlich findet, dann wäre unsere Öffentlichkeit bald ein sehr stiller Ort. Warum also ist ihren Gegnern diese Veranstaltung so wichtig, dass allein ihre mögliche Realisierung für sie schon eine unerträgliche Provokation darstellt? [...]

Die Fantasie der Feinde als Herrscher hat offensichtlich eine doppelte Funktion: Sie erleichtert die Verweigerung von Empathie, und sie trägt dazu bei, dass die Reihen der eigenen Gruppe geschlossen werden. Schließlich geht es um den gemeinsamen Kampf gegen eine übermächtige, skrupellose Gefahr. Ein ziviles Verhältnis zum "Feind" ist in dieser Kriegslogik eine Form des Verrats an der eigenen Gruppe.

So lässt sich auch die extreme Aggression gegen den Gender-Kongress verstehen. Er wird nicht als - wie auch immer guter oder schlechter - Beitrag zu allgemeinen Debatten interpretiert, sondern als Selbst­ver­gewisserung einer herrschenden Gruppe auf Kosten aller anderen. Auch das aber ist eine typische Eigenschaft des Freund-Feind-Denkens: Die Angreifer nehmen ihre eigenen Aggressionen gegen den "Feind" überhaupt nicht an sich selbst wahr - sondern unterstellen sie diesem "Feind". Die massive Hetze gegen den Kongress erscheint so als eine Art der Notwehr.

Es geht dabei also wohl nicht allein um die Verteilung von Ressourcen. Die Hetzer haben offenkundig Angst davor, dass Geschlechter­debatten sich öffnen könnten und Feministinnen darin keine Monopol­stellung mehr haben.

Vor allem aber: Das Denken in Kategorien der Feindschaft ließe sich nicht mehr aufrecht erhalten, wenn den Feinden mit Empathie begegnet, wenn ihnen Menschlichkeit zugestanden und ihre Sorgen ernst genommen würden. Besonders verrückt ist es, dass ausgerechnet eine leitende bayerische Gleichstellungsbeauftragte massiv gegen die Möglichkeit auftritt, auch Männer­perspektiven in Geschlechter­debatten zu vertreten. Unter den Bedingungen einer Freund-Feind-Logik fällt ihr der offensichtliche Widerspruch zu ihren Aufgaben und ihrer Verantwortung überhaupt nicht auf, oder er ist ihr egal.» - Lucas Schoppe[2]

Programm

Grußworte aus der Politik
  • Emilia Müller[wp] - Staatsministerin für Arbeit und Soziales, Familie und Integration, München[3]
  • Angelika Weikert[wp] MdL - Sozialpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Bayerischen Landtag, Nürnberg[3]
  • Jörn Wunderlich[wp] MdB - Obmann u. Sprecher im Familienausschuss des Dt. Bundestages u. Familienrichter, Chemnitz[3]
  • Daniel Föst[wp] - Generalsekretär der FDP Bayern
09:45 Einführungsvortrag "Ganzheitliche Geschlechterpolitik"
Gerd Riedmeier - 1. Vorsitzender Forum Soziale Inklusion e.V.
10:10 Vortrag zur Historie der Frauen- und Männeremanzipation
Monika Ebeling - ehem. Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Goslar[4]
11:00 Kurzpräsentation der Verbände
12:00 Arbeitsgruppen
I. Gendersensible Bildung und Erziehung. Was brauchen Mädchen und Jungen?
Prof. Dr. Dr. Josef C. Aigner[wp] - Institut für psychosoziale Intervention u. Kommunikationsforschung, Universität Innsbruck
II. Gender Pay Gap. Wie hoch ist der Einkommensunterschied zwischen den Geschlechtern?
Martin Beck - Statistisches Bundesamt, Leiter Referat Verdienste, Wiesbaden
Gerd Riedmeier - Forum Soziale Inklusion e.V., München
III. Doppelresidenzmodell. Gemeinsame Erziehungsverantwortung nach Trennung und Scheidung?
Sabine Rupp - ISUV e.V. Arbeitskreis Kinderrechte, Nürnberg
Jan Piet de Man - Europäisches Institut für das Kindeswohl, Belgien
IV. Familiäre Gewalt. Beschränkt sich häusliche Gewalt auf ein Geschlecht?
Dr. Ursula Matschke - Leiterin der Abteilung für Chancengleichheit von Frauen u. Männern, Stadt Stuttgart
Arne Hoffmann - Schriftsteller und Sachbuchautor
V. Zukünftige Geschlechterpolitik. Frauenbeauftragte - warum gibt es keine Männerbeauftragten?
Monika Ebeling - ehem. Gleichstellungsbeauftragte
VI. Eltern-Kind-Entfremdung. Wie kann der Kontaktabbruch zum Kind verhindert werden?
Ursula Kodjoe - Diplom-Psychologin und Familientherapeutin, Freiburg
VII. Gesundheit. Erfolgen Präventionsprogramme geschlechtsneutral?
Dr. Bruno Köhler - MANNdat e.V.
VIII. Jugendamt. Wer entscheidet über das Kindeswohl?
Torsten Sommer - Ziegelsteiner Deklaration, Nürnberg
Horst Schmeil - Gleichmass e.V., Berlin
IX. Unterhalt. Wie gerecht sind Düsseldorfer Tabelle und steuerliche Behandlung?
Thomas Saschenbrecker - Rechtsanwalt, Ettlingen
X. Medien. Wie geschlechtergerecht berichten Print-, TV- und Audio-Medien?
Arne Hoffmann - Schriftsteller und Sachbuchautor
Franzjörg Krieg - VafK e.V. Karlsruhe
XI. Justiz. Geschlechterspezifische Unterschiede in der Strafzumessung?
Michael Baleanu - Forum Soziale Inklusion, Freising
Thomas Saschenbrecker - Rechtsanwalt, Ettlingen
XII. Sprache. Ist geschlechtergerechte Sprache möglich?
Bernhard Lassahn - Schriftsteller und Kinderbuchautor, Berlin
XIII. Frauen- und Männer-Emanzipation. Geschichte, Gegenwart, Zukunft?
Johannes Meiners - Politologe und Geschlechterforscher, München
XIV. Bildung. Unterschiede in der Mädchen- und Jungenförderung?
Dr. Bruno Köhler - MANNdat e.V.
XV. Umgang. Mein/-e Papa/Mama kommt - bei großen räumlichen Entfernungen?
Annette Habert - Flechtwerk 2+1 gGmbH, München
15:00 PRESSEKONFERENZ
15:30 Wahlprüfsteine - Forderungskatalog an die Parteien zur Bundestagswahl 2017
16:00 Ausblick Kongress 2016 und Verabschiedung[5]

Arbeitsgruppen

"Gender spielt in der Politik und den Medien offensichtlich keine Rolle, wenn die Geschlechter­quoten Nachteile für Jungen und Männer aufzeigen. Männer erleiden um ein Vielfaches mehr Arbeitsunfälle als Frauen, mehr Männer als Frauen begehen Selbstmord, ihre Lebenserwartung ist geringer. Im Gesetz zur anonymen Geburt wurden Männer einfach "vergessen".

Es ist dokumentiert, dass Jungen in der Schule schlechtere Noten bei gleicher Leistung bekommen, seltener Abitur machen und öfter die Schule abbrechen als Mädchen. Und warum werden Beratungsstellen für sexuell missbrauchte Mädchen öffentlich gefördert, obwohl ca. 40 Prozent der Opfer Jungen sind?[6]

Egal ob Arbeitslose, ledige Väter, Inhaftierte, Obdachlose oder Schüler - ca. 40 Mio. Bürger sind heute von Diskriminierung betroffen. Und dennoch kümmert sich die Politik nur um Frauenförderung.


Wenn Frauen und Mädchen Opfer sind, ist Leidenschaft und politisches Engagement in unserer Gesellschaft reichlich vorhanden. Für die Bedürfnisse von Frauen und Mädchen wird in den Medien und der Politik hohe Aufmerksamkeit geweckt.

Geht es jedoch um die Bedürfnissen und dem Leiden von Jungen und Männern, stößt man auf eine Blockade. Diese Themen werden ausgeblendet - es sei denn, es geht darum, ihnen etwas vorzuwerfen, sie herabzusetzen oder zu beschämen. Ganze Themenfelder sind tabuisiert, etwa von Frauen begangene häusliche und sexuelle Gewalt mit männlichen Opfern, die massenweise vorgenommen Pathologisierung von Jungen, die Herabsetzung von Männern in den Medien, die Tatsache, dass 80 Prozent der Selbst­tötungen männliche Opfer fordern etc. Eine seriöse Debatte über diese Themen gibt es nicht - stattdessen werden diese Probleme verniedlicht, ignoriert oder verhöhnt. Geschlechter- und Anti­diskriminierungs­politik findet nach wie vor ausschließlich zugunsten von Frauen statt. Alles andere wird als sexistisch dargestellt.[7]

Rezensionen

Zitat:

«Wie bereits mitgeteilt, nahmen am 1. ganzheitlichen Gender-Kongress am vergangenen Samstag in Nürnberg mit Fachbeirätin, Familien­therapeutin und Fachbuch­autorin Monika Ebeling sowie Diplom-Pädagoge Horst Schmeil auch zwei Vertreter unserer Initiative teil. Vorliegender Kongressbericht ist als eine erste, kurze Zusammen­fassung zu verstehen, weitere Berichte behalten wir uns an dieser Stelle oder auf unserem Newsblog "Familienschutz" vor:

Der Kongress wurde unter anderem von europa-, landes- und kommunal­politischen Vertretern aus CSU, FDP, Familienpartei, Linke sowie Frauennetz­werkarbeit eröffnet, wobei die beiden letztgenannten Fachleute im Vorfeld zum Teil massiv attackiert wurden, dem Kongress fernzubleiben. Der Veranstaltungsort des Kongresses war bis zum Vortag nicht gesichert, da es anhaltende Versuche gab, die Tagung zu stören, zu unterbinden und aufgrund der angesetzten Themen (Doppelresidenzmodell, Gender­sensibilität, Familiäre Gewalt, Eltern-Kind-Entfremdung, Unterhalt u. v. m.) als rechtsradikal zu verunglimpfen. Die Veranstalter sahen sich gezwungen aufgrund der im Vorfeld des Kongresses deutlich wahrnehmbaren Bedrohungen Polizei und Staatsschutz um Hilfe und Unterstützung zu bitten.

Der Zugangsbereich und der Kongress blieben bis auf die kurzzeitigen Störversuche einer ca. 12-15köpfigen Gruppe junger Leute frei von Beeinträchtigungen. Mit 120 weiblichen und männlichen Teilnehmern sowie zahlreichen Medien­vertretern wurde die Veranstaltung als wichtiges Aufbruch­signal wahrgenommen; viele Teilnehmer vertreten die Auffassung, dass die Thematik immer mehr an Bedeutung, öffentlicher Wahrnehmung und damit auch Entwicklung aufnimmt. Auch die Infomaterialien des von uns koordinierten Männerberatungsnetzwerkes stießen auf großes Interesse und zogen Kooperations­nachfragen wie beispielsweise seitens einer Stuttgarter Psychologin nach sich.

Unsere Fachbeirätin Monika Ebeling leitete anschließend die Arbeitsgruppe "Zukünftige Geschlechterpolitik. Frauenbeauftragte - warum gibt es keine Männerbeauftragten?", wo männliche Stärken, Vorbilder und Forderungen diskutiert und die Notwendigkeit einer ideologiefreien und emotional versachlichten Debatte herausgehoben wurden.

Das Diskussionsklima des Kongresses war sehr ausgewogen, wenngleich die Anwesenheit von mehr weiblichen Gästen wünschenswert ist. Auch zeigte der Kongress neben wichtigen politischen Signalen auch organisatorisches Potenzial für die Zukunft auf.» - Gleichmass e.V.[8]

Zitat:

«Alles Evolution-Christian hat auf seinem Blog ein Thema zum Genderkongress eröffnet mit dem Anliegen, das dort geschehene mehr publik zu machen und diskutieren zu können. Von den Verantwortlichen kommt aber nichts als dumme Anmache auf die Blogger­szene. Christian kommentiert das ganz richtig mit:

Anscheinend fühlen sich Leute, die sich für das Thema durchaus interessieren nicht von euch angesprochen und ihnen werden nicht genug Anreize geboten mitzumachen.
Ein Genderkongress, der anscheinend nicht gestreamt wurde und von dem es noch nicht mal ein Youtube-Video gibt, das als Potenzierer auch für das nächste Mal für die Veranstaltung wirbt, ist im Jahr 2015 echt reichlich schlecht.
Ihr habt schlicht eure Hausaufgaben nicht gemacht, weil ihr die Arbeit nicht sichtbar macht. Und dann meckern, dass Leute nicht vor Ort sind.

[...] An Bereitschaft und gutem Willen, über das Event zu berichten und es kommentierend zu begleiten hat es jedenfalls nicht gefehlt. Es ist nicht die fehlende Bereitschaft der Blogger­szene sich zu vernetzen, sondern die fehlende Bereitschaft der "aktiven", auf die Blogger zuzugehen und deren Formen von Öffentlichkeits­arbeit überhaupt zu akzeptieren oder zumindest einmal positiv wertschätzend wahrzunehmen.

Denn während man sich seitens des Gender­kongresses zwar um "politische Botschafter" bemüht hat, sowie um Vertreter der Presse, scheint mir jeglicher Vernetzungsversuch in die Blogger­szene unterblieben zu sein.

Es ist heute kein Hexenwerk, einen Stream per Youtube bereitzustellen - es muss sich nur jemand finden, der es tut. Wenn sich für so etwas bei den selbsternannten "Aktiven" niemand findet, wäre die Blogger­szene durchaus ein passender Ansprech­partner gewesen. Denn: Auch wenn es für "reale" Aktionen oftmals nicht reicht, ist die Szene genau für solche Art von Aktion durchaus bestens geeignet und gerüstet. Nur fragen hätte man schon müssen. [...]

Nun bietet Alles Evolution-Christian auf seinem Blog die Möglichkeit, sich über den Kongress auszutauschen. Nach der zwar relativ postiven, aber durchaus mageren öffentlichen Bericht­erstattung wird Christians Blog-Eintrag einer der wichtigsten Google-Fundstellen sein, wenn man in ein paar Tagen nach dem Kongress sucht. Was machen die selbsternannten "Aktiven" damit? Sie nutzen es als erstes, um gegen die "Diskutierer" zu schimpfen, anstatt über den Kongress zu berichten.

Das ist ein Armutszeugnis erster Güte, und ein marketing­technischer Supergau, wie ihn die Gegner des Kongresses nicht besser hinbekommen könnten. Man könnte fast argwöhnen, der kommentierende "Arne" oder der dauer­frustrierte Tristan Rosenkranz seien feministische Maulwürfe, um die Anliegen des Gender­kongresses zu diskreditieren.

[...]

Ein Tristan Rosenkranz, vor dem ich lange Zeit höchsten Respekt hatte aufgrund seiner Arbeit [...] kann mir den Buckel runterrutschen, wenn er nicht bereit ist wahrzunehmen, dass für viele dieser "leidenden Menschen" die nieder­schwellige Information und Diskussion in Blogs die erste Anlaufstelle sein könnte - und dass allein die Artikulation eine solche erste Hilfe sein kann. Dass er nicht bereit ist zu erkennen, dass es für viele dieser Leidenden in der akuten Situation durchaus sehr viel verlangt sein kann, sich dann auch sofort politisch zu engagieren, dass es vielleicht zu viel verlangt sein kann, sich als Vater in einer Sorgerechts­aus­einander­setzung namentlich öffentlich zu äußern und dabei zu riskieren, dass alles gegen ihn verwendet wird (ja, Herr Rosenkranz, sowas gibt es), all das ignorieren diese selbst­ernannten Nahkampf-Helden, um auf Männer herabzuschauen, die sich an ihrem heroischen Kampf, so wie sie ihn sich vorstellen, nicht beteiligen wollen oder können, ohne dabei Schaden für sich und möglicherweise ihre Kinder, ihre Familie zu riskieren.

Ich kann mir die Feindseligkeit der selbsternannten "Aktiven" nicht wirklich erklären. Die Blogger­szene war, soweit ich das überblicke, immer positiv, wohlwollend und zustimmend gegenüber der "aktiven" Szene, so lange sie diese nicht angegriffen hat.

Eine Aktiven-Szene hat grundsätzlich niemals einen irgendwie gearteten "Anspruch" darauf, aus ihrem Klientel, für das sie sich einsetzen, neue "Aktive" zu generieren. Wenn sie das nicht schafft, liegt es zu aller erst an der eigenen Fähigkeit, Menschen für die eigene Aktionsform zu begeistern. Alles Jammern über fehlende Beteiligung hat ganz regelmäßig und absolut zuverlässig eine ausgesprochen abschreckende Wirkung. Ein Arne und ein Tristan Rosenkranz schießen ihrem eigenen Aktivismus selbst ins Bein mit derartigen marketing­technischen Katastrophen.» - Geschlechterallerlei [9]

Zitat:

«Aktuell zerfleischen sich diverse Figuren wie Hoffmann, Rosenkranz und einige andere ja über den Ablauf des lächerlichen Gender­kongresses von Nürnberg, was äußerst amüsant ist. Da werfen dann Leute, deren einzigen Leistungen für Männerrechte darin bestehen, als Autor (= Beruf) Bücher zu schreiben oder sich in irgendwelchen Vereinen den Hintern platt zu sitzen, anderen vor, die nichts anderes tun als in Blogs eine sinnlose Kopf­wichserei für ihre Egos zu betreiben und sich dabei den Hintern platt zu sitzen, sie würden nichts oder zu wenig tun. Das erinnert an einen Kindergarten, wo zwei doofe Blagen sich gegenseitig ankeifen, dass der jeweils andere doofer ist als man selbst. Wir finden es hingegen bezeichnend, wenn selbst Monika Ebeling meint, dieser Genderkongress, der ja als angebliche "Revolution in Sachen Geschlechtergerechtigkeit" bei Genderama & Co. beworben wurde, sei zu sehr feministisch ausgerichtet gewesen. Natürlich musste im Vorfeld ein wenig Drama her, man wechselte den Veranstaltungsort und bettelte um Spenden. Ähnlich ist es ja mit diesem "Männerberatungsnetzwerk", was ja offenbar auch nicht mehr ist als eine Art Portal oder Verzeichnis von Hilfs­organisationen, die nicht nur Mädchen und Frauen helfen und dort mitunter gemeinsam um Spenden betteln. [...]

De facto dürfte der sogenannte "Genderkongress" eher nichts gebracht haben, ebenso wie andere Veranstaltungen dieser und ähnlicher Art. […]» - Männerstreik[10]

Einzelnachweise

  1. Erster ganzheitlicher Genderkongress in Nürnberg unter scharfem Beschuss, Genderama am 30. Oktober 2015
  2. Lucas Schoppe: Kriegserklärungen und Bankrotterklärungen, Man Tau am 2. November 2015
  3. 3,0 3,1 3,2 Sowohl der Betreiber des zunächst gewählten Veranstaltungsorts als auch die Politiker, die zugesagt hatten, zogen sich verschreckt zurück, ohne sich bei den Veranstaltern zu erkundigen, was sie zu den Unterstellungen zu sagen hatten. Erfreulicherweise gelang es diesen Veranstaltern, an deren Stelle Politiker mit stärkerem Rückgrat zu gewinnen. - Was Gegner des Genderkongresses verpassten - Die Grußworte wurden von Nürnbergs Stadtrat Alexander Christ (CSU), Cornelia Spachtholz, Vertreterin eines Frauenverbandes (SPD) und Kurt-Jürgen Bär, Mitglied der Linken Liste Nürnberg gehalten.
  4. Genderkongress 2015 - Rede Monika Ebeling
  5. Gender-Kongress: Programm
  6. Ralf Neukirch: Debatte: Zurücktreten, bitte!, Spiegel am 26. November 2012 (Warum die so genannte Männerpolitik vor allem Frauen nutzt)
  7. Arne Hoffmann: "Diese Linken müssen so stolz auf sich sein", Freitag am 29. August 2015 (Antisexismus Wer geschlechts­bezogene Notlagen und Benachteiligungen beseitigen möchte, sollte das bei beiden Geschlechtern tun.)
  8. Ortstermin Nürnberg: Gender-Kongress, Gleichmass e.V. am 30. November 2015
  9. Über die Männerfeindlichkeit der Männeraktivisten, Geschlechterallerlei am 1. Dezember 2015
  10. Linker Maskulismus ist eine Sackgasse, [[[Männerstreik (Blog)|Männerstreik]] am 29. Dezember 2015

Netzverweise