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Gunnar Kunz

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Gunnar Kunz
Gunnar Kunz.jpg
Geboren 16. Mai 1961
Beruf Autor, Künstler
URL gunnarkunz.de

Gunnar Kunz (* 1961) ist ein deutscher Schriftsteller und Illustrator.

Seit 15. Februar 2016 betreibt er das Blog Das Alternativlos-Aquarium. Das Vorgänger-Blog war Pfützenfische.

Tätigkeiten

Gunnar Kunz war 14 Jahre an verschiedenen Theatern in Deutschland als Regieassistent, Regisseur, Inspizient und Dramaturg tätig. Er lebte mehrere Jahre in Schottland. Seit 1997 arbeitet er als freier Autor und gelegentlich als Illustrator und Cartoonist mit dem Pseudonym Rannug. Von 2002 bis 2014 war er Vorstands­mitglied im Berliner Landesverband im Verband deutscher Schriftsteller[wp].[1]

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Verwundbar sind wir und ungestüm. Erzählungen aus der unsichtbaren Welt der Männer., CreateSpace Independent Publishing Platform 2014, ISBN 1-5031-1419-8 [2][3]
  • Schlagartig, CreateSpace Independent Publishing Platform 2014, ISBN 1-5028-3903-2

Positionen

Ich verstehe nicht, warum aufgeklärte, kritische Menschen eine totalitäre Ideologie wie den herrschenden Feminismus immer noch verharmlosen. Ich verstehe nicht, warum angesichts der jüngsten Entwicklungen kein Schrei der Empörung durch dieses Land geht. Warum hat niemand Angst vor der größten Bedrohung der Demokratie seit Bestehen der Bundesrepublik?[4]


Sehen wir uns doch mal nüchtern an, was in den letzten Wochen in dieser Hinsicht so alles auf uns eingeprasselt ist. Lassen wir Dinge wie die zunehmende Zerstörung unserer Sprache durch Genderisten, vor allem in Behörden und an Universitäten, mal beiseite. Ebenso die unsägliche Gender Pay Gap-Lüge. Oder die Doppelmoral, mit der zwangsweise eine Frauenquote in Aufsichts­räten börsen­notierter Unternehmen eingeführt wird, dann aber schnell noch das Gesetz so verändert wird, dass auf gar keinen Fall eine Männerquote[ext] in Bereichen, in denen diese unter­repräsentiert sind, damit legitimiert werden kann. Konzentrieren wir uns lediglich auf Entwicklungen, die unmittelbar in unser Privatleben eingreifen, unsere körperliche und seelische Selbstbestimmung bedrohen und die Demokratie auszuhebeln versuchen.

Beginnen wir kurz - wirklich nur kurz - in Amerika, weil bekanntlich alles, was dort geschieht, früher oder später zu uns herüber­schwappt. Die Journalistin Sabrina Rubin Erdely berichtete im Rolling Stone über eine angebliche Gruppen­vergewaltigung an der Universität von Virginia. An der Uni herrsche ein Klima der Vertuschung, Beweis für die Überzeugung vieler Feministinnen, es gäbe eine sogenannte "Rape Culture".

Mittlerweile stellt sich heraus, dass das Ganze eine Erfindung des angeblichen Opfers war und Frau Erdely - wie oft in solchen Fällen - nicht mal den Ansatz journalistischer Sorgfalt hat walten lassen. Ihre ganze Story basiert einzig auf den Aussagen des angeblichen Opfers, das übrigens eine Zusammenarbeit mit der Polizei verweigerte. Frau Erdely hat sich weder die Mühe gemacht, andere angeblich Beteiligte zu befragen, geschweige denn die Beschuldigten.

Nun hat sie sich im Rolling Stone für ihre Bericht­erstattung entschuldigt - auf eine Weise, wie sie nur Feministinnen fertig­bringen, nämlich indem sie sich selbst als Hauptopfer[ext] inszeniert. Wie "schmerzhaft" für sie die Erfahrungen der letzten Monate waren, lesen wir da. Dass die Untersuchung ihres Artikels "ein brutales und deprimierendes Erlebnis" gewesen sei. Und sie entschuldige sich bei ihren Lesern, den Kollegen, der Uni und allen Opfern sexueller Übergriffe, die nun wegen ihres Beitrags Angst hätten. Das war's. Kein Wort über diejenigen, die im Zuge ihrer Verleumdungen einer Hexenjagd ausgesetzt waren. Ganz zu schweigen von den Männern generell, die sie pauschal als Teil einer "Rape Culture" verunglimpft.


Und dass niemand auf die Idee kommt, dies sei ein typisch amerikanisches Phänomen. Taz-Chefin Ines Pohl findet ebenfalls, dass Erdely das eigentliche Opfer sei[ext].

Das Pikanteste zum Schluss: Ohne in Verschwörungstheorien verfallen zu wollen, aber es scheint Hinweise zu geben, dass die ganze Affäre mit dem Weißen Haus[ext] abgestimmt ist, wo Präsident Obama ja seit geraumer Zeit versucht, feministische Positionen durchzudrücken. Wenn man nun die enge Verquickung von feministischen Seilschaften hierzulande mit Politik und Medien bedenkt, dann weiß man, dass so etwas jederzeit auch uns blühen kann.


Vor diesem Hintergrund bekommt der Vorstoß von Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD), den § 177 Strafgesetzbuch zu "reformieren", um eine "Schutzlücke" zu schließen, einen besonders üblen Beigeschmack. Das Vorhaben geht auf Katja Grieger zurück, Geschäfts­führerin des Bundesverbands Frauen­beratungs­stellen und Frauen­notrufe, und hat unter anderem zum Ziel, Geschlechtsverkehr auch dann als Vergewaltigung anzusehen, wenn keine Gewalt angewendet, nicht gedroht oder eine schutzlose Lage ausgenutzt wird. Denn jetzt sollen auch Frauen "geschützt" werden, die "aus Angst vor dem Täter" einen Geschlechts­verkehr zulassen, "in Schockstarre" oder "weil sie dachten, schutzlos zu sein".

Mit anderen Worten: Was künftig zählt, ist einzig die subjektive Sicht der Frau. Sollte sie nach einem gemeinschaftlichen Beischlaf behaupten, sie habe "nur aus Angst vor dem Mann" mitgemacht, auch wenn der weder gedroht noch Gewalt angewendet hat - Pech für den Betreffenden. Definitionsmacht, nennt man so was. Es gibt keine objektiven Tatbestände mehr, nach denen geurteilt wird, keine Frage nach der Absicht des "Täters", und die Unschuldsvermutung, ohnehin in solchen Fällen schon bis zur Bedeutungs­losigkeit ausgehöhlt, wird praktisch aufgegeben. Warum im Übrigen die Konstruktion einer "Schutzlücke" Unsinn ist, erklärt Bundesrichter Thomas Fischer in "Der Zeit"[ext].

Wer sich ein bisschen mit Falschbeschuldigungen auskennt, weiß, was da für eine Lawine auf uns zurollt. Bezeichnender­weise hat es ja nie eine systematische Untersuchung über die Häufigkeit von Falsch­beschuldigungen gegeben, weil gerade Feministinnen dies immer zu verhindern wussten. Aber es gibt genügend Anhaltspunkte, die auch dem größten Ignoranten klarmachen müssten, dass sich Falsch­beschuldigungen auf jeden Fall im zwei­stelligen Prozent­bereich[ext] der Anzeigen bewegen.

Zur gleichen Zeit (zugegeben, das ist schon länger im Gange) versuchen interessierte Kreise aus dem Gender-Umfeld, an deutschen Schulen eine "Sexual­pädagogik der Vielfalt"[ext] zu installieren, in der die Jugendlichen beispielsweise ihre "Lieblings­sexual­praktik" mitteilen oder einen Puff planen sollen und in der ihre Schamgrenze systematisch missachtet wird. Wohlgemerkt: Wir reden hier nicht davon, Heranwachsenden einen offenen Umgang mit Sexualität nahezubringen oder Toleranz zu fördern. Wir reden von einer systematischen Sexualisierung von Kindern. Ist es ein Zufall, dass ausgerechnet die Partei vorn mit dabei ist, die noch immer nicht ihre pädosexuellen Verstrickungen[ext] überwunden hat?


Siehe beispielsweise Volker Beck (Grüne), der zum 3. Jahrestag des Kölner Landgerichts­urteils zur Knaben­beschneidung in der "Jüdischen Allgemeinen"[ext] herum­salbadert, wer Beschneidungen bei Jungen verbieten wolle, greife jüdisches Leben in seinem Kern an. Und männliche und weibliche Beschneidung lasse sich nicht vergleichen.[5] Das wird die vielen Jungen überall auf der Welt, die infolge dieser barbarischen Praktiken jedes Jahr sterben, freuen zu hören. Die fakten­resistente Einstellung von Herrn Beck sollte hingegen niemanden verwundern. Wer an Pädosexualität nichts auszusetzen hat ("Ent­kriminalisierung der Pädosexualität"), findet auch an der Vorstellung, kleine Jungen zu quälen, nichts Schlimmes.

Des Weiteren hat das Bundesverfassungsgericht am 24. Februar ein Urteil[ext] zu den so genannten Kuckuckskindern gefällt, nämlich dass die Verpflichtung einer Mutter gegenüber dem Scheinvater zur Offenlegung der Identität des biologischen Vaters verfassungs­widrig sei. Klar, es muss schließlich gewährleistet bleiben, dass eine Frau auch weiterhin ungestraft einen Mann nach Lust und Laune ausbeuten kann.

Sollte ich an dieser Stelle erwähnen, dass die feministische Lobbyistin Susanne Baer, ehemals Direktorin des GenderKompetenzZentrums an der HU Berlin, dessen Aufgabe es ist, das Programm des Gender Mainstreaming in die Praxis umzusetzen, inzwischen Verfassungs­richterin ist und das Urteil mit unterzeichnet hat?

Ach ja, und dann gibt es noch dies: Hessen will Frauenquoten bei Kommunal­wahlen[ext] einführen, also vorschreiben, wer auf Wahl­listen steht und wen man wählen darf. Das hat es bereits in anderen Bundes­ländern gegeben und wird sicher noch in weiteren versucht werden. Ich kann an dieser Stelle nur wiederholen, was ich schon 2004 geschrieben habe:[6] Warum gibt es keine Quoten­regelung für Kinder, Arbeitslose, Analphabeten, Muslime und Drogen­abhängige? Und wo wir schon dabei sind: Ich fordere eine repräsentative Vertretung schwuler Katholiken mit einer Schwäche für Dieter Bohlen[wp].


Also, noch mal zusammengefasst: Was haben wir, wenn wir uns lediglich die letzten Wochen angucken? Den Versuch, Rechtsstaatlichkeit im Vergewaltigungs­vorwurf abzuschaffen. Den Versuch, Kinder zu sexualisieren. Das Festhalten an der barbarischen Beschneidung von Jungen. Ein Urteil des Bundes­verfassungs­gerichts, dass Frauen Männer auch weiterhin als Zahlesel für Kuckuckskinder missbrauchen dürfen. Unter anderem von einer feministischen Verfassungs­richterin unterschrieben. Den Versuch, Wahlen zu manipulieren.

Fragt sich ernstlich noch jemand, warum ich den herrschenden Staatsfeminismus mit seinen Seilschaften in Politik und Medien für die größte Gefahr unserer Demokratie halte?
- Gunnar Kunz[7][8]
Zitat:

«Die Antidemokraten:

Ganz ehrlich: Ich habe wesentlich mehr Angst vor Gutmenschen als vor Terroristen.

Die Chance, einen Terroristen zu treffen, ist gering. Den Gutmenschen kann man leider nicht entkommen, und viele von ihnen sind nicht minder fanatisch. Terroristen können Bomben werfen und Menschen töten, aber keine Demokratie zerstören. Gutmenschen schon.»[9]

Zitat:

«Der Qualitätsjournalismus:

Es bringt einem selten Applaus ein, gegen den Zeitgeist zu kämpfen, erst recht nicht, wenn man dabei Leuten auf die Zehen tritt, die dieses nicht gewohnt sind. Als ich jung war, war jeder, der es wagte, die Herrschenden zu kritisieren, ein "Kommunist" oder "kommunistisch gesteuert", wie eine schöne Wortschöpfung der Siebziger lautete. Heute, da die Kritiker von damals selbst an den Schalthebeln der Macht sitzen, ist jeder, der es wagt, die Herrschenden und insbesondere die feministische Ideologie zu kritisieren, "rechts" oder "homophob". Sicher, ich verstehe schon, dass jemandem, der keine Argumente hat und seine Pfründe verteidigen will, nichts anderes übrig bleibt, als Kritiker zu dämonisieren, aber es ist nun mal nicht besonders originell.»[10]

Zitat:

«Der Feminismus:

Eines immerhin muss ich dem Feminismus zugute halten. Er hat mir geholfen zu verstehen, warum Menschen gegenüber totalitären Strömungen blind und zu selektiver Empathie­losigkeit fähig sind.»[11][12]

Zitat:

«Im Interview mit Bruno Köhler:

Glauben Sie, dass eines Tages bei "Hänsel und Gretel"[wp] nicht mehr von einer bösen Hexe geschrieben werden darf, sondern aus Political Correctness ein böser Zauberer herhalten muss? Glauben Sie, dass eines Tages das Märchen "Der Fischer und seine Frau"[wp] in seiner Urfassung verboten wird?
Ich fürchte, der Zusammenbruch unserer Gesellschaft kommt dem zuvor.
Das klingt sehr pessimistisch. Warum, glauben Sie, kommt es zum Zusammenbruch unserer Gesellschaft und warum, meinen Sie, können wir diesem nicht entrinnen?
Die Ideologen sitzen mittlerweile überall: in der Politik, in den Medien, in der Kirche, in den Gewerkschaften, in EU und UN. Zudem wird immer deutlicher, dass sowohl die USA als auch Russland massiv versuchen, unsere Politik zu beeinflussen, ganz zu schweigen von den globalen Konzernen und Milliardären wie George Soros. Die "Eliten" unseres Landes bilden ein einheitliches Kartell, das nichts mehr mit der pluralistischen Gesellschaft zu tun hat, die uns vorgegaukelt wird. Ich habe es lange nicht glauben wollen, aber inzwischen bin ich überzeugt davon, dass die Zerstörung der Familie, die immer ein Bollwerk gegenüber Ideologien jeder Art war, politisch gewollt ist, um Kinder so früh wie möglich indoktrinieren zu können.
Ich würde wesentlich optimistischer in die Zukunft sehen, wenn ich das Gefühl hätte, dass wir eine funktionierende Zivil­gesell­schaft haben, die bereit ist, Demokratie und Meinungsfreiheit zu verteidigen. Das ist aber nicht der Fall, im Gegenteil: Umfragen machen deutlich, dass ein großer Teil der Bevölkerung diese Werte für verzichtbar hält, insbesondere in der Abwägung gegenüber "Gleichheit".
Nimmt man dann noch dazu, dass unsere Universitäten gerade eine Generation heranziehen, die die Errungenschaften der Aufklärung verachtet, die Wirklichkeit für konstruiert hält und sich beim geringsten Anzeichen von Widerspruch in Kuschelzonen flüchtet, dann kann ich mir nicht vorstellen, dass irgendwann die Vernunft siegen wird.»[13]

Interview

Einzelnachweise

  1. Wikipedia: Gunnar Kunz
  2. Verwundbar sind wir und ungestüm, Pfützenfische am 23. November 2014
  3. Verwundbar sind wir und ungestüm, gunnarkunz.de
  4. In meinem Buch Verwundbar sind wir und ungestüm habe ich einige der in den letzten Jahren unter­nommenen Versuche von Feministinnen, unsere Demokratie auszuhöhlen, aufgezählt und auch an Beispielen gezeigt, warum der real existierende Feminismus einer Psychosekte vergleichbar ist.
  5. Siehe hierzu meine Geschichte Unberührbar, die auch in "Verwundbar sind wir und ungestüm" enthalten ist. Derzeit führe ich Interviews mit Betroffenen, die künftig die Geschichte ergänzen sollen.
  6. In meinen Erzählungen aus dem Zwischenraum[ext], die ansonsten mit der Geschlechterdebatte nichts zu tun haben.
  7. Ich verstehe es nicht, Pfützenfische am 19. April 2015
  8. Auch als Gastbeitrag: Ich verstehe es nicht, Nicht-Feminist am 16. Juli 2015
  9. Antidemokraten, Pfützenfische am 12. April 2015
  10. Qualitätsjournalismus, Pfützenfische am 21. September 2014
  11. Spielverderber, Pfützenfische am 29. November 2015
  12. Auch als Gastbeitrag: Spielverderber, Nicht-Feminist am 8. Dezember 2015
  13. Die Ideologen sitzen mittlerweile überall, MANNdat am 12. Januar 2017

Netzverweise

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Ich verstehe es nicht von Pfützenfische am 19. April 2015, Gunnar Kunz.