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Roy Larner wurde achtmal von Macheten getroffen.
Ich bin Millwall!   –   I am Millwall!  –   Je suis Millwall!  –   Yo soy Millwall!
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Roy Larner ist Fan des Londoner FC Millwall.
London Bridge Terror Attack
Terroristen weltweit, hört gut zu:
 !!! Seit dem 3. Juni 2017 wird zurückgeschlagen !!!

Wikipedia-Kritik

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Ideologiefreies-wikipedia-de.gif
Da es nicht möglich zu sein scheint, mit den Verantwortlichen der Wikimedia-Foundation ein normales Gespräch darüber zu führen, was bei Wikipedia im Argen liegt und wie man die Probleme beseitigen kann (Offener Brief wurde nicht beantwortet), und die Wikimedia-Foundation zudem der Ansicht ist, sie selbst sammle nur das Geld für Wikipedia, trage aber keinerlei Verantwortung für die Inhalte (Meldung über ZDF), haben wir uns zu einer weiteren Aktion entschlossen und rufen zu einem Spendenboykott von Wikipedia-Deutschland auf. (Aufruf zum Spendenboykott)

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Information icon.png "Und wenn alle anderen die von der Partei verbreitete Lüge glaubten - wenn alle Aufzeichnungen gleich lauteten -, dann ging die Lüge in die Geschichte ein und wurde Wahrheit." - George Orwell[wp][1]

"Und wenn alle anderen die von der Wikipedia verbreitete Lüge glauben - wenn alle Aufzeichnungen gleich lauten -, dann geht die Lüge in die Geschichte ein und wird Wahrheit." - WikiMANNia

Kritik an der Online-Enzyklopädie Wikipedia wird aus unterschiedlichen Gründen laut. Die nachfolgende Auflistung von Kritikpunkten erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Wikipedia hat eine den Informations- und Meinungsmarkt stark beherrschende Stellung erreicht und erweckt den Eindruck, dass sie neutrales Wissen vermittle und demokratisch und herrschaftsfrei organisiert sei.

Vereinfachte Darstellung der kritisierten Beziehung zwischen Wikipedia und der Presse[2]
Nein, zur Manipulation von Informationen!

Kritikpunkte in Kürze

Falschmeldungen und Unsinn sind unvermeidbar
Weil jeder Nutzer jeden Eintrag beliebig verändern kann, finden auch völlig falsche Behauptungen Eingang in Wikipedia. Selbst wenn durch die große Zahl der Nutzer eine Kontrollfunktion ausgeübt wird, können sich doch grobe Fehler einschleichen. Die erhoffte "demokratische Kontrolle" des Wissens funktioniert genauso wenig zuverlässig wie die demokratische Kontrolle der Macht. Die große Zahl verhindert den Irrtum nicht. Im Gegenteil, manchmal macht sie ihn leichter möglich.
Wissensträger wollen nicht mit Dilettanten diskutieren
Gerade Wissenschaftler, die ein profundes Wissen auf einem Gebiet erworben haben, fühlen sich durch die ober­flächliche Art, in der viele Themen behandelt werden, demotiviert. Wissenschaftliche Proletarisierung ist das Gegenteil von Volksbildung.
Es ist ermüdend, mit Dilettanten zu diskutieren, denen das nötige Hinter­grund­wissen fehlt. Es ist enttäuschend anzusehen, wie wertvolle Arbeit in endlosen Debatten aufgerieben wird.
Wissen ist nicht demokratisch organisierbar
Ob ein Satz der Mathematik gilt, kann nicht durch Abstimmung entschieden werden. Wie für viele andere Bereiche des Lebens gilt, Wissen und andere Fähigkeiten verleihen Autorität, die entsprechenden Lebens­bereiche sind deshalb autoritär geordnet.
Sie werden durch den gewöhnlichen Demokratismus, den Glauben, dass alles demokratisch zugehen müsse, nicht befördert. "In der Wissenschaft, in der Wirtschaft, auf dem Schlachtfeld und im Operations­saal wird nicht abgestimmt."
Wissen bedeutet Überblick und nicht Weitschweifigkeit
Es ist interessant, wenn zu allen möglichen Details der Welt, etwas wieder­auf­findbar abgelegt wird. Wenn aber die Artikel zu einem einfachen Begriff sich bis in die tiefsten Regionen und Spitz­findigkeiten verzweigen und alle Details zu einem Begriff enthalten sollen, dann verliert der Leser den Überblick. Die Länge der Artikel vermehrt das Wissen nicht, sondern kumuliert nur das Halbwissen. Die eigentliche intellektuelle Arbeit, die Dinge auf den Begriff zu bringen, wird nicht geleistet. Statt Bildung wächst Zerstreuung.
Ein Flickenteppich ersetzt die einheitliche Darstellung
Sowohl inhaltlich als auch stilistisch gleichen die Artikel häufig einem Flickenteppich.
Wenn jeder an der Ordnung des Artikels mitbauen darf, ist das so, als ob ein Haus mit vielen Anbauten aber ohne Architekten errichtet wird. Auch die Sprache und der Stil leiden erheblich, wenn auf die Einheitlichkeit in Inhalt und Form verzichtet wird. Einheitlichkeit verlangt Führung, auf die aus ideologischen Gründen verzichtet wird.
Führungslosigkeit begünstigt die Verbreitung verborgener Interessen
Da sich jeder bei Wikipedia einbringen kann, sind die Sichtweise und die Absicht der Artikel ein Spiegelbild der dahinterstehenden Interessen und Mächte. Dies können wirtschaftliche, politische oder ideologische Interessen sein. PR-Agenturen aus Politik und Wirtschaft, sowie Interessengruppen (Pressure-Groups[wp]) haben Wikipedia längst für sich entdeckt. Auch die Einflussnahme von kriminellen Kreisen und von Geheimdiensten ist nicht auszuschließen. Für die Masse der Nutzer ist eine Kontrolle nicht möglich, die Kontrolle durch wenige umso mehr.
Vermengung des Wissens mit Ideologie
Ein Großteil des Geisteslebens ist Ausdruck von Ideologien. Die Begriffe dieses Bereichs unterscheiden sich wesentlich von den Begriffen in Naturwissenschaft und Technik. Sie sind Zeugen der kulturellen Vielfalt und der dialektischen Wider­sprüchlich­keit des Lebens. Zu vielen Auffassungen existiert mindestens eine gegenläufige, nicht minder vertretbare Auffassung. Angehörige verschiedener Welt­an­schauungen, Kulturen und Völker denken verschieden. Diese Vielfalt wird in Wikipedia eingeebnet.
Der Kampf um Begriffe ist ein Kampf um Macht
Die Vermeidung gewisser Begriffe oder die einseitige Interpretation sind Mittel der Herrschaftsausübung. Auch die Bezeichnung von Personen mit ideologischen Begriffen dient der Markierung von Freund und Feind.
Auf der anderen Seite steht die Etablierung einer Flut neuer Begriffe, die der Erringung der Diskurshoheit diesen sollen. Als Beispiele seien Gender, Geschlechterdemokratie, Geschlechtergerechtigkeit, Gleichstellungsbeauftragte, Gleichstellungspolitik, Homo-Ehe, Heteronormativität (Zwangsheterosexualität), Homophobie und Patriarchat genannt.
Ganze Kontinente des Wissens verschwinden
Ein Jahrtausend deutscher Kultur jenseits von Oder und Neiße[wp] wird durch Sprachregelungen in Wikipedia vernichtet. Dabei wird so getan, als ob verschiedene Völker nicht verschiedene Meinungen zur Geschichte haben könnten. Wenn diese Verschiedenheit der Völker nicht erlaubt ist, dann sind auch die Völker als unterscheidbare historische Gestalten nicht mehr erlaubt.[3] Die Nichtzulassung im Bereich von Sprache und Wissens­darstellung ist zumindest problematisch.

Problemfelder

Kommerzielle Nutzung

Hohe Zugriffszahlen, ein guter Ruf und (angeblich) neutrale Inhalte wecken kommerzielle Begehrlichkeiten. Längst haben PR-Berater entdeckt, dass sie das "Aufhübschen" von vordergründig neutralen Wikipedia-Artikeln gewerblich anbieten können. Das Konzept der anonymen Autoren macht das möglich.[4]

In den Reihen der deutschsprachigen Wikipedia beginnt man zu begreifen, dass einige Wikipedianer ihre Zeit nicht nur aus purer Freude am Lexikalisieren so massiv in die Online-Enzyklopädie investieren:[5]

Zitat:

«Unternehmen haben Wikipedia als Werkzeug der Unternehmenskommunikation entdeckt; Kulturinstitutionen haben Wikipedia als Mittel der Kulturkommunikation entdeckt; Universitäten, Agenturen, Freischaffende und viele andere haben Wikipedia als Mittel aller möglichen Kommunikation bemerkt. Neben den Freiwilligen, die sich für Wikipedia engagieren, nimmt in den letzten Jahren der Anteil von Werbetreibenden, GLAM-Mitarbeitern, Studenten und anderen stetig zu, die persönliche und oft finanzielle Interessen mit ihren Wikipedia-Edits verbinden.» - Dirk Franke[6]

Arbeitsweisen und -strukturen

Zitat: «
Realitätsnahe Parodie einer Löschdiskussion in Wikipedia
Ihren Erfolg verdankt Wikipedia vor allem dem Versprechen, wirklich jeder könne mittels interaktiver und kollaborativer Benutzer­elemente an der Wissens­sammlung mitarbeiten. Und tatsächlich findet sich über vielen Wikipedia-Artikeln ein "Bearbeiten"-Hinweis, der es jedem Internet­nutzer ermöglicht, Texte zu ergänzen oder um­zu­formulieren.
Hinter den Kulissen hat sich dabei allerdings in den vergangenen Jahren ein für den einfachen Leser kaum zu durch­schauendes hoch­komplexes System aus Macht­hierarchien und aus­differenzierten Nutzer­rechten entwickelt. Längst nicht alle "User" sind mehr gleich.
An der Spitze stehen die als "Admins" bezeichneten Verwalter. Mit weitgehenden Sonder­rechten, wie der Möglichkeit, Artikel für die weitere Benutzung zu sperren, andere Nutzer zu löschen, nehmen sie eine Schlüsselrolle im Wikipedia-Netzwerk ein. Etwa dreihundert gibt es davon in der deutsch­sprachigen Wikipedia. Admin kann nur werden, wer in einer offiziellen Wahl eine Mehrheit der abstimmenden stimm­berechtigten Wikipedia-Nutzer hinter sich versammeln kann. Die meisten Administratoren sind bereits seit Jahren aktiv und haben sich in virtuellen Wahl­kämpfen eine regel­rechte Anhänger­schaft geschaffen. Einmal gewählt, bleiben diese so lange im Amt, bis 25 Nutzer innerhalb von zwei Monaten oder 50 innerhalb von sechs Monaten einen Abwahlantrag stellen. Bleibt der erfolglos, behält der Admin mindestens ein weiteres Jahr seine Position.
Die beabsichtigten demokratischen und qualitativen Selbst­reinigungs­prozesse der Administratoren­schaft von politisch klar ideologisierten Nutzern schlagen angesichts starker Loyalitäts­bindungen innerhalb der Nutzerschaft und einer sehr niedrigen Wahl­beteiligung regelmäßig fehl. Von den Zehntausenden stimmberechtigten Mitgliedern, die mindestens zwei Monate aktiv gewesen sein müssen und 200 Artikel editiert haben sollten, nehmen an den Wahlen meist nur die gleichen drei- bis vier­hundert Nutzer teil. Entsprechend schwierig ist es für neu angemeldete Mitglieder, in den Administratoren­stand zu kommen. Und wer es dann doch schafft, muss eine Menge Zeit aufwenden. Im Durchschnitt kommen die deutschen Administratoren auf mehr als zehn Editierungen am Tag, der Spitzenreiter gar auf 250. Für Menschen mit Beruf und Familie ist ein solches Pensum kaum zu schaffen.
Besonders das Regelwerk für Beiträge und Editierungen ist in den vergangenen Jahren dramatisch gewachsen. Wirkliche Transparenz, wer warum welche Regel eingeführt hat und nach welchen Maßstäben diese von den Administratoren durchgesetzt werden, gibt es nicht. Lieblings­begründung allzu forscher Admins beim Löschen oder Sperren von Artikeln ist der "Vandalismus-Verdacht". Dieser als "absichtliche Verfälschung von Informationen" definierte Gummiparagraph kann praktisch auf jede Artikel­veränderung angewandt werden. Wer als Nutzer nach der Löschung seiner Ergänzung oder seines Beitrages trotzdem nicht lockerlässt, wird zumeist in endlose Debatten und Lösch­diskussionen verwickelt, in denen sich die meisten "User" nach einiger Zeit gegenseitig vorwerfen, einen "Point of View" (POV), also einen nicht objektiven eigenen Standpunkt zu vertreten. Eine neutrale Instanz gibt es nicht, und so setzt sich nicht immer der Klügere, sondern der Ausdauerndste und Stärkste durch.
Diese gefestigten, undurchsichtigen und frustrierenden Strukturen und die Tatsache, dass gerade Studenten mit einem Anteil von mehr als 25 Prozent an den aktiven Nutzern deutlich überrepräsentiert sind, hat zu einer politischen Selektion und zunehmenden Abschottung der Wikipedia-Gemeinschaft vom Rest der Gesellschaft geführt. Neumitgliedern wird es so fast unmöglich gemacht, sich in die Wikipedia-Parallelgesellschaft, mit eigenen Stammtischen, Sprachcodes und Nutzer­treffen zu integrieren.
Als Folge stagniert die Zahl der aktiven "User" in Deutschland seit Jahren. Etwa siebentausend gibt es davon noch. Eine Entwicklung, die bei der deutschen Sektion der Betreiber­organisation Wikimedia aufmerksam registriert wird. Dort versucht man seit einiger Zeit verzweifelt, den Autorenstamm zu erweitern. Ein messbarer Erfolg ist bisher trotz aller Bemühungen jedoch ausgeblieben. Ein typischer Wikipedia-Autor ist weiterhin männlich, zwischen zwanzig und dreißig Jahre alt, verbringt ungesund viel Zeit vor dem Computer und entstammt einem eher linken politischen Milieu.
Diese Autorenarmut und die Streuung der Interessen­gebiete führen zu einer paradoxen Situation. Trotz Millionen Artikeln, Editierungen, Beiträgen und Löschungen kommt es zu einer dramatischen Ausdünnung der aktiven Administratoren und Nutzer in vielen Themen­feldern. Was bei natur­wissen­schaft­lichen Fragen kein Problem darstellt, führt gerade bei politischen Artikeln und Themen zu einer starken ideologischen Schlagseite. Wer sich einmal die Mühe macht, die diversen Wikipedia-Artikel über niederländische Parteien zu begutachten, wird erstaunt feststellen, dass die Partei für die Freiheit (PVV) des islam­kritischen Politikers Geert Wilders[wp] die einzige ist, bei der es einen langen Absatz zum Thema "beschuldigte Abgeordnete" gibt, in dem die Autoren über die angeblich kriminelle Vergangenheit einiger weniger Parlamentarier Auskunft zu geben versuchen. Bei anderen Parteien sucht der neutrale Leser nach einer derartigen "kritischen" Auseinander­setzung vergebens.
Wer nach ausgewogenen Informationen gesucht hat, wird so einer leisen Form der politischen Indoktrination ausgesetzt. Der Artikel zu Geert Wilders selbst ist mittlerweile, genauso wie der zum Zweiten Weltkrieg, für die weitere Bearbeitung von einem Administrator gesperrt worden. Dieses Vorgehen ist längst keine Ausnahme. Immer mehr Artikel sind entweder gar nicht oder nur noch eingeschränkt veränderbar.» - Henning Hoffgaard[7]
Zitat:

«Der schöne Schein vom Mitmach-Lexikon für jedermann hat sich längst als ein Trugbild erwiesen. Das gilt vor allem für die deutsch­sprachige Version der Wikipedia. Neben etwa 1.000 Stammautoren, die hier das Gros der Artikel einstellen bzw. bearbeiten, ist es eine Kaste von derzeit 282 Administratoren, die bei der deutschen Wikipedia die Macht ausübt. Gelegen­heits­autoren und Neueinsteiger haben es schwer, sich in dieser ein­geschworenen Gemeinschaft zu behaupten, auch weil es am notwendigen Insider­wissen über die zahlreichen formalistischen und technischen Finessen fehlt, die das Portal bietet. Außenseiter, die allzu deutliche Kritik an den Inhalten von Artikeln formulieren, werden schnell als "Projektstörer" oder "Demokratie­fanatiker" verortet. Wer sich nicht einschüchtern lässt und hartnäckig bleibt, muss auf kurz oder lang damit rechnen, von einem Administrator mit einer Benutzer­sperre belegt zu werden, die temporär, im Wieder­holungs­fall aber auch unbegrenzt verhängt wird. Lapidare Begründungen wie "Kein Wille zur enzyklopädischen Mitarbeit", "Sperr­um­gehung, keine Besserung erkennbar" oder der Vorwurf, sich "persönlicher Angriffe" auf andere Autoren schuldig gemacht zu haben, gehören dabei zum Standard­repertoire. Sich gegen solche Anwürfe zu wehren bzw. gegen eine Nutzersperre vorzugehen, ist nur selten von Erfolg gekrönt. Umgekehrt zieht auch aggressives Mobbing kritischer Benutzer durch "erfahrene" Wikipedianer in Artikel­diskussionen nur selten Sanktionen nach sich.» - Bürger in Wut[8]

Zitat:

«Schon seit einiger Zeit mehren sich Stimmen von Kritikern, die das "partizipative, zutiefst demokratische" Modell der ehrenamtlichen Mitarbeit, die allen Interessenten offenstehe, hinterfragen. Denn der schöne Schein vom Mitmach-Lexikon für jedermann hat sich längst als ein Trugbild erwiesen.
Das gilt vor allem für die deutschsprachige Version der Wikipedia. Neben etwa 1.000 Stammautoren, die hier das Gros der Artikel einstellen bzw. bearbeiten, ist es eine Kaste von derzeit 282 Administratoren, die bei der deutschen Wikipedia die Macht ausübt. Gelegen­heits­autoren und Neueinsteiger haben es schwer, sich in dieser eingeschworenen Gemeinschaft zu behaupten, auch weil es am notwendigen Insider­wissen über die zahlreichen formalistischen und technischen Finessen fehlt, die das Portal bietet. Außenseiter, die allzu deutliche Kritik an den Inhalten von Artikeln formulieren, werden schnell als "Projektstörer" oder "Demokratie­fanatiker" verortet. Wer sich nicht einschüchtern lässt und hartnäckig bleibt, muss auf kurz oder lang damit rechnen, von einem Administrator mit einer Benutzer­sperre belegt zu werden, die temporär, im Wieder­holungs­fall aber auch unbegrenzt verhängt wird. Lapidare Begründungen wie "Kein Wille zur enzyklopädischen Mitarbeit", "Sperr­um­gehung, keine Besserung erkennbar" oder der Vorwurf, sich "persönlicher Angriffe" auf andere Autoren schuldig gemacht zu haben, gehören dabei zum Standard­repertoire. Sich gegen solche Anwürfe zu wehren bzw. gegen eine Nutzer­sperre vorzugehen, ist nur selten von Erfolg gekrönt. Umgekehrt zieht auch aggressives Mobbing kritischer Benutzer durch "erfahrene" Wikipedianer in Artikel­diskussionen nur selten Sanktionen nach sich.
Es ist aber nicht nur das selbst­herrliche Gehabe der Administratoren, das Wikipedia zunehmend suspekt macht, sondern auch der ideologische Linksdrall des Wissensportals. Der zeigt sich vor allem bei Artikel aus den Themen­bereichen Politik und Zeitgeschichte. Die sind nur selten objektiv und ausgewogen, wie man es für eine Enzyklopädie eigentlich erwarten sollte.» - Bürger in Wut[9]

Zitat:

«Die [in Wikipedia] enthaltenen Informationen sind in hohem Maße meinungsbildend. Dies führt seit Jahren zu vielen, oft erfolgreichen Versuchen, Wikipedia-Einträge zu manipulieren. Beispielsweise wird ein Anbieter eines Medikaments daran interessiert sein, in der Beschreibung des Medikaments dessen Nebenwirkungen zu verharmlosen.
Die internen Arbeitsregeln der Wikipedia-Autoren­systems versuchen, derartige Manipulationen durch Mehrheitsentscheidungen zu unterbinden, wobei angenommen wird, dass die Mehrheit der Autoren seriös ist und Autoren mit Fälschungs­absichten a) als solche erkannt und b) überstimmt werden. Diese Grundannahmen sind in Fällen, wo massive wirtschaftliche und/oder ideologische Interessen berührt werden, völlig unrealistisch: sofern ausreichende Ressourcen zur Verfügung stehen, können die Schutzmaßnahmen ohne weiteres unterlaufen werden.»[10]

Zitat:

«Die Manipulierbarkeit ist ein prinzipielles Problem der Wikipedia, das sich am Beispiel der Geschlechterthematik besonders ausgeprägt zeigt: sämtliche einschlägigen Begriffe (Feminismus, Maskulismus, Gender Studies, ...) sind manipuliert und stellen die Themen ausschließlich aus einer strikt feministischen Sicht dar. Maskulismus ist beispielsweise definiert als "Überzeugung, Männer oder bestimmte als männlich erachtete Eigenschaften seien naturbedingt überlegen, sowie die Legitimation männlicher Dominanz". [...] Betroffen sind nicht nur themenbezogene Einträge, sondern auch Einträge, in denen relevante Vertreter der Männerrechtsbewegung beschrieben werden, beispielsweise Arne Hoffmann oder Warren Farrell. Derartige Personen werden in der Regel durch subjektive, sehr einseitige Wertungen diskreditiert und verzerrt dargestellt, etwa durch Behauptungen, sie seien "umstritten", sie "hetzten" oder sie "stilisierten" die "so genannte Jungenkrise" zu einer der bedeutendsten Heraus­forderungen usw. [...]»[10]

Zitat:

«Der globalisierungskritische Autor Manfred Julius Müller vermutet auf seiner Webseite über die "Meinungshüter von Wikipedia", dass es "organisierte Lobbyisten" waren, die von ihm eingefügte Links nachts sofort gelöscht hatten: "In drei Minuten konnte sie kein Mensch gelesen und beurteilt haben." Ähnliches fände sich auch abseits direkter Politikthemen.» - Claus-M. Wolfschlag[11]

Zitat:

«Mir fiel zum Beispiel auf, dass einige Links, die ich zwecks Meinungsabrundung den vorhandenen Links hinzufügte, selbst nachts sofort wieder entfernt wurden. Meine Aufsätze und Links waren neu, in 3 Minuten konnte sie kein Mensch gelesen und beurteilt haben. (...) Wenn aber nun Reihenweise zu den unterschiedlichsten Themen und Seiten die Linklöschung innerhalb von wenigen Minuten erfolgt, muss wohl die Möglichkeit in Betracht gezogen werden, dass Wikipedia von organisierten Lobbyisten unterwandert ist. Wenn zu jeder Uhrzeit eine sofortige (ungeprüfte) Linkentfernung erfolgt, muss man befürchten, dass Programme oder Skripts für eine automatische Überwachung sorgen. In diesem Falle wäre Wikipedia alles andere als eine freiheitliche Angelegenheit.» - Manfred Julius Müller[12]

Zitat:

«Mit Wikipedia hat Jimmy Wales[wp] ein Medium geschaffen, das es nicht zuletzt linken Aktivisten ermöglicht, politisch Andersdenkende im Rahmen einer scheinbar objektiven Enzyklopädie öffentlich zu diskreditieren. Häufig mit Erfolg, denn obwohl längst bekannt sein sollte, dass Wikipedia alles andere als eine zuverlässige Informations­quelle ist, schreiben Journalisten munter von der Seite ab. Falsch­behauptungen und Tatsachen­verdrehungen finden so über die Medien Verbreitung, was die rufschädigende Wirkung potenziert. Genau darauf spekulieren viele Wikipedia-Autoren, die sich teilweise mit einem erheblichen zeitlichen Aufwand auf der Plattform engagieren. Sie überwachen bestimmte Artikel regelrecht und machen zeitnah jede Änderung rückgängig, die den Ansichten des linken Mainstreams widerspricht.»[8]

Zitat:

«Bei Wikipedia setzen sich eben im Zweifel nicht die lexikalische Qualität, sondern diejenigen Akteure durch, die das meiste Sitzfleisch haben bzw. die größte Zahl von Gleichgesinnten um sich scharen können - und möglichst viele Administratoren auf ihrer Seite wissen!»[8]

Zitat:

«Eine Korrektur [...] innerhalb der Wikipedia ist unter anderem deshalb nicht möglich, da einige der Täter in der Online-Enzyklopädie zu Administratoren aufgestiegen sind und Menschen, die die verzerrenden Darstellungen korrigieren möchten, sehr schnell auf unbestimmte Zeit sperren.» - Arne Hoffmann[13]

Zitat:

«Dass die Wikipedia als politische Waffe und Instrument der Manipulation bei umstrittenen Themen benutzt wird, ist nicht neu. Dass sie als Plattform dient, um Menschen, deren Meinung die Autoren der Wikipedia nicht teilen, zu verleumden und zu denunzieren, ebensowenig. Mehrere andere bekannte Persönlichkeiten sind bereits Opfer dieser Praktik geworden. Wenn statt politischen Strömungen allerdings Menschen fertiggemacht werden sollen, ist der Übergang zum Cybermobbing, wie es in anderen sozialen Netzwerken stattfindet, fließend. [...]
Wikipedia war ursprünglich nicht als Mittel gedacht, mit dem anonyme Menschen Leute verleumden können, die sie nicht mögen. Leider hat es solche Denunzianten mit politischen Motiven aber immer schon gegeben, und es wird sie auch immer geben. Wir kennen sie aus dem Nationalsozialismus, wir kennen sie aus dem Sozialismus der DDR und jetzt agieren sie im Dienste der feministischen Ideologie. Ihre Motive sind häufig dieselben: Ihnen ist zum Beispiel ihre Ideologie wichtiger als alles andere. Oft handeln sie auch aus narzisstischer Wut. Oder sie genießen einfach das Gefühl, auf diese Weise Macht über andere Menschen zu haben und ihnen schaden zu können.
Man muss sich hier vor Augen führen, dass die Manipulation von Wikipedia-Einträgen über politisch missliebige Personen und Strömungen seit Monaten erfolgen und die entsprechenden Einträge fast rund um die Uhr im Auge behalten werden, damit fast jedes Einfließen entgegengesetzter Ansichten augenblicklich revertiert wird. [...]
[Vorschläge, wie] man den Einfluss von Ideologen, die sich in der Wikipedia immer häufiger gegen tatsächliche Experten durchsetzen, eindämmen könnte, [...] werden von den Verantwortlichen der Wikipedia nicht aufgegriffen. [...] Der Wikimedia-Vorstand, Pavel Richter[wp], bezeichnete gegenüber der Berliner "taz" nicht das Cybermobbing durch die Wikipedia, sondern die Kritik daran als "erschreckend". Die Wikipedia-Projektmanagerin Nicole Ebber erklärte in einem Blog des politischen Lagers, aus dem heraus das Cybermobbing stattfindet, also dem feministischen: "Wir sind inhaltlich mit euch auf einer Linie und schätzen es sehr, dass ihr euch klar und deutlich einbringt. (...) Wollen wir mal einen Hangout machen oder ein Treffen?" (Vergleichbare Angebote gibt es an die Opfer des Cybermobbings nicht.)» - Arne Hoffmann[14]

Zitat:

«In der Wikipedia-Welt bestimmen jene die Wahrheit, die am stärksten besessen sind. Dahinter steckt der Narzissmus[wp] all dieser kleinen Jungs, die der Welt ihren Stempel aufdrücken wollen, ihre Initialen an die Mauer sprayen, aber gleichzeitig zu feige sind, ihr Gesicht zu zeigen.» - Jaron Lanier[wp][15]

Zitat:

«Von einigen Jahren war ich aktiver Wikipedia-Autor unter einem schon lange nicht mehr aktiven Nick. Ich habe aufgegeben, weil ich die ständigen Kleinkriege mit besserwissenden Autoren leid war. Ich weiß auch von anderen qualifizierten Autoren, die es leid waren, von Leuten mit Halbwissen verbessert zu werden, die ständig ihre Beiträge revertierten. [...]
Die Zeiten, in denen ich Wikipedia als seriöse Informationsplattform angesehen habe, sind vorbei. Das Sagen haben hier Leute, die unendlich viel Zeit haben. (Meine früheren Beiträge wurden zeitweise nach wenigen Minuten revertiert, da müssen manche Leute stundenlang vor dem Rechner auf neue Beiträge von mir gewartet haben.) Wenn ich mir heute Artikel ansehe, an denen ich früher mitgeschrieben habe, ist mir immer wieder klar: Zeit, die ich in Wikipedia investiere, ist verlorene Zeit.» - Benutzer Rhyne[16]

Zitat:

«Ich werde hier nicht mehr mitarbeiten. Mit dem Schreiben in Wikipedia verdiene ich kein Geld, mit dem Schreiben außerhalb von Wikipedia schon. Meine Zeit ist mir zu schade und für ein Hobby ist Wikipedia zu anstrengend. Die hauptsächliche Beschäftigung in Wikipedia besteht darin, sich mit Unwissen und gut organisierten Pressure Groups[wp] auseinanderzusetzen. Die Bearbeitung und Erstellung von Artikeln spielt dabei keine Rolle mehr. Der ständige Kampf gegen halbwüchsige Admins, deren Hauptaufgabe darin besteht, Autoren vom Schreiben abzuhalten, ist mir zu anstrengend und zeitraubend geworden.
Wikimedia[wp], der genauso kostenintensive wie nutzlose Verein, der Wikipedia betreibt (bei rechtlichen Streitigkeiten aber immer darauf verweist, dass er mit Wikipedia nichts zu tun hat) hat einst die Zedler-Medaille[wp] erfunden. Damit sollen Akademiker zur Mitarbeit animiert und das ramponierte Image der Wikipedia im Bildungsbereich aufgehübscht werden.[17] Wenn der Akademiker aber in die Wikipedia kommt, wird er feststellen, dass er es hier mit der Macht des Unwissens und mit einflussreichen politischen Gruppen zu tun hat. Darüberhinaus muss er sich alle paar Wochen von einem pickligen 19-Jährigen maßregeln lassen, welcher hier als Admin fungiert. Das macht wenig Spaß.» - Benutzer Mr. Mettwurst[18]

Zitat:

«In der Wikipedia findet eine ständige, schleichende Verschlechterung durch sicherlich wohlmeinende Benutzer statt, deren fachliche Kompetenz für eine enzyklopädische Behandlung der jeweiligen Themen nicht ausreichend ist. Das sind beispielsweise Studenten, die über gerade Gelerntes schreiben wollen, oder ehemalige Studenten, denen jedoch im Laufe der Zeit der Überblick und die Vertrautheit mit dem Stoff abhandengekommen sind, manchmal auch eifrige Benutzer, die meinen, Texte aus der englischen Wikipedia übersetzen zu können, obwohl sie ihren Inhalt nicht begreifen. All dem steht eine verschwindend kleine Zahl von Redakteuren gegenüber, an denen dann die Aufgabe hängenbleibt, das Sinnvolle herauszufiltern und Fehler zu korrigieren.» - Benutzer Gunther[19]

Zitat:

«Seit 2006 trage ich zur deutschen Wikipedia bei, indem ich medizinische Artikel redigiere oder um wissenschaftliche Quellen ergänze. Bisher habe ich etwa 800 Edits durchgeführt. Im Zuge dieser Arbeiten fiel mir auf, dass es mit Wikipedia einige Probleme gibt, die auch durch wiederholtes Ansprechen auf den Diskussionsseiten nicht zu beheben waren. Vielmehr wird an einigen, wie ich meine, falschen Grundsätzen aus Prinzip festgehalten: Grundsätzlich kann jeder Änderungen an Einträgen vornehmen oder um neuen Text ergänzen. Das finde ich gut. Problematisch daran ist aber, dass das auch anonym geschehen kann. Zwar melden sich viele User bei Wikipedia an, doch meist geschieht dies unter einem Pseudonym. Niemand weiß, ob es stimmt, was diese User auf ihrer Benutzerseite über sich schreiben, keiner kann es nachprüfen, denn niemand muss bei seiner Anmeldung nachprüfbare Angaben machen. Keine ernst zu nehmende wissenschaftliche Zeitschrift würde Beiträge von Unbekannten annehmen. Autoren müssen namentlich und mit Adresse bekannt sein. Überdies wird regelmäßig von seriösen Medien eine Eigenerklärung von Autoren verlangt, ob Interessen­konflikte bestehen. Dies fällt bei Wikipedia selbst bei jenen Autoren regelmäßig weg, die namentlich bekannt sind. Denn das gibt es auch: User, die sich mit Klarnamen und Adresse anmelden. Das ist zwar nicht immer zuverlässig überprüfbar (Postident wäre z. B. zuverlässiger), aber schon ein großer Fortschritt. Was aber dann auch fast immer fehlt ist eben eine Interessen­konflikt­erklärung. Im Schutz der Anonymität wird auch deshalb von regelmäßigen Wikipedia-Usern, die sich in der "Medizin-Redaktion" zusammen­geschlossen haben, oft willkürlich redigiert, gelöscht und geändert. Seit einiger Zeit werden Änderungen so lange zurückgehalten, bis sie von Prüfern gesichtet und freigegeben worden sind. Da dies aber auch regelmäßig anonyme User sind, wird die Sache dadurch nicht besser. Überdies geben dieselben anonymen User sich oft gegenseitig ihre Beiträge und Änderungen frei. Deshalb ist Wikipedia mit Vorsicht zu genießen, wenn um Beiträge oder Änderungen Anonymer geht. Unter anderem diese Probleme haben dazu geführt, dass in den USA nun Medpedia in Gründung ist (www.medpedia.com), zu der eine namentliche und genehmigte Anmeldung nötig ist, wenn man aktiv mitarbeiten will. Autoren müssen zudem akademische Qualifikationen nachweisen und Interessen­konflikte offenbaren. So sollte auch der medizinische Teil der deutschen Wikipedia aufgezogen werden.» - Benutzer Wettig[20]

Zitat:

«Bei Recherchen entdeckte ich Ende 2007 zufällig einen Artikel zu einem polit­historischen Thema, der sich definitiv in einem - sagen wir mal ganz diplomatisch - "unqualifizierten Zustand" befand. (...) Der Artikel wurde von einem Benutzer verteidigt, den ich damals für einen gleich­berechtigten Benutzer hielt. Und dem Benutzer wurden Admins gefällig, die ich für normale Admins hielt. Ich saß ahnungslos in der Falle.
In Wirklichkeit hatten sich meine Gegner konspirativ verschworen: Durch die Bank weg handelte es sich um Herrschaften des Hamburger Wikipedia-Stammtisches[pp], die ein Kartell bildeten. Ebenso wenig wie Franz Kafka[wp] hatte ich von Anfang an auch nur die allergeringste Chance, mit Sachargumenten durchzudringen. Doch dies alles war mir damals unbekannt gewesen.
Die geringste Schärfe im Ton konnte als angeblicher "persönlicher Angriff" gewertet werden, etwa die das Absprechen jeglicher Kompetenz auf einem bestimmten Gebiet, was allerdings nachweislich der Fall gewesen war. Umgekehrt durfte man sich mir und meinen Mitstreitern jede Demütigung herausnehmen und die Regeln wissenschaftlicher Arbeitsweise sowie die Wikipedia-Regeln nach Belieben ignorieren. Mein Gegner und seine Schergen waren sakrosankt. Wie gesagt, die Zusammenhänge hinter den Kulissen und der Admin-Corpsgeist waren mir unbekannt, auch wenn mir schon damals einige überflüssig abschätzige Kommentare von Admins merkwürdig temperamentvoll vorkamen.» - Medienanwalt Markus Kompa[21]

Zitat:

«Die namentliche Registrierung der Wikipedia-Autoren hätte einen weiteren Effekt: Die politische Einflussnahme durch Parteien, Organisationen, Stiftungen und Verbände würde erkennbar. Ich habe auf (mein)em Blog schon vom Sozialdemokratischen Pressekonzern Deutschland berichtet. Die Versuche der Heinrich-Böll-Stiftung, die öffentliche Meinung durch angebliche "Expertisen" zu beeinflussen, waren auch schon Gegenstand auf (mein)em Blog. Wer vor diesem Hintergrund denkt, politische Parteien, Stiftungen, Verbände, Interessenvertretungen[wp] welcher Art auch immer, würden davor zurückschrecken, bezahlte Autoren in die Wikipedia einzuschleusen, um vor Ort Meinungsbildung zu betreiben, ist aus meiner Sicht grenzenlos naiv.» - Michael Klein[22]

Zitat:

«Heute ist nach 15 Tagen ein kleines Experiment in eigener Sache zu Ende gegangen. Am 12. Januar hatte ich bei Wikipedia einen Artikel über dieses Blog eingestellt und in der vergangenen Nacht, um 2.08 Uhr, wurde er von einem aus der Schweiz stammenden und in den USA lebenden Tierarzt gelöscht, weil er das Blog nicht für relevant hält.
[...] Schon seit längerer Zeit hat es mich interessiert, wie konkret darüber entschieden wird, ob ein Thema, ein Begriff, eine Organisation oder eine Person im Lexikon auftauchen oder nicht.
Seit ich dieses Blog im Mai 2011 begann, habe ich die Wikipedia Richtlinien für Webseiten (diese sind auch für die Relevanz von Weblogs maßgeblich) im Auge behalten. Ende letzten Jahres habe ich festgestellt, dass das Blog inzwischen gleich mehrere der geforderten Kriterien erfüllt. Also war es Zeit für meinen "Selbstversuch Wikipedia". Ich habe einen vierteiligen Artikel vorbereitet, in dem ich mich, neben einer allgemeinen Definition, mit den Abschnitten "Inhalt", "Verbreitung" und "Erwähnungen" beschäftigt habe. Mit insgesamt 23 Quellenangaben habe ich dabei Themen, Interviewpartner, Besprechungen, Zweitveröffentlichungen und Empfehlungen belegt. Ich habe die Besucherzahlen des Blogs offen gelegt, die Position bei verschiedenen Blog-Ranking und Traffic-Diensten dokumentiert und deutlich gemacht, dass ich den Eintrag selber geschrieben habe. Eingestellt habe ich den Beitrag am 12. Januar um 16.00 Uhr. Drei Stunden und 39 Minuten später wurde der Eintrag erwartungsgemäß "zur Löschung vorgeschlagen". Der Antrag stammte von einem Wikipedia Mentor, der im Hauptberuf Chemiker ist und der sich bisher an der Enzyklopädie beispielsweise mit Artikeln über das "Schlenk-Gleichgewicht", die "Karminsäure" oder die "Fritsch-Buttenberg-Wiechell-Umlagerung" beteiligt hat. [...]
[...] Da dieses Blog in den vergangenen Monaten von verschiedenen überregionalen Medien (darunter Deutschlandradio, Süddeutsche Zeitung, Märkische Allgemeine, etc.) erwähnt wurde, es bei der Google-Suche mehr als 100.000 Ergebnisse hervorbringt und einzelne Artikel oder Teile davon auf vielen anderen Seiten (darunter Nachdenkseiten, Saarländische Online-Zeitung, Humanistischer Pressedienst der Giordano-Bruno-Stiftung, Fefes Blog[wp], etc.) zitiert wurden, konnte ich von Relevanz nach den Richtlinien der Wikipedia ausgehen. So dachte ich zumindest, aber die nun folgende Diskussion belehrte mich eines Besseren. [...]
[...] Über die Löschung meines Eintrags bin ich nicht am Boden zerstört. Ich hatte seit längerem auf eine Gelegenheit gewartet, die Erstellungs-, Zulassungs- und Lösch­prozesse bei der deutschen Wikipedia einmal aus der Nähe zu erleben und zu betrachten. Von daher handelte es sich bei dem Eintrag hauptsächlich um ein Experiment und die Grundlage für eine kleine Recherche.
Mehrmals wurde mir innerhalb der Diskussion unterstellt, ich wolle lediglich für das Blog werben. Jeder, der Wikipedia schon einmal genutzt hat, weiß um den Unsinn dieser Unterstellung. Eine Enzyklopädie benutzt man schließlich nicht, um sich über neue Produkte, Phänomene oder Medien zu informieren, sondern in der Regel, um sich über etwas zu informieren, das man bereits kennt. [...]
Da ich die Online-Enzyklopädie selber regelmäßig benutzt, drängt sich mir angesichts der geschilderten Erfahrungen eine bestimmte Frage auf: Wovon ist es abhängig, ob wir bei Recherchen per Wikipedia Artikel zu bestimmten Themen finden? Wer entscheidet letztlich darüber, welche Gegenstände in diesem sehr weit verbreiteten und stark genutzten Nachschlagewerk, das für viele Benutzer Referenz­charakter hat, behandelt werden?
Die Antwort stimmt nachdenklich: Genau einer der rund 1.000 Moderatoren der deutschsprachigen Wikipedia trifft alleine(!) die Entscheidung darüber, ob ein Beitrag im Lexikon bleibt oder ob er gelöscht wird. Hierbei kann es sich um einen Vertreter ganz beliebiger Fachbereiche und politisch-gesellschaftlicher Auffassungen handeln. Der Moderator muss seine Entscheidung nicht begründen, er muss nicht auf die vorangegangene Diskussion eingehen und er schuldet niemandem Rechenschaft über seine Entscheidung.
Kommt er, aus welchen Gründen auch immer, zu dem Schluss, dass er einen bestimmten Artikel für ungeeignet hält, dann kann er ihn innerhalb weniger Sekunden löschen, verbunden mit der Folge, dass das betreffende Thema in Wikipedia ab dann nicht mehr auffindbar ist.
In Bezug auf die (politische) Blogosphäre führt diese Vorgehensweise zu einem interessanten Effekt: Hier finden sich in der Kategorie "Weblogs" nämlich zwar Einträge über Henryk M. Broders "Achse des Guten", über das rechts­radikale, öster­reichische Blog "Alpen-Donau.info", das rechts­extreme, antisemitische und homo­sexuellen­feindliche "kreuz.net" oder über die islamfeindliche und rassistische Plattform "Politically Incorrect". Artikel über linksliberale oder linke Blogs sucht man hier allerdings eher vergebens, wenn man einmal von den Nachdenkseiten absieht.
Dies kann nun zum einen daran liegen, dass niemand auf den Gedanken kommt, über solche Publikationen einen enzyklopädischen Artikel zu schreiben. Zum anderen ist es aber ebenso möglich, dass mit entsprechenden Einträgen so verfahren wird, wie ich es anhand meines Blogs beschrieben habe: Wenn der Beitrag irgend einem Wikipedia Moderator aus irgend einem Grund nicht passt, dann wird er gelöscht.
Die Bandbreite dieser Gründe kann von nachvollziehbaren, inhaltlichen Einwänden, über persönliche Animositäten bis hin zu einer abweichenden politischen Auffassung reichen. Da es jedem Moderator grundsätzlich überlassen bleibt, seine Entscheidung mit der angeblich fehlenden und kaum objektiv überprüfbaren Relevanz zu begründen, ist im Prinzip kein Thema davor geschützt, aufgrund ganz subjektiver Einstellungen und Beweggründe nie in der Wikipedia aufzutauchen.» - Jacob Jung[23]

Michael Klonovsky schreibt über die Methode des Diffamierens und "In-die-rechte-Ecke-Stellens":

Zitat:

«"Papa", fragte mein Neunjähriger, "wenn dich jemand öffentlich 'Hund' nennt, warum haust du dem nicht eine auf die Zwölf?" Nein, ich erzählte nichts von Zivilgesellschaft und Duellverbot, sondern erklärte, dass ich diesen Menschen gar nicht kenne und dass er mir das nicht ins Gesicht gesagt habe, das würde der sich gar nicht trauen, sondern er habe es geschrieben, und das stünde nun in diesem Online-Lexikon, das er, Sohn, ja aus der Schule kenne. "Und warum schreibt der so was?" Nun, das sei eben ein Maulheld, der über gewisse Dinge anderer Meinung sei als ich und das nicht eleganter formulieren könne. "Aber wieso steht so was in einem Lexikon?" - Kinder stellen oft die richtigen Fragen.
Der Reihe nach. Nachdem ich in einem Artikel die Umarbeitung des Wikipedia-Eintrags über die libertäre Zeitschrift "eigentümlich frei" und deren fragwürdige Einsortierung bei der "Neuen Rechten" thematisiert hatte (FOCUS 46/2012), nahm sich der anonyme Autoren­schwarm prompt jener Wikipedia-Seite an, über welcher mein Name steht. Das Resultat ist nicht nur der erwartbare Versuch, mich ebenfalls erkennungs­dienstlich der bösen Rechten zuzuordnen, sondern obendrein einer Spezies als boshaft geltender Vierbeiner. Die "Rechtsextremismus­forscher" Martin Dietzsch und Anton Maegerle "verorten den von ihnen mit 'Kettenhund' betitelten Klonovsky ... in der Neuen Rechten", kann man in Wikipedia lesen (dabei ist mir alles Neue ein Graus!). Der aparte Tiervergleich taucht auf der Seite mal auf, dann verschwindet er wieder, weil diese Gesinnungs-Paparazzi natürlich wissen, über wessen Geistes­zustand er tatsächlich Auskunft gibt und ihn lieber weghaben wollen; er ist aber im Anmerkungsteil jederzeit abrufbar. Die Rubrizierung unter "Neue Rechte" wiederum ist deswegen obligatorisch, weil man dort zum Sympathisanten des "völkischen Nationalismus" wird - und einen Klick weiter der NPD. Der Eintrag wird abgerundet durch falsche Behauptungen über den Inhalt eines Gerichtsurteils, ein Zitat aus der Fachzeitschrift "EMMA" sowie die Beurteilung meiner Person durch Sozio- und Polito­logen, so namenlos wie links, deren wesentliche wissenschaftliche Leistung darin besteht, mich zu zitieren und das Zitierte dann ganz schlimm zu finden.» - Michael Klonovsky[24]

Wiki-Watch führte im Oktober 2010 eine Umfrage unter Wikipedia-Admins durch:

Zitat:

«Die befragten Wikipedianer sind durchschnittlich etwa 40 Jahre alt und seit 2004 in der Wikipedia aktiv. 92 Prozent der teilnehmenden Admins sind Männer. 45 Prozent haben mindestens ein Diplom, Magister oder Staatsexamen, 13 Prozent haben promoviert. Die übrigen besitzen zumindest Abitur oder Fachabitur. Das politische Spektrum, dem sich die Hälfte der Admins zuordnete, ist weit gefächert, aber mehrheitlich linksliberal mit grünen Zügen. Einer bezeichnete sich als: "Konservativ, sozial, heimatverbunden, umweltorientiert, Wirtschaftsfreund, Globalisierungs­kritiker, am Christentum zweifelnd, islamkritisch, kapitalismus­skeptisch". Ein anderer als "wertkonservativer, linksliberaler, grüner Sozialist". Ihre Glaubensrichtung gaben 29 der 56 teilnehmenden Admins an. Davon bezeichneten sich 13 als Christen (9 evangelisch, 4 katholisch), die übrigen u.a. als Atheisten (6), Agnostiker (3) und Evolutionisten (2). Durchschnittlich 140 Minuten widmen sich die Admins derzeit täglich der Wikipedia, davon durchschnittlich etwa die Hälfte der Zeit für Admin-, die andere Hälfte für Editor-Tätigkeiten. Vom Verein Wikimedia Deutschland e.V. fühlt sich die Mehrzahl nicht vertreten, er sei nicht die Organisation der Admins. Manche kritisieren Intransparenz und Streitigkeiten innerhalb des Vereins. [...] 62 Prozent der ehrenamtlich tätigen Admins macht ihre Tätigkeit Spaß, bemerkenswerten 38 Prozent macht sie folglich keinen Spaß.» - Wiki-Watch[25][26]

Verlust von Wissensträgern

Dr. Claus Wolfschlag[wp] fasst die gegenwärtige Situation in Wikipedia so zusammen:

  1. Es tummelt sich mittlerweile offensichtlich eine ganze Anzahl links- bzw. "antifaschistisch" orientierter Autoren unter den Wikipedia-Usern. Wikipedia wurde demnach von diesen als neues Operationsgebiet, eine Art Spielwiese, entdeckt. (...) Linksgerichteten Kritikern wird breiter Raum eingeräumt, ohne allerdings deren politischen Standpunkt kenntlich zu machen. usw.
    Versuchen Andersdenkende die Beiträge zu korrigieren, werden ihre Änderungen umgehend wieder gelöscht. Bisweilen hagelt es dann auch noch aggressive Beleidigungen und latente Drohungen ("Pass auf...", "Vorsicht...") gegen die "Störenfriede" mit der anderen, nicht-linken Meinung. So soll natürlich eingeschüchtert werden.
  2. Politische Absichten von User-Cliquen: Wikipedia wurde also offenbar auch als Operations­gebiet gewählt, weil sich hierüber suggestiv politische Einordnungen transportieren lassen, ohne das deren linksgerichteter politischer Hintergrund sofort deutlich wird. Es steht also nun über dem "linksradikal" beeinflussten Eintrag nicht mehr das leicht erkennbare Logo einer "Antifa"-Publikation, sondern nur noch neutralisiert "Enzyklopädie". Zudem agiert man anonym, also mit Nickname, ist demnach nicht haftbar zu machen für Behauptungen, die man in einem Printmedium oft nicht ungestraft tätigen dürfte. Der unwissende Leser nimmt dabei zuerst nur den Begriff "Enzyklopädie" wahr und wähnt sich in einer Sphäre politischer Neutralität. Zugleich kann man auf diese Weise von hier aus Ängste, Vorbehalte bei der Leserschaft schüren, hofft also den so beschriebenen Institutionen oder Personen sozialen und wirtschaftlichen Schaden zufügen zu können.
  3. Abschirmung vor Kritik: Im Gegenzug wird derzeit über links­gerichtete Organisationen, Einrichtungen oder Personen häufig die schützende Hand gehoben. Kritische Einwände werden hier stark minimalisiert, politische Einordnungen rasch gelöscht. Hier funktioniert die Wächter­funktion noch bestens. Links bleibt bislang noch alles "sauber".
  4. Fragile Struktur: Das führt zum generellen Problem von Wikipedia: Die Struktur ist äußerst lose. Jeder x-beliebige Internet-Surfer kann binnen einer Minute Einträge ändern, wie es ihm in den persönlichen Kram passt. Ob diese Änderungen oder Diskussions­beiträge qualitativen Kriterien standhalten, wird kaum überprüft.
  5. "Sozialdarwinistisches" Prinzip: Das ist aber gerade in politischen und philosophischen Streitthemen fatal. Und zwar weit über die Problematik des "Linksradikalismus" hinausgehend. Das kann zum Beispiel beim Streit Pro und Contra Amerika, Abtreibung, chinesische Tibet-Politik usw. zum Tragen kommen.
    Wikipedia beruht auf der Annahme, dass alle Nutzer friedlich und im offenen Diskurs ihr Wissen beitragen, und dass dadurch gehaltvolle und abgewogene Einträge entstehen, die das Wissen der Menschheit sammeln. Dieses Prinzip mag zum Beispiel bei botanischen oder geographischen Themen funktionieren. Sobald die Einträge aber in einen gesellschaftlich umkämpften Bereich hineinreichen, fangen andere Mechanismen zu greifen an. Es erscheint der Eintrag, dessen Thesen bestimmte Wikipedia-User am aggressivsten durchzusetzen versuchen. Es "gewinnt" also nicht das bessere Argument, sondern derjenige, der mehr Zeit hat, an der Mouse zu sitzen, und das größere Interesse hat, bestimmte Positionen durchzupauken. Am besten im Verbund mit zwei, drei Freunden, die sich ebenfalls als Autoren betätigen. Politische Kraft- und Macht­verhältnisse übertragen sich zusätzlich auf Lexikon­einträge.
    Wikipedia beruht demnach also auf einem "sozial­darwinistischen" Prinzip - der Hartnäckigere, "Stärkere" setzt sich durch: Viele Beiträge, vor allem im politischen Bereich, spiegeln weniger objektive Erkenntnis oder Einsicht wider, sondern sie beruhen mehr auf purem Durch­setzungs­willen, auf der Besessenheit, den eigenen Standpunkt zu verbreiten. Wer also mehr Mitstreiter hat, mehr Freizeit und mehr Aggressions­potential drückt die Formulierungen durch, die er haben möchte. Dabei bleibt Objektivität oft auf der Strecke. Wird der "Edit-War" zu stark, können Administratoren zwar etwas schlichtend eingreifen. Doch, was ist, wenn politische Freunde, die bereits lange Zeit bei Wikipedia als Nutzer tätig waren, längst selber zu Administratoren mit weitergehenden Steuerungs­befugnissen "aufgestiegen" sind?
  6. Fazit: Wikipedia ist nur bedingt als seriöse Informations­quelle anzusehen. Sie hat, auch wenn das die vielen seriösen und gutmeinenden Mitarbeiter nicht gerne hören, deren Engagement hier in keiner Weise herabgewürdigt werden soll, nichts mit einer klassischen Enzyklopädie gemein, die üblicherweise von namentlich verantwortlichen Wissenschaftlern zusammengetragen wird. Zur Recherche bestimmter Fakten und Daten mag die Website durchaus sehr hilfreich sein, inhaltlich ist sie aber zu abhängig von Manipulationen, kaum kontrolliert und deshalb sehr mit Vorsicht zu genießen.[27]
Zitat:

«Der innere Zirkel der Autoren und Administratoren der deutschsprachigen Wikipedia funktioniert wie ein geschlossener Jakobinischer Klub. Man setzt sich über jede selbstgesetzte und eigentlich verbindliche Regel hinweg, wenn es einen Verfasser betrifft, der gegen die gemeinsame Linie der Gleichheits­ideologie verstößt. Die Reihen sind inzwischen so fest geschlossen, daß Kritik an diesem Klub von innen aus der Wikipedia heraus praktisch nicht mehr möglich ist und der Versuch sofort mit der Sperrung bzw. Vertreibung des Kritikers aus der Wikipedia geahndet wird.» - Volkmar Weiss[28]

Zitat:

«Schreiben Randexistenzen und Arbeitslose die deutschsprachige Wikipedia? [...] Dass der Fall des Andreas Kemper alias Schwarze Feder auch ein Präzedenzfall für die unheilvollen Möglichkeiten der neuen Medien Wikipedia [...] als Tummelfeld eines akademischen Lumpen­proletariats ist, muss an anderer Stelle diskutiert werden [...] Auch der viel zu geringe Widerstand in der Sache gegen ein derartiges Treiben. Denn der Fall Andreas Kemper ist nur die Spitze eines Eisbergs. Viel zu wenige in den alten Bundes­ländern begreifen oder wollen wahrhaben, dass, wenn sich solcher Geist mit Macht verbindet, dann Regime wie in Nordkorea oder das Pol-Pot Kambodschas die zwangsläufige Folge sind.» - Volkmar Weiss[28]

Zitat:

«Man sehe sich bitte nur einmal die von Schwarze Feder veranlassten bzw. inhaltlich besonders stark von ihm geprägten Begriffe in der deutschen Wikipedia an und vergleiche sie mit der englischen Wikipedia. Dann wird deutlich, welchen ideologischen Unfug hier ein Einzelner angerichtet hat. Die von Schwarze Feder initiierten oder von ihm stark beeinflussten Begriffe der deutschen Wikipedia wie Arbeiter­kinder, Bildungs­benachteiligung, Bildungs­benachteiligung in der Bundesrepublik Deutschland, Bildungsarmut, Bildungs­paradox, Theorie sozialer Schließung, Bildungs­chance und viele mehr haben in der englischen Wikipedia oder sonstwo in der Welt nicht einmal eine Entsprechung und sind Ausgeburten eines jakobinischen Egalitarismus, der sich haßerfüllt gegen alles Leistungs­tragende richtet. Es wird einmal einer ganzen Arbeitsgruppe bedürfen, um das wieder auf den Boden der Tatsachen zu stellen, wenn sich die Wikipedia nicht durch solche Auswüchse selbst ad absurdum führen will. Der englischen Wikipedia sind zwar die Probleme der deutschen Wikipedia nicht fremd, die politische Viel­schichtigkeit der englisch­sprachigen Welt hat aber derartige Ein­seitigkeiten bisher verhindert.» - Volkmar Weiss[28]

Zitat:

«Da ich nicht der einzige bin, der treffsicher und sachgerecht formulieren kann, der aber gerade deswegen ausgeschaltet werden soll, wird die Wikipedia für diese strittigen Felder nichts weiter sein und bleiben als eine Sammlung der herrschenden und durchschnittlichen Dummheit, ja sogar eben deshalb und zwangsläufig noch etwas unter dem Durchschnitt bleiben. So wird auch in der Wikipedia das Reich triumphieren, das Orwell in "1984" so glänzend beschrieben hat und von dem die wenigsten merken, wie es auch in der freien Welt langsam aber sicher die Macht ergreift. Und wer sind die, die sich als links einseitige Meinungs­wächter aufspielen: "Was ich sehr kritisch betrachte, ist der Arbeits- und Leistungs­wahn in dieser Gesellschaft.", lese ich da z.B. bei Herrn Andrax[wp]. Mit so einer Einstellung in einer so genannten Leistungsgesellschaft braucht man sich über die PISA-Ergebnisse doch gar nicht wundern, es kann und wird da nur noch schlimmer kommen.» - Dr. Volkmar Weiss am 31. Januar 2006[29]

Im Watchblog von Wiki-Watch schreibt ein Kommentator:

Zitat:

«Ich kann sagen, warum ich - nach einem kurzen Versuch vor ein paar Jahren - mein akademisch fundiertes Fachwissen NICHT per Wikipedia unentgeltlich und in meiner Freizeit zur Verfügung stelle:

Ich bin gerne bereit, eine äußere Form zu akzeptieren. So, wie schon im Studium Arbeiten eine gewisse äußere Form und sonstige Anforderungen erfüllen müssen.

Ich will und werde mich aber nicht zum Computer-Nerd[wp] dafür fortbilden. Keine Tags, kein HTML-Code, kein irgendwas. Entweder man stellt einen lückenlosen WYSIWYG[wp]-Editor, eine einfache Benutzer­führung für Autoren und eine übersichtliche, prägnante Einführung in Anforderungen der äußeren Form breit oder das Gros der potentiellen Autoren lässt es halt sein.

Es kann nicht sein, dass man für einen, mit Verlaub, popligen Wikipedia-Artikel um­fang­reichere Formalia-Dokumentationen beachten soll, bevor man auch nur einen produktiven Satz formulieren kann, als für eine Dissertation im akademischen Wissenschafts­betrieb. Vermutlich wäre Albert Einstein[wp] mit seiner Relativitäts­theorie auch bei der deutschen Wikipedia durchgefallen, hätte er heute gelebt und diese dort zuerst, im Geiste von "open access", veröffentlicht. Weil, nicht relevant und anstatt IT-Nerd ist Einstein ja leider "nur" ein Physikgenie.

Und vom Umgangston einmal ganz abgesehen. Da schreiben Leute mit viel Arbeit Artikel, die tatsächliche, fachliche Relevanz haben - und eine Enzyklopädie ist ja nun doch etwas tiefer­gehender als ein Jugend­lexikon - aber fachliche Laien meinen beurteilen zu können, dass Thema X nicht relevant ist. Obwohl gerade dazu in den Wissen­schafts­publikationen enorm viel publitziert wird und hier die Wikipedia am wissenschaftlichen Puls der Zeit sein könnte - aber Admin XY weiß davon persönlich nichts, also kann es ja nicht relevant sein.

Solange nicht einmal Relevanz­prüfungen auf dem Standard des akademischen Peer-Review-Prozesses stattfinden - von einer echten "Mitmach-Wikipedia" für jedermann wäre das ja trotzdem noch weit entfernt - solange läuft doch jeder seriöse Akademiker schreiend davon, bevor er sich auf solch einen Unfug einlässt, sich komisch anreden lässt und im Zweifel seine Zeit vergeudet hat, weil irgend ein Nerd[wp] mit einer kurzen, trockenen, frechen Begründung Texte löscht, in die viel Arbeit gefloßen ist. À la "Guckst du hier und hier." (die beiden "hier" sind jeweils mit Hyperlinks unterlegt, die zu gefühlt drei­tausend Seiten langen Formwerken der Wikipedia führen.), bumm, gelöscht. Oder jemand hat in der Diskussion seine --~~~~ vergessen, weil er kein Nerd ist, aber derjenige hatte einen wertvollen, fachlichen Beitrag - bumm, gelöscht.

So kleinlich und formalistisch können wirklich nur Deutsche sein. Darum wundert mich auch nicht, dass die englisch­sprachige "Mutter-Wikipedia" solche Probleme nicht hat. Die Wikipedia an sich ist und bleibt ein tolles Projekt. Aber sie wird meiner Meinung nach, um das ganz deutlich zu sagen insb. in Deutschland, einfach falsch geführt, von den falschen Leuten geführt. Denn zu guter Führung auch einer offenen Gemeinschaft gehört nun einmal, Nerven­sägen und Streit­hansel zu verwarnen und bei fruchtlosen Verwarnungen schlicht auszuschließen. Irgend jemand muss doch auch bei Open-Source-Open-allesmögliche-Projekten letztlich den Hut auf haben. » - Eric[30]

Anspruch

Die Wikipedia hat den Anspruch, eine Enzyklopädie zu sein. Weil die Wikipedia Enzyklopädie sein will, und sich so beispielsweise an der Encyclopædia Britannica[wp] misst, versucht die Wikipedia in ihren Leitlinien eine Enzyklopädie nachzuahmen.[31] Vom Anspruch her sollen "Artikel von einem neutralen, möglichst wertungs­freien, Standpunkt aus formuliert werden" und "keine eigenen Gedanken, Meinungen und Theorie­gebäude in die Wikipedia einfließen". Den Lesern von Wikipedia wird vorgemacht, sie hätten es mit einer neutralen, objektiven und fundierten Enzyklopädie zu tun, ohne dass dieser Anspruch eingehalten werden kann (Anspruch und Wirklichkeit).

Bereits 2006 zeichnete sich ab, dass Wikipedia seinem Anspruch nicht gerecht werden kann. Arne Hoffmann zitierte aus der englisch­sprachigen Wikipedia(sic!) am 18. Januar 2006[32] (also schon drei Jahre bevor (sic!) WikiMANNia gegründet wurde):

  • Die Wikipedia-Autoren seien in der Regel sehr jung und schrieben auch so. Das hat ihr die Bezeichnung "Kinderlexikon" eingebracht.
  • In traditionellen Lexika dürfe sich niemand erlauben, Schwachsinn zu verzapfen, weil seine wissen­schaftliche Reputation davon abhänge. Die Anonymität der Wikipedia hingegen erlaube jedem, der sich für einen Experten hält, fröhlich draufloszufaseln.
  • Die Grundannahme der Wikipedia, dass eine ständige Überarbeitung der Artikel durch immer mehr Autoren zu einer immer höheren Qualität führt, sei unbewiesen. Tatsächlich stießen Experten von außen auf so einige Artikel, die ursprünglich sehr gut waren und durch inkompetentes Herumgebastel immer bedenklicher gerieten.
  • Es sei illusorisch, dass jeder Wikipedia-Artikel ständig verbessert werde. Viele blieben unbeachtet, so dass sich in ihnen aller möglicher Unfug einnisten könne. [...]
  • Der Wikipedia-Grundsatz "Artikel müssen unter einem neutralen Standpunkt geschrieben werden" verkümmert in Wirklichkeit dazu, dass die Beteiligten darüber abstimmen, was als "neutraler Standpunkt" zu gelten hat. Dabei haben die Wikipedia-Administratoren oft die letzte Entscheidungs­gewalt, und die Stimmen von Leuten, die sich in der Wikipedia-Hierarchie schon gut eingenistet haben (zum Beispiel weil sie mangels Berufs­qualifikation genügend Zeit für solche Dinge haben), sind einflussreicher als die Stimmen von echten und neuen Experten, die oft als "Trolle" abgewatscht werden. Von dem bekannten Wikipedia-Kritiker Andrew Orlowski stammt der treffende Satz: "Wenn du ein Experte bist und bei der Wikipedia helfen möchtest, bereite dich auf monatelange Streitereien vor - normalerweise mit Leuten, die von dem Thema keine Ahnung haben." Noch dazu werden einige Themen von Lobby­gruppen und FantikerInnen gekapert. [...]
Besonderen Spaß hatten seit jeher Vertreter der Männerbewegung mit einigen Wikipedia-Ideologinnen. Zentrale Fakten und Argumente waren dabei oft entweder gar nicht oder erst nach langem Ringen einzubringen. Bestimmte Artikel ("Väteraufbruch für Kinder") wurden erst mal auf die Löschliste gesetzt und mussten überhaupt erst um ihre Existenz­berechtigung kämpfen, andere Artikel (etwa eine Liste mit Autoren der Männerbewegung) wurde von den Wikipedianerinnen auf Dauer völlig blockiert. Ebenfalls ein Löschantrag wurde erst einmal gegen das Portal: Männer eingebracht, das sich zwar schließlich durchsetzen konnte, aber putzigerweise, was durch einen Blick auf die Versions­geschichte deutlich wird, vor allem von der rührigsten Wikipedia-Feministin mitgeprägt wurde. Andere Artikel zu diesem Thema leiden auf ähnliche Weise: Wer am meisten freie Zeit hat und am verbissensten kämpft, gewinnt.

Brauchbarkeit

Die WIKIPEDIA-Idee war grossartig: Ein Lexikon im Internet - eine Enzyklopädie des Wissens zu schaffen. Für jedermann zugänglich und kostenlos. Das Problem: WIKIPEDIA bietet - im Gegensatz zu herkömmlichen Enzyklopädien - keine Gewähr für die Richtigkeit ihrer Artikel!

Jeder Internet- und WIKIPEDIA-Benutzer kann deren Einträge nicht nur lesen, sondern auch neue verfassen! Er kann selber Beiträge in WIKIPEDIA schreiben, deren Inhalte vorsätzlich verändern oder absichtlich verfälschen, falsche Behauptungen aufstellen und böswillige Eintragungen vornehmen. Richtige Einträge können gelöscht und falsche neu eingegeben werden. Somit ist WIKIPEDIA auch ein Paradies für jede Menge Dilletanten und sie hat deshalb als "Lexikon" in kurzer Zeit bei Fachkreisen fast jeden Kredit verspielt. 'Die Glaub­würdig­keit von WIKIPEDIA ist im Keller! Diesen Verlust hat sich WIKIPEDIA aber selbst zuzuschreiben.

Z.B. ist offenbar niemand für die Inhalte von WIKIPEDIA verantwortlich! Der Bibliothekar Philip Bradley sagte dazu gegenüber dem Guardian:

"Ich verwende WIKIPEDIA in der Praxis nicht. Ich kenne nicht einen einzigen Bibliothekar, der dies tun würde. Das Hauptproblem ist das Fehlen eines verantwortlichen Herausgebers. Bei gedruckten Veröffentlichungen müssen die Herausgeber dafür Sorge tragen, dass ihre Informationen zuverlässig sind, da ihr Lebens­unterhalt davon abhängt. Aber mit so was wie diesem hier (WIKIPEDIA) geht das alles den Bach hinunter!"

WIKIPEDIA behauptet, eine Enzyklopädie zu sein. Andrew Orlowski schreibt dazu:

"Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Die harsche Kritik (an WIKIPEDIA) wäre jedoch wesentlich leiser ausgefallen, wenn das WIKIPEDIA-Projekt nicht selbst derartig überzogene Ansprüche an sich gestellt hätte. Diese bittere Lektion bezüglich überheblicher Eitelkeit ist ein grösstenteils selbst­verschuldetes Problem. Die Öffentlichkeit hat eine feste Vorstellung davon, was eine Enzyklopädie ist: Eine Quelle von Informationen, der man grundsätzlich vertrauen kann oder der man zumindest ein wenig mehr vertrauen kann, als einer undurch­schaubaren Bürokratie und die ganz sicher vertrauens­würdiger ist als ein paar spontane Schmierereien - und WIKIPEDIA ist ein riesiger Misch-Masch der beiden letzteren!"

Ein weiterer Kritikpunkt: Die meisten WIKIPEDIA-Autoren haben keine wissenschaftliche Ausbildung und besitzen keinen akademischen Grad. In machen Schulen und Universitäten darf WIKIPEDIA deshalb zum Verfassen von Hausarbeiten nicht als Quelle benutzt werden. Einige Bildungs­einrichtungen haben WIKIPEDIA ganz ausgeschlossen. HIAWATHA BRAY schreibt dazu im Boston Globe:

"Sicher, WIKIPEDIA ist populär. Vielleicht zu populär. Denn ihr mangelt es an der zentralen Eigenschaft einer traditionellen Enzyklopädie: Glaubwürdigkeit! Traditionelle Nach­schlag­werke stellen Fachleute ein, um ihre Artikel zu verfassen. Und sie beschäftigen ausgebildete Lektoren, um deren Arbeit zu überprüfen - und nochmals gegen­zu­prüfen. WIKIPEDIA-Artikel werden hingegen von jedem geschrieben, der sich für einen Experten hält!"
Ein zusätzlicher Kritikpunkt an WIKIPEDIA sind die enormen Qualitäts­unter­schiede zwischen den verschiedenen Beiträgen und Themen­bereichen. Viele WIKIPEDIA-Artikel sind amateurhaft, inhaltlich zweifelhaft oder ganz einfach falsch. Für den Leser eines WIKIPEDIA-Beitrages ist es deshalb schwierig zu entscheiden, welche Artikel korrekte Informationen enthalten und welche nicht.
- Grösste Vorsicht vor WIKIPEDIA!, Estermann-News am 7. August 2012

Aus der Tatsache, dass einerseits viele Wikipedia-Artikel inhaltlich zweifelhaft bzw. auch ganz falsch sind und andererseits für den Leser nicht erkennbar ist, ob ein Artikel korrekte Informationen enthält oder nicht - die Richtigkeit und Verlässlichkeit der verfügbaren Informationen im Unterschied zu konventionellen Enzyklopädien zufällig ist - folgt, dass die Wikipedia ALS GANZE unzuverlässig und damit unbrauchbar ist.

Konfliktursachen

Der erste Einblick in den Streit-Moloch "deutsch­sprachige Wikipedia" entstammt einem Vortrag, den Dr. Thomas Roessing von der Universität Mainz im Jahre 2011 auf einer Konferenz der International Association for the Development of the Information Society (IADIS) in Rom gehalten hat. In seinem Vortrag analysiert Thomas Roessing Vandalismus und Editier-Kriege in der Wikipedia. Dabei beschreibt er Editier-Kriege als regelmäßig vorkommende, ideologische Aus­einander­setzungen, bei denen die jeweiligen Kontrahenten mit "instrumental editing" arbeiten, also damit, Quellen zusammen­zu­suchen, die die eigene ideologische Position unterstützen bzw. die ideologische Position der Kontrahenten unterminieren. Diese Praxis der willkürlichen Quellen­auswahl, die Arne Hoffmann und ich in unserem Offenen Brief angesprochen und auf das Fehlen eindeutiger Kriterien darüber, was eine verlässliche, reliable oder brauchbare Quelle auszeichnet, wie man sie erkennt, zurückgeführt haben, ist nach Ansicht von Thomas Roessing eine Ursache dafür, dass heftige Konflikte "regularly escalate to intense argument and sometimes members of the community loose their temper" (Roessing, 2011).

Eine weitere Ursache dafür, dass Editier-Kriege ausbrechen, hat Roessing auf Basis einer empirischen Analyse, in die 500 Vandalismus­meldungen (darunter 69 Editier-Kriege) eingegangen sind, die innerhalb von 10 Tagen und im November 2009 auf Wikipedia-Deutschland erfolgt sind, identifizieren können. Die Ursache ist schnell benannt: Die Administratoren, die eigentlich dafür da sind, Editier-Kriege zu unter­binden bzw. angesichts eines Editier-Krieges eine Entscheidung für die eine oder andere der Konflikt­parteien zu treffen, machen ihre Arbeit nicht: "Administrators play a key role in Wikipedia's system for conflict resolution. They do their work properly in simple and undisputed cases but tend to leave a discussion alone when it comes to heavy conflicts among users." Und: "Of the 69 cases that were archived without a decision by an administrator or another resolution, 14 were consensual discussions, 9 somewhat disputed and 46 heavily disputed discussions. It is plausible that administrators fear to anger other users by deciding a disputed argument and thus refrain from doing so." (Roessing, 2009).

Eine weitere, neben der von Roessing angesprochenen Ursache für die "Arbeits­verweigerung" der Administratoren ist besteht wohl darin, dass Administratoren durch das Fehlen der bereits angesprochenen Kriterien nicht wissen, wie sie entscheiden sollen bzw. keine Basis haben, auf die sie ihre Entscheidung für alle nachvollziehbar stützen können. Das System "Wikipedia" ist eine Zeitbombe, denn die nicht gelösten Konflikte gehen ja nicht weg, vielmehr steht zu vermuten - und die Tatsache, dass die Konfliktherde immer von denselben Autoren ausgehen, spricht dafür - das Konflikte, die in einem Bereich nicht gelöst wurden, in den nächsten Bereich getragen werden.

Neben dem Fehlen eindeutiger und verlässlicher Kriterien, die die Arbeit bei Wikipedia strukturieren, ist die Anonymität der Autoren eine weitere Ursache für Umgangston, schwelende Konflikte und die zuweilen vergiftete Atmosphäre. Dass dem so ist, zeigt eine Studie aus Süd-Korea.[22]

Gefälschte Wahrheit

Gefälschte Artikel/Hoax

Hin und wieder fallen gefälschte Artikel auf. So gab es knapp fünf Jahre einen englischsprachigen Wikipedia-Eintrag über den "Bicholim-Konflikt". Jetzt ist der Eintrag gelöscht worden, weil es das angeblich historische Ereignis nie gegeben hat.

In über 4.500 Wörtern ließ sich ein Autor in einem englischsprachigen Wikipedia-Eintrag über den Bicholim-Konflikt[wp] aus. Laut dem Eintrag habe in den Jahren 1640 bis 1641 Portugal eine kriegerische Aus­einander­setzung mit dem Reich der Marathen - einem Staat in Zentralindien - gehabt, der schließlich mit einem Friedens­vertrag beendet wurde, der den Grundstein für den indischen Bundesstaat Goa gelegt habe. Insgesamt fünf Jahre war der Eintrag auf Wikipedia online und wurde nun Ende 2012 gelöscht. Der Grund: Ein Wikipedia-Nutzer recherchierte nach und stellte fest, dass es diesen Konflikt niemals gegeben hat und sich jemand die ganze Geschichte von vorne bis hinten ausgedacht. Das berichtet die Website "The Daily Dot".
Demnach gab es eigentlich von Anfang an einige Hinweise darauf, dass mit dem Wikipedia-Eintrag etwas nicht stimmt. Immerhin wurde in den Fußnoten nur ein Buch als einzige Quelle für den Eintrag genannt, das natürlich nicht existiert. Dennoch wurde der Artikel knapp zwei Monate nach seiner Erstellung als "Guter Artikel" bei Wikipedia markiert. Den Status "Featured Article" blieb dem gefakten Eintrag auf Wikipedia allerdings verwehrt, weil die Anzahl der angegebenen Quellen als zu gering eingestuft wurde.
Der Wikipedia-Nutzer ShelfSkewed schaute sich den Artikel über den Bicholim-Konflikt dann Ende Dezember schließlich genauer an und kam zum Schluss, dass es sich um einen Hoax[wp] handeln muss. "Ein cleverer und ausgetüftelter Hoax", wie Wikipedia:Articles for deletion/Bicholim conflict[wp] auf Wikipedia schreibt.
Ein gefakter (gefälschter) Artikel auf Wikipedia ist natürlich kein Einzelfall. Ungewöhnlich ist höchstens, dass der Artikel so lange unbemerkt blieb. In der von Wikipedia:List of hoaxes on Wikipedia[wp] selbst geführten Liste mit den Wikipedia-Hoaxes werden aber auch gefakte Wikipedia-Artikel gelistet, die viel länger online waren, ehe sie entdeckt wurden. So beispielsweise der Artikel über Gaius Flavius Antoninus, dem angeblichen Attentäter von Julius Caesar, was natürlich Quatsch ist. Der Artikel war aber dennoch vom 9. Juni 2004 bis zum 13. Juli 2012 und damit für über acht Jahre online gewesen.
Wikipedia bezeichnet das Erstellen solcher Hoax-Artikel als Vandalismus und bittet seine Nutzer andere Test-Methoden zu verwenden, wenn überprüft werden soll, wie akkurat die Online-Enzyklopädie ist. So sei es beispielsweise sinnvoller nach bestehenden unkorrekten Aussagen in Artikeln Ausschau zu halten und dann zu überprüfen, wie die Aussagen online waren und dann auch möglichst noch zu korrigieren.[33]

Die Tatsache, dass in Wikipedia anonyme Autoren Artikel fälschen können, ist allerdings nur ein Teil eines viel größeren Problems. Die Veröffentlichung von falschen Informationen ist nur eine Seite der Medaille, die andere Seite ist das Löschen von richtigen Informationen, beziehungs­weise die Verhinderung ihrer Veröffentlichung, weil sie nicht erwünscht sind. Beispiele gibt es in WikiMANNia zu Rainer Hoffmann und Gustl Mollath.

"Wikipedia hat viele gefäkte Artikel. Andererseits werden Artikel aber auch gelöscht, weil sie - trotz guter Quellen - nicht genehm sind. Umdenken in einigen historischen Dingen fällt nämlich den Administratoren auch schwer. Wichtiger wäre es, auch querdenkende, gut gebildete Administratoren anzuwerben. Vielfach merkt man: Was nicht sein darf - kann nicht sein!"[34]

Gelenktes Wissen

Wikipedia ist geflutet von Begriffen und Begriffsfindungen aus dem Feminismus-, Gender- und Homo-Bereich. Auf der anderen Seite wird bezüglich Feminismus und Männer­rechts­themen gelöscht, gefälscht und manipuliert, dass sich die Balken biegen. Allerdings spiegelt sich in Wikipedia nur im Kleinen das wider, was es im Großen schon immer gegeben hat.

Zitat:

«Falschaussagen wurden schon immer zu "wahren" Fakten umgemodelt, denn der Gewinner schreibt die Geschichte.[35] Kirche, Kriegsherren, Herrscher, Firmen, Lobbys, Wissenschaftler...

Derjenige, der die meisten Menschen erreicht, hat im allgemeinen Weltbild recht, wahr ist es deswegen aber noch lange nicht, siehe unterdrücktes Gedankengut durch die Religionen, oder recht aktuell in der Physik das Hawkings-Modell. Es gibt diverse gegenläufige Tendenzen die andere, möglicherweise plausiblere Modelle zum Verhalten des Universums erstellen als Hawkings[wp], aber sie werden von der Fachpresse und Kollegen ignoriert, denunziert und können so nicht publiziert werden, schlicht, weil sich ein so großer wissenschaftlicher Fachbereich nun auf Antimaterie und dunkle Energie gestürzt hat, die nun alle ihre Jobs behalten wollen und deswegen ihre Theorien für allgemein­gültig erklären, obwohl sie möglicherweise alle in die falsche Richtung denken, so wie die Welt angeblich mal flach war. Da hat sich über die letzten Jahrtausende nichts geändert.» - maho76[36]

Möglicherweise trifft das Gesagte auch auf Familienpolitik, Feminismus, Genderismus, Klimawandel, Öko-Umwelt-Solar und andere Bereiche zu.

Damit ist ein allgemeines Problem angeschnitten, was wahr ist und was nicht, nach welchen Maßstäben das beurteilt wird und wer das festlegt und dies alles ist kein Wikipedia-spezifisches Problem.

Zitat:

«Heute gilt: Wahrheit interessiert, wenn sie den eigenen Interessen nützt. Nützt sie ihnen nicht, dann muss sie unkenntlich gemacht werden. Wir leben in einer Show-Gesellschaft. Die Mehrheit will nicht lange argumentieren. Sie will, was richtig ist, präsentiert und vorgekaut bekommen und einen Abstimmungs­knopf drücken: Gefällt mir/gefällt mir nicht. Das ist Pöbelherrschaft. Es geht nicht um richtig oder falsch, um wahr oder unwahr, sondern um die Gunst des Pöbels - Max Erdinger[37]

Auf der einen Seite werden gewünschte Informationen hinzugefügt, auf der anderen Seite verschwinden unerwünschte Informationen:

Zitat:

«Sollte man die Wikipedia kritisch beobachten, so fällt vor allem auf, was an interessanten Informationen peu à peu verschwindet. Betroffen sind vor allem gesellschaftliche und politische (auch geschichtliche) Themen. Man gewinnt den Eindruck, als wolle sich die Wikipedia über das Weglassen habhafter Informationen refinanzieren. Das kann man bedauern, aber es ist ein Zug der Zeit, den Menschen sachliche Informationen vorzuenthalten, insbesondere die Presse erwirbt sich auf diesem Gebiet einen Lorbeerkranz um den anderen, mal abgesehen von mehr oder minder krassen Fehlmeldungen.» - albert schulz[38]

Zitat:

«Wikipedia ist mittlerweile für viele Internetnutzer zu einem festen Nachschlagewerk geworden. Das kostenlose Online-Lexikon, an dem sich freiwillige Autoren aus aller Welt beteiligen, gibt es bereits seit 15 Jahren in zahlreichen Sprachen. Zu den Grundsätzen der Wikipedia gehört unter anderem, dass die verfassten Beiträge einen neutralen Standpunkt haben sollen. Auch sollen die Benutzer sich unter­einander respektvoll verhalten. Doch ist dies in der Realität wirklich der Fall oder werden womöglich bestimmte Beiträge im Interesse Dritter ausgelegt? Der Politologe und Publizist Hermann Ploppa hat auf dem Internetportal Telepolis eine Artikelreihe veröffentlicht, die diesen Fragen nachgeht. Im Gespräch mit RT-Moderatorin Jasmin Kosubek schildert er seine Erkenntnisse.

Der Frage, ob Wikipedia ein seriöses Lexikon ist, das neutral und unparteiisch aufklärt, ist auch der Filmemacher Markus Fiedler nachgegangen. Zusammen mit Frank-Michael Speer haben die in ihrer Dokumentation "Die Dunkle Seite der Wikipedia" beispielhaft aufgezeigt, wie bestimmte Benutzer­netzwerke die Oberhand über bestimmte Inhalte haben und diese auch rigoros verteidigen. Nicolaj Gericke sprach mit Markus Fiedler über seinen Film.» - RT Deutsch[39]

Wikipedia-Autoren geben auf

Zitat:

«Der Grund für den Schwund ist leicht gefunden: Warum sollte ich was in Wikipedia schreiben, wenn das jederzeit irgendwelchen Löschzwergen zum Opfer fallen könnte? (...) Anders gesagt: Die Wikipedia Editoren sagen (zu den) Autoren: "Kommt bitte zu uns und investiert eure Zeit! Vielleicht löschen wir eure Arbeit dann wieder, aber immerhin habt ihr was geschrieben. Ist doch toll, oder?" Ich schreibe aus genau dem Grund nicht mehr auf Wikipedia.» - Arne Babenhauserheide[40]

Zitat:

«(...) Die Zeiten, als ich noch gerne für Wikipedia gearbeitet habe, sind definitiv vorbei. (...) Auf Wiedersehen.» - El Capitan[41]

Zitat:

«Hallo liebe WP-Freunde,
nach über 7 Jahren Zusammenarbeit und dem Schreiben von über 2500 Edits gebe ich auf. Was mir in den letzten zwei Wochen an den Kopf geknallt wurde, nachdem man 5 meiner Beiträge gleichzeitig mit Löschanträgen zugepflastert hat, was WP-Admins für Entscheidungen im Banne der "Relevanz­kriterien" fällen, hat mir gezeigt, dass die Wikipedia sich weit von ihren eigenen Idealen entfernt hat. Zu weit für mich.
Ich will nicht nachtreten. Es waren schöne 7 Jahre und es hat mir Spaß gemacht, die Beiträge zu schreiben. Doch jetzt wünschte ich mir, ich hätte sie nie geschrieben. Die Enzyklopädie ist mE mittlerweile fast vollständig in der Hand von WP-Mobbern, WP-Stalkern und anderen. Diese bringen durch einen schier unendlichen Energieaufwand immer mehr gestandene WP-Admins dazu, "merkwürdige" Entscheidungen in der Sache zu treffen. Die Enzyklopädie ist nicht mehr für die Menschen, die darin etwas nachschlagen wollen, sie ist mittlerweile gegen sie. Schade. Anders ist es gar nicht zu erklären, dass ein Projekt wie MARJORIE-WIKI aufgesetzt wurde und regen Zulauf hat.
1001 Grüße und lebt wohl» - Arthur Diebold[42]

Zitat:

«Die Wikimedia-Herrschaften, mit denen ich bisher das Vergnügen hatte, haben wenig mehr Persönlichkeit erkennen lassen als trotzige Pubertierende mit Corpsgeist. Und da die Wikimedia durch die Spenden über bemerkenswerte finanzielle Möglichkeiten verfügt, Geld jedoch bekanntlich den Charakter verdirbt, halten die sich für unantastbar.» - Markus Kompa[43]

Zitat:

«Nach den Jahren des Aufbruchs haben die meisten Autoren der Wiki-Community längst den Rücken gekehrt. Die einstige Idee des kollektiven Wissens wird heute von einer überschaubaren Clique untereinander heftig zerstrittener, provinzieller Streithanseln dominiert, die ihre Intriganz allenfalls dann überwinden, wenn es gegen Leute von außen geht.» - Markus Kompa[43]

Inzwischen sind es nicht mehr nur Wikipedia-Autoren, die aufgeben. Ulrich Fuchs, einer von rund dreißig Gründungs­mitgliedern von Wikimedia Deutschland, erklärt seinen Rückzug folgendermaßen:

Zitat:

«Im Jahre 2004 habe ich als eines von etwa dreißig Gründungs­mitgliedern in Berlin die Wikimedia Deutschland aus der Taufe gehoben. [...]
Mit einigem Entsetzen muss ich jetzt allerdings feststellen, dass dieser Verein, unter anderem aus meinen Mitglieds­beiträgen, mit 80.000 Euro ein Projekt finanziert, das "Diversität für Wikipedia" erreichen soll [...]
Ziel von uns Gründungs­mitgliedern der Wikimedia Deutschland war die Förderung freien Wissens [...] Unser Ziel war es keinesfalls, Pseudowissenschaften wie die so genannten Gender-Studies mit fünf­stelligen Beträgen zu finanzieren, um Vorschläge zu erarbeiten wie innerhalb der Wikipedia-Community Probleme gelöst werden sollten, die keine sind.
Im Gegenteil: Wikipedia und Wikimedia waren der Aufklärung verschrieben. Das scheint Geschichte zu sein. Vortragstitel wie "Towards the Democracy of Knowledge: Bringing Gender Diversity to Wikipedia", mit denen etwa eine Frau Buchem vorgibt, Forschung zu betreiben, zeugen von gegen­teiliger Geisteshaltung. Hier geht es nicht mehr um freie Inhalte, Aufklärung, Wissenschaft oder auch nur Lehre, hier geht es ausschließlich ums leistungslose Abgreifen von Förder- und wie in diesem Fall Drittmitteln mittels inhaltsleerer Phrasen, nachdem genau zu diesem Zweck durch die nun Geförderten erfolgreich ein Popanz aus imaginierten Problemen aufgebaut wurde, die dringenst "analysiert" werden müssten.
Einen Verein, der solch pseudo­wissen­schaft­liche, parareligiöse "Forschungs"-Felder aus Mitglieds- und Spenden­beiträgen finanziert, will ich nicht weiter unterstützen.
Ich erkläre daher mit sofortiger Wirkung meinen Austritt aus der Wikimedia Deutschland Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens e.V.» - Ulrich Fuchs[44]

Zitat:

«Große Zukunft der Wikipedia. Die eine Hälfte der regelmäßigen Autoren geht wegen der Superprotect[wp]-Affäre.[45] Die Hälfte der noch verbliebenen Hälfte geht wegen des Kreuzstreites[wp]. Das restliche Viertel hat auch nicht mehr so recht Bock. Wer bleibt sind die POV-Pusher[wp] dunkel­rot­grüner Provinienz, denen das Neutralitätsgebot[wp] schon lange ein Dorn im Auge ist, die die Wikipedia zum Medium der "Erziehung des Menschen­geschlechts" umfunktionieren, um ihre Weltsicht vom Guten und Bösen exklusiv unter das Volk zu bringen. Will ich da noch mitmachen? Vor dieser Wikipedia kann man eigentlich nur noch warnen.» - Athanasian am 29. August 2014[46]

Zitat:

«Neutralität[wp] interessiert hier anscheind keine Sau mehr, seit sich die gesamte Wikipedia in Kreuz­befürworter und Kreuz­gegner gespalten hat und die Hälfte in jeweils gut und böse einteilt. Neutralität ist scheinbar kein Wert mehr für sich, ein Wert der Wikipedia, den man unabhängig von eignen Interessen und Partei­nahmen verfolgt um der Sache willen. Es ist ja auch viel einfacher, die Welt in Befürworter und Gegner, in Partei­gänger der "guten" (das sind die, die so sind wie man selbst) und der "schlechten" (das sind alle anderen) einzuteilen. Dann kommt noch die virtuelle NSA dazu. Aus dem Editier­verhalten in umtrittenen Gebieten wird ein politisches Profil gefolgert. Herzlichen Glühstrumpf, sag ich nur, wenn der Wikipedia-Community nicht bald ein Licht aufgeht, geht ihr Licht bald unter.

Persönliche Meinungen zum Artikel­gegen­stand sind eigentlich für die Wikipedia irrelevant, und was ich jetzt schreibe ist ein reines Krisen­symptom. Ich war als Kind selbst Zeuge häuslicher Gewalt und habe als Erwachsener schon öfter beruflich damit zu tun gehabt und in diesem Zuge auch mit Frauenhäusern. Ich halte von Gerhard Amendts Vorschlag, die Frauenhäuser zu schließen und entweder durch Beratungsstellen oder durch Familien­häuser zu ersetzen, gar nichts. Wenn der Partner um halb drei besoffen nach Hause kommt und anfängt, Frau und Kinder zu verprügeln, hat keine Beratungs­stelle offen, da hilft nur noch, sich sofort aus der Situation entfernen und an einem sicheren, abgeschirmten Ort unter­kommen zu können. Hier stehe ich präzise bei der Männerarbeit der EKD - eingedenk der Tatsache, dass es Frauenhäuser gibt, auf die Amendts Kritik einer Ideologisierung gegen die gesamte Männerwelt zutrifft. Hätte er eine Evaluation und eine Professionalisierung ihrer Arbeit durch die Finanzierung sytemischer Zusatz­qualifikationen gefordert, wäre der Vorschlag interessant gewesen. Die "Männer­rechts­bewegung" beobachte ich im übrigen aus großer Distanz und teilweise völligem Unverständnis - die "Gender Studies" allerdings ebenso. Ich nehme für mich in Anspruch, zu keiner der beiden Seiten zu gehören, die sich da bekriegen. So, und jetzt können mir alle, die Kollaboration von Gesinnungs­tests abhängig machen, in aller Gemütsruhe den Buckel runterrutschen.» - Athanasian am 28. Juli 2014[47]

Zitat:

«Die selbst gesetzten Standards zur Verifizierung können gar nicht gehalten werden, denn wenn man Quellen für Änderungen angibt - wer bewertet dann die Glaubwürdigkeit der Quellen? Deswegen setzt sich immer der Mainstream durch. Und so wird dann plötzlich beispielsweise der Schwachsinn von der Atmosphäre als Treibhaus ein anerkannter Fakt. Die überwältigende Anzahl der Befürworter kann ja nicht irren! So führt Wikipedia in vielen Themen­bereichen wieder ein Level der Wissens­bildung ein, das wir zuletzt hatten, als der größte Teil der Menschheit noch glaubte, die Welt wäre eine Scheibe.

Und alle, die ein Interesse daran haben, bestimmte Meinungen zu machen - ergo bestimmte Ideologien durchzusetzen, ob nun aus politischen oder finanziellen Interessen - haben eine Vielzahl williger Helfer, die ihnen zuarbeiten. Ob nun aus Überzeugung, aus Ignoranz oder wegen des Geldes, ist völlig egal von der Wirkung her. Es gibt einen guten Grund dafür, warum Wikipedia-Artikel nach wie vor in wissenschaftlichen Arbeiten nicht als Quelle verwendet werden dürfen.

Gleichwohl beziehen die meisten Leute heute ihr Wissen vor allem aus Wikipedia. *seufz*» - fpwinter[48]

Zitat:

«Sauer bin ich nicht, habe aber keinerlei Lust, mich mit den inneren Verhältnissen dieses Kolosses zu beschäftigen. Die internen Diskussionen und Regeln sind nachgerade grauenhaft und maßlos umständlich, vor allem zeitaufwendig.» - albert schulz[49]

Wikipedia-Autoren schaffen sich die Belege selbst

Andreas Kemper, der in Wikipedia als Schwarze Feder[wp] aktiv ist, schreibt Bücher, die er als Sekundärliteratur in den Wikipedia-Artikel Männerrechtsbewegung[wp] selbst einzustellen versucht. Weil das zunächst (2011) erfolglos bleibt[50][51] findet er andere Wikipedia-Kollegen, die seine Bücher für ihn einfügen und ruft dazu auf Diskussionsseiten auf:

Zitat:

«Koennte bitte ein Admin im Abschnitt "deutschsprachige Sekundaer­quellen" den gerade erschienenen Band "Andreas Kemper (Hg.) Die Maskulisten." (...) einfuegen? (...) Danke» - Schwarze Feder am 27. Juli 2012, 16:45 Uhr[52]

Und Fiona Baine (anonyme Wikipedia-Autorin) ist dazu auch gerne bereit:

Zitat:

«Der Artikel ist bis 28.7. gesperrt, danach werde ich das Buch in die Liste der deutschen Sekundärliteratur setzen.» - Fiona Baine am 27. Juli 2012, 18:39 Uhr[53]

In einem anderen Fall diffamiert Andreas Kemper in einem ersten Schritt zunächst WikiMANNia in einem Interview, dass er dem österreichischen Magazin "Die Standard" gegeben hat.[54] In einem zweiten Schritt fügt Fiona Baine den Inhalt des Interview eines Wikipedia-Autoren in Wikipedia ein:

Zitat:

«Wer sich jedoch seit dem Führungswechsel im Oktober 2012 hinter dem Pseudonym verbirgt, ist jedoch unbekannt. WGvdL.com greift auf den Service internationaler Provider zurück, die darauf spezialisiert sind, illegale und strafbare Inhalte zu hosten. Auf diese Weise konnten sich die Betreiber und Benutzer bisher trotz Verharmlosung des Nationalsozialismus, Urheber­rechts­verletzungen, Drohungen, Rassismus, gepaart mit Chauvinismus und Sexismus juristischer Verfolgung entziehen.» - Fiona Baine am 27. Februar 2013[55]

Weder in der Wikipedia-Fußnote noch auf der Webseite "diestandard.at" ist Andreas Kemper als Urheber erkennbar. So schaffen sich Wikipedia-Autoren die Belege selbst.

Im Jahr 2014 haben bereits andere Autoren, Hinrich Rosenbrock und Robert Claus, die Inhalte von Kemper aufgenommen und Kemper höchstpersönlich fügt das Claus'sche Maskulismus: Antifeminismus zwischen vermeintlicher Salonfähigkeit und unverhohlenem Frauenhass in die Literaturliste des Wikipedia-Artikels ein.[56] So wird ein Zitierkartell geschaffen. Kritik wird von JosFritz aus den Diskussionsseiten entfernt.[57][58][59] JosFritz ist ein Helfershelfer im Team von Schwarze Feder und Fiona Baine.

Wikipedia-Autoren biegen sich die Realität zurecht

André F. Lichtschlag[wp] beschreibt, wie Wikipedia-Autoren es schafften, seine Zeitung Eigentümlich Frei der Neuen Rechten zuzuordnen:

Zitat:

«Die Biologen sind schon ein verrücktes Völkchen. Einen Apfel zum Beispiel definierten sie lange als Kernobst­gewächs an Bäumen und Sträuchern. Dann sagten plötzlich einige von ihnen, eine bestimmte Bananensorte müsse fortan auch zu den Äpfeln zählen. Schließlich seien manche Äpfel ja auch gelb. "Aber", sagten der Bananen­plantagen­farmer und seine Kunden als Bananen­liebhaber, "das passt doch gar nicht!". Äpfel seien auch geschmacklich ganz anders definiert. Also schrieben die Biologen ihre Definition für den Apfel um. Jetzt heißt es: "Manche Äpfel sind Kernobst­gewächse an Bäumen oder Sträuchern. Andere haben keine Kerne und wachsen an Stauden."
Tatsächlich geht es natürlich nicht um die Biologie, dort macht man so etwas nicht. Gemeint ist das seltsame Gewächs der Sozio- und Politologen beziehungsweise dessen Fußvolk in den Strukturen einer Internet-Enzyklopädie. Doch zunächst der gespielte Witz: Worin unterscheiden sich gewöhnliche Sozio- und Politologen von ihren anonymen Imitaten im Wikipedia-Einsatz? Die ersten schreiben von ihrem Beobachtungs­objekt ab und finden dessen Aussagen böseböse. Die zweiten schreiben von den ersten ab und finden das Beobachtungs­objekt dreimalböse (und das Abschreiben und Böseböse-Finden "enzyklopädisch relevant"). Dieses Eiapopeia könnte psychologisch erklären, warum gerade gebaute Sozio- und Politologen am Ende dann doch lieber Taxifahrer werden. [...]
Zurück zu Äpfeln und Bananen. Auf der Wikifarm hatte man also die libertäre (oder konservativ-libertäre) Zeitschrift eigentümlich frei der Gattung der Neuen Rechten zugeordnet. Die aber, so las der Nicht­soziopolitologe überrascht weiter, strebten einen völkischen Nationalismus an. Die Banane war aber nun mal kein Apfel und vertrat recht eigentlich das genaue Gegenteil. Was also tun, sprachen Sozio- und Politologen zu sich selbst. "Fiona Baine" rieb sich die Nase und rief: "Ich hab's!" Einmal so hingestellt, änderte sie einfach die Definition. "Manche Neue Rechte wollen einen völkischen Nationalismus erneuern", heißt es nun, und anti­völkische Nicht­nationalisten zählen jetzt korrekt dazu. Die Banane ist eben doch ein Apfel.
Das könne keiner ernst nehmen, meinen Sie? Nun, es geht um Sozio- und Politologen, deren - wie Michael Klonovsky es im "Focus" gestern so schön ausdrückte - "wesentliche wissenschaftliche Leistung darin besteht, zu zitieren und das Zitierte dann ganz schlimm zu finden". Eine Professorin dieser seltsamen Zunft zum Beispiel belegt das vermeintliche "Suchen nach Nähe zum Rechtsextremismus seit 2007" mit an Marxens Barthaaren herbei­gezogenen Apfel-Bananen-Beispielen aus den Jahren 2003 bis 2004. Jeder entsprechende Schulaufsatz wäre mangels Logik mit "ungenügend" bewertet worden - jedenfalls vor dem Einzug der Kuschel­pädagogik. Professorin Karin Priester[wp] aber, um die es hier geht, erhält mit solchen Blüten "enzyklopädische Relevanz".
Doch wir wollen nicht lästern. Erbarmen hat auch sie verdient. Denn kein Mensch will recht eigentlich lesen, was Sozio- und Politologen gewöhnlich so schreiben, da sie - Ausnahmen bestätigen die Regel - abgesehen von elementaren Problemen mit der Logik im sozial gerechten Normfall zuweilen über soviel Stil und Wortwitz verfügen wie ein Pausen­zeichen. Niemand käme in der freien Wirtschaft auf die Idee, solcherart "Leistung" auch nur im Ansatz nachzufragen, geschweige denn im Austausch auch noch eine Gegenleistung wie Geld dafür anzubieten. Solche Sozio- und Politologen schreiben diskriminierend ausschließlich für ihresgleichen in durch elektrisierende Titel bereits erkennbaren Aufreger-Journalen wie "Blätter für deutsche und internationale Politik"[wp] oder "Aus Politik und Zeitgeschichte"[wp]. Ersteres wurde lange von SED[wp], Stasi[wp] und Co. finanziert, das zweite von den hiesigen Blockparteien und deren Geklüngel.
Wer hier Schreibdienst tun muss, für den hat es coolness­faktor­geschätzt leider nicht zum Trend-Journalisten gereicht und charakterlich nicht zum Taxifahrer. Stehen die gerade noch abgesprungenen Mainstream-Redakteure nur zu drei Vierteln linksaußen, so liegt der links­geschüttelte Anteil bei den Stammautoren von "Blättern" oder "APuZ" ganzkörperlich ideologisch korrekt im DDR-Wahl­ergebnis­wonne­bereich.
Wie ihre Genossen auf der Straße, die zum Beispiel immer dann zur Gegendemo andackeln müssen, wenn der als Feind kostümierte Geistesbruder Lust verspürt, eine rotbraune Party zu schmeißen, leben auch die stiller "beobachtenden" Sozio- und Politologen ein von ihren menschlichen "Objekten" zins- und spaßfrei geliehenes Leben. Muss man persönlich sehr beladen sein, um ein solcher "Second Hander" zu werden, Fräulein Priester? Oder erwächst der Frust umgekehrt aus der mangelnden Produktivität, Miss "Fiona Baine"? Was war zuerst: Die beamtete Henne oder das Ei des Schlendrian?» - André F. Lichtschlag[wp][60]

Anerkannte Quellen versus Verschwörungstheorie

Zitat:

«Auf [d]en Einspruch verlagerte sich die Argumentation wiederum und nun hieß es, der Autor [XY] sei "keine anerkannte Quelle", da er in [YZ]-Fachliteratur nicht zitiert werde. Weil das aber nicht stimmte und [XY] tatsächlich in einer ganzen Reihe von Sachbüchern zum Thema zitiert wird, kam das ultimative Argument: die Autoren der ihn zitierenden Bücher seien eben auch alles Verschwörungs­theoretiker.

Da war er - der klassische Zirkelschluss[wp]. Der hermetische Ausschluss von jeder möglichen Kritik - der sonst gerne eben jenen "Verschwörungs­theoretikern" vorgeworfen wird. Was verboten ist, kann es nicht geben. Und wenn doch, dann ist es gelogen. Denn sonst wäre es ja erlaubt. Oder so ähnlich. Wer einen Verschwörungs­theoretiker zitiert, muss selbst einer sein, per Definition. Denn sonst wäre der Zitierte ja keiner. Und das ist ja ausgeschlossen. Was zu beweisen war.

Das ist verrückt, aber es funktioniert. Dabei erscheint das Wikipedia-Prinzip selbst zunächst so logisch wie schlüssig: Es werden nur Belege aus seriöser Quelle akzeptiert, keine Verschwörungs­theoretiker. Was aber bezeichnet diese Kategorie "Verschwörungstheorie" genau? Welches Buch gehört dazu, und welches nicht? Was sind die spezifischen Kriterien? Die Fakten in einem Artikel oder in einem Buch können stimmen oder sie können falsch sein. Wann aber sind sie "verschwörungs­theoretisch"? Wenn sie zwar stimmen, aber zur falschen Schluss­folgerung führen? Was ist die "falsche" Schlussfolgerung?

Meine Frage an die selbst ernannten Gralshüter der Wahrheit, nach welchen spezifischen Kriterien denn "verschwörungs­theoretische" Texte von solchen unter­schieden würden, die man als Quelle bei Wikipedia akzeptiert, blieb unbeantwortet. Man sei nicht da, um Auskünfte zu erteilen, hieß es dazu nur knapp. Die gesuchten Kriterien solle ich "durch eigene Lektüre herausfinden". Fazit: Der Entscheidungs­prozess darüber, was "verschwörungs­theoretisch" und damit per se abzulehnen ist, verbleibt bei Wikipedia in einer Grauzone.

Man gewinnt den Eindruck, dass diese Grauzone so auch gewünscht ist. Ähnlich wie die gerichtliche Aufklärung der Anschläge vom 11. September 2001 dadurch behindert wird, dass man mutmaßliche Draht­zieher in das juristische Nirgendwo von Guantánamo und Co. abschiebt und ihnen einen transparenten Prozess verweigert, so dient die definitorische Grauzone des Begriffs "Verschwörungs­theorie" einer Behinderung der journalistischen Aufklärung. Mission accomplished also?

De facto wird der Begriff "Verschwörungs­theorie" heute vor allem benutzt, um Ansichten zu beschreiben, die nonkonform sind. Diese müssen dabei noch nicht einmal Theorien im eigentlichen Sinne sein. Es reicht der reine Dissenz mit dem Mainstream. Wenn beispielsweise jemand sein Unverständnis über den Zusammen­bruch der drei Türme am 11. September äußert, im Sinne von "keine Ahnung, was da genau passiert ist, aber Hochhäuser aus Stahl kollabieren jedenfalls nicht einfach so zu Staub", oder wenn etwa jemand argumentiert, er halte es für "schwer glaubhaft, dass die Geheim­dienste von den Anschlägen wirklich überrascht wurden", dann fällt das offiziell schon in die Schublade "Verschwörungs­theorie" - obwohl noch überhaupt keine Theorie geäußert wurde.

Das Wort wird somit in einer pauschalen Weise benutzt, die sich logisch oder vernünftig kaum mehr fassen lässt. Festes Kriterium scheint aber der nonkonforme Inhalt zu sein. Nonkonform wäre demnach "falsch". Wird diese Gleichung zur Grundlage wissen­schaft­lichen Denkens, ist der Stillstand natürlich determiniert. Wird sie zur Grundlage der Führung einer Enzyklopädie, so entsteht Wissen, das auf politische Opportunität genormt ist.

Das Prinzip, nur "autorisierte" oder "offizielle" Quellen zu akzeptieren, scheitert selbstverständlich auch in dem Moment, wo die Autoritäten selbst, ob in der Regierung oder den Medien, zu lügen beginnen. Was ja letztlich die Kernannahme hinter den Zweifeln an 9/11 ist: Die Öffentlichkeit wird belogen, und zwar gedeckt von Regierungen UND etablierten Medien.

Insofern berühren sich hier zwei verschiedene Ebenen des Themas 9/11. Einmal das historische Ereignis als Stoff eines enzyklopädischen Artikels - und dann die Infrage­stellung des grund­sätzlichen Prinzips zu akzeptierender Quellen. Wenn zur Beschreibung der Anschläge nur "autorisierte" Quellen zugelassen werden, diese aber ihre Autorität letztlich von denjenigen erhalten, die keine weitere Aufklärung wünschen, dann ist das (mangelhafte) Ergebnis vorprogrammiert.» - Paul Schreyer[61]

Klüngel statt Wissenschaftlichkeit

Zitat:

«Wikipedia ist ganz offenbar kein Lexikon, sondern ein Laienforum, das auf dem jeweiligen Stand festgehalten wird. Auf dem Stand, den diejenigen mit der meisten Zeit, Energie und Kenntnis der internen Klüngelei festlegen.

Daran ist nichts zu ändern, bzw. allenfalls durch komplette Sperre der Leute, die zu neutraler, wissenschaftlicher Sicht gar nicht fähig oder willens sind. Also ungefähr 90% aller Wikipedianer.»[62]

Wikipedia und Frauen

Anke Domscheit-Berg behauptet, das Internet würde von "weißen, hetero­sexuellen Männern" dominiert (dem Standard-Sündenbock[wp], Feindbild und Hassobjekt der Feministinnen). Als Begründung gibt sie an:

Zitat:

«Eine von Wikipedia kommunizierte Statistik besagt, dass dort der Männeranteil bei etwa 85 Prozent liegt. Das Wissen der Welt, dass in dieser Wissens­daten­bank gesammelt wird, enthält also viele Positionen von Frauen gar nicht.»[63]

Dazu bemerkt Blogger und IT-Spezialist Hadmut Danisch:

Zitat:

«Das heißt, dass allein schon die Untätigkeit, Bequemlichkeit und Faulheit der Frauen, dort einfach wenig zu schreiben, letztlich zu einem Vorwurf gegenüber Männern führt. Nach der Denkweise, wozu Frauen keine Lust haben, dürfen Männer dann auch nicht tun, weil sie ja sonst dort dominant und frauen­ausgrenzend wären. Egal was Männer machen oder nicht, sie sind schon durch ihre bloße Existenz frauen­feindlich, wenn einfach nicht ebenso­viele Frauen dazukommen und Männer damit ohne eigenes Zutun in der Überzahl sind. Die eigene Faulheit wird dem anderen angelastet.»[64]

Ideologische Unterwanderung

Die Anfälligkeit der Wikipedia für ideologische Unterwanderung beschreibt ein Wikipedia-Autor so:

Zitat:

«Die Anfälligkeit von Wikipedia für gezielte Manipulation liegt in der offenen Struktur der Enzyklopädie mit ihren anonymen Mitarbeitern begründet. Ich kann derzeit nicht erkennen, dass es seitens der Betreiber ein Konzept gibt, wie dem effizient zu begegnen ist. In einer Community regeln sich die meisten Dinge eben nicht von alleine, und basis­demo­kratische Prozesse führen nicht immer dazu, dass die verschiedenen Interessen/Stand­punkte von Mitgliedern einer Community in fairer Weise berücksichtigt werden. Die Anfälligkeit von Wikipedia für sozial­darwinistische Verdrängungs­prozesse ist jedenfalls offensichtlich. So verkommt die viel beschworene "Schwarm­intelligenz" zum Recht des Stärkeren. Letztlich bedarf es noch nicht einmal eines immensen Aufwandes, um Themen­gebiete dauerhaft in eine Schieflage zu bringen. Ich befürchte, die fleißigen Ideology-Worker sind sich nicht im Klaren, wie sehr ihre aggressive Dominanz in einigen Themen­feldern dem Projekt Wikipedia schadet und seine Reputation zerstört. Als enzyklo­pädisches Projekt kann WP langfristig nur dann glaubwürdig bleiben, wenn es gegen ideologisch motivierte Manipulation mit geeigneten Konzepten entschlossen vorgeht.» - Dr. Brahmavihara[wp][65]

Die Inhalte in der deutschen Wikipedia weisen eine feministische und linke Verzerrung auf. Eine in Deutschland sehr stark verbreitete Tendenz, die politische Rechte negativ und die politische Linke positiv darzustellen, setzt sich in sich in der deutschsprachigen Version des Online-Nach­schlage­werkes fort.

Diffamierung nichtlinker Benutzer

Im deutschen Wikipedia-Projekt werden Benutzer, die nicht links bzw. links­extrem sind, öfters Benachteiligung, Beleidigungen und Mobbing ausgesetzt, ja im besten kommunistischen Agitprop-Stil mit Nazis gleichgesetzt. Das alles passiert mit dem Gutheißen der dortigen Administration. Gutes Beispiel - das Beispiel ist aus dem Jahr 2012 - bietet hier wieder der Umgang mit der kommunistischen Zeitung Junge Welt[wp]. Nicht nur werden Hinweise zur Verfassungs­widrigkeit und links­extremistischen Orientierung des Mediums systematisch entfernt[66][67][68], sondern auch werden Benutzer, die auf Quellen basierend auf diese Tatsache verweisen, als Nazis oder Brauntrolle diffamiert[69], ohne dass die Betroffenen auch nur annähernd etwas Rechts­extremes geschrieben hätten[70], und am Ende gesperrt.[71]

Der Benutzer Fröhlicher Türke[wp], der diesen Benutzer grob beschimpft hat, wird natürlich nicht gesperrt, sondern der Benutzer, der es wagte, gemäß Verfassungs­schutz­bericht die Junge Welt als linksextrem einzuordnen. Einwände von anderen Nutzern zu solchem Verhalten werden administrativ gelöscht.[72]

Information icon.png Es gibt nicht, was nicht - ob nun vorsetzlich oder fahrlässig sei dahingestellt - missverstanden werden könne.[73] Die vorstehend beschriebenen Ereignisse stammen von 2012 und sagen nichts darüber aus, wie die Sache später ausgegangen ist oder was heute im Wikipedia-Artikel über die Junge Welt[wp] steht. Der Kommentator Hausmeister meint jedenfalls, WikiMANNia falsche Bericht­erstattung unterstellen zu können oder zu müssen:
Die Behauptung "Nicht nur werden Hinweise zur Verfassungs­widrigkeit und link­sextremistischen Orientierung des Mediums systematisch entfernt" ist kein Zitat und enspricht offensichtlich nicht dem, was man im Artikel über die Junge Welt lesen kann. [74]

Dem Kommentator scheint zu entgehen, dass sich in Wikipedia die Artikel im Minutentakt ändern, jede Aussage darüber, was in Wikipedia steht, zwangsläufig schon morgen veraltet sein kann und nicht mit vertretbarem Aufwand überwacht werden kann, was täglich in Wikipedia vor sich geht.

Man sollte auch die Zwischen­über­schriften lesen und dann wäre dem Kommentator aufgefallen, dass es hier darum geht, an einem konkreten Beispiel - pars pro toto[wp] - die "Diffamierung nichtlinker Benutzer" zu belegen und es nicht darum geht, anzuzeigen, was heute im Artikel über Junge Welt in Wikipedia steht. Diese Ober­flächlich­keit, mit der nur nach Stichworten gesucht und der Gesamt­zusammen­hang gar nicht erfasst wird, und wie dann aufgrund dieser katastrophalen Analyse dann vernichtende Urteile ausgesprochen werden, ist schon sehr ernüchternd.

In diesem Zwischenabschnitt soll belegt werden, dass in Wikipedia mit ganz harten ideologischen Bandagen gearbeitet wird und sich jeder Leser dessen bewussst sein sollte. Daran ändert die Tatsache, dass später doch noch ein Hinweis über die linksextreme Ausrichtung der Junge Welt Eingang in den Wikipedia-Artikel gefunden hat, jedenfalls nichts. Es geht hier nicht darum, wie sich der Artikel weiterentwickelt hat, sondern um den Umstand, dass in Wikipedia zur Bekämpfung Andersdenkenen mit übelsten Mitteln gearbeitet wird. - Die Redaktion am 20. Oktober 2016

Die Argumente des wikipedianischen Gesinnungs­prangers:
  1. Rechts ist böse
    "Mangelnde Abgrenzung gegen rechts", "rechte" Tendenzen, "rechts­populistisch" - dieser Vorwurf wird immer so formuliert, dass der Leser schnell das Gefühl bekommen kann, der Betroffene hätte eine rechts­extreme Einstellung. Wenn linke Akteure vor einem starken Einfluss von rechts warnen, dann ist das implizit eine Warnung vor der Wiederkehr des Nazireiches, besonders im linken, also eher regierungs­kritischen Klientel erreicht man diese Assoziation schnell.
    Das Fatale ist, dass derjenige, dem dieser Vorwurf gemacht werden kann, selbst absolut nicht rechtsextrem eingestellt sein muss. Es reicht schon das Befürworten konservativer Einstellungen, um von links als "rechts" eingestuft zu werden. Da der Wunsch nach Frieden jenseits politisch-ideologischer Grenzen gehegt und verteidigt werden kann, laufen aber heute enorm viele Friedens­aktivisten, also alle aus dem ideologisch mittigen oder konservativen Lager, Gefahr, in die Assoziations­kette rechts→rechtsextrem→Neonazi zu geraten.
  2. Kontaktschuld
    Genauer betrachtet, ist der Vorwurf "rechts" oder "neurechts" zu sein also inhaltsleer. Um ihn zu erhärten, wird gern erwähnt, dass der Delinquent Kontakt zu Menschen hatte, deren "Rechts­lastigkeit" allgemein bereits als erwiesen gilt. Dabei gilt es praktisch als selbst­verständlich, dass ein Mensch, über den Wikipedia das Urteil "rechts" gefällt hat, als Persona non grata zu behandeln ist. Also als eine Person, der keinerlei Chance mehr gegeben wird, ihre Ansichten in einer Diskussion oder Debatte zu vertreten.
    Es gibt Wikipedia-Einträge, die fast zu einem Drittel aus der bloßen Erwähnung von Kontakten bestehen, obwohl völlig klar ist, dass der Delinquent keinen weiteren Bezug zu jenen "rechten" Kontakt­personen hatte.
  3. Anti-Semitismus
    Anti-Semit ist laut Jutta Ditfurth jeder, der amerikanische Notenbanken kritisiert. Begründung: Weil man in Deutschland Juden nicht öffentlich beleidigen darf, kritisiert man die FED, meint aber in Wirklichkeit alle Juden dieser Welt. So hat sie es jedenfalls in ihrem berühmten 3-Sat-Interview dargelegt und so oder so ähnnlich wird es von ihr und anderen Gesinnungs­wächtern wiederholt. Die entsprechenden "Urteile" werden dann gern von Wikipedia als Fakt übernommen.
    Dabei ist die Logik dieser Argumentation absurd. Wo kämen wir hin, wenn jeder behaupten könnte, hinter einem wörtlichen Statement würde in Wirklichkeit ein ganz anderes stehen? Wenn ich verkünden würde: "Das Finanzamt sagt, ich soll Steuern zahlen, meint aber in Wirklichkeit, ich darf mein Geld behalten", nähme mich doch auch niemand ernst.
    Weiterhin dürfte sich bei den meisten Menschen die Einsicht durchgesetzt haben, dass Kritik an der Regierungs­politik Israels längst nichts mehr mit der Diskriminierung von Juden zu tun hat. Nur noch wenige ziehen diesen pauschalisierenden Kurzschluss. Umso erschreckender ist es, dass entsprechende Vorwürfe von Anti-Semtismus mit leichter Hand bei Wikipedia eingestreut werden.
    Obwohl das virtuelle Lexikon sonst so vehement auf über­zeugenden Belegen besteht, findet man beim Vorwurf des Anti-Semitismus so gut wie nie überzeugende Original-Zitate und als Quelle dienen in der Regel ausschließlich die Aussagen anderer. Und das bei einem der schlimmsten Vorwürfe, den man einer öffentlichen Person in Deutschland machen kann.
    Das Diffamierungspotential solcher Kurzschlüsse ist gewaltig, vor allem, weil es heutzutage fast jeden betrifft, der sich ensthaft für Frieden einsetzt. Man kann sich nicht mehr für Frieden einsetzen, ohne die Politik der Banken zu kritisieren, insbesondere der Notenbanken. Und man kann auch nicht friedens­politisch aktiv sein, ohne eine kritische Haltung gegenüber Israel einzunehmen, das inzwischen dritt­größter Waffen­produzent der Welt ist.
  4. Verschwörungstheoretiker
    Der Begriff wird in der Regel verkürzt verwendet und meint fast immer die "Verschwörungs­theorie um den 11. September 2011"[wp] Ich finde, hier zeigt Wikipedia sehr deutlich, dass es KEINE neutrale Wissens­plattform ist: 9/11-Verschwörungs­theoretiker sind bei Wikipedia alle, die die offiziellen Ermittlungs­ergebnisse "wonach das Terror­netzwerk al-Qaida die Anschläge plante und ausführte" anzweifeln. Weiter sagt Wikipedia:
    "Die wissenschaftliche Forschung weist sie (die Verschwörungs­theorien) als haltlos zurück."
    Der zweite Satz ist schlichtweg falsch. Man kann hier nicht von DER wissen­schaftlichen Forschung sprechen, es gibt zahlreiche wissen­schaftlich arbeitende Forschungs­gruppen zu 9/11, die unter­schiedliche Ergebnisse veröffentlichen und einige von ihnen weisen die Zweifel an der offiziellen Version eben nicht zurück. Doch dank seiner eigenen Definition kann Wikipedia alle, die die Al-Quaida-Version anzweifeln, als "nicht-wissen­schaft­lich" aburteilen und mit dem Bann "Verschwörungs­theoretiker" belegen.
  5. Anti-Amerikanismus
    Scheinbar etwas harmloser aber immer noch sehr zugkräftig ist die Diffamierungs­vokabel des "Anti-Amerikanismus". Auch hier wird mit dem Nachhall deutscher Geschichte gearbeitet. Die Assoziation, wer die Befreiung vom Faschismus durch die USA nicht akzeptiert, muss zwangs­läufig ein Nazi oder zumindest ein Ewig-Gestriger sein, scheint un­aus­gesprochen noch immer zu wirken.
    Auch hier steht der Friedens­aktivist vor einem unlösbaren Problem. Wer sich ernsthaft für die friedens­politischen Probleme unseres Planeten interessiert, kommt an einer kritischen Sicht auf das US-Militär gar nicht vorbei. Das lässt sich bei einer Regierung, die über fast die Hälfte des weltweiten Militär­budgets ganz allein verfügt und mit etwa 800 Militär­basen auf dem ganzen Globus vertreten ist, einfach nicht vermeiden.

In seiner Gesamtwirkung ist das Diffamierungs­vokabular des wiki­pedianischen Gesinnungs­prangers politisch unglaublich wirksam, weil es bei jedem, der sich ernsthaft für Frieden einsetzt, wenn nicht in allen so doch mindestens in ein oder zwei Punkten zutreffen muss.

Zahlreiche Künstler, Wissenschaftler und Publizisten stehen derzeit bei Wikipedia an solchen Gesinnungs­prangern und werden so mehr oder weniger stark in ihren Wirkungs­möglich­keiten geschwächt. Frei­beruflern kann das im schlimmsten Fall die Karriere zerstören, da ihre Auftrag­geber das Vertrauen in sie verlieren.

Es erscheint mir unrealistisch zu glauben, dass all diese diffamierenden Artikel, deren Wortlaut bzw. Argumentations­muster sich so auffällig gleichen, nur durch das spontane Wirken von Einzel­akteuren entstanden sind.

Ebenso habe ich große Zweifel, dass die deutsche Wikipedia, die neben all ihren freiwilligen "Benutzern" auch ein paar haupt­amtliche Administratoren beschäftigt, so gar nichts von diesem Treiben wissen sollte. Ob es hier nur um still­schweigende Duldung oder ein aktives Einwirken geht, mag ich nicht beurteilen.

Am meisten erschreckt mich das unglaublich diktatorische und respektlose Verhalten, das mir während meiner Artikel-Diskussion begegnet ist. Ich wurde bedroht, ein­geschüchtert und verhöhnt, auch permanent geduzt, während ich konsequent siezte. Die Vorgehens­weise gleicht meiner Meinung nach völlig jener Struktur der verdeckten Gewalt, die Kafka[wp] im Vorfeld des Ersten Weltkrieges beschrieb. Wenn anonyme Kräfte Friedens­aktivisten an öffentliche Gesinnungs­pranger stellen, dann sind nicht nur Meinungsfreiheit und Demokratie gefährdet. Dann wird vor allem auch das Entstehen einer breiten Friedens­bewegung mit erschreckend wirkungs­vollen Mitteln bekämpft. Und das sollte uns doch vielleicht ein Warnsignal sein.
- Katrin McClean[wp][75]

Duldung offen linksextremer Benutzer

Bereits der kleinste Verdacht auf die Nähe eines Autors zur politischen Rechten[wp] kann in Wikipedia Grund für eine unbeschränkte Benutzersperre sein. Es stellt jedoch kein Problem dar, wenn sich ein Autor auf seiner Benutzerseite offen zur autonomen Antifa und zum Linksextremismus bekennt[76], offen zugibt, nicht neutral zu sein[76] und Socken­puppen zu verwenden, um damit Sperren zu umgehen[77] und sein Verhältnis zur Bundesrepublik Deutschland und zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung[wp] im Zusammenhang mit Bildern ausgebrannter Autos bei gewalt­tätigen Krawallen beschreibt.[76][78]

Feministische Unterwanderung

In den USA wird an Universitäten bereits ganz offen zu einer feministischen Unterwanderung aufgerufen:

Zitat:

«US-amerikanische Studenten sollen im gerade begonnenen Semester Punkte für ihre Mitarbeit am englisch­sprachigen Wikipedia-Artikel zum "feministischen Denken" erhalten. [...] Als oberster Sturmführer wurde die Medien­wissen­schaftlerin Alexandra Juhasz vom Pitzer College in der Nähe von Los Angeles ernannt. Sie hofft, dass in den Ausläufern ihres Sturms auch andere Wikipedia-Inhalte in feministischem Sinne geändert werden.
Die Katze scheint aus dem Sack. Während man in den USA nun offenherzig die Ideologisierung des Internet­lexikons betreibt, zieren sich deutsche Kollegen noch, sich zu ihrem Sturm zu bekennen. Doch auch deutschsprachige Wikipedia-Artikel werden schon längst von Unwettern heimgesucht. Profile von Politikern werden "gereinigt", Männerrechtler, "Klimaleugner", "Euro-Rebellen", Gender-Verweigerer und Liberale werden in die rechte Ecke gedrückt. Fragwürdige wissen­schaft­liche Arbeiten dienen als Quellen­nach­weise für nicht minder fragwürdige politische Einordnungen all jener, die nicht so recht auf den Wogen des Zeitgeistes mit­schwim­men wollen. [...] Die Wikipedia wird auf diesem Weg mehr und mehr zu einem Klub der Ideologen.» - Henning Lindhoff[79]

In Deutschland gibt es eine fest etablierte feministische Infrastruktur:

Zitat:

«Als eine Hauptursache der flächendeckenden Manipulation der deutschen Wikipedia kann die feministische Infrastruktur angesehen werden. Groben Schätzungen zufolge verfügt der feministische Autoren­zirkel über die Arbeitskraft von 5-10 ganztags arbeitenden Personen; da die einzelnen Editiervorgänge protokolliert werden, ist der Umfang der reinen Editierarbeiten (ohne Vorbereitungen) gut dokumentiert. Zu den bekanntesten feministischen Avataren gehören: Fiona Baine, SanFran Farmer, Peter Putzer, Fröhlicher Türke, Schwarze Feder.
Zu jeder Wikipedia-Seite gehört eine oben über einen "Reiter" erreichbare "Versions­geschichte". Auf der so erreichbaren Seite sind alle Änderungen des Wikipedia-Eintrags protokolliert. Sobald einer der oben genannten Avatare als Autor auftritt, sollte der Inhalt der Seite als manipuliert und in der Regel sehr einseitig dargestellt angesehen werden. [...]
Die feministische Autorengruppe "betreut" nicht nur alle feminismus­relevanten Einträge, sondern kümmert sich auch um das Image feministischer Parteien, beispielsweise (im August 2013) durch die Löschung von unerwünschten Informationen über die Pädophilie bei den Grünen[10]

Hunderte von unerwünschter Studien zum Thema Häusliche Gewalt verschwinden.[80] Die Qualität von Wikipedia erheblich unter dem Einfluss feministischer Propaganda. Liest man sich die Diskussions­seiten der Artikel zu den Themen Männer­rechts­bewegung, Feminismus oder häusliche Gewalt durch, dann stößt man immer wieder auf die gleichen Namen.[81] Besonders Fiona Baine rümpelt den Eintrag Männerrechtsbewegung mit aller möglichen Kritik voll, damit endlich mal alle kapieren, wie doof politisches Engagement für Männer ist.[82]

Doch damit ist nicht genug: Wikipedia soll (noch) weiblicher werden. Das deutsche Projekt­management ist schon länger auf feministischer Spur.[83] Frauenquoten sind im Gespräch.[84] Wikipedia-Gründer Jimmy Wales[wp] pudelt anlässlich des Weltfrauentags, dass er mehr freiwillige Autorinnen für die Online-Enzyklopädie anwerben will. "Fakt ist, nur 15 Prozent unserer aktiven Gemeinschaft sind weiblich. Unser Ziel ist es, den Frauen-Anteil so schnell wie möglich auf 25 Prozent zu steigern." [85]

Zitat:

«Die Wikipedia ist schon lange unter kritischer Betrachtung. Gerade bei Einträgen über Personen des öffentlichen Lebens ist die Wikipedia oftmals (feministisch) ideologie­gesteuert. Es geht nicht darum, die Realität abzubilden, sondern darum, die Realität an die eigenen ideologischen Vorstellungen der Wikipedia-Autoren durch Beeinflussung anzupassen.»[86]

Wikipedia als Patronage­system

Zitat:

«Warum es für mein Anliegen keine Hilfe und keine Hoffnung gibt

Meine Rolle ist die eines Kritikers, und meine Kritik dient der Klarstellung, was Wikipedia jenseits des schönen Scheins der Wikipedia-Sonntagsreden ist.
Ich denke es wird hier ziemlich deutlich, was die Administratoren unter Wikipedia verstehen, und was überhaupt von dem Gerede, "Wikipedia ist keine Demokratie" in Wikipedia:Machtstruktur[wp] zu halten ist. Wikipedia ist keine Demokratie und hat keine Rechts­strukur in dem Sinne, dass die Regeln für alle Mitarbeiter gleichermaßen - ungeachtet ihrer Person - gelten sollen. Wikipedia ist kein Verein, in dem streng legalistisch gehandelt wird. Vielmehr haben die Administratoren ein vor­demokratisches und vor­modernes Patronage­system[wp] eingesetzt. Nur wer sich nicht kritisch äußert, nur wer sich der gütigen Hand der absoluten Macht des Administrators unterwirft, wer also Lehns- und Gefolgs­mann des Administrators wird, kommt in den Schutz der erweiterten administrativen Rechte, nur er darf ungestört Artikel schreiben. Wer nicht Gefolgs­mann eines Administrators ist, wer Kritik äußert und abweichende Ideen vertritt, ist rechtlos und zum Abschuss freigegeben gleich einem Paria[wp], einem Ausgestoßenen. Auf ihn darf sich ungestraft der Mob, die Meute stürzen, er wird bekriegt, beleidigt und gedemütigt, und seine Beiträge stehen zur Vernichtung frei.
Dieses vormoderne Patronage­system hat sein Vorbild in Sizilien und im organisierten Rausch­gift­handel, man nennt es dort Mafia[wp]. In Amerika heißt es einfach "Mob".» - Lln 09:18, 15. Jul 2004[87][88][89]
Zitat:

«Was wäre, wenn der einzige echte Zweck diese "Enzyklopädie" von Anfang war, die offizielle Propaganda der Regierung zu verbreiten? Und der ganze Rest schlicht schmückendes Beiwerk und "Haus­aufgaben­pedia" ist?

Wir hatten 2000 im Netz noch jede Menge unzensierte Foren, wo Leute sich Informationen zuspielten, die der offiziellen Presse wider­sprachen. Das ist den ein­schlägigen Kreisen sicherlich auch auf­gefallen. Dann tauchten ab 2001 plötzlich überall Besserwisser auf, die fleißig Wikipedia-Links spammten, sinngemäß:

Du schreibst Quatsch, weil in der Wikipedia steht ja: http://de.wikipedia.org/...

Und Leute waren bereit, das bereit­willig zu glauben, was anonyme Autoren in das komische Wikiforum mit offiziösem Anstrich ein­getragen haben. Auch Mitarbeiter der Lügenpresse nutzen es eifrig. Nun war das Weltbild im Netz wieder ganz auf Linie. Praktisch zu jedem Suchbegriff bei Google das Wiki ganz oben. Die jetzt "neurechten Verschwörungs­foren" sucht man ja als braver Staatsbürger nicht mehr auf. Gibt dann ja schlechte Noten für die Hausaufgaben.»[90]

Diffamierung nichtlinker Webseiten

Äußerung des Wikipedia-Admin MBq[wp]:

Zitat:

«Naziseite Wikimannia» - Benutzer MBq[wp][91]

Äußerungen aus der feministischen Kampftruppe Wikipedias:

Zitat:

«Wikimannia [...] ist eine dezidierte Hetz­seite» - Andreas Kemper[92]

Zitat:

«illegale Hetzseite» - Andreas Kemper[93]

Zitat:

«Laut fachwissenschaftlichen Expertisen(1) ist Wikimannia mitnichten ein "Wiki über Benachteiligungen von Jungen und Männern".
Wikimannia hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kritiker zu diffamieren und Personen zu verunglimpfen, wie in diesem Pranger unter dem Lemma "Lila Pudel", ein Schimpfwort(2) in maskulistischen Foren für Männer, die keine Antifeministen sind, und das ihnen die Menschlichkeit abspricht:(3) [...] oder dieser Artikel über einen Wikipedia-Mitarbeiter, der in 20 Artikel in Wikimannia mit verlinkt ist: Andreas Kemper [...] Wikimannia kann als Hetzseite angesehen werden.» - Fiona Baine[94]

Anmerkungen: (1) Die "fachwissenschaftlichen" Expertisen stammen von eben diesem Wikipedia-Mitarbeiter Andreas Kemper. (2) "Lila Pudel" ist kein Schimpfwort, seit wann ist "Pudel" ein Schimpfwort? Das ist eher ein Kosename. Außerdem ist der WikiMANNia-Artikel sehr satirisch gehalten. (3) Ganz im Gegensatz zur SPD spricht WikiMANNia weder Frauen noch Männern die Menschlichkeit ab.

"Schwarze Feder" alias Andreas Kemper, Fiona, Fiona B., Fiona Baine alias Gabriele Mirhoff:

"Wikimannia [...] ist eine dezidierte Hetzseite ohne Impressum, die sich bewusst der deutschen/österreichischen Rechtsprechung entzieht, um neben Copyright-Verletzungen justiziable Hetze (Verleumdungen/ Beleidigungen) betreiben zu können. [...] Zudem arbeitet Wikimannia mit einem nur leicht veränderten Wikipedia-Logo. Für Menschen, die nicht besonders besonders gut auskennen, die Wikis nicht von Wikipedia unterscheiden können, könnte Wikimannia leicht als Wikipedia rüberkommen. Schon allein deshalb sollte die Wikipedia-Community ein Interesse daran haben, justiziable Hetzseiten, die von der Reputabilität Wikipedias profitieren, auf die Blacklist zu setzen. Wikipedia hat hier eine nicht zu unterschätzende Verantwortung." - Schwarze Feder, 23. Juli 2014 um 22:33 Uhr
"Wikimannia ist eine Website, die gezielt politisch hetzt u.a. auch gegen Wikipedia-Autoren. Anzeigen wegen Verleumdung, übler Nachrede uvam können jedoch nicht verfolgt werden, da sich Wikimannia der deutschen Rechtsprechung entzieht. Das Impressum ist gefaket; der Provider in Panama ist auf das Hosten von Websites mit illegalen Inhalten spezialisiert." - Fiona, 23. Juli 2014 um 22:37 Uhr
"Ich habe [...] darauf hingewiesen, dass Wikimannia als maskulistische Hetzseite bekannt ist. Die Betreiber sind unbekannt. Das Impressum ist ein Fake. Die Seite läuft auf einem Provider in Panama, der auf Webseiten mit illegalen und strafrechtlich relevanten Inhalten spezialsiert ist." - Fiona, 17. Mai 2014 um 23:12 Uhr
"Die Behauptung, "Wikimannia" sei eine Seite mit strafrechtlichen Inhalt, ist auch weitgehend unbewiesen. Erkennbar wird sie als maskulin von einigen abgelehnt, was aber keine Rechtsfolgen hat." - Label5, 18. Mai 2014 um 09:37 Uhr
"Ich habe auch nicht behauptet, dass Wikimannia strafrechtliche Inhalte hat, sondern dass sie sich dem deutschen Recht entzieht: mit gefaktem Impressum und einem Provider mit Sitz in Panama, der sich auf illegale Webseiten spezialisiert hat. Klagen wegen Verleumdung, Verunglimpfung, URV, auf Unterlassung uvm. von Betroffenen wie Rosenbrock können weder straf- noch zivilrechtlich verfolgt werden. Es dürfte doch offensichtlich sein, dass solche Leute nicht diese Anstrengungen unternehmen, weil sie seriöse Inhalte bereitstellen. (Die Inhalte der Seite haben auch übrigens nichts mit "maskulin" zu tun.)" - Fiona, 18. Mai 2014 um 10:08 Uhr

Reaktionen

In der englischsprachigen Wikipedia beginnt man zu reagieren und jetzt der ideologischen Korruption einen Riegel vorgeschoben:

Zitat:

«Wikipedia's arbitration committee, the highest user-run body on the site, has banned five editors from making corrections to articles about feminism.»[95][96]

Zitate

  • "Wikipedia ist keine Demokratie der Geistreichen, Wikipedia ist die Diktatur der Zeitreichen. Eine Diktatur ist geprägt durch die Willkür der Herrschenden und die Ohnmacht der Opfer. Die Herrschenden bei Wikipedia sind Menschen mit Zeit, die sie für die permanente Beobachtung ihrer Artikel verwenden können." - Richard Zinken (2005)[97]
Hadmut Danisch
  • "Wikipedia ist längst 'ne elende Jauchegrube." - (2016)[98]
  • "Wikipedia wird ja schon lange wild zensiert und manipuliert, und ist mittlerweile komplett unter feministischer Kontrolle. Kritische Texte werden sofort entfernt. Literatur­listen werden manipuliert, um den Eindruck zu erwecken, dass es allein pro-feministische Literatur gäbe und das alles außer Zweifel stünde." - (2013)[99]
  • "Ich habe diese Woche mal mein Buch Frauenquote so völlig neutral und kommentarlos, und ganz bescheiden am unteren Ende der Literatur­liste zum Wikipedia-Artikel über die Frauenquote hinzugefügt.
Prompt hat ein gewisser 'Horst Gräbner' das Ding aus der Liste wieder entfernt, mit der Begründung:
Zitat: "Es werden die wissenschaftlich maßgeblichen Werke sowie seriöse, möglichst aktuelle Einführungen aufgeführt."
Was sich auf die Wikipedia-Regeln zu Literaturlisten bezieht. Was ein Witz ist, denn ein Werk in der Liste ist von 2011, noch was von 2001 und 2002, und der Rest der Liste ist aus dem letzten Jahrtausend, vieles schon über 20 Jahre alt. Von wegen 'möglichst aktuell'. Und wenn man sich die Titel ansieht, dann sind die meisten Werke auch keine 'seriösen, wissenschaftlich maßgeblichen Einführungen', sondern politische Propaganda." - (2012)[100]
  • "[Es] findet sich da erhellendes, weil man (derzeit aktuell) dort versucht, das auf eine anti-feministische Kampagne zu reduzieren:
"Die in den letzten Monaten durch Blogs und Foren der antifeministischen Männerrechtsbewegung gehende Kampagne gegen einige Wikipedia-Autorinnen hat damit leider einen Höhepunkt erreicht. Der Blogeintrag von Arne Hoffmann gehört zur zivilisierteren Art der Diffamierung. Die in diesen Kreisen liebevoll WikiPrawda genannte Wikipedia sei demnach feministisch unterwandert und (dadurch) dem Untergang verurteilt."
Das zeigt aber das Problem. Denn dass die Wikipedia massiv von Lobbyismus, Desinformation und Ideologie durchseucht ist, ist ja nicht auf den Feminismus beschränkt, das zieht sich ja durch alle Themen. Feminismus ist ja nur eines von vielen Beispielen." - (2012)[101]
  • "Ich habe durchaus das dringende Gefühl, dass ich schon mehrfach auf bezahlte 'Landschafts­gärtner'-Kollektive gestoßen bin, die einzelne Artikel überwachen und dann - mehr oder weniger anonym bzw. pseudonym - zensieren, filtern, usw.
Gerade im Bereich des Feminismus wäre das sehr plausibel, denn da gibt es viele mit öffentlichen Geldern geförderten Gruppen, etwa das vom Familienministerium jahrelang mit etwa 3 Millionen Euro finanzierte GenderKompetenzZentrum an der HU Berlin, das auch die Werbekampagne und die Webseite für Gender-Mainstreaming inhaltlich gebaut hat." - (2012)[102]
  • "Bei den vielen Zensoren und Löschtrollen habe ich die ganze Zeit schon den Eindruck, dass da viele aus ideologischen, politischen oder eben pekuniären Gründen so eine Art 'Artikel-Wart' spielen und darauf achten, dass der Artikel schön in die gewünschte Richtung zeigt." - (2012)[103]
  • "Da wäre es naiv zu glauben, dass Schwindel, Betrug und Korruption überall sind, nur um die heilige Wikipedia einen Bogen machen." - (2012)[103]
Michael Klein
  • "Die deutsche Wikipedia ist von Ideologen unterwandert. Das haben wir bereits in einem Offenen Brief an Jimmy Wales[wp] festgestellt. In der letzten Zeit häufen sich zudem die Indizien dafür, dass nicht irgendwelche privaten, sondern von politischen Organisationen finanzierte Ideologen die deutsch­sprachige Wikipedia benutzen, um ihre Ideologie an den Leser zu bringen, um Leser zu manipulieren und die auf Wikipedia vorhandenen Informationen in der ideologisch gewünschten Weise aufzubereiten." - (2012)[104]
  • "Ideologischer Missbrauch der Wikipedia. [...] die fortgesetzte Agitation [ist] ein Beleg für die ideologische Unterwanderung der Wikipedia. Und die vielen Beispiele aus anderen Bereichen, von Beiträgen über Musiker bis Beiträgen über das Klima [...] bestätigen dies ebenfalls. [...] das System "Wikipedia" [ist] ein System, das opportunistisches Verhalten geradezu herausfordert, da z. B. das Einschleusen von Agitatoren durch die Nutzung von Pseudonymen unbemerkt erfolgen kann, über eine Rund-um-die-Uhr-Nutzung eines einzigen Pseudonyms kann man sich erhebliche Vorteile im Editier-Krieg verschaffen und über eine informelle Netzwerkbildung z. B. mit fröhlichen Türken[wp] oder Farmern aus San Francisco[wp] kann man die entsprechenden Vorteile noch kumulieren. Wer ein solches System wissentlich betreibt, der fordert damit zum opportunistischen Verhalten auf und akzeptiert, dass die Wikipedia eine Enzyklopädie der ideologischen Desinformation wird bzw. ist." - (2012)[105]
Michael Klonovsky
  • "In gewissen politischen Fragen ist die deutsche Wikipedia nichts anderes als ein linker Denunziantenstadl." - (2012)[106]
  • "Die deutsche Wikipedia ist und bleibt eine Schrott­sammel­stelle des Zeitgeistes und eine munter sprudelnde Quelle der unfreiwilligen Komik." - (2013)[107]
Andere
  • "Dem konservativen Beobachter ist von Anfang an klar, dass es eine Enzyklopädie, die 'frei' ist, nicht geben kann. Wenn der Rezipient der Artikel nicht der zahlende Kunde ist, dann ist es natürlich wenig überraschend jemand anders.
Wer zahlt, bestimmt die Musik, die gespielt wird.
Aber es laufen immer noch genug Gutgläubige herum, die die menschliche Gesellschafts­ordnung nicht verstanden haben. Deshalb geht es bei allen utopistischen Projekten immer darum, die offensichtlichen Tatsachen zu verstecken und nach außen den schönen Schein auf­recht­zu­erhalten." - Joe[108]
  • "Die deutschsprachige Wikipedia ist meines Erachtens im politischen und gesellschaftlichen Themenblock als Enzyklopädie schon lange hoffnungslos gescheitert, und existiert nur noch als Politplattform im Gewand einer Enzyklopädie weiter. [...] Ob eine Beteiligung von mehr Nichtlinken (oder weniger ideologischen Linken) da noch etwas auszurichten vermag, bezweifle ich - zu sehr haben sich die Ideologen selbst in der Administratorenebene eingenistet." [109]
  • "Üblichlicherweise sollte man hier konstruktive Vorschläge einbringen, was ich auch gerne täte. Dieser Artikel ist jedoch derartig einseitig und schlecht geschrieben, dass ich nicht sehe, was man hier noch retten könnte. Dieser Artikel mit seinen unzähligen Fehlern dient nicht der Information, sondern der Desinformation.
Nach meinem Dafürhalten müßte er komplett entfernt und neu geschrieben werden. Dieses Mal jedoch von Personen, die - so wie es die Regeln der Wikipedia vorschreiben - sachliche und richtige Informationen liefern und nicht eine feministische Propaganda betreiben.
Ich bin bestürzt darüber, wie hier die Wikipedia missbraucht wird, um seine eigenen Ideologien durchzusetzen. Dadurch wird das Ansehen der Wikipedia zusehends beschädigt. Früher oder später wird sie den Bach runtergehen. Traurig, aber wahr." [110]
  • "Da erstellt jemand ein geniales Projekt wie Wikipedia, tausende ehrenamtlich Helfende unterstützen das und am Ende jammern Feministinnen herum, es seien zu wenig Frauen beteiligt. Herrgott, es ist das Internet, man schreibt da mit den Händen und nicht mit dem Penis. Wenn eine Frau mitschreiben will kann sie das ohne weiteres tun und wenn es zu schlimm ist soll sie sich 'Paul' nennen. Ich versteh's nicht." - erzaehlmirnix[111]
  • "Die Motivation der finanzierenden Hintermänner dürfte sein, das Internet mit Desinformation zu fluten. Und was eignet sich besser dafür als Wikipedia?
    Es muss auch erlaubt sein, das ganze Projekt inkl. seiner Gründung zu hinterfragen. Dass die mutmaßliche NSA-Veranstaltung Google das Wiki schon von Anfang prominent gerankt und ihm Besucher zugeführt hat, ist sicherlich auch kein Zufall. [...]
    [Wikipedia ist eine] als 'Online-Enzyklopädie' getarnte Infotainment-Texthalde."[112]
  • "Wenn Wikipedia zu Adolf Hitlers Zeit erfunden worden wäre, würde dort drinstehen, dass die Juden Untermenschen sind. Und das wäre sogar ganz klar und 'wissen­schaftlich' belegt. Und wer daran zweifeln würde, wäre das, was man heute als Verschwörungs­theoretiker bezeichnet."[113]
  • "Wikipedia ist bei keinem Thema 'der Hit'. Weder politisch, geschichtlich noch natur­wissen­schaftlich. Tatsächlich wird einfach dem Mainstream nachgeplabbert, kontroverse (und logischere) Sichtweisen werden ignoriert oder lächerlich gemacht. Dabei sollte man nicht vergessen das gerade im wissen­schaft­lichen Bereichen es IMMER um viel Geld aber auch Stolz und 'Ruhm' eine große Rolle spielt. Eben wie in allen anderen Bereichen, die westlichen Zivilisation tanzt um das goldene Kalb.
    Für die Erst­information ist Wikipedia brauchbar, für alles andere nachprüfbar unbrauchbar."[114]

Literatur

  • Michael Brückner: Die Akte Wikipedia. Falsche Informationen und Propaganda in der Online-Enzyklopädie., Kopp Verlag 2014, ISBN 3-86445-123-X[115]

Einzelnachweise

  1. "1984", Diana Verlag, 13. Auflage, 1964, S. 17 (PDF)
  2. Das Bild basiert auf einem Startcartoon des Satiremagazins TITANIC im Dezember 2008 mit der Überschrift "So funktioniert die Informationsgesellschaft": TITANIC Infografik, titanic-magazin.de im Dezember 2008
  3. Dieser Kritikpunkt wird von Metapedia[mp] wohl nicht zu Unrecht genannt und es ist davon auszugehen, dass dies politisch auch so gewollt ist. Ähnliches wird aber auch auf anderen Wissensgebieten geschehen, schon werden die Begriffe Vater und Mutter aus amtlichen Dokumenten entfernt. Bei der inflationären Familienzerstörung werden bald auch viele Kinder aus Flickwerkfamilien nicht mehr wissen, was Verwandtschaft, was Cousin und Cousinen sind. Auch die Begriffe Mann und Weib sollen zugunsten eines geschlechtsneutralen "Genderwesens" in Vergessenheit gebracht werden.
  4. PR bei Wikipedia: Mitarbeiter manipulieren Wikipedia, Frankfurter Rundschau am 20. September 2012
  5. Wikipedia will "bezahltem Editing" nachgehen, Genderama am 25. Januar 2013
  6. Community-Projekt Wikipedia untersucht kommerziell gesteuerte Artikel, 24. Januar 2013
  7. Henning Hoffgaard: Gefangen in der Wiki-Falle. Wikipedia: Die angeblich demokratische und neutrale Internet-Enzyklopädie ist alles andere als frei, Junge Freiheit Nr. 26/11, 24. Juni 2011, S. 7
  8. 8,0 8,1 8,2 Bürger in Wut: Medien: 10 Jahre Wikipedia - Kein Grund zum Feiern!, 12. Mai 2011
  9. Bürger in Wut - rechtspopulistisch?, 13. Mai 2011
  10. 10,0 10,1 10,2 Warnung vor der deutschen Wikipedia, Maskulismus für Anfänger - A Guys' Guide to Masculism
  11. Claus-M. Wolfschlag[wp]: Objektiv? Von wegen! (Informatiker, Historiker, Politiker - Viele Betroffene klagen über Wikipedia-Verunglimpfungen), Junge Freiheit, Nr. 26/11, 24. Juni 2011, S. 7
  12. Manfred Julius Müller: Die Meinungshüter von Wikipedia, 1. Dezember 2011 ("Die Idee schien genial: Man wollte im Internet ein Universallexikon schaffen, auf das jedermann zugreifen und (noch besser) an dem jedermann selbst mitarbeiten kann. Doch so ganz allmählich zeigt sich auch, dass man mit Wikipedia eine neue diktatorische Meinungsmaschinerie geschaffen hat. Vor allem, wenn es um die Erklärungen im sensiblen politischen Bereich geht, offenbaren sich die Nachteile eines offenen Systems. Denn die andauernden Textänderungen führen längst nicht mehr zur Optimierung vieler Seiten. Oft werden gute Sätze und sachliche Erläuterungen entfernt und durch zweifelhafte Texte ersetzt.")
  13. Arne Hoffmann: Politische Manipulation in der Wikipedia (Teil 1: Konkretes), Hinter meinem Schreibtisch am 11. November 2011 (Wie der Wikipedia-Artikel zu Arne Hoffmann[wp] verzerrt wurde.)
  14. Arne Hoffmann: Politische Manipulation in der Wikipedia (Teil 2: Grundsätzliches), Hinter meinem Schreibtisch am 11. November 2011
  15. Jaron Lanier[wp]: Wikipedia: Eine grausame Welt, Der Spiegel am 13. November 2006, S. 182f.
  16. Wikipedia: Rhyne am 8. Juli 2012 um 11:37 Uhr
  17. "Das ursprüngliche Ziel, mit der Verleihung der Zedler-Medaille neue Autoren für die Wikipedia zu gewinnen, wurde in den letzten Jahren nicht erreicht. Eingereicht wurden 2009 sowie 2010 jeweils weit weniger als 50 Beiträge, die Teilnehmer kamen fast ausschließlich aus Reihen der Wikipedianer. Medienresonanz und Feedback oder Interesse aus dem Wissenschaftsbetrieb konnten nicht merklich gesteigert werden.", zitiert aus Wikimedia: Zedler-Medaille 2011, abgelesen am 29. Juli 2012
  18. Wikipedia: Mr. Mettwurst am 9. Februar 2010 um 14:46 Uhr
  19. Wikipedia: Gunther am 5. Dezember 2006 um 12:08 Uhr
  20. Wikipedia: Wettig am 5. November 2008 um 10:25 Uhr
  21. Animal Farm Reloaded - Folge 1: Wie das Wikipedia-Drama begann (Die heute startende Serie soll ein obskures Wikipedia-Abenteuer dokumentieren und demonstrieren, wie man mit totalitären Systemen fertig wird.), 28. Oktober 2009
  22. 22,0 22,1 Michael Klein: Wem nutzt Anonymität?, Kritische Wissenschaft - critical science am 11. August 2012
  23. Selbstversuch Wikipedia: Löschen was nicht passt, Jacob Jung Blog am 27. Januar 2012
  24. Michael Klonovsky: Anonyme Humanisten (Wie ich auf Wikipedia zum "neurechten Kettenhund" wurde/Ein (immer mal wieder auf den neuesten Stand gebrachtes) Wort in eigener Sache), Focus 48/2012, S. 141
  25. Die erste Umfrage unter allen Wiki-Admins, Wiki-Watch-Blog am 22. Oktober 2010 (Was bewegt die Wikipedia-Admins? Wiki-Watch fragte nach.)
  26. Wikipedia-Admins: männlich, gebildet und genervt, Heise Online am 25. Oktober 2010
  27. Dr. Claus Wolfschlag: Kritik an Wikipedia
  28. 28,0 28,1 28,2 Volkmar Weiss: Der Totalitätsanspruch der Gleichheitsideologie in der Wikipedia: Der exemplarische Fall Andreas Kemper alias Schwarze Feder, Knol vom 22. Mai 2009 (Zuletzt bearbeitet: 5. März 2011)
  29. Benutzer Diskussion:Dr. Volkmar Weiss (Archiv)
  30. Wiki-Watch: Eric am 17. Januar 2016 um 15:35 Uhr
  31. Marcel Bartels in Parteibuch Lexikon: Wikipedia[webarchiv]
  32. Arne Hoffmann: Wikipedia immer durchgeknallter, Genderama am 18. Januar 2006
  33. Panagiotis Kolokythas: Gefakter Wikipedia-Eintrag bleibt 5 Jahre unentdeckt[webarchiv], web.de am 4. Januar 2013
  34. Kommentar von Lancelot1 am 5. Januar 2013 um 16:40 Uhr zu "Gefakter Wikipedia-Eintrag bleibt 5 Jahre unentdeckt" (link, link[webarchiv])
  35. "Die Geschichte wird von den Siegern geschrieben. Aber die Nachwelt behält sich Korrekturen vor." - Ernst Reinhardt (* 1932), Dr. phil., Schweizer Publizist und Aphoristiker, in: "Gedankensprünge", Aphorismen, Friedrich Reinhardt Verlag 2003;
    "Immer schreibt der Sieger die Geschichte des Besiegten. Dem Erschlagenen entstellt der Schläger die Züge. Aus der Welt geht der Schwächere und zurück bleibt die Lüge." - Berthold Brecht[wp]
  36. Kommentar von maho76 am 5. Januar 2013 um 12:41 Uhr[webarchiv] zu "Gefakter Wikipedia-Eintrag bleibt 5 Jahre unentdeckt" (Der Kommentar steht im Original in konsequenter Kleinschreibung.)
  37. WGvdL-Forum (Archiv 2): Sachliche und kompromissbereite Männeraktivisten - der Weg zum Erfolg?, Royal Bavarian am 23. Januar 2012 - 21:58 Uhr
  38. Leserkommentar auf Spiegel Online von albert schulz am 17. Juni 2014 um 22:47 Uhr
  39. Youtube-logo.png Wikipedia - Nachschlagewerk mit Hidden Agenda? - RT Deutsch (1. Februar 2016) (Länge: 14:35 Min.)
  40. Leserkommentar von Arne Babenhauserheide am 3. November 2012 um 18:10 Uhr
  41. Wikipedia: El Capitan am 19. August 2012 um 18:20 Uhr
  42. Wikipedia: Arthur Diebold am 1. Juni 2010 um 00:52 Uhr, Nachtrag am 28. März 2013 um 02:58 Uhr
  43. 43,0 43,1 Markus Kompa: Wikimedia, Wikipedia, Wiki-Immunity, 6. Mai 2010
  44. Ulrich Fuchs: Manchmal ist es schön, wenn man einfach Konsequenzen ziehen kann, Stadtfuchsens Bau am 2. Oktober 2013
  45. Superprotect: Wikimedia behält das letzte Wort bei Wikipedia, Heise/Newsticker am 12. August 2014; Wikipedia: Superprotect-Streit spitzt sich zu, Heise/Newsticker am 16. August 2014
  46. Benutzer Athanasian am 29. August 2014 um 16:02 Uhr
  47. Benutzer Athanasian am 28. Juli 2014 um 16:05 Uhr
  48. Leserkommentar auf Spiegel Online von fpwinter am 17. Juni 2014 um 21:27 Uhr
  49. Leserkommentar auf Spiegel Online von albert schulz am 17. Juni 2014 um 22:47 Uhr
  50. Wikipedia: "Nach einem Dutzend Rezensionen ... sollte dem Buch eine Relevanz zukommen, auch wenns einigen nicht gefällt.", Version vom 10. August 2011, 18:06 Uhr
  51. Wikipedia: "Trotz möglichem WP:IK - es ist bislang die einzige deutschsprachige Sekundärliteratur in Buchform zum Thema und muss daher aufgeführt werden", Version vom 11. Dezember 2011, 13:13 Uhr
  52. Wikipedia: Version vom 27. Juli 2012, 16:45 Uhr
  53. Wikipedia: Version vom 27. Juli 2012, 18:39 Uhr
  54. Frauenhass nach den "Regeln der Höflichkeit", Die Standard am 27. Jänner 2013
  55. Wikipedia: Edit am Artikel Männerrechtsbewegung vom 27. Februar 2013, 13:56 Uhr
  56. Wikipedia: Männerrechtsbewegung, Version vom 15. Juli 2014, 21:28 Uhr
  57. Wikipedia: Änderung 132432330 von 87.142.135.50 rückgängig gemacht; kein Beitrag zur Artikelverbesserung, Version vom 24. Juli 2014, 11:52 Uhr
  58. Wikipedia: Und deswegen hier bitte nur Diskussion zum Artikel und nicht zu den Autoren, Version vom 25. Juli 2014, 06:00 Uhr
  59. MANNdat-Forum: Wikipedia: "Artikelverbesserung", Thorsten am 24. Juli 2014 - 15:50 Uhr
  60. André F. Lichtschlag[wp]: Wikipedia und überhaupt, vorerst mal abschließend: Ein Herz für Linke, ef-magazin am 27. November 2012
  61. Paul Schreyer: Verschwörungstheorie!, Heise/Telepolis am 2. März 2014 (Seite 3)
  62. MANNdat-Forum: Wikipedia: Frauenhäuser (endlich) frei von Kritik und Kontroversen, everhard am 13. Juli 2015 - 10:38 Uhr
  63. Anke Domscheit-Berg beim taz.lab: "Es geht anders", TAZ am 6. Februar 2013
  64. Hadmut Danisch: Wie die Piraten-Partei zur totalitären Meinungsdiktatur wird, Ansichten eines Informatikers am 28. Februar 2013
  65. Wikipedia: Version vom 27. Dezember 2013, 06:52 Uhr
  66. Benutzer Bürgerlicher Humanist[wp] entfernt die Einordnung als linksextrem, Version vom 18. Oktober 2012, 14:46 Uhr
  67. Benutzer Fröhlicher Türke[wp] entfernt die Einordnung als linksextrem, Version vom 23. Oktober 2012, 00:13 Uhr
  68. Benutzer Emma7stern entfernt die Einordnung als linksextrem, Version vom 23. Oktober 2012, 00:34 Uhr
  69. Der Benutzer Fröhlicher Türke diffamiert Benutzer Cem Istafan als "Brauntroll", Version vom 23. Oktober 2012, 00:14 Uhr
  70. Alle Beiträge[wp] von Cem Istafan
  71. Benutzersperr-Logbuch, am 00:13, 23. Okt. 2012 mit der lapidaren Begründung "Kein Wille zur enzyklopädischen Mitarbeit erkennbar".
  72. Admin -jkb-[wp] löscht die Frage, was in den Beiträgen von Cem Istafan falsch gewesen sei. (Version vom 23. Oktober 2012, 00:32 Uhr)
  73. Siehe: Kommentar von Hausmeister am 16.10.2016, 16:22 Uhr
  74. Kommentar von Hausmeister am 16.10.2016, 16:56 Uhr zum Thema: Wikipedia - Fest in linker und religiöser Hand?
  75. Katrin McClean[wp]: Wikipedia: Kafkaeske Prozesse, Le Bohémien am 19. September 2015 (Auf Wikipedia tobt ein Krieg der Autoren und Administratoren. Ist die Open-Source-Plattform ein Marktplatz für Gesinnungs­pranger geworden? Ein Erfahrungsbericht)
  76. 76,0 76,1 76,2 Benutzerseite von Benutzer Ulitz[wp] Bemerkenswert - im positiven Sinne - sind folgende zwei Bemerkungen: "Auch ein Problem, das zunehmend auffällt: Es wird offenbar immer weniger auf die Inhalte geachtet, sondern lediglich darauf, wer etwas geschrieben hat." - "Hört auf, die WP als ein 'unpolitisches' Projekt zu begreifen! Ob man es nun will oder nicht: Selbstverständlich ist sie ein hoch­politisches Projekt, um so mehr, je größer ihre Bedeutung im Internet geworden ist. Daraus erwächst eine gesellschafts­politische Verantwortung, die natürlich auch moralisch-ethische Dimensionen im Sinne der Aufklärung mit einschließt, denen Rechnung zu tragen längst überfällig ist." Der Benutzer sieht das halt nur als "Einbahnstraße" in eine Richtung, und zwar im Sinne von: Antifa sind die Gutmenschen. Pdf-icon-intern.png Benutzerseite von Ulitz - 3. September 2013
  77. Ulitz: Wortmeldung vom 1. März 2011, 22:35 Uhr
  78. PlusPedia: Linkslastigkeit in Wikipedia, abgerufen am 3. September 2013
  79. Henning Lindhoff: Wikipedia: Ideologensturm auf das Internetlexikon, ef-magazin am 3. September 2013
  80. Wikipedia: Wie Feministinnen hunderte Studien über häusliche Gewalt verschwinden ließen, Genderama am 5. August 2013
  81. Henning Lindhoff: Der Todestrieb der Wikipedia, Kopp-Verlag am 30. Oktober 2012
  82. Arne Hoffmann: Wikipedia und Macht: Wie die Online-Enzyklopädie "funktioniert", Genderama am 2. August 2012
  83. Wikipedia: Projektmanagement erklärt sich mit Feministinnen "auf einer Linie", ef-magazin am 3. September 2012
  84. Hadmut Danisch: Frauenquote bei der Wikipedia, Ansichten eines Informatikers am 31. Juli 2012
  85. Online-Enzyklopädie: Wikipedia soll weiblicher werden, Hessische/Niedersächsische Allgemeine am 8. März 2014
  86. Dokumentarfilm: Die dunkle Seite der Wikipedia, Nicht-Feminist am 17. Oktober 2013
  87. Wikipedia: Lln 09:18, 15. Jul 2004
  88. Zur Machtstruktur - Verbrannte Texte, Manfred Riebe am 19. Juni 2005 um 23:36 Uhr
  89. Youtube-logo.png KenFM zeigt: Die dunkle Seite der Wikipedia - Markus Fiedler und Frank-Michael Speer - wwwKenFMde (21. Oktober 2015) (Länge: ab 20:35 Min.)
  90. WGvdL-Forum: Zweck dieser "Enzyklopädie", Joe am 10. Januar 2016 - 13:39 Uhr
  91. Wikipedia: Wikipedia Diskussion:Kurier, Version vom 15. März 2017, 16:41 Uhr (Anmerkung: Benutzer MBq[wp] hat den Status eines Administrators in der deutschen Wikipedia)
  92. Wikipedia: Schwarze Feder, 23. Juli 2014 um 22:33 Uhr
  93. Freie Welt hetzt weiter, Andreas Kemper am 26. September 2014
  94. Wikipedia: Version vom 22. Juli 2012, 12:07/12:11 Uhr
  95. Wikipedia bans five editors from gender-related articles, The Guardian am 23. Januar 2015
  96. Wikipedia verbannt feministische Editoren von Gender-Beiträgen, Genderama am 25. Januar 2015
  97. Richard Zinken: Angemerkt! Wikimania, Spektrum der Wissenschaft am 15. Dezember 2005
  98. Hadmut Danisch: Wikipedia zerbricht an Trollen und Manipulatoren, Ansichten eines Informatikers am 29. Juni 2016 (Warum ein völlig offenes Medium einfach nicht funktioniert.)
  99. Hadmut Danisch: Wie wir zur Zensurgesellschaft werden, Ansichten eines Informatikers am 5. Juni 2013
  100. Hadmut Danisch: Politisch-Ideologische Filterung in der Wikipedia, Ansichten eines Informatikers am 5. August 2012
  101. Hadmut Danisch: Mehr zum Ideologisierungs-Krieg bei Wikipedia, Ansichten eines Informatikers am 9. August 2012
  102. Hadmut Danisch: Mehr Zweifel an Wikipedia, Ansichten eines Informatikers am 5. September 2012
  103. 103,0 103,1 Hadmut Danisch: Korruption bei Wikipedia, Ansichten eines Informatikers am 19. September 2012
  104. Michael Klein: Die Wikipedia-Files. Aufruf für eine ideologiefreie Wikipedia., Kritische Wissenschaft - critical science am 19. August 2012
  105. Michael Klein: Wikipedia-Banner gibt es jetzt auch in Englisch - zugleich ein Update zu den Wikipedia-Files, Kritische Wissenschaft - critical science am 23. August 2012
  106. Michael Klonovsky: Anonyme Humanisten (Wie ich auf Wikipedia zum "neurechten Kettenhund" wurde/Ein Wort in eigener Sache), Focus, Heft 48/2012, S. 141
  107. Michael Klonovsky: Acta diurna, 7. Februar 2013
  108. Joe am 19. September 2012 um 19:52 Uhr
  109. Bissige Liberale: Linke gegen Vielfalt, 23. Oktober 2012 (Ben am 24.10.2012 um 13:05 Uhr)
  110. Wikipedia: El Capitan am 18. August 2012, 13:48 Uhr (Neuer Abschnitt: Artikel Männerrechtsbewegung)
  111. Kommentar von erzaehlmirnix am 24. September 2013 um 20:59 Uhr
  112. Joe am 2. Oktober um 20:48 Uhr
  113. Bernd Kemmler am 20. Oktober 2015 um 14:00 Uhr
  114. sw am 22. Oktober 2015 um 12:03 Uhr
  115. Erstes Sachbuch über Manipulation der Wikipedia erschienen, Genderama am 28. Juni 2014

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